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Meditationen

Betrachtung zum 25. Sonntag im Jahreskreis A

18.09.2026 weniger...

Geht in meinen Weinberg!  

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen hinausging, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben. Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denár für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg. Um die dritte Stunde ging er wieder hinaus und sah andere auf dem Markt stehen, die keine Arbeit hatten. Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist. Und sie gingen. Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder hinaus und machte es ebenso. Als er um die elfte Stunde noch einmal hinausging, traf er wieder einige, die dort standen. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig? Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des WeiAnbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den Letzten, bis hin zu den Ersten! Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denár. Als dann die Ersten kamen, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten einen Denár. Als sie ihn erhielten, murrten sie über den Gutsherrn und sagten: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet und du hast sie uns gleichgestellt. Wir aber haben die Last des Tages und die Hitze ertragen. Da erwiderte er einem von ihnen: Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denár mit mir vereinbart? Nimm dein Geld und geh! Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir. Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder ist dein Auge böse, weil ich gut bin? So werden die Letzten Erste sein und die Ersten Letzte (Mt 20,1-16a).

Gebet

Herr Jesus Christus, du hast immer ein gutes Wort für uns. Du bist unser Lehrer und Meister. Sprich zu unseren Herzen, damit wir dein Wort begreifen und umsetzen können. Ja, Herr, schenke uns ein hörendes Herz, das ganz offen ist für dich. Erfülle uns mit dem Feuer vom Himmel, mit deinem Heiligen Geist. Er reinige und befreie uns von uns selbst. Heiliger Geist, durchglühe und entfache uns neu mit deiner Gnade. Sei du die Seele unserer Seele. Bete du in uns und hilf uns, die Güte Gottes zu begreifen und an uns zu erfahren.

Persönliche Lektüre

Jesus will dir etwas Wichtiges sagen. Nimm dir Zeit für ihn! Lass den Alltagstrott beiseite. Setze dich zu seinen Füssen hin und schaue in seine Augen. Mach dein Herz offen für jedes Wort aus seinem Mund… Rede, Herr, denn dein(e) Diener(in) hört. Verweile bei den Worten, die dich berühren… Sei still…

Gedanken zur Betrachtung

  1. Geht in meinen Weinberg…

Mit diesem Gleichnis offenbart uns Jesus das Herz des himmlischen Vaters. Der Vater ist besorgt für die Arbeit seiner Kinder. Er will mit allen zusammenarbeiten. Er geht unermüdlich (fünf Mal!) zum Marktplatzt, um die Arbeitslosen für seinen Weinberg anzuwerben. Er gibt ihnen eine Arbeit, durch die sie überleben können und dazu beitragen, dass sein Weinberg gedeiht. In seinem Weinberg gibt es kein Pensionsalter! Jede und jeder darf zu seinem Reich beitragen mit der Kraft, die er gerade besitzt.

Wo trage ich zum Reich Gottes bei? Überlasse ich die Sorge für die Kirche nicht einfach jenen, die dazu beauftragt und dafür bezahlt sind? Habe ich meine Arbeit im Weinberg des Herrn gefunden? Habe ich den Mut, andere zur Zusammenarbeit im Weinberg des Herrn einzuladen? Wen würde ich heute dazu anwerben? Wo meine ich, dass alles in der Kirche, in der Pfarrei, in einem Verein, oder in meiner Familie mit mir steht und fällt?

  1. Freude an der Arbeit…  

Wir dürfen im Weinberg des Herrn arbeiten. Gott selbst hat uns dazu berufen und uns einen ewigen Lohn versprochen. Mehr noch, er arbeitet mit uns zusammen. Mit Jesus dürfen wir das Werk der Erlösung fortsetzen und den Mitmenschen anbieten. Gibt es eine wichtigere Arbeit als gerader diese: Für die eigene Rettung und das Heil der Menschen zu sorgen? Wie groß muss unsere Würde sein, wenn Jesus uns dazu einlädt! Er vertraut uns, er traut uns Vieles zu. Durch die Zusammenarbeit mit ihm wachsen und reifen wir als Menschen. Wie glücklich sollen wir uns als Mitarbeiter Gottes schätzen!

Freue ich mich von Herzen darüber, dass Gott mit mir zusammenarbeiten will? Schätze ich sein Vertrauen in mir? Bin ich dafür dankbar? Liegt mir das Heil der Mitmenschen am Herzen? Wo bin ich müde, träge oder nachlässig bei meiner Arbeit im Weinberg des Herrn geworden? Warum? Lebe ich das Evangelium, um zum Menschen zu werden?

  1. Neid oder Güte…

Jesus weist seine unzufriedenen und frustrierten Arbeiter zurecht. Gerecht ist man in den Augen Gottes dann, wenn man dem anderen das gibt, was er zum Leben braucht, und nicht was ihm zusteht. Gott lässt immer seine Güte und Barmherzigkeit walten. Er will ja jedenund jedem seine Liebe, sein ganzes Herz schenken. Dadurch will er uns lehren, dass wir keine Konkurrenten in seinem Weinberg sind, sondern Mitarbeiter. Wir sollen einander unterstützen, helfen und jeden Neid beseitigen, der unser Beziehungen vergiftet.

Wo murre ich gegen Gott und sein Handeln? Auf wen, worauf bin ich neidisch? Gebe ich den anderen das, was sie brauchen? Nehme ich gerne die Hilfe der anderen an? Kann ich um sie bitten? Wem helfe ich heute? Kann ich gütig und barmherzig zu mir selbst und auch zu den anderen sein?

Lobpreis

Komm und lobe den Herrn, meine Seele sing 
bete den König an
Sing wie niemals zuvor, nur für Ihn 

Und bete den König an

Ein neuer Tag und ein neuer Morgen
und wieder bring ich dir mein Lob
Was auch vor mir liegt und was immer auch geschehen mag
lass mich noch singen, wenn der Abend kommt

Komm und lobe den Herrn, meine Seele sing
bete den König an
Sing wie niemals zuvor, nur für Ihn
Und bete den König an

Du liebst so sehr und vergibst geduldig
schenkst Gnade, Trost und Barmherzigkeit
Von deiner Güte will ich immer singen
zehntausend Gründe gibst du mir dafür

Komm und lobe den Herrn, meine Seele sing
bete den König an
Sing wie niemals zuvor, nur für Ihn
Und bete den König an

Und wenn am Ende die Kräfte schwinden
wenn meine Zeit dann gekommen ist
wird meine Seele dich weiter preisen
zehntausend Jahre und in Ewigkeit

Komm und lobe den Herrn, meine Seele sing
bete den König an
Sing wie niemals zuvor, nur für Ihn
Und bete den König an
Und bete den König an
Und bete den König an
Vorsatz

Ich lade jemanden ein, mit mir in der Kirche zu arbeiten.

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Betrachtung zum 24. Sonntag im Jahreskreis A

11.09.2026 weniger...

Vergib von Herzen… 
In jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er gegen mich sündigt? Bis zu siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Ich sage dir nicht: Bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal siebenmal. Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Knechten Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen. Da fiel der Knecht vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen. Der Herr des Knechtes hatte Mitleid, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld. Als nun der Knecht hinausging, traf er einen Mitknecht, der ihm hundert Denáre schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und sagte: Bezahl, was du schuldig bist! Da fiel der Mitknecht vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe. Als die Mitknechte das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war. Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich angefleht hast. Hättest nicht auch du mit deinem Mitknecht Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte? Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Peinigern, bis er die ganze Schuld bezahlt habe. Ebenso wird mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn nicht jeder seinem Bruder von Herzen vergibt (Mt 18,21-35).

Gebet

Herr Jesus Christus, zu dir dürfen wir immer mit allem kommen. Du hast immer ein offenes Ohr für uns. Du hast immer Zeit für uns. Dir wollen wir unsere Fragen und Zweifel anvertrauen und deine Antwort hören. Du weißt, dass es uns schwer fällt den anderen zu vergeben. Mache uns hellhörig für deine Botschaft. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir deine Antwort vernehmen und nach ihr unser Leben ausrichten. Heiliger Geist, befähige uns, nach dem Evangelium zu leben. Mache uns bereit, den Mitmenschen von Herzen zu vergeben. Heiliger Geist, verwandle uns im Feuer deiner Liebe.

Persönliche Lektüre

Jesus, du nimmst mich mit meinen Fragen ernst. Da du mein Glück willst, gibst du mir auch anspruchsvolle Antworten. Öffne mein Herz und mein Ohr für dein lebendiges Wort. Rede, Herr, denn dein(e) Diener(in) hört. Dein Heiliger Geist entfache mich neu in deinem Dienst und im Dienst an den Mitmenschen. Er lege sein Feuer in mein Herz neu und mach mich zur Vergebung fähig.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Warum vergeben? 

Jeden Tag erfahren wir, dass wir im Kleinen und Grossen aneinander schuldig werden. Wir sind ja noch nicht heilig und perfekt. Wir verletzten einander so oft bewusst oder unbewusst. Das belastet uns und verhärtet unsere Herzen. Wir können diese Lasten aber nicht lange mit uns tragen. Sie zerstören uns. Wir können mit einem Herzen aus Stein nicht lange leben. Sonst hört es auf zu schlagen. Darum haben wir allen die Vergebung täglich nötig. Wir sind nicht nur siebenmal, sondern immer auf die Vergebung Gottes, aber auch auf die Vergebung der Mitmenschen angewiesen. Mehr noch, auch die anderen brauchen unsere Vergebung wie ein tägliches Brot.

Wo fühle ich mich heute schuldig? Gebe ich meine Schuld zu? Wie gehe ich mit ihr um? Bitte ich die anderen um Vergebung? Bin ich bereit zu vergeben, wenn andere an mir schuldig geworden sind? Wie gehe ich mit meinen Rachegefühlen um? Kann ich Böses durch Gutes besiegen?  Habe ich schon die befreiende Kraft der Verzeihung erfahren?

  1. Gottes Vergebung

Gott zeig uns den Weg der Versöhnung, den Weg der Rückkehrs in die Gemeinschaft. Er ist wie dieser König aus dem heutigen Gleichnis grosszügig und masslos im Vergeben. Er verzeiht uns jede Schuld, die wir nie wirklich begleichen könnten. Ein Talent bedeutete siebenundzwanzig Kilo Gold. Wer von uns kann zwei Hundert Tonnen Gold erwirtschaften?! Gott hat aber Mitleid mit uns. Es tut ihm um uns und um unsere Familie leid. Er will, dass wir immer mehr zu ihm und zueinander finden. Die Vergebung ist ein königlicher Weg dazu. Gott wird nie müde uns zu vergeben.

Bitte ich Gott um Vergebung meiner Schuld? Wie tue ich das? Mache ich eine tägliche Gewissenserforschung, um jeden Tag neu der Barmherzigkeit Gottes zu begegnen und sie in Anspruch zu nehmen? Wo versage ich immer wieder? Habe ich den Mut zum regelmässigen Empfang des Sakramentes der Versöhnung (zur Beichte)? Wie erlebe ich sie? Kann ich die Vergebung Gottes wirklich annehmen?

  1. Die Schule der Vergebung

Gott will, dass wir ihn in seiner Art des Vergebens nachahmen. Auch wir sollen einander von ganzem Herzen vergeben. Erst dann haben wir Recht auf die Vergebung Gottes. Gott hat uns viele Möglichkeiten geschenkt, wo wir diese Vergebung lernen können. Die erste ist die Beichte. Wenn ich regelmässig beichte und selbst das Erbarmen Gottes empfange, dann lerne ich mir selbst und auch dem anderen zu vergeben. Wenn ich das Vaterunser bete, dann spreche ich bewusst: Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Dort, wo ich selbst nicht vergeben kann, kommt mir Gott zu Hilfe. Eine dritte Möglichkeit ist ein „Gutenachtkuss“. Bevor wir schlafen gehen, wollen wir uns versöhnen und einander um Vergebung bitten. Es kann ein Kuss sein, eine SMS, eine E-Mail, ein Anruf, ein Brief. Erst dann können wir wirklich gut schlafen.

Ahme ich Gott in seiner Vergebung nach? Bin ich mir und den anderen gegenüber barmherzig? Habe ich Mitleid mit den Menschen, die andere verletzen? Bin ich bereit, auch dort zu vergeben, wo niemand sich entschuldigt oder darum bittet? Wem soll ich heute einen „Gutenachtkuss“ geben?

Lobpreis

Wasser wird Wein Blinde sehn
Brot wird vermehrt Lahme gehn
So bist nur du Herr, Du allein.
Licht scheint im Dunkeln zur Nacht
Armen wird Hoffnung gebracht,
So bist nur Du, Herr, Du allein.

Gott Du bist größer, Gott Du bist stärker
Gott Du stehst höher als alles andere
Gott unser Heiler, starker Befreier
so bist nur Du, nur Du.

Und steht uns Gott zur Seite, was kann uns jemals hindern
und steht uns Gott zur Seite, wer kann uns widerstehn,
und steht uns Gott zur Seite was kann uns jemals hindern
und steht uns Gott zur Seite kann uns widerstehn.
Wer kann uns widerstehn.

Gott Du bist größer, Gott du bist stärker
Gott Du stehst höher als alles andere
Gott unser Heiler, starker Befreier
so bist nur Du, Gott Du bist größer, 

Gott Du bist Stärker
Gott Du stehst höher als alles andere
Gott unser Heiler, starker Befreier
So bist nur Du. Nur Du.

Vorsatz

Ich vergebe von Herzen einer Person, der ich noch nicht vergeben habe…

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Betrachtung zum 23. Sonntag im Jahreskreis A

03.09.2026 weniger...

Den Bruder/die Schwester zurückgewinnen

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn dein Bruder gegen dich sündigt, dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht! Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei mit dir, damit die ganze Sache durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werde. Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde! Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner. Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein. Weiter sage ich euch: Was auch immer zwei von euch auf Erden einmütig erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen (Mt 18,15-20).

Gebet 

Herr Jesus Christus, du willst bei den Menschen bleiben. Du hast uns zur Gemeinschaft der Familie, der Kirche berufen, damit wir einander beistehen und einander lieben. Ja, du hast uns einander anvertraut. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir deine Gegenwart unter uns erkennen. Heiliger Geist, erleuchte und führe uns, damit wir aus dir leben können. Befähige uns, füreinander zu sorgen und einander zurechtzuweisen. Schaffe uns neu in Wahrheit und Liebe. Komm, Heiliger Geist!

Persönliche Lektüre

Jesus, du hast mir die Mitmenschen zur Seite gestellt, damit wir miteinander den Weg des Glaubens gehen. Mach mich offen für sie. Stärke mich durch dein Wort, dass ich sie lieben und zu ermahnen vermag, wenn dies nötig ist.  Mache mich offen für jedes Wort der Wahrheit, das aus dem Mund meiner Mitmenschen kommt. Heiliger Geist, sei du meine Kraft und Stärke. Sei du mein Licht und meine Hoffnung.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Zurechtweisung – ein Werk der Barmherzigkeit

Heute legt uns Jesus die brüderliche Zurechtweisung ans Herz. Warum denn? Er weiß genau, dass wir Menschen schwach sind und fallen können. Er schenkt uns einander, damit wir den anderen zurückgewinnen, wenn er vom Glauben, vom rechten Weg des Evangeliums abgefallen ist. Zurückgewinnen aus Liebe – darum geht es Jesus. Eine echte Liebe akzeptiert das Böse nicht. Wenn einer gegen mich sündigt, darf ich nicht schweigen, selbst wenn ich ihn sehr liebe. Im Gegenteil, die echte Liebe rettet den Sünder, verurteilt aber auf das Schärfste das Böse. Darum sollen wir die Gefallenen aufrichten, aber ihre Fehler beim Namen nennen. Nicht als ob wir besser wären als sie, nein. Weil wir sie zu sehr lieben, um das Böse zu verschweigen. Wenn wir es aber tun, machen wir uns mitschuldig.

Liebe ich meine Nächsten wirklich? Habe ich Mitleid mit den Menschen, die gesündigt haben? Kann ich den schwachen Menschen von seinen bösen Taten unterscheiden? Will ich die Mitchristen, die sich verirrt haben, für Jesus zurückgewinnen?

  1. Stufen der Zurechtweisung

Jesus sagt uns ganz klar wie wir die Mitmenschen zurechtweisen sollen. Zuerst soll dies unter vier Augen geschehen, und zwar mit der/dem Betroffenen. Wie oft reden wir aber – selbst gutgemeint – über die anderen mit den dritten Personen! Das hat Jesus nicht befohlen. Dann sollen wir eine oder zwei andere Personen mitnehmen, die das Gleiche wahrnehmen und die/ den Betroffenen ermahnen. Ich kann ja in meinen Vorurteilen, in meiner Selbstsicherheit, in meiner Schwachheit etwas falsch beurteilen. Wenn dies aber auch nicht funktioniert, soll ich die Sache der Gemeinde vorlegen. Es geht darum, dass die anderen sich nicht verführen oder vom Bösen anstecken lassen. Wenn auch das nichts bringt, dann sollen wir diese Person meiden, um uns selbst vor dem Bösen zu schützen. Diese Reihenfolge darf nicht geändert werden!

Wage ich es, den anderen zurechtzuweisen? Wie tue ich das? Wo verschweige ich das Böse, die Sünde? Warum? Bin ich barmherzig in der Wahrheit und in der Liebe? Oder rede ich lieber schlecht über die anderen, ohne ihnen wirklich zu helfen? Lasse ich mich zurechtweisen? Bin ich für eine Ermahnung dankbar?

  1. Jesus in unserer Mitte

Die Aufgabe der brüderlichen Zurechtweisung ist schwer. Darum sagt uns Jesus, dass er in unserer Mitte bleibt, wenn wir uns in seinem Namen versammeln. Mehr noch, er will unsere einmütigen Gebete vor den Vater tragen, der uns erhören will. Nur wenn wir für die anderen beten, sie zu dem himmlischen Vater tragen, können wir sie richtig und liebevoll zurechtweisen. Nur wenn wir uns von Jesus begleitet wissen, können wir die anderen für ihn und für unsere Gemeinde zurückgewinnen. Wenn jemand dies auf eigene Faust tut, der wird keinen Erfolg haben.

Wage ich es, in der Gemeinschaft der Familie, der Freunde, der Kirche zu beten? Glaube ich daran, dass der lebendige Jesus dann in unserer Mitte ist? Bete ich gerne für die anderen, auch für die Schwachen, Versager, Sünder…? Vertraue ich darauf, dass Gott uns erhören kann und will? Wofür möchte ich ihm heute danken?

Lobpreis

Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,

da bin ich mitten unter ihnen.

Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,

da bin ich mitten unter ihnen.

Vorsatz

Ich versuche, einen Menschen liebevoll zurechtzuweisen…, oder nehme ich eine Mahnung dankbar an…

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Betrachtung zum 22. Sonntag im Jahreskreis A

29.08.2026 weniger...

Jesus nachfolgen nicht ihm vorausgehen
In jener Zeit begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären: Er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten und Hohepriestern und Schriftgelehrten vieles erleiden, getötet und am dritten Tag auferweckt werden. Da nahm ihn Petrus beiseite und begann, ihn zurechtzuweisen, und sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen! Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Tritt hinter mich, du Satan! Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen. Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen? Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Herrlichkeit seines Vaters kommen und dann wird er jedem nach seinen Taten vergelten
(Mt 16,21-27).

Gebet 

Herr Jesus Christus, du gehst uns voraus, du bahnst uns den Weg. Wir dürfen dir folgen. Nimm uns an die Hand und führe uns auf deinem Weg. Bewahre uns davor, dass wir dir vorschreiben, welche Wege du mit uns gehen sollst. Durchflute uns mit deinem Geist, damit wir in deiner Nachfolge bleiben. Er schenke uns ein hörendes Herz, das bereit ist, dir dorthin zu folgen, wohin du gehst. Heiliger Geist, stärke uns in der Nachfolge Jesu. Entfache uns neu und sei du unser Licht auf all unseren Wegen.

Persönliche Lektüre

Jesus, du hast mich in deine Nachfolge berufen. So oft kam ich dir aber nicht nach… So oft wollte ich eigene Wege gehen… Ohne dich kann ich nichts tun. Mit dir vermag ich aber alles! Schenke mir festes Vertrauen auf dich, den unwandelbaren Gott, der sein Wort nie zurücknimmt. Dein Heiliger Geist entfache mich neu in deiner Nachfolge. Heiliger Geist, brenne in mir und erfülle mich mit deiner Freude!

Gedanken zur Betrachtung

  1. Jesus geht den Weg des Vaters

Jesus ist in unsere Welt gekommen, um den Willen des Vaters zu erfüllen und uns alle mit ihm zu versöhnen. Mehr noch, er hat dies nicht auf eigene Art und Weise getan, die ihm entsprach. Er hat sich in allem dem Willen des Vaters unterworfen. Ja, er ist den Weg nach Jerusalem gegangen, um dort von den Vertretern seiner Religion vieles zu erleiden, den Tod auf sich zu nehmen und am dritten Tag glorreich aufzuerstehen. Jesus hat sich selbst verleugnet, unser Kreuz auf sich genommen und sein Leben verloren, um das ewige Leben für uns alle zu gewinnen.

Wozu bin ich in dieser Welt? Glaube ich daran, dass Gott, der Vater, einen wunderbaren Plan für mein Leben hat? Will ich ihn verwirklichen? Suche ich nach dem Willen des Vaters? Will ich ihn mit Freude erfüllen? Wann habe ich mein Leben für die anderen hingegeben? Welches Kreuz habe ich heute zu tragen?

  1. Menschliche Pläne und Gedanken

Petrus wollte Jesus vor dem Leiden und vor dem Tod schützen. Er hat ihn ja als seinen Messias und den Sohn des lebendigen Gottes bekannt. Er war ja sein Freund und Meister. Dabei dachte er aber an sich selbst. Er hatte für Jesus andere Pläne. Jesus sollte doch König werden und das Volk Israel aus der Sklaverei der Römer befreien. Petrus könnte dann mit ihm herrschen. Das wäre für ihn viel angenehmer als der Weg des Kreuzes. Darum wollte er nicht auf sich selbst verzichten und Jesus sogar vorschreiben, was er zu tun hätte.

Wie stelle ich mir meinen Weg des Glaubens so ganz ehrlich vor? Welche Pläne und Wünsche für mein Leben trage ich in meinem Herzen? Spreche ich darüber mit Jesus? Will ich seine Meinung dazu wirklich hören? Wie reagiere ich, wenn Gott mir einen anderen Weg vorschlägt, als ich mir gedacht habe? Wo will ich Gott auf meine Seite ziehen?

  1. Jesus hinterhergehen

Jesus befahl Petrus, ihm aus den Augen zu gehen. Wortwörtlich heisst es im Text: „Stell dich hinter mich.“ Schreibe mir nicht vor, was wir, ich und mein Vater, zu tun haben. Geh hinter mir her. Folge mir nach. Die Nachfolge macht uns Mut! Jesus geht ja voraus und zeigt uns den Weg, zeigt uns, dass es möglich ist, ihn zu gehen. Er bahnt uns den Weg durch das Leben, den Weg in die Ewigkeit. Er ist der Weg der Hingabe, der Liebe, der Rettung. Ja, es ist der Weg Gottes! Er ist ihn für uns gegangen. Jetzt sind wir an der Reihe.

Folge ich Jesus nach? Wie oft betrachte ich den Weg Jesu? Was schreckt mich dabei zurück? Was macht mir Mut? Reiche ich Jesus jeden Tag meine Hand, dass er mich hinter sich herziehen und mich begleiten kann? Habe ich das Ziel meines Lebens vor Augen? Tue ich alles aus Liebe zu Jesus?

Lobpreis

Reinige mein Herz,
mach mich rein wie Gold
in deinem Feuer
Reinige mein Herz,
mach mich rein wie Gold, pures Gold

Feuer des Herrn,
danach verlangt mein Herz
mach mich rein,
(und) heilig
Dir allein will ich dienen, mein Meister
Und deinen Willen tun

Reinige mein Herz,
nimm, was mich trennt von dir
und mach mich heilig
Reinige mein Herz,
nimm, was mich trennt von dir, tief in mir

Vorsatz

Ich frage stets Jesus: Was willst du, dass ich tue?

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Betrachtung zum 21. Sonntag im Jahreskreis A

21.08.2026 weniger...

Du bist Petrus…
In jener Zeit, als Jesus in das Gebiet von Cäsaréa Philíppi kam, fragte er seine Jünger und sprach: Für wen halten die Menschen den Menschensohn? Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elíja, wieder andere für Jeremía oder sonst einen Propheten. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! Jesus antwortete und sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjóna; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus – der Fels – und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein. Dann befahl er den Jüngern, niemandem zu sagen, dass er der Christus sei (Mt 16,13-20).

Gebet

Herr Jesus Christus, du verkündest uns die Frohe Botschaft vom Heil. Unermüdlich sprichst du uns mit deinem Wort an und willst Zwiegespräche mit uns führen. Ja, du willst, dass wir deinem Wort eine Antwort geben. Dir gegenüber dürfen wir nicht gleichgültig bleiben. So fragst du uns nach unserer Antwort auf deine Liebe. Du fragst uns nach unserem Glauben. Er ist eine konkrete Antwort, die wir Tag für Tag mit unseren Gedanken, Worten und Taten geben. Erfülle uns neu mit deinem Heiligen Geist. Denn ohne ihn können wir nicht wirklich glauben. Heiliger Geist, ziehe uns an das Herz Jesu und hilf uns, ihn von ganzem Herzen zu lieben. Durchglühe uns mit deiner Liebe, nach der wir uns so sehr sehnen…

Persönliche Lektüre

Jesus, du bist mein Herr und mein Gott. Auf dich will ich mich immer verlassen. Schenke mir den Mut, dir zu vertrauen und aus dir zu leben. Mache mein Glaubensbekenntnis zum Lebensbekenntnis. Sei du mein einziger Herr und mein Gott. Sende mir deinen Heiligen Geist, damit ich im Glauben gestärkt werde und ihn mutig bekennen kann. Danke, dass du für mich da bist und mich immer aufrichtest…

Gedanken zur Betrachtung

  1. Meine (Um)Welt 

Jesus nimmt seine Jünger in eine heidnische Welt mit. Dort ehrt man den Heidengott Pan, dessen mächtiger Tempel auf einem großen Felsen gebaut wurde, vor dem man grosse Angst gehabt hat. Von seinem Namen „Pan“ kommt das Wort Panik. Diesem Gott hat man auch Kinder als Opfer dargebracht. Man hat sie hineingeworfen in eine Felsspalte, die man Höllentor nannte. In dieser Welt sollen die Jünger Jesus sagen, für wen ihn die Menschen halten. Die Jünger haben in dieser Umgebung keine Angst die Meinungen der Mitmenschen wiederzugeben. Für jene sei Jesus Johannes der Täufer, Elíja, Jeremía oder sonst einer der Propheten.

Kenne ich die Welt, in der ich lebe? Woran glauben die Menschen um mich herum? Welchen Götzen laufen sie nach? Wovor haben sie Angst? Wem weihen/widmen sie ihr Leben? Wo bin ich versucht, ihren Lebensstil zu übernehmen, mich an sie anzupassen? Was halten die Mitmenschen von Jesus?

  1. Farbe bekennen

Jesus genügt es nicht, dass die Jünger die Stimmen der anderen wiederholen. Er will ihre persönliche Meinung kennen. Sie sind ja seine Freunde. Sie teilen mit ihm das Leben. Sie hören sein Wort. Ja, die Jünger müssen nun Farbe bekennen. Sie müssen sagen, was Jesus für sie bedeutet. Der Petrus wagt es in der Kraft Gottes auszusagen: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes! Er bekommt ein Geschenk des Glaubens vom himmlischen Vater. Wie könnte er sonst in Jesus aus Nazareth den Sohn des lebendigen Gottes erkennen?

Wie sieht heute meine Beziehung zu Jesus aus? Wie lebe und pflege ich sie? Was will ich darin ändern, verbessern, erneuern? Was bedeutet mir Jesus? Wer ist er wirklich für mich? Glaube ich an ihn, an den Sohn Gottes? Ist er für mich der lebendige Gott? Danke ich dafür, dass ich glauben kann?   

  1. Früchte des Glaubens

Das Bekenntnis des Glaubens bewirkt Wunder in unserem Leben. Jesus macht Petrus, den einfachen Fischer, zum ersten Papst der Kirche und zu einem Felsen, auf dem er seine Kirche bauen will. Mehr noch, er verspricht ihm, dass diese Kirche nichts überwältigen könne. Jesus gibt Petrus auch die Vollmacht zu binden und zu lösen. Petrus soll öffnen und schliessen, er soll entscheiden, was in der Kirche gilt. Ja, er soll Vater für alle ihm anvertrauten Gläubigen sein. Wenn er jeden Tag neu den Glauben an den lebendigen Gott bekennt, wird er seinen Beistand erfahren und die Kirche sicher leiten können.

Welchen Glauben bekenne ich? Glaube ich das, was Jesus und die Kirche mir offenbart bzw. weitergegeben haben? Wo habe ich die Kraft des Glaubens erfahren? Wo ist mein Glaube ein fester Fels, auf dem ich sicher stehen kann? Wo wanke ich im Glauben? Ist der Papst für mich ein Vater? Gehorche ich ihm? Bete ich für ihn?

Lobpreis

Ich glaube an den Vater 

Den Schöpfer aller Welt 

Gott allmächtig

Durch Gottes Geist empfangen

Kam Christus in die Welt 

Jesus, mein Retter 

Ja, ich glaub an Gott, den Vater 

Und an Christus, Seinen Sohn 

An den Heiligen Geist der Wahrheit 

An den dreieinen Gott 

Ja, ich glaub an die Auferstehung 

Das Leben nach dem Tod 

Ich glaube an Deinen Namen, Jesus 

Mein Richter und mein Anwalt 

Gekreuzigt unter Leid 

Vergebung ist in Dir 

Du stiegst ins Reich der Toten 

Standst auf in Herrlichkeit 

Und herrschst in Ewigkeit 

Ja, ich glaub an Gott, den Vater 

Und an Christus, Seinen Sohn 

An den Heiligen Geist der Wahrheit 

An den dreieinen Gott 

Ja, ich glaub an die Auferstehung 

Das Leben nach dem Tod 

Ich glaube an Deinen Namen, Jesus 

Ja, ich glaub an Dich 

Dass Du auferstanden bist 

Ja, ich glaub an Christus, unsern Herrn 

Ja, ich glaub an Dich 

Dass Du auferstanden bist 

Ja, ich glaub an Christus, unsern Herrn 

Ja, ich glaub, dass wir ewig leben 

Dass die Jungfrau den Sohn gebar 

Die Gemeinschaft der Kinder Gottes 

Die Kirche unsres Herrn 

Ja, ich glaub an die Auferstehung 

Wenn Jesus wiederkommt 

Ich glaube an Deinen Namen, Jesus 

Ja, ich glaub an Gott, den Vater 

Und an Christus, Seinen Sohn 

An den Heiligen Geist der Wahrheit 

An den dreieinen Gott 

Ja, ich glaub an die Auferstehung 

Das Leben nach dem Tod 

Ich glaube an Deinen Namen, Jesus 

Ja, ich glaub an Gott, den Vater 

Und an Christus, Seinen Sohn 

An den Heiligen Geist der Wahrheit 

An den dreieinen Gott 

Ja, ich glaub an die Auferstehung 

Das Leben nach dem Tod 

Ich glaube an Deinen Namen, Jesus 

Ich glaube an Deinen Namen, Jesus

Vorsatz

Beim jedem Glaubensbekenntnis danke ich Gott für meinen Glauben und bitte ihn, dass er mich im Glauben stärke.

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Betrachtung zum 20. Sonntag im Jahreskreis A

14.08.2026 weniger...

Herr, hilf mir!
In jener Zeit zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. Und siehe, eine kanaanäische Frau aus jener Gegend kam zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Schick sie fort, denn sie schreit hinter uns her! Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. Doch sie kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den kleinen Hunden vorzuwerfen. Da entgegnete sie: Ja, Herr! Aber selbst die kleinen Hunde essen von den Brotkrumen, die vom Tisch ihrer Herren fallen. Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Es soll dir geschehen, wie du willst. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt
(Mt 15,21-28).

Gebet

Herr Jesus, du hast mit allen Erbarmen. Du siehst unsere Not und unser Elend. Du bist voll Mitleid mit uns. Zu dir dürfen wir mit allem kommen. Du selbst kommst uns ja entgegen. Schenke uns das feste Vertrauen in dir. Erfülle uns mit deinem Geist der Demut und der Liebe, damit wir bei dir ausharren können. Heiliger Geist, lehre uns beten. Erfülle uns mit deinem Feuer, damit wir jedes Gebet aus Liebe verrichten können.

Persönliche Lektüre

Jesus, du bist mein Freund und mein Herr. Ich liebe dich und will dir mutig folgen. Zeige mir deinen Weg. Erleuchte mich mit deinem Heiligen Geist. Ziehe mich an dich. Rede zu meinem Herzen. Herr, hilf mir, bei dir zu sein. Heile und befreie mich durch deinen Geist! Heiliger Geist durchflute mich und schaffe mich neu. Hab Erbarmen mit mir, Herr!

Gedanken zur Betrachtung

  1. Hab Erbarmen mit mir…

Die Frau aus Kanaan kommt Jesus entgegen. Eigentlich ist er selbst in ihre Nähe gekommen. Sie nähert sich Jesus nicht nur physisch. Sie verlässt ihre Heimat, ihre Vorurteile, ihre Gewohnheiten und kommt mit einem offenen und gläubigen Herzen auf Jesus zu. Sie nennt Jesus „Herr“ und „Sohn Davids“. Sie erkennt in ihm Gott selbst (Kyrios = der Herr), den versprochenen Messias, an. Sie bittet um Erbarmen für sich und für ihre kranke Tochter. Und sie gibt nicht auf, bis sie erhört wird.

Wer ist Jesus für mich? Ist er mein Herr, mein Gott? Bin ich offen für ihn? Was muss ich heute verlassen, um ihm wirklich begegnen zu können? Nehme ich meine Bedürfnisse, Krankheiten und Sünden wahr? Wo soll ich Gott heute um sein Erbarmen bitten? Für wen will ich heute das Erbarmen Gottes erbitten?

  1. Befreie sie von ihrer Sorge!

Die Jünger Jesu lassen sich vom Schrei der leidenden Mutter ansprechen. Dieser Schrei stört sie. Dieser Schrei bewirkt aber, dass die Jünger sich dieser fremden Frau annehmen. Sie bitten Jesus, dass er ihr helfe und sie von ihrer Sorge befreie. Auch sie überschreiten kulturelle und gesellschaftliche Grenzen. Sie sehen den leidenden Menschen über seine Sprache, Herkunft, Religion… hinweg.

Höre ich noch den Schrei der armen und notleidenden Menschen? Was bewirkt er in mir? Macht er mich unruhig? Bewegt er mich zur Tat? Bete ich für die Notleidenden? Habe ich ein offenes Herz für jeden bedürftigen Menschen? Welche Vorurteile den Mitmenschen gegenüber hindern mich, ihnen zu helfen?

  1. Herr, hilf mir!

Die kanaanäische Frau lässt in ihrem Bitten nicht nach. Es geht doch um ihre Tochter, um ihr Kind. Als Mutter unternimmt sie alles, um ihr zu helfen. Sie scheut sich nicht, vor Jesus in die Knie zu gehen und ihn an zu flehen. Das Schweigen oder auch die scheinbare Ablehnung Jesu entmutigt sie nicht. Herr, hilf mir. Sie gibt auch dann nicht auf, wenn sie und ihre Nation mit den Hunden verglichen wird, was damals eine gesellschaftliche Tatsache war. Im Gegenteil, sie nimmt Jesus am Wort. Sie will das Brot den Kindern nicht wegnehmen. Sie wäre selbst mir den Brotresten zufrieden, die vom Tisch ihrer Herren fallen… Ihr Glaube hat die Probe bestanden und Wunder bewirkt: Jesus hat ihre Tochter geheilt!

Wie reagiere ich, wenn Gott schweigt oder mich auf seine Antwort warten lässt? Kann ich in aller Demut von Gott alles erbitten? Welche Bitte hat Gott noch nicht erhört? Kann ich in meinem Bitten ausharren in der Zuversicht, dass Jesus mich von meiner Sorge befreien kann? Welche Wunder habe ich schon erfahren? Danke ich Gott dafür?

Lobpreis:

Nur den Saum deines Gewandes
Einen Augenblick berührn
Und die Kraft, die von dir ausgeht
Tief in meinem Innern spürn
Nur ein Blick aus deinen Augen,
Nur ein Wort aus deinem Mund
Und die Heilungsströme fließen
Meine Seele wird gesund

Jesus, berühre mich
Hole mich ab, öffne die Tür für mich
Nimm mich an deiner Hand, entführe mich
In deine Gegenwart
Jesus, ich spüre dich,
Strecke mich aus nach dir, berühre dich
Und mein Herz brennt von Neuem nur für dich
In deiner Gegenwart

Nur ein Stück vom Brot des Lebens
Nur ein Tropfen aus dem Kelch
Dann bin ich mit dir verbunden
Und mein Hunger wird gestillt
Nur ein Schluck vom Strom des Lebens
Von dem Wasser, das du gibst
Und die Ströme werden fließen
Aus der Quelle tief in mir

Herr, ich bin nicht würdig
Bin oft so weit weg von dir
Doch in deiner Liebe
Kommst du auch zu mir.

Vorsatz

Ich danke Gott für meinen Glauben und bitte ihn, dass er mich jeden Tag im Glauben stärkt.

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Betrachtung zum 19. Sonntag im Jahreskreis A

07.08.2026 weniger...

Kannst du über dem Wasser gehen?

Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, drängte er die Jünger, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um für sich allein zu beten. Als es Abend wurde, war er allein dort. Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam er zu ihnen; er ging auf dem See. Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch sogleich sprach Jesus zu ihnen und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Petrus erwiderte ihm und sagte: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme! Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und kam über das Wasser zu Jesus. Als er aber den heftigen Wind bemerkte, bekam er Angst. Und als er begann unterzugehen, schrie er: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du (Mt 14,22-33).

Gebet

Herr Jesus Christus, du bist immer für uns da! Du sorgst jeden Tag für uns. Sei gepriesen für deine Liebe und Güte. Sei gepriesen für deine Gegenwart. Sei gepriesen für dein lebendiges Wort. Öffne unsere Herzen und Ohren, damit wir uns von deinem Wort ansprechen lassen und es beherzigen. Durch dein Wort stärke unseren Glauben und schenke uns neuen Mut zum Leben mit dir. Durchflute uns mit deinem Heiligen Geist, damit wir fähig werden, dir von Herz zu Herz zu begegnen. Heiliger Geist, du Geist der Liebe, erfülle uns heute neu mit deiner brennenden Gegenwart!

Persönliche Lektüre

Jesus fordere mich heraus, dass ich im Glauben gestärkt werde. Schenke mir dein Wort, das mich ermutigt und aufrichtet. Sprich du zu meinem Herzen. Ich höre dir zu. Schenke mir deinen Geist der Heiligkeit, damit ich Neues wagen kann. Schenke mir den Geist des Mutes und der Stärke. Schenke mir deinen Heiligen Geist!

Gedanken zur Betrachtung

  1. An das andere Ufer…

Jesus lässt die Menschen die Güte Gottes erfahren. Er hat das Volk in der Wüste mit seinem Wort und mit Brot gespeist. Nun fordert er seine Jünger heraus, an das andere Ufer des Sees hinüberzufahren. Sie müssen nicht schwimmen. Sie haben ein Boot zur Verfügung, das ihnen Gemeinschaft und Sicherheit schenkt. Es zeigt sich aber, dass sie nur mühsam vorausfahren können, weil sie Gegenwind haben und das Boot von den Wellen hin und her geworfen wird. Der Kampf dauert die ganze Nacht! Wasser ist in der Bibel u.a. ein Symbol für das Böse und den Bösen, für die bösen Mächte, die gegen Gott und den Menschen ankämpfen. Unser Leben ist eine Hinüberfahrt an das Ufer der Ewigkeit über das Wasser des Bösen.

Habe ich das Ziel meines Lebens vor Augen, das andere Ufer der Ewigkeit?  Lasse ich mich von Jesus herausfordern? Wage ich die Fahrt des Lebens im Boot der Kirche, in der Gemeinschaft der Glaubenden? Habe ich Mut und Kraft gegen das Böse und den Bösen zu kämpfen? Wann gebe ich diesen Kampf auf? Warum? Kann ich bei diesem geistlichen Kampf den anderen helfen und mir helfen lassen?

