Saletinere Facebook
/
Saletinere.ch

LoginLogin Maildistrikt_ch@gmx.chTelephoneTel. 071 866 14 24

Meditationen

Betrachtung zur Taufe des Herrn im Jahreskreis A

2026/01/09 weniger...

Getauft sein

In jener Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm: Ich müsste von dir getauft werden und du kommst zu mir? Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu! Denn so können wir die Gerechtigkeit ganz erfüllen. Da gab Johannes nach. Als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf. Und siehe, da öffnete sich der Himmel und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe (Mt 3,13-17).

Gebet

Herr Jesus Christus, du beginnst dein öffentliches Wirken mit der Taufe im Jordan. Dein Vater salbt dich mit dem Heiligen Geist und bestätigt dich als seinen geliebten Sohn. Aus dieser Salbung und aus dieser Beziehung heraus wagst du das Evangelium zu verkünden und die Menschen zu erlösen. Lass uns das Geschenk der Taufe neu entdecken und aus dieser Gnade heraus als Kinder Gottes leben. Entfache uns neu und sende uns aus in der Kraft deines Geistes. Heiliger Geist, durchflute uns mit deinem Feuer und deiner Liebe.

Persönliche Lektüre

Jesus, hast das Wasser geheiligt, in dem ich getauft wurde. Du hast mich mit dem Vater versöhnt. Nimm mich an die Hand und führ mich in die Arme des Vaters. Lass mich erfahren, dass ich ein geliebtes Kind Gottes bin. Öffne mich für dein Wort und verwandle mein Herz. Heiliger Geist, bete du in mir und erfreu mich in Gott, meinem Vater! Ich werde ruhig und still… Herr, ich bin ganz da für dich…

Gedanken zur Betrachtung

  1. Reinigendes Wasser

Jesus ist in die Wasser des Jordans hinabgestiegen, um das Wasser für uns zu heiligen. Im Jordan hat er unsere Sünden auf sich genommen, um die Gerechtigkeit des Vaters ganz zu erfüllen, um uns zu erlösen. So hat er auch nach seiner Taufe keine Sünden bekennen müssen, weil er ja ohne Sünde war. Das Wasser der Taufe, das Weihwasser wäscht uns rein von jeder Sünde. Gott reinigt und heiligt uns, damit wir als seine Kinder leben können. Er schenkt uns unsere Würde, die wir durch die Sünde verloren haben, zurück. Wir sind seine Heiligen, seine geliebten Kinder. Wenn wir Weihwasser gebrauchen, sollen wir uns bewusst machen, dass wir ein heiliges Leben führen sollen. Wir sollen uns immer wieder neu darin reinigen lassen und das Weihwasser als Schutz vor dem Bösen bewusster gebrauchen.

Bin ich Gott für meine Taufe dankbar? Freue ich mich darüber, dass ich sein Kind sein darf? Bemühe ich mich als Kind Gottes zu leben, heilig zu sein? Gebrauche ich bewusst das Weihwasser, um mich von lässlichen Sünden zu reinigen, um mich an Gott, meinen Vater zu erinnern? Ist das Weihwasser ein starker Schutz für mein alltägliches Leben?

  1. Lebendiger Geist

Bei der Taufe Jesu ist der Heilige Geist in der Gestalt einer Taube auf ihn herabgekommen. Er hat ihn ganz und gar erfüllt, er ruhte auf ihm. In seiner Kraft konnte Jesus den Willen des Vaters, seine Sendung erfüllen. Durch den Geist Gottes spürte Jesus, dass der Vater immer bei ihm war. Darum tat er Gutes und heilte die Menschen, er rettet uns aus der Macht der Sünde und aus der Gewalt des Teufels (Apg 10,38). Durch die Taufe wurden auch wir zum Tempel des Heiligen Geistes. Er gibt uns Kraft, Böses zu meiden und Gutes zu tun. Er betet in uns und gießt die Liebe des Vaters in unseren Herzen aus. Er führt und leitet uns auf dem Weg des Heils. Vielleicht ist es sinnvoll, die eigene Taufkerze anzuzünden und den Geist Gottes in mein Leben neu einzuladen…

Lasse ich den Heiligen Geist in mir wirken oder lösche ich ihn aus? Wie erfahre ich das Wirken des Heiligen Geistes in meinem Leben? Bete ich zu ihm? Kann ich meine Leben seiner Führung überlassen? Wo soll mich heute der Heiliger Geist beleben, ja neu schaffen?

  1. Kraftvolles Wort

Gott, der Vater bestätigt Jesus als seinen geliebten Sohn, an dem er sein Gefallen gefunden habe. Wenn der Mensch gute Worte hört und im Dialog mit Gott und den anderen bleibt, kann er leben. Sonst wird das Leben unerträglich und behindert uns in unserer Entwicklung. Gott hat immer ein gutes Wort für uns. Wenn wir mit ihm täglich im Kontakt bleiben, heilt er unsere Wunden, die uns durch alle schlechten Worte geschlagen wurden, die die Mitmenschen zu uns gesprochen oder gar uns angeschrien haben. Als Christen sind wir zur Gemeinschaft mit Gott und miteinander berufen. Wir sollen uns auch aneinander freuen und füreinander da sein. Wo die Gemeinschaft, ja der Geist der Familie in der Kirche nicht erfahrbar und erlebbar ist, dort nehmen die Christen ihre Taufe nicht erst.

Welches Wort von Gott hat mich kürzlich angesprochen, ja betroffen gemacht? Habe ich Zeit Gottes Wort zu hören, zu betrachten? Pflege ich meine Beziehung zu Gott? Welche Worte spreche ich zu den anderen? Wann gebrauche ich Schimpfwörter? Warum? Bemühe ich mich darum, gute Worte zu sprechen?  Heiße ich die Mitmenschen in meiner Familie, in meiner Kirchgemeinde willkommen?

Lobpreis

Durchflute mein Herz, durchflute mein Herz.                                                                                                               Geist Gottes, durchflute mein Herz! 

In dir find ich Ruh. mein Alles bist du.

Geist Gottes, durchflute mein Herz!

 Vorsatz

Ich versuche mehr Dialog mit Gott und mit den anderen zu pflegen.

mehr...

Betrachtung zum Hochfest Erscheinung des Herrn im Jahreskreis A

2026/01/02 weniger...

Gottes und unsere Gaben

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, siehe, da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohepriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Christus geboren werden solle. Sie antworteten ihm: in Betlehem in Judäa; denn so steht es geschrieben bei dem Propheten: Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach dem Kind; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige! Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land (Mt 2,1-12).

Gebet

Herr Jesus Christus, du bist zu uns als Kind gekommen. Du hast diesen Weg gewählt, um dich uns Menschen zu offenbaren, um vor unseren Augen zu erscheinen. Dein Licht leuchtet allen Menschen ohne Ausnahme. Alle, die deinen Stern sehen und sich auf den Weg machen, dürfen dir begegnen. Auch wir wollen dich heute mit den drei Weisen vom Osten besuchen. Mit ihnen wollen wir dich als unseren König erkennen und anbeten. Hilf uns dazu! Schenke uns deinen Heiligen Geist, dass wir den Weg zu dir nicht verfehlen. Er mache unsere Augen sehend und unsere Herzen fühlend, damit wir dich wahrnehmen und anbeten können. Heiliger Geist, durchglühe unsere Herzen mit großer Sehnsucht nach Jesus.

Persönliche Lektüre

Jesus, du ladest mich zu dir ein. Ich darf dich besuchen und dir neu begegnen. Ich freue mich sehr darüber. Ich komme gerne zu dir. Schön, dass es dich gibt. In Betlehem, im Haus des Brotes, sollen wir einander begegnen. An jedem Altar der Welt ist das Haus des Brotes. Danke, Herr, dass ich das Mahl der Liebe mit dir feiern darf. Danke für das lebendige Brot, für dich selbst in der Heiligen Kommunion. Vor dir beuge ich meine Knie und bete dich an.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Kostbares Gold

Wenn wir einen Besuch bei jemandem machen, dann bringen wir meistens ein kleines Geschenk mit. Das haben auch die drei Weisen vom Osten getan. Sie haben das Jesuskind mit dem beschenkt, was sie selber besassen. Betrachten wir heute ihre Geschenke und überlegen wir uns, was wir selbst Jesus schenken können. Das Gold schenkten die Weisen Jesus. Das Gold bedeutet Reichtum. Damit ehrten die Weisen Jesus als ihren König. Was sie selbst vielleicht geerbt, erarbeitet, erspart haben, das schenkten sie dem anderen! Was für ein Gold besitze ich? Das Gold der Güte und der Menschenfreundlichkeit. Es ist kostbarer und wertvoller als alle Goldstäbe der Welt! Jedes gute Wort, jede gute Tat, jede geleistete Hilfe, jede zärtliche Zuwendung usw., usf. ist reines, feines Gold, das ich dem Jesuskind schenken kann.

Womit komme ich zu Jesus? Denke ich daran, ihm etwas zu schenken, wenn ich ihn in seinem Haus, in der Kirche besuche? Was kann ich Jesus schenken? Was ist mein Gold heute? Lege ich selbst die „Brocken“ meiner Güte und Menschenfreundlichkeit zu seinen Füssen? Was für Gutes habe ich heute getan? Schenke ich es Jesus, um ihm für diese Gnade zu danken? Welchen Reichtum will ich für mich selbst behalten?

  1. Geheimnisvoller Weihrauch

Die Sterndeuter schenkten Jesus Weihrauch. Bei größeren Festen gebrauchen wir in der Kirche Weihrauch. Warum denn? Der Weihrauch ist ein Symbol des Göttlichen. Er steigt zum Himmel hinauf, wo Gott wohnt. Er verhüllt etwas. Wir können Gott nicht in Worte fassen, wir können ihn mit den Händen nicht anfassen und festhalten. Er bleibt immer der geheimnisvolle Gott. Der Weihrauch verbreitet einen Duft, der uns an die Süße und Milde Gottes erinnert. Mit dem Weihrauch bringen wir unsere Sehnsucht nach Mehr, ja, nach Gott selbst zum Ausdruck. Wir verlangen nach einem König, nach einem Hirten, der uns behütet und rettet, der uns Heil bringt. Sein Name ist Jesus.

Wer ist Gott für mich? Suche ich nach ihm wie die drei Weisen von Osten? Bin ich bereit, mich zu bemühen, um dem geheimnisvollen Gott näher zu kommen? Lasse ich Gott Gott sein? Lasse ich mich auf der Suche nach Gott vom Wort Gottes leiten? Nehme ich auch dabei die Hilfe der Mitmenschen in Anspruch? Wo und wie habe ich einfach gespürt, dass Gott da war? Bete ich ihn an?

  1. Bittere Myrrhe

Myrrhe war die dritte Gabe der Könige für Jesus. Myrrhe ist das wohlriechende Harz, das ähnlich wie Weihrauch aus der Rinde von Balsambäumen und -sträuchern gewonnen wird. Myrrhe ist ein uraltes Rauchopfer, Parfüm und ein wichtiges Heilmittel. Man hat sie oft bei der Bestattung gebraucht. Sie verweist auf die Menschwerdung Gottes. Gott wurde Mensch: verletzlich, zerbrechlich und sterblich. Er ist in Jesus zur Welt gekommen, um uns aus unserer Sündhaftigkeit, Zerbrechlichkeit, Krankheit zu retten, uns zu heilen. Er ist gekommen, um uns aus dem Tod zu retten.

Nehme ich mein Menschsein in allen seinen Dimensionen an? Wo habe ich erfahren, wie verletzlich und zerbrechlich ich bin? Kann ich dem Jesuskind mein Versagen, meine Sünde, meine Hinfälligkeit, meine Krankheit, mein Alter schenken? Kann ich sie ganz loslassen und in die Hände Jesu legen? Wo und wie habe ich das Heil Gottes erfahren? Bin ich Gott dankbar, dass er mir nicht nur etwas, sondern alles schenkt: seinen eigenen Sohn?

Lobpreis

Herbei, o ihr Gläub’gen, fröhlich triumphieret,

o kommet, o kommet nach Bethlehem;

sehet das Kindlein, uns zum Heil geboren!

O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten,

o lasset uns anbeten den König, den Herrn! 

Der König der Ehren, Licht vom ewgen Lichte,

verschmäht nicht zu ruhn in Marien Schoß,

Gott, wahrer Gott, von Ewigkeit geboren!

O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten,

o lasset uns anbeten den König, den Herrn!

Kommt, singet dem Herren, o ihr Engelchöre,

frohlocket, frohlocket, ihr Seligen!

Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden!

O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten,

o lasset uns anbeten den König, den Herrn! 

Geboren auf Erden heute für uns Menschen,

dir, Jesu, sei Ehre und Preis und Ruhm,

dir, Fleisch gewordnes Wort des ewgen Vaters!

O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten,

o lasset uns anbeten den König, den Herrn!

 Vorsatz

Ich nehme mir vor jedem Gottesdienst Zeit, um Jesus meine „Geschenke“ zu geben.

mehr...

Betrachtung zum Hochfest der Gottesmutter Maria im Jahreskreis A

2026/01/01 weniger...

Im Herzen bewahren

In jener Zeit eilten die Hirten nach Betlehem und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie von dem Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde. Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war. Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, bevor das Kind im Mutterleib empfangen war (Lk 2,16-21).

Gebet

Maria, Muttergottes, als deine Kinder kommen wir zu dir zu Beginn des neuen Jahres. Wir wollen es mit dir anfangen und uns von dir zu begleiten wissen. Du wurdest auserkoren, Muttergottes zu werden. Du hast zu dieser Aufgabe dein freiwilliges Ja gesagt. Du hast es auch dein Leben lang gelebt. Wir bitten dich, hilf uns für den Heiligen Geist wie du ganz offen zu sein! Hilf uns, auf ihn zu hören und aus seiner Kraft jeden neuen Tag zu leben. Heiliger Geist, sei du unser Begleiter und Führer im neuen Jahr. Hilf uns, alles in der Gegenwart Jesu Christi zu denken, zu reden und zu tun. Heiliger Geist, durchglühe uns neu mit deiner Kraft und Liebe.

Persönliche Lektüre

Maria, meine Mutter. Du bist Muttergottes. Schenke mir Jesus für jeden Augenblick des neuen Jahres. Lehre mich, mit ihm zu leben, zu lachen und zu weinen. Maria, sei mir ganz nah. Schau liebevoll auf mich, dein Kind und lass mich nie allein. Nur mit dir will ich alles wagen! Dieses Jahr, das der Herr mir schenkt, wird mit dir ganz anders sein. Hilf mir dazu! Jesus ich bin dein und du bist mein. Das genügt mir.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Die Hirten erzählen

Wir hören gerne zu, wenn andere etwas Interessantes zu erzählen haben besonders, wenn sie etwas selbst erlebt haben. Sie erzählen uns voll Begeisterung von ihren eigenen Erlebnissen. Sie lassen uns spüren, was sie dabei bewegt hat, wie sie reagiert haben, wie sie jetzt das Erfahrene einschätzen. Ich meine, gerade so waren die Hirten an der Krippe, in der das Jesuskind lag. Maria und Josef hörten ihnen zu. Sie haben nun auch von den Fremden erfahren, dass das kleine Kind, das vor wenigen Stunden zur Welt gekommen ist, der Retter der Welt sei. Sie haben wieder über die Engel gehört, denen sie selbst begegnet sind. Sie haben vernommen, dass das Zeichen eines Kindes in der Krippe, alles bestätigt und für alle zu grosser Freude wird. Die Hirten erzählten das Gehörte und das Erfahrene. Sie wollten es nicht für sich selbst behalten.

Kann ich noch in meiner hektischen Welt auf Gott und seine Boten hören? Habe ich in der vergangenen Silvesternacht seine Stimme gehört? Was sagte sie mir? Glaube ich dem Wort Gottes? Lese ich gerne die Bibel? Suche ich darin den lebendigen Gott, der mich durch das Leben begleiten will? Wie habe ich Gott in den letzten Tagen erfahren? Spreche ich gerne über Jesus, den Retter der Welt? Habe ich den Mut, zu meinem Freund Jesus zu stehen? Kann ich über meine Glaubenserfahrungen mit den anderen sprechen? Bin ich davon überzeugt, dass sie die anderen im Glauben stärken bzw. sie zum Glauben führen können? Wann verschweige ich Gott und sein Wirken in meinem Leben? Warum?

  1. Maria bewahrt alles

Maria hörte den Hirten zu. Sie bewahrte ihre Worte und alles, was damals geschehen war in ihrem mütterlichen Herzen. Das war ihr kostbarer Schatz. Er hat ihren Glauben bestätigt und geprägt. Er war das Herzstück ihrer Pilgerschaft im Glauben. Mehr noch, sie dachte darüber nach. Sie betrachtete immer wieder diesen Schatz von Worten und Ereignissen und schöpfte daraus ein Licht für den weiteren Weg. Wortwörtlich heißt es im Text nicht nachdenken, sondern zusammenlegen. Das im Glauben gehörte legte sie mit dem Geschehenen zusammen. Beide entsprachen einender. Dies erfüllte ihr Herz mit Freude und stärkte sie für den nächsten nicht einfachen Schritt: Die Flucht nach Ägypten.

Kann ich zuhören, ohne zu unterbrechen? Bewahre ich die Worte Gottes wirklich in meinem Herzen? Schreibe ich mir auf oder unterstreiche ich in der Bibel die Worte Gottes, die für mich besondere Bedeutung haben? Kehre ich immer wieder zu ihnen zurück? Sind sie auch für mich ein Licht für den weiteren Lebensweg? Lebe ich meinen Glauben im Alltag? Habe ich Zeit zur Betrachtung? Was ließ mich Gott in der vergangenen Woche (im vergangenen Jahr) erkennen? Welche Erfahrungen stärkten meinen Glauben und gaben mir Kraft, mit Gott weiterzugehen?

  1. Alle freuten sich

Wir wissen nicht, wie lange die Hirten bei der Krippe geblieben sind. Sie waren einfach da. Sie erzählten und staunten. Sie konnten sich nicht genug satt sehen am göttlichen Kind in der Krippe. So meine ich, nahm Maria das Jesuskind und legte es vertrauensvoll in die Armen jedes Hirten. Sie teilte ihr Glück mit jenen, die einen Zugang durch ihren Gehorsam zu diesem Kind gefunden haben. Sie traute ihnen zu. Sie vertraute ihnen Jesus an. Mit Zärtlichkeit und Liebe nahmen die Hirten das Jesuskind entgegen und es wurde ihnen ums Herz warm. Kein Wunder, dass sie mit Lob und Preis nach Hause gingen! Gott hat auch für sie Großes getan! Gott sei Lob, Ehr und Preis.

Habe ich Zeit, bei Jesus zu verweilen? Kann ich über Gott staunen? Kann ich seine Art und Weise, wie er sich uns zeigt, annehmen? Habe ich den Mut, das Jesuskind in meine Arme zu nehmen und an mein Herz zu drücken? Glaube ich daran, dass Jesus selbst in jeder Kommunion zu mir kommt? Staune ich darüber, dass er auch mir alles zutraut? Wie reagiere ich, wenn Jesus sich mir anvertrauen will? Lasse ich es zu? Lobe und preise ich Gott, der für mich Mensch wurde und mit mir wohnen will? Freue ich mich echt darüber, dass Jesus einfach bei mir ist? Ist es auch mir in seiner Gegenwart ums Herz warm?

Lobpreis

Wunder geschehen, wenn Du sprichst.

Alles ist möglich, wenn du hier bist.

Nichts bleibt wie es ist, weil Dein Name unser Leben ist.

Wir lieben Deinen Namen,

Wir lieben Deinen Namen

und wir hören nicht auf, wir hören nicht auf,

wir hören nicht auf zu singen!

Wer einst Bettler war, wird reich

und den Kranken schenkst du heil.

Waisenkindern reichst du Deine Hand und trägst sie heim.

Es ist recht dich zu lieben, Herr.

Es ist recht dich zu loben, Herr.

Es ist recht dich zu lieben, Herr,

denn niemand kommt Dir gleich.

Vorsatz

Ich erzähle Maria, meiner Mutter, von dem, was ich gerade erlebe.

mehr...

Betrachtung zum Fest der Heiligen Familie im Jahreskreis A

2025/12/27 weniger...

Eine starke Familie

Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien dem Josef im Traum ein Engel des Herrn und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten. Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. Dort blieb er bis zum Tod des Herodes. Denn es sollte sich erfüllen, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen. Als Herodes gestorben war, erschien dem Josef in Ägypten ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und zieh in das Land Israel; denn die Leute, die dem Kind nach dem Leben getrachtet haben, sind tot. Da stand er auf und zog mit dem Kind und dessen Mutter in das Land Israel. Als er aber hörte, dass in Judäa Archelaus an Stelle seines Vaters Herodes regierte, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Und weil er im Traum einen Befehl erhalten hatte, zog er in das Gebiet von Galiläa und ließ sich in einer Stadt namens Nazaret nieder. Denn es sollte sich erfüllen, was durch die Propheten gesagt worden ist: Er wird Nazoräer genannt werden. (Mt 2,12-15.19-23)

Gebet

Heilige Familie, wache über unseren Familien! Lehre uns echte Liebe und festen Zusammenhalt. Hilf uns verzeihen und immer wieder neu anfangen. Mache uns dankbar für jede Geste der Zärtlichkeit und Geborgenheit, die wir einender schenken. Öffne unsere Augen für die Gegenwart Gottes in unserem Leben. Erbitte uns die Gaben des Heiligen Geistes, damit wir den Plan Gottes bezüglich Familie beherzigen und leben können. Heiliger Geist, führe uns in die volle Wahrheit, mach uns alle eins mit dir und untereinander.

Persönliche Lektüre

Jesus, du bist Mensch geworden und hast unter uns gewohnt. Du warst ein Kind in einer menschlichen Familie. Du willst auch in mir und mit mir wohnen. Komm nun in mein Herz herein und bleibe bei mir. Erwärme mich mit deiner Liebe und schenke mir deinen Heiligen Geist. Ich bin ganz für dich da. Sei du auch bei mir und hilf mir, dein Wort zu betrachten und umzusetzen.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Vater, Mutter und Kind…

Mit ihnen beginnt eine Familie. Eigentlich musste man das bis vor Kurzem nicht betonen. Angesicht der Genderbewegung ist dies aber heute nötig. Von Anfang an hat Gott die Ehe als einen Bund zwischen Mann und Frau gewollt. Von Anfang an hat er diesen Bund gesegnet und die Gatten beauftragt, einander zu ergänzen und sich zu vermehren. Die eheliche Liebe wächst so über sich selbst hinaus und schenkt ein neues Leben, für das sie zärtliche Sorge trägt. Gott selbst hatte diese Ordnung geachtet, indem er Mensch (wortwörtlich KIND) in einer menschlichen Familie wurde. Wenn wir diese Ordnung zerstören, wissen wir nicht mehr, wer wir sind und finden nicht zu uns selbst.

Bin ich dankbar für meine Familie, besonders für meine Eltern und Geschwister? Nehme ich mich an als Mann oder Frau? Staune ich darüber, wie schön die Eheleute sich einander ergänzen und unterstützen können? Achte ich meine Eltern? Bete ich für sie? Habe ich Freude an meinen Kindern?

  1. Schwierige Situationen miteinander meistern

Die Heilige Familie hatte es nicht einfach. Nichts wurde ihr erspart. Gleich nach der Freude über die Geburt Jesu mussten Josef und Maria alles zusammenpacken und fliehen. Dafür haben sie aber keine Zeit. Es eilt. Das Leben des Kindes ist in Gefahr. Sie brechen nach Ägypten auf. Als Flüchtlinge müssen sie ums Überleben kämpfen, bis sie wieder in ihre Heimat zurück dürfen.  Sie sind füreinander da. Josef ist ein echter Mann und Vater, der die Verantwortung für seine Frau Maria und das Jesuskind ernstnimmt. Er bietet ihnen Hilfe und Schutz. Er rettet das Leben seiner Lieben. Er ist sofort da, wenn man ihn braucht.

Welchen Problemen begegne ich heute in meiner Familie? Was ist für mich schwer und unbegreiflich? Rede ich darüber mit den anderen Familienmitgliedern? Setze ich mich für eine gute Lösung ein?  Kann ich eine dargebotene Hand mit Dankbarkeit ergreifen? Wo soll ich vermehrt für die anderen da sein?

  1. Gott in das Leben der Familie einladen

Josef und Maria leben ihren Glauben. Er ist ihr steter Begleiter. So dürfen sie mit Jesus, mit dem Sohn Gottes, zusammenwohnen. Sie können mit ihm reden und sich von ihm belehren lassen. Sie sind offen für die Pläne Gottes. Und sie machen mit! Josef zögert nicht, dem Befehl des Engels zu folgen. Er vertraut darauf, dass Gott auch in schweren Zeiten für sie da ist und einen Ausweg zeigen wird. Tatsächlich erfährt die Heilige Familie, wie sehr Gott sie liebt und wie mächtig seine schützende Hand ist, nicht nur in einer Gefahr, sondern auch im alltäglichen Leben.

Glaube ich an Gott? Lade ich ihn in mein Leben ein? Höre ich auf ihn? Gestalte ich mit ihm meinen Alltag? Wo schliesse ich ihn gerne aus? Warum? Vertraue ich auf Gott auch dann, wenn es mir nicht gut geht, wenn alles zu schwer und nicht mehr erträglich scheint?

Lobpreis:

Lobt Gott, ihr Christen alle gleich,
in seinem höchsten Thron,
der heut schließt auf sein Himmelreich
und schenkt uns seinen Sohn.

Er kommt aus seines Vaters Schoß
und wird ein Kindlein klein,
er liegt dort elend, nackt und bloß
in einem Krippelein.

Entäußert sich all seiner Gwalt,
wird niedrig und gering
und nimmt an eines Knechts Gestalt
der Schöpfer aller Ding.

Heut schließt er wieder auf die Tür
zum schönen Paradeis;
der Kerub steht nicht mehr dafür,
Gott sei Lob, Ehr und Preis!     

Vorsatz

Ich danke Gott für meine Familie und nehme mir bewusst Zeit für sie.

mehr...

Betrachtung zu Weihnachten im Jahreskreis A

2025/12/24 weniger...

Mein Retter

Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augústus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen. Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirínius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Es geschah, als sie dort waren, da erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr. Der Engel sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens (Lk 2,1-14).

Gebet

Maria, unsere Mutter. Wir wollen in dieser Nacht bei dir sein. Du erwartest ja ein Kind, eine göttliches Kind. Jesus heißt es. Er will in unsere Welt, in unsere Lebensgeschichten hineingeboren werden. Er ist der Retter der Welt. Wir brauchen ihn so sehr! Wir sehnen uns nach ihm. Erbitte uns, Mutter Maria, die Gnade, Jesus zu erkennen und ihn in unserem Leben wohnen zu lassen. Hilf uns, unser ganzes Leben wie du mit Jesus zu gestalten. Erbitte uns die Gnade des Heiligen Geistes, dass wir das Geheimnis von Weihnachten recht verstehen und aus ihm leben können. Heiliger Geist überschatte uns und entfache uns neu. Stärke unseren Glauben und führe uns durch das Leben.

Persönliche Lektüre

Jesus, du bist das Wort des Vaters. Du willst Fleisch werden auch in mir. Mach mich ganz offen für dich und dein Wort. Hilf mir dein Wort mit meinem Herzen zu hören. Werde du Mensch in mir und durch mich. Lass heute in der Nacht dein Wort Fleisch werden in mir. Rede Herr, den dein(e) Diener(in) hört…

Gedanken zur Betrachtung

  1. In jenen Tagen…

Das Evangelium nach Lukas beschreibt genau die Umstände der Geburt Jesu. Jesus kommt in die Welt in eine ganz konkrete Realität. Das Volk Israel wird von den Römern unterdrückt. Es muss mitten unter den Menschen leben, die mehrere Götter verehren. Mehr noch, es muss dem fremden Kaiser Steuern bezahlen. Dazu dienten die Steuerlisten. Die Menschen werden beim Namen genannt. Es sind konkrete Menschen wie Josef und Maria, die ein Kind erwartete. Die Städte und Gebiete haben auch ihre Namen. Ja, Gott will einem konkreten Menschen in seiner konkreten Realität begegnen.

Wo lebe ich? Kenne ich meine Wirklichkeit? Was beschäftigt mich momentan? Welche Menschen beeinflussen mein Leben? Wo muss ich den anderen gehorchen: zu Hause, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Staat? Welche Probleme habe ich? Kann ich sie zugeben? Wo suche ich eine Lösung dafür? Glaube ich daran, dass Jesus in meine Wirklichkeit hineingeboren werden will? Bin ich bereit, ihm in meiner heutigen Situation zu begegnen?

  1. Kein Platz für sie

Gott hat es gewagt, Mensch zu werden. Er hat es gewagt, selbst wenn er in dieser unserer Welt keinen Platz für sich gefunden hat. Er musste im Stall zur Welt kommen und sich mit einer Futterkrippe zufriedengeben. Gott hat es gewagt in der Hoffnung, dass da doch das eine oder das andere menschliche Herz sich für ihn öffnet. Er konnte mindestens mit Maria und Josef rechnen. Dann sind aber auch die anderen dazu gekommen: die Hirten, die Könige, Simeon und Anna und viele andere… Jesus hofft, dass zu Weihnachten auch mein Herz sich öffnet und er in meinem Leben einen festen Platz findet…

Würde auch ich alles für die Rettung der Menschen riskieren? Freue ich mich darüber, dass Gott mich nie aufgibt, dass er mit mir unendlich geduldig ist? Kann Gott auch mit mir rechnen? Hat er schon einen festen Platz in meinem Leben, an jedem neuen Tag? Wo lasse ich Jesus immer noch „draußen“? Erkenne ich Jesus in jedem Menschen, dem ich begegne? Bin ich für ihn offen? Wem versage ich heute mein Herz? Warum?

  1. Heute ist uns der Retter geboren.

Gott selbst teilt den Menschen mit, dass er da ist. Er will heute zu mir kommen. Er ist der Retter, der Herr. Er kommt zu mir, um jede Finsternis meines Lebens hell zu machen. Er kommt zu uns, um mich zu befreien von mir selbst, von meiner Sünde und Schuld. Er kommt zu mir, um mir neues Leben in der Freundschaft mit ihm zu schenken. Er kommt zu mir, um mich von meiner Angst zu befreien und mein Herz mit seinem Frieden zu füllen. Ja, heute ist mir der Retter geboren. Er ist der Messias, der Herr. Er ist mein Retter!

Kann ich die Gegenwart Jesu erkennen? Wie offenbart er mir seine Liebe? Was hat Jesus in meinem persönlichen Leben schon hell gemacht? Ist er mein Retter? Wo brauche ich heute seine Rettung, seine Befreiung, sein neues Leben? Glaube ich daran, dass er sie mir noch heute schenken will? Bete ich darum? Bin ich ein(e) Freund(in) Jesu? Wie lebe ich diese Freundschaft? Glaube ich daran, dass Jesus mir alles schenken will? Bin ich bereit, alles aus seiner Hand zu nehmen?

Lobpreis:

Zu Bethlehem geboren

Ist uns ein Kindelein.

Das hab ich auserkoren,

Sein eigen will ich sein.

Eia, eia,

Sein eigen will ich sein. 

In seine Lieb versenken

Will ich mich ganz hinab;

Mein Herz will ich ihm schenken

Und alles, was ich hab.

Eia, eia,

Und alles, was ich hab.

O Kindelein, von Herzen,

Will ich Dich lieben sehr

In Freuden und in Schmerzen,

Je länger mehr und mehr.

Eia, eia,

Je länger mehr und mehr.

Dazu dein Gnad mir gebe,

Bitt ich aus Herzensgrund,

Dass ich allein dir lebe,

Jetzt und zu aller Stund.

Eia, eia,

Jetzt und zu aller Stund.

Dich, wahren Gott, ich finde

In meinem Fleisch und Blut,

Darum ich dann mich binde

An dich, mein höchstes Gut.

Eia, eia,

An dich, mein höchstes Gut. 

Lass mich von Dir nicht scheiden,

Knüpf zu, knüpf zu das Band

Der Liebe zwischen beiden,

Nimm hin mein Herz zum Pfand.

Eia, eia,

Nimm hin mein Herz zum Pfand.

Vorsatz

Ich lade Jesus zu mir ein und versuche bewusst mit ihm zu leben.

mehr...

Betrachtung zum 4. Adventssonntag im Jahreskreis A

2025/12/20 weniger...

Immánuel

Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Siehe: Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären und sie werden ihm den Namen Immánuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich (Mt 1,18-24).

Gebet:

Heiliger Josef, du gerechter Mann! Du hast schweigend den Willen des Herrn erfüllt und bist zum Pflegevater Jesu geworden. Du hast ihm ein Zuhause angeboten. Sei du jetzt bei uns. Hilf uns, ganz offen für Gott zu sein, der unter uns Menschen wohnen will. Hilf uns, dem Wort des Herrn zu lauschen und zu vertrauen. Erbitte auch für uns den Heiligen Geist, der uns erleuchtet und uns ermutigt, ganz Gott anzugehören und mit ihm zu wohnen. Heiliger Geist, du Geist des Lebens, komm auf uns herab und sei du der Lenker und Vollender unseres Lebens.

Persönliche Lektüre:

Mutter Maria, nimm mich an die Hand und führe mich zu Jesus. Hilf mir, auf ihn zu hören und mit ihm tagtäglich zu leben. Du bist ja seine Mutter! Lehre mich, meinen Alltag mit Jesus zu gestalten. Erbitte mir das Feuer des Heiligen Geistes, der dich überschattet hat. Mach mich ganz offen für deinen Sohn und sein Wort.

Gedanken zur Betrachtung:

  1. Gott will Mensch werden…

Gott hat sich entschieden, Mensch zu werden. Er hat alles aufgegeben, um einer von uns zu werden und bei uns zu wohnen. Dazu sucht er Menschen, die ihm ermöglichen, unter uns zu weilen und zu wirken. Er zwingt sie nicht. Er erzwingt nichts. Voll Vertrauen geht er auf die Menschen zu und hofft, dass er bei ihnen gute Herzen findet, die bereit sind, ihm zu öffnen, ihm eine Wohnung anzubieten. Gott, der Jesus heisst, will den Menschen sein Heil anbieten, sie von ihren Sünden retten. Wir Menschen vermögen dies nicht.

Freue ich mich, dass Gott bei den Menschen wohnen will? Lasse ich ihn auch bei mir anklopfen? Wo brauche ich ihn, den Retter der Welt? Bin ich grundsätzlich bereit, ihm eine Wohnung bei mir, in meinem Herzen anzubieten? Was hindert mich daran? Wann überhöre ich gerne seine Anfragen? Warum? Verlange ich vor Weihnachten danach, dass Gott Mensch wird auch in mir?

  1. Dem Wort Gottes gehorchen

Maria und Josef haben ihre Pläne für das Leben gehabt. Sie ließen aber Gott Anteil an ihrem Leben haben. Maria wusste genau, dass sie wegen ihrer Entscheidung gesteinigt werden kann. Das war die Strafe für einen Ehebruch. Denn sie war schon mit Josef verlobt. Dem Gesetz nach war sie Frau von Josef. Und doch hat sie sich auf Gott verlassen und ihm ihr Ja gegeben. Josef musste eigentlich Maria anklagen und sie steinigen lassen. Er kannte Maria und konnte nicht glauben, dass sie einen Ehebruch begehen konnte. Darum wollte es sie nicht bloßstellen. Er wollte sich zurückziehen und ihr jede Schande ersparen. Damit waren seine Pläne durchkreuzt. Das fiel ihm sicher schwer. Er habe aber dem Plan Gottes schweigend zugestimmt und ließ sich von Gott führen. Durch ihren Gehorsam hat Gott Wohnung in ihren Herzen genommen.

Welche Pläne habe ich für das Leben? Bespreche ich sie mit Gott? Bin ich bereit, auf sein Wort zu hören? Hat er für meine Lebensplanung etwas zu sagen? Warum habe ich Angst, auf sein Wort zu hören? Wo habe ich mein Ja Gott gegeben? Darf er stets in meinem Herzen wohnen? Gibt es vielleicht Bereiche, wo ich ihn nicht gerne oder nie reinlasse? Welches Wort Gottes begleitet mich in der letzten Zeit? Gehorche ich Gott?

  1. Immánuel– Gott ist mit uns

Immánuel – Gott ist mit uns. Das ist die wichtigste Botschaft für die Welt, für mich. Gott, der Liebe ist, weilt bei mir. Er bietet mir täglich eine gute Gesellschaft: sich selbst. Er ist einfach da, da für mich. Ist das nicht mein Glück und meine Freude? Immánuel will mit mir sein. Er will alles mit mir teilen, wortwörtlich alles! Darum ist es so wichtig, ihm Anteil an meinem ganzen Leben zu geben. Immánuel – Gott mit uns! Das wissen wir ja seit langem… Das leben wir aber wirklich vielleicht erst seit kurzem…

Ist Gott für mich Immánuel? Glaube ich wirklich, dass er stets bei mir ist? Wie reagiere ich, wenn ich im Gottesdienst die Worte höre: Der Herr sei mit euch? Antworte ich automatisch: Und mit deinem Geiste!, oder freue ich mich echt an Gottes Gegenwart? Kann ich meinen Alltag in der und aus der Gegenwart Gottes gestalten? Ich welchem Bereich meines Lebens soll ich heute Gott Immánuel werden lassen?

Lobpreis:

Du allein kennst meine Gedanken,

du weißt, wie ich fühle,

du siehst meine Schranken und Ziele,

du weißt, was mir dann und wann fehlt.

Du allein siehst Zweifel und Sorgen,

die Fragen auf Morgen,

du kennst meinen Weg und du weißt, wie ich lebe,

bist Tag und Nacht da. 

Refrain:

Du bist bei mir, auch wenn ich dich heute nicht spüre,

bist bei mir, auch wenn ich mich in meinen Sorgen verliere.

Du bist bei mir,

Du bist bei mir, auch wenn ich dich heute nicht spüre,

bist bei mir, auch wenn ich mich in meinen Sorgen verliere.

Du bist bei mir,

ich dank dir dafür.

Du allein kennst Wünsche und Träume,

Du weißt was ich meine,

Doch nur du allein kennst den richtigen Weg,

Du denkst größer als ich.

Du allein liebst mich immer weiter,

auch wenn ich dich oft nicht verstehe

du weißt, dass ich vieles falsch sehe,

doch du lässt mich nie los.

 Vorsatz:

Ich versuche jeden Tag mit dem Immanuel zu leben.

mehr...

Betrachtung zum 3. Adventssonntag im Jahreskreis A

2025/12/12 weniger...

Gott Gott sein lassen…

In jener Zeit hörte Johannes im Gefängnis von den Taten des Christus. Da schickte er seine Jünger zu ihm und ließ ihn fragen: Bist du der, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten? Jesus antwortete ihnen: Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und seht: Blinde sehen wieder und Lahme gehen; Aussätzige werden rein und Taube hören; Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium verkündet. Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt. Als sie gegangen waren, begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden: Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt? Oder was habt ihr sehen wollen, als ihr hinausgegangen seid? Einen Mann in feiner Kleidung? Siehe, die fein gekleidet sind, findet man in den Palästen der Könige. Oder wozu seid ihr hinausgegangen? Um einen Propheten zu sehen? Ja, ich sage euch: sogar mehr als einen Propheten. Dieser ist es, von dem geschrieben steht: Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg vor dir bahnen wird. Amen, ich sage euch: Unter den von einer Frau Geborenen ist kein Größerer aufgetreten als Johannes der Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er (Mt 11,1-11).

Gebet

Herr Jesus Christus, du kommst uns Menschen entgegen. Du willst bei uns ankommen. So oft erkennen wir aber nicht deine Gegenwart und deine Art und Weise, wie du zu uns zu kommst. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir offen bleiben für dein Kommen zu uns. Lass uns dich in unserem Alltag erkennen. Mach uns sensibel für dein oft verborgenes Wirken unter uns und an uns. Heiliger Geist, hilf uns fragen und suchen, damit wir Jesus Christus erkennen und ihm einen festen Platz in unserem Leben geben.

Persönliche Lektüre

Jesus, dir darf ich meine Fragen stellen, vor dir darf ich mein Herz ausschütten. So will ich auch gerne auf deine Antworten hören. Öffne mein Ohr und mein Herz, dass ich dein Wort begreifen kann und mich von dir ansprechen lasse. Herr, dein Wort ist Geist und Leben. Sprich du dein lebendiges Wort und verwandle mich durch seine Kraft. Ich bin da für dich… Ich werde still… Ich höre dir, Herr, zu…

Gedanken zur Betrachtung

  1. Gott des Täufers Johannes

Johannes der Täufer wurde gesandt, um dem Herrn den Weg vorzubereiten. Er lebte selbst radikal, um glaubwürdig zu sein. Er war treu und standhaft in seinem Wirken. Er beugte sich vor dem König Herodes nicht. Im Gegenteil, er hatte den Mut ihm ins Gewissen zu reden. Er verzichtete auf das Äussere und Materielle, um frei für den kommenden Messias zu sein. Ja, Johannes der Täufer verkündete einen mächtigen Gott, der bald zum Gericht kommen und Ordnung schaffen sollte. Er sprach von einem Gott, der die Menschen im Feuer reinigt und alles Unbrauchbare vernichtet. Er sehnte sich nach einem Gott, der die Menschen im Feuer und im Heiligen Geist taufen würde.

Wer bin ich? Welche Berufung habe ich? Habe ich den Mut, das Evangelium ernst zu nehmen und es radikal zu leben? Wer ist mein Gott? Wie ist er? Nach welchem Gott sehne ich mich heute?

  1. Gott in Jesus Christus

In Jesus Christus kam Gott selbst zu uns. Er war ganz anders als Johannes sich ihn vorgestellt hatte! Jesus offenbart uns einen Gott, der die Barmherzigkeit in Person ist. Dieser Gott sieht die Not der Menschen und kommt ihnen zu Hilfe ohne Wenn und Aber. Er schenkt Blinden das Augenlicht, er befähigt Lahme zum Gehen, er macht die Leprakranken rein, er bewirkt, dass Taube hören. Mehr noch, er weckt Tote auf. Für alle hat er ein befreiendes Wort der Frohen Botschaft. All die Notleidenden erfahren als ersten sein befreiendes du heilendes Wirken. Gott in Jesus Christus ist gnädig und barmherzig, ja er ist ein menschenfreundlicher Gott!

Kenne ich Jesus? Glaube ich daran, dass Jesus der Sohn Gottes ist? Welches Bild von Gott zeigt mir Jesus? Bin ich mit diesem Bild einverstanden oder erwarte ich einen anderen Gott? Wo habe ich persönlich das Wirken Jesu, seine Barmherzigkeit erfahren?

  1. Gott ist anders

Johannes der Täufer sitzt im Gefängnis. Der Tag seines Todes naht. Er hatte seine Vision von Gott. In Jesus zeigt Gott aber ein anderes Gesicht. Johannes will sicher sein. Darum schickt er seine Jünger zu Jesus. Er muss nun umdenken, sich bekehren zu dem einen wahren Gott, der anders ist, als er sich ihn vorgestellt hat. Mit der Kraft des Heiligen Geistes muss er erkennen, wie Gott ist, wie er sich den Menschen zeigt, wie er wirken will. Nur so kann er daran glauben, dass Gott ihn auch im Gefängnis nicht allein lässt. Gott darf Gott sein und in voller Freiheit so handeln, wie er will. Ja, Gott ist total anders als alle unsere Vorstellungen von ihm. Wenn wir es nicht akzeptieren, werden wir Weihnachten verpassen, wo Gott doch ganz anders ist, wo er sich uns als Kind schenkt.

Welche Schwierigkeiten erlebe ich? Glaube ich daran, dass Gott trotz allem bei mir ist? Wo will ich Gott vorschreiben, was er zu sagen und zu tun hätte? Lasse ich Gott Gott sein? Kann ich Gott in den alltäglichen Situationen meines Lebens erkennen? 

Lobpreis

Ich glaube an den Vater
Den Schöpfer aller Welt
Gott allmächtig
Durch Gottes Geist empfangen
Kam Christus in die Welt
Jesus, mein Retter

Ja, ich glaub an Gott, den Vater
Und an Christus, Seinen Sohn
An den Heiligen Geist der Wahrheit
An den dreieinen Gott

Ja, ich glaub an die Auferstehung
Das Leben nach dem Tod
Ich glaube an Deinen Namen, Jesus
Mein Richter und mein Anwalt
Gekreuzigt unter Leid
Vergebung ist in Dir
Du stiegst ins Reich der Toten
Standst auf in Herrlichkeit
Und herrschst in Ewigkeit


Ja, ich glaub an Gott, den Vater
Und an Christus, Seinen Sohn
An den Heiligen Geist der Wahrheit
An den dreieinen Gott

Ja, ich glaub an die Auferstehung
Das Leben nach dem Tod
Ich glaube an Deinen Namen, Jesus
Ja, ich glaub an Dich
Dass Du auferstanden bist
Ja, ich glaub an Christus, unsern Herrn

Ja, ich glaub, dass wir ewig leben
Dass die Jungfrau den Sohn gebar
Die Gemeinschaft der Kinder Gottes
Die Kirche unsres Herrn

Ja, ich glaub an die Auferstehung
Wenn Jesus wiederkommt
Ich glaube an Deinen Namen, Jesus
Ja, ich glaub an Gott, den Vater
Und an Christus, Seinen Sohn
An den Heiligen Geist der Wahrheit
An den dreieinen Gott
Ja, ich glaub an die Auferstehung
Das Leben nach dem Tod
Ich glaube an Deinen Namen, Jesus

Ja, ich glaub an Gott, den Vater
Und an Christus, Seinen Sohn
An den Heiligen Geist der Wahrheit
An den dreieinen Gott

Ja, ich glaub an die Auferstehung
Das Leben nach dem Tod
Ich glaube an Deinen Namen, Jesus
Ich glaube an Deinen Namen, Jesus

Vorsatz

Ich versuche die Gegenwart Jesu in meinem Leben zu entdecken.

mehr...

Betrachtung zum 2. Adventssonntag im Jahreskreis A

2025/12/06 weniger...

Gönne dir eine Wüste…

In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Er war es, von dem der Prophet Jesája gesagt hat: Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen! Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften; Heuschrecken und wilder Honig waren seine Nahrung. Die Leute von Jerusalem und ganz Judäa und aus der ganzen Jordangegend zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. Als Johannes sah, dass viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Zorngericht entrinnen könnt? Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt, und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen dem Abraham Kinder erwecken. Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. Ich taufe euch mit Wasser zur Umkehr. Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich und ich bin es nicht wert, ihm die Sandalen auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Schon hält er die Schaufel in der Hand; und er wird seine Tenne reinigen und den Weizen in seine Scheune sammeln; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen (Mt 3,1-12).

Gebet

Herr Jesus Christus, Johannes der Täufer hat dir den Weg zu den Herzen der Menschen durch Buße und Umkehr vorbereitet. Er hat auf dich hingewiesen, damit die Menschen dich erkennen und an dich glauben können. Hilf uns auf seine Stimme zu hören und zu dir umzukehren. Schenke uns die Erfahrung der Wüste und Stille, in der wir dir persönlich begegnen und uns von dir im Feuer des Heiligen Geistes reinigen lassen. Heiliger Geist, komm auf uns herab und verbrenne in uns alles, was uns für Jesus und die Mitmenschen noch verschließt. Entfache uns neu und erfülle uns mit Freude über die Gegenwart Jesu in unserem Leben.

Persönliche Lektüre

Herr Jesus du spricht zu mir. Du willst mich mit deinem guten Wort erreichen. Öffne mein Herz und mein Ohr, dass ich mich deinem Wort stellen kann. Lass mich bei dir bleiben und an deinem Herzen ausruhen. Erfülle mich neu mit deinem Heiligen Geist, dass ich mein Leben nach deinem Wort ausrichten kann. Schenke mir ein reines Herz, in dem du selbst gerne wohnst. So nehme ich mir Zeit für dich… Ich werde still… Sprich Herr dein lebendiges Wort aus…

Gedanken zur Betrachtung

  1. Die Wüsten meines Lebens

Was ist denn die Wüste? Sie ist ein Ort, wo es kein Leben mehr gibt, wo wir keine Freude mehr erfahren, wo wir uns erschöpft und ausgebrannt fühlen, wo wir keinen Sinn mehr sehen, wo alles nur noch der Vergangenheit und nichts der Zukunft gehört, wo wir schreien: Leben? Aber wozu? Leben? Aber für wen noch? Ja, es gibt Situationen, in denen unser Leben wüst geworden ist. Ein wüstes Leben kann eine Wüstenzeit, ein großes Durcheinander oder auch eine sündhafte Person bezeichnen. Ein wüstes Leben braucht wieder Ordnung und Reinigung, braucht einen Neubeginn, dass es bestehen kann. Auf der anderen Seite ist die Wüste ein Ort der großen Sehnsucht, des Verlangens nach dem lebensspendenden Wasser, nach einer Oase, wo es Wasser und damit auch ein Leben gibt. Verlangen nach jemandem, der uns Rettung und Heil bringt.

Durch welche Wüsten wandere ich heute in meinem Leben? Welche Fragen beschäftigen mich heute? Was ist in meinem Leben wüst geworden? Wo brauche ich neues Leben? Sehne ich mich danach? Verlange ich nach der Ankunft des Retters Jesus Christus? Bin ich bereit mir helfen zu lassen?

  1. Das lebendige Wort

Die Wüste ist auch ein Ort der Stille und Aufmerksamkeit, wo wir die leise Rede Gottes und seiner Propheten vernehmen können, wo uns eine gute Nachricht erwartet, wie diese des Täufers Johannes: Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe! Die Leute von damals haben die Stadt Jerusalem verlassen, sozusagen sich selbst verlassen, um auf das Wort des Johannes zu hören. Auf diese Weise konnte Gott selbst sein Wort in ihr Leben hinein aussprechen, sie mit seinem guten Wort erreichen. Dieses Wort ist ein Licht für alle unsere Wege, die oft durch die Finsternis dieser Welt führen. Dieses Wort erleuchtet uns und belehrt uns. Dieses Wort macht unser wüstes Leben hell. Dieses Wort wird in der Gegenwart ausgesprochen und bezieht sich auf die Zukunft, die Gott uns verspricht; ja, es öffnet uns für ein neues Leben! Dieses Wort gibt uns neue Hoffnung, die uns leben lässt und uns trägt. Um dieses Wort zu vernehmen, müssen wir uns aber eine Zeit der Wüste gönnen, wo wir nur mit Gott allein sein können.

Habe ich Zeit für Gott? Wo begegne ich ihm ganz persönlich? Höre ich gerne auf sein lebendiges Wort? Welches Wort Gottes hat mich heute betroffen gemacht? Wo leuchtet mir heute ein Licht auf? Glaube ich daran, dass dieses Wort in Erfüllung geht und zwar für mich?

  1. Das Geschenk der Umkehr

Was hören wir denn heute in der Wüste? Ein starkes und anspruchsvolles Wort: Einen Aufruf zur Umkehr! Umkehren, unser Leben endlich mal ändern, verwandeln lassen. Einen anderen Weg wählen, auf dem wir Gott begegnen können. Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe, denn Gott ist euch nahe! Er ruft uns zu sich, um uns zu reinigen, um uns zu vergeben. Johannes rüttelt die Menschen auf: Ihr Schlangenbrut! Ihr Kinder des Teufels! Wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Gericht entrinnen könnt? Und doch, sie kommen zu Johannes scharenweise, bekennen ihre Sünden und lassen sich von ihm taufen, weil sie dem begegnen wollen, der mit dem Heiligen Geist und mit Feuer tauft. Die Umkehr ist ein Geschenk Gottes, eine Bescherung Gottes für Weihnachten. Er selbst legt schon die Axt an die Wurzel des Bösen, er rettet uns aus dem kommenden Gericht, er trennt uns mit der Schaufel vom Bösen und verbrennt all unsere Sünden und Missetaten in einem nie erlöschenden Feuer… Nur er, Jesus, macht uns wirklich frei!

Glaube ich daran, dass Jesus als Retter mir nahe ist? Was trennt mich heute von ihm? Was an Schlechtem hat in mir Wurzel geschlagen? Wo richte ich über die anderen? Kann ich Weizen von Spreu (Gut von Bösem) in meinem Leben unterscheiden? Was lasse ich Gott verbrennen, um nie wieder dazu zurückzukehren? 

Lobpreis

Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht;
es hat Hoffnung und Zukunft gebracht;
es gibt Trost,
es gibt Halt in Bedrängnis,
Not und Ängsten,
ist wie ein Stern in der Dunkelheit.

Vorsatz

Ich lasse mich vom Herrn im Sakrament der Versöhnung reinigen.

mehr...

Glaubenskurs: Menschenkinder – Gotteskinder

2025/12/02 weniger...

Menschenkinder – Gotteskinder unter diesem Motto stand der diesjährige Glaubenskurs vom 21. bis 23. November 2025. Zwölf Personen fanden in der Unteren Waid, Mörschwil, zusammen, um diesem Thema nachzugehen. Hiermit ein Bericht der Teilnehmer darüber.

Wir sind Menschenkinder; die Kinder unserer Eltern, geliebt, erwartete und gewollt, die Nachkommen unserer Ahnen, vielleicht mit Geschwistern, Verwandten, auf dem Weg durch dieses Leben auf Erden.  Und wir sind alle Gotteskinder; geliebte, gewollte, ersonnene Kinder unseres Vaters im Himmel. Mit allen Menschen als Geschwister unterwegs zu IHM, um in Ewigkeit mit dem Dreifaltigen Gott und allen himmlischen Geschöpfen zu leben.

Am Freitagabend erwartete uns Olivia im Foyer des Klosters, wies uns die Zimmer an und verteilte das Programm des Glaubenskurses. Nach der Begrüssung durch P. Piotr und einem feinen Nachtessen, fanden wir uns in der La Salette-Kapelle zu einer Kreuzwegandacht zusammen. Sie führte uns mitten ins Thema:  Menschenkinder – Gotteskinder. Es begann mit der Erscheinung Mariens in La-Salette, wo eigentlich alles ganz menschlich begann. Es herrscht eine Hungersnot, arme Hirtenkinder müssen für ihr Brot arbeiten auf der Weide, ein Vater gibt seinem Sohn das letzte Stück Brot und dann sitzt eine Frau, die vor lauter Sorgen weint auf einem Stein. Und dann die göttliche Dimension: die Frau, die weint ist Maria, die Mutter Jesu. Sie redet mit den Kindern: Maximin und Melanie, fordert sie auf, ihre Botschaft weiterzuerzählen. Nämlich, dass sich alles zum Guten wendet, wenn nur die Menschen umkehren und sie sich wieder Gott zuwenden, wenn sie ihr Leben mit ihm wagen.

Samstag: Nach der Laudes und dem Frühstück – wie immer schön aufgetischt und sehr fein ein, lud das Programm zum 1. Vortrag ein zum Thema Mensch sein ein.

Das Lied von Adel Tawil, «Menschenkinder» führte uns gleich mitten ins Thema. Er singt davon, dass wir alle Menschenkinder sind, alle unseren Platz haben und haben dürfen und alle 8 Mrd. Menschen im selben Boot sitzen. Die Welt ist nicht nur Schweiz, nicht nur schwarz-weiss, sondern bunt, und gemeinsam schaffen wir es, diese unsere Welt zu einem Zuhause für alle zu gestalten. Ein Traum…?  Ja und Nein – Jeder Mensch besitzt einen freien Willen, so zu leben oder eben einen anderen Weg zu wählen.  Nach einer Kaffeepause trafen wir uns in der Kapelle.

In der Gegenwart des Allerheiligsten Sakraments meditierten wir die Frage; wie sehe ich mich als Menschenkind. Kann ich nur meinen Verletzungen wahrnehmen, die ich als Kind bis jetzt mitgetragen habe oder kann ich auch das Schöne benennen, das mich ausmacht oder das ich als Kind mitbekommen habe? Dass ich ein Dach über dem Kopf und zu essen hatte, dass jemand da war zuhause, dass ich die Schule besuchen konnte… Dass ich fröhlich sein kann, dass ich beten gelernt habe oder mich zu freuen…  ALLES durften wir vor Jesus hinlegen und von ihm unser zerbrechliches Menschsein heilen lassen.

Am Nachmittag nutzen einige die freie Zeit zum Ausruhen, zum Spazieren, oder zum Austoben an der Schneeschaufel😊. Es waren so herrliche Gespräche, mit viel Lachen und Vertrautheit, dass jemand meinte: da war der Herr mit uns unterwegs

Um 15.00 Uhr, in der Todesstunde Jesu Christi und erfrischt von der kalten Luft, beteten wir den Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes und bereiteten so unsere Herzen für die nächste, 2. Vortragsrunde zum Thema Geliebtes Kind Gottes vor. Es war wiederum ein Lied von Adel Tawil. «ist da jemand, der an mich denkt, mit mir geht, für mich da ist?!» das uns einstimmte. Mit dem Psalm 139, der sich wie ein Liebesbrief an uns Menschen anhört, kamen wir in die göttliche Dimension unserer Leben an. Wir sind geplante, lange erwünschte und geliebte, Kinder Gottes… Wir dürfen als solche leben, strahlen, wirken, Zeugnis geben. Wäre es nicht schön, mit diesen Gedanken jeden Morgen aufs Neue bewusst als Kind Gottes den Tag zu beginnen?

Am Sonntag, im Christkönigsmorgenlob, erfreuten wir uns Gott und lobten ihn.

Die heilige Messe mit den Ministrantinnen war wundervoll schön und «voll» geisterfüllt, man konnte das alte Kirchenjahr voller Hoffnung abschliessen und sich für das neue Kirchenjahr vorbereiten und freuen.

Im 3. Vortrag zum Thema Freundschaft mit Jesus wiesen uns verschiedene Bibelstellen den Weg. ER, Jesus Christus, hat seine Freundschaft mit uns ja schon angeboten, sie mit uns schon geschlossen. ER ist uns treu und steht uns zur Seite. Siehe dazu: Lk 3,21-22, Gal 4,4-7, Röm 5,5, und als Liebesbeweis Gottes an uns Joh 15,1-5 – ER ist unser Weinstock, wir sind die Reben, also hängen direkt an IHM, IHM zugehörig und von IHM genährt. Alle Tage unseres Lebens. Überwältigende Worte und doch dürfen sie uns noch mehr durchdringen. Immer wieder neu. Danach tauschten wir uns in Kleingruppen über unsere Freundschaft mit Jesus aus. So erfuhren wir voneinander, wie jeder sein Leben mit Jesus zu leben versucht und das stärkte uns gegenseitig.

Das Mittagessen inkl. Dessert, der von gruppeninternen Backcrew köstlich zubereitet worden war, bildete der kulinarische Schlusspunkt.

Lieber P. Piotr, vielen herzlichen DANK von uns allen, dass du es immer möglich machst – natürlich gemeinsam mit dem Herrn – unseren Glauben zu stärken, unsere Herzen zu berühren und uns zusammen auf dem Weg zu führen. Und das in der gemütlichen Unteren Waid. Herzlichen DANK auch an Ania für die liebevolle Tischgestaltung und die musikalische Begleitung und natürlich der Küchenmannschaft. 😊

Maria und Olivia

mehr...

Betrachtung zum 1. Adventssonntag im Jahreskreis A

2025/11/29 weniger...

Den Herrn nicht verpassen…

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie es in den Tagen des Noach war, so wird die Ankunft des Menschensohnes sein. Wie die Menschen in jenen Tagen vor der Flut aßen und tranken, heirateten und sich heiraten ließen, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging, und nichts ahnten, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein. Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen. Und von zwei Frauen, die an derselben Mühle mahlen, wird eine mitgenommen und eine zurückgelassen. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Bedenkt dies: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht. Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet (Mt 24,37-44).

Gebet

Herr Jesus Christus, du bist in unsere Welt gekommen und wurdest einer von uns. Einst wirst du kommen, um uns zu dir zu holen. Auch heute kommst du uns Menschen entgegen. Lass uns dein Kommen erkennen und dir öffnen, wenn du bei uns anklopfst. Lass uns wachsam sein, damit wir dein überraschendes Kommen nicht übersehen. Schenke uns deinen Heiligen Geist, der uns entfacht und für deine Gegenwart in dieser Welt sensibel macht. Heiliger Geist, komm auf uns herab, wie einst auf Maria, und lass uns zu Menschen werden.

Persönliche Lektüre

Herr Jesus du spricht mich mit deinem guten Wort an. Schenke mir ein hörendes Herz, dass ich es beherzige und danach lebe. Heiliger Geist erfülle mich neu mit deiner Kraft und deinem Mut, dass ich mich dem Wort Jesu stellen kann. Zeige mir, wie ich diese Adventszeit erleben soll und bleibe du immer bei mir. Ich nehme mir Zeit für diese Begegnung mit Jesus… Ich werde still… Sprich Herr, denn deine Dienerin/dein Diener hört…

Gedanken zur Betrachtung

  1. Verpasst

Ich habe die Ankunft des Herrn verpasst! Warum? Wie es in den Tagen des Noach der Fall war. Viele wollten es nicht wahrhaben: sie glaubten nicht! Eigene Vorstellungen, Sorgen des Alltags, Leben in Saus und Braus, trachten nur nach dem Irdischen haben die Herzen der Menschen müde und schläfrig gemacht. Sie haben die Ankunft Gottes bei ihnen verpasst. Damals… Auch heute gibt es viele, die nichts von Gott ahnen oder ahnen wollen… Viele begnügen sich mit tausenden Lichtern im Garten und im Haus und vergessen das Licht Gottes im eigenen Leben anzuzünden.

Wie sieht es bei mir aus? Was war mir im Leben wichtig? Worin investierte ich in meinem Leben? Welche Stellung nahm Gott in meinem Alltag ein? Gab ich ihm eine Chance, zu mir zu kommen, bei mir anzukommen?

  1. Erwartung

Wachen und beten, wachsam sein, dazu fordert uns Jesus auf. Warum? Weil der Herr kommt! Der Bräutigam kommt, unsere Rettung. Er will mein Leben hell machen. Er ist schon gekommen, er wird einst kommen, er kommt hier und jetzt. Wir müssen uns nicht so sehr auf unsere Leistung, auf die Vorbereitung für seine Ankunft konzentrieren. Das Entscheidende ist, dass der Herr kommt, dass mein Gott zu mir kommt. Alles andere soll sich um diese Tatsache drehen. Und wenn er kommt, dann herrscht große Freude überall, dann macht er alles neu. Wir glauben, Herr, dass du kommst in Herrlichkeit!

Glaube ich daran, dass Jesus heute kommt? Warte ich sehnsüchtig auf ihn? Bin ich bereit, ihm zu öffnen, ihn bei mir willkommen zu heissen? Erkenne ich ihn in jedem Menschen, besonders jenem, der auf mich angewiesen ist? Nehme ich ihn auf oder weise ich ihn ab?

  1. Begegnung

Die dritte Dimension des Advents lädt uns dazu ein, die Ankunft Jesu in unserem Hier und Jetzt zu erkennen. Wir bereiten uns zwar auf Weihnachten vor, aber Jesus kommt eigentlich jeden Tag neu zu uns. Er will uns in unserem Alltag begegnen. Er will bei uns bleiben für immer. Nur so müssen wir wirklich keine Angst vor dem Tod haben. Der Menschensohn kommt ja, um uns zu retten, nicht um uns zu vernichten.

Habe ich täglich Zeit für eine echte Begegnung mit Jesus? Worüber rede ich mit ihm? Höre ich auf sein Wort? Bin ich wie Maria bereit, Gott zu gehorchen und Gott in mir Mensch werden zu lassen? Was nehme ich mir im Advent vor?

Lobpreis

Komm, komm, du Sohn des Höchsten,
komm herab zerreiß die Finsternis!
Komm, komm, du Herr des Himmels,
komm mein treuer Freund verlass mich nicht!

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.
Ich weiß, dass er hoch oben steht.
Hoch über all dem Staub der Welt.
Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.

Heilig, dein Haus ist heilig,
und aus Staub und Schmerz erhebst du mich.
Ewig, der Weg ist ewig.
Ich weiß ich werde leben weil du bist.

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.
Ich weiß, dass er hoch oben steht.
Hoch über all dem Staub der Welt.
Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.

 Vorsatz

Ich versuche für jedermann offen zu bleiben.

mehr...

"Die Erscheinung unserer Mutter auf dem Berg von La Salette ist keine neue Lehre, sondern eine neue Gnade. Sie ist die Offenbarung der Liebe und des Mitleids, die es für uns im Himmel gibt." So drückte sich 1854 Mgr. Ullathorne, Bischof von Birmingham in England, aus. Er stellte damit die untergeordnete Rolle jeder Erscheinung und ihre Bedeutung in der Geschichte unseres Heils fest.

LA SALETTE IST KEINE NEUE LEHRE.
ES IST EIN NEUER SCHWUNG, HIN ZU DEN GRUNDLAGEN DES GLAUBENS, EINE BEGEGNUNG, DIE NICHT VERPASST WERDEN DARF, EINE GNADE, AUF DIE DRINGEND EINGEGANGEN WERDEN


Freunde

Partnerzy

Kontakt

Salettiner Missionshaus
Untere Waid
CH-9402 Mörschwil
Tel. 071 866 14 24
Fax 071 868 79 81
info@salettiner.ch