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Aktuell

Rosenkranz in der ganzen Schweiz

18.10.2026, 14:30 Uhr weniger...

Der Rosenkranz in der ganzen Schweiz (Rosary around Switzerland) ist eine katholische, auf dem Rosenkranz basierende Gebetsveranstaltung, die am Sonntag, 18. Oktober 2026 in der Unteren Waid, Mörschwil stattfinden wird. An diesem Tag bitten wir die Gottesmutter, unsere Bitten zu ihrem Sohn zu tragen: für unsere Schweiz und ihre Bewohner, für alle Menschen der Welt, für den Frieden in der Welt und für die Heilige Mutter Kirche.

Es ist nicht unser Ziel, unsere Fürbittgebete konkreter zu gestalten, sondern wir übergeben alles unserer Mutter, denn sie weiss viel besser, wie sie unsere Gebete nutzen und einsetzen kann. Wir vertrauen ihr in kindlicher Haltung alles an und überlassen es ihr, welche Früchte sie uns aus diesen Gebeten schenken möchte.​ Im weiteren empfehlen wir, dass die Teilnehmer für sich und ihre Familien ein Weihegebet an das Unbefleckte Herz Maria beten.

Die Gebetsveranstaltung Rosenkranz in der ganzen Schweiz (Rosary around Switzerland) basiert auf dem Fürbittgebet, d.h. die Fürbitte ist ein Gebet, mit dem wir von Gott etwas erbitten möchten. Das Fürbitt-Gebet besteht aus vier Teilen: Lob/Preis/ Anbetung, Danksagung, Umkehr und Fürbitte.

So edel es ist, einen Rosenkranz zu beten, bedeutet dieser Tag des Gebetes weit mehr. Mit einem offenen Herzen beten wir innig zu unserem Gott.

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Eucharistiefeier mit Lobpreis

24.10.2026 weniger...

In einem Lobpreislied heisst es: „So groß ist der Herr, sing mit mir. So groß ist der Herr. Ihn preisen wir. So groß, so groß ist der Herr.“ Viel zu oft beschäftigen wir uns so sehr mit unseren Problemen und Schwierigkeiten, dass wir Gott und seine Güte, seine Größe und Allmacht vergessen. Wir lernen über Gott zu staunen uns und an seiner Gegenwart zu freuen. Wenn wir seinen Namen preisen, kommt er uns entgegen mit seiner rettenden und heilenden Kraft. Dann bleibt uns nichts übrig als ihm zu singen: So groß ist der Herr! Alles wird in der deutschen und polnischen Sprache gefeiert.

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Glaubenskurs: Kommt näher, meine Kinder…

20.11.2026, 18:00 Uhr weniger...

Maria hat in La Salette die Kinder zu sich gerufen: Kommt näher, meine Kinder, fürchtet euch nicht. In ihrer Nähe verschwand jede Angst und die beiden Melanie und Maximin fühlten sich geborgen bei dieser Mutter, die auch um sie weinte. Die Nähe ist die Grundlage für ein gelungenes Leben (Mutter und Kind). Die Nähe lässt uns Liebe erfahren und befähigt uns dazu, sie auch den anderen anzubieten, ohne sie zu missbrauchen. Die gesunde und heilende Nähe wollen wir bei Gott und Maria erfahren. Also, kommt näher, meine Kinder…

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Gruss aus der Ukraine

22.12.2022 weniger...

LIEBE WOHLTÄTER, SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN

Ich möchte mich bei Ihnen für Ihre große Unterstützung und Ihr großes Engagement für die Opfer des Krieges in der Ukraine ganz herzlich bedanken. Dank Ihrer Hilfe stehen wir der Tragödie so vieler Einwohner des Landes, in dem wir als Salettiner tätig sind, nicht hilflos gegenüber. Dank Ihrer Spenden, die auf das Konto des Referats für Auslandsmissionen der Salettiner überwiesen worden sind, konnten wir praktisch seit den ersten Kriegstagen bei der Evakuierung von Zivilisten aus den unmittelbar von Militäreinsätzen betroffenen Gebieten helfen. Bis heute helfen wir Binnenmigranten, indem wir in unseren Kirchengemeinden Nahrungsmittelhilfe organisieren und humanitäre Hilfstransporte finanzieren. Wir kaufen Medikamente, insbesondere für ältere Menschen und diejenigen, die durch den Krieg in eine ausweglose finanzielle Lage geraten sind.

Mit Rücksicht auf die Bewohner der Regionen, in denen wir tätig sind, konzentrieren sich unsere Aktivitäten nun auch auf die Hilfe für die Bevölkerung in den Bezirken Cherson und Donezk, die mehrere Monate unter russischer Besatzung standen. Soweit möglich, versuchen wir Transporte von Lebensmitteln, Trinkwasser, warmen Kleidern, Decken usw. zu organisieren. Bei Bedarf kofinanzieren wir die Anschaffung von Stromgeneratoren für kinderreiche Familien und für medizinische Zentren, die gerade versuchen ihre Tätigkeit wieder aufzunehmen. Wir haben auch den Kauf einer Tauchpumpe finanziert, die die Wasserversorgung mehrerer Straßen in einer der Städte in der Nähe von Cherson ermöglicht.

Wir sind uns dessen bewusst, dass diese Hilfe nur dank Ihrer Großzügigkeit möglich ist. Im Namen von allen Menschen, denen wir täglich begegnen, während wir dank Ihrer Spenden organisierte Hilfe leisten, möchte ich Ihnen meine Wertschätzung und meine Dankbarkeit aussprechen.