  1. Allein auf dem Berg…

Jesus verzichtet auf Ruhm und Anerkennung. Er verabschiedet die Menge und zieht sich auf den Berg zurück. Er betet in der Einsamkeit. Er bleibt die ganze Nacht mit dem Vater, er allein. Kämpft er nur für sich selbst oder auch für die anderen, die sich dort unten auf dem See befinden? Man kann annehmen, dass Jesus in seinem Gebet gekämpft und gesiegt hat. Er wurde vom Vater gestärkt, so dass er als Herrscher über dem Wasser gehen und den starken Wind stilllegen konnte. Wie mächtig ist das Gebet, diese Zeit, die wir für Gott aufbringen!

Danke ich Gott für alles, ihm, dem Ursprung alles Guten? Habe ich Zeit für das Gebet? Schätze ich die Einsamkeit und das Alleinsein, die mir die Begegnung mit Gott ermöglichen und vereinfachen? Wie lange bete ich? Für wen bete ich? Kann ich im Gebet ausharren, auch wenn es zu einem Kampf wird? Wann habe ich die Kraft des Gebetes konkret gespürt?

  1. Auf Jesus zu…

Der Kampf ist zu gewinnen, wenn wir auf Jesus hören und schauen. Petrus hat die Worte Jesus gehört: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Und darum wagte er es, über dem Wasser zu gehen. Das mächtige Wort Jesu: Komm!, gab ihm Mut und Kraft, das sichere Boot zu verlassen. Solange er auf Jesus schaute, konnte er das Unmögliche tun, er ging über dem Wasser auf Jesus zu! Sobald er aber Jesus aus den Augen verlor und sich mit dem heftigen Wind zu beschäftigen anfing, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er wusste sich zu retten. Er blicke wieder zu Jesus und bat ihn, ihm zu helfen. Der gläubige Blick auf Jesus, der Gang auf Jesus zu und der vertrauensvolle Schrei nach Jesus, lassen uns unsere Zweifel und Ängste überwinden und Ruhe am Herzen Jesu wiederfinden.

Höre ich auf Jesus? Nehme ich seine Worte vertrauensvoll an? Wann macht mir das Wort Gottes Mut? Gehe ich in meinem Leben auf Jesus zu? Wann verliere ich ihn aus den Augen? Wann zweifle ich? Wovor habe ich Angst? Spreche ich öfters mit meinem mächtigen Gott über meine Schwierigkeiten?

Lobpreis

Was für ein Mensch, dem Wind und Wellen gehorchen. 
Was für ein Mensch, der auf dem Wasser geht.
Was für ein Mensch, der Wasser in Wein verwandelt, 

Brot und Fisch vermehrt.
Was für ein Mensch, der die Gefangenen frei macht.
Was für ein Mensch, der selbst den Tod bezwingt.
Was für ein Mensch, der allen Armen und Schwachen
frohe Botschaft bringt.

Jesus, Erlöser der Welt.
Du bist Christus, der Fels der uns hält.
Gott ist mit uns, er selbst kommt zur Welt,
das Licht, das die Nacht erhellt.

Was für ein Gott, der zu uns kommt, um zu dienen.
Was für ein Gott, der klein wird, wie ein Kind.
Was für ein Gott, der alle Schuld dieser Erde
für uns auf sich nimmt.
Was für ein Gott, der mit uns sein neues Reich baut.
Was für ein Gott, der uns das Erbe gibt.
Was für ein Gott, der uns als Söhne und Töchter
Unbeschreiblich liebt.

Jesus, Erlöser der Welt.
Du bist Christus, der Fels der uns hält.
Gott ist mit uns, er selbst kommt zur Welt,
das Licht, das die Nacht erhellt.

Was für ein Mensch, Jesus.
Was für ein Gott, Jesus.
Was für ein Mensch, Jesus.
Was für ein Gott, Jesus.
Was für ein Gott!

Vorsatz

Jeden Tag beginne ich in der Zuversicht, die mir Jesus schenkt: Hab Vertrauen, ich bin es; fürchte dich nicht!

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Betrachtung zum 18. Sonntag im Jahreskreis A

31.07.2026 weniger...

Brot für alle

In jener Zeit, als Jesus hörte, dass Johannes enthauptet worden war, zog er sich allein von dort mit dem Boot in eine einsame Gegend zurück. Aber die Volksscharen hörten davon und folgten ihm zu Fuß aus den Städten nach. Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen und heilte ihre Kranken. Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen und es ist schon spät geworden. Schick die Leute weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen! Jesus aber antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische hier. Er antwortete: Bringt sie mir her! Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten und alle aßen und wurden satt. Und sie sammelten die übrig gebliebenen Brotstücke ein, zwölf Körbe voll. Es waren etwa fünftausend Männer, die gegessen hatten, dazu noch Frauen und Kinder (Mt 14,13-21).

Gebet

Herr Jesus Christus, du brauchtest auch Erholung. Du wolltest gewisse Zeit mit deinen Jüngern allein verbringen. Du hast aber ein offenes Herz für jeden, der deine Hilfe braucht. Sieh auf uns und unsere Not, auf unsere Sehnsucht nach dir und unseren Hunger nach dem himmlischen und täglichen Brot. Erleuchte und belehre und durch dein lebendiges Wort. Sende uns deinen Heiligen Geist, dass wir es begreifen und beherzigen. Heiliger Geist, wirke unter uns und belebe uns neu. Sei du unsere Kraft und Stärke in jeder Not.

Persönliche Lektüre

Jesus, du hast Mitleid mit mir. Du siehst meine Not und meine Sorgen. Du verzichtest auf deine Pläne und stehst mir bei. Wer kann deine Liebe genug preisen? Sende mir deinen Geist, dass ich nach dir verlange und ganz für dich sein kann. Rede du zu mir und heile mich an Leib und Seele. Herr, lass mich nicht allein…

Gedanken zur Betrachtung

  1. Mitleid haben

Jesus wollte Zeit für sich haben. Er fuhr in eine einsame Gegend hin. Die Volksmenge überraschte ihn aber am Ufer des Sees. Sie war schon vor ihm dort und wartete auf ihn. So änderte Jesus seine Pläne. Er verzichtete auf seine wohlverdiente „Ruhepause“, weil er Mitleid mit dem Volk hatte. Er nahm sich dieser Menschen an und heilte ihre Kranken. Er lehrte sie lange. Er stellte sich zurück, um für die anderen da zu sein.

Habe ich Zeit für meine Erholung? Kann ich mich mit Jesus ausruhen? Wie begegne ich den Menschen im Alltag? Bin ich für sie da? Habe ich ein mitleidendes Herz? Kann ich konkret helfen, und nicht nur die Menschen reichten und urteilen?

  1. Gebt ihr ihnen zu essen!

Die Jünger Jesu waren realistisch. Viele Tausende Menschen konnte man mit ihren bescheidenen Vorräten an Brot und Fisch nicht satt machen. Darum kamen sie zu Jesus mit dem Vorschlag, die Menschen wegzuschicken, damit sie selbst für ihre Nahrung sorgen konnten. Diesmal überrascht sie Jesus  mit seinem Befehl: „Gebt ihr ihnen zu essen!“ Die Jünger zeigten ihre Ratlosigkeit, als ob sie sagen wollten: „Mit fünf Broten und zwei Fischen geht das überhaupt nicht“. In den Händen Jesu wurde das Wenige genug für alle.

Bin ich dankbar für alles, was ich zum Leben habe? Kann ich mit der Nahrung gut umgehen? Bin ich bereit, das Wenige, das ich habe, Jesus zu schenken und mit den anderen zu teilen? Wann lehne ich eine konkrete Hilfe ab? Warum?

  1. Alle wurden satt…

Das Evangelium betont, das Jesus alle Menschen, die bei ihm waren, satt machte. Er sättigte aber nicht nur den Hunger ihres Leibes. Er gab ihnen sich selbst. Und tut dies auch heute noch. Ganz schön wurde dies mit einer Mosaik in der Brotvermehrungskirche in Tabgha dargestellt. Am Fuss des Altares ist ein Korb mit vier Broten und zwei Fischen links und recht von ihm sichtbar. Bei der Brotvermehrung hörten wir aber von fünf Broten? Wo ist also da fünfte Brot? Das ist Jesus als Brot des Lebens auf dem Altar, wenn wir die Eucharistie feiern. Das sind auch wir, das bin auch ich, wenn ich meine bescheidenen Gaben zum Altar bringe und bereit bin, selbst das Brot für die anderen zu sein. Dann werden auch heute alle satt.

Schätze ich die Heilige Kommunion, das Brot des Lebens? Empfange ich es oft? Lasse ich mich von ihm zu einem Brot für die anderen umwandeln? Glaube ich an die Kraft der eucharistischen Wandlung? Bin ich ein gutes und knuspriges, oder nur ein trockenes und hartes Brot für die Mitmenschen? Um was möchte ich Jesus heute bitten?

Lobpreis 

Herr, gib uns unser täglich Brot.

Hilft, alles Leben ist bedroht,

weil unser satter Sinn vergiesst,

dass du des Brotes Geber bist.

Herr, gib uns unser täglich Brot.

Lass uns bereit sein, in der Not

zu teilen, was du uns gewährt.

Dein ist die Erde, die uns nährt.

Herr, du bist unser täglich Brot.

Du teilst dich aus in deinem Tod.

Wir loben dich und danken dir.

Aus deiner Liebe leben wir.

Vorsatz

Ich versuche mein Brot mit den Mitmenschen, besonders mit den Notleidenden zu teilen.

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Betrachtung zum 17. Sonntag im Jahreskreis A

23.07.2026 weniger...

Eine wertvolle Perle

In jener Zeit sprach Jesus zu den Jüngern: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn und grub ihn wieder ein. Und in seiner Freude ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte den Acker. Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte sie.

Wiederum ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Netz, das ins Meer ausgeworfen wurde und in dem sich Fische aller Art fingen. Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer;sie setzten sich, sammelten die guten Fische in Körbe, die schlechten aber warfen sie weg. So wird es auch bei dem Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern und sie in den Feuerofen werfen. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten ihm: Ja. Da sagte er zu ihnen: Deswegen gleicht jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt (Mt 13,44-52).

Gebet

Herr Jesus Christus, du erzählst uns deine Gleichnisse, um uns das Geheimnis deines Reiches zu erklären. Du ermutigst uns, es zu suchen und zu leben. Alles andere wird uns ja dazu gegeben. So hast du es uns versprochen. Lass uns ganz Ohr werden für das Wort des Lebens, für dein Wort. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir dich mit unserem Herzen hören und verstehen können, damit wir dein Wort im Konkret unseres Lebens vernehmen können. Heiliger Geist, du Geist der Liebe, erfülle uns mit deinem lebendigen Wasser, damit wir zum Leben kommen und Jesus recht verstehen können. Entfache uns neu, damit wir niemanden und nichts über Jesus stellen.

Persönliche Lektüre

Jesus, du bist da! Du willst mit mir sprechen. Welch eine Freude für mich! Hilf mir, ganz für dich da zu sein. Befreie mich von meinen Alltagssorgen und lass mich bei dir ausruhen. Sende mir deinen Heiligen Geist, denn ohne ihn kann ich nichts tun. Heiliger Geist, stehe mir bei und durchflute mein Herz mit deiner unendlichen, selbstlosen Liebe…

Gedanken zur Betrachtung

  1. Der Schatz

Der Schatz ist etwas Kostbares. Meistens meinen wir damit eine angehäufte Menge kostbarer Dinge. Wenn wir sie auf unserem Grundstück finden, gehören sie uns. Sie sichern uns einen materiellen Wohlstand im irdischen Leben. Ein Schatz kann auch für uns eine Sammlung von kostbaren Dingen sein z. B. von alten Münzen oder wertvollen Briefmarken. Als Schatz bezeichnen wir auch gerne die Menschen, die uns wichtig sind, die große Bedeutung für uns haben, die wir einfach sehr lieben. Jesus vergleicht das Himmelreich mit einem Schatz. Wenn wir es finden, sind wir wirklich reich an dem Reichtum Gottes. Jesus selbst ist unser Schatz! In ihm ist das Reich Gottes zu uns gekommen.

Was macht mich wirklich reich? Worin bestehen heute meine Schätze? Habe ich schon das Himmelreich als meinen Schatz entdeckt? Ist Jesus selbst mein echter Schatz? Ist Jesus wirklich alles für mich? Kann ich auf alles andere verzichten, um ihn allein gewinnen zu können?

  1. Das Verlangen

Jesus vergleicht auch das Himmelreich mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Der Kaufmann hat großes Verlangen in seinem Herzen, das Kostbarstes und Wertvollste, das Schönste zu finden. Er sucht nach ihr unermüdlich bei all seinen Geschäften. Und als er sie fand, war er bereit, alles zu verkaufen, um diese eine besonders wertvolle Perle zu besorgen. Der Mensch verlangt nach Liebe und Geborgenheit. Nichts in dieser Welt kann die tiefste Sehnsucht seines Herzen stillen. Nur Gott vermag das. So ist unser Herz unruhig, bis es in ihm, in Gott ruht. Wie oft geben wir aber diese Suche viel zu früh, viel zu leicht, viel zu schnell auf.

Wonach sehne ich mich? Was suche ich wirklich im Leben? Ist Gott die kostbarste Perle, nach der ich mich sehne? Suche ich ihn unermüdlich? Wo kann ich ihn finden? Bete ich zu Gott, dass er dieses Verlangen nach Liebe in mir immer neu entfacht? Bitte ich Gott um das Verlangen des Verlangens nach ihm?

  1. Eine Chance für jedermann

Jesus wollte seine ersten Jünger zu Menschenfischern machen. Sie sollen die Menschen für das Reich Gottes gewinnen. In ihrem Netz sind allerlei Arten von Fischen zu finden. Sie können es eben beim Fischen nicht verhindern, dass auch die schlechten Fische in ihr Netz geraten. Das Himmelreich ist für jedermann. Jedem wird darin die Kirche als Mutter und Heimat angeboten. Im Reich Gottes können auch die Schlechten gut werden. Solange diese Erde währt, hat jedermann eine Chance, für immer bei Gott zu sein. Es liegt aber an uns, uns zu entscheiden, was uns am Ende dieser Welt erwarten wird. Jesus verweigert seine Gnade niemandem!

Freue ich mich darüber, dass ich im Himmelreich einen Platz bekommen werde? Wie lebe ich meine Beziehung zu Jesus? Pflege ich sie täglich? Ist Jesus mein Freund und mein Retter? Gebe ich jedem eine Chance, umzukehren und besser zu werden? Wem verweigere ich einen Platz in der Kirche, in der Familie, in meinem Herzen? Warum? Was will ich nun ändern?

Lobpreis 

Für den König, für den Herrn. 
Für ihn geben wir uns hin.
Seine Ehre unser Ziel, 

nichts bedeutet uns jemals so viel
Für den König, für sein Reich.
Alle Menschen sind hier gleich
Lamm und Löwe sind vereint
und das Licht der Gerechtigkeit scheint.

Alle Ehre König Jesus!
Unsere Herzen, sie fliegen dir zu.
Wir erheben deinen Namen!
Der allein wahre König bist du!

Für den König, für sein Schwert
was den Feind das Fürchten lehrt
unsre Freiheit garantiert
uns zum Schutz unsre Grenze markiert.
Für den König für sein Volk
für die Heerschar, die ihm folgt.
Ihm der uns sein Leben gibt
lasst uns dienen so wie uns er uns liebt!

Alle Ehre König Jesus!
Unsere Herzen, sie fliegen dir zu.
Wir erheben deinen Namen!
Der allein wahre König bist du! (3x)

Vorsatz

Ich versuche, jeden Tag bewusst mit Jesus, meinem Schatz, zu erleben…

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Betrachtung zum 16. Sonntag im Jahreskreis A

18.07.2026 weniger...

Gottes und meine Geduld

In jener Zeit erzählte Jesus der Menge folgendes Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während nun die Menschen schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging weg. Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein. Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut? Er antwortete: Das hat ein Feind getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen? Er entgegnete: Nein, damit ihr nicht zusammen mit dem Unkraut den Weizen ausreißt. Lasst beides wachsen bis zur Ernte und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune!

Er legte ihnen ein weiteres Gleichnis vor und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte. Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; sobald es aber hochgewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum, sodass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.

Er sagte ihnen ein weiteres Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Sea Mehl verbarg, bis das Ganze durchsäuert war. Dies alles sagte Jesus der Menschenmenge in Gleichnissen und ohne Gleichnisse redete er nicht zu ihnen, damit sich erfülle, was durch den Propheten gesagt worden ist: Ich öffne meinen Mund in Gleichnissen, ich spreche aus, was seit der Schöpfung der Welt verborgen war.

Dann verließ er die Menge und ging in das Haus. Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker! Er antwortete: Der den guten Samen sät, ist der Menschensohn; der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Kinder des Reiches; das Unkraut sind die Kinder des Bösen; der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt; die Schnitter sind die Engel. Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch bei dem Ende der Welt sein: Der Menschensohn wird seine Engel aussenden und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gesetzloses getan haben, und werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten. Wer Ohren hat, der höre! (Mt 13, 24-43).

Gebet

Herr Jesus Christus, mit deinen Jüngern kommen wir zu dir. Du bietest uns ein Zuhause. Bei dir sind wir geborgen. Du willst nicht, dass wir in einer Menschenmenge verschwinden, sondern dass wir eine persönliche Beziehung zu dir pflegen. Dir dürfen wir alle Fragen stellen, die uns bewegen. Du hörst uns zu und gibst uns gerne deine Antwort. Mache uns offen für dich. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir deine Gleichnisse richtig verstehen und nach deinem Wort leben können. Heiliger Geist, komm auf uns herab! Durchglühe uns mit deinem Feuer! Reinige und befreie uns von uns selbst. Schaffe uns alle neu!

Persönliche Lektüre

Jesus, es ist gut, dass ich bei dir bleiben darf. Deinem Wort will ich lauschen. Du kennst ja mein Leben und weißt genau, was ich heute brauche. Ich danke dir, dass du dir Zeit für mich nimmst. Schenke mir deinen Geist, damit ich dich verstehen kann. Stärke mich mit deiner Kraft von oben, damit ich wache und dem Bösen zu widerstehen vermag. Heiliger Geist, wirke an mir und durch mich.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Zwei Sämänner…

Das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker macht uns bewusst, dass es zwei Sämänner gibt, die den Acker der Welt, den Acker unserer Herzen besäen: den Menschensohn und den Teufel. Der Menschensohn sät nur den guten Samen und er tut es am hellen Tag. Er muss nichts verstecken. Er meint es eben gut mit uns. Er will, dass der Samen reiche Frucht in uns bringt und uns selbst dient. Der Teufel sät aber das Unkraut, und er macht es heimlich. Er kommt in der Nacht, damit niemand sein Wirken sehen kann. Er ist listig und will, dass der Acker unseres Lebens das Böse hervorbringt, das der guten Saat schadet oder sie sogar erstickt. Wir müssen also wachsam sein, um die schlechte Saat zu verhindern.

Ist mir das Wirken Jesu und das Wirken des Teufels bewusst? Bin ich gegenüber dem Teufel und seinen Verführungen wachsam? Lehne ich seine schlechten Worte ab? Durchschaue ich seine List? Wo lasse ich mich von ihm immer wieder verführen? Warum?

  1. Das Gute pflegen…

Jesus sät den guten Samen. Es sind manchmal ganz winzige, kleine Körner seines Wortes, die unglaubliche Kraft in sich bergen: Aus einem Senfkorn wird ein Baum, der nicht nur dem Besitzer Nutzen bringt, sondern auch den anderen (den Vögeln des Himmels) zur Freude wird. Das Gute aus Gottes Hand wird zu einem Sauerteig, der die Kraft hat, alles zu durchsäuern und zu einem guten Brot für viele zu werden. Das Kleine und Unscheinbare, das aus der Hand Jesu kommt, dürfen wir nicht übersehen. Im Gegenteil, wir sollen es mit Dankbarkeit empfangen, fördern und pflegen. Erst dann werden wir auch die Kraft des Wortes Gottes in unserem Leben erfahren und selbst zum Segen für die anderen werden.

Bin ich offen für den Samen des Wortes Gottes? Nehme ich mir bewusst Zeit, Jesus zuzuhören? Lese ich täglich in der Bibel, um das gute Wort in mich aufzunehmen? Welche Worte Jesu trage ich heute im Herzen? Was haben sie in mir in den vergangenen Tagen bewirkt? Welche Worte sage ich zu den anderen?

  1. Gottes und meine Geduld… 

Das Gleichnis vom Unkraut lehrt uns Geduld. Sie offenbart uns das Denken Gottes. Er allein weiss, wie man mit dem Bösen umgehen soll. Er weiss aber vor allem, wie man das Gute schützen und bewahren kann. Er lässt eben nicht zu, dass wir das Böse mit Gewalt beseitigen und das Gute dabei vernichten. Er kennt unsere Ungeduld. Gott lässt zu, dass Weizen und Unkraut nebeneinander wachen. Er traut dem Guten im Menschen Vieles zu! Er glaubt an den Sieg des Guten in mir. Letztendlich werden es die Engel Gottes und nicht wir sein, die die Gerechtigkeit Gottes walten lassen werden. Sie bringen den Weizen unserer Güte in die Scheune Gottes.

Kenne ich mich? Erkenne ich meine guten und schlechten Seiten? Kann ich auch das Böse in mir erkennen, zulassen und annehmen? Warum nicht? Wie gehe ich damit um? Setze ich mich für das Gute ein? Wo unterlasse ich, das Gute zu tun? Warum? Kann ich überhaupt warten? Wo bin ich ungeduldig mit mir selbst, mit den anderen, mit Gott? Bin ich Gott für seine Geduld mit mir dankbar?

Lobpreis

Du liebst und machst alles neu
und alles wird gut in dir
Mitten in diese Welt
bringst du Hoffnung Herr
durch das Leben das du und schenkst
Du machst alles neu
Du machst alles neu
Jeden Tag und für immer
besteht deine Liebe
Die Hoffnung vergeht nie
Halleluja

Im Glauben nur sehe ich
Du bringst Leben wenn dein Mund spricht
Nichts ist so wie es einmal
vorher war
Ich lebe nun in dir
Du machst alles neu
Du machst alles neu
Jeden Tag und für immer
besteht deine Liebe
Die Hoffnung vergeht nie
Halleluja

Der Himmel steht weit offen
Ich weiß dass ich erwählt bin
Ich lebe nun in dir
Ich lebe nun in dir
Du schenkst neues Leben
Alles dir zur Ehre
Ich lebe nun in dir
Ich lebe nun in dir
Du machst alles neu
Du machst alles neu
Jeden Tag und für immer
besteht deine Liebe
Die Hoffnung vergeht nie
Halleluja

Vorsatz

Ich entscheide mich täglich, wen ich hören will. Der Stimme Jesu will ich aber nichts vorziehen…

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Betrachtung zum 15. Sonntag im Jahreskreis A

10.07.2026 weniger...

Vielfache Frucht

An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees. Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich. Und alle Menschen standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen in Gleichnissen. Er sagte: Siehe, ein Sämann ging hinaus, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen es. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat. Ein anderer Teil aber fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach. Wer Ohren hat, der höre! Da traten die Jünger zu ihm und sagten: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen? Er antwortete ihnen: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen; ihnen aber ist es nicht gegeben. Denn wer hat, dem wird gegeben und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Deshalb rede ich zu ihnen in Gleichnissen, weil sie sehen und doch nicht sehen und hören und doch nicht hören und nicht verstehen. An ihnen erfüllt sich das Prophetenwort Jesájas: Hören sollt ihr, hören und doch nicht verstehen; sehen sollt ihr, sehen und doch nicht einsehen. Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden. Mit ihren Ohren hören sie schwer und ihre Augen verschließen sie, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören und mit ihrem Herzen nicht zur Einsicht kommen und sich bekehren und ich sie heile. Eure Augen aber sind selig, weil sie sehen, und eure Ohren, weil sie hören. Denn, amen, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben sich danach gesehnt zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört. Ihr also, hört, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet. Zu jedem Menschen, der das Wort vom Reich hört und es nicht versteht, kommt der Böse und nimmt weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurde; bei diesem ist der Samen auf den Weg gefallen. Auf felsigen Boden ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort hört und sofort freudig aufnimmt; er hat aber keine Wurzeln, sondern ist unbeständig; sobald er um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt wird, kommt er sofort zu Fall. In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort hört, und die Sorgen dieser Welt und der trügerische Reichtum ersticken es und es bleibt ohne Frucht. Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt Frucht – hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach (Mt 13,1-23).

Gebet

Herr Jesus Christus, du schenkst uns dein lebendiges Wort. Du erzählst uns von deinem himmlischen Vater, damit wir zu ihm finden und uns von ihm heilen lassen. Du säst den Samen deines Wortes großzügig aus. Öffne unsere Herzen und Ohren für dein Wort. Lehre uns hören und verstehen. Erfülle uns neu mit der Kraft deines Geistes, damit wir dein Wort vernehmen und es beantworten können. Heiliger Geist, komm auf uns herab und hilf uns, unser Leben nach dem Wort Gottes auszurichten.

Persönliche Lektüre

Jesus, du hast Zeit für mich! Du hältst bei mir an. Ich setze mich vor dich hin und bin ganz Ohr für dich. Alles andere lege ich beiseite. Lehre mich, auf dein Wort neu zu hören. Sprich mich mit deinem Wort an. Durchbreche die Taubheit meiner Ohren und die Härte meines Herzens. Rede, Herr, denn dein/e Diner/in hört…

Gedanken zur Betrachtung

  1. Hören, bekehren, heilen

Auffallend bei diesem Gleichnis ist, dass der Sämann den Samen auf jeden Boden sät, selbst wenn er weiß, dass er hie und da wenig Chancen auf Wachstum hat. Er ist sogar verschwenderisch im Säen. Ja, Gott hört nicht auf, uns mit seinem Wort anzusprechen. Er will Zwiegespräche mit uns führen. Er tut alles, damit wir den Dialog des Lebens mit ihm aufnehmen. Wir sind ja seine Kinder, seine Geschöpfe. Wenn wir sein Wort hören, es vernehmen, dann kommen wir zur Einsicht und bekehren wir uns zu ihm, dem lebendigen Gott. Erst dann kann er uns heilen, und mit neuem Leben füllen.

Habe ich Zeit für Gott und sein Wort? Nehme ich es demütig an, oder weiche ich ihm aus in der Meinung, es sei für andere bestimmt? Was hat mit Gott in den vergangenen Tagen gesagt? Welche Antwort habe ich darauf gegeben? Trage ich das Wort Gottes in meinem Herzen? Denke ich darüber nach?

  1. Weg, Fels, Dornen

Es gibt viele Menschen, die aus verschiedenen Gründen das Gespräch mit Gott nicht wagen.

Die einen geben sich keine Mühe, um das Wort Gottes zu verstehen. Ihr Herz ist wie ein breiter Weg, auf dem das Einfache und Leichte das Sagen hat. Die anderen haben sogar Freude an Gott und seinem Wort. Sie können aber nicht zu ihm stehen, es umsetzen. Schwierigkeiten, Verfolgung, Meinung der anderen sind ihnen wichtiger als die Stimme Gottes. Die dritten hören zwar das Wort des Herrn, aber die täglichen Sorgen und das Verlangen nach immer mehr ersticken die keimenden Gedanken der Begeisterung und Freude. Sie sind zu schwach, um sich auf das Wort Gottes ganz und gar einzulassen.

Wie höre ich das Wort Gottes? Glauben ich daran, dass es der beste Weg zum Leben und zum Glück ist? Kann ich dem Wort Gottes vertrauen, auch wenn es schwierig ist, auch dann, wenn die anderen es nicht tun? Wonach verlange ich wirklich im Leben? Um was möchte ich heute den göttlichen Sämann bitten?

  1. Vielfache Frucht

Das Gleichnis Jesu endet optimistisch. Es sind doch viele, die das Wort Gottes hören, es verstehen und reiche Frucht bringen. Ja, es sind Menschen, die sich von Gott ansprechen lassen und ihm eine großzügige Antwort geben. Sie haben entdeckt, dass dieses Wort ihnen selbst und auch den anderen gut tut. Sie verlassen sich auf dieses Wort, weil sie wissen, dass Gott treu ist und sein Versprechen hält. Menschen, die sie betrachten, können lebendige Evangelien lesen in Wort und Tat geschrieben.

Wie weit prägt das Wort Gottes mein Leben, meine täglichen Entscheidungen? Welche Früchte hat das Wort des Herrn in meinem Leben gebracht? Danke ich Gott für sie?  Teile ich sie mit den anderen? Freue ich mich über die guten Früchte der anderen? Können die Mitmenschen das Evangelium Jesu an mich erkennen?

Lobpreis 

Herr, öffne du mir die Augen.
Herr, öffne du mir das Herz.
Ich will dich sehen.
Ich will dich sehen. 2x

Ich will dich sehen in deiner Pracht,
Leuchtend, erhoben und herrlich.
Gieß aus deine Liebe und Macht.
Wir singen: Heilig, heilig, heilig.
 

Herr, öffne du mir die Augen.
Herr, öffne du mir das Herz.
Ich will dich sehen.
Ich will dich sehen. 2x

Ich will dich sehen in deiner Pracht,
Leuchtend, erhoben und herrlich.
Gieß aus deine Liebe und Macht.
Wir singen: Heilig, heilig, heilig.

Vorsatz

Jeden Tag werde ich mich vom Wort Gottes ansprechen lassen.

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Betrachtung zum 14. Sonntag im Jahreskreis A

01.07.2026 weniger...

Lernt von mir…
Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht (Mt 11,25-30).

Gebet

Herr Jesus Christus, du lädst uns alle ein, zu dir zu kommen. Wie gut tut uns deine Gegenwart! Wie schön ist es, bei dir willkommen zu sein! Herr, du kennst die Last unseres Lebens. Du willst uns Ruhe verschaffen. So wollen wir vor dir unsere Herzen ausschütten, sie vor dir sprechen lassen. Nimm uns in deine Arme und drücke uns an dein gütiges Herz. Mehr brauchen wir ja nicht. Verschaffe uns Ruhe in deinem Heiligen Geist. Sende ihn neu aus, damit wir belebt und neu entfacht werden. Heiliger Geist, wirke mächtig an uns und durch uns!

Persönliche Lektüre

Jesus, deinem Wort will ich lauschen. Du hast immer ein gutes Wort für mich. Rede du zu meinem Herzen. Offenbare mir die Geheimnisse deines Herzens und bilde mein Herz nach deinem Herzen. Mache mein Herz deinem gütigen und demütigen Herzen gleich. Für dich allein will ich einfach da sein, du mein Meister und Herr.

Gedanken zur Betrachtung

1. Freude am Glauben

Jesus offenbart uns sein Herz und will, dass wir von ihm lernen, ein Herz für Gott und für die Mitmenschen zu haben. Das Herz Jesu ist voll Freude und Dankbarkeit. Jesus freut sich über den Glauben der Menschen, besonders jener, die unmündig sind. Sie haben nämlich ein offenes Herz für Gott und stellen nicht alles in Frage. Sie können vertrauen und sich auf Gott verlassen. Sie merken, dass der Glaube ein Geschenk des Vaters ist, der sich uns zeigt, uns seine Liebe schenkt und auf unsere Antwort wartet. Ja, Gott, der Vater, wollte, dass wir durch Jesus zum Gauben kommen. Wir dürfen und können heute glauben…

Bin ich Gott dankbar, dass ich ihn kenne? Glaube ich heute? Lerne ich Jesus immer besser kennen zu lernen und lieben? Wie reagiere ich, wenn ich erfahre, dass Jesus Freude an meinem Glauben hat? Kann ich mich über den Glauben der Mitmenschen freuen? Preise ich Gott dafür, dass ich und die anderen an ihn glauben können? Will ich meinen Glauben weitergeben?

2. Kommt alle zu mir 

Jesus hat ein Herz für die Menschen. Alle dürfen zu ihm kommen. Mehr noch, sie sollten zu Jesus kommen, weil sie sonst nirgendwo Ruhe finden können als nur an seinem gütigen Herzen. Wer aber kommt gerne zu Jesus? Menschen, die sich plagen und schwere Lasten zu tragen haben. Alle anderen kommen nicht, weil sie meinen, dass sie selbst ohne Jesus mit allem zurechtkommen können. Wie gut ist es zu wissen, dass Jesus immer auf uns wartet, dass er immer Zeit hat für uns, dass er uns Ruhe in all unserer Unruhe verschaffen will! Wie gut tut uns diese Zuversicht!

Mit welchen Plagen und Lasten habe ich momentan zu tun? Was belastet mich schon seit Jahren? Bei wem suche ich zuerst Hilfe in all meinen Nöten? Komme ich zu Jesus mit allem, was ich bin und was mich beschäftigt? Wann hat mir Jesus ein letztes Mal Ruhe verschaffen? Kann ich mich am Herzen Jesus bergen in allen Gewittern meines Lebens?

3. Das Joch Jesu

Jesus schenkt unseren Herzen einen tiefen Frieden. Er lädt mich dazu ein, dass ich sein Joch auf mich nehme und von ihm die Kunst des Lebens lerne. Erst dann werde auch ich allmählich gütig und von Herzen demütig. Wie geht das? Jesus teilt mit mir sein Joch, das heißt er trägt es schon. Es fehlt nur mein Teil daran. Wenn wir beide unter dem gleichen Joch stehen und gehen, dann sind wir stark und teilen alles miteinander. Auf diese Weise drückt sein Joch nicht und seine Last ist leicht.

Bin ich bereit, mit Jesus zu gehen? Will ich von ihm die Kunst des Lebens lernen? Will ich mit Jesus daran arbeiten, dass alle Menschen zum Glauben an Gott finden? Welches Joch Jesu ist für mich noch schwer? Was belastet mich in seiner Nachfolge? Will ich all das mit ihm teilen? Wann habe ich den Segen der Lehre, der Gebote Jesu erfahren? Wird auch mein Herz seinem Herzen, wenn nicht gleich, dann wenigstes ähnlich?

Lobpreis

Verwundet, schwach, ein Sünder,
verloren, wenn du stirbst.
O, heb den Kopf, weil Liebe um dich wirbt.

Komm zu Jesus,
komm zu Jesus,
komm zu Jesus und leb.

Jetzt ist die Last verschwunden,
ins tiefste Meer versenkt.
Sein Tod hat dir das Leben neu geschenkt.

Nun sing zu Jesus,
sing zu Jesus,
sing zu Jesus und leb.

Hab keine Angst zu krabbeln,
als neugebornes Kind.
Vergiss nicht, manchmal fallen wir auch hin.

Vorsatz

In jeder Notsituation wende ich mich zuerst an Jesus, der mir doch Ruhe verschaffen will.

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Betrachtung zum 13. Sonntag im Jahreskreis A

26.06.2026 weniger...

Die größte Liebe
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht wert. Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist – Amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen (Mt 10,37-42).

Gebet

Herr Jesus Christus, du meinst es gut mit uns! Darum verlangst du von uns die größte Liebe. Sie ist eine Antwort auf deine grenzenlose und verzeihende Liebe, die du selbst uns geschenkt hast und jeden Tag neu schenkst. Diese Liebe gebührt dir allein und erst in dir und durch dich jedem Menschen, dem wir begegnen. Ohne dich, ohne Erfahrung deiner selbstlosen Liebe können wir nicht wirklich lieben. Herr, schenke uns deinen Geist der Liebe, damit wir dich über alles lieben können. Heiliger Geist, gieße deine Liebe in unseren Herzen aus! Befähige uns zur Liebe: Sie zu empfangen und weiterzugeben.

Persönliche Lektüre

Jesus, du schaust in meine Augen. Du kennst meine Eigenliebe. Du kennst meine Liebe zu meinen Eltern und Verwandten. Dir möchte ich heute mein Herz schenken. Befreie mich von mir selbst. Öffne mein Herz für deine Liebe und für alle, in denen ich dich lieben soll. Jesus, dir allein gehört mein ganzes Herz und meine Liebe. Nur dich will ich lieben…

Gedanken zur Betrachtung

  1. Jesus mehr lieben…

Jesus kennt unser Herz. Er weiß, dass die menschliche Liebe, selbst die Liebe der Eltern zu ihren Kindern oder der Kinder zu ihren Eltern, die Sehnsucht des Herzen nicht stillen kann. Unser Herz ist größer. Nur Gott kann es mit seiner Liebe füllen und erfüllen. Wenn wir eine andere Liebe höherstellen als jene zu Jesus, dann täuschen wir uns selbst. Wir machen uns oft zu Sklaven der menschlichen Liebe, oder meinen, die Mitmenschen aus uns selbst wirklich lieben zu können. Mehr noch, die anderen werden uns wichtiger als Gott selbst, sie werden zu unseren Götzen. Außerdem können die Mitmenschen zu einem Hindernis auf unserem Weg zu Gott werden.

Habe ich schon eine wahre Liebe erfahren? Fühle ich mich von Jesus selbstlos geliebt? Kann ich die Mitmenschen lieben, mich für sie hingeben? Wo versage ich in der Liebe immer wieder? Wem schenke ich mein Herz? Sage ich Jesus, dass ich ihn liebe und immer mehr lieben will? Kann ich heute aus ehrlichem Herzen sagen: „Jesus, ich liebe dich.“?

  1. Mein tägliches Kreuz… 

Zuerst spricht Jesus von der Liebe, erst dann vom Kreuz. Eben aus Liebe sind wir fähig, etwas Schweres auf uns zu nehmen. Die Liebe gibt uns Kraft, das tägliche Kreuz auf uns zu nehmen und Jesus nachzufolgen. Die Liebe! Ohne sie wäre das tägliche Kreuz unerträglich. Mit ihr wird es erträglich. Klar, das Tragen des Kreuzes verlangt von uns Hingabe. Wenn wir uns hingeben, verlieren wir unser Leben. Dadurch kommen wir aber erst recht zum Leben, das nicht aus uns selbst ist, das Gott selbst uns schenkt. Sich nur über das Kreuz zu beklagen, ziemt dem Jünger Jesus nicht. Er weiß ja, was sein Meister für ihn getan hat.

Was ist mein tägliches Kreuz? Wie begegne ich ihm täglich? Nehme ich es auf mich? Trage ich es mit Jesus und für Jesus? Was verlangt das täglich Kreuz von mir ab? Wo habe ich das Kreuz als Segen erfahren? Mit welchem Kreuz meines Lebens bin ich nicht einverstanden? Will ich mich mit ihm versöhnen?

  1. Im Mitmenschen Jesus lieben…

Jesus zeigt uns, wie diese Liebe zu ihm konkret aussehen soll. Er sendet zu uns Propheten, Gerechte und Kleine, die zu ihm gehören, die ihn kennen. Er selbst will in ihnen aufgenommen sein. So kann er unser Leben bereichern und verändern. Der Prophet weist uns darauf hin, was vor Gott gilt. Der Gerechte zeigt uns, wie zu leben ist. Der Kleine offenbart uns, dass Gott Freude an denen hat, sie alles von ihm und nicht von sich selbst erwarten. Es ist schwierig sie auszunehmen und zu lieben, weil sie uns herausfordern und unser Leben in Frage stellen. Der Lohn dafür ist aber nicht mit dem zu vergleichen, was uns diese liebende Aufnahme eines Propheten, eines Gerechten oder eines Klines kostet.

Erkenne ich in den Mitmenschen die Gesandten Gottes? Wer ist für mich heute ein Prophet? Wer ist für mich ein Gerechter? Warum? Wie begegne ich ihnen? Lasse ich mich von ihnen, von ihrem Vorbild belehren? Wie begegne ich den Kleinen? Nehme ich sie wahr? Was kann ich von ihnen lernen? Habe ich vor Gott das Herz eines Kindes?

Lobpreis

Ich hab gewartet und gewacht, 

und kommt der Morgen, geht die Nacht. 

Ich will Dich sehn, ich will Dich sehn.

Ich fliehe alles, was mich hält;

was mir genügt in dieser Welt, 

ist Dich zu sehn, ist Dich zu sehn. 

Und aller Reichtum ist wie Sand vor dieser Schönheit, die ich fand. 

Ich hab noch nie eine Liebe wie die Deine gefunden; 

nichts kann mich trösten wie ein Blick von Dir. 

Stiller Begleiter meiner einsamen Stunden, Freund bist Du mir. 

Ich warte auf den Morgenstern, 

unendlich nah und doch noch fern. 

Ein Blick von Dir, ein Blick von Dir. 

Und meine Schätze bring ich Dir, 

meine Zeit verschwend ich 

für den Blick von Dir, den Blick von Dir. 

Und aller Reichtum ist wie Sand, vor dieser Schönheit, die ich fand. 

Ich hab noch nie eine Liebe wie die Deine gefunden; 

nichts kann mich trösten wie ein Blick von Dir. 

Stiller Begleiter meiner einsamen Stunden, Freund bist Du mir. 

So lass mein Herz schmelzen wie Wachs 

unter dem Blick Deiner Liebe. 

Lass mein Herz schmelzen wie Wachs

 unter dem Blick Deiner Liebe. 

Und aller Reichtum ist wie Sand vor dieser Schönheit, die ich fand. 

Ich hab noch nie eine Liebe wie die Deine gefunden; 

nichts kann mich trösten wir ein Blick von Dir. 

Stiller Begleiter meiner einsamen Stunden, Freund bist Du mir. 

Vorsatz

Jeden Morgen nehme ich mein Kreuz auf mich und trage es mit Jesus ohne Murren.

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Betrachtung zum 12. Sonntag im Jahreskreis A

19.06.2026 weniger...

Wie viele Haare habe ich auf meinem Kopf?
 In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Fürchtet euch nicht vor den Menschen! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht, und was man euch ins Ohr flüstert,
das verkündet auf den Dächern! Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch eher vor dem, der Seele und Leib in der Hölle verderben kann! Verkauft man nicht zwei Spatzen für einen Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen. Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen
 (Mt 10, 26-33).

Gebet

Herr Jesus Christus, du sendest uns aus, dein Werk fortzusetzen. Wir sollen Zeugnis von dir vor den Menschen ablegen. Du nimmst jede Angst aus unseren Herzen, damit wir dies tun können. Sei du stets bei uns. Erfülle uns mit deinem Geist der Stärke und des Mutes, damit wir uns zu dir bekennen können. Mache uns fähig, dein Evangelium zu hören und zu leben. Heiliger Geist, komm auf uns herab und sende uns neu aus. Erfülle uns mit deinem Feuer, dass wir voll Begeisterung Zeugnis für Jesus ablegen können.

Persönliche Lektüre

Jesus, du vertraust mir. Du traust mir so viel zu, mehr als ich mir selbst. Gebrauche mich in deinem Dienst. Ich bin bereit, dir zu folgen und für dich zu leben. Bewahre mich davor, dich vor den Mitmenschen zu verleugnen. Mache meine Gedanken, meine Worte und Taten rein und klar. Dein Heiliger Geist läutere mich und mache mich durchsichtig für dein Wirken an mir und durch mich. Komm auf mich herab, Heiliger Geist!

Gedanken zur Betrachtung

  1. Mich zu Jesus bekennen

Es ist eine ernsthafte Aufgabe, die wir von Jesus bekommen. Wir sollen uns zu ihm vor den Menschen bekennen, wir sollen Farbe als Christen bekennen. Der Glaube ist eben keine Privatsache. Wir müssen zu ihm stehen selbst dann, wenn wir dabei/dafür verfolgt

 oder gar getötet werden. Sonst haben wir nicht zu erwarten, dass Jesus sich zu uns vor seinem himmlischen Vater bekennen würde… Wenn wir wirklich Jesus lieben, verstehen wir, was er damit meint… Es gäbe ja keine echte Ehe, wenn der Mann sich seiner Frau schämen würde oder umgekehrt. In der Ehe halten die Partner zueinander.

Wie sieht heute meine Beziehung zu Jesus aus? Kenne ich ihn? Vertraue ich ihm? Liebe ich ihn? Bekenne ich öffentlich meinen Glauben in der Ehe, Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz, auf der Strasse? Wie tue ich das? Vor welchen Menschen verschweige ich meinen Glauben? Warum? Was will ich hier ändern?

  1. Wen fürchte ich wirklich?

Jesus ermutigt uns dreimal keine Angst vor den Menschen zu haben! Sie können uns verfolgen und sogar unseren Leib töten. Sie können uns aber nicht besiegen, wenn sie unserer Seele nicht schaden. Manchmal achten wir aber mehr auf die Meinung der Mitmenschen, als auf das, was Jesus uns sagt… Wir sollen aber Angst vor dem haben, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann. Ja, wir

sollen uns vor dem Teufel fürchten, der unser Heil gefährden kann. Wir sollen uns vor ihm hüten, dass er uns nicht von Jesus mit seiner List wegbringt.

Wovor haben ich Angst? Vor wem habe ich heute Angst? Warum? Achte ich mehr auf Jesus als auf die Mitmenschen und ihre Meinung? Wie begegne ich den Mitmenschen, die mich wegen meines Glaubens auslachen, verspotten, verfolgen? Kann ich für sie beten? Fürchte ich den Teufel und seine Lügen? Wo lasse ich mich von ihm immer wieder verführen? Warum?

  1. Gott zählt sogar die Haare auf meinem Kopf! 

Ich bin nicht fähig, die Anzahl meiner Haare festzustellen. Jeden Tag verliere ich das eine oder andere davon. Die anderen wachsen wieder nach. Jesus kennt sie aber alle! Wie zärtlich seine Liebe zu mir ist, wenn er sogar für solche Sachen besorgt ist! Er hält mein Leben in seiner Hand. Er meint es gut mit mir, selbst dann, wenn ich zu kämpfen, zu leiden oder zu zweifeln habe… Er kennt mich durch und durch und weiss alles über mich. Er beschützt mein Leben und macht es gesund und heil. Seinen guten Händen darf ich mich anvertrauen, wenn ich auf die Mitmenschen zu gehe.

Glaube ich der Liebe Gottes zu mir? Wie erfahre ich sie konkret? Komme ich mit allem zu Jesus, meinem Freund und meinem Heiland? Was sage ich Jesus nicht? Warum? Was will ich nun in meiner Beziehung zu Jesus ändern? Was will ich heute Jesus anvertrauen? Wo darf heute Jesus für mich sorgen?

Lobpreis

Ruft zu dem Herrn, alle Enden der Welt!
Ehre und Dank dem, der alles erhält.
Himmel und Erde erhebt ihn und singt,
wenn sein Name erklingt.
Wir preisen dich, du hast Großes getan.
Wir kommen vor dich und beten an.
Dank sei dir, Herr, du bist unvergleichlich gut.

Mein Jesus, mein Retter,
keiner ist so wie du.
Lobpreis sei dir, jeden Tag mehr,
für deine große Liebe, Herr.
Mein Tröster, mein Helfer,
du bist mir Zuflucht und Kraft.
Alles in mir beugt sich vor dir.
Du bist hoch erhoben, Herr!

Vorsatz

Ich bekenne mich öffentlich zu Jesus, indem ich den anderen von ihm erzähle.

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Betrachtung zum 11. Sonntag im Jahreskreis A

11.06.2026 weniger...

Arbeiter für die Ernte Gottes

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden! Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen. Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes, Philíppus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskáriot, der ihn ausgeliefert hat. Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht den Weg zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samaríter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel! Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe! Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben (Mt 9,36-10,8)

Gebet

Herr Jesus Christus, du selber wählst die Arbeiter für deine Ernte. Wie schön ist es, dass du uns zur Mitarbeit einlädst und uns gebrauchen willst. Wir danken dir dafür. Mache uns ganz offen für deinen Auftrag auf dieser Erde und hilf uns, ihn mit Freude zu erfüllen. Durchglühe uns mit der Kraft deines Geistes, dass wir den Menschen dein Evangelium verkünden und ihnen beistehen können. Mache uns zu glaubwürdigen Zeugen deiner frohen Botschaft. Heiliger Geist, befähige uns das Werk Jesu fortzusetzen. Mache uns zu geisterfüllten Mitarbeitern Jesu.

Persönliche Lektüre

Jesus, du kennst mich, du kennst meinen Namen. Du berufst mich beim Namen. Ich danke dir, dass ich für dich so wichtig bin. Du teilst mit mir dein Missionswerk. Ich darf dir dabei helfen. Sprich nun zu meinem Herzen. Sage mir, wie es nach deinem Willen gehen soll. Sei du mein Begleiter und mein Alles. Ich stelle mich dir zur Verfügung. Erleuchte mich durch deinen Heiligen Geist, dass ich dich verstehe und dein Evangelium verkünde in Wort und Tat. Heiliger Geist, führe und leite mich.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Die Arbeiter – eine Gabe des Herrn

Jesus hat immer Mitleid mit uns Menschen, weil wir wie Schafe sind, die keinen Hirten haben. Er will uns nicht allein lassen. Er ist ja zu uns gekommen, um uns seine Liebe und Gemeinschaft erfahren zu lassen. Er empfiehlt uns also Gott um Arbeiter für seine Ernte zu bitten. Er allein kann sie an sein Herz ziehen und zu einem Dienst in seiner Kirche bestellen. Er kennt ja die Herzen der Menschen. Unsere Aufgabe dabei ist, den Herrn um neue Berufungen zu bitten, sie bei ihm zu erflehen.

Danke ich dem Herrn für alle, die in seiner Kirche arbeiten? Bete ich täglich für sie? Erbitte ich neue Berufungen zum Ordensleben und zum Priesteramt? Glaube ich daran, dass der Herr der Ernte sie uns nicht vorenthalten kann?

  1. Beim Namen gerufen

Jesus schaut immer auf einen konkreten Menschen. Ihn interessiert die Menge nicht. Er will Beziehungen schaffen, die verbinden und tragen. Darum nimmt er sich Zeit, um jeden einzelnen der Apostel beim Namen zu rufen. Hinter jedem Namen dieser Namen verbirgt sich ein konkreter Mensch, eine konkrete Geschichte, eine Berufung. Der Herr schließt sie nicht aus. Er nimmt sie in seine Sendung auf. Er beruft Arbeiter in seine Ernte, die nicht perfekt und heilig sind. Nur so können sie wirklich die Kraft des Evangeliums an sich selbst erfahren und sie den Mitmenschen anbieten.

In welcher Beziehung zu Gott stehe ich? Wie sehen heute meine Beziehungen aus? Bin ich Gott für meine Lebensgeschichte dankbar? Wie hilft mir meine Lebensgeschichte das Evangelium glaubwürdigt zu bezeugen? Wann habe ich die Kraft des Evangeliums an mir selbst erfahren? Wie denn?

  1. Die Vollmacht Jesu

Jesus weißt genau, dass seinen Arbeiter nicht allein gehen können. Er sendet sie aus zu zweit. Mehr noch er gibt ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutrieben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen. Sie sollen sie voll in Anspruch nehmen, weil sie wissen von wem sie beschenkt wurden. Ja, umsonst sollten sie handeln, weil sie alles umsonst bekommen haben.

Welcher Gemeinschaft der Kirche gehöre ich an? Welche Vollmacht habe ich als Christ von Jesus bekommen? Handle ich in der Kraft Gottes? Wie hat sich das Wirken Gottes durch mich gezeigt? Glaube ich daran, dass Jesus grösser ist als alle unreinen Geister, Krankheiten und Leiden dieser Welt?

Lobpreis 

Wir erheben uns im Glauben
Wachen aus dem Schlafe auf
Denn wir hören seine Stimme
Und die Sonne geht schon auf

Es ist Zeit, den Herrn zu suchen
Unsere Herzen werden warm
Denn der Tag ist schon ganz nahe
Und so viele sind noch arm 2x
Und so viele sind noch arm

Heiliger Herr, Herr der Heerscharen
Wir preisen deine Macht
Du gehst voran wie die strahlende Sonne
Und führst uns aus der Nacht 2x

Jeden Ort, auf den wir treten
Gibst Du uns in unsere Hand
Die Gefangenen auf dem Wege
Schließen sich dem Zuge an
Ihre Ketten werden brechen
Denn sie beten mit uns an
 

Heiliger Herr, Herr der Heerscharen
Wir preisen deine Macht
Du gehst voran wie die strahlende Sonne
Und führst uns aus der Nacht 2x

 Vorsatz

Ich danke dem Herrn für alle Hirten der Kirche und bitte um neue Berufungen.

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Betrachtung zum Fronleichnamsfest im Jahreskreis A

04.06.2026 weniger...

Das Leben in sich haben…
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt. Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag. Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben, sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit (Joh 6,51-58).

Gebet

Herr Jesus Christus, du bist für immer bei uns geblieben im Allerheiligten Sakrament des Altares. Jederzeit dürfen wir zu dir kommen. Bei dir sind wir immer willkommen. Du hast Zeit für uns, viel Zeit. Du schaust nie auf die Uhr und sagst nie, dass du den nächsten Termin hättest. So nehmen auch wir uns Zeit für dich. Wir wollen dir begegnen, dich anbeten, uns mit dir vereinigen. Schenke uns deinen Geist, dass wir deiner Gegenwart in der Kommunion glauben, dass sie unsere Freude und unsere Kraft ist für jeden Tag. Heiliger Geist, entfache uns neu in der Liebe zu Jesus und zu unseren Schwestern und Brüdern. Heiliger Geist, fall auf uns herab und erfülle uns mit Leben!

Persönliche Lektüre

Jesus Christus, du bist da. Du verbirgst dich unter der Gestalt des Brotes. Ich glaube an deine Gegenwart im Allerheiligsten Sakrament. Vor dir verneige ich mich. Dich bete ich an. Bei dir bin ich geborgen. Dir schenke ich mein ganzes Herz. Du bist mein und ich bin dein. Mehr brauche ich nicht. Ziehe mich an dein Herz und rede zu meinem Herzen.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Kein Leben in sich haben…

Jesus sagt uns heute ein mächtiges Wort: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Damit meint er die Heilige Kommunion. Ohne sie, ohne Jesus selbst haben wir das Leben nicht in uns. Wir leben zwar dem Körper nach, aber das wahre (göttliche) Leben fehlt uns. Die Kommunion ist also nicht für die Auserwählten. Sie ist nicht nur zu Weihnachten oder zu Ostern zu haben. Dieses Sakrament heisst auch die Eucharistiefeier und nicht die erste (und letzte?) Kommunion. NEIN. Hier geht es um das Wesentliche, um Sein oder nicht Sein. Entweder empfangen wir die Kommunion und haben damit das Leben in uns, oder eben nicht. Dann aber wählen wir den Tod. Wie viele lebende tote Katholiken gibt es heute!

Wovon lebe ich heute? Bin ich mit meinem Leben zufrieden? Welche Rolle spielt die Heilige Kommunion in meinem Leben? Wie oft empfange ich sie, empfange ich Jesus? Wie empfange ich ihn? Sehne ich mich nach ihm?  Labe ich aus ihm, durch ihn? Ist er meine Kraft und Stärke? Wie erlebe ich eine Eucharistiefeier ohne Kommunion?

  1. Jesus in mir und ich in Jesus

Wie innig liebt uns Jesus! Er sagt uns: Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm. Ineinander bleiben. Inniger noch als die Eheleute beieinander bleiben! Ist das nicht das Geheimnis des christlichen Lebens? Eine so enge und lebendige Liebesbeziehung zu Gott zu haben? Mehr noch, wir dürfen sie leben. Wie anders sieht mein Leben aus, wenn ich weiss, dass Jesus in mir ist! Er hilft mir ja bei allem, er freut sich an allem, was gut ist in mir. Für ihn meide ich alles, was ihn verletzen könnte und unsere Einheit stören, oder gar trennen könnte. Ein inniger Blick aufeinander ändert alles…

Habe ich Zeit nach der Kommunion, um mich über Jesus zu freuen und ihm zu danken? Was sage ich Jesus, wenn er zu mir kommt in der Gestalt des Brotes? Leise ich ihn wirklich in mein ganzes Herz herein? Was verheimliche ich vor ihm? Wo bin ich heute mit Jesus nicht eins? Was trennt uns heute voneinander? Wie will ich die Einheit wiederherstellen?

  1. In Ewigkeit leben…

Jesus sagt uns heute: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das tägliche Brot gibt uns ein wenig Kraft zum Leben. Dann müssen wir es wieder essen. Das Brot vom Himmel, die Heilige Kommunion gibt uns das ewige Leben, und zwar schon heute. Sie ist Vorgeschmack von dem, was uns im Himmel in ganzer Fülle erwartet. Wir leben schon heute die Ewigkeit. Wenn wir die Kommunion empfangen, dann ist der Himmel, Gott selbst in meinem Herzen gegenwärtig. Willst du in den Himmel gehen? Empfange ihn schon heute in der Heiligen Kommunion. Wage es heute, ewig zu leben, indem du das lebendige Brot genießest.

Will ich ewig leben? Wie stelle ich mir die Ewigkeit vor? Freue ich mich darüber, dass Jesus für meine Ewigkeit besorgt ist? Nehme ich das Geschenk der Kommunion ernst? Ist mein Leben ein Lobgesang auf den lebendigen Gott, der es gewagt hat, in mir Wohnung zu nehmen, mit mir zu leben, mir zu dienen?
Lobpreis

Darum lasst uns tief verehren
ein so großes Sakrament;
dieser Bund soll ewig währen,
und der alte hat ein End.
Unser Glaube soll uns lehren,
was das Auge nicht erkennt.

Gott, dem Vater und dem Sohne
sei Lob, Preis und Herrlichkeit
mit dem Geist im höchsten Throne,
eine Macht und Wesenheit!
Singt in lautem Jubeltone:
Ehre der Dreieinigkeit! Amen.

Vorsatz

Ich versuche jede Stunde mit Jesus, den ich in der Heiligen Kommunion empfangen habe, zu leben.

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Betrachtung zum Dreifaltigkeitssonntag im Jahreskreis A

30.05.2026 weniger...

Ewige Liebe

Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat (Joh 3,16-18).

Gebet

Herr Jesus Christus. Du offenbarst uns den Vater und den Geist. Durch dich haben wir Zugang zum Innersten Gottes. Du lädst uns in die Gemeinschaft des dreifaltigen Gottes ein. Du willst nicht, dass wir allein bleiben. Wir preisen dich für die unendliche Liebe der Dreifaltigkeit, in die wir eintauchen dürfen. Wir preisen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist. Wir verneigen uns voller Ehrfurcht vor dir und sprechen: Die Ehe sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Persönliche Lektüre

Jesus, du bist gekommen, um zu retten und nicht um zu richten. Hilf mir, dir zu vertrauen. So sehr sehne ich mich nach deiner ewigen Liebe und so schwer tue ich mich damit, sie anzunehmen. Hilf mir zu glauben. Jesus, lass mich vor dir mit einem offenem Herzen verweilen und ziehe mich an dein Herz, an das Herz des Vaters, in die Liebe des Geistes. Jesus, ich vertraue auf dich!

Gedanken zur Betrachtung

  1. Ewige Liebe

Wir singen gerne von der ewigen Liebe und wollen, dass sie wirklich ewig hält und uns nie enttäuscht. Die Erfahrung zeigt uns eben viel zu schmerzlich, wie brüchig die Liebe zwischen den Menschen ist… Jesus lässt uns den Einen erkennen, der ewig liebt, dessen Liebe ewig hält. Er meint mit dieser Liebe seinen Vater und die ewige Gemeinschaft, die ihn mit dem Vater und dem Heiligen Geist seit Ewigkeit her verbindet. Ja, ohne Gemeinschaft, ohne den anderen können wir die Erfahrung der Liebe nicht machen. Gott, der Vater, liebt seinen Sohn und der Heilige Geist ist die Liebe, die sie beide verbindet. Interessanterweise ist im Hebräischem das Wort „Ruah“ – Geist weiblich. Ist somit die Dreifaltigkeit nicht ein Vorbild jeder echten Familie, jeder echten Gemeinschaft?

Wonach verlangt heute mein Herz? Was ist die tiefste Sehnsucht meines Herzens? Habe ich schon eine echte menschliche Liebe erfahren? Wo und wann wurde ich in der Liebe verletzt und enttäuscht? Will ich, dass die Liebe Gottes meine Wunden und Verletzungen heilt?

  1. Liebe, die sich mitteilt

Gott ist die Liebe, sagt uns der Hl. Johannes Evangelist. Er ist diese echte Liebe, die über sich hinauswachsen will. Gott teilt sich uns, den Menschen mit. Er will uns Anteil an seiner grenzenlosen, ewigen Liebe schenken. Diese Liebe Gottes ist sehr konkret! Sie zeigt sich in dem, dass Gott uns alle ins Leben gerufen hat. Sie zeigt sich in dem, dass er uns stets am Leben erhält und Tag und Nacht begleitet. Sie erweist ihre Stärke vor allem darin, dass sie bereit ist alles für uns zu geben, auch sich selbst. Gott, der Vater hat für uns seinen geliebten Sohn hingegeben. Jesus hat sich dem Tod für uns aus Liebe ausgeliefert. Der Heilige Geist hört damit nicht auf, diese Liebe Gottes in unseren Herzen auszugießen, damit wir ihr endlich glauben und sie beantworten können. Ja, Gott hat die Welt, Gott hat DICH so sehr geliebt!!!

Glaube ich daran, dass Gott mich seit Ewigkeit her liebt? Kann ich diese Liebe annehmen und mir zu Eigen machen? Wie habe ich sie konkret erfahren? Kann ich über die Liebe Gottes staunen? Freue ich mich an dieser Liebe? Lasse ich mir von Jesus vergeben, damit die Liebe in meinem Herzen Wohnung nehmen kann?

  1. Glaube, der in der Liebe wirksam ist

Johannes sagt uns, dass diese Liebe des dreieinigen Gottes uns zuteil werden kann, indem wir Gott glauben, indem wir seiner Liebe glauben, sie annehmen. Das geschieht, indem wir uns das Denken und die Liebe Gottes zu Eigen machen, indem wir aufhören, die Menschen zu richten und tun alles, um sie zu retten. Besser gesagt, um sie zu dem einzigen Retter der Welt, zu Jesus zu führen. Wer die echte Liebe Gottes erfahren hat, kann sie nicht für sich behalten. Er will sie mit seinem Leben beantworten und allen Menschen von seinem Glück erzählen.

Glaube ich Jesus und seiner Liebe? Welche Gedanken begleiten mich, wenn ich den Mitmenschen begegne? Richte und urteile ich über sie? Will ich, dass sie gerettet werden? Was tue ich dafür? Jesus hat sein Leben für die anderen gegeben, und ich? Bitte ich den Heiligen Geist, dass er die Menschen zum Glauben an Jesus befähige?

Lobpreis

Licht dieser Welt Du strahlst in unserer Nacht auf

Leuchtest den Weg lässt mich sehn

Herr Deine Schönheit lässt mich anbeten

Ewig werd’ ich vor Dir stehn

 

Ich will Dich anbeten

Will mich vor Dir beugen

Will Dir sagen Du nur bist mein Gott

Denn Du allein bist herrlich

Du allein bist würdig

Du nur bist vollkommen gut zu mir

 

Herr aller Zeiten Du bist hoch erhaben

Herrlich im Himmel erhöht

Doch voller Demut kamst Du auf diese Erde

Zeigst vorin Liebe besteht

 

Herr nie begreife ich die Last, 

die Du am Kreuz getragen hast 

Vorsatz

Ich werde niemanden mehr richten, sondern versuchen, ihn zu retten…, und wenigsten für die anderen zu beten.

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Betrachtung zum Pfingstsonntag im Jahreskeirs A

20.05.2026 weniger...

Empfangt den Heiligen Geist 
Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte,
hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten
(Joh 20,19-23).

Gebet

Jesus Christus, du bist der Herr. Du bist der Sieger über Sünde, Tod und den Satan. Du schenkst uns Anteil an deinem Sieg durch die Kraft des Heiligen Geistes. Nur in seiner Kraft können wir die Sendung erfüllen, die du uns aufgetragen hast. Nur aus seiner Kraft können wir die Vergebung der Sünden spenden. Sende uns jeden Tag neu deinen Heiligen Geist. Mach uns offen für sein Wirken unter uns und für all seine Gaben und Charismen. Heiliger Geist, fall auf uns herab und entfache uns neu im Dienst an Gott und den Mitmenschen. Sei du unsere Freu​de und die Seele unserer Seele. Belebe uns und schaffe uns neu!

Persönliche Lektüre

Jesus, du forderst mich auf, deinen Heiligen Geist zu empfangen. Du kennst meinen Stolz und meine falsche Selbstsicherheit. Befreie mich von mir selbst. Schenke mir das Herz des Kindes, das offen ist für die Geschenke des Himmels. Vor dir strecke ich meine leeren Hände aus und öffne sie, damit du sie mit deinen Gaben füllen kannst. Danke für alles, was du mir schenkst. Danke für deinen Heiligen Geist, der mich zu dir führt und im Glauben wachsen lässt. Heiliger Geist mache mich offen für das Wort Jesu, für seine Gegenwart!

Gedanken zur Betrachtung

  1. Feuer der Reinigung

Am Pfingsttag ist der Heilige Geist auf die Apostel in der Gestalt von Feuerzungen herabgekommen. Sie haben ihn empfangen. Sie ließen sich von ihm reinigen und befreien. Wovon? Von ihrer Angst, die sie im Abendmahlsaal gefangen hielt. Von ihrem Stolz, der sie täuschte, etwas aus eigener Kraft machen zu können. Von ihrem Versagen, die sie schmerzlich bei der Kreuzigung Jesu erfahren haben. Von ihrer Enttäuschung und ihren Zweifeln, die sie lähmten, die Sendung Jesu fortzusetzen. Welch eine Wohltat des Heiligen Geistes: die Läuterung, die Reinigung im Feuer! Es schmerz zwar, aber es befreit zugleich zu neuem Leben.

Brauche ich heute Reinigung im Heiligen Geist? Was übergebe ich heute dem läuternden Feuer des Heiligen Geistes? Was will ich nicht aus der Hand lassen, um dem befreienden Feuer zu übergeben? Warum? Welche Verletzungen, Verwundungen, Enttäuschungen und Zweifel soll heute das Feuer des Heiligen Geistes berühren und heilen?

  1. Feuer der Entfachung

Die schmerzvollen Erfahrungen bewirken, dass wir unsere Träume, Ideale und Wünsche aufgeben. Wir haben keine Lust mehr, irgendetwas zu tun. Wir verlieren unsere Begeisterung und alles wird für uns nur noch schwer und sinnlos. Wir lassen in unserer Liebe, in unserem Glauben, in unserem Engagement nach. Alles wird für uns mittelmäßig, oberflächlich oder gar gleichgültig. Wir haben keinen Mut mehr, uns aufrichten zu lassen und neu von vorne anzufangen. Wir verschließen uns in uns selbst oder in einem Kreis der geliebten Personen und werden zu Minimalisten. Der Heilige Geist kann uns aber mit seinem Feuer begeistern. Wenn wir sein Feuer fangen, dann sind wir bereit, alles hinzugeben, um Jesus, den Herrn zu verkünden!

Welche Ideale habe ich aufgegeben? Wo ist meine Begeisterung für Jesus ausgegangen? Wer/was zieht mich nach unten? Was kann mich noch begeistern?  Wo soll ich aus mir heraus auf die anderen zuzu​gehen? Bete ich um das Feuer des Geistes, oder lösche ich ihn immer mehr aus? Was hat der Heilige Geist in mir zum Brennen gebracht? Was soll er heute in mir neu entfachen?

  1. Feuer des Alltags 

Jesus hat den Heiligen Geist nicht nur verheißen, sondern ihn auch den Jünge​rn gegeben. Der Heilige Geist ist nicht nur an Pfingsten, sondern auch an jedem neuen Tag am Werk! Das dürfen wir nicht vergessen! Johannes Evangelist sagt uns, dass der Heilige Geist gleich nach der Auferstehung Jesu (am Ostersonntag) den Jüngern geschenkt wurde. Die Apostelgeschichte berichtet über die Ausg​ießung des Geistes erst nach Christi Himmelfahrt. Der Heilige Geist will eben jeden Tag zu uns kommen, an uns und durch uns wirken. Es liegt aber an uns, ob wir auf die Aufforderung Jesu hören und den Heiligen Geist empfangen oder nicht. Der Heilige Geist treibt uns voran, er macht uns unruhig, damit wir das innere Feuer nicht verlieren und andere Menschen für Jesus begeistern können.

Welche Rolle spielt der Heilige Geist in meinem Leben? Kenne ich ihn und sein mächtiges Wirken? Wo habe ich ihn auf besondere Weise erfahren? Lasse ich mich jeden Tag neu vom Heiligen Geist beschenken? Brennt das Feuer seiner Liebe stets in mir? Wie trage ich dazu bei? Bin ich offen für seine Eingebungen und Charismen? Gebrauche ich seine Gaben im Dienst an den Mitmenschen? Wo brauche ich heute sein Feuer?

Lobpreis

Komm herab, o Heil‘ger Geist, der die finstre Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt.

Komm, der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt.

Höchster Tröster in der Zeit, Gast, der Herz und Sinn erfreut, köstlich Labsal in der Not,

in der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu, spendest Trost in Leid und Tod.

Komm, o du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht, dring bis auf der Seele Grund.

Ohne dein lebendig Wehn kann im Menschen nichts bestehn, kann nichts heil sein noch gesund.

Was befleckt ist, wasche rein, Dürrem gieße Leben ein, heile du, wo Krankheit quält.

Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt.
Gib dem Volk, das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit.
Lass es in der Zeit bestehn, deines Heils Vollendung sehn und der Freuden Ewigkeit. Amen.

Vorsatz

Jeden Tag beginne ich mit einem Gebet zum Heiligen Geist.

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Betrachtung zum 7. Ostersonntag im Jahreskreis A

13.05.2026 weniger...

Wie verherrliche ich Gott? 
In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sagte: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht. Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus. Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war! Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir und du hast sie mir gegeben und sie haben dein Wort bewahrt. Sie haben jetzt erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist. Denn die Worte, die du mir gabst, habe ich ihnen gegeben und sie haben sie angenommen. Sie haben wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast. Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir. Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir  (Joh 17,1-11a).

Gebet

Herr Jesus Christus, du hast immer an deine Jünger gedacht. Du hast für sie gebetet. Nun trittst du für uns beim Vater ein. Du bittest für uns. Du sendest uns deinen Heiligen Geist, damit wir dein Werk auf Erden fortsetzen können. Erfülle uns jetzt mit all seinen Gaben, damit wir dich verherrlichen können, damit wir deinem Evangelium entsprechen. Komm herab, o Heiliger Geist, wirke an uns und durch uns. Erfülle uns mit deinem Feuer, damit wir zu glaubwürdigen Zeugen der Auferstehung Jesu werden.

Persönliche Lektüre

Jesus, du bist eins mit deinem Vater. Mach mich eins mit dir. Durch die Heilige Kommunion bist du in mir und ich darf in dir sein. Lass mich deine Gegenwart spüren. Rede du zu meinem Herzen. Schenke mir den Heiligen Geist, damit ich glauben, hoffen und lieben kann. Heiliger Geist, du ewige Liebe des Vaters und des Sohnes, ergieße dich reichlich über mich, durchglühe mich und sende mich aus.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Ich habe dich auf Erden verherrlicht…

Jesus hat seinen himmlischen Vater verherrlicht. Wie hat er denn das getan? Er wurde vom Vater her gesandt und ist zu uns gekommen. Er hat uns von seinem Vater erzählt. Er hat uns seinen Namen offenbart. Er hat uns die Worte des Vaters mitgeteilt. Mehr noch, er hat uns durch sein Leben gezeigt, wie der Vater selbst ist. Seine Sendung hatte nur ein Ziel, den Vater zu verherrlichen, alles für den Vater zu tun, seinen Willen zu erfüllen. Dadurch sollen die Menschen zum Glauben an Gott kommen und gerettet werden.

Bin ich Jesus für sein Vorbild dankbar? Was habe ich durch Jesus vom Vater erkannt? Wer ist Gott für mich? Wie erzähle ich von ihm weiter? Welchen Gott verkünde ich? Verlange ich danach, mit ihm zu leben, ihm zu dienen? Worin besteht heute sein Wille für mich? Will ich ihn in der Kraft des Heiligen Geistes tun?

  1. Das größte Geschenk Jesu…

Jesus erfüllte den Auftrag des Vaters, um uns zum Glauben an den einzigen Gott und an ihn zu führen. Dadurch schenkte er uns das ewige Leben. Welch ein Geschenkt seiner Liebe! Wir dürfen ewig leben! Wie Jesus dürfen wir zurück zum Vater, der uns das Leben geschenkt und uns in diese Welt als seine Boten gesandt hat. Wir dürfen glauben, weil der Vater uns dazu befähigt hat, uns zu Jesus geführt hat. Wir dürfen uns jeden Tag neu an diesem Geschenkt des Glaubens, am ewigen Leben erfreuen. Der Glaube ist nämlich nicht nur Verkündigung und Erziehung. Er ist vor allem ein Geschenk des Vaters. Er zieht uns liebevoll an sich. Wir dürfen ihm begegnen und seine Liebesgeste (seine zärtliche Umarmung) beantworten.

Bin ich offen für den himmlischen Vater und seine Geschenke? Danke ich ihm, dass ich heute glauben darf? Will ich mit ihm auf ewig leben? Bitte ich ihn, dass er mich im Glauben stärke? Wie vertiefe ich meinen Glauben? Helfe ich den anderen zu glauben?

  1. Wie verherrliche ich den Vater?

Jesus sagt zum Vater, dass er in seinen Jüngern verherrlich sei. Warum? Sie haben die Worte Jesu gehört und angenommen. Sie haben an seinem Wort festgehalten. Sie haben erkannt, dass Jesus alles vom Vater bekommen hat und gerade mit ihnen alles geteilt hat. Sie ließen sich von ihm überzeugen und aussenden. Sie dürfen sich auf Jesus und seine Fürsprache beim Vater jederzeit verlassen. So wurde Gott in ihrem Leben, so wird Gott in unserem Leben verherrlicht.

Glaube ich an Jesus, den Sohn Gottes, den Retter der Welt? Ist er meine Retter und Freund? Nehme ich das Wort Jesu an? Gehorche ich seinem Wort? Kann man an meinem Leben die Herrlichkeit Gottes erkennen?Glaube ich daran, dass ich stets vom Gebet Jesu getragen bin?

Lobpreis

O Herr, gieße Ströme des lebendigen Wassers aus
O Herr, über uns
O Herr, gieße neu die Kraft des Heiligen Geistes aus
O Herr, über uns

Sieh unser dürres Land, hör unser Schrei’n.
Nur Deine starke Hand kann uns befrei’n.
Lass Wasser fließen, Herr, von Deinem Thron,
gieß aus in unser Land den Lebensstrom.

O Herr, gieße Ströme des lebendigen Wassers aus
O Herr, über uns
O Herr, gieße neu die Kraft des Heiligen Geistes aus
O Herr, über uns

Vorsatz

Jeden Morgen danke ich Gott, dass ich an ihn glauben darf und bitte ihn um Stärkung im Glauben.

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Betrachtung zum 6. Ostersonntag im Jahreskreis A

08.05.2026 weniger...

Mein Beistand

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten. Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, ich komme zu euch. Nur noch kurze Zeit und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, weil ich lebe und auch ihr leben werdet. An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch. Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren (Joh 14,15-21).

Gebet

Herr Jesus Christus, du bist so gut zu uns. Du bist immer bei uns. Mehr noch, du bist in uns und wir sind in dir. Wie wenig nehmen wir diese Tatsache wahr und ernst! Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir es beherzigen und leben können. Erfülle uns mit dem Geist der Wahrheit, damit wir die Dinge so sehen können, wie sie in Wirklichkeit sind. Komm, Heiliger Geist, auf uns herab. Schenke uns deine Liebe ins Herz, dass wir Jesus wirklich lieben und deinen Beistand erfahren dürfen.

Persönliche Lektüre

Jesus, du bist mein und ich bin dein. Dir vertraue ich mein ganzes Leben an. Rede, Herr, denn dein/e Diener/in hört. Sprich, Herr, zu meinem Herzen. Erfülle deine Verheißungen an mir und schenke mir deinen Beistand. Heiliger Geist, du Geist der Freude, entfache mich neue mit deinem Feuer!

Gedanken zur Betrachtung

  1. Wer mich liebt…

Im Glauben geht es um eine Beziehung zu Jesus, und zwar um eine Liebesbeziehung. Sie ist immer grundlegend für einen echten Glauben an Gott. Ohne Liebe ist alles formell, schwer und geschmacklos. Diese Liebe ist aber kein leeres Wort. Sie erweist ihre Stärke in der Beobachtung der Gebote Gottes. Das erste von diesen Geboten ist: Du sollst Gott aus ganzem Herzen lieben. Das zweite ist: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Wenn wir wirklich lieben, haben wir die innere Kraft Großes zu tun. Die Liebe beflügelt uns und macht uns stark. Die Liebe soll also die einzige Antwort des Menschen auf die Liebe Gottes sein, der uns zuerst grenzen- und bedingungslos geliebt hat.

Wie sieht meine Beziehung zu Jesus heute aus? Liebe ich Jesus? Was heißt für mich „lieben“? Liebe ich Gott in den Nächsten? Halte ich die Gebote Gottes aus Liebe zu ihm? Wann hat mir die Liebe die Kraft gegeben, etwas Großes, etwas Unmögliches zu tun?

  1. Ich werde den Vater bitten…

Die Liebe zu uns Menschen lässt das Herz Jesu groß werden. Er betet zum Vater. Sein Gebet ist aber nicht nur eine Bitte an den Vater. Sein Gebet wird zu einer Für-Bitte! Er betet für uns! Er denkt an die anderen, wenn er mit dem Vater spricht. Es ist die Fürbitte um den Heiligen Geist, der uns immer als Antwort auf unser Gebet zuteil wird. Die Liebe wächst über sich selber hinaus. Sie will sich verschenken. Sie will sich für die anderen hingeben. Sie stellt sich zurück. Nur die Liebe, die der Heilige Geist in unseren Herzen ausgießt, macht uns zu neuen Menschen, zu Kindern Gottes. Wie groß muss das Herz Jesu sein, wenn jede und jeder von uns in ihm ihren/seinen Platz hat!

Wie sieht mein Gebet aus? Wie viel Zeit widme ich in meinem Gebet den anderen? Für wen halte ich gerne die Fürbitte?  Für wen habe ich Gott noch nie gebeten? Warum? Für wen möchte ich nun beten? Was erbitte ich denn für sie, für ihn?

  1. Er wird euch einen anderen Beistand geben…

Jesus liebt uns. Er will für immer bei uns bleiben. Er will nicht, dass wir uns als Waisen in dieser Welt fühlen: Verlassen und einsam. Durch seinen Beistand, durch den Heiligen Geist, will Gott die größte Krankheit unserer Zeit: Die Einsamkeit besiegen. Durch den Heiligen Geist sind wir in Jesus und Jesus ist in uns, wie er im Vater selbst ist. Es ist kein einfaches Verbleiben, es ist eine lebendige Liebesbeziehung. Der Geist der Wahrheit steht uns in allem bei! Als Beistand hilft er uns zu urteilen, zu bestimmen und zu leben. Wie glücklich sollten wir uns schätzen, dass wir ihn haben!

Wann fühle ich mich einsam? Glaube ich daran, dass der Heilige Geist immer in mir wohnt? Sehne ich mich nach ihm, bitte ich um ihn, um seine Gaben? Tut mir die Gegenwart des Beistandes Gottes gut? Lasse ich mich von ihm beschenken? Lade ich ihn ein, besonders dann, wenn ich meine Entscheidungen treffe?

Lobpreis

Geist des Vaters,
du durchdringst mich
Heil’ger Geist komm,
und erfülle mich
komm erfülle mich.
Mach mich durch Deine Gnade, Herr
vollkommen rein
Lass Deine Liebe wieder neu
in mir sein

Ich such’ Dich,
ich brauch’ Dich
Ich liebe Deine Nähe.

Herr ich brauche Deine Liebe
Und ich suche Deine Gegenwart
Komm erfülle mich.

Vorsatz

Jeden Tag rufe ich den Heiligen Geist, den Beistand, herbei.

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Betrachtung zum 5. Ostersonntag im Jahreskries A

02.05.2026 weniger...

Glaubt mir doch!

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr. Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie können wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philíppus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. Jesus sagte zu ihm: Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philíppus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, dann glaubt aufgrund eben dieser Werke! Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere als diese vollbringen, denn ich gehe zum Vater (Joh 14,1-12).

Gebet

Herr Jesus Christus, du nimmst dir Zeit für uns. Wir sind dir so wichtig. Du willst uns zum Vertrauen auf Gott, den Vater, erziehen. Wenn wir uns auf ihn verlassen, kann uns nichts verwirren oder uns Angst machen. Der Vater ist ja bei uns. Stärke, Herr, unseren Glauben. Führe uns zum Vater. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir mit neuem Schwung und Eifer unserem Ziel entgegengehen. Heiliger Geist, du Geist des Vaters und des Sohnes, komm auf uns herab und durchglühe uns. Verbrenne in uns alles, was uns zum Vater hindert. Gieße die Liebe des Vaters in unseren Herzen aus.

Persönliche Lektüre

Danke, Jesus, dass ich dir so nahe sein darf. Danke, dass du stets an mich denkst und mich nie aufgibst. Ich will für dich einfach da sein. Ziehe mich an dich, an dein gütiges Herz. Ich brauch dich so sehr. Nur bei dir bin ich geborgen. Befreie mich von meiner Angst. Auf dich, o Jesus, vertraue ich. Rede du zu meinem Herzen. Schenke mir ein hörendes Herz und deinen Heiligen Geist.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Unser Ziel – die Arme des himmlischen Vaters

Bei seinem Abschied im Abendmahlsaal will Jesus den Glauben seiner Jünger stärken. Er selbst freut sich, dass er dem Vater nun entgegengeht. Er weiß, dass es ein harter Weg des Kreuzes sein wird. Die Freude auf den Vater ist aber in ihm viel grösser als sein bevorstehender Tod. Wie jedes Kind will auch Jesus unbedingt zum Vater zurück, in seine sicheren und liebevollen Arme. So weist er seinen Jüngern auf das Haus des Vaters hin. Er verspricht ihnen, und damit uns allen, eine ewige Wohnung beim Vater. Der heilige Paulus bringt dies auf den Punkt, indem er sagt: Dann werden wir für immer bei Gott sein. Wer das Ziel des Lebens aus den Augen nicht verliert, der hat auch die Kraft ihm trotz allen Schwierigkeiten entgegenzugehen. Das Ziel: die Arme des Vaters, eine ewige Wohnung in seinem Haus, lässt uns vieles tragen und ertragen.

Welche Ziele habe ich im Leben? Denke ich oft an mein letztes Ziel, an die Begegnung mit dem Vater von Angesicht zu Angesicht? Welche Gedanken kommen mir da in den Sinn? Ist Gott ein Vater für mich? Berge ich mich oft in seinen Armen? Glaube ich daran, dass der himmlische Vater mich sehnsüchtig erwartet? Glaube ich seiner gütigen Liebe trotz allem? Ist meine Sehnsucht nach dem Vater grösser als alle Sorgen des Alltags, als jede Niederlage, als der Tod selbst? Freue ich mich auf den himmlischen Vater?

  1. Jesus – der Weg ans Ziel

Um das Ziel sicher zu erreichen, muss ich den Weg dorthin kennen, oder wenigstens jemanden auf meiner Seite haben, der diesen Weg kennt. Thomas will diesen Weg kennen. Er fragt Jesus danach. Und siehe da: Jesus selbst bietet sich als der Weg zum Vater an. Wer diesen Weg geht, kommt sicher am Ziel an. Was heißt das? Das heißt, wer wie Jesus denkt, redet und handelt, der bleibt auf seinem Weg zum Vater. Jesus ist ja vom Vater ausgegangen und er geht nun zum Vater zurück. Wer sonst als nur ER vermag uns den rechen Weg zum Vater zu zeigen?

Welche Wege wähle ich? Frage ich Jesus nach seinem Weg? Glaube ich Jesus, dass er der sichere Weg zum Vater, in den Himmel ist? Schaue ich täglich auf Jesus, um von seinem Weg nicht abzuweichen? Wie ist mein Denken? Entspricht sie dem Denken Gottes? Wie spreche ich? Wie viele unnütze Worte spreche ich aus? Überlege ich mir, was ich sagen soll? Ahme ich das Vorbild Jesu nach? Was fällt mir dabei schwer?

  1. Glaubt mir doch!

Jesus staunt über den Unglauben seiner Jünger. Er fordert sie auf: Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Glaubt mir doch! Nur durch den Glauben können wir unsere persönliche Beziehung zu Jesus tagtäglich leben. Und gerade sie ist das entscheidende für den Glauben an Gott. Wer Jesus sieht, der sieht Gott, den Vater. Wer Jesus hört, der hört den Vaters. Wer die Wunder Jesu erfährt, der bekommt die barmherzige Liebe des Vaters zu spüren. Ich darf jeden Tag in der Gegenwart Jesu verbringen. Ich darf jeden Tag mit Gott selbst leben! Was für ein Wunder!

Wie stark ist mein Glaube? Bitte ich Gott, dass er mich im Glauben stärke? Habe ich eine persönliche Beziehung zu Jesus? Pflege ich sie? Welche Worte Jesu gaben mir Kraft für den weiteren Weg? Wo kann ich Jesus „sehen“?  Was hat er mir in der letzten Zeit geschenkt? Kann ich darüber staunen, dass er mein Leben mit mir teilt? Lasse ich es zu? Welche Werke kann ich im Namen Jesu vollbringen?

Lobpreis

Herr, wohin sonst
sollten wir gehen?
Wo auf der Welt fänden wir Glück?
Niemand, kein Mensch
kann und soviel geben wie du
du führst uns zum Leben zurück
nur du
nur du schenkst uns Lebensglück

Aus deinem Mund höre ich das schönste Liebeslied
an deinem Ohr darf ich sagen, was die Seele fühlt
an deiner Hand kann ich fallen, und du hältst mich fest
an deinem Tisch wird mein Hunger gestillt

Herr, wohin sonst
sollten wir gehen
wo auf der Welt fänden wir Glück?
Niemand, kein Mensch
kann uns so viel geben wie du
du führst uns zum Leben zurück
nur du
nur du schenkst uns Lebensglück


Vorsatz

Ich versuche mit Jesus bewusster zu leben.

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Betrachtung zum 4. Ostersonntag im Jahreskreis A

25.04.2026 weniger...

Die Tür zum Leben…

In jener Zeit sprach Jesus: Amen, amen, ich sage euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. Ihm öffnet der Türhüter und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus. Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen. Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte. Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben (Joh 10,1-10).

Gebet

Herr Jesus Christus, du bist der gute Hirt. Bei dir fehlt es uns an nichts. Du sorgst für uns. Du leitest und begleitest uns. Und wenn wir nicht weiter mögen, trägst du uns auf deinen Schultern. Wenn wir uns aber verirren, gehst du uns nach, bis du uns findest. Jesus Christus, schenke uns deinen Heiligen Geist, den Geist der Wahrheit und der Dankbarkeit. Er lasse uns Freude an dir erfahren und erfülle unseren Mund mit Lobpreis. Heiliger Geist, durchflute uns mit deinem Feuer! Entfache und schaffe uns neu!

Persönliche Lektüre

Ich freue mich, dass Jesus, der gute Hirt, heute zu mir kommt und mit mir sprechen will… Ich höre aufmerksam seinem Wort zu… Ich lasse mich von ihm ansprechen… Ich verweile bei den Worten oder Sätzen, die mich berühren… Ich nehme mir Zeit dafür. Ich werde still… Ja, ich freue mich über den Herrn!

Gedanken zur Betrachtung

  1. Diebe, Räuber und Fremde…

Irgendwie passen diese Leute nicht zum heutigen Evangelium vom guten Hirten. Jesus nennt sie aber bewusst beim Namen, weil sie eine grosse Gefahr für seine Herde (Kirche) darstellen. Diese Menschen wollen nur stehlen, schlachten und vernichten. Sie weiden sich selbst, statt sich der Sache Jesu, die ihnen anvertraut worden ist, anzunehmen. Ihnen geht es letztendlich um sich selbst. Sie haben eigene Vorstellungen von Gott und seiner Art, wie er die Menschen retten bzw. für sie da sein sollte. Statt Jesus, den gekreuzigten und auferstandenen Herrn zu verkünden, reduzieren sie ihn auf einen Revolutionär in bestehenden Umständen und auf ein gutes Vorbild in der Sozialarbeit. Die Sakramente wie Taufe, Beichte oder Eucharistiefeier sind für sie keine echte Begegnung mehr mit dem Auferstandenen. Eigentlich müssen sie sie nicht mehr haben, weil sie sich sowieso nur das aus dem kirchlichen Leben nehmen, was ihnen passt. So bestehlen sie die Gläubigen um die wahren Schätze der Kirche, und vernichten damit das Leben, das über den Tod hinausgeht. Schlimm ist es, wenn sie unsere Seelsorger sind…

Mit welchen Hirten (Seelsorgern) habe ich in der Kirche, in meiner Pfarrei, zu tun? Führen sie mich zu Jesus oder suchen sie nur die eigene Ehre? Was verkünden sie mir? Welches Bild von Gott vermitteln sie mir? Führen sie mich zum Glauben, zu den Sakramenten, den sicheren Quellen der Gnade? Bete ich für sie? Habe ich den Mut, sie zurechtzuweisen? Bin ich für die guten Hirten dankbar? Bete ich um neue Berufungen zum Priesteramt?

  1. Die Stimme des Hirten…

Die Beziehung zu Jesus, dem guten (schönen) Hirten besteht nur dann, wenn wir mit ihm reden, wenn wir auf seine Stimme hören. Das muss man aber erlernen. Erst dann kann man die richtige, eben seine Stimme erkennen und ihr folgen. Sie ist eine liebevolle und eine anspruchsvolle Stimme zugleich! Jesus kennt unsere Namen, wir sind für ihn nicht anonym und fremd! Er kennt unsere Lebensgeschichte und weiß am besten, was uns guttut. Er spricht nicht nur schöne Worte. Er lebt sie und geht uns voraus. Er bahnt den Weg für uns.

Wie sieht meine heutige Beziehung zu Jesus, dem guten Hirten, aus? Wie oft sprechen wir miteinander? Kenne ich seine Stimme gut? Kann ich sie von anderen Stimmen unterscheiden? Habe ich die Bibel zu Hause? Lese ich darin regelmäßig (täglich)? Wie versuche ich, meine Beziehung zum guten Hirten zu vertiefen? Höre ich nur die Stimme Jesu, oder folge ich ihm auch, wohin er geht? Freue ich mich darüber, dass Jesus meinen Namen, meine Geschichte, kennt? Wie spreche ich seinen Namen aus? Lasse ich mich von ihm herausfordern und leiten?

  1. Die Tür zum Leben…

Täglich gehen wir durch viele Türen ein und aus. Manchmal wissen wir nicht, was uns hinter einer Tür erwartet. Manchmal ist es für uns schwer, an eine Tür anzuklopfen… Manchmal halten wir bewusst viele Türen verschlossen, um uns zu schützen. Jesus ist die einzige Tür zum Vater. Wer durch ihn hindurch geht, der wird gerettet, der findet gute Weiden, der wir das Leben selbst finden, das Leben in Fülle, das ewige Leben. Warum? Weil Jesus, der gute Hirt, durch seinen Tod und durch seine Auferstehung uns gerettet hat. Er ist immer bereit uns zu schützen und uns zu retten, wenn der Böse (der Wolf) uns schaden will.

Welche Türen betrete ich jeden Tag? Führen sie mich zum wahren Leben? Welche Türen soll ich unbedingt verschlossen halten, weil sie mich immer wieder zu Fall bringen? An welche Tür soll ich heute anklopfen, mit wem einen Neuanfang wagen? Ist Jesus die einzige Tür, durch die ich hindurchgehen will? Habe ich bei ihm Rettung und Schutz erfahren? Wann? Wie? Wie schenkt mir Jesus das Leben, das Leben in Fülle? Habe ich Freude an diesem Leben? Warum (nicht)?

Lobpreis

Der Herr ist Mein Hirte, nichts fehlt mir
Nichts fehlt mir bei dir
Er füllt meinen Kelch mit Genüge
Nichts fehlt mir bei dir

Und alle deine Wege sind gut
Du weißt was du willst und du weißt was du tust

Ohne Angst, ohne Sorgen, ohne Gedanken an Morgen
Geb ich dir mein ja, heute neu mein ja
Ohne Angst, ohne Sorgen, ohne Gedanken an Morgen
Geb ich dir mein ja, heute neu mein ja

Der Herr ist mein Hirte, nichts fehlt mir
Nichts fehlt mir bei dir
Er füllt meinen Kelch mit Genüge
Nichts fehlt mir bei dir

Und alle deine Wege sind gut
Du weißt was du willst und du weißt was du tust
Alle deine Wege sind gut
Du weißt was du willst und du weißt was du tust

Ohne Angst, ohne Sorgen, ohne Gedanken an Morgen
Geb ich dir mein ja, heute neu mein ja
Ohne Angst, ohne Sorgen, ohne Gedanken an Morgen
Geb ich dir mein ja, heute neu mein ja

Denn gestern ist vergangen und morgen ist noch nicht
Doch heute will ich sagen ich liebe dich
Im hier und jetzt und jetzt und hier
Ich vertraue dir einmal mehr

Gestern ist vergangen und morgen ist noch nicht
Doch heute will ich sagen ich liebe dich
Im hier und jetzt und jetzt und hier
Ich vertraue dir einmal mehr

Und ich gib dir alles, ich gib dir alles hin
Nimm mein Leben, nimm es ganz
Nimm mein Leben, nimm es ganz
Ich gib dir alles, ich gib dir alles hin
Nimm mein Leben, nimm es ganz
Nimm mein Leben, nimm es ganz

Vorsatz

Ich bete jeden Tag für die Hirten der Kirche und um neue Berufungen.

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Betrachtung zum 3. Ostersonntag im Jahreskeis A

12.04.2026 weniger...

Mit Jesus wird alles neu

In jener Zeit offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal, am See von Tibérias, und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Dídymus, Natánaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas finden. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es. Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See. Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot – sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen – und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her. Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot liegen. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt! Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu befragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war (Joh 21,1-19).

 

Gebet

Jesus Christus, du bist der auferstandene Herr! Du lebst! Du willst mitten unter uns leben. Du willst mit uns leben. Du willst uns in unserem Alltag begleiten und unterstützen. Wie blind sind oft unsere Augen, die deine Gegenwart nicht erkennen! Wie kalt sind oft unser Herzen, die dich und deine Wunder nicht wahrnehmen! Erfülle uns heute neu mit deinem Heiligen Geist! Er schenke uns neue Augen, damit wir dich sehen können. Er schenke uns ein neues, hörendes Herz, damit wir dich spüren können. Heiliger Geist, durchglühe uns mit deinem Feuer, damit wir zu neuen Menschen werden, die aus der Kraft der Auferstehung Jesu leben.

 

Persönliche Lektüre

Jesus, du sprichst mich mit deinem guten Wort zärtlich an. Ich bin dein Kind. Das macht mir Freude. Wie nötig habe ich heute deine Zärtlichkeit! Wie gut tut es mir, dass du dich für mein alltägliches Leben interessierst! Herr, schaffe mich heute neu, damit ich mit dir leben kann. Hilf mir, deine Auferstehung in meinem Leben ernst zu nehmen und aus deiner Kraft zu leben. Ich bin ganz für dich da!

 

Gedanken zur Betrachtung

  1. Mein Osterleben…

Simon Petrus hat den Auferstandenen am dritten Tag nach seinem Tod im Abendmahlssaal gesehen. Gemäß dem Evangelium ist ihm Jesus persönlich erschienen. Eine Woche später war Jesus wieder im Abendmahlssaal zu sehen, um Thomas von seinen Zweifeln zu befreien. Nun kehren die Jünger Jesu nach Galiläa zurück. Das heißt sie kehren in ihren Alltag zurück. Hat aber die Begegnung mit dem auferstandenen Jesus ihr Leben geändert? Wurden sie zu österlichen Jüngern? Führen sie von nun an ein Osterleben? Eigentlich nicht. Sie sind wieder in den alten Trott verfallen. Sie gehen einfach Fische fangen. Sie sollten aber Menschenfischer sein. Wie schwierig ist es, ein neues Leben mit dem auferstandenen Herrn anzufangen und uns ihm zur Verfügung  zu stellen! Wie stark ist die Macht unserer alten Gewohnheiten!

Wie habe ich Ostern erlebt? Bin ich wirklich persönlich Jesus, dem Auferstandenen begegnet? Wo und wie? Was hat dies in meinem Leben bewirkt? Hat dies einen Einfluss auf mein jetziges Leben? Was mache ich wie bisher? Warum? Glaube ich daran, dass ich alles mit Jesus tun darf, auch all das, was ich bis jetzt gemacht habe? Warum lasse ich Jesus nicht in mein konkretes Leben ein? Was befürchte ich?

  1. Dem Wort des Herrn gehorchen

Die Jünger Jesu müssen auch lernen, Ostern in ihrem Alltag zu leben. Was heißt das konkret? Sie müssen ihren Alltag mit Jesus leben lernen, gestalten können. Konkret: Sie müssen Jesus ihr Leben mitbestimmen lassen. Wenn er alles für sie durch seinen Tod und seine Auferstehung getan hat, dann sollen sie auch alles für ihn tun. Auf die Liebe Jesu sollen sie mit ihrer Liebe antworten. Sie sollen nicht mehr nur mit sich selbst rechnen. Sie sollen sich nicht mehr nur auf sich selbst verlassen. Sie sollen endlich Jesus fragen, was sie tun sollen, was sein Wille ist.  Sie sollen das Vater Unser neu beten, in dem es heißt: Vater, dein Wille  geschehe… Er steht ja am Ufer unseres Lebens und ist immer bereit, uns zu helfen. Als die Jünger wieder  auf sein Wort hörten, wurden ihre Netze voll.

Glaube ich daran, dass Jesus auch in meinem grauen Alltag gegenwärtig ist? Habe ich die Bibel zu Hause? Habe ich meine persönliche Bibel? Höre ich nach Ostern vermehrt auf das Wort Gottes? Wie oft nehme ich bewusst die Bibel zur Hand und lese darin? Lasse ich mein Denken von Jesus prägen? Lebe ich nach seinem Wort? Wo habe ich erfahren, dass sein Wort wahr ist? Was habe ich nach Ostern bewusst mit Jesus getan? Welchem Wort Jesu will ich nicht gehorchen? Warum?

  1. Er ist der Herr!

Es ist der Herr! Johannes spürt sofort, wer am Ufer des Sees steht. Er lässt sich von Wort und Tat Jesu ansprechen. Er erkennt Jesus und glaubt! Mehr noch, er bezeugt dies vor den Anderen. Als Petrus sein Zeugnis vernahm, warf er sich ins Meer, um Jesus so schnell wie möglich zu begegnen. Er wollte mit ihm allein sein. Er brauchte diesen Augenblick, um später dem auferstandenen Herrn seine ehrliche Liebe vor den Anderen bekennen zu können. Nun glaubt auch er und bekennt nach dem Frühstück mit dem Auferstandenen.: Herr, du weißt alles. Du weißt, dass ich dich liebe. Nun ist er bereit den alten Beruf definitiv aufzugeben, um zum Menschenfischer zu werden. Sein Zeugnis soll alle Menschen erreichen (153 Fische) und sie für Jesus und sein Evangelium gewinnen.

Glaube ich wirklich Jesus? Nehme ich seine Gegenwart in meinem Leben wahr und ernst? Lasse ich mir von ihm helfen, mich von ihm begleiten? Höre ich auf das Zeugnis der Anderen, um tiefer glauben zu können? Gebe ich selbst Zeugnis von der Auferstehung Jesu in meinem persönlichen Leben? Wie sehen meine Begegnungen mit Jesus, dem Auferstandenen aus? Was ändern sie in meinem Leben? Was will ich heute Jesus sagen? Was will ich für ihn tun?

Lobpreis

Mein Jesus, mein Retter,
keiner ist so wie du.
Lobpreis sei dir, jeden Tag mehr,
für deine große Liebe, Herr.
Mein Tröster, mein Helfer,
du bist mir Zuflucht und Kraft.
Alles in mir beugt sich vor dir.
Du bist hoch erhoben, Herr!

Ruft zu dem Herrn, alle Enden der Welt!
Ehre und Dank dem, der alles erhält.
Himmel und Erde erhebt ihn und singt,
wenn sein Name erklingt.
Wir preisen dich, du hast Großes getan.
Wir kommen vor dich und beten an.
Dank sei dir, Herr, du bist unvergleichlich gut.
Vorsatz

Ich frage Jesus (sein Wort) jeden Tag neu, was ich für ihn tun darf/soll?

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Betrachtung zum Sonntag der Barmherzigkeit A

11.04.2026 weniger...

Der barmherzige Jesus…
Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten. Thomas, der Dídymus genannt wurde, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Noch viele andere Zeichen hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen (Joh 20,19-31).

Gebet
Herr Jesus Christus, dein Erbarmen kennt keine Grenzen. Du kommst immer wieder auf uns zu, um unsere Herzen mit deiner Vergebung zu erreichen. Danke, dass du uns nie aufgibst. Danke, dass du so geduldig mit uns bist. Danke, dass wir für dich so unendlich wichtig sind. Danke, dass du alles für uns gewagt hast. Sende uns deinen Heiligen Geist, damit wir uns für deine Barmherzigkeit öffnen und sie weiterschenken können. Mache uns lebendig und sende uns aus, zu allen, die dich heute brauchen. Komm, Heiliger Geist und durchglühe uns mit deinem Feuer. Entfache uns neu und mache uns zu freudenvollen Zeugen der Auferstehung Jesu!

Persönliche Lektüre
Jesus, du kommst nun zu mir. Du nimmst dir Zeit für mich, damit ich zum Glauben komme, im Glauben gestärkt werde. Du bist mein Herr und mein Gott. Auch ich bin ganz da für dich. Rede du zu meinem Herzen. Lass mich dich berühren. Heile mich von meinem Unglauben. Schenke mir den Geist der Freude, den Geist der Stärke, deinen Heiligen Geist! Hauche mich an, dass ich mich von dir befreien lasse von mir selbst…

Gedanken zur Betrachtung
1. Mitten drin
Die Jünger Jesu sind zusammen. Sie haben Angst vor den Juden. Sie wollen nicht wie Jesus verfolgt und gekreuzigt werden. Sie sind am Ende. Ihr Meister war weg. Mehr noch, die Frauen berichteten, dass er lebe. Ihnen glaubt aber niemand. Plötzlich kommt Jesus in ihre Mitte und wünscht ihnen Frieden. Er ist einfach da. Er zeigt ihnen seine Hände und seine Seite. Sie machen eine wunderbare Erfahrung: Jesus, der Auferstandene ist da, mitten unter ihnen, mitten in ihren Problemen und Sorgen. Sie müssen nichts verstecken. Sie müssen nichts aussprechen, nichts zugeben. Er kennt sie ja durch und durch. Darum bringt er ihnen seinen Frieden, ein tiefes Vertrauen, dass er da ist und ihr Leben kennt, dass sie damit nicht allein fertig werden müssen. Friede sei mit euch!
Wovor habe ich Angst? Wer macht mir Angst? Spreche ich mit den Mitmenschen über das, was mich beschäftigt, was schwierig für mich ist? Kann ich mich vor der Gemeinschaft aussprechen? Höre ich auf das Zeugnis der anderen? Nehme ich es ernst? Wie gehe ich mit meinen Zweifeln und Krisensituationen um? Glaube ich daran, dass Jesus sie kennt? Freue ich mich darüber, dass er bei mir ist? Nehme ich seinen Frieden wahr? Nehme ich ihn an? Wie fühle ich mich in der Gegenwart des auferstandenen Jesus?
2. Befreiung Gottes
Jesus haucht seine Jünger an. Nicht nur sie dürfen erfahren, dass er auferstanden sei. Von Jesus her ausgesandt, sollen die Jünger allen Menschen die Befreiung, die Vergebung der Sünden verkünden und spenden. Jeder Mensch, der sich für diese Gabe öffnet, darf die Barmherzigkeit Gottes erfahren, die allen zuteil werden will. Jesus, der barmherzige Herr, will die Menschen zu neuem Leben befreien, sie aus den Ketten der Sünden befreien und ihnen ein Leben im Frieden schenken. Nur Gott kann die Sünden vergeben, mit denen wir uns versklaven und vor den anderen verstecken wollen. Jeden Tag müssen wir neu den Heiligen Geist empfangen, um erfahren zu können, dass die Barmherzigkeit Gottes jeden Morgen neu ist und auf uns wartet.
Lebe ich aus dem Geist Gottes, aus dem Heiligen Geist? Wie oft bete ich um seine Gaben? Habe ich schon den Atem Gottes gespürt und an mir wirken lassen? Wann habe ich eine echte Befreiung von meinen Sünden erfahren? Kann ich mir selbst vergeben? Kann ich den Mitmenschen vergeben, Erbarmen mit ihnen haben? Habe ich heute Frieden im Herzen? Was verstecke ich schon lange vor den anderen, vor mir selbst, vor Gott? Was soll ich heute Gott anvertrauen, bekennen, um frei zu werden? Lasse ich mich heute vom barmherzigen Jesus befreien? Will ich wirklich frei werden?
3. Selig die Glaubenden
Jesus hat Geduld mit uns Menschen. Für ihn ist jeder wichtig. Er nimmt sich Zeit für jeden einzelnen (siehe Thomas!). Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg zum Glauben, zum Auferstandenen! Jesus preist aber jene selig, glücklich, die ihm auch dann vertrauen, wenn sie keine Beweise haben, wenn sie seinem Wort vertrauen, wenn sie sich auf das Zeugnis der anderen verlassen. Wer glaubt, dass Jesus, der Messias, der Sohn Gottes ist, der hat das Leben in seinem Namen, der kommt zum Leben schon heute und wird einst zum Leben in der Ewigkeit erweckt. Mein Herr und mein Gott bist du, Jesus, du allein!
Danke ich Gott für seine Geduld mit mir? Traue ich dem Weg, auf den mich Jesus führt, zu? Kann ich die anderen auf dem Weg ihres Glaubens geduldig begleiten? Lasse ich sie ihren Weg mit Gott gehen? Wann hat mich Jesus im Glauben gestärkt? Wodurch? Durch wen? Kann ich Jesus vor den anderen bezeugen? Ist Jesus für mich der Sohn Gottes? Wo zweifle ich noch an Gott und seiner Liebe? Kann ich heute trotz allem bekennen: Jesus, du bist meine Herr und mein Gott?

Lobpreis
Hier bin ich, klein vor deiner Herrlichkeit.
Deine Gnade hat mich befreit!
Hier bin ich, kenne meine Sünde gut,
doch du machst mich rein durch dein Blut.

Ich fand ja die allergrößte Liebe da,
wo du dein Leben gabst,
das größte Opfer warst.

Majestät, Majestät,
ich bin, wie deine Gnade mich fand,
leer und dennoch leb ich in deiner Hand.

Hier bin ich, demütig, weil du mich liebst.
Vergeben kann ich, weil du vergibst.
Hier bin ich, weiß nur, dich verlangt nach mir,
geheiligt durch das Feuer in dir.

Majestät, Majestät,
verändert bin ich für alle Zeit in der
Nähe deiner Herrlichkeit, Majestät.

Vorsatz
Beim Empfang jeder heiligen Kommunion bekenne ich immer: Mein Herr und mein Gott!

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Betrachtung zum Ostersonntag im Jahreskreis A

05.04.2026 weniger...

Fürchtet euch nicht!

Nach dem Sabbat, beim Anbruch des ersten Tages der Woche, kamen Maria aus Mágdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. Und siehe, es geschah ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Sein Aussehen war wie ein Blitz und sein Gewand weiß wie Schnee. Aus Furcht vor ihm erbebten die Wächter und waren wie tot. Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch den Ort an, wo er lag! Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden und siehe, er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt. Sogleich verließen sie das Grab voll Furcht und großer Freude und sie eilten zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden. Und siehe, Jesus kam ihnen entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße. Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen und dort werden sie mich sehen (Mt 28,1-12).

Gebet

Herr Jesus Christus, du hältst dein Wort. Nach deinem Wort bist du am dritten Tag von den Toten auferstanden. Das Grab konnte dich nicht zurückhalten. Du bist stärker als der Tod! Du bist ja der Sieger über den Tod, über die Sünde und den Teufel! Herr, du willst auch in uns auferstehen. Stärke unseren Glauben an deinen Sieg in uns. Rufe uns zum neuen Leben mit dir. Nimm alle Angst von uns weg. Mache uns zu glaubwürdigen Zeugen deiner Auferstehung. Sende uns deinen Heiligen Geist, damit wir Neues wagen. Heiliger Geist, du Geist des Lebens, mache uns lebendig. Sende uns aus, zu allen, die heute keine Freude und kein Leben mehr in ihren Herzen verspüren. Heiliger Geist, schaffe uns heute neu!

Persönliche Lektüre

Jesus, du lebst. Du begegnest mir an jedem Tag neu. Öffne mich für deine Gegenwart. Öffne mich für dein lebendiges Wort. Berühre mich in der Tiefe meines Herzens. Ich umarme dich und lasse mich von dir umarmen. Du schenkst mir neues Leben. Ich preise dich und lasse mich in die Freiheit führen. Halleluja.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Leben am Ort des Todes…

Die Frauen wollten den letzten Liebesdienst an Jesus tun. Sie sind zu seinem Grab gekommen, um seinen Leichnam zu salben. Dort am Grab gab es kein Leben, keine Hoffnung mehr. Jesus war ja tot. Sie haben es selbst am Freitag erfahren. Und plötzlich mitten im Tod geschieht die Auferstehung. Die Frauen dürfen sie miterleben. Dort, wo alles abgestorben und tot zu sein scheint, entsteht neues Leben. Gott tritt gewaltig gegen den Tod auf. Die Erde bebt, der Engel Gottes kommt vom Himmel herab, wälzt den Stein vom Grab weg und setzt ​sich darauf. Jesus ist der Herr! Sein Grab ist leer. Alles fängt neu an…

Kenn ich d​ie Gräber meines Lebens? Wo habe ich keine Hoffnung mehr? Wo verspüre ich kein Leben mehr? Warum? Was ist in mir geschehen? Habe ich den Mut der Frauen, die nach dem Grab Jesu sehen wollten? Haben ich den Mut allem, was tot und abgestorben in mir ist, ins Auge zu blicken? Lass ich zu, dass Gott meinem Tod ein Ende setzt: gewaltig und unwiderruflich? Glaube ich daran, dass er dies heute für mich tut?    

  1. Fürchtet euch nicht!

Jesus lebt. Er ist auferstanden! Jene, die den Toten bewachen und an keine Auferstehung glauben, die im Tod bleiben wollen, erschrecken vor Angst und fallen wie tot zu Boden. Sie lassen es nicht zu! Sie wollen es nicht wahrhaben. Die Frauen hören aber aus dem Mund des Engels, dann aus dem Mund von Jesu selbst: Fürchtet euch nicht! Sie dürfen sich sagen lassen: Jesus ist auferstanden! Sie dürfen das leere Grab als Beweis seiner Auferstehung anschauen. Mehr noch, sie dürfen dem Auferstandenen Je​sus selbst begegnen. Sie dürfen seine Füße umfassen und das neue Leben ans Herz drücken. Sie bleiben nicht beim Tod stehen. Sie erfahren das Leben und nehmen es an. Sie freuen sich unendlich! Jede Angst, die sie bis jetzt gelähmt hat, ist weg.

Wo bleib​e ich im Tod und will mich nicht ändern? Wo will ich um jeden Preis beim Alten bleiben? Wo bewache ich meine Verletzungen und Wunden, meine Probleme und Schwierigkeiten? Wo will ich alles unter Kontrolle haben? Was will ich nicht loslassen? Will ich wirklich die Auferstehung Jesu an mir und in mir erfahren? Glaube ich daran, dass dies heut möglich ist? Wovor habe ich noch Angst? Warum? Lasse ich Jesus, mich von jeder Angst zu befreien? Bin ich wirklich frei? Kann ich mich von dem Auferstandenen umarmen lassen?

  1. Geht und sagt es meinen Brüdern…

Die Frauen erfahren selbst die Auferstehung Jesu, sie erfahren den Auferstandenen persönlich. Sie werden dann beauftragt, zu den anderen zu gehen und ihnen diese Freude über das neue Leben zu verkünden. Ja, die Frauen sollen zuerst den Jüngern Jesu diese Frohbotschaft bringen: Jesus lebt! Dann dürfen sie alle in ihrer Heimat, in Galiläa, mitten in ihrem Alltag, dem auferstandenen Herrn immer wieder neu begegnen. Jetzt wird alles anders sein. Die Umstände bleiben vielleicht gleich, die Lebensverhältnisse ändern sich nicht sofort, der Alltag bleibt manchmal immer noch grau, die Jünger Jesu aber werden zu neuen Menschen, die in der Kraft Jesu alles verwandeln können. Mehr noch, sie haben den Mut, den anderen den auferstandenen Herrn zu verkünden und ihnen in den Sakramenten Anteil an seinem Sieg zu geben.

Wo erfahre ich in meinem Leben die Auferstehung Jesu? Wer hat sie mir verkündet? Was hat sie in meinem Leben geändert? Wem habe ich sie verkündet? Wie habe ich dies getan? Begegne ich jeden Tag dem auferstandenen Herrn in meiner Heimat, in meinem Herzen? Schöpfe ich daraus Kraft, um anders zu leben und Neues zu wagen? Was will ich konkret ändern, wo ein völlig anderes, neues Leben beginnen?

Lobpreis

Ruft zu dem Herrn, alle Enden der Welt!
Ehre und Dank dem, der alles erhält.
Himmel und Erde erhebt ihn und singt,
wenn sein Name erklingt.
Wir preisen dich, du hast Großes getan.
Wir kommen vor dich und beten an.
Dank sei dir, Herr, du bist unvergleichlich gut.

Mein Jesus, mein Retter,
keiner ist so wie du.
Lobpreis sei dir, jeden Tag mehr,
für deine große Liebe, Herr.
Mein Tröster, mein Helfer,
du bist mir Zuflucht und Kraft.
Alles in mir beugt sich vor dir.
Du bist hoch erhoben, Herr!


Vorsatz

Ich verkünde jemandem die frohe Botschaft vom auferstandenen Herrn!

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Betrachtung zum Palmsonntag im Jahreskreis A

28.03.2026 weniger...

Mein König kommt…

Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte und nach Bétfage am Ölberg kam, schickte er zwei Jünger aus und sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los und bringt sie zu mir! Und wenn euch jemand zur Rede stellt, dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen. Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist: Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist sanftmütig und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers. Die Jünger gingen und taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte. Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Kleider auf sie und er setzte sich darauf. Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf dem Weg aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm nachfolgten, riefen: Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe! Als er in Jerusalem einzog, erbebte die ganze Stadt und man fragte: Wer ist dieser? Die Leute sagten: Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa (Mt 21,1-11).

Gebet

Herr Jesus Christus, du kommst in die Stadt Jerusalem, um das Werk des Vaters zu vollenden. Du bist der wahre König des Friedens. Du bist unser König. Erfülle unser Herzen mit Freude, damit wir dich liebevoll empfangen und dir folgen können. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir dich und dein Wirken verstehen. Er erneuere unsere Beziehung zu dir, Jesus, und erfülle uns mit deinem Feuer, damit wir das Evangelium leben und bezeugen können. Komm, Heiliger Geist, komm und durchflute unsere Herzen; ruhe auf unserem ganzen Leben.

Persönliche Lektüre

Jesus Christus, du kommst jetzt in mein Herz. Ich freue mich über deine Gegenwart. Du hast Zeit für mich. Du willst bei mir bleiben, mit mir sprechen, mir helfen. Du bist so grosszügig zu mir. Sei willkommen, Herr, in meinem Leben. Dir öffne ich mich ganz. Erfülle mich mit deinem Geist, dass ich ganz Ohr für dich werde. Heiliger Geist, gib mir ein hörendes Herz. Ich werde still… Ich höre Jesus zu…

Gedanken zur Betrachtung

  1. Hosanna dem Sohn Davids!

Die Menschenmenge freut sich über das Kommen Jesu in die Stadt Jerusalem. Sie verbindet mit ihm ihre Hoffnungen auf einen Erlöser, der sie aus der Sklaverei der Römer befreien und ihnen ein gutes Leben sichern wird. Ja, sie begrüsst ihn als den Sohn Davids, der im Namen Gottes kommt. Sie begrüsst ihn als ihren König mit diesem Fleh- oder Jubelruf «Hosanna»! Es bedeutet so viel wie «hilf doch», «rette uns», «sei gesegnet». Die Gegenwart Jesu setzt alle Menschen in Jerusalem in Bewegung. Sie freuen sich sehr, dass sie das Kommen des versprochenen Retters erleben dürfen. Sie freuen sich über den Propheten Jesus aus Nazaret!

Und ich, freue ich mich über die Gegenwart Jesu im Leben der Kirche, in meinem persönlichen Leben? Wann habe ich Jesus das letzte Mal mit Jubel und Freude empfangen? Ist die Freude über Jesus, meinen König, in meinem Leben sichtbar? Kann ich mit ihr die Menschen anstecken? Kenne ich diese echte, christliche Freude über den Sieg Jesu?

  1. Dein König kommt zu dir.

Tatsächlich reitet Jesus auf einem Esel als König in die Stadt hinein. Er ist aber eine anderer König als die Menschen sich das vorstellen. Er ist friedfertig und demütig. Er will die Herzen der Menschen erreichen und sucht nicht nach irdischer Macht und Herrschaft. Er ist der König, der am Kreuz sterben wird, ein König, der am Karfreitag von der gleichen Menschen, die ihn jetzt begrüssen, verworfen wird. Wenn wir ich heute zujubeln und ihn mit Freude empfangen, wenn wir uns vor ihm beugen und ihn mit den Palmzweigen als Sieger begrüssen, dürfen wir das nicht vergessen. Mit unseren Mänteln legen wir unsere Wünsche und Vorstellungen vor die Füsse Jesus. Mit unserem Ruf «Hosanna» erbitten wir von ihm die Rettung und das Heil für jeden Menschen. Ja, wir sind bereit, seine Herrschaft anzunehmen, wie er sie verwirklicht.

Wer ist Jesus für mich zu Beginn der Karwoche 2026?  Ist er wirklich mein König? Was habe ich seiner milden Herrschaft noch nicht unterworfen? Was will ich heute zu den Füssen Jesu legen? Wenn ich heute einen Palmzweig hinter das Kreuz stecke, bekenne ich mich bewusst zu Jesus, meinem König!

  1. Einer von euch wird mich verraten…

Die Jünger Jesu begleiteten ihn auch auf dem Weg nach Jerusalem. Sie sangen auch das Hosanna. Und doch einer von ihnen, Judas Iskariot, entschied sich ihn zu verraten. Er tat es mit einem Kuss, mit diesem Zeichen der Freundschaft und der Liebe. Dann floh er wie auch die anderen Apostel. Jesus mussten den Weg des Kreuzes allein gehen. Verlassen sein von den Menschen, denen man so nahe ist, denen man alles anvertraut, das ist schmerzlich, das tut sehr weh. Besonders in der Karwoche rechnet Jesus mit uns. Fliehen wir nicht wie die Jünger damals, halten wir uns fest an Jesus, halten wir alles mit Jesus aus auch für jene, die es heute schwer im Leben zu tragen haben.

Halte ich heute zu Jesus? Kann ich in der Öffentlichkeit zu ihm stehen? Wo verrate ich ihn? Wo lasse ich ihn allein? Kann ich mich auch in schweren Zeiten auf Jesus verlassen? Werde ich ihn in dieser Karwoche begleiten bis zum Kreuz, bis zu seinem Sieg am Ostermorgen?

Lobpreis

Wer kann genug dich preisen

Wer tief genug sich beugen vor dir

Wessen Hand ist vor dir rein

Himmlische Majestät

Alles, was groß ist und zählt

Wird vor dir

Bedeutungslos und klein

Und ich lege meine Krone

Ich lege meinen Tag

Ich lege meine Träume und alles, was ich hab

Vor die Füße Jesu, vor die Füße Jesu

Wer kann dein Kreuz begreifen

Wer je so tief sich beugen wie du

Wer erkennt was du getan

Maßlosen Reichtum und Würde

Legtest du ab, zur Erde kamst du

Als Knecht und wurdest arm

Und ich lege meine Krone

Ich lege meinen Tag

Ich lege meine Träume und alles, was ich hab

Vor die Füße Jesu, vor die Füße Jesu

Würdig ist da Lamm, würdig ist das Lamm auf dem Thron (4x)

Tag und Nacht unaufhörlich bist du würdig allen Lobes (4x)

Und ich lege meine Krone

Ich lege meinen Tag

Ich lege meine Träume und alles, was ich hab

Vor die Füße Jesu, vor die Füße Jesu
Vorsatz

Am Gründonnerstag vertraue ich Jesus alle an, die ihn damals verraten haben und jene, die ihn auch heute verraten…

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Betrachtung zum 5. Fastensonntag im Jahreskreis A

21.03.2026 weniger...

Lazarus, komm heraus!

In jener Zeit war ein Mann krank, Lázarus aus Betánien, dem Dorf der Maria und ihrer Schwester Marta. Maria war jene, die den Herrn mit Öl gesalbt und seine Füße mit ihren Haaren abgetrocknet hatte; deren Bruder Lázarus war krank. Daher sandten die Schwestern Jesus die Nachricht: Herr, sieh: Der, den du liebst, er ist krank. Als Jesus das hörte, sagte er: Diese Krankheit führt nicht zum Tod, sondern dient der Verherrlichung Gottes. Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden. Jesus liebte aber Marta, ihre Schwester und Lázarus. Als er hörte, dass Lázarus krank war, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er sich aufhielt. Danach sagte er zu den Jüngern: Lasst uns wieder nach Judäa gehen. Die Jünger sagten zu ihm: Rabbi, eben noch suchten dich die Juden zu steinigen und du gehst wieder dorthin? Jesus antwortete: Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wenn jemand am Tag umhergeht, stößt er nicht an, weil er das Licht dieser Welt sieht; wenn aber jemand in der Nacht umhergeht, stößt er an, weil das Licht nicht in ihm ist. So sprach er. Dann sagte er zu ihnen: Lázarus, unser Freund, schläft; aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken. Da sagten die Jünger zu ihm: Herr, wenn er schläft, dann wird er gesund werden. Jesus hatte aber von seinem Tod gesprochen, während sie meinten, er spreche von dem gewöhnlichen Schlaf. Darauf sagte ihnen Jesus unverhüllt: Lázarus ist gestorben. Und ich freue mich für euch, dass ich nicht dort war; denn ich will, dass ihr glaubt. Doch wir wollen zu ihm gehen. Da sagte Thomas, genannt Dídymus – Zwilling –, zu den anderen Jüngern: Lasst uns mit ihm gehen, um mit ihm zu sterben! Als Jesus ankam, fand er Lázarus schon vier Tage im Grab liegen. Betánien war nahe bei Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien entfernt. Viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten. Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus sitzen. Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben. Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Jüngsten Tag. Jesus sagte zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das? Marta sagte zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll. Nach diesen Worten ging sie weg, rief heimlich ihre Schwester Maria und sagte zu ihr: Der Meister ist da und lässt dich rufen. Als Maria das hörte, stand sie sofort auf und ging zu ihm. Denn Jesus war noch nicht in das Dorf gekommen; er war noch dort, wo ihn Marta getroffen hatte. Die Juden, die bei Maria im Haus waren und sie trösteten, sahen, dass sie plötzlich aufstand und hinausging. Da folgten sie ihr, weil sie meinten, sie gehe zum Grab, um dort zu weinen. Als Maria dorthin kam, wo Jesus war, und ihn sah, fiel sie ihm zu Füßen und sagte zu ihm: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Als Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Juden weinten, die mit ihr gekommen waren, war er im Innersten erregt und erschüttert. Er sagte: Wo habt ihr ihn bestattet? Sie sagten zu ihm: Herr, komm und sieh! Da weinte Jesus. Die Juden sagten: Seht, wie lieb er ihn hatte! Einige aber sagten: Wenn er dem Blinden die Augen geöffnet hat, hätte er dann nicht auch verhindern können, dass dieser hier starb? Da wurde Jesus wiederum innerlich erregt und er ging zum Grab. Es war eine Höhle, die mit einem Stein verschlossen war. Jesus sagte: Nehmt den Stein weg! Marta, die Schwester des Verstorbenen, sagte zu ihm: Herr, er riecht aber schon, denn es ist bereits der vierte Tag. Jesus sagte zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen? Da nahmen sie den Stein weg. Jesus aber erhob seine Augen und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich wusste, dass du mich immer erhörst; aber wegen der Menge, die um mich herumsteht, habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast. Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lázarus, komm heraus! Da kam der Verstorbene heraus; seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt. Jesus sagte zu ihnen: Löst ihm die Binden und lasst ihn weggehen! Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, kamen zum Glauben an ihn (Joh 9,1-41).

Gebet

Herr Jesus Christus, du bist der Freund der Menschen. Du kommst in unsere Welt, um uns deine Liebe und Hilfe, deine Gegenwart anzubieten. Du sehnst dich nach uns. Du willst unsere Herzen mit deiner barmherzigen Liebe erobern. Sende uns deinen Heiligen Geist, damit wir dich erkennen und deine Liebe beantworten können. Mach uns zu deinen Freunden, auf die du dich verlassen kannst, die sich dir ganz und gar anvertrauen können. Heiliger Geist, du ewige Liebe des Vaters und des Sohnes, durchglühe uns und reinige unsere Herzen. Schaffe uns neu und ruhe auf unserem ganzen Leben. Komm, Heiliger Geist, komm!

Persönliche Lektüre

Lieber Jesus, ich danke dir für deine Freundschaft. Du hast Zeit für mich. Du bist immer für mich da. Ich freue mich über deine Gegenwart. Schön, dass es dich gibt. Vor dir will ich mein Herz ausschütten. Ich will auf dein lebendiges Wort hören. Mach mich dazu bereit. Sende mir den Geist der Liebe, dass ich in der Freundschaft zu dir wachsen darf. Heiliger Geist, gieße deine Liebe in meinem Herzen aus und schaffe mich neu.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Geschenk der Freundschaft

Jeder Mensch braucht Freunde. Er braucht Menschen, die einfach für ihn da sind, wenn er sie braucht. Er braucht Menschen, die ihn verstehen und ihn gern haben, die ihn auch zurechtweisen können. Er braucht Menschen, bei denen er sein darf, wie er ist ohne Masken und Schminken. Auch Jesus hatte Freunde. Zu ihnen gehörten Lázarus, Maria und Marta. Vor seinem Tod hat er sie immer wieder besucht. Selbst wenn die Jünger ihn nicht immer verstanden haben, bei den Freunden aus Betanien fühlte er sich wohl und geborgen. Nun berufen sich Maria und Marta auf diese innige Freundschaft und lassen sie Jesus zu ihrem kranken Bruder Lázarus rufen. Mit seinen Tränen voll Mitleid zeigt auch Jesus wie wichtig ihm diese Freundschaft war. Er ist im Innersten erregt und erschüttert.

Habe ich echte Freunde? Bin ich für sie da? Ist auch Jesus mein Freund? Kann ich über alles mit ihm reden? Verlasse ich mich auf ihn in jeder Situation? Vertraue ich mich ihm an? Kann auch Jesus sich auf mich verlassen? Was tue ich, um diese Freundschaft zu pflegen und zu vertiefen?

  1. Sterben lassen

So fragen wir uns: Warum lässt Jesus seinen Freund Lázarus sterben? Er ist ja sein Freund! Jesus weiß aber genau, dass durch Lázarus Krankheit Gott verherrlich wird und seine Allmacht zeigt. Er freut sich sogar, dass er Lázarus nicht von seiner Krankheit geheilt hat. Er hat etwas Größeres im Sinn, nämlich den Glauben der Apostel. Mehr noch, die Natur zeigt uns, dass das Weizenkorn in der Erde absterben muss, um reiche Frucht bringen zu können. Auch bei uns muss alles absterben, was sich Gott und seiner Gnade widersetzt, damit wir uns für seine Gnade und Liebe öffnen können, damit wir zu neuem, echtem Leben kommen, das vom Geist Gottes bestimmt ist. Das ist keine einfache Sache. Im Namen der Freundschaft mit Jesus ist sie aber möglich.

Was hindert mich heute, die Freundschaft mit Jesus zu leben? Was hindert mich, nach dem Evangelium zu leben? Bin ich bereit, alle diese Dinge absterben zu lassen? Wo sehne ich mich heute nach einem neuen Leben? Glaube ich daran, dass nur Jesus mein wahres Leben ist? Rufe ich den Heiligen Geist an, um Gottes Wort besser zu verstehen und in das Herz Jesu hineinzublicken?

  1. Lazarus, komm heraus!

Manchmal merken wir, dass es Dinge gibt, die unsere Freundschaften belasten. Dass wir noch eine Leiche im Keller haben, die wir gerne dort verstecken würden. Es riecht schon, sagen eben Maria und Marta vom Leichnam ihres Bruders. Sie würden gerne sein Grab nicht öffnen. Doch der Befehl Jesu ist klar: Nehmt den Stein weg! Jesus kann ein neues Leben überall dort schenken, wo wir die Erfahrung des Sterbens und des Todes gemacht haben oder immer noch machen. Nur das, was wir aufdecken, kann durch die Macht Jesu ans Licht und zu neuem Leben kommen. Es ist zwar nicht angenehmen, aber es macht die Erfahrung eines neuen Lebens möglich. Jesus ist die Auferstehung und das Leben. Nicht nur eins nach unserem leiblichen Tod, sondern auch hier und jetzt. Also, komm auch du heraus!

Was belastet mein Leben? Was verstecke ich vor den Anderen und vor Gott selbst? Welche schlechten Gewohnheiten, Sünden oder Laster halten mich gefangen? Welchen Geruch verbreitet heute mein Leben? Ist dies ein lieblicher Duft oder eher ein furchtbarer Gestank? Wo fordert mich heute Jesus auf, herauszukommen?

Lobpreis

Was vereist ist taust Du auf

Bringst zum Leuchten was ergraut.

Was zertrümmert lag, auferbaut

Du machst alles neu.

Was beengt ist machst Du weit

Du erhebst aus Niedrigkeit

Wer gefesselt schläft, wachgeküsst,

Du machst alle frei.

 

Du bist der Frühling für mich

Voller Duft und Farben

Voller Wärme und Licht

Nach den dunklen Tagen

Du singst Dein Lied über mich

Und mein Herz klingt

Und mein Herz singt für Dich.

 

Brunnen, die schon längst versiegt

Und den Bach, der trocken liegt

Füllst Du neu, belebst, erquickst

Was einst frisch verliebt.

Du bist der Frühling für mich

Voller Duft und Farben

Voller Wärme und Licht

Nach den dunklen Tagen

Du singst Dein Lied über mich

Und mein Herz klingt

Und mein Herz singt für Dich.

 

Du bist der Frühling für mich

Voller Duft und Farben

Voller Wärme und Licht

Nach den dunklen Tagen

Du singst Dein Lied über mich

Und mein Herz klingt

Und mein Herz singt für Dich.

Und mein Herz singt für Dich

Mein Herz singt für Dich

Mein Herz singt für Dich

Mein Herz singt für Dich

 

Und Du sprichst

Lass uns laufen

Die Zeit des Wartens ist vorüber

Lass uns singen

Die Zeit der Liebe ist gekommen

Komm Du schöne

Der Winter ist vom Land gewichen

Und ich hab Dir

Die Kälte aus dem Herz genommen

Du sprichst Lass uns laufen

Die Zeit des Wartens ist vorüber

Lass uns singen

Die Zeit der Liebe ist gekommen

Komm Du schöne

Der Winter ist vom Land gewichen

Und ich hab Dir

Die Kälte aus dem Herz genommen

 

Winterwind weicht durch Dein Lied

Und er dreht von Nord nach Süd.

Wenn Du kommst wird alles schön

Und mein Garten blüht

Und mein Garten blüht.

 

Du bist der Frühling für mich

Voller Wärme und Licht

Du singst Dein Lied über mich

Und mein Herz singt für Dich.

Du bist der Frühling für mich

Voller Duft und Farben

Voller Wärme und Licht

Nach den dunklen Tagen

Du singst Dein Lied über mich

Und mein Herz klingt

Und mein Herz singt für Dich

Mein Herz singt für Dich

Mein Herz singt für Dich

Mein Herz singt für Dich

Mein Herz singt für Dich

Vorsatz

Ich lasse mich von Jesus aus meinem inneren Tod auferwecken.

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Betrachtung zum 4. Fastensonntag im Jahreskreis A

13.03.2026 weniger...

Neue Augen des Glaubens

In jener Zeit sah Jesus unterwegs einen Mann, der seit seiner Geburt blind war. Da fragten ihn seine Jünger: Rabbi, wer hat gesündigt? Er selbst oder seine Eltern, sodass er blind geboren wurde? Jesus antwortete: Weder er noch seine Eltern haben gesündigt, sondern die Werke Gottes sollen an ihm offenbar werden. Wir müssen, solange es Tag ist, die Werke dessen vollbringen, der mich gesandt hat; es kommt die Nacht, in der niemand mehr wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. Als er dies gesagt hatte, spuckte er auf die Erde; dann machte er mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schilóach! Das heißt übersetzt: der Gesandte. Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen. Die Nachbarn und jene, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte? Einige sagten: Er ist es. Andere sagten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich. Er selbst aber sagte: Ich bin es. Da fragten sie ihn: Wie sind deine Augen geöffnet worden? Er antwortete: Der Mann, der Jesus heißt, machte einen Teig, bestrich damit meine Augen und sagte zu mir: Geh zum Schilóach und wasch dich! Ich ging hin, wusch mich und konnte sehen. Sie fragten ihn: Wo ist er? Er sagte: Ich weiß es nicht. Da brachten sie den Mann, der blind gewesen war, zu den Pharisäern. Es war aber Sabbat an dem Tag, als Jesus den Teig gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte. Auch die Pharisäer fragten ihn, wie er sehend geworden sei. Er antwortete ihnen: Er legte mir einen Teig auf die Augen und ich wusch mich und jetzt sehe ich. Einige der Pharisäer sagten: Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht hält. Andere aber sagten: Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen tun? So entstand eine Spaltung unter ihnen. Da fragten sie den Blinden noch einmal: Was sagst du selbst über ihn? Er hat doch deine Augen geöffnet. Der Mann sagte: Er ist ein Prophet. Die Juden aber wollten nicht glauben, dass er blind gewesen und sehend geworden war. Daher riefen sie die Eltern des von der Blindheit Geheilten und fragten sie: Ist das euer Sohn, von dem ihr sagt, dass er blind geboren wurde? Wie kommt es, dass er jetzt sieht? Seine Eltern antworteten: Wir wissen, dass er unser Sohn ist und dass er blind geboren wurde. Wie es kommt, dass er jetzt sieht, das wissen wir nicht. Und wer seine Augen geöffnet hat, das wissen wir auch nicht. Fragt doch ihn selbst, er ist alt genug und kann selbst für sich sprechen! Das sagten seine Eltern, weil sie sich vor den Juden fürchteten; denn die Juden hatten schon beschlossen, jeden, der ihn als den Christus bekenne, aus der Synagoge auszustoßen. Deswegen sagten seine Eltern: Er ist alt genug, fragt ihn selbst! Da riefen die Pharisäer den Mann, der blind gewesen war, zum zweiten Mal und sagten zu ihm: Gib Gott die Ehre! Wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder ist. Er antwortete: Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht. Nur das eine weiß ich, dass ich blind war und jetzt sehe. Sie fragten ihn: Was hat er mit dir gemacht? Wie hat er deine Augen geöffnet? Er antwortete ihnen: Ich habe es euch bereits gesagt, aber ihr habt nicht gehört. Warum wollt ihr es noch einmal hören? Wollt etwa auch ihr seine Jünger werden? Da beschimpften sie ihn: Du bist ein Jünger dieses Menschen; wir aber sind Jünger des Mose. Wir wissen, dass zu Mose Gott gesprochen hat; aber von dem da wissen wir nicht, woher er kommt. Der Mensch antwortete ihnen: Darin liegt ja das Erstaunliche, dass ihr nicht wisst, woher er kommt; dabei hat er doch meine Augen geöffnet. Wir wissen, dass Gott Sünder nicht erhört; wer aber Gott fürchtet und seinen Willen tut, den erhört er. Noch nie hat man gehört, dass jemand die Augen eines Blindgeborenen geöffnet hat. Wenn dieser nicht von Gott wäre, dann hätte er gewiss nichts ausrichten können. Sie entgegneten ihm: Du bist ganz und gar in Sünden geboren und du willst uns belehren? Und sie stießen ihn hinaus. Jesus hörte, dass sie ihn hinausgestoßen hatten, und als er ihn traf, sagte er zu ihm: Glaubst du an den Menschensohn? Da antwortete jener und sagte: Wer ist das, Herr, damit ich an ihn glaube? Jesus sagte zu ihm: Du hast ihn bereits gesehen; er, der mit dir redet, ist es. Er aber sagte: Ich glaube, Herr! Und er warf sich vor ihm nieder. Da sprach Jesus: Um zu richten, bin ich in diese Welt gekommen: damit die nicht Sehenden sehen und die Sehenden blind werden. Einige Pharisäer, die bei ihm waren, hörten dies. Und sie fragten ihn: Sind etwa auch wir blind? Jesus sagte zu ihnen: Wenn ihr blind wärt, hättet ihr keine Sünde. Jetzt aber sagt ihr: Wir sehen. Darum bleibt eure Sünde (Joh 9,1-41).

Gebet

Herr Jesus Christus, du siehst unser ganzes Leben. Du kennst uns durch und durch. Du kennst auch die Blindheit unserer Herzen, die nicht fähig sind, sich ganz und gar auf dich zu verlassen und alles von dir zu erhoffen. Öffne unsere Augen für deine heilende und befreiende Gegenwart! Mach uns wieder sehend! Sende uns deinen Geist der Einsicht und der Erkenntnis, damit wir dich tiefer kennen lernen, inniger lieben und dir eifriger Nachfolgen. Heiliger Geist schaffe uns neu und öffne unsere Herzen für dein mächtiges Wirken.

Persönliche Lektüre

Lieber Jesus, ich danke dir, dass du heute Zeit für mich hast, dass ich in deiner Nähe ausruhen kann. Du kennst die Verstocktheit und Gleichgültigkeit meines Herzens. Durchglühe mich mit deinem Heiligen Geist, dass ich zu neuem Leben erwache. Heiliger Geist, verbrenne in mir jede schlechte Gewohnheit und schaffe mich neu. Herr, zieh mich an dich!

Gedanken zur Betrachtung

  1. Unsere Blindheit

Die Meisten von uns können gut sehen. Die Anderen helfen sich mit der Brille. Es gibt aber Menschen, die von Geburt an blind sind (wie der Blindgeborene) oder erblindet sind. Sie können die Welt mit ihrer Schönheit und Farbenpracht nicht sehen. Sie brauchen Hilfe und sind oft auf die anderen angewiesen. Es gibt aber auch eine andere Blindheit, nämlich die geistige Blindheit, die uns hindert Gott und seine Wunder wahrzunehmen. Mit gesunden Augen können wir ganz schön blind sein (wie die Pharisäer). Sie waren in ihrem Denken so festgefahren, dass sie den kommenden Retter und Arzt Jesus nicht anerkennen wollten. Sie wussten es besser. Ihre Vorstellungen von Gott haben sie für seine Gegenwart blind gemacht.

Wo bin ich heute blind? Wo nehme ich das Wirken Gottes nicht wahr? Wo sehe ich den strafenden Gott? Wo bin ich blind für die Kraft der Sakramente? Bin ich offen für die Art und Weise, wie Gott täglich neu auf mich zukommt?

  1. Mich heilen lassen

Der blind geborene Mann lässt sich helfen, selbst wenn die Art, wie Jesus ihn heilt, scheint, seine Blindheit noch zu verstärken (Schlamm auf seinen Augen). Er gehorcht, geht zum Teich Schiloach, kommt zurück und kann sehen. Er hat die heilende Berührung Jesu erfahren, darum kann er ihn als Propheten bezeichnen. Nicht die theologischen Prinzipien, sondern die Erfahrung der Barmherzigkeit macht ihn sehend: seine körperlichen und geistigen Augen öffnen sich mehr und mehr. Die Pharisäer dagegen haben diese Chance auf Heilung verpasst. Sie wollten eben nicht zugeben, dass ihre geistigen Augen auch der Blindheit verfallen sind.

Wann habe ich letztes Mal die heilende Berührung Jesu erfahren? Wo brauche ich heute seine Heilung? Bin ich bereit sie anzunehmen? Bitte ich darum? Rufe ich den Heiligen Geist an, um Gottes Wort besser zu verstehen und in das Herz Jesu hineinblicken zu können?

  1. Jesus sehen

Der geheilte Blinde ist offen. Er will nicht nur körperlich gesund bleiben, sondern auch glauben. Er bekennt: Ich glaube, Herr! Die persönliche Erfahrung Jesu bahnte ihm den Weg zum Glauben. Er kann ihn nun sehen, dass heisst sein Geheimnis erkennen, bekennen, dass Jesus der versprochen Messias, der Sohn Gottes ist. Mehr noch, er beginnt nun ein neues Leben. Er muss arbeiten, um das tägliche Brot zu verdienen. Das ist aber kein Problem für jemanden, der Jesus gesehen hat, der Jesus kennt. Er tut es aus Liebe zu ihm. Die Pharisäer sehen Jesus mit ihren Augen, aber nicht mit ihrem Herzen. Für sie ist er ein Sünder, der die Sabbatruhe nicht einhält. Selbst im Gespräch mit ihm lassen sie sich nicht überzeugen. Wie arm sind die sehenden Blinden unserer Zeit!

Wer ist Jesus für mich? Ist er mein Herr, mein Retter, mein alles? Wie sieht mein Alltag mit ihn aus? Was tue ich, um im Glauben zu wachsen, um ihn immer wieder zu erneuern? Kann ich alle Ereignisse in meinem Leben und in der Welt mit den Augen des Glaubens, mit den Augen Jesu sehen?

Lobpreis

Öffne mir die Augen, ich will Jesus sehen,
mich ausstrecken zu ihm und sagen: „Ich lieb dich!”
Öffne mir die Ohren, und hilf mir zu hören.
Öffne das Herz mir, ich will dir gehören!

Vorsatz

Ich bekenne dem Herrn reuevoll meine Blindheit und bitte ihn um neue Augen des Herzens.

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Betrachtung zum 3. Fastensonntag im Jahreskreis A

06.03.2026 weniger...

Gebe ich Jesus zu trinken?

In jener Zeit kam Jesus zu einer Stadt in Samárien, die Sychar hieß und nahe bei dem Grundstück lag, das Jakob seinem Sohn Josef vermacht hatte. Dort befand sich der Jakobsbrunnen. Jesus war müde von der Reise und setzte sich daher an den Brunnen; es war um die sechste Stunde. Da kam eine Frau aus Samárien, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken! Seine Jünger waren nämlich in die Stadt gegangen, um etwas zum Essen zu kaufen. Die Samaríterin sagte zu ihm: Wie kannst du als Jude mich, eine Samaríterin, um etwas zu trinken bitten? Die Juden verkehren nämlich nicht mit den Samarítern. Jesus antwortete ihr: Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hättest du ihn gebeten und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben. Sie sagte zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß und der Brunnen ist tief; woher hast du also das lebendige Wasser? Bist du etwa größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, wie seine Söhne und seine Herden? Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fließt. Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und nicht mehr hierherkommen muss, um Wasser zu schöpfen! Er sagte zu ihr: Geh, ruf deinen Mann und komm wieder her! Die Frau antwortete: Ich habe keinen Mann. Jesus sagte zu ihr: Du hast richtig gesagt: Ich habe keinen Mann. Denn fünf Männer hast du gehabt und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Damit hast du die Wahrheit gesagt. Die Frau sagte zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss. Jesus sprach zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden. Aber die Stunde kommt und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden. Gott ist Geist und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten. Die Frau sagte zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, der Christus heißt. Wenn er kommt, wird er uns alles verkünden. Da sagte Jesus zu ihr: Ich bin es, der mit dir spricht. Inzwischen waren seine Jünger zurückgekommen. Sie wunderten sich, dass er mit einer Frau sprach, doch keiner sagte: Was suchst du? oder: Was redest du mit ihr? Die Frau ließ ihren Wasserkrug stehen, kehrte zurück in die Stadt und sagte zu den Leuten: Kommt her, seht, da ist ein Mensch, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe: Ist er vielleicht der Christus? Da gingen sie aus der Stadt heraus und kamen zu ihm. Währenddessen baten ihn seine Jünger: Rabbi, iss! Er aber sagte zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, die ihr nicht kennt. Da sagten die Jünger zueinander: Hat ihm jemand etwas zu essen gebracht? Jesus sprach zu ihnen: Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat, und sein Werk zu vollenden. Sagt ihr nicht: Noch vier Monate dauert es bis zur Ernte? Sieh, ich sage euch: Erhebt eure Augen und seht, dass die Felder schon weiß sind zur Ernte! Schon empfängt der Schnitter seinen Lohn und sammelt Frucht für das ewige Leben, sodass sich der Sämann und der Schnitter gemeinsam freuen. Denn hier hat das Sprichwort recht: Einer sät und ein anderer erntet. Ich habe euch gesandt zu ernten, wofür ihr euch nicht abgemüht habt; andere haben sich abgemüht und euch ist ihre Mühe zugutegekommen. Aus jener Stadt kamen viele Samaríter zum Glauben an Jesus auf das Wort der Frau hin, die bezeugt hatte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. Als die Samaríter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb dort zwei Tage. Und noch viel mehr Leute kamen zum Glauben an ihn aufgrund seiner eigenen Worte. Und zu der Frau sagten sie: Nicht mehr aufgrund deiner Rede glauben wir, denn wir haben selbst gehört und wissen: Er ist wirklich der Retter der Welt (Joh 4,4-42).

Gebet

Herr Jesus Christus, du bist überall dort, wo wir uns vor den Mitmenschen verstecken wollen. Du verlangst danach uns zu uns selbst zu führen und uns befreien zu dürfen. Dich dürstet nach unserem Heil. Sei gepriesen in deiner unendlichen Liebe und Sorge, die wir in jedem Augenblick unseres Lebens erfahren dürfen. Sei gepriesen für deine zärtliche Nähe und Geduld. Schenke uns deinen Heiligen Geist, dass wir dich in unserem Alltag nicht verpassen und dir viel Zeit schenken. Auch wir dürsten nach dir, nach deinem Heiligen Geist, der alles neu schafft und lebendig macht. Komm auf uns herab, Heiliger Geist. Giesse dein lebendiges Wasser über uns aus, damit wir zu sprudelnden Quellen werden.

Persönliche Lektüre

Herr Jesus Christus, dir will ich begegnen. Dich will ich hören. Nimm alle Angst aus meinem Herzen weg und lass mich dir im Geist und in der Wahrheit begegnen. Du bist die Quelle des lebendigen Wassers. Gib mir zu trinken. Heile mich an Leib und Seele. Ich will ganz dein sein.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Gib mir zu trinken!

Die Frau aus Samárien geht um die Mittagszeit zum Brunnen, um Wasser zu schöpfen. Warum? Sie schämt sich ihres Lebens. Sie will niemandem begegnen. Sie will keine schwierigen Fragen hören, sie will sich nicht rechtfertigen müssen, sie will sich die spöttischen Bemerkungen der anderen Frauen ersparen. Sie wird aber von Jesus überrascht. Er wartet auf sie. Er kommt als Bettler auf sie zu und bittet sie um einen Schluck Wasser.  Er begegnet ihr ohne Vorurteile. Sie ist für ihn kein Feind. Er schenkt ihr ihre Würde zurück. Sie darf etwas für ihn tun. Jesus hilft ihr, ihren wahren Durst nach der Liebe wahrzunehmen. Er weckt in ihr das Verlangen nach dem lebendigen Wasser, nach dem Heiligen Geist, nach Gott, der die Menschen rettet.

Wie sieht mein Leben aus? Was will ich vor den Menschen verstecken? Habe ich Angst vor den Mitmenschen? Warum? Welcher Dinge schäme ich mich in meinem Leben? Kann ich den Mitmenschen ohne Vorurteile begegnen? Gehe ich auf die Menschen zu, die in leiblicher und seelischer Not sind? Wonach sehne ich mich in der Tiefe meines Herzens? Lasse ich mich von Jesus ansprechen? Was würde ich heute für ihn tun? Lasse ich mich mit seiner Liebe beschenken?

  1. Herr, gib mir dieses Wasser!

Die Samariterin will ihr Wasser-Problem lösen. Sie will aber weiterhin mit ihrem Leben versteckt bleiben. Mit einem lebendigen Wasser hätte sie keinen Durst mehr und müsste sie sich nicht mehr den Leuten zeigen. Das wäre aber keine Lösung für ihre Probleme, für ihren Durst nach echter Liebe. Schlussendlich hatte sie schon fünf Mal (fünf Männer) diese Liebe ausprobiert. Auch die sechste Probe scheint verfehlt zu sein (Konkubinat). Jesus will sie aber befreien und ihren Durst nach Liebe mit seinem Geist stillen. Er fordert sie auf, ihren Mann zu rufen und zurückzukehren. Die Frau gibt die Wahrheit ihres Lebens zu und Jesus bestätigt sie. Nun kann das lebendige Wasser des Geistes in ihr Leben hineinfliessen und sie reinigen.

Sehne ich mich nach echter Liebe? Wo suche ich sie? Mit welchen Problemen habe ich gerade in meinem Leben zu tun? Wie versuche ich, sie zu lösen? Kann ich sie Jesus anvertrauen? Glaube ich daran, dass er immer die beste Lösung für sie hat? Lasse ich mir die Wahrheit sagen? Kann ich sie annehmen? Habe ich schon erfahren, dass nur die Wahrheit mich befreien kann? Wann?

  1. Gebe ich Jesus zu trinken?

Die Samariterin erkennt Jesus als einen Propheten. Sie versucht aber noch, sich hinter ihren religiösen Erwartungen und Überzeugungen zu verstecken. Als sie aber erfuhr, dass er der verheißene Messias, Christus, vor ihr stand, ließ sie ihren Wasserkrug (ihre Vergangenheit) stehen und eilte nach Hause. Mehr noch, sie hat allen verkündet, was sie selbst erfahren hat. Sie hat auch die Leute aufgefordert, selber zu Jesus zu gehen, um sich von ihm überzeugen zu lassen. Jene, die es gewagt haben, fanden zum Glauben an Jesus. So gaben sie ihm zu trinken: Sie stillten seinen Durst nach dem Heil der Menschen, indem sie sich dafür geöffnet haben.

Wer ist Jesus für mich? Ist er für mich Christus, der Sohn Gottes, mein Retter? Kann ich Jesus einfach vertrauen, mich auf ihn verlassen? Fühle ich mich von ihm verstanden und angenommen, wie ich bin? Kann ich mich für Jesus von meiner Vergangenheit trennen? Wovon hat mich Jesus schon befreit? Kann ich davon Zeugnis geben? Will ich, dass alle Menschen geheilt werden? Wen bringe ich dazu? Lege ich Zeugnis vor Jesus ab? Wen habe ich in der letzten Zeit zu Jesus gebracht? Hat mir das Freude gemacht?

Lobpreis

O Herr, gieße Ströme des lebendigen Wassers aus,

 o Herr, über uns.
O Herr, gieße neu die Kraft des heiligen Geistes aus, 

o Herr, über uns.
Sieh’ unser dürres Land, hör’ unser Schrei’n. 

Nur Deine starke Hand kann uns befrei’n.

Lass Wasser fließen, Herr, von Deinem Thron,

gieß aus in unser Land den Lebensstrom.

O Herr, gieße Ströme des lebendigen Wassers aus,

 o Herr, über uns.
O Herr, gieße neu die Kraft des heiligen Geistes aus, 

o Herr, über uns.

Vorsatz

Ich nehme mir Zeit, um Jesus alle meine Probleme anzuvertrauen.

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Betrachtung zum 2. Fastensonntag im Jahreskreis A

27.02.2026 weniger...

Beten? Was bringt denn das?

In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihnen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elíja und redeten mit Jesus. Und Petrus antwortete und sagte zu Jesus: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elíja. Noch während er redete, siehe, eine leuchtende Wolke überschattete sie
und siehe, eine Stimme erscholl aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. Als die Jünger das hörten, warfen sie sich mit dem Gesicht zu Boden und fürchteten sich sehr. Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf und fürchtet euch nicht! Und als sie aufblickten, sahen sie niemanden außer Jesus allein. Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemandem von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferweckt ist!
(Mt 17,1-9).

Gebet

Herr Jesus Christus, du hast Zeit für uns. Du willst uns zeigen, wie man beten soll. Du willst uns beten lehren. Du lässt uns an deinem persönlichen Gebet anteilnehmen. Wie wichtig müssen wir denn für dich sein! Danke, Herr, dass du so gütig bist. Danke, Herr, dass wir mit dir zum Vater beten dürfen. Nimm auch uns beiseite und hilf uns zu beten. Erfülle uns neu mit deinem Geist, damit er in uns beten kann. Komm herab, Heiliger Geist und bete in uns. Heiliger Geist, durchglühe uns mit deinem Feuer, damit wir mit unserem Herzen beten können.

Persönliche Lektüre

Herr, dein Wort verwandelt mein Denken und Tun. Mach mich ganz offen für dich. Lass mich staunen und still sein vor dir. Lass mich bei dir bleiben und an deinem Herzen ausruhen. Schenke mir deinen Geist, denn ohne ihn kann ich nichts tun. Atme in mir, Heiliger Geist. Brenne in mir, Heiliger Geist. Wirke in uns, Heiliger Geist. Atem Gottes komm!

Gedanken zur Betrachtung

  1. Mir Zeit nehmen

Jesus nimmt Petrus, Jakobus und Johannes beiseite. Er führt sie auf einen Berg, wo er zum Vater betet. Er lebt seinen Jüngern das Gebet vor. Er zeigt ihnen, wie innig seine Verbundenheit mit dem Vater ist. In diese Beziehung sind auch die Heiligen des Alten Testamentes hineingenommen. Mehr noch, die Jünger Jesu dürfen an diesem Geschehen teilnehmen. Es tut ihnen gut. Sie wollen auf dem Berg bleiben und das Glück, das ihnen zuteil wurde, festhalten. Die Gemeinschaft, die Beziehung ist die Grundlage eines gesunden und gelungenen Lebens. Um das aber erfahren zu können, muss ich Zeit haben, muss ich mir Zeit nehmen.

Höre ich auf die Einladung Jesu zum Gebet? Habe ich Zeit für ihn, wie er Zeit für den Vater gehabt hat? Sehne ich mich nach der Beziehung zu Gott, dem Vater? Was tue ich, um sie zu vertiefen? Wie sieht mein Gebet aus? Kann ich im Gebet zur Ruhe kommen? Macht mich das Gebt glücklich? Wann? Bete ich gerne mit den anderen, besonders mit der Familie? Wen schliesse ich gerne in mein Gebet ein bzw. aus? Warum?

  1. Mein Leben sprechen lassen

Was tut man beim Beten? Man spricht mit Gott. Ich spreche mich aus und Gott hört mir zu. Ich lasse mein Herz sprechen. Ich schütte mein Herz vor ihm aus. Ich mache nicht schöne Worte, sondern lasse mein Leben vor Gott sprechen. Das ist das schwierigste, aber gleichzeitig das fruchtbarste Gebet. Jesus sprach mit Mose und Elija über sein Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte. Sie halfen Jesus, den Sinn seiner Sendung zu begreifen. Er, Jesus, ist der neue Mose, der uns sein neues Gesetz vermittelt. Jesus ist die Erfüllung der Verheißungen, die die Propheten (u.a. Elija) dem Volk Israel gegeben haben. Mose und Elija freuen sich nun über den verheißenen Messias Jesus. Das Teilen der Lasten des Lebens mit den anderen erleichtert. Das Begreifen des Sinnes der eigenen Sendung gibt Mut, sie treu zu erfüllen.

Ist Gott für mich ein Gesprächspartner? Glaube ich daran, dass er mir immer zuhört? Wie ist mein Gebet heute? Wann bete ich nur formell, aus Pflicht? Wann lasse ich mein Herz vor Gott sprechen? Bespreche ich mit Gott alles, was mein Leben ausmacht? Was spreche ich bei Gott nicht gerne an? Warum? Bin ich nach dem Gebet erleichtert und zum nächsten Schritt ermutigt? Wofür möchte ich heute Gott danken?

  1. Die Stimme vom Himmel vernehmen

Was tut man beim Beten? Man spricht mit Gott. Er spricht mich an und ich höre ihm zu. Jesus hat es getan: Aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. Wie sehr musste sich Jesus über diese Worte freuen! Wenn wir leiden und sterben müssen, ist es nicht so einfach, an die Güte des Vaters zu glauben. Dann tut es uns gut, immer wieder aus dem Mund des Vaters zu hören: Du bist mein geliebtes Kind! Das gibt uns Mut und Kraft für den weiteren Weg. Es wird uns ganz klar gesagt, dass wir nicht auf irgendjemand hören sollten, sondern nur auf Jesus selbst, an dem der Vater Gefallen gefunden hat. Wenn wir es aber nicht tun, werden wir nie erfahren, wie gut Gott zu jedem von uns ist. Ein gutes Wort tut uns gut, ein Wort der Wahrheit befreit uns.

Kann ich Gott zuhören? Lasse ich ihn zu mir sprechen? Lese ich gerne das Wort Gottes? Ist es meine Lieblingslektüre, ein Liebesbrief Gottes an mich, sein Kind? Merke ich mir die Worte Gottes? Lebe ich aus ihrer Kraft? Welches Wort gibt mir immer neu die Kraft, für Jesus zu leben? Frage ich Gott nach seinem Willen für mich? Was will er heute von mir?

Lobpreis

Reinige mein Herz,
mach mich rein wie Gold
in deinem Feuer
Reinige mein Herz,
mach mich rein wie Gold, pures Gold

Feuer des Herrn,
danach verlangt mein Herz
mach mich rein,
(und) heilig
Dir allein will ich dienen, mein Meister
Und deinen Willen tun

Reinige mein Herz,
nimm, was mich trennt von dir
und mach mich heilig
Reinige mein Herz,
nimm, was mich trennt von dir, tief in mir

Vorsatz

Jeden Tag nehme ich mir Zeit, auf Jesu Wort zu hören.

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Betrachtung zum 1. Fastensonntag im Jahreskreis A

20.02.2026 weniger...

Sieg in der Versuchung

In jener Zeit wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt; dort sollte er vom Teufel versucht werden. Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird. Er aber antwortete: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt. Darauf nahm ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt, stellte ihn oben auf den Tempel und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich hinab; denn es heißt in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er um deinetwillen, und: Sie werden dich auf ihren Händen tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt. Jesus antwortete ihm: In der Schrift heißt es auch: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen. Wieder nahm ihn der Teufel mit sich und führte ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest. Da sagte Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und ihm allein dienen. Darauf ließ der Teufel von ihm ab und siehe, es kamen Engel und dienten ihm (Mt 4,1-11).

Gebet

Herr Jesus Christus, du hast 40 Tage in der Wüste gefastet. Du wurdest auch in die Versuchung geführt und hast jeder List des Teufels widerstanden. Schenke uns Mut zum Fasten in deinem Geist. Schenke uns auch dazu die Kraft, jeder Versuchung standzuhalten. Heiliger Geist, durchdringe uns mit deinem Feuer, entfache uns neu. Hilf uns jede Versuchung des Teufels zu durchschauen und sie abzulehnen. Sei du unsere Kraft und Stärke.

Persönliche Lektüre

Herr, dein Wort besiegt jede Versuchung. Dein Wort ist mein Schutz und mein Schwert. Lehre mich auf dein Wort zu hören und mich auf dein Wort zu verlassen. Lass mich die Macht deines Wortes erfahren. Sprich, Herr, denn dein/e Diener/in hört. Heiliger Geist, schenke mir eine Zeit der Wüste, damit ich den himmlischen Vater besser kennen lerne und ihm in allem vertraue. Sei du jetzt bei mir.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Der Versucher

Das Evangelium spricht vom Versucher, der Jesus zum Bösen verführen wollte. Er wird auch als Teufel (Verleumder, «ein Mörder von Anfang an… und Vater der Lüge» (Joh 8,44-45) und Satan (Gegner, Ankläger) bezeichnet. Er wurde als Engel erschaffen und hat sich dann definitiv von Gott abgewandt. Mehr noch, er will auch Menschen auf seine Seite ziehen, damit sie Gott, den Vater nicht lieben und ihm nicht dienen. Er hört nicht auf, Gott zu verleumden, seine Güte in Frage zu stellen und die Menschen mit seinen Lügen zu täuschen. Er taucht im Leben eines Menschen als sein «Wohltäter» auf, dabei geht es ihm aber nur darum, den Menschen von Gott wegzubringen. Wir alle sind seinem Wirken ausgeliefert.

Glaube ich an die Existenz des Teufels? Wie erfahre ich sein Wirken? Welchen Lügen des Satans habe ich vertraut? Wo klagt mich der Teufel vor Gott an? Verführe ich selbst die Mitmenschen zum Bösen?

  1. Die Versuchung

Die Versuchungen des Teufels sind listig. Er verführt uns zum Bösen unter dem Mantel des Guten. Zuerst stellt er die Liebe und die Güte Gottes in Frage. Wenn du Gottes Sohn bist, dann kannst du alles machen, was du willst. Wenn Gott dein Vater wäre, würde er dir genügend Brot geben, dir einen Namen verschaffen und dich mit Macht beschenken. Wenn du dies aber nicht hast, kann er nicht dein Vater sein. Ausserdem nimm deine Freiheit in Anspruch und löse dich aus der Bindung an ihn. Entscheide selber, was gut und was böse ist. Durch die Versuchung beginnt der Mensch, dem Teufel mehr zu vertrauen als Gott, seinem Vater und Schöpfer.

Bin ich wirklich ein geliebtes Kind Gottes? Wie lebe ich diese meine Würde? Wo vertraue ich Gott, meinem Vater, nicht voll und ganz? Warum? Kann ich alles von Gott erwarten? Kann ich alles aus seiner Hand annehmen im Wissen, dass er besser weiss, was mir gut tut?

  1. Der Sieg

Jesus wurden Versuchungen nicht erspart. Immer wieder wurde er ihnen ausgesetzt, selbst in der Stunde seines Todes! Wie hat er sie aber besiegt? Indem er mit dem Teufel nicht verhandelt hat und seine Versuchungen mit der Kraft des Wortes Gottes abgelehnt hat. Wenn wir beginnen mit der Versuchung zu diskutieren, verlieren wir diesen geistlichen Kampf. Wenn wir uns aber auf sie nicht einlassen, sondern ihnen die Kraft des Wortes Gottes entgegenstellen, dann siegt Gott selbst in uns. Weg mit dir, Satan! – soll immer unsere Antwort sein auf jede Versuchung des Teufels.

Wo «diskutiere» ich mit schlechten Gedanken? Wo gehe ich Kompromisse mit dem Bösen, mit dem Teufel ein? Kenne ich das Wort Gottes? Trage ich dieses Wort in meinem Herzen? Glaube ich an seine Macht? Wann und wie habe ich eine Versuchung besiegt?

Lobpreis

Dir gebührt die Ehre und Anbetung.
Wir erheben unsre Hände,
Wir erheben Deinen Nam’n
Dir gebührt die Ehre und Anbetung.
Wir erheben unsre Hände,
Wir erheben Deinen Nam’n

 

Denn du bist groß,
Du tust große Wunder, groß,
Niemand anders ist wie Du,
Niemand anders ist wie Du.
Denn du bist groß,
Du tust große Wunder, groß,
Niemand anders ist wie Du,
Denn du bist groß.

Vorsatz

Ich versuche, jede Versuchung gleich zu Beginn mit Jesus abzulehnen.

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Betrachtung zum 6. Sonntag im Jahreskreis A

13.02.2026 weniger...

Nicht aufheben sondern erfüllen

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben! Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Amen, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird kein Jota und kein Häkchen des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich. Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemanden tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein. Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe! Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist! Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben und du wirst ins Gefängnis geworfen. Amen, ich sage dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast. Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Jeder, der eine Frau ansieht, um sie zu begehren, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt. Ferner ist gesagt worden: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt, muss ihr eine Scheidungsurkunde geben. Ich aber sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, liefert sie dem Ehebruch aus; und wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs! Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen. Eure Rede sei: Ja ja, nein nein; was darüber hinausgeht, stammt vom Bösen (Mt 5,17-37).

Gebet

Herr Jesus Christus, du bist in unsere Welt gekommen, um das Gesetz und die Propheten zu erfüllen. Aus Liebe zum Vater befolgtest du seine Gebote, um wirklich frei zu leben. Ja, das Gesetz Gottes zeigte dir den Weg in die Freiheit, den Weg zum Glück. Lehre uns deine Gebote zu beherzigen und zu befolgen. Berühre unsere Herzen mit dem Feuer deines Geistes, damit wir dir auf dem Weg deiner Gebote treu bleiben. Heiliger Geist, befähige uns, unsere Nächsten so zu lieben, wie du sie liebst. Entfache uns neu mit dem Feuer deiner reinigenden und eifrigen Liebe.

Persönliche Lektüre

Liebster Jesus, du zeigst mir den Weg des Lebens, den Weg zum Vater. Dein Wort ist Wahrheit. Öffne mein Herz und mein Ohr für dein lebendiges Wort. Rede du zu meinem Herzen. Führe mich auf den Weg deiner Gebote. Lass mich in Freude dir folgen und dir für alles danken. Sende deinen Geist aus und erneuere das Antlitz der Erde, erneuere mein Leben. Ich werde ruhig und still… Ich lausche dem Wort Jesu…

Gedanken zur Betrachtung

1. Beschütze das Leben

Das fünfte Gebot kann auch lauten: Beschütze das Leben. Setz dich für jedes Leben von Anfang an bis zum natürlichen Tod ein. Eigentlich wissen wir das und so oft berufen wir uns auf unsere Freiheit, um eine Abtreibung oder eine Euthanasie zu rechtfertigen… Jesus geht aber viel weiter mit der Auslegung dieses Gebotes. Auch Worte können verletzten, ja sogar töten. Ein beleidigendes, hartes, liebloses verwünschendes Wort kann das Leben eines Menschen ganz schwer machen, ja es sogar verhindern. Wie schwer verstoßen wir dann gegen das fünfte Gebot bewusst oder unbewusst! Und wie oft sind wir dann nicht fähig um Vergebung zu bitten und uns mit dem anderen zu versöhnen. Nimmt Gott dann unser Gebet an?

Wo verstoße ich gegen das menschliche Leben? Achte ich jedes Leben? Welche Worte spreche ich aus? Bauen sie die anderen auf oder richten sie sie zugrunde? Welches menschliche Wort hat mein Leben schwer gemacht? Kann ich es vergeben und Gott um Heilung bitten?

2. Achte die Ehe

Das sechste Gebot erwähnt man seit Jahren nicht auf der Kanzel. Und dabei wissen wir, dass bereit über die Hälfte der Ehen auseinandergehen. Wo liegt das Problem? Ist das die fehlende Treue der Ehegatten? Ist das unsere Gesellschaft, die keine Achtung mehr vor der Reinheit verspürt? Sind wir es selbst, die wir uns zum Bösen verführen lassen? Achte also die Ehe, die eigene und die deiner Mitmenschen! Kämpfe um einen reinen Blick, reinige deine Gedanken, bewahre deinen Leib vor jeder Unreinheit. Sei entschieden in deinem Tun, sonst leiden wegen dir deine Familienmitglieder. Kannst du das verantworten?

Sorge ich für meine Ehe? Lebe ich die Reinheit meinem Stand entsprechend? Bete ich für die Ehegatten? Ist mein Blick rein? Wo lasse ich mich immer wieder zur Unreinheit verführen? Bin ich entschieden, dem heute abzusagen, mich davon für immer zu trennen!

3. Sag die Wahrheit

Das achte Gebot kann lauten: Sage die Wahrheit. Wir retten uns oft aus der Peitsche mit sogennannten Notlügen. Wir verschweigen die Wahrheit, die allein uns frei macht, die das Leben eines Menschen retten oder vernichten kann. Wie viele falsche Gerüchte werden von Mund zu Mund weitergegeben! Wer prüft sie schon? Wer hat den Mut, die Wahrheit zu suchen, ein klares Ja oder ein klares Nein zu sagen? Ist uns die Meinung der anderen wirklich wichtiger als das Wort Gottes? Wie können wir einander vertrauen, wenn wir einander belügen, nicht durchsichtig sind und falsche Menschen sind?

Wo suche ich nach der Wahrheit? Nehme ich die Wahrheit über mich selbst an? Kann ich dem anderen die Wahrheit sagen? Warum gebrauche ich die Notlügen? Wie kann ich sie in der Zukunft vermeiden?

Lobpreis

So nimm denn meine Hände
und führe mich,
Bis an mein selig Ende
und ewiglich.

Ich mag allein nicht gehen,
Nicht einen Schritt;
Wo Du wirst geh’n und stehen,
Da nimm mich mit.

In Dein Erbarmen hülle
Mein schwaches Herz,
Und mach’ es endlich stille
In Freud’ und Schmerz.

Lass ruhn zu Deinen Füßen
Dein armes Kind,
Es will die Augen schließen
und glauben blind.

Wenn ich auch gar nichts fühle
Von Deiner Macht,
Du bringst mich doch zum Ziele
Auch durch die Nacht.

So nimm den meine Hände
Und führe mich,
Bis an mein selig Ende
Und ewiglich!

Vorsatz

Ich will den anderen nur gute und ehrliche Worte sagen.

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Betrachtung zum 5. Sonntag im Jahreskreis A

06.02.2026 weniger...

Keine Privatsache

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr, außer weggeworfen und von den Leuten zertreten zu werden. Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen (Mt 5,13-16).

Gebet

Herr Jesus Christus, du selbst bist das Licht der Welt. Unser Leben wird von deinem Licht hell. So befähigst du auch uns das Licht der Welt zu sein. Erwärme und erhelle unser Leben mit der Kraft des Heiligen Geistes. Entfache uns neu in deinem Dienst, damit wir uns mit unserem Glauben nicht verstecken. Heiliger Geist, du Geist der Stärke und des Mutes, sende uns heute neu aus. Sende uns zu allen Menschen, die heute dein Licht brauchen.

Persönliche Lektüre

Teurer Jesus, du bist da für mich. Du gibst meinem Leben einen guten Geschmack. Ich freue mich über deine Gegenwart und über deine Liebe. Gut, dass es dich gibt. Erneuere mein Leben durch dein lebendiges Wort und durch deinen Heiligen Geist. Reiße mich aus meiner Gewohnheit und Gleichgültigkeit heraus, damit ich dir voll Freude folgen und zum Licht für die anderen werden kann.

Gedanken zur Betrachtung

1. Deine Privatsache?

Jesus ruft alle Menschen in seine Nachfolge. Jene, die seinem Ruf folgen, müssen Farbe bekennen. Sie können nicht sagen: Meine Beziehung zu Gott, mein Glaube ist meine Privatsache. Es ist eine persönliche Sache, aber keine Privatsache. Ich kann mich doch mit meinem christlichen Denken, Reden und Tun nicht verstecken. Ich muss als Christ ein klares Profil haben. Ich bin ja berufen, das Salz für die Erde und das Licht für die Welt zu sein. Ja, für die anderen da sein. Da muss ich klar Farbe bekennen. Und sie, die Farbe ist nicht rosarot, sondern christlich. Sie ist nicht für mich! Sie ist für die anderen da!

Wo stehe ich in der Nachfolge Jesu? Habe ich mich für ihn entschieden? Stehe ich zu ihm? Kann ich meine Beziehung zu ihm auch in der Öffentlichkeit leben? Bekenne ich mich als Christ zu Hause, in der Schule, an meinem Arbeitsplatz, auf der Straße? Wo, vor wem schäme ich mich, dass ich zu Jesus gehöre? Wie sieht mein christliches Profil aus? Arbeite ich an diesem Profil? Was tue ich, um ein klares Zeugnis für Jesus abzulegen? Tue ich das aus Liebe zu den anderen?

2. Guter Geschmack?

Das Salz ist etwas Gutes. Es gibt den Speisen einen guten Geschmack. Ohne Salz schmeckt das Essen fade. Das Salz dient auch der Konservierung, der Erhaltung der Speisen. Zu viel Salz ist auch nicht gut. Eine versalzene Suppe schmeckt nicht. Schlimm ist es aber, wenn das Salz seinen Geschmack verliert. Es taugt dann zu nichts mehr. Wir Christen sind aufgerufen einen guten Geschmack unserer Erde zu geben. Selbst mit wenig Tun geben wir dem Leben der anderen einen guten Geschmack. Wir sollen das Gute erhalten und unsere christlichen Werte leben, und uns nicht jeder Mode anpassen. Wir dürfen das Leben der Mitmenschen weder versalzen noch gedankenlos gutheißen. Das Salz in einer Wunde schmerzt, macht uns aber bewusst, dass es sie gibt.

Habe ich heute einen guten Geschmack? Was habe ich im Laufe der Zeit davon aufgeben? Wo habe ich mich an die anderen, an die Mode, an die heutige Zeit angepasst? Welche evangelischen Werte kann ich leben und verteidigen? Was will ich in meinem Glauben um jeden Preis erhalten? Bemühe ich mich darum? Welchen Geschmack gebe ich den anderen? Habe ich jemandem sein Leben versalzen? Wie? Warum?

3. Helles Licht?

Das Licht erfreut uns. Einen Stromausfall haben wir nicht gern. Wenn dann nichts mehr funktioniert, denken wir, dass die Welt untergeht. Wir sollen das Licht für die Welt sein. Ein Licht in der Finsternis. Ein Licht, das nicht im Verborgenen bleiben darf. Es muss auf den Leuchter, um allen im Haus zu leuchten, um Wärme zu schenken. Es soll ein klares uns selbstloses Licht sein. Es soll den anderen guttun, und zwar so, dass sie nicht uns, sondern unseren Vater im Himmel preisen. Es muss also ein durchsichtiges Licht sein, das auf den Vater verweist. Wir sollen im Rampenlicht stehen, das das himmlische Licht widerspiegelt.

Wer war für mich ein klares Licht auf meinem Lebensweg? Warum? Kann ich selbstlos für die anderen da sein? Für wen bin ich zu einem Licht geworden, das Orientierung, Sicherheit und Wärme schenkt? Wann verberge ich das Licht meines Glaubens? Warum? Wann stelle ich mich selbst statt Jesus in das Rampenlicht? Wo leuchte ich nur für mich selbst? Warum? Wo ist mein Licht aus? Wie kann ich es wieder anzünden?

Lobpreis

Herr, das Licht Deiner Liebe leuchtet auf,
strahlt inmitten der Finsternis für uns auf.
Jesus, Du Licht der Welt sende uns Dein Licht.                                                                                                         

Mach uns frei durch die Wahrheit, die jetzt anbricht.                                                                                                  

Sei mein Licht, sei mein Licht!

Jesus, Dein Licht
füll dies Land mit des Vaters Ehre. Komm Heil’ger Geist,
setz die Herzen in Brand!
Fließ Gnadenstrom,
überflute dies Land mit Liebe! Sende Dein Wort,
Herr, Dein Licht strahle auf

Herr, voll Ehrfurcht komm’ ich zu Deinem Thron,                                                                                                         

aus dem Dunkel ins Licht des Gottessohns.                                                                                                                

Durch Dein Blut kann ich nun vor Dir stehen.                                                                                                              

Prüf mich, Herr, lass mein Dunkel vergehen.,

sei mein Licht, sei mein Licht!

Schau’n wir, König, zu Deinem Glanze auf,                                                                                                               

dann strahlt Dein Bild auf unserm Antlitz auf.                                                                                                              

Du hast Gnade um Gnade gegeben.
Dich widerspiegelnd erzähl’ unser Leben                                                                                                                     

von Deinem Licht, von Deinem Licht!

Vorsatz

Ich versuche mich öffentlich als Christ zu bekennen.

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Betrachtung zum Fest Darstellung des Herrn

30.01.2026 weniger...

Begegnung

Als sich für die Eltern Jesu die Tage der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung erfüllt hatten, brachten sie das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn darzustellen, wie im Gesetz des Herrn geschrieben ist: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn heilig genannt werden. Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben. Und siehe, in Jerusalem lebte ein Mann namens Símeon. Dieser Mann war gerecht und fromm und wartete auf den Trost Israels und der Heilige Geist ruhte auf ihm. Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Christus des Herrn gesehen habe. Er wurde vom Geist in den Tempel geführt; und als die Eltern das Kind Jesus hereinbrachten, um mit ihm zu tun, was nach dem Gesetz üblich war, nahm Símeon das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten: Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel. Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden. Und Símeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele zu Fall kommen und aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird, – und deine Seele wird ein Schwert durchdringen. So sollen die Gedanken vieler Herzen offenbar werden. Damals lebte auch Hanna, eine Prophetin, eine Tochter Pénuëls, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. Zu derselben Stunde trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück. Das Kind wuchs heran und wurde stark, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade ruhte auf ihm (Lk 2,22-40).

Gebet

Herr Jesus Christus, du wirst zum Tempel gebracht, um Gott geweiht zu werden. Du gehörst ja zu ihm seit Ewigkeit her. Nun wirst du seinen Händen anvertraut, die dich stets begleiten werden. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir deine Gegenwart in unserem Leben erkennen können. Lass uns unsere Taufweihe leben. Schenke uns den Mut, alles in die Hand des himmlischen Vaters zu legen und für ihn zu leben. Heiliger Geist komm auf uns herab und lass uns Jesus begegnen. Öffne uns für sein Wort und seine Liebe.

Persönliche Lektüre

Lieber Jesus, du begegnest deinem Volk und offenbarst dich als das Licht für die Welt. Schenke mir neue Augen und neues Herz, dass ich dich erkenne und dir neu begegnen kann. Mach mich hellhörig für die Eingebungen des Heiligen Geistes. Schenke mir den Mut, sie zu befolgen. Heiliger Geist ruhe du auf mir.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Treue zum Gesetz

Es fällt uns auf, dass Maria und Josef, Simeon und Hanna dem Gesetz Gottes treu waren. Sie haben es nicht nur gekannt. Sie haben es gelebt. So haben sie den Weg zu einer echten Begegnung mit Gott gebahnt. Josef und Maria brachten Jesus in den Tempel, um ihn nach dem Gesetz des Mose Gott darzustellen, zu weihen. Simeon war gerecht und fromm. Und die Hanna hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. All das ermöglichte eine Begegnung zwischen Jesus und seinem Volk, das Simeon und Hanna darstellten.

Kenne ich noch das Gesetz Gottes, die Zehn Gebote, das Gebot der Liebe? Bemühe ich mich darum, sie zu befolgen? Welche Gebote bzw. Gesetze Gottes habe ich aufgegeben? Warum? Betrachte ich das Gesetz Gottes als einen Weg des Glücks und der Freiheit? Welches Gebot will ich mir heute neu zu Herzen nehmen?

  1. Das Wirken des Heiligen Geistes

Es wird sehr betont, dass der Heilige Geist auf Simeon ruhte. Mehr noch, Simeon war sehr sensibel für seine Stimme: für seine Verheißungen und seine Führung. Und er gehorchte ihm. So ist er zum Tempel gegangen gerade in diesem Augenblick, als Maria und Josef das Jesuskind Gott weihen wollten. Der Heilige Geist öffnete seine Augen, so dass er in einem kleinen, fremden Kind das versprochene Heil erkennen und es als das Licht zur Erleuchtung der Heiden annehmen konnte. Er hatte das Glück, Jesus selbst in die Arme zu nehmen und an sein Herz zu drücken.

Wer ist der Heilige Geist für mich? Verlasse ich mich auf seine Führung? Lebe ich aus seiner Kraft? Höre ich auf seine Stimme? Bete ich zu ihm um seine Gaben? Wo und wie habe ich sein Wirken wahrgenommen?

  1. Zeugen und Propheten

Simeon und Hanna bezeugen vor allen, was sie erfahren haben. Sie können unmöglich drüber schweigen, dass sie im Jesuskind Gott selbst begegnet sind. Alle sollen erfahren, dass Gott sich seines Volkes angenommen und ihm das Heil geschenkt hat. Alle sollen in das Licht Gottes treten, um sich befreien und erlösen zu lassen, um ihr Leben hell machen zu lassen. Die Begegnung mit Jesus Christus ist die Erfüllung des menschlichen Lebens, mehr braucht man nicht. In ihm haben wir ja alles! Simeon und Hanna können die gegenwärtige Zeit erkennen und in die Zukunft sehen, die ihnen von Gott her offenbart wird.

Welche Glaubenserfahrungen habe ich in der letzten Zeit gemacht? Teile ich sie gerne mit den anderen? Welches Zeugnis von Jesus Christus gebe ich? Will ich alle mit ihm bekannt machen? Kann ich die Gegenwart im Licht Gottes interpretieren? Verbreite ich die Freude des Evangeliums? Warum nicht?

Lobpreis

„Atme in uns, Heiliger Geist, brenne in uns, Heiliger Geist,
wirke in uns, Heiliger Geist,
Atem Gottes, komm!”

Komm, du Geist, durchdringe uns, komm, du Geist, kehr bei uns ein!
Komm, du Geist, belebe uns, wir ersehnen dich!

Komm, du Geist der Heiligkeit, komm, du Geist der Wahrheit.
Komm, du Geist der Liebe, wir ersehnen dich!

Komm, du Geist, mach du uns eins, komm, du Geist, erfülle uns.
Komm, du Geist und schaff uns neu, wir ersehnen dich!

Vorsatz

Ich öffne mein Herz für den Heiligen Geist und bitte ihn um seine Führung.

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Betrachtung zum 4. Sonntag im Jahreskreis A

30.01.2026 weniger...

Willst du glücklich sein?  

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm. Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen. Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel (Mt 5,1-12a).

Gebet

Herr Jesus Christus, wir dürfen zu dir kommen. Du weist uns nicht ab. Im Gegenteil. Du hast für uns Zeit. Du schaust uns an und sprichst zu uns. Wir gut tut uns deine Gegenwart, deine Stimme! Du allein bist der Meister des Lebens. Spricht nun zu uns und zeige uns den Weg zum Glück. Erleuchte uns mit deinem Heiligen Geist, damit wir deine Worte begreifen können. Er durchbreche unsere Taubheit und öffnen unser Herz für dein Wort. Heiliger Geist, du Feuer der ewigen Liebe, entfache uns heute neu, reinige und durchglühe uns. Heiliger Geist, erfülle uns heute neu mit dem Licht deiner Wahrheit.

Persönliche Lektüre

Lieber Jesus, du sieht mein ganzes Leben. Du nimmst mich wahr. Du nimmst mich ernst. Das ist meine Freude. Auch ich will für dich da sein. Hilf mir, ganz Ohr zu sein für dich. So sehr brauche ich dein Wort. Hilf mir, dir nicht nur zuzuhören, sondern vor allem dein Wort zu beherzigen und aus ihm zu leben. Heiliger Geist, du Odem Gottes, hauche mich heute an und belebe mich. Führe mich ins Glück, das ich nur bei Jesus finden kann.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Der Weg Jesu zum Glück

Jesus war glücklich. Er wollte allen Menschen, den Weg des Glücks führen. Man kann ja das eigene Glück nicht nur für sich selbst bewahren. Man sagt ja: Geteiltes Glück verdoppelt sich. Jesus spricht also die Menschen selig, das heißt glücklich. Er will, dass sie seiner Zusage trauen und mit ihrem Zutun zu ihrem Glück beitragen. Nur wenn wir den Weg Jesu zum Glück heute wagen, werden wir dieses Glück schon in diesem Leben verkosten und es einst im ewigen Leben in ganzer Fülle genießen.

Glaube ich dem Wort Jesu? Traue ich seinem Weg? Will ich wirklich glücklich sein? Bin ich arm vor Gott? Lasse ich mich von Jesus beschenken? Glaube ich daran, dass Jesus es gut mit mir meint und mich glücklich machen will? Wann fühlte ich mich bei ihm glücklich? Wie trage ich zu meinem Glück bei? Bin ich bereit den Weg zum Glück mit Jesus zu gehen?

  1. Glück im Unglück haben

So sagen wir, wenn alles letztendlich gut ausfällt. Die Welt betrachtet die Situationen, die Jesus in seinen Seligpreisungen anspricht als Unglück. Wer will in der heutigen Welt das Glück mit Armut, Trauer, Bemühung, Verfolgung, Beschimpfung, Reinheit und Barmherzigkeit verbinden? Menschen, die mit diesen Situationen zu tun haben, bezeichnen wir meistens als unglücklich. Und gerade sie preist Jesus selig, glücklich! Er nimmt die Wirklichkeit der Menschen ernst und verkündet uns Glück im Unglück. Seine Macht hat eben das letzte Wort!

Was erlebe ich heute? Was, wer gibt mir heute zu schaffen? Worunter, woran leide ich? Habe ich den Mut, mit allem zu Jesus zu kommen? Kann ich ein Glück selbst im Unglück erkennen? Bin ich trotzt allen Schwierigkeiten bereit, Jesus treu zu bleiben, gegen den Strom zu schwimmen? Wann habe ich das Glück in Armut, Trauer, Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Frieden, Verfolgung erfahren?

  1. Freut euch und jubelt

Man kann sich das Glück ohne Freude und Jubel nicht vorstellen, selbst, wenn wir sie nach außen her nicht zeigen. Diese Freude zeichnet aber den ganzen Menschen. Sie ist die Sache des Herzens. Sie erfüllt den ganzen Menschen. So ist es auch mit den Seligpreisungen Jesu. Sie sind nicht verschiedene Wege, die man wählen soll, um glücklich zu werden. Vielmehr sind sie alle eine Mentalität, die die Jünger, die Glücklichen, auszeichnet.

Kann ich mich an Gott freuen? Kann ich vor Jesus auch dann jauchzen, wenn sich den Eindruck haben, dass sich alles gegen mich wendet? Bin ich ein fröhlicher Mensch? Was gibt mit Freude im Glauben? Wo fehlt es mir an der Freude? Warum? Kann ich mich mit den Fröhlichen freuen? Wann habe ich eine echte, spontane Freude erfahren? Habe ich mich dafür bedankt? Kann ich voll Freude vor Gott tanzen?

Lobpreis

Mein Blick richtet sich auf zu den Höh`n

Von wo mir Hilfe naht

All meine Hilfe such` ich in ihm

Gott der Barmherzigkeit

Hab` ich mich verlaufen, so suchst du mich Herr

Hältst mich in deinem Arm

In meinem Schmerz begegnest du mir

Nimmst mich bedingungslos an.

Selig die Barmherzigen, die in der Liebe sind

Denn sie werden Erbarmen finden.

Wenn nicht du die Schuld vergibst,

Wer könnte vor dir besteh`n

In der Vergebung liegt alle Kraft

Die Kraft die uns fähig macht 

Die Schuld ist getragen von Gottes Sohn

Steigt von den Toten herauf

Sein Heiliger Geist lässt es uns hör`n

„Jesus ist der Herr“

Und jede Angst, sie weicht vor ihm

Denn er hat dich befreit

Vertraue auf die Kraft des Herrn

Er lebt für alle Zeit

Vorsatz

Gott ist die Freude meines Lebens! Ich versuche diese Wahrheit im Gebet zu erfahren.

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Betrachtung zum 3. Sonntag im Jahreskreis A

23.01.2026 weniger...

Ein Licht in meinem Dunkel

Als Jesus hörte, dass Johannes ausgeliefert worden war, kehrte er nach Galiläa zurück. Er verließ Nazaret, um in Kafárnaum zu wohnen, das am See liegt, im Gebiet von Sébulon und Náftali. Denn es sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesája gesagt worden ist: Das Land Sébulon und das Land Náftali, die Straße am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa: Das Volk, das im Dunkel saß, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen. Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach. Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus nach. Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden (Mt 4,12-23).

Gebet

Herr Jesus Christus, du kommst zu uns. Du allein bist das Licht der Welt, das unsere Finsternis zu erhellen vermag. Ja, du machst alles hell, du schaffst alles neu! Wir freuen uns über dein Kommen zu uns. Befreie uns von der Angst vor deinem Licht. Mache uns offen für deine Gegenwart und dein Wirken. Hilf uns umzukehren zu dir! Erfülle uns neu mit dem Heiligen Geist, der uns ans Licht führt. Heiliger Geist, du Feuer der ewigen Liebe Gottes, entfache uns heute neu. Befreie uns von uns selbst, damit wir ganz für dich und für Jesus da sein können. Heiliger Geist, komm auf uns herab und wirke unter uns!

Persönliche Lektüre

Jesus, du nimmst dir Zeit für mich. Ich bin für dich wichtig. Du kennst mich und weißt ganz genau, wie nötig ich dich habe. Ich kann über deine Liebe nicht genug staunen. Ich will dich aufnehmen. Befähige mich dazu durch deinen Heiligen Geist. Du, Geist der Stärke und des Rates, sei nun bei mir. Führe mich in das Licht Jesu.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Jesus verlässt alles für mich.

Jesus hat sich entschieden alles zu verlassen: seine Familie, seine Freunde, seine Heimatstadt Nazaret. Warum? Um in Kafarnaum zu wohnen, um mit mir zu wohnen. Er hat alles verlassen, um sein Licht zu allen zu bringen, die es bitter nötig haben, die im Dunkel leben und im Schattenreich des Todes wohnen. Er hat ja alles für mich verlassen. Er will mich in meiner Heimat finden, mit mir wohnen und Freundschaft mit mir schließen. Mehr noch, er will eine Liebesbeziehung zu seiner Kirche, zu meiner Seele. Er ist ja der Bräutigam!

Freue ich mich wirklich darüber, dass Jesus selbst zu mir kommt? Bin ich dafür dankbar, dass er alles gerade für mich verlassen hat? Habe ich Zeit für ihn? Lasse ich ihn bei mir wohnen? Lebe ich mit ihm? Bin ich sein(e) Freund(in)? Kann er auf mich zählen? Liebe ich Jesus? Bekenne ich ihm meine Liebe?

  1. Das Licht Jesu annehmen: Umkehren!

Mit Tausenden Lichtern haben wir tagtäglich zu tun. Wir haben sie gern. Wir regen uns sehr auf, wenn der Strom nur für einen kurzen Augenblick ausfällt. Andererseits sehnen wir uns nach einem Licht, das unserer inneren Finsternis, dem inneren Tod ein Ende setzt. Wir spüren, dass jede Sünde uns von Gott, dem wahren Licht trennt. Wir spüren, dass wir damit Orientierung verlieren. Mehr noch, wir erfahren, dass die Sünde den Tod mit sich bringt. Es gibt ja viele heidnische Bereiche in unserem Leben, die mit dem Evangelium wenig oder gar nichts zu tun haben. Darum bietet uns Jesus sein Licht an, mit dem er unser Leben wieder hell machen will. Ja, er fordert uns auf, umzukehren und sein Reich anzunehmen. Nur so wird Jesus ein Licht für alle unsere Wege!

Wo ist es finster in meinem Leben? Wo lasse ich das Licht Jesu nicht hinein? Warum? Habe ich mir überlegt, was die Sünde in mir bewirkt? Spüre ich noch die Hässlichkeit und die Schrecklichkeit der Sünde? Will ich sie Jesus anvertrauen? Wann hat Jesus das letzte Mal mein Leben hell gemacht? Wie habe ich mich danach gefüllt? Lebe ich im Licht Jesu? Erbitte ich sein Licht bei allen meinen Entscheidungen?

  1. Ich verlasse alles für Jesus.

Von den ersten Aposteln heißt es: Sie ließen ihre Netze, sie verließen das Boot und ihren Vater und folgten Jesus. Mehr noch, sie taten es sofort, sogleich. Warum denn? Warum setzten sie alles aufs Spiel? Warum wagten sie alles? Sie haben etwas von der barmherzigen Liebe Jesu verstanden. Sie wollten sie nicht ohne Antwort lassen. Sie taten es für Jesus. Mehr noch, sie haben erfahren, wie uns der Evangelist Lukas berichtet, dass Jesus alles kann, dass er sich im Fischen besser auskennt als sie erfahrene Fischer! Letztendlich sollten sie Fischer bleiben aber auf einer ganz anderen Ebene: Sie sollten von da an Menschenfischer werden.

Kenne ich Jesus? Höre ich seine Stimme im Arbeitsalltag? Habe ich Zeit dafür? Was würde ich für Jesus heute lassen, wen verlassen? Bin ich heute bereit, alles und alle für Jesus zu verlassen? Warum nicht? Ist Jesus wirklich alles, was ich brauche? Setze ich mich für seine Sache ein? Wie folge ich Jesus? Was mache ich lieber morgen als sofort? Warum?

Lobpreis

Licht dieser Welt Du strahlst in unserer Nacht auf

Leuchtest den Weg lässt mich sehn

Herr Deine Schönheit lässt mich anbeten

Ewig werd’ ich vor Dir stehn

Ich will Dich anbeten

Will mich vor Dir beugen

Will Dir sagen Du nur bist mein Gott

Denn Du allein bist herrlich

Du allein bist würdig

Du nur bist vollkommen gut zu mir

Herr aller Zeiten Du bist hoch erhaben

Herrlich im Himmel erhöht

Doch voller Demut kamst Du auf diese Erde

Zeigst worin Liebe besteht

 Herr nie begreife ich die Last, 

die Du am Kreuz getragen hast

Vorsatz

Ich entscheide mich sofort, Jesus in meinen heidnischen Lebensbereichen wohnen zu lassen und sie von ihm hell machen zu lassen.

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Betrachtung zum 2. Sonntag im Jahreskries A

17.01.2026 weniger...

Das Lamm Gottes kennen

In jener Zeit sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt! Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, damit er Israel offenbart wird. Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen und auf ihm bleiben siehst, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. Und ich habe es gesehen und bezeuge: Dieser ist der Sohn Gottes (Joh 1,29-34).

Gebet

Herr Jesus Christus, du bist in unserer Mitte und wir erkennen dich einfach nicht. Wir sehen viel zu oft nur das Äußere und bleiben für dein Geheimnis blind. Schenke uns wie Johannes damals deinen Heiligen Geist, damit auch wir dich erkennen können. Mach uns sehend für deine Gegenwart und hellhörig für deine Stimme. Komm herab, Heiliger Geist, und bete du in uns. Mach unsere Herzen brennen, damit wir die Geheimnisse Gottes durchdringen und im Glauben gestärkt werden. Bete du in uns und entfache uns neu mit dem Feuer deiner Liebe.

Persönliche Lektüre

Jesus, ich will dich besser kennen lernen, dich mehr lieben und dir eifriger folgen. Nur du kannst mir die Kraft dazu schenken. Auf dich vertraue ich. Sei mir nun nahe, wenn ich zu dir komme und auf dich hören will. Öffnen meine Ohren und mein Herz, dass ich dein Wort beherzige und aus ihm jeden Tag neu lebe.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Jesus kennen…

Johannes der Täufer hat Jesus etwa 30 Jahre gekannt. Er war ja sein sechs Monate älterer Cousin. Sie haben sicher miteinander gespielt und geredet. Und doch kannte Johannes der Täufer Jesus eigentlich nicht. Er selbst gibt das zu. Ja, Johannes hat das Geheimnis Jesu, das er in seinem Herzen barg, lange nicht erkannt. Er war seinen Augen verborgen. Das Äussere und das Alltägliche stören uns oft die Geheimnisse Gottes durchzudringen. Erst wenn jemand ein echtes Zeugnis von sich selbst ablegt, lernen wir ihn wirklich kennen. Wer kann aber selbst das eigene Geheimnis in Worte fassen?

Wie lange kenne ich schon Jesus? Wer ist er für mich? Lebe ich mit ihm meinen Alltag? Habe ich mich an ihn gewöhnt? Lerne ich ihn immer besser kennen? Höre ich auf sein Zeugnis? Ist Jesus für mich das grösste Geschenk des Vaters? Schätze ich ihn? Nehme ich ihn jeden Tag neu wahr? Nehme ich ihn ernst?

  1. Der Geist der Erkenntnis

Johannes der Täufer hat zugegeben, dass er Jesus erst bei seiner Taufe erkannt hat. Nicht aus eigener Kraft und Intelligenz, sondern dank dem Heiligen Geist war ihm das möglich. In ihm hat er ein Erkennungszeichen bekommen. In ihm konnte er es wahrnehmen. Der Heilige Geist selber ist auf Jesus sichtbar in der Gestalt einer Taube herabgekommen. So glaubt Johannes dem Geist Gottes und bezeugt Jesus vor den Menschen. Das Erkannte und Erfahrene will er weitergeben. Alle sollen ja Jesus im Geist und in der Wahrheit erkennen.

Höre ich auf den Geist Gottes und seine Verheißungen? Glaube ich ihm? Bete ich jeden Tag um seine Gaben? Lass ich mich von ihm leiten und begleiten? Öffne ich ihm mein Herz, damit er meine Augen für Jesus öffnen kann? Wann habe ich sein Wirken gespürt? Was ließ er mich in der letzten Zeit erkennen? Bin ich dafür dankbar?

  1. Das Lamm Gottes

Johannes der Täufer hat das tiefe Geheimnis Jesu erkannt: Jesus ist das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt. Er ist der Sohn Gottes. Bis heute bezeugen wir in jeder Eucharistiefeier vor der Heiligen Kommunion dieses innigste Geheimnis Jesu: Seht, das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt. Wir müssen es neu lernen und begreifen. Wir dürfen Jesus nicht auf ein Vorbild, einen guten Menschen, einen Revolutionären oder auf unseren Bruder reduzieren. Er ist viel mehr als das!!! Er gibt als Lamm sein Leben für mich hin! Er rettet mich von meiner Sünde. Er schenkt mir das Leben, das ewige Leben. Jawohl, er ist der Sohn Gottes.

Welche Namen gebe ich Jesus gern? Warum? Ist er für mich vor allem das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt? Nehme ich seine Vergebung und Befreiung immer wieder in Anspruch? Bin ich ihm dafür dankbar? Was tue ich, um Jesus das Leiden zu ersparen? Lerne ich von ihm, mein Leben für die anderen hinzugeben?

Lobpreis

Heilig, heilig, das Lamm Gottes
Das geopfert ist
Lob und Ehre sei dir, dem König
Auf dem Gnadenthron

Heilig, heilig, heilig
Ist der Herr, Gott, allmächtig
Der war und ist und der da kommt
Die ganze Schöpfung singt und
Preist dich, den König
Du bist mir alles, Herr
Und ich will dich ehren
 

Wenn dein Name auch nur erwähnt wird
Wirkst du Wunder unter uns
Jesus, in deinem Namen
Ist die Kraft zum Leben
Welch ein Geheimnis öffnet sich

Deine Schönheit ist unbeschreiblich
Dein Licht strahlt heller als die Sonne
Lobpreis und Ehre, Weisheit
Und Macht sei dir allein
Nur dir, dem einzig wahren Gott

 Vorsatz

Ich versuche bewusst zu beten bzw. zu singen: Das Lamm Gottes… vor der Heiligen Kommunion.

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Betrachtung zur Taufe des Herrn im Jahreskreis A

09.01.2026 weniger...

Getauft sein

In jener Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm: Ich müsste von dir getauft werden und du kommst zu mir? Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu! Denn so können wir die Gerechtigkeit ganz erfüllen. Da gab Johannes nach. Als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf. Und siehe, da öffnete sich der Himmel und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe (Mt 3,13-17).

Gebet

Herr Jesus Christus, du beginnst dein öffentliches Wirken mit der Taufe im Jordan. Dein Vater salbt dich mit dem Heiligen Geist und bestätigt dich als seinen geliebten Sohn. Aus dieser Salbung und aus dieser Beziehung heraus wagst du das Evangelium zu verkünden und die Menschen zu erlösen. Lass uns das Geschenk der Taufe neu entdecken und aus dieser Gnade heraus als Kinder Gottes leben. Entfache uns neu und sende uns aus in der Kraft deines Geistes. Heiliger Geist, durchflute uns mit deinem Feuer und deiner Liebe.

Persönliche Lektüre

Jesus, hast das Wasser geheiligt, in dem ich getauft wurde. Du hast mich mit dem Vater versöhnt. Nimm mich an die Hand und führ mich in die Arme des Vaters. Lass mich erfahren, dass ich ein geliebtes Kind Gottes bin. Öffne mich für dein Wort und verwandle mein Herz. Heiliger Geist, bete du in mir und erfreu mich in Gott, meinem Vater! Ich werde ruhig und still… Herr, ich bin ganz da für dich…

Gedanken zur Betrachtung

  1. Reinigendes Wasser

Jesus ist in die Wasser des Jordans hinabgestiegen, um das Wasser für uns zu heiligen. Im Jordan hat er unsere Sünden auf sich genommen, um die Gerechtigkeit des Vaters ganz zu erfüllen, um uns zu erlösen. So hat er auch nach seiner Taufe keine Sünden bekennen müssen, weil er ja ohne Sünde war. Das Wasser der Taufe, das Weihwasser wäscht uns rein von jeder Sünde. Gott reinigt und heiligt uns, damit wir als seine Kinder leben können. Er schenkt uns unsere Würde, die wir durch die Sünde verloren haben, zurück. Wir sind seine Heiligen, seine geliebten Kinder. Wenn wir Weihwasser gebrauchen, sollen wir uns bewusst machen, dass wir ein heiliges Leben führen sollen. Wir sollen uns immer wieder neu darin reinigen lassen und das Weihwasser als Schutz vor dem Bösen bewusster gebrauchen.

Bin ich Gott für meine Taufe dankbar? Freue ich mich darüber, dass ich sein Kind sein darf? Bemühe ich mich als Kind Gottes zu leben, heilig zu sein? Gebrauche ich bewusst das Weihwasser, um mich von lässlichen Sünden zu reinigen, um mich an Gott, meinen Vater zu erinnern? Ist das Weihwasser ein starker Schutz für mein alltägliches Leben?

  1. Lebendiger Geist

Bei der Taufe Jesu ist der Heilige Geist in der Gestalt einer Taube auf ihn herabgekommen. Er hat ihn ganz und gar erfüllt, er ruhte auf ihm. In seiner Kraft konnte Jesus den Willen des Vaters, seine Sendung erfüllen. Durch den Geist Gottes spürte Jesus, dass der Vater immer bei ihm war. Darum tat er Gutes und heilte die Menschen, er rettet uns aus der Macht der Sünde und aus der Gewalt des Teufels (Apg 10,38). Durch die Taufe wurden auch wir zum Tempel des Heiligen Geistes. Er gibt uns Kraft, Böses zu meiden und Gutes zu tun. Er betet in uns und gießt die Liebe des Vaters in unseren Herzen aus. Er führt und leitet uns auf dem Weg des Heils. Vielleicht ist es sinnvoll, die eigene Taufkerze anzuzünden und den Geist Gottes in mein Leben neu einzuladen…

Lasse ich den Heiligen Geist in mir wirken oder lösche ich ihn aus? Wie erfahre ich das Wirken des Heiligen Geistes in meinem Leben? Bete ich zu ihm? Kann ich meine Leben seiner Führung überlassen? Wo soll mich heute der Heiliger Geist beleben, ja neu schaffen?

  1. Kraftvolles Wort

Gott, der Vater bestätigt Jesus als seinen geliebten Sohn, an dem er sein Gefallen gefunden habe. Wenn der Mensch gute Worte hört und im Dialog mit Gott und den anderen bleibt, kann er leben. Sonst wird das Leben unerträglich und behindert uns in unserer Entwicklung. Gott hat immer ein gutes Wort für uns. Wenn wir mit ihm täglich im Kontakt bleiben, heilt er unsere Wunden, die uns durch alle schlechten Worte geschlagen wurden, die die Mitmenschen zu uns gesprochen oder gar uns angeschrien haben. Als Christen sind wir zur Gemeinschaft mit Gott und miteinander berufen. Wir sollen uns auch aneinander freuen und füreinander da sein. Wo die Gemeinschaft, ja der Geist der Familie in der Kirche nicht erfahrbar und erlebbar ist, dort nehmen die Christen ihre Taufe nicht erst.

Welches Wort von Gott hat mich kürzlich angesprochen, ja betroffen gemacht? Habe ich Zeit Gottes Wort zu hören, zu betrachten? Pflege ich meine Beziehung zu Gott? Welche Worte spreche ich zu den anderen? Wann gebrauche ich Schimpfwörter? Warum? Bemühe ich mich darum, gute Worte zu sprechen?  Heiße ich die Mitmenschen in meiner Familie, in meiner Kirchgemeinde willkommen?

Lobpreis

Durchflute mein Herz, durchflute mein Herz.                                                                                                               Geist Gottes, durchflute mein Herz! 

In dir find ich Ruh. mein Alles bist du.

Geist Gottes, durchflute mein Herz!

 Vorsatz

Ich versuche mehr Dialog mit Gott und mit den anderen zu pflegen.

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Betrachtung zum Hochfest Erscheinung des Herrn im Jahreskreis A

02.01.2026 weniger...

Gottes und unsere Gaben

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, siehe, da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohepriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Christus geboren werden solle. Sie antworteten ihm: in Betlehem in Judäa; denn so steht es geschrieben bei dem Propheten: Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach dem Kind; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige! Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land (Mt 2,1-12).

Gebet

Herr Jesus Christus, du bist zu uns als Kind gekommen. Du hast diesen Weg gewählt, um dich uns Menschen zu offenbaren, um vor unseren Augen zu erscheinen. Dein Licht leuchtet allen Menschen ohne Ausnahme. Alle, die deinen Stern sehen und sich auf den Weg machen, dürfen dir begegnen. Auch wir wollen dich heute mit den drei Weisen vom Osten besuchen. Mit ihnen wollen wir dich als unseren König erkennen und anbeten. Hilf uns dazu! Schenke uns deinen Heiligen Geist, dass wir den Weg zu dir nicht verfehlen. Er mache unsere Augen sehend und unsere Herzen fühlend, damit wir dich wahrnehmen und anbeten können. Heiliger Geist, durchglühe unsere Herzen mit großer Sehnsucht nach Jesus.

Persönliche Lektüre

Jesus, du ladest mich zu dir ein. Ich darf dich besuchen und dir neu begegnen. Ich freue mich sehr darüber. Ich komme gerne zu dir. Schön, dass es dich gibt. In Betlehem, im Haus des Brotes, sollen wir einander begegnen. An jedem Altar der Welt ist das Haus des Brotes. Danke, Herr, dass ich das Mahl der Liebe mit dir feiern darf. Danke für das lebendige Brot, für dich selbst in der Heiligen Kommunion. Vor dir beuge ich meine Knie und bete dich an.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Kostbares Gold

Wenn wir einen Besuch bei jemandem machen, dann bringen wir meistens ein kleines Geschenk mit. Das haben auch die drei Weisen vom Osten getan. Sie haben das Jesuskind mit dem beschenkt, was sie selber besassen. Betrachten wir heute ihre Geschenke und überlegen wir uns, was wir selbst Jesus schenken können. Das Gold schenkten die Weisen Jesus. Das Gold bedeutet Reichtum. Damit ehrten die Weisen Jesus als ihren König. Was sie selbst vielleicht geerbt, erarbeitet, erspart haben, das schenkten sie dem anderen! Was für ein Gold besitze ich? Das Gold der Güte und der Menschenfreundlichkeit. Es ist kostbarer und wertvoller als alle Goldstäbe der Welt! Jedes gute Wort, jede gute Tat, jede geleistete Hilfe, jede zärtliche Zuwendung usw., usf. ist reines, feines Gold, das ich dem Jesuskind schenken kann.

Womit komme ich zu Jesus? Denke ich daran, ihm etwas zu schenken, wenn ich ihn in seinem Haus, in der Kirche besuche? Was kann ich Jesus schenken? Was ist mein Gold heute? Lege ich selbst die „Brocken“ meiner Güte und Menschenfreundlichkeit zu seinen Füssen? Was für Gutes habe ich heute getan? Schenke ich es Jesus, um ihm für diese Gnade zu danken? Welchen Reichtum will ich für mich selbst behalten?

  1. Geheimnisvoller Weihrauch

Die Sterndeuter schenkten Jesus Weihrauch. Bei größeren Festen gebrauchen wir in der Kirche Weihrauch. Warum denn? Der Weihrauch ist ein Symbol des Göttlichen. Er steigt zum Himmel hinauf, wo Gott wohnt. Er verhüllt etwas. Wir können Gott nicht in Worte fassen, wir können ihn mit den Händen nicht anfassen und festhalten. Er bleibt immer der geheimnisvolle Gott. Der Weihrauch verbreitet einen Duft, der uns an die Süße und Milde Gottes erinnert. Mit dem Weihrauch bringen wir unsere Sehnsucht nach Mehr, ja, nach Gott selbst zum Ausdruck. Wir verlangen nach einem König, nach einem Hirten, der uns behütet und rettet, der uns Heil bringt. Sein Name ist Jesus.

Wer ist Gott für mich? Suche ich nach ihm wie die drei Weisen von Osten? Bin ich bereit, mich zu bemühen, um dem geheimnisvollen Gott näher zu kommen? Lasse ich Gott Gott sein? Lasse ich mich auf der Suche nach Gott vom Wort Gottes leiten? Nehme ich auch dabei die Hilfe der Mitmenschen in Anspruch? Wo und wie habe ich einfach gespürt, dass Gott da war? Bete ich ihn an?

  1. Bittere Myrrhe

Myrrhe war die dritte Gabe der Könige für Jesus. Myrrhe ist das wohlriechende Harz, das ähnlich wie Weihrauch aus der Rinde von Balsambäumen und -sträuchern gewonnen wird. Myrrhe ist ein uraltes Rauchopfer, Parfüm und ein wichtiges Heilmittel. Man hat sie oft bei der Bestattung gebraucht. Sie verweist auf die Menschwerdung Gottes. Gott wurde Mensch: verletzlich, zerbrechlich und sterblich. Er ist in Jesus zur Welt gekommen, um uns aus unserer Sündhaftigkeit, Zerbrechlichkeit, Krankheit zu retten, uns zu heilen. Er ist gekommen, um uns aus dem Tod zu retten.

Nehme ich mein Menschsein in allen seinen Dimensionen an? Wo habe ich erfahren, wie verletzlich und zerbrechlich ich bin? Kann ich dem Jesuskind mein Versagen, meine Sünde, meine Hinfälligkeit, meine Krankheit, mein Alter schenken? Kann ich sie ganz loslassen und in die Hände Jesu legen? Wo und wie habe ich das Heil Gottes erfahren? Bin ich Gott dankbar, dass er mir nicht nur etwas, sondern alles schenkt: seinen eigenen Sohn?

Lobpreis

Herbei, o ihr Gläub’gen, fröhlich triumphieret,

o kommet, o kommet nach Bethlehem;

sehet das Kindlein, uns zum Heil geboren!

O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten,

o lasset uns anbeten den König, den Herrn! 

Der König der Ehren, Licht vom ewgen Lichte,

verschmäht nicht zu ruhn in Marien Schoß,

Gott, wahrer Gott, von Ewigkeit geboren!

O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten,

o lasset uns anbeten den König, den Herrn!

Kommt, singet dem Herren, o ihr Engelchöre,

frohlocket, frohlocket, ihr Seligen!

Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden!

O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten,

o lasset uns anbeten den König, den Herrn! 

Geboren auf Erden heute für uns Menschen,

dir, Jesu, sei Ehre und Preis und Ruhm,

dir, Fleisch gewordnes Wort des ewgen Vaters!

O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten,

o lasset uns anbeten den König, den Herrn!

 Vorsatz

Ich nehme mir vor jedem Gottesdienst Zeit, um Jesus meine „Geschenke“ zu geben.

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Betrachtung zum Hochfest der Gottesmutter Maria im Jahreskreis A

01.01.2026 weniger...

Im Herzen bewahren

In jener Zeit eilten die Hirten nach Betlehem und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie von dem Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde. Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war. Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, bevor das Kind im Mutterleib empfangen war (Lk 2,16-21).

Gebet

Maria, Muttergottes, als deine Kinder kommen wir zu dir zu Beginn des neuen Jahres. Wir wollen es mit dir anfangen und uns von dir zu begleiten wissen. Du wurdest auserkoren, Muttergottes zu werden. Du hast zu dieser Aufgabe dein freiwilliges Ja gesagt. Du hast es auch dein Leben lang gelebt. Wir bitten dich, hilf uns für den Heiligen Geist wie du ganz offen zu sein! Hilf uns, auf ihn zu hören und aus seiner Kraft jeden neuen Tag zu leben. Heiliger Geist, sei du unser Begleiter und Führer im neuen Jahr. Hilf uns, alles in der Gegenwart Jesu Christi zu denken, zu reden und zu tun. Heiliger Geist, durchglühe uns neu mit deiner Kraft und Liebe.

Persönliche Lektüre

Maria, meine Mutter. Du bist Muttergottes. Schenke mir Jesus für jeden Augenblick des neuen Jahres. Lehre mich, mit ihm zu leben, zu lachen und zu weinen. Maria, sei mir ganz nah. Schau liebevoll auf mich, dein Kind und lass mich nie allein. Nur mit dir will ich alles wagen! Dieses Jahr, das der Herr mir schenkt, wird mit dir ganz anders sein. Hilf mir dazu! Jesus ich bin dein und du bist mein. Das genügt mir.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Die Hirten erzählen

Wir hören gerne zu, wenn andere etwas Interessantes zu erzählen haben besonders, wenn sie etwas selbst erlebt haben. Sie erzählen uns voll Begeisterung von ihren eigenen Erlebnissen. Sie lassen uns spüren, was sie dabei bewegt hat, wie sie reagiert haben, wie sie jetzt das Erfahrene einschätzen. Ich meine, gerade so waren die Hirten an der Krippe, in der das Jesuskind lag. Maria und Josef hörten ihnen zu. Sie haben nun auch von den Fremden erfahren, dass das kleine Kind, das vor wenigen Stunden zur Welt gekommen ist, der Retter der Welt sei. Sie haben wieder über die Engel gehört, denen sie selbst begegnet sind. Sie haben vernommen, dass das Zeichen eines Kindes in der Krippe, alles bestätigt und für alle zu grosser Freude wird. Die Hirten erzählten das Gehörte und das Erfahrene. Sie wollten es nicht für sich selbst behalten.

Kann ich noch in meiner hektischen Welt auf Gott und seine Boten hören? Habe ich in der vergangenen Silvesternacht seine Stimme gehört? Was sagte sie mir? Glaube ich dem Wort Gottes? Lese ich gerne die Bibel? Suche ich darin den lebendigen Gott, der mich durch das Leben begleiten will? Wie habe ich Gott in den letzten Tagen erfahren? Spreche ich gerne über Jesus, den Retter der Welt? Habe ich den Mut, zu meinem Freund Jesus zu stehen? Kann ich über meine Glaubenserfahrungen mit den anderen sprechen? Bin ich davon überzeugt, dass sie die anderen im Glauben stärken bzw. sie zum Glauben führen können? Wann verschweige ich Gott und sein Wirken in meinem Leben? Warum?

  1. Maria bewahrt alles

Maria hörte den Hirten zu. Sie bewahrte ihre Worte und alles, was damals geschehen war in ihrem mütterlichen Herzen. Das war ihr kostbarer Schatz. Er hat ihren Glauben bestätigt und geprägt. Er war das Herzstück ihrer Pilgerschaft im Glauben. Mehr noch, sie dachte darüber nach. Sie betrachtete immer wieder diesen Schatz von Worten und Ereignissen und schöpfte daraus ein Licht für den weiteren Weg. Wortwörtlich heißt es im Text nicht nachdenken, sondern zusammenlegen. Das im Glauben gehörte legte sie mit dem Geschehenen zusammen. Beide entsprachen einender. Dies erfüllte ihr Herz mit Freude und stärkte sie für den nächsten nicht einfachen Schritt: Die Flucht nach Ägypten.

Kann ich zuhören, ohne zu unterbrechen? Bewahre ich die Worte Gottes wirklich in meinem Herzen? Schreibe ich mir auf oder unterstreiche ich in der Bibel die Worte Gottes, die für mich besondere Bedeutung haben? Kehre ich immer wieder zu ihnen zurück? Sind sie auch für mich ein Licht für den weiteren Lebensweg? Lebe ich meinen Glauben im Alltag? Habe ich Zeit zur Betrachtung? Was ließ mich Gott in der vergangenen Woche (im vergangenen Jahr) erkennen? Welche Erfahrungen stärkten meinen Glauben und gaben mir Kraft, mit Gott weiterzugehen?

  1. Alle freuten sich

Wir wissen nicht, wie lange die Hirten bei der Krippe geblieben sind. Sie waren einfach da. Sie erzählten und staunten. Sie konnten sich nicht genug satt sehen am göttlichen Kind in der Krippe. So meine ich, nahm Maria das Jesuskind und legte es vertrauensvoll in die Armen jedes Hirten. Sie teilte ihr Glück mit jenen, die einen Zugang durch ihren Gehorsam zu diesem Kind gefunden haben. Sie traute ihnen zu. Sie vertraute ihnen Jesus an. Mit Zärtlichkeit und Liebe nahmen die Hirten das Jesuskind entgegen und es wurde ihnen ums Herz warm. Kein Wunder, dass sie mit Lob und Preis nach Hause gingen! Gott hat auch für sie Großes getan! Gott sei Lob, Ehr und Preis.

Habe ich Zeit, bei Jesus zu verweilen? Kann ich über Gott staunen? Kann ich seine Art und Weise, wie er sich uns zeigt, annehmen? Habe ich den Mut, das Jesuskind in meine Arme zu nehmen und an mein Herz zu drücken? Glaube ich daran, dass Jesus selbst in jeder Kommunion zu mir kommt? Staune ich darüber, dass er auch mir alles zutraut? Wie reagiere ich, wenn Jesus sich mir anvertrauen will? Lasse ich es zu? Lobe und preise ich Gott, der für mich Mensch wurde und mit mir wohnen will? Freue ich mich echt darüber, dass Jesus einfach bei mir ist? Ist es auch mir in seiner Gegenwart ums Herz warm?

Lobpreis

Wunder geschehen, wenn Du sprichst.

Alles ist möglich, wenn du hier bist.

Nichts bleibt wie es ist, weil Dein Name unser Leben ist.

Wir lieben Deinen Namen,

Wir lieben Deinen Namen

und wir hören nicht auf, wir hören nicht auf,

wir hören nicht auf zu singen!

Wer einst Bettler war, wird reich

und den Kranken schenkst du heil.

Waisenkindern reichst du Deine Hand und trägst sie heim.

Es ist recht dich zu lieben, Herr.

Es ist recht dich zu loben, Herr.

Es ist recht dich zu lieben, Herr,

denn niemand kommt Dir gleich.

Vorsatz

Ich erzähle Maria, meiner Mutter, von dem, was ich gerade erlebe.

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Betrachtung zum Fest der Heiligen Familie im Jahreskreis A

27.12.2025 weniger...

Eine starke Familie

Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien dem Josef im Traum ein Engel des Herrn und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten. Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. Dort blieb er bis zum Tod des Herodes. Denn es sollte sich erfüllen, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen. Als Herodes gestorben war, erschien dem Josef in Ägypten ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und zieh in das Land Israel; denn die Leute, die dem Kind nach dem Leben getrachtet haben, sind tot. Da stand er auf und zog mit dem Kind und dessen Mutter in das Land Israel. Als er aber hörte, dass in Judäa Archelaus an Stelle seines Vaters Herodes regierte, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Und weil er im Traum einen Befehl erhalten hatte, zog er in das Gebiet von Galiläa und ließ sich in einer Stadt namens Nazaret nieder. Denn es sollte sich erfüllen, was durch die Propheten gesagt worden ist: Er wird Nazoräer genannt werden. (Mt 2,12-15.19-23)

Gebet

Heilige Familie, wache über unseren Familien! Lehre uns echte Liebe und festen Zusammenhalt. Hilf uns verzeihen und immer wieder neu anfangen. Mache uns dankbar für jede Geste der Zärtlichkeit und Geborgenheit, die wir einender schenken. Öffne unsere Augen für die Gegenwart Gottes in unserem Leben. Erbitte uns die Gaben des Heiligen Geistes, damit wir den Plan Gottes bezüglich Familie beherzigen und leben können. Heiliger Geist, führe uns in die volle Wahrheit, mach uns alle eins mit dir und untereinander.

Persönliche Lektüre

Jesus, du bist Mensch geworden und hast unter uns gewohnt. Du warst ein Kind in einer menschlichen Familie. Du willst auch in mir und mit mir wohnen. Komm nun in mein Herz herein und bleibe bei mir. Erwärme mich mit deiner Liebe und schenke mir deinen Heiligen Geist. Ich bin ganz für dich da. Sei du auch bei mir und hilf mir, dein Wort zu betrachten und umzusetzen.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Vater, Mutter und Kind…

Mit ihnen beginnt eine Familie. Eigentlich musste man das bis vor Kurzem nicht betonen. Angesicht der Genderbewegung ist dies aber heute nötig. Von Anfang an hat Gott die Ehe als einen Bund zwischen Mann und Frau gewollt. Von Anfang an hat er diesen Bund gesegnet und die Gatten beauftragt, einander zu ergänzen und sich zu vermehren. Die eheliche Liebe wächst so über sich selbst hinaus und schenkt ein neues Leben, für das sie zärtliche Sorge trägt. Gott selbst hatte diese Ordnung geachtet, indem er Mensch (wortwörtlich KIND) in einer menschlichen Familie wurde. Wenn wir diese Ordnung zerstören, wissen wir nicht mehr, wer wir sind und finden nicht zu uns selbst.

Bin ich dankbar für meine Familie, besonders für meine Eltern und Geschwister? Nehme ich mich an als Mann oder Frau? Staune ich darüber, wie schön die Eheleute sich einander ergänzen und unterstützen können? Achte ich meine Eltern? Bete ich für sie? Habe ich Freude an meinen Kindern?

  1. Schwierige Situationen miteinander meistern

Die Heilige Familie hatte es nicht einfach. Nichts wurde ihr erspart. Gleich nach der Freude über die Geburt Jesu mussten Josef und Maria alles zusammenpacken und fliehen. Dafür haben sie aber keine Zeit. Es eilt. Das Leben des Kindes ist in Gefahr. Sie brechen nach Ägypten auf. Als Flüchtlinge müssen sie ums Überleben kämpfen, bis sie wieder in ihre Heimat zurück dürfen.  Sie sind füreinander da. Josef ist ein echter Mann und Vater, der die Verantwortung für seine Frau Maria und das Jesuskind ernstnimmt. Er bietet ihnen Hilfe und Schutz. Er rettet das Leben seiner Lieben. Er ist sofort da, wenn man ihn braucht.

Welchen Problemen begegne ich heute in meiner Familie? Was ist für mich schwer und unbegreiflich? Rede ich darüber mit den anderen Familienmitgliedern? Setze ich mich für eine gute Lösung ein?  Kann ich eine dargebotene Hand mit Dankbarkeit ergreifen? Wo soll ich vermehrt für die anderen da sein?

  1. Gott in das Leben der Familie einladen

Josef und Maria leben ihren Glauben. Er ist ihr steter Begleiter. So dürfen sie mit Jesus, mit dem Sohn Gottes, zusammenwohnen. Sie können mit ihm reden und sich von ihm belehren lassen. Sie sind offen für die Pläne Gottes. Und sie machen mit! Josef zögert nicht, dem Befehl des Engels zu folgen. Er vertraut darauf, dass Gott auch in schweren Zeiten für sie da ist und einen Ausweg zeigen wird. Tatsächlich erfährt die Heilige Familie, wie sehr Gott sie liebt und wie mächtig seine schützende Hand ist, nicht nur in einer Gefahr, sondern auch im alltäglichen Leben.

Glaube ich an Gott? Lade ich ihn in mein Leben ein? Höre ich auf ihn? Gestalte ich mit ihm meinen Alltag? Wo schliesse ich ihn gerne aus? Warum? Vertraue ich auf Gott auch dann, wenn es mir nicht gut geht, wenn alles zu schwer und nicht mehr erträglich scheint?

Lobpreis:

Lobt Gott, ihr Christen alle gleich,
in seinem höchsten Thron,
der heut schließt auf sein Himmelreich
und schenkt uns seinen Sohn.

Er kommt aus seines Vaters Schoß
und wird ein Kindlein klein,
er liegt dort elend, nackt und bloß
in einem Krippelein.

Entäußert sich all seiner Gwalt,
wird niedrig und gering
und nimmt an eines Knechts Gestalt
der Schöpfer aller Ding.

Heut schließt er wieder auf die Tür
zum schönen Paradeis;
der Kerub steht nicht mehr dafür,
Gott sei Lob, Ehr und Preis!     

Vorsatz

Ich danke Gott für meine Familie und nehme mir bewusst Zeit für sie.

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Betrachtung zu Weihnachten im Jahreskreis A

24.12.2025 weniger...

Mein Retter

Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augústus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen. Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirínius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Es geschah, als sie dort waren, da erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr. Der Engel sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens (Lk 2,1-14).

Gebet

Maria, unsere Mutter. Wir wollen in dieser Nacht bei dir sein. Du erwartest ja ein Kind, eine göttliches Kind. Jesus heißt es. Er will in unsere Welt, in unsere Lebensgeschichten hineingeboren werden. Er ist der Retter der Welt. Wir brauchen ihn so sehr! Wir sehnen uns nach ihm. Erbitte uns, Mutter Maria, die Gnade, Jesus zu erkennen und ihn in unserem Leben wohnen zu lassen. Hilf uns, unser ganzes Leben wie du mit Jesus zu gestalten. Erbitte uns die Gnade des Heiligen Geistes, dass wir das Geheimnis von Weihnachten recht verstehen und aus ihm leben können. Heiliger Geist überschatte uns und entfache uns neu. Stärke unseren Glauben und führe uns durch das Leben.

Persönliche Lektüre

Jesus, du bist das Wort des Vaters. Du willst Fleisch werden auch in mir. Mach mich ganz offen für dich und dein Wort. Hilf mir dein Wort mit meinem Herzen zu hören. Werde du Mensch in mir und durch mich. Lass heute in der Nacht dein Wort Fleisch werden in mir. Rede Herr, den dein(e) Diener(in) hört…

Gedanken zur Betrachtung

  1. In jenen Tagen…

Das Evangelium nach Lukas beschreibt genau die Umstände der Geburt Jesu. Jesus kommt in die Welt in eine ganz konkrete Realität. Das Volk Israel wird von den Römern unterdrückt. Es muss mitten unter den Menschen leben, die mehrere Götter verehren. Mehr noch, es muss dem fremden Kaiser Steuern bezahlen. Dazu dienten die Steuerlisten. Die Menschen werden beim Namen genannt. Es sind konkrete Menschen wie Josef und Maria, die ein Kind erwartete. Die Städte und Gebiete haben auch ihre Namen. Ja, Gott will einem konkreten Menschen in seiner konkreten Realität begegnen.

Wo lebe ich? Kenne ich meine Wirklichkeit? Was beschäftigt mich momentan? Welche Menschen beeinflussen mein Leben? Wo muss ich den anderen gehorchen: zu Hause, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Staat? Welche Probleme habe ich? Kann ich sie zugeben? Wo suche ich eine Lösung dafür? Glaube ich daran, dass Jesus in meine Wirklichkeit hineingeboren werden will? Bin ich bereit, ihm in meiner heutigen Situation zu begegnen?

  1. Kein Platz für sie

Gott hat es gewagt, Mensch zu werden. Er hat es gewagt, selbst wenn er in dieser unserer Welt keinen Platz für sich gefunden hat. Er musste im Stall zur Welt kommen und sich mit einer Futterkrippe zufriedengeben. Gott hat es gewagt in der Hoffnung, dass da doch das eine oder das andere menschliche Herz sich für ihn öffnet. Er konnte mindestens mit Maria und Josef rechnen. Dann sind aber auch die anderen dazu gekommen: die Hirten, die Könige, Simeon und Anna und viele andere… Jesus hofft, dass zu Weihnachten auch mein Herz sich öffnet und er in meinem Leben einen festen Platz findet…

Würde auch ich alles für die Rettung der Menschen riskieren? Freue ich mich darüber, dass Gott mich nie aufgibt, dass er mit mir unendlich geduldig ist? Kann Gott auch mit mir rechnen? Hat er schon einen festen Platz in meinem Leben, an jedem neuen Tag? Wo lasse ich Jesus immer noch „draußen“? Erkenne ich Jesus in jedem Menschen, dem ich begegne? Bin ich für ihn offen? Wem versage ich heute mein Herz? Warum?

  1. Heute ist uns der Retter geboren.

Gott selbst teilt den Menschen mit, dass er da ist. Er will heute zu mir kommen. Er ist der Retter, der Herr. Er kommt zu mir, um jede Finsternis meines Lebens hell zu machen. Er kommt zu uns, um mich zu befreien von mir selbst, von meiner Sünde und Schuld. Er kommt zu mir, um mir neues Leben in der Freundschaft mit ihm zu schenken. Er kommt zu mir, um mich von meiner Angst zu befreien und mein Herz mit seinem Frieden zu füllen. Ja, heute ist mir der Retter geboren. Er ist der Messias, der Herr. Er ist mein Retter!

Kann ich die Gegenwart Jesu erkennen? Wie offenbart er mir seine Liebe? Was hat Jesus in meinem persönlichen Leben schon hell gemacht? Ist er mein Retter? Wo brauche ich heute seine Rettung, seine Befreiung, sein neues Leben? Glaube ich daran, dass er sie mir noch heute schenken will? Bete ich darum? Bin ich ein(e) Freund(in) Jesu? Wie lebe ich diese Freundschaft? Glaube ich daran, dass Jesus mir alles schenken will? Bin ich bereit, alles aus seiner Hand zu nehmen?

Lobpreis:

Zu Bethlehem geboren

Ist uns ein Kindelein.

Das hab ich auserkoren,

Sein eigen will ich sein.

Eia, eia,

Sein eigen will ich sein. 

In seine Lieb versenken

Will ich mich ganz hinab;

Mein Herz will ich ihm schenken

Und alles, was ich hab.

Eia, eia,

Und alles, was ich hab.

O Kindelein, von Herzen,

Will ich Dich lieben sehr

In Freuden und in Schmerzen,

Je länger mehr und mehr.

Eia, eia,

Je länger mehr und mehr.

Dazu dein Gnad mir gebe,

Bitt ich aus Herzensgrund,

Dass ich allein dir lebe,

Jetzt und zu aller Stund.

Eia, eia,

Jetzt und zu aller Stund.

Dich, wahren Gott, ich finde

In meinem Fleisch und Blut,

Darum ich dann mich binde

An dich, mein höchstes Gut.

Eia, eia,

An dich, mein höchstes Gut. 

Lass mich von Dir nicht scheiden,

Knüpf zu, knüpf zu das Band

Der Liebe zwischen beiden,

Nimm hin mein Herz zum Pfand.

Eia, eia,

Nimm hin mein Herz zum Pfand.

Vorsatz

Ich lade Jesus zu mir ein und versuche bewusst mit ihm zu leben.

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Betrachtung zum 4. Adventssonntag im Jahreskreis A

20.12.2025 weniger...

Immánuel

Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Siehe: Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären und sie werden ihm den Namen Immánuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich (Mt 1,18-24).

Gebet:

Heiliger Josef, du gerechter Mann! Du hast schweigend den Willen des Herrn erfüllt und bist zum Pflegevater Jesu geworden. Du hast ihm ein Zuhause angeboten. Sei du jetzt bei uns. Hilf uns, ganz offen für Gott zu sein, der unter uns Menschen wohnen will. Hilf uns, dem Wort des Herrn zu lauschen und zu vertrauen. Erbitte auch für uns den Heiligen Geist, der uns erleuchtet und uns ermutigt, ganz Gott anzugehören und mit ihm zu wohnen. Heiliger Geist, du Geist des Lebens, komm auf uns herab und sei du der Lenker und Vollender unseres Lebens.

Persönliche Lektüre:

Mutter Maria, nimm mich an die Hand und führe mich zu Jesus. Hilf mir, auf ihn zu hören und mit ihm tagtäglich zu leben. Du bist ja seine Mutter! Lehre mich, meinen Alltag mit Jesus zu gestalten. Erbitte mir das Feuer des Heiligen Geistes, der dich überschattet hat. Mach mich ganz offen für deinen Sohn und sein Wort.

Gedanken zur Betrachtung:

  1. Gott will Mensch werden…

Gott hat sich entschieden, Mensch zu werden. Er hat alles aufgegeben, um einer von uns zu werden und bei uns zu wohnen. Dazu sucht er Menschen, die ihm ermöglichen, unter uns zu weilen und zu wirken. Er zwingt sie nicht. Er erzwingt nichts. Voll Vertrauen geht er auf die Menschen zu und hofft, dass er bei ihnen gute Herzen findet, die bereit sind, ihm zu öffnen, ihm eine Wohnung anzubieten. Gott, der Jesus heisst, will den Menschen sein Heil anbieten, sie von ihren Sünden retten. Wir Menschen vermögen dies nicht.

Freue ich mich, dass Gott bei den Menschen wohnen will? Lasse ich ihn auch bei mir anklopfen? Wo brauche ich ihn, den Retter der Welt? Bin ich grundsätzlich bereit, ihm eine Wohnung bei mir, in meinem Herzen anzubieten? Was hindert mich daran? Wann überhöre ich gerne seine Anfragen? Warum? Verlange ich vor Weihnachten danach, dass Gott Mensch wird auch in mir?

  1. Dem Wort Gottes gehorchen

Maria und Josef haben ihre Pläne für das Leben gehabt. Sie ließen aber Gott Anteil an ihrem Leben haben. Maria wusste genau, dass sie wegen ihrer Entscheidung gesteinigt werden kann. Das war die Strafe für einen Ehebruch. Denn sie war schon mit Josef verlobt. Dem Gesetz nach war sie Frau von Josef. Und doch hat sie sich auf Gott verlassen und ihm ihr Ja gegeben. Josef musste eigentlich Maria anklagen und sie steinigen lassen. Er kannte Maria und konnte nicht glauben, dass sie einen Ehebruch begehen konnte. Darum wollte es sie nicht bloßstellen. Er wollte sich zurückziehen und ihr jede Schande ersparen. Damit waren seine Pläne durchkreuzt. Das fiel ihm sicher schwer. Er habe aber dem Plan Gottes schweigend zugestimmt und ließ sich von Gott führen. Durch ihren Gehorsam hat Gott Wohnung in ihren Herzen genommen.

Welche Pläne habe ich für das Leben? Bespreche ich sie mit Gott? Bin ich bereit, auf sein Wort zu hören? Hat er für meine Lebensplanung etwas zu sagen? Warum habe ich Angst, auf sein Wort zu hören? Wo habe ich mein Ja Gott gegeben? Darf er stets in meinem Herzen wohnen? Gibt es vielleicht Bereiche, wo ich ihn nicht gerne oder nie reinlasse? Welches Wort Gottes begleitet mich in der letzten Zeit? Gehorche ich Gott?

  1. Immánuel– Gott ist mit uns

Immánuel – Gott ist mit uns. Das ist die wichtigste Botschaft für die Welt, für mich. Gott, der Liebe ist, weilt bei mir. Er bietet mir täglich eine gute Gesellschaft: sich selbst. Er ist einfach da, da für mich. Ist das nicht mein Glück und meine Freude? Immánuel will mit mir sein. Er will alles mit mir teilen, wortwörtlich alles! Darum ist es so wichtig, ihm Anteil an meinem ganzen Leben zu geben. Immánuel – Gott mit uns! Das wissen wir ja seit langem… Das leben wir aber wirklich vielleicht erst seit kurzem…

Ist Gott für mich Immánuel? Glaube ich wirklich, dass er stets bei mir ist? Wie reagiere ich, wenn ich im Gottesdienst die Worte höre: Der Herr sei mit euch? Antworte ich automatisch: Und mit deinem Geiste!, oder freue ich mich echt an Gottes Gegenwart? Kann ich meinen Alltag in der und aus der Gegenwart Gottes gestalten? Ich welchem Bereich meines Lebens soll ich heute Gott Immánuel werden lassen?

Lobpreis:

Du allein kennst meine Gedanken,

du weißt, wie ich fühle,

du siehst meine Schranken und Ziele,

du weißt, was mir dann und wann fehlt.

Du allein siehst Zweifel und Sorgen,

die Fragen auf Morgen,

du kennst meinen Weg und du weißt, wie ich lebe,

bist Tag und Nacht da. 

Refrain:

Du bist bei mir, auch wenn ich dich heute nicht spüre,

bist bei mir, auch wenn ich mich in meinen Sorgen verliere.

Du bist bei mir,

Du bist bei mir, auch wenn ich dich heute nicht spüre,

bist bei mir, auch wenn ich mich in meinen Sorgen verliere.

Du bist bei mir,

ich dank dir dafür.

Du allein kennst Wünsche und Träume,

Du weißt was ich meine,

Doch nur du allein kennst den richtigen Weg,

Du denkst größer als ich.

Du allein liebst mich immer weiter,

auch wenn ich dich oft nicht verstehe

du weißt, dass ich vieles falsch sehe,

doch du lässt mich nie los.

 Vorsatz:

Ich versuche jeden Tag mit dem Immanuel zu leben.

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Betrachtung zum 3. Adventssonntag im Jahreskreis A

12.12.2025 weniger...

Gott Gott sein lassen…

In jener Zeit hörte Johannes im Gefängnis von den Taten des Christus. Da schickte er seine Jünger zu ihm und ließ ihn fragen: Bist du der, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten? Jesus antwortete ihnen: Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und seht: Blinde sehen wieder und Lahme gehen; Aussätzige werden rein und Taube hören; Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium verkündet. Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt. Als sie gegangen waren, begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden: Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt? Oder was habt ihr sehen wollen, als ihr hinausgegangen seid? Einen Mann in feiner Kleidung? Siehe, die fein gekleidet sind, findet man in den Palästen der Könige. Oder wozu seid ihr hinausgegangen? Um einen Propheten zu sehen? Ja, ich sage euch: sogar mehr als einen Propheten. Dieser ist es, von dem geschrieben steht: Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg vor dir bahnen wird. Amen, ich sage euch: Unter den von einer Frau Geborenen ist kein Größerer aufgetreten als Johannes der Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er (Mt 11,1-11).

Gebet

Herr Jesus Christus, du kommst uns Menschen entgegen. Du willst bei uns ankommen. So oft erkennen wir aber nicht deine Gegenwart und deine Art und Weise, wie du zu uns zu kommst. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir offen bleiben für dein Kommen zu uns. Lass uns dich in unserem Alltag erkennen. Mach uns sensibel für dein oft verborgenes Wirken unter uns und an uns. Heiliger Geist, hilf uns fragen und suchen, damit wir Jesus Christus erkennen und ihm einen festen Platz in unserem Leben geben.

Persönliche Lektüre

Jesus, dir darf ich meine Fragen stellen, vor dir darf ich mein Herz ausschütten. So will ich auch gerne auf deine Antworten hören. Öffne mein Ohr und mein Herz, dass ich dein Wort begreifen kann und mich von dir ansprechen lasse. Herr, dein Wort ist Geist und Leben. Sprich du dein lebendiges Wort und verwandle mich durch seine Kraft. Ich bin da für dich… Ich werde still… Ich höre dir, Herr, zu…

Gedanken zur Betrachtung

  1. Gott des Täufers Johannes

Johannes der Täufer wurde gesandt, um dem Herrn den Weg vorzubereiten. Er lebte selbst radikal, um glaubwürdig zu sein. Er war treu und standhaft in seinem Wirken. Er beugte sich vor dem König Herodes nicht. Im Gegenteil, er hatte den Mut ihm ins Gewissen zu reden. Er verzichtete auf das Äussere und Materielle, um frei für den kommenden Messias zu sein. Ja, Johannes der Täufer verkündete einen mächtigen Gott, der bald zum Gericht kommen und Ordnung schaffen sollte. Er sprach von einem Gott, der die Menschen im Feuer reinigt und alles Unbrauchbare vernichtet. Er sehnte sich nach einem Gott, der die Menschen im Feuer und im Heiligen Geist taufen würde.

Wer bin ich? Welche Berufung habe ich? Habe ich den Mut, das Evangelium ernst zu nehmen und es radikal zu leben? Wer ist mein Gott? Wie ist er? Nach welchem Gott sehne ich mich heute?

  1. Gott in Jesus Christus

In Jesus Christus kam Gott selbst zu uns. Er war ganz anders als Johannes sich ihn vorgestellt hatte! Jesus offenbart uns einen Gott, der die Barmherzigkeit in Person ist. Dieser Gott sieht die Not der Menschen und kommt ihnen zu Hilfe ohne Wenn und Aber. Er schenkt Blinden das Augenlicht, er befähigt Lahme zum Gehen, er macht die Leprakranken rein, er bewirkt, dass Taube hören. Mehr noch, er weckt Tote auf. Für alle hat er ein befreiendes Wort der Frohen Botschaft. All die Notleidenden erfahren als ersten sein befreiendes du heilendes Wirken. Gott in Jesus Christus ist gnädig und barmherzig, ja er ist ein menschenfreundlicher Gott!

Kenne ich Jesus? Glaube ich daran, dass Jesus der Sohn Gottes ist? Welches Bild von Gott zeigt mir Jesus? Bin ich mit diesem Bild einverstanden oder erwarte ich einen anderen Gott? Wo habe ich persönlich das Wirken Jesu, seine Barmherzigkeit erfahren?

  1. Gott ist anders

Johannes der Täufer sitzt im Gefängnis. Der Tag seines Todes naht. Er hatte seine Vision von Gott. In Jesus zeigt Gott aber ein anderes Gesicht. Johannes will sicher sein. Darum schickt er seine Jünger zu Jesus. Er muss nun umdenken, sich bekehren zu dem einen wahren Gott, der anders ist, als er sich ihn vorgestellt hat. Mit der Kraft des Heiligen Geistes muss er erkennen, wie Gott ist, wie er sich den Menschen zeigt, wie er wirken will. Nur so kann er daran glauben, dass Gott ihn auch im Gefängnis nicht allein lässt. Gott darf Gott sein und in voller Freiheit so handeln, wie er will. Ja, Gott ist total anders als alle unsere Vorstellungen von ihm. Wenn wir es nicht akzeptieren, werden wir Weihnachten verpassen, wo Gott doch ganz anders ist, wo er sich uns als Kind schenkt.

Welche Schwierigkeiten erlebe ich? Glaube ich daran, dass Gott trotz allem bei mir ist? Wo will ich Gott vorschreiben, was er zu sagen und zu tun hätte? Lasse ich Gott Gott sein? Kann ich Gott in den alltäglichen Situationen meines Lebens erkennen? 

Lobpreis

Ich glaube an den Vater
Den Schöpfer aller Welt
Gott allmächtig
Durch Gottes Geist empfangen
Kam Christus in die Welt
Jesus, mein Retter

Ja, ich glaub an Gott, den Vater
Und an Christus, Seinen Sohn
An den Heiligen Geist der Wahrheit
An den dreieinen Gott

Ja, ich glaub an die Auferstehung
Das Leben nach dem Tod
Ich glaube an Deinen Namen, Jesus
Mein Richter und mein Anwalt
Gekreuzigt unter Leid
Vergebung ist in Dir
Du stiegst ins Reich der Toten
Standst auf in Herrlichkeit
Und herrschst in Ewigkeit


Ja, ich glaub an Gott, den Vater
Und an Christus, Seinen Sohn
An den Heiligen Geist der Wahrheit
An den dreieinen Gott

Ja, ich glaub an die Auferstehung
Das Leben nach dem Tod
Ich glaube an Deinen Namen, Jesus
Ja, ich glaub an Dich
Dass Du auferstanden bist
Ja, ich glaub an Christus, unsern Herrn

Ja, ich glaub, dass wir ewig leben
Dass die Jungfrau den Sohn gebar
Die Gemeinschaft der Kinder Gottes
Die Kirche unsres Herrn

Ja, ich glaub an die Auferstehung
Wenn Jesus wiederkommt
Ich glaube an Deinen Namen, Jesus
Ja, ich glaub an Gott, den Vater
Und an Christus, Seinen Sohn
An den Heiligen Geist der Wahrheit
An den dreieinen Gott
Ja, ich glaub an die Auferstehung
Das Leben nach dem Tod
Ich glaube an Deinen Namen, Jesus

Ja, ich glaub an Gott, den Vater
Und an Christus, Seinen Sohn
An den Heiligen Geist der Wahrheit
An den dreieinen Gott

Ja, ich glaub an die Auferstehung
Das Leben nach dem Tod
Ich glaube an Deinen Namen, Jesus
Ich glaube an Deinen Namen, Jesus

Vorsatz

Ich versuche die Gegenwart Jesu in meinem Leben zu entdecken.

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Betrachtung zum 2. Adventssonntag im Jahreskreis A

06.12.2025 weniger...

Gönne dir eine Wüste…

In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Er war es, von dem der Prophet Jesája gesagt hat: Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen! Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften; Heuschrecken und wilder Honig waren seine Nahrung. Die Leute von Jerusalem und ganz Judäa und aus der ganzen Jordangegend zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. Als Johannes sah, dass viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Zorngericht entrinnen könnt? Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt, und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen dem Abraham Kinder erwecken. Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. Ich taufe euch mit Wasser zur Umkehr. Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich und ich bin es nicht wert, ihm die Sandalen auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Schon hält er die Schaufel in der Hand; und er wird seine Tenne reinigen und den Weizen in seine Scheune sammeln; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen (Mt 3,1-12).

Gebet

Herr Jesus Christus, Johannes der Täufer hat dir den Weg zu den Herzen der Menschen durch Buße und Umkehr vorbereitet. Er hat auf dich hingewiesen, damit die Menschen dich erkennen und an dich glauben können. Hilf uns auf seine Stimme zu hören und zu dir umzukehren. Schenke uns die Erfahrung der Wüste und Stille, in der wir dir persönlich begegnen und uns von dir im Feuer des Heiligen Geistes reinigen lassen. Heiliger Geist, komm auf uns herab und verbrenne in uns alles, was uns für Jesus und die Mitmenschen noch verschließt. Entfache uns neu und erfülle uns mit Freude über die Gegenwart Jesu in unserem Leben.

Persönliche Lektüre

Herr Jesus du spricht zu mir. Du willst mich mit deinem guten Wort erreichen. Öffne mein Herz und mein Ohr, dass ich mich deinem Wort stellen kann. Lass mich bei dir bleiben und an deinem Herzen ausruhen. Erfülle mich neu mit deinem Heiligen Geist, dass ich mein Leben nach deinem Wort ausrichten kann. Schenke mir ein reines Herz, in dem du selbst gerne wohnst. So nehme ich mir Zeit für dich… Ich werde still… Sprich Herr dein lebendiges Wort aus…

Gedanken zur Betrachtung

  1. Die Wüsten meines Lebens

Was ist denn die Wüste? Sie ist ein Ort, wo es kein Leben mehr gibt, wo wir keine Freude mehr erfahren, wo wir uns erschöpft und ausgebrannt fühlen, wo wir keinen Sinn mehr sehen, wo alles nur noch der Vergangenheit und nichts der Zukunft gehört, wo wir schreien: Leben? Aber wozu? Leben? Aber für wen noch? Ja, es gibt Situationen, in denen unser Leben wüst geworden ist. Ein wüstes Leben kann eine Wüstenzeit, ein großes Durcheinander oder auch eine sündhafte Person bezeichnen. Ein wüstes Leben braucht wieder Ordnung und Reinigung, braucht einen Neubeginn, dass es bestehen kann. Auf der anderen Seite ist die Wüste ein Ort der großen Sehnsucht, des Verlangens nach dem lebensspendenden Wasser, nach einer Oase, wo es Wasser und damit auch ein Leben gibt. Verlangen nach jemandem, der uns Rettung und Heil bringt.

Durch welche Wüsten wandere ich heute in meinem Leben? Welche Fragen beschäftigen mich heute? Was ist in meinem Leben wüst geworden? Wo brauche ich neues Leben? Sehne ich mich danach? Verlange ich nach der Ankunft des Retters Jesus Christus? Bin ich bereit mir helfen zu lassen?

  1. Das lebendige Wort

Die Wüste ist auch ein Ort der Stille und Aufmerksamkeit, wo wir die leise Rede Gottes und seiner Propheten vernehmen können, wo uns eine gute Nachricht erwartet, wie diese des Täufers Johannes: Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe! Die Leute von damals haben die Stadt Jerusalem verlassen, sozusagen sich selbst verlassen, um auf das Wort des Johannes zu hören. Auf diese Weise konnte Gott selbst sein Wort in ihr Leben hinein aussprechen, sie mit seinem guten Wort erreichen. Dieses Wort ist ein Licht für alle unsere Wege, die oft durch die Finsternis dieser Welt führen. Dieses Wort erleuchtet uns und belehrt uns. Dieses Wort macht unser wüstes Leben hell. Dieses Wort wird in der Gegenwart ausgesprochen und bezieht sich auf die Zukunft, die Gott uns verspricht; ja, es öffnet uns für ein neues Leben! Dieses Wort gibt uns neue Hoffnung, die uns leben lässt und uns trägt. Um dieses Wort zu vernehmen, müssen wir uns aber eine Zeit der Wüste gönnen, wo wir nur mit Gott allein sein können.

Habe ich Zeit für Gott? Wo begegne ich ihm ganz persönlich? Höre ich gerne auf sein lebendiges Wort? Welches Wort Gottes hat mich heute betroffen gemacht? Wo leuchtet mir heute ein Licht auf? Glaube ich daran, dass dieses Wort in Erfüllung geht und zwar für mich?

  1. Das Geschenk der Umkehr

Was hören wir denn heute in der Wüste? Ein starkes und anspruchsvolles Wort: Einen Aufruf zur Umkehr! Umkehren, unser Leben endlich mal ändern, verwandeln lassen. Einen anderen Weg wählen, auf dem wir Gott begegnen können. Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe, denn Gott ist euch nahe! Er ruft uns zu sich, um uns zu reinigen, um uns zu vergeben. Johannes rüttelt die Menschen auf: Ihr Schlangenbrut! Ihr Kinder des Teufels! Wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Gericht entrinnen könnt? Und doch, sie kommen zu Johannes scharenweise, bekennen ihre Sünden und lassen sich von ihm taufen, weil sie dem begegnen wollen, der mit dem Heiligen Geist und mit Feuer tauft. Die Umkehr ist ein Geschenk Gottes, eine Bescherung Gottes für Weihnachten. Er selbst legt schon die Axt an die Wurzel des Bösen, er rettet uns aus dem kommenden Gericht, er trennt uns mit der Schaufel vom Bösen und verbrennt all unsere Sünden und Missetaten in einem nie erlöschenden Feuer… Nur er, Jesus, macht uns wirklich frei!

Glaube ich daran, dass Jesus als Retter mir nahe ist? Was trennt mich heute von ihm? Was an Schlechtem hat in mir Wurzel geschlagen? Wo richte ich über die anderen? Kann ich Weizen von Spreu (Gut von Bösem) in meinem Leben unterscheiden? Was lasse ich Gott verbrennen, um nie wieder dazu zurückzukehren? 

Lobpreis

Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht;
es hat Hoffnung und Zukunft gebracht;
es gibt Trost,
es gibt Halt in Bedrängnis,
Not und Ängsten,
ist wie ein Stern in der Dunkelheit.

Vorsatz

Ich lasse mich vom Herrn im Sakrament der Versöhnung reinigen.

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Betrachtung zum 1. Adventssonntag im Jahreskreis A

29.11.2025 weniger...

Den Herrn nicht verpassen…

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie es in den Tagen des Noach war, so wird die Ankunft des Menschensohnes sein. Wie die Menschen in jenen Tagen vor der Flut aßen und tranken, heirateten und sich heiraten ließen, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging, und nichts ahnten, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein. Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen. Und von zwei Frauen, die an derselben Mühle mahlen, wird eine mitgenommen und eine zurückgelassen. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Bedenkt dies: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht. Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet (Mt 24,37-44).

Gebet

Herr Jesus Christus, du bist in unsere Welt gekommen und wurdest einer von uns. Einst wirst du kommen, um uns zu dir zu holen. Auch heute kommst du uns Menschen entgegen. Lass uns dein Kommen erkennen und dir öffnen, wenn du bei uns anklopfst. Lass uns wachsam sein, damit wir dein überraschendes Kommen nicht übersehen. Schenke uns deinen Heiligen Geist, der uns entfacht und für deine Gegenwart in dieser Welt sensibel macht. Heiliger Geist, komm auf uns herab, wie einst auf Maria, und lass uns zu Menschen werden.

Persönliche Lektüre

Herr Jesus du spricht mich mit deinem guten Wort an. Schenke mir ein hörendes Herz, dass ich es beherzige und danach lebe. Heiliger Geist erfülle mich neu mit deiner Kraft und deinem Mut, dass ich mich dem Wort Jesu stellen kann. Zeige mir, wie ich diese Adventszeit erleben soll und bleibe du immer bei mir. Ich nehme mir Zeit für diese Begegnung mit Jesus… Ich werde still… Sprich Herr, denn deine Dienerin/dein Diener hört…

Gedanken zur Betrachtung

  1. Verpasst

Ich habe die Ankunft des Herrn verpasst! Warum? Wie es in den Tagen des Noach der Fall war. Viele wollten es nicht wahrhaben: sie glaubten nicht! Eigene Vorstellungen, Sorgen des Alltags, Leben in Saus und Braus, trachten nur nach dem Irdischen haben die Herzen der Menschen müde und schläfrig gemacht. Sie haben die Ankunft Gottes bei ihnen verpasst. Damals… Auch heute gibt es viele, die nichts von Gott ahnen oder ahnen wollen… Viele begnügen sich mit tausenden Lichtern im Garten und im Haus und vergessen das Licht Gottes im eigenen Leben anzuzünden.

Wie sieht es bei mir aus? Was war mir im Leben wichtig? Worin investierte ich in meinem Leben? Welche Stellung nahm Gott in meinem Alltag ein? Gab ich ihm eine Chance, zu mir zu kommen, bei mir anzukommen?

  1. Erwartung

Wachen und beten, wachsam sein, dazu fordert uns Jesus auf. Warum? Weil der Herr kommt! Der Bräutigam kommt, unsere Rettung. Er will mein Leben hell machen. Er ist schon gekommen, er wird einst kommen, er kommt hier und jetzt. Wir müssen uns nicht so sehr auf unsere Leistung, auf die Vorbereitung für seine Ankunft konzentrieren. Das Entscheidende ist, dass der Herr kommt, dass mein Gott zu mir kommt. Alles andere soll sich um diese Tatsache drehen. Und wenn er kommt, dann herrscht große Freude überall, dann macht er alles neu. Wir glauben, Herr, dass du kommst in Herrlichkeit!

Glaube ich daran, dass Jesus heute kommt? Warte ich sehnsüchtig auf ihn? Bin ich bereit, ihm zu öffnen, ihn bei mir willkommen zu heissen? Erkenne ich ihn in jedem Menschen, besonders jenem, der auf mich angewiesen ist? Nehme ich ihn auf oder weise ich ihn ab?

  1. Begegnung

Die dritte Dimension des Advents lädt uns dazu ein, die Ankunft Jesu in unserem Hier und Jetzt zu erkennen. Wir bereiten uns zwar auf Weihnachten vor, aber Jesus kommt eigentlich jeden Tag neu zu uns. Er will uns in unserem Alltag begegnen. Er will bei uns bleiben für immer. Nur so müssen wir wirklich keine Angst vor dem Tod haben. Der Menschensohn kommt ja, um uns zu retten, nicht um uns zu vernichten.

Habe ich täglich Zeit für eine echte Begegnung mit Jesus? Worüber rede ich mit ihm? Höre ich auf sein Wort? Bin ich wie Maria bereit, Gott zu gehorchen und Gott in mir Mensch werden zu lassen? Was nehme ich mir im Advent vor?

Lobpreis

Komm, komm, du Sohn des Höchsten,
komm herab zerreiß die Finsternis!
Komm, komm, du Herr des Himmels,
komm mein treuer Freund verlass mich nicht!

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.
Ich weiß, dass er hoch oben steht.
Hoch über all dem Staub der Welt.
Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.

Heilig, dein Haus ist heilig,
und aus Staub und Schmerz erhebst du mich.
Ewig, der Weg ist ewig.
Ich weiß ich werde leben weil du bist.

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.
Ich weiß, dass er hoch oben steht.
Hoch über all dem Staub der Welt.
Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.

 Vorsatz

Ich versuche für jedermann offen zu bleiben.

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Betrachtung zum Christkönigssonntag im Jahreskreis C

21.11.2025 weniger...

König auf dem Thron des Kreuzes 

In jener Zeit bverlachten die führenden Männer des Volkes Jesus und sagten: Andere hat er gerettet, nun soll er sich selbst retten, wenn er der Christus Gottes ist, der Erwählte. Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin, reichten ihm Essig und sagten: Wenn du der König der Juden bist, dann rette dich selbst! Über ihm war eine Aufschrift angebracht: Das ist der König der Juden. Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Christus? Dann rette dich selbst und auch uns! Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen. Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst! Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein (Lk 23,35-43).

Gebet 

Herr Jesus Christus. Über deinem Haupt hat man die Tafel angebracht mit der Inschrift: „König der Juden“. Sie sollte den Grund für deine Verurteilung zeigen. Sie zeigt uns aber, dass du wirklich König bist. Du bist nicht nur König der Juden, du bist der König der ganzen Welt, du bist unser König. Wir verehren dich am Holz des Kreuzes und bekennen dich als unseren König und Herrn. Wir bekennen, dass nur du unser Erlöser bist, unser Heiland. Wir loben dich und preisen dich! Wir wollen unser ganzes Leben deiner Herrschaft unterwerfen. Schenke uns deinen Heiligen Geist, dass wir Mut haben, dies zu tun. Heiliger Geist, befähige uns dazu, Jesus in unserem ganzen Leben herrschen zu lassen. Nur so können wir wirklich frei sein.

Persönliche Lektüre

Jesus, mein König. Ich stehe unter deinem Kreuz. Ich berühre deine Wunden und bekenne, dass du und nur du mein König bist, der König meines Herzens. Ich sage allem ab, was mich zu dir hindert. Im Feuer deines Geistes verbrenne und in deinem Sturm vernichte alle Götzen, die ich neben dir verehrt habe. Ab jetzt sei du mein einziger König! Dir übergebe ich mein Leben. Drücke mich an dein Herz und stärke mich durch dein Wort. Ich höre dir gerne zu….

Gedanken zur Betrachtung

1. Selbsterlösung

Er soll sich selber helfen… Hilf dir selbst… So rufen die Menschen Jesus zu. Und er hört nicht auf sie. Er braucht ja keine Erlösung. Er ist der Erlöser. Mit ihren Rufen offenbaren sie aber das Verlangen ihres Herzens nach Selbsterlösung. Ich kann mir selber helfen. Ich brauche niemanden. Ich mache es selbst. Ich verschaffe mir Heil. Daraus wird aber nichts. Es gab schon genug Ideologien, die uns ein Paradies auf der Erde versprochen haben. Und es wurde nichts daraus. Der Mensch kann sich selbst nicht erlösen. Die beiden Verbrecher, die neben Jesus hingen vermochten das auch nicht. Die Erlösung bekommen wir durch die Hände Jesu geschenkt.

Bin ich ein offener Mensch für Gott und für die Menschen? Lasse ich mir helfen? Kann ich um Hilfe bitten? Wo versuche ich, mir selbst zu genügen? Wann lehne ich die Hilfe von aussen ab? Warum? Wo versuche ich mir selbst das Heil zu verschaffen, indem ich die heilbedürftigen Dinge verschweige, verdränge, verneine? Kann ich mich für das Heil öffnen, dass Jesus, der König, mir anbietet?

2. Erlöser nach meiner Meinung

Die Menschen wollen in der Tiefe ihres Herzens geheilt werden. Oft wollen sie aber Gott vorschreiben, wie er ihnen das Heil schenken soll. Der eine Verbrecher wollte nicht sterben. Die Erlösung hat er ganz irdisch verstanden als eine Befreiung vom Leiden und Tod. Das gleiche haben auch die führenden Männer und die Soldaten gemeint. Wie ein Echo hören wir die Versuchung Jesu in der Wüste: Du hast Hunger. Mach aus Steinen Brot. Er-löse dich von deinem Leiden. Auch damals hat Jesus nicht auf den Teufel gehört. Nur er allein kennt den Weg der Erlösung, die Gott den Menschen schenken will.

Wie sieht mein Gebet aus? Worum bitte ich Gott? Sage ich Gott, was er für mich und für die anderen tun soll? Kann ich zu Gott halten, selbst wenn er meine Wünsche nicht erfüllt? Bin ich überzeugt, dass er mir nur das Beste schenkt? Sehe ich auch in der Krankheit, im Leiden, selbst im Tod einen Sinn? Bete ich für meine Mitmenschen, dass der Wille Gottes an ihnen geschieht?

3. Mein echter Erlöser

Der zweite Verbrecher hat gespürt, wer Jesus ist. Er hat ihm keine Vorschriften gemacht. Er hat sich nur an ihn mit seiner demütigen Bitte gewandt: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst. Er liess sich das Heil, die Erlösung schenken. Er musste auch sehr überrascht und erfreut gewesen sein, als Jesus ihn in einem der kürzesten Heiligsprechungsprozess der Geschichte heiliggesprochen hat: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein? Wer geht sonst in den Himmel, wenn nicht jene, die von Gott geheiligt wurden?

Wo bedürfe ich der Erlösung? Ist Jesus der einzige Retter der Welt, mein Erlöser? Lasse ich mich von ihm beschenken? Bin ich dafür dankbar? Gebe ich das Geschenk weiter? Glaube ich daran, dass Jesus jedem Menschen das Heil anbietet? Bete ich darum, dass das Herz der Menschen für Jesus nicht verschlossen bleibt? Wo habe ich selbst erfahren, dass der Herr mich erlöst hat? Wie lebe ich diese Tatsache im Alltag?

Lobpreis

Für den König, für den Herrn. 

Für ihn geben wir uns hin. 

Seine Ehre unser Ziel, 

nichts bedeutet uns jemals so viel 

Für den König, für sein Reich. 

Alle Menschen sind hier gleich

Lamm und Löwe sind vereint

und das Licht der Gerechtigkeit scheint.

Alle Ehre König Jesus!

Unsere Herzen, sie fliegen dir zu.

Wir erheben deinen Namen!

Der allein wahre König bist du!

Für den König, für sein Schwert

was den Feind das Fürchten lehrt

unsre Freiheit garantiert

uns zum Schutz unsre Grenze markiert.

Für den König für sein Volk

für die Heerschar, die ihm folgt.

Ihm der uns sein Leben gibt

lasst uns dienen so wie er uns liebt! 

Alle Ehre König Jesus!

Unsere Herzen, sie fliegen dir zu.

Wir erheben deinen Namen!

Der allein wahre König bist du

Vorsatz

Ich stelle mich unter das Kreuz Jesu und bekenne ihn als meinen Herrn und König!

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Betrachtung zum 33. Sonntag im Jahreskreis C

14.11.2025 weniger...

In der Verfolgung ausharren

In jener Zeit, als einige darüber sprachen, dass der Tempel mit schön bearbeiteten Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus: Es werden Tage kommen, an denen von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleibt, der nicht niedergerissen wird. Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen und was ist das Zeichen, dass dies geschehen soll? Er antwortete: Gebt Acht, dass man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es! und: Die Zeit ist da. – Lauft ihnen nicht nach! Wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch nicht erschrecken! Denn das muss als Erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort. Dann sagte er zu ihnen: Volk wird sich gegen Volk und Reich gegen Reich erheben. Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen. Aber bevor das alles geschieht, wird man Hand an euch legen und euch verfolgen. Man wird euch den Synagogen und den Gefängnissen ausliefern, vor Könige und Statthalter bringen um meines Namens willen. Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können. Nehmt euch also zu Herzen, nicht schon im Voraus für eure Verteidigung zu sorgen; denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, sodass alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können. Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern und manche von euch wird man töten. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden. Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden. Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen (Lk 21,5-19).

Gebet 

Herr Jesus Christus, du schaust nicht auf das Äußere. Du allein kennst das Herz des Menschen. Du willst mit uns sprechen von Herz zu Herz. Herr, erkläre uns die Not unserer Zeit, die Not des Lebens. Herr, sende uns deinen Heiligen Geist, dass wir dich verstehen und unser Leben meistern können. Heiliger Geist, du wohnst und betest in uns. Wir sind ja dein Tempel! Erfülle uns neu mit deinem Feuer. Entfache uns neu. Verbrenne alles in uns, was uns zu Jesus hindert. Sei du die Seele unserer Seele!

Persönliche Lektüre

Jesus, du bist da bei mir. Bei dir muss ich keine Angst mehr haben. Du bist ja mein Herr und Beschützer. Drücke mich an dein Herz. Ich brauche dich. Lass mich deine Liebe spüren… Öffne mein Herz ganz für dich. Schenke mir den Heiligen Geist, den Geist der Liebe und des Friedens. Heiliger Geist sei du mein Licht und meine Freude. Ich vertraue mich dir an. Heiliger Geist komm auf mich mit deiner Kraft herab. Ich werde ruhig und still… Nun bin ich in dir geborgen…

Gedanken zur Betrachtung

1. Tempel 

Der Tempel ist ein Ort, an dem Gott selbst wohnt. Das haben die Juden gewusst. Darum haben sie für seinen Bau großzügig gespendet. Gott sollte ja eine würdige Wohnung unter den Menschen haben! Das Wichtigste dabei ist aber nicht der Tempel selbst, sondern Gott, der in ihm wohnt und ihn heiligt. Auch mein Herz ist ein Tempel des lebendigen Gottes. Wie schön und prächtig müsste es sein, um Gott selbst eine Wohnung anbieten zu können?

Sorge ich für meine Pfarrkirche? Mit welchen Gaben ehre ich darin Gott? Ist mir die Schönheit der Gottesdienste wichtig? Wie trage ich dazu bei? Lasse ich Gott im Tempel meines Herzens wohnen? Womit schmücke ich ihn aus? Was tue ich, um Jesus in meinem Herzen würdig zu empfangen? Was schenke ich ihm gern? Was gebe ich für ihn hin?

2. Verfolgung 

Jesus verspricht uns kein einfaches Leben! Wie er, unser Meister, verfolgt wurde, so werden auch wir verfolgt. Warum? Weil wir in der heutigen Zeit den Mut haben, zu ihm zu gehören und uns zu seinem Namen zu bekennen. Wir heissen ja Christen. Die Verfolgung bringt die Stäke unseres Glaubens ans Licht. Erst wenn wir Widrigkeiten erfahren, leiden, eine Krise erleben, zeigt sich, wie sehr wir Jesus vertrauen; zeigt sich, ob wir wirklich seinen Namen lieben und für ihn für alles bereit sind.

Wie stelle ich mir das Leben mit Jesus vor? Bin ich wie Jesus bereit, das tägliche Kreuz zu tragen? Stehe ich zu ihm in der Familie, im Freundeskreis, am Arbeitsplatz, unter den Fremden? Wann verschweige ich, dass ich Christ bin? Wo habe ich zu leiden gehabt, weil ich zu Christus gehöre? Bleibe ich Jesus treu, wenn ich Schwierigkeiten erfahre und seelische oder körperlichen Schmerzen habe? Welche „Verfolgung“ hat mich im Glauben gestärkt? Glaube ich daran, dass mir bei Jesus nichts passieren kann?

3. Zeugnis

Jesus verlangt von uns, dass wir in der Verfolgung Zeugnis von ihm ablegen. Er hat ja Zeugnis vor seinem Vater abgelegt gerade dann, als er vor dem Gericht stand. Er wusste, welche Folgen seine Aussagen haben werden. Er hat sie aber nicht zurückgezogen: Gott ist mein Vater. Es wurden ihm die Worte und die Weisheit eingegeben, für die seine Feinde nur das Eine hatten: den Tod. Er wurde dafür gehasst, ausgepeitscht und getötet. Seine Zusage für die Jünger: „Euch wird kein Haar gekrümmt werden“, wurde doch erfüllt. Der Vater hat ihn dem Tod entrissen!

Bin ich bereit, Jesus zu verkünden, selbst wenn ich nicht danach gefragt werde? Bete ich zum Heiligen Geist um Weisheit, Rat und Mut? Lasse ich mich von ihm leiten? Höre ich aus seinen Eingebungen? Wie begegne ich meinen Feinden? Kann ich für sie beten? Kann ich mit Jesus leiden? Vertraue ich auf seinen Beistand? Aus welcher Not hat mich Jesus herausgerissen?

Lobpreis 

Mein Jesus, mein Retter,

keiner ist so wie du.

Lobpreis sei dir, jeden Tag mehr,

für deine große Liebe, Herr.

Mein Tröster, mein Helfer,

du bist mir Zuflucht und Kraft.

Alles in mir beugt sich vor dir.

Du bist hoch erhoben, Herr!

 

Ruft zu dem Herrn, alle Enden der Welt!

Ehre und Dank dem, der alles erhält.

Himmel und Erde erhebt ihn und singt,

wenn sein Name erklingt.

Wir preisen dich, du hast Großes getan.

Wir kommen vor dich und beten an.

Dank sei dir, Herr, du bist unvergleichlich gut.

Vorsatz

Ich stehe klar zu Jesus, wenn ich danach gefragt werde.

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Betrachtung zum Weihetag der Lateranbasilika

07.11.2025 weniger...

Herr, reinige mein Herz! 

Das Paschafest der Juden war nahe und Jesus zog nach Jerusalem hinauf. Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen. Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern; das Geld der Wechsler schüttete er aus, ihre Tische stieß er um und zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle! Seine Jünger erinnerten sich, dass geschrieben steht: Der Eifer für dein Haus wird mich verzehren. Da ergriffen die Juden das Wort und sagten zu ihm: Welches Zeichen lässt du uns sehen, dass du dies tun darfst? Jesus antwortete ihnen: Reißt diesen Tempel nieder und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten. Da sagten die Juden: Sechsundvierzig Jahre wurde an diesem Tempel gebaut und du willst ihn in drei Tagen wieder aufrichten? Er aber meinte den Tempel seines Leibes. Als er von den Toten auferweckt war, erinnerten sich seine Jünger, dass er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte (Joh 2, 13-22).

Gebet

Herr Jesus Christus, du wohnst in jedem Tabernakel, bei dem ein ewiges Licht brennt. Du bist unter uns für immer geblieben, wie du es versprochen hast. Jederzeit dürfen wir zu dir kommen und dich besuchen, mit dir reden. Du hast immer Zeit für uns. So wollen auch wir uns Zeit nehmen für dich. Ermutige uns zu einem häufigeren Besuch bei dir. Schenke uns deinen Heiligen Geist, dass er den Tempel unseres Herzens erneuere und reinige. Er öffne uns für deine Gegenwart und schaffe uns neu. Heiliger Geist, entfache uns neu in der Liebe zu Jesus, unserem Retter.

Persönliche Lektüre

Jesus schenkt dir seine Zeit. Nimm sie in Anspruch. Erfreue dich am Herrn. Lass dich von ihm ansprechen. Sei offen für sein befreiendes Wirken an dir. Verweile bei den Worten, Sätzen, Handlungen Jesu, die dich berühren… Lass Jesus in dein Herz hinein… 

Gedanken zur Betrachtung

  1. Das Haus des Vaters

Jesus kommt in den Tempel nach Jerusalem. Und was stellt er fest? Die Menschen haben aus diesem heiligen Ort eine Markthalle, eine Räuberhöhle gemacht. Anstatt mit dem Vater zu reden, auf ihn zu hören, machten sie aus ihrem Glauben ein Geschäft. Ein Geschäft mit den Menschen, damit sie reine Opfertiere und reine Münzen für ihren Kult haben. Ein Geschäft mit Gott, der sich mit den vielen Opfern der Menschen zufriedengeben und den Menschen gnädig sein sollte. Was bleibt dann von dem Haus des Vaters übrig? Was bleibt von dieser zärtlichen Beziehung Vater – Sohn übrig? Der Eifer für dein Haus verzehrt mich!

Wie sieht meine Beziehung zu Gott aus? Was bringe ich ihm dar? Ist er wirklich mein Vater? Wie rede ich mit ihm? Lebe ich meinen Alltag mit ihm? Welche Geschäfte hindern mich heute, bei Gott, dem Vater, zu Hause zu sein?

  1. Das Heiligtum meines Herzens

Durch die Taufe wurden wir alle zu Kindern Gottes und zum Tempel des Heiligen Geistes. Wir sind der Tempel des lebendigen Gottes. Das Herz ist das Heiligtum Gottes in uns! Darum sagt Jesus zu den Juden, dass sie diesen seinen Tempel, ihn selbst zerstören werden. Tatsächlich wurde Jesus getötet und nach drei Tagen ist er auferstanden. In jeder Kommunion zieht Jesus in sein Heiligtum ein, in mein Herz. Welche Ehre gilt jedem Gläubigen, der Jesus in sein Herz aufnimmt!

Welche Sorge trage ich für meinen Körper, für den Tempel Gottes in mir? Ist das Heiligtum meines Herzens wirklich rein; für den Herrn immer bereit? Welche Ehre erweise ich Jesus in anderen Menschen, die ihn empfangen?

  1. Eine erschütternde Befreiung

Wir machen uns bewusst, dass es auch im Tempel unseres Herzens viele Gewohnheiten, Schwächen und Sünden gibt, die wir nicht einmal merken, oder die wir nicht aufgeben wollen. Wir haben uns viele falsche Sicherheiten aufgebaut, die uns hindern, im Heiligtum unseres Herzens mit Jesus zu verweilen. Darum ist es gut, wenn der Herr alles in uns zerstört, was uns zu ihm hindert. Wenn er uns erschüttert, aus unseren schlechten Gewohnheiten herausreißt; erst dann werden wir wirklich frei.

Was stört mich, Jesus zu begegnen? Bitte ich den Heiligen Geist, dass er mir mein Versagen, meine Sünde zeige, damit ich sie in Wahrheit bekennen kann? Wo brauche ich heute eine erschütternde Befreiung Jesu?

Lobpreis

Reinige mein Herz,
mach mich rein wie Gold
in deinem Feuer
Reinige mein Herz,
mach mich rein wie Gold, pures Gold

Feuer des Herrn,
danach verlangt mein Herz
mach mich rein,
(und) heilig
Dir allein will ich dienen, mein Meister
Und deinen Willen tun

Reinige mein Herz,
nimm, was mich trennt von dir
und mach mich heilig
Reinige mein Herz,
nimm, was mich trennt von dir, tief in mir

Vorsatz

Ich lasse Jesus das Heiligtum meines Herzens im Sakrament der Versöhnung reinigen.

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Betrachtung zu Allerheiligen

31.10.2025 weniger...

Heilige – Menschen mit Profil

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm. Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen. Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel (Mt 5,1-12a).

Gebet

Herr Jesus Christus. Du bist der Heilige Gottes. Du rufst uns alle zur Heiligkeit auf. Nur die Heiligen können dem heiligen Gott im Himmel begegnen. Herr, so oft denken wir, dass diese Berufung den anderen vorbehalten sei, dass wir Christen nicht anders sein wollen als die anderen. Du hast uns aber in der Taufe geheiligt und willst, dass wir heilig bleiben und mit den anderen den Weg der Heiligkeit gehen. Schenke uns, Herr, den Geist des Mutes und der Stärke. Erfülle uns neu mit dem Geist der Heiligkeit, so dass er uns nie loslässt, bis wir einst mit allen Heiligen deine Herrlichkeit schauen dürfen.

Persönliche Lektüre

Jesus, dein Wort fordert mich heraus. Es entreißt mich der Mittelmäßigkeit und führt zum weiten Horizont der Ewigkeit. Nimm mich, Jesus, an die Hand und zeige mir den Weg zur Heiligkeit, den du für mich vorbereitet hast. Alle Heiligen Gottes betet für mich und beschützt mich. Seid bei mir, dass ich einst mit euch Gott loben und preisen darf für die ganze Ewigkeit. Alle Heiligen Gottes, bittet für uns.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Klares Profil haben

Wenn wir Auto fahren, dann achten wir darauf, dass die Reifen ein klares, gutes Profil haben. Sonst kann es sein, dass wir beim Regen oder im Winter schnell einen Unfall bauen. Hier lohnt es sich nicht zu sparen. Es geht ja um die eigene und die fremde Sicherheit. Wie sieht es aber aus, wenn es um unser christliches Leben geht? Als Christen sollen wir ein klares Profil haben, das die Heiligkeit heißt. Wir müssen den Mut haben, wie Jesus anders zu sein! Wir sollen als seine Jünger in dieser Welt erkannt werden (siehe Seligpreisungen!).

Welches Profil habe ich heute? Ist das ein Profil der Heiligkeit oder eher Mittelmäßigkeit oder gar Gleichgültigkeit? Erkennt man mich als Christ, als jenen Menschen, der sich entschieden hat, Jesus sein ganzes Herz zu schenken? Wie groß ist heute meine Liebe zu Jesus?

  1. An meinem Profil arbeiten

Wenn wir die Reifen gebrauchen, dann wird ihr Profil mit der Zeit abgefahren. Wir können sie ersetzen und neue kaufen. Wir können sie auch vulkanisieren lassen. Und das tun wir ohne Wenn und Aber. Wie oft sträuben wir uns aber, wenn jemand von uns verlangt, dass wir z. B. an einer Weiterbildung oder einem Glaubenskurs teilnehmen! Wir haben Tausend Gründe, die dagegen zu sprechen scheinen. Für das leibliche Wohl und die Sicherheit des irdischen Lebens tun wir so viel… Wäre es nicht nötig, uns mehr für das Wohl der Seele zu sorgen? Wäre es nicht angebracht, stets an unserem christlichen Profil zu arbeiten? Die Heiligen haben es getan!

Was tue ich, um mein christliches Profil zu zeigen? Was tue ich um es zu erneuern, um glaubwürdig zu wirken? Nehme ich die Sakramente, Bibel lesen, Anbetung, Glaubenskurse und andere Angebote zur Vertiefung des Glaubens ernst? Was muss ich heute tun, um mein Profil des Jüngers Jesu zu verbessern?

  1. Spuren hinterlassen

Wenn die Autoreifen ein klares Profil haben, dann können sie im Sand oder im Schnee schöne und tiefe Spuren hinterlassen. Die Heiligen haben das Leben der Mitmenschen geprägt. Sie haben tiefe Spuren durch ihr Reden und Tun in dieser Welt hinterlassen. Selbst nach vielen Jahrhunderten sind sie erkennbar und prägend. Die Heiligen sind eben immer die wahren Reformatoren der Kirche. Durch sie kommt jede echte Erneuerung.

Welche Spuren hinterlässt mein Leben? Bin ich stolz auf mein Leben, wenn ich darauf zurückblicke? Für was möchte ich dem Herrn danken? Für was mich bei ihm entschuldigen? Welche Spuren hinterlässt Jesus in meinem Leben? Folge ich ihm gern? Pflege ich eine lebendige Beziehung zu den Heiligen, die mich auf dem Weg der Heiligkeit begleiten?

Lobpreis

Heilig bist du Herr
Du bist heilig Herr
Du sitzt auf dem Thron
Zu deinen Füßen fühl ich mich wohl,
Kniend vor deinem Thron

Staunend singe ich zu dir du bist heilig
Deine Herrlichkeit strahlt so schön
Mein blick hebt sich zu dir und sieht du bis heilig
Deine Schönheit wird nie vergehen

Würdig bist du Herr
Du bist würdig Herr
Du sitzt auf dem Thron
Für alle Zeiten bleibst du mein Gott
Herrschend auf deinem thron

Staunend singe ich zu dir du bist heilig
Deine Herrlichkeit strahlt so schön
Mein blick hebt sich zu dir und sieht du bist heilig
Deine Schönheit wird nie vergehen

Du bist der einzige dem dieses Lob gebührt, heilig bist du 4x

Staunend singe ich zu dir du bist heilig
Deine Herrlichkeit strahlt so schön
Mein blick hebt sich zu und sieht dir du bist heilig
Deine Schönheit wird nie vergehen

Vorsatz

Mit Jesus schaue ich das Profil meines Lebens an.

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"Die Erscheinung unserer Mutter auf dem Berg von La Salette ist keine neue Lehre, sondern eine neue Gnade. Sie ist die Offenbarung der Liebe und des Mitleids, die es für uns im Himmel gibt." So drückte sich 1854 Mgr. Ullathorne, Bischof von Birmingham in England, aus. Er stellte damit die untergeordnete Rolle jeder Erscheinung und ihre Bedeutung in der Geschichte unseres Heils fest.

LA SALETTE IST KEINE NEUE LEHRE.
ES IST EIN NEUER SCHWUNG, HIN ZU DEN GRUNDLAGEN DES GLAUBENS, EINE BEGEGNUNG, DIE NICHT VERPASST WERDEN DARF, EINE GNADE, AUF DIE DRINGEND EINGEGANGEN WERDEN


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