Auch für das kommende Weihnachtsfest wünsche ich Ihnen alles Beste. Jesus kam in die Welt und wählte die Armut des Stalls von Bethlehem und die Kälte der steinernen Krippe. Für die nötige Wärme sorgten die mütterlichen Arme Mariens und das warme, gütige Herz des hl. Josef. Auch in schwierigen Zeiten, ohne Strom und Heizung, spüren wir heute dieselbe, außergewöhnliche Wärme, die aus so vielen Herzen unserer Wohltäter strömt.

Sehr geehrte Damen und Herren, die bevorstehenden Feiertage mögen für Sie eine Gelegenheit sein, die Güte Gottes, die sich in anderen Menschen offenbart, zu spüren. Ich wünsche Ihnen ein gesundes, friedliches und hoffnungsvolles Weihnachtsfest. Der neugeborene Jesus segne Sie und vergelte Ihnen hundertfach das Gute, das wir von Ihnen erfahren haben.

P. Tomasz Krzemiński MS
Direktor des Referats für Auslandsmissionen der Salettiner

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Glaubenskurs

13.12.2022 weniger...

Vom 18. bis 20. November 2022 fand in der Unteren Waid der Glaubenskurs zum Thema Gott offenbart sich dem Menschen statt, an dem 15 Personen teilnahmen.

Das Wochenende war abwechslungsreich gestaltet. Es gab Vorträge, Zeit für Diskussionen, Rosenkranzgebete und Beichtgelegenheiten. Da einige Mitgliederinnen und Mitglieder der La Salette- Familie am Kurs teilnahmen, wurde auch noch speziell auf die Botschaft von La Salette hingewiesen, da sich Gott durch Maria den Hirtenkindern Maximin und Melanie offenbarte. Auch wurde darauf eingegangen, warum sich Gott offenbart und auf welche Art und Weise. Es wurden immer wieder Übungen gemacht, in denen wir wachsam sein sollten, wie Gott sich uns zeigt.

Da es ein sehr sonniges Wochenende war, nutzen auch einige die Gelegenheit, Spazieren zu gehen und in der Natur zu entdecken, wie sich Gott mitteilt. Am Samstagabend fand ein sehr erbauender Gottesdienst auf Deutsch und Polnisch statt mit anschliessender Anbetungsmöglichkeit. Am Sonntag, dem Christkönigssonntag, wirkten fünf Kursteilnehmerinnen als Ministrantinnen mit.

Sind wir nun wachsamer, wie sich Gott uns im Alltag anvertraut und gehen wir in uns, um seine Botschaften zu deuten.

Dazu einige Zeugnisse: «Es ist gut zu wissen, dass sich Gott jeden Augenblick offenbaren kann, wenn man genau hinsieht, hinhört oder salopp gesagt sich öffnet für unseren himmlischen Vater. Gott offenbart sich mir nicht nur in der Natur, sondern auch in dem Wort Gottes, dass er an mich persönlich richtet».

«Dass sich der allmächtige Gott mir, dem völlig unvollkommenen, sündigen, leider oft auch undankbarem Geschöpf offenbart, machte mich etwas sprachlos, erfüllte mich dann aber mit tiefer Freude und Dankbarkeit. Ich durfte auch erkennen, wie lebendig eigentlich meine Beziehung mit Gott ist. In diesem Kurs konnte ich eine Stärkung meines Glaubens und meiner Beziehung zu Gott erfahren. Mir wurde aber auch bewusst, dass ich offen und unvoreingenommen auf Gottes Worte und Zeichen achten soll.»

«Gott hat sich mir mal so offenbart, dass ich mich in Ihn verliebt habe, dass ich Ihm das ganze Leben hingegeben habe.»

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Kommt näher, meine Kinder! Jahrestag der Erscheinung

27.09.2022 weniger...

Am 19. September begangen wir feierlich den 176. Jahrestag der Erscheinung Marias in La Salette. Zusammen mit eingeladenen Gästen und mit der Schule Waid feierten wir um 10.00 Uhr die Eucharistie, an die uns die Schöne Frau erinnert hat. Wir lauschten besonders den Worten Marias: «Kommt näher, meine Kinder, fürchtet euch nicht.»

Wir machten uns unsere Ängste bewusst, die uns im Alltag begleiten z. B. Angst vor dem Krieg, vor einer Krankheit, vor dem Tod, vor dem Anderen, vor dem Auslachen, vor der Arbeitslosigkeit, vor der Heimatlosigkeit, vor der Zukunft usw. usf. In all diese Ängste sprach die Weinende Mutter auch zu uns: Komm näher, mein Kind, hab keine Angst! Ich bin ja bei dir, ich will dir helfen und beistehen. Bei mir, bei meinem Sohn Jesus musst du wirklich keine Angst haben.

Die Nähe Marias, die Nähe Gottes befreit uns aus jeder Angst und Verzweiflung, schenkt uns Geborgenheit und Mut. Das verstanden auch Maximin und sein Vater, als Maria sie an ihre Sorge um ein Stück Brot erinnerte. Ja, in unserem alltäglichen Leben ist Gott uns allen nah, unsere Sorgen sind auch seine Sorgen. Ist das nicht wunderbar? Wie wenig glauben wir aber daran!

Das Vorbild Marias von La Salette lädt auch uns dazu ein, einander näher zu kommen, einander ohne Angst und mit Respekt zu begegnen, miteinander zusammen zu wachsen, wie es auch im Motto des laufenden Schuljahres der Schule Waid heisst: «Zusammenwachsen, zusammen wachsen». Das konnten wir auch in der gemeinsamen Feier wie auch beim anschliessenden Apéro ein Stück weit erfahren.

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Auf der Wallfahrt 2022

25.07.2022 weniger...

Von 13. bis 17. Juli 2022 durften wir an der Wallfahrt nach La Salette teilnehmen.
Nachdem die Wallfahrt die letzten zwei Jahre Corona bedingt nicht stattfinden konnte, freuten wir uns umso mehr darauf. Als wir in La Salette ankamen, fühlte es sich wie ein Heimkommen an.

Piotr und P. Gregor „verwöhnten“ uns mit einem reichhaltigen geistlichen Programm, das am Morgen mit der Laudes begann und gefüllt war mit Vorträgen zum Thema „Wenn sie sich bekehren…“, täglicher Eucharistiefeier, Versöhnungsfeier, Kreuzwegandacht, Vesper und der täglichen Marienandacht mit Lichterprozession am Abend.

Am Nachmittag hatten wir jeweils einige Stunden „frei“ und konnten die wunderbare Bergwelt geniessen und uns auch mit der Botschaft, die Maria von La Salette gegeben hat, vertiefen oder einfach Zeit mit Gott oder den Mitpilgern verbringen. In dieser Zeit hatten wir auch die Möglichkeit zur Beichte oder für ein Gespräch mit den Patres.

Was wir auch sehr schätzten, war die Möglichkeit jederzeit zur ewigen Anbetung gehen zu können. Wir freuten uns auch über die Gemeinschaft, zu der wir alle schnell gefunden haben bei Busfahrten, Mahlzeiten, Gottesdiensten und in der Freizeit.

Die Zeit in La Salette verging leider viel zu schnell und bereits sind wir wieder im Alltag angekommen. Diese Tage haben sooo gut getan und wir können immer noch eine innere Ruhe und Kraft spüren, die uns bei den Alltagsproblemen helfen.

Hiermit einige Zeugnisse der Teilnehmer:

«In diesen Tagen waren auch alle Salettiner-Seminaristen, die nächstes Jahr die die ewige Profess ablegen wollen, in La Salette. Es war sehr schön und berührend diese jungen Männer zu sehen, die ihre Berufung leben und sich ganz Gott hingeben wollen.
Obwohl ich selber keine Kinder habe, bekam ich Muttergefühle und dachte, dass sie doch noch so viel Sorge, Führung und Schutz bedürfen. Ich bin sicher, dass sich Maria von La Salette als Mutter mit viel Liebe und Freude um diese jungen Menschen kümmert.

Da ich von Gott eine Antwort auf eine Situation in meinem Leben erhoffte, hatte ich mich für ein Gespräch eingetragen. Da ich aber nicht wirklich eine Antwort erhielt, ging es mir nachher nicht so gut. Den Bibelvers den wir täglich ziehen konnten, habe ich an diesem Abend ohne irgendwelche Gedanken gezogen und in die Tasche gesteckt. Kurz vor dem Schlafengehen kam mir dann in den Sinn, dass ich den Bibelvers noch nicht gelesen habe. Als ich ihn dann gelesen hatte, war ich wieder mal sprachlos, mir kamen vor Rührung die Tränen und ich musste ihn mehrmals lesen. Gott hatte mir tatsächlich eine tröstliche und erbauende Antwort gegeben: Die ihr den Herrn fürchtet, wartet auf sein Erbarmen! Weicht nicht ab, damit ihr nicht zu Fall kommt! Die ihr den Herrn fürchtet, vertraut ihm! Und euer Lohn wird gewiss nicht ausbleiben! Die ihr den Herrn fürchtet, hofft auf Gutes, auf dauernde Freude und Erbarmen, denn eine ewige Gabe mit Freude ist sein Lohn!  (Sir 2,7-9)» Rita

«Die Tage vor der Wahlfahrt nach La Salette waren für mich sehr harte Zerreissprobe bis der Tag kam, als wir dorthin voll Freude fuhren. Der Herr stellt mir wunderbare Leute auf den weg, die mich so annahmen, wie ich bin und als Jüngste von allen. Diese Reise gab mir wieder die Kraft weiter zu machen.»  Olivia

«Ich habe Grenzen von mir wahrgenommen, die ich so noch von mir gar nicht kannte. Ja bekehren glaub ich, kann ich mich nie genug, weil es immer etwas geben wird, wo ich hoffentlich merken werde, was noch ausbaufähiger ist. Stehen bleiben ist nicht die Lösung, weiter voranschreiten und Schritt für Schritt Jesus ähnlicher werden, dass ist es was ich mir von mir wünsche mit Gottes Hilfe.

Es gab Zeugnisse wo mich sehr berührt haben. La Salette ist auf jeden Fall ein eindrucksvoller, wunderschöner Ort, kann es jedem empfehlen mal dorthin zu fahren.» Rebecca

«Aus meiner Jugendzeit (Jg 1956) kannte ich die Botschaft von La Salette bereits. Uns wurde damals gesagt, dass Maria mit Mühe den strafenden Arm ihres Sohnes halten könne, wenn wir recht tun, ansonsten würde seine vernichtende Strafe auf uns kommen. Diese Drohbotschaft war mir immer suspekt, aber auch real präsent.

Ich durfte in La Salette durch Überlegung zur Erkenntnis kommen, dass Maria nicht den strafenden Arm Jesu hochhält, sondern den Segensarm Jesu. Wenn der Segen Gottes nicht mehr oben ist, dann kommt das Unheil von selbst, nicht von Gott. Ohne Gott gibt es kein Leben, keinen Segen, keine Hoffnung und keine Zukunft.

Dies wurde mir dann auch bestätigt durch Aussagen im Film über La Salette, den wir sehen durften. Mir kam sofort die Assoziation mit Mose in Exodus 17,12, wo Aaron und Hur die Arme von Mose hochhielten, damit Israel gegen Amalek siegreich war. Jesus ist der Prophet, den Mose angekündigt hat: Dtn 18,15, wie Stephanus in der Apostelgeschichte predigt Apg 7,37. Nur dass Jesus nicht nur für Israel einsteht, sondern für das ganze Volk Gottes, zu dem auch wir gehören.» Pius

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Pfingsttreffen 2022: Der Geist der Einheit

07.06.2022 weniger...

Am Freitagabend kamen meine Gäste aus dem Kanton Schwyz, die am Pfingsttreffen teilnahmen, das vom 4. bis 5. Juni 2022 in der Unteren Waid, Mörschwil stattfand. Dies war eine sehr gute Entscheidung, denn ich lernte so wieder neue Leute kennen.

Am Samstagmorgen gingen Karin und ich früh in die Untere Waid, wo wir einen Job gefasst hatten. Wir begrüssten die Leute, die am Pfingsttreffen teilnahmen. Um 9.00 Uhr startete das Treffen mit der Begrüssung von P. Piotr Zaba MS, Salettinergemeinschaft, Christof Brunschwiler, Loretto-Gemeinschaft und Pius Calzaferri, Bibelgruppen Immanuel.

Danach gab es Lobpreis und anschliessend wurde ein Impuls von Andreas «Boppi» Boppart direkt aus Salzburg gestreamt. Vor dem Mittag feierten wir die heilige Messe zur Ehre Marias von La Salette, an der Karin und ich ministrierten.

Nach der Stärkung beim Mittagessen ging es weiter mit Lobpreis. Danach gab Schwester Manuela Schreiner vom Kloster Notkersegg ein wunderbares und ehrliches Zeugnis.

Anschliessend begaben wir uns in Austauschgruppen, wo wir 3 Fragen zum Thema Einheit (Joh 17, 20-21) zu besprechen hatten. Es war sehr spannend, sich mit den anderen auszutauschen.

Nach dem Nachtessen feierten wir den Abend der Barmherzigkeit und durften das Zeugnis von Valentin Kölbener über die Beichte hören. Danach gab es Anbetung. Die Stimmung bei der Anbetung war wunderbar und von der Gegenwart des Heiligen Geist erfüllt. In mir löste es emotional extrem viel aus, so dass ich dem Herrn sehr dankbar war, dass er mich noch nicht aufgegeben hatte.

Während der Anbetung konnte man Beichten gehen, für sich beten lassen oder wir durften zum Allerheiligsten nach vorne gehen und eine Kerze anzünden und Jesus eine Person übergeben oder was einen beschäftigte. Nach dem Segen gingen die meisten nach Hause, aber es gab auch einige, die noch beim Herrn verweilten.

Am Pfingstsonntagmorgen um 9.00 Uhr startete das Programm mit Lobpreis. Danach gab die Familie Tymoczko voller Freude ein Ehe-Zeugnis. Sie berichteten, wie sie miteinander leben und wie der Heilige Geist bei ihnen im Alltag wirkt. Während des Zeugnisses kamen ihre zwei Töchter zu mir und ich ging mit ihnen in die Kapelle nebenan, um auf sie aufzupassen.

Nach einer kurzen Pause gab es einen Festgottesdienst mit Pfarrer Leo Tanner und P. Piotr Zaba MS. Karin und ich durften wieder ministrieren, was sehr bewegend war und wir waren wiederum vom Heiligen Geist gestärkt.

Nach einem leckeren Mittagessen legte Christoph Brunschwiler ein Zeugnis zum Thema Lebensübergabe ab. Danach wurde uns wieder ein Beitrag vom Georg Mayr-Melnhof aus Salzburg zum gleichen Thema gestreamt. Dann wurde das Allerheiligste Sakrament ausgesetzt. Wir bekamen die Einladung, unser Leben dem Herrn zu übergeben. Für einige war dies das erste Mal, dass sie ihr Leben dem Herrn anvertrauten. Es berührte mich sehr, wie eine Frau nach vorne ging und ich erinnerte mich sofort, wie es bei mir das erste Mal war.

Als die «Erneuerungsgruppe» nach vorne gebeten wurde, ging ich auch und übergab dem Herrn meine Anliegen. Währende der Lebensübergabe an den Herrn sangen ein paar Leute die Pfingstsequenz und die Priester gingen zu jeder Person, die dem Herrn etwas übergeben wollten und beteten für sie. Als P. Piotr MS die Hand auf mich legte und zu beten anfing, wurde mir warm ums Herz, als würde sich etwas in mir ändern.

Am Schluss bedankte sich P. Piotr bei Christof, Pius und der Musikgruppe: Kazimierz Mikolajczyk, Renato de Toffol und Natalia Siedlecka und natürlich auch denjenigen, die im Hintergrund halfen. Ein recht herzliches Vergelt’s Gott allen!

Jetzt sind wir alle berufen worden, um den Geist der Einheit praktisch zu leben (zu zweit) und so das Evangelium glaubwürdig zu verkünden. Der Geist der Einheit begleite und statte uns dazu immer wieder neu aus.                                         Olivia Hanselman

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Wallfahrt nach Einsiedeln

22.05.2022 weniger...

Am Sonntag, den 15.05.2022, fuhren Vera und ich nach Einsiedeln an die Wallfahrt von Kirche in Not. Wir vertraten dort die La Salette-Familie mit einem Stand. Früh morgens fuhr ich von St. Gallen nach Einsiedeln. Am Anfang war ich sehr müde, da ich am Tag davor noch in Disentis bei den Benediktinern war. Die Reise dorthin war sehr spannend, da ich für den Stand des Laienvereins der La Salette-Familie eine Marienstatue von La Salette mitgenommen habe. Unterwegs im Zug gab es interessante Gespräche, weil mich einige Leute fragten, was das für eine schöne Heilige sei.

In Einsiedeln angekommen ging ich in das Kongresszentrum, um unseren Stand aufzubauen. Später kam Vera dazu. Als wir fertig eingerichtet hatten, gingen wir zum Kloster und flanierten ein bisschen auf dem Klostergelände bis die Messe anfing. Da wir in der Messe eine besondere Aufgabe hatten, waren wir ein wenig nervös.

Eine halbe Stunde bevor die Messe begann, gingen wir in die Sakristei, da wir zum Ministrieren angefragt wurden. Wir durften den Stab und die Mitra vom Bischof aus der Ukraine halten und übergeben, wenn er sie brauchte. Die Messe war wunderbar.

Nach der Messe gingen alle Messbesucher ins Kongresszentrum zum Mittagessen. Das Essen war sehr fein und dort trafen wir noch einige aus unseren Laienverein und aus Mörschwil und Umgebung. Ich freute mich sehr, sie dort anzutreffen und wir unterhielten uns gut.

Nach dem Mittagessen fand ein Podiumsgespräch statt. Vera war am Podiumsgespräch dabei. Das Thema war: «Unermessliches Leid in der Ukraine: Folgen für die Kirche?». Magda Kaczmarek (Kirche in Not Deutschland) berichtete über ihren Besuch in der Ukraine. Sie habe viel Leid gesehen, aber auch dass viele Leute wieder zum Glauben gefunden haben. Der Bischof Bohdan Dzyurakh überbrachte den Dank seines Volkes für die Unterstützung und das Gebet. Auch Abt Urban Federer OSB nahm am Gespräch teil.

Während des Podiumsgesprächs blieb ich draussen an unserem Stand und hatte spannende Gespräche mit den Standbetreibern. Ich wurde von einigen Schwestern eingeladen, bei ihnen vorbei zu kommen. Den Leuten, die mehr von La Salette erfahren wollten, gab ich Auskunft und machte Werbung für diesen Gnadenort.

Leider war bald Zeit, alles aufzuräumen und die Heimreise anzutreten. Vera und ich verabschiedeten uns auch vom Bischof aus der Ukraine und dankten ihm für sein Kommen.

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Hauptversammlung der La Salette-Familie

09.05.2022 weniger...

Am Sonntagnachmittag, 1. Mai 2022, trafen sich 20 Mitglieder der La Salette-Familie nach 2 Jahren endlich wieder einmal zur Hauptversammlung. Nachdem diese zweimal wegen der Pandemie nicht vor Ort stattfinden konnte.

Nach der Begrüssung hatten wir einen regen Austausch, wie die Mitglieder diese Zeit der Pandemie erlebt haben. Ganz vielen hat die Gemeinschaft und die Eucharistiefeier gefehlt. Einige haben aber auch die Entschleunigung und das Homeoffice genossen. Viele fanden Kraft im Gebet und in der Natur.

Anschliessend führte Vera Schürmann sehr versiert durch die HV und die einzelnen Punkte wurden speditiv abgewickelt. Sie informierte über die vergangenen Anlässe und informierte uns, was im laufenden Jahr stattfinden wird. Es sind dies vor allem der Pfingstanlass, welcher am 4. und 5. Juni 2022 in der Unteren Waid in Mörschwil stattfinden wird. Auch gibt es im Sommer wieder zwei Wallfahrten nach La Salette.

Am Schluss der HV wurde noch über die Zukunft der La Salette Familie diskutiert, da es schwierig ist, neue Mitglieder zu finden.

In der anschliessenden Eucharistiefeier wies P. Piotr Zaba MS auf die Methode Jesu, sein Werk glaubwürdig und wirksam zu verkünden. Er betonte, dass es wichtig sei, mit dem auferstandenen Herrn im Alltag zu leben und ihn immer wieder fragen, was, wann und wie wir es tun sollen. Erst dann können wir die Menschen auch für unsere La Salette-Familie gewinnen.

In der Maiandacht liessen wir uns von Maria ansprechen, die uns unter ihrem mütterlichen, schützenden Mantel bewahrt und birgt: «Maria, breit den Mantel aus…»; «unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, Maria…»

Zum Abschluss gab es im Speisesaal einen feinen Imbiss und anschliessend Kaffee und Kuchen. Alle haben den Austausch und das Treffen sehr geschätzt.

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Krieg in der Ukraine: Kampf um das Licht

24.03.2022 weniger...

Hiermit berichten unsere Mitbrüder über die Situation in der Ukraine:

Tomek: Seit zehn Jahren bin ich Priester. Ich habe schon Einiges gesehen und erfahren. Oft begegne ich dem Tod. Ich habe gemeint, dass ich widerstandsfähig bin. Die Grausamkeit, maßloses Zerstören und Leiden, die in diesen Tagen die Ukraine erfahren muss, zeigen aber, dass ich nicht widerstandsfähig bin. Selbst jenen kommen die Tränen, deren Herz schon lange hart wurde. Jeder Krieg bringt Tod, Leid und Zerstörung mit sich. Nur unser eifriges, gemeinsames Gebt kann bewirken, dass die Ukraine wieder einen neuen Sonnenaufgang erleben darf.

Jan: Der Krieg hat unser Leben auf den Kopf gestellt. Wir leben weiter, aber alles hat sich geändert. Unser Pläne mussten wir aufgeben und unsere Seelsorge anders gestalten.

Viele Pfarreiangehörige vor allem Frauen und Kinder haben die Ukraine verlassen. Dafür gibt es viele andere Menschen, die Hilfe brauchen. Wir betreuen in Busk 32 Waisenkinder aus Charkiw. In der Schule werden Mütter mit Kindern wohnen, die ihre bombardierten Heimatorte verlassen mussten. Im Pfarrhaus und im Pfarreisaal haben wir die Familien aus Zaporozhye aufgenommen. Sie haben nur das Nötigste bei sich. Sie wissen nicht, ob sie zurückkehren können und ob ihre Häuser nicht zerstört werden. Wir helfen, wo wir nur können, indem wir Kleider, Nahrung, Hygienemittel, Medikamente und Unterkunft anbieten. Davon können auch Soldaten profitieren.

Zbigniew: Der nächste Abend in der Dunkelheit mit einer Taschenlampe, oder einer Kerze, am Beten in der Kapelle oder am Telefonieren mit verschiedenen Menschen. Die Regierung hat dies verordnet, um die Menschen vor einem Angriff zu schützen. Sie haben Angst davor. Sie wollen, dass dieser Krieg endet und sie wieder in ihren Häusern in Ruhe und Sicherheit leben können. Wie damals vor dem Krieg… Vielleicht nur traumatisiert durch diese schwierigen, unruhigen Tage…

Wir erwarten das Ende dieses Krieges und beten darum. Wir bitten Gott, dass das Gute siegt. Wir bitten, dass die Ukraine sich gegen Russland verteidigen kann, aber auch bewahrt wird vor Sittenverfall und Hass…

Die Mitbrüder aus Engerazhofen haben eine Gütersammlung für die Ukraine gemacht und diese Gaben bereits nach Krakau gebracht, von wo sie weiter an die Betroffenen geliefert werden. Herzlichen Dank für diese Aktion!

Sie können auch weiterhin die Mitbrüder und das Volk in der Ukraine mit Ihrer Spende unterstützen. Vergelt’s Gott im Voraus.

Missionshaus Untere Waid, CH9402 Mörschwil

Raiffeisenbank Mörschwil: IBAN CH41 8080 8008 7731 7969 2

Postfinance: PC-90-3812-3, IBAN CH16 0900 0000 9000 3812 3

Vermerk: UKRAINE

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Ihre Spende für die Ukraine

02.03.2022 weniger...

Der Krieg in der Ukraine wütet weiter. Wir alle sind von diesem Wahnsinn erschrocken und stehen diesem Geschehen ratlos gegenüber.

Das Leid der unzähligen Menschen lässt uns aber tätig sein. Wir können mit unseren Spenden die Werke der Salettiner in der Ukraine (11 Paters und Brüder) mit einer Spende unterstützen und ihnen helfen, den unter dem Krieg leidenden Menschen zur Seite zu stehen, sei es in der Ukraine selbst, sei es in Polen, wo bereits Hunderttausende Flüchtlinge ihren Schutz gefunden haben.

Wir bitten Sie dieses Werk mit Ihrem Gebet und mit Ihrer Spende mitzutragen. Vergelt’s Gott für jedes Zeichen Ihrer Solidarität mit dem ukrainischen Volk!

Missionshaus Untere Waid, CH9402 Mörschwil

Raiffeisenbank Mörschwil: IBAN CH41 8080 8008 7731 7969 2

Postfinance: PC-90-3812-3, IBAN CH16 0900 0000 9000 3812 3

Vermerk: UKRAINE

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Tag des geweihten Lebens

01.02.2022 weniger...

Am 2. Februar begehen wir schon zum 25. Mal den Tag des geweihten Lebens. Wir gedenken unserer Profess, durch die wir uns Gott für immer geweiht haben durch die Gelübde der Keuschheit, des Gehorsams und der Armut.

Die Professformel in unserer Kongregation der Missionare von La Salette lautet:

Um auf die Einladung Unserer Lieben Frau von La Salette,

der Versöhnerin der Sünder, zu antworten, will ich, N.N.,

aus dem Glauben heraus Christus als meiner Lebensregel folgen.

In Ihre Hände darum, Pater General (oder: delegierter des Pater Generals),

weihe ich mich Gott, in freier Entscheidung und mit ganzer Hingabe

für immer (oder: für ein Jahr, für zwei Jahre, usw.)

durch die Gelübde der Keuschheit, der Armut und des Gehorsams,

gemäß den Konstitutionen der Missionare

Unserer Lieben Frau von La Salette.

Im Vertrauen auf die Hilfe Gottes

und in Gemeinschaft mit meinen Mitbrüdern, den Missionaren von La Salette,

will ich Zeugnis ablegen für die rettende Gegenwart Gottes,

damit Gott alles in allen sei.

Wir danken Gott für die Erscheinung Marias in La Salette, die wir beherzigen und verkünden dürfen. Wir sind die einzige Kongregation, die nach einer Marienerscheinung entstanden ist. Wir freuen uns über unsere Berufung und erneuern gerne unsere Weihe, damit unser Zeugnis für die rettende Gegenwart Gottes immer glaubwürdiger und stärker wird. Wir bitten den Herrn der Ernte um neue Berufungen zu unserer Kongregation, dass es nie an jenen fehle, die sich dem Dienst der Versöhnung widmen.

Unsere Liebe Frau von La Salette, Versöhnerin der Sünder,

bitte für uns ohne Unterlass, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen.

 

 

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Weihnachtswünsche

24.12.2021 weniger...

 

«Maria gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen.
Sie wickelte ihn in Windeln
und legte ihn in eine Krippe,
weil in der Herberge kein Platz für sie war.»

Lk 2,7

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Pilgersonntag 2021: „Das Licht ist immer stärker!”

06.10.2021 weniger...

Am 26. September 2021 sind etwa 30 Pilgerinnen und Pilger zusammengekommen, um Maria und einander zu begegnen. Unter ihnen war an diesem Sonntag eine leicht schwermütige Atmosphäre auszumachen. Eine Pilgerfahrt nach La Salette war auch in diesem Jahr infolge der Pandemie nicht möglich. Ein Corona-Effekt war auch an diesem Sonntag in Mörschwil spürbar. Es fand sich nur rund die Hälfte der sonst üblichen Anzahl Pilger ein zu diesem Anlass. Die Anwesenden bereuten es aber nicht, den Weg hierher gefunden zu haben.

Ab 16.00 Uhr gestaltete Pater Franz Reinelt den Glaubensimpuls und Pater Piotr Zaba feierte im Anschluss die Heilige Messe. In der Predigt nahm er Bezug auf die liturgischen Texte des Tages und verknüpfte sie mit der Botschaft von La Salette: «Das heutige Evangelium sollte uns Zuhörer erschrecken. Jesus glaubt daran, dass alle Menschen etwas Gutes tun können, haben sie denn redliche Absichten unabhängig ihrer Glaubenszugehörigkeit. Genauso wie uns die Botschaft von La Salette erschrecken sollte. Jesus bringt im Text seine Liebe zu uns Menschen zum Ausdruck, trotz unserer Unvollkommenheit, so wie auch die Botschaft von La Salette uns Menschen unvoreingenommen viele gute Attribute zuschreibt.»

Der Prediger P. Zaba forderte die Zuhörer auf, sich auf Gott einzulassen, das Evangelium anzunehmen, es zu leben. So, in seinem Gegenüber nicht nur allfällige Makel zu sehen, sondern das Gute. Ihm ist bewusst, dass er mit dieser Aufforderung von den Anwesenden viel verlangt. Auch den Jüngern Jesu fiel dies nicht leicht, wie sie mit ihrem Verhalten im Evangeliumstext zum Ausdruck brachten. Aber die Gottesmutter von La Salette bestärkt uns darin, das Gute zu tun und das Gute zu sehen. Die Bibeltexte wie auch die Botschaft von La Salette haben für uns in der Gegenwart nichts von ihrer Bedeutung eingebüsst.

Gebet, Gesang und Geborgenheit
Nach einer kleinen Stärkung versammelte sich die Pilgerschar wiederum in der Kapelle der Unteren Waid. Während am 19. September 1846 die Sonne schien, so zogen am Abend des 26. Septembers 2021 dunkle und schwere Wolken auf. Es begann zu regnen und so fiel der traditionelle Flambeau-Umzug durch den Park des Missionshauses buchstäblich ins Wasser. Der Umzug mit Lichtern, Gebeten und Gesang wurde in der Kirche und Kapelle durchgeführt. Die Pilgerschar stand versammelt um die nachgebildete Gottesmutter und die Hirtenkinder in der Kapelle, als der Regen aufs Dach fiel und Pater Piotr die Anwesenden mit dem Segen in die dunkle Nacht entliess und Ihnen mit auf den Weg gab: «Das Licht ist immer stärker als die Dunkelheit, vergessen Sie das niemals!»

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175 Jahre der Erscheinung Marias in La Salette

06.10.2021 weniger...

Am 20. September 2021 feierten wir zusammen mit Bischof Markus Büchel aus St. Gallen den 175. Tag der Erscheinung der weinenden Mutter Maria in La Salette. Wir dankten Gott für diese Jahre der Gnade, die uns auf die Fürsprache Marias von La Salette zuteilwurden. Zusammen mit zahlreichen Gläubigen und Freunden unserer Kongregation baten wir den Herrn um einen neuen Eifer im Dienst der Versöhnung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rosen gemalt von einer Gläubigen aus Bolivien

Maria von La Salette gemalt von einer Gläubigen aus Bolivien

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Novene zur Ehre Marias von La Salette

08.09.2021 weniger...

Bei der Novene („neun“) geht es darum, an neun aufeinanderfolgenden Tagen ein bestimmtes Gebet zu verrichten oder eine Betrachtung zu machen als Vorbereitung auf ein Fest, oder um von Gott besondere Gnadengaben zu erflehen. Das Verrichten des für den jeweiligen Tag bestimmten Gebetes ist wie das langsame Hinaufsteigen zu einer Höhe, auf der dann das Fest gefeiert wird. Es ist ein stetig wachsendes Sich-Einfühlen in das Festgeheimnis.

Miteinander wollen wir uns auf das große Jubiläum 175 Jahre der Erscheinung Marias in La Salette vorbereiten. Die neun Tage der Vorbereitung mögen uns allen ein schönes und gnadenreiches Fest bringen!

Der vollständige Text der Novene finden Sie hier:

Novene zur Maria von La Salette

Beten Sie mit uns mit! 

Gedenke,
Maria von La Salette
der Tränen, die du auf Golgotha
für uns vergossen hast!
Gedenke auch der Mühe und Sorge,
die du beständig auf dich nimmst,
damit dein Volk sich in Christus
mit Gott versöhnen lasse.
Du hast so viel für uns getan.
So kannst du uns jetzt nicht verlassen.
Deine Liebe macht uns Mut,
dich immer wieder zu bitten:
Auch wenn wir untreu
und undankbar sind,
nimm unser Beten an,
Mutter der Versöhnung!
Öffne unser Herz für deinen Sohn!
Erbitte uns die Gnade,
ihn über alles zu lieben
und so auch dich zu trösten
durch ein Leben zur Ehre Gottes
und in der Liebe zu den Menschen!
Amen.

 

 

 

 

 

 

 

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«Maria Himmelfahrt»

22.08.2021 weniger...

«Maria Himmelfahrt» in der Unteren Waid am Sonntag, 15.08.2021

Um 15.00 Uhr begann der Gottesdienst für die Mitglieder der La Salette-Familie. Die Corona-Pandemie ermöglichte in den vergangenen Monaten nur ein sehr beschränktes Zusammenkommen vieler Menschen, so wollte Pater Piotr dies mit diesem Treffen etwas nachzuholen.


Es sassen 20 Personen in der Kapelle als Pater Piotr den Gottesdienst eröffnete.
Die Lesungen übernahmen Vera Schürmann und Rita Bischof und die Fürbitten trug Martha Schegg vor. Pater Piotr hielt nach dem Evangelium die Predigt, die von «Maria Himmelfahrt» respektive «Maria» handelte. Er versuchte den Anwesenden das Fest der Himmelfahrt Marias in drei Punkten näher zu bringen:

  • Wir Kinder Gottes sollten uns als Geschenk Gottes verstehen. Gott beschenkt uns, einerseits mit dem Leben an sich, aber auch tagtäglich. Sind wir uns dessen bewusst? Lassen wir uns von Gott beschenken?
  • Der Engel des Herrn sprach zu Maria und sie tat aus innerer Überzeugung und freiwillig, um was Gott sie gebeten hatte. Wir sollten uns auf Gott einlassen. Er führte zwei Beispiele aus seinem Alltag in der Seelsorger an.
  1. Eine Frau litt an einer Sozialphobie und generellen Angststörung. Es war ihr nicht möglich, ihre Wohnung zu verlassen. Das Gebet mit Pater Piotr stärkte sie, als er sie besuchte. Sie liess Gott wirken. Heute kann sie wieder unter Leute gehen.
  2. Ein Ehepaar stand kurz vor der Scheidung. Nichts schien zu klappen, um ihre Ehe zu retten. Sie besuchten schliesslich gemeinsam einen Glaubenskurs in der Unteren Waid. Diese drei Tage vermochten in ihnen etwas zu bewegen und sie bleiben vorerst zusammen. Auch heute – 12 Monate danach sind sie noch zusammen, nicht immer in Harmonie, aber aus Überzeugung.
  • Maria ist für uns Menschen da. Sie hat Erbarmen mit uns und nimmt sich unserer Sorgen und Nöte an. Genauso können wir uns den Sorgen und Nöten unserer Mitmenschen annehmen. Lassen wir einander nicht im Stich. Tun wir einander Gutes und schenken wir den Anderen Zeit und Hingabe, dort wo es nötig und erwünscht ist.

Im Anschluss an den Gottesdienst lud Pater Piotr die Gottesdienstbesucher in den Speisesaal ein. Dort gab es für die Anwesenden eine Tasse Tee oder Kaffee und man konnte auswählen zwischen einem Stück Schwarzwälder-, Erdbeer- oder Früchtetorte. Ruth Wetli brachte zum Festtag für alle Anwesenden Blumen mit, die Pater Piotr segnete. Es war ein freudiger Nachmittag mit regem Austausch bei Kaffee und Kuchen.

In wenigen Wochen steht in der Unteren Waid der Pilgersonntag an, an dem der Erscheinung Marias in La Salette zum 175. Mal gedacht wird. Bitte merken Sie sich diesen Anlass vor.

Ivo Schürmann

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Vorträge zum Thema Versöhnung

21.07.2021 weniger...

P. Piotr Zaba MS hat bei Radio Gloria Vorträge zum Thema Versöhnung gehalten. Es lohnt sich, sie anzuhören und darüber nachzudenken. Sie finden sie unter dem folgenden Link:

https://www.mykath.ch/mykath/?page_id=205

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Neue Broschüre über La Salette

23.06.2021 weniger...

In La Salette schloss Maria ihre Botschaft mit folgenden Worten ab: Kinder, teilt dies gut meinem ganzen Volke mit!

Damals haben diesen Auftrag Maximin und Melanie erfüllt. Dann haben ihn die Missionare von La Salette übernommen und auch viele Menschen, die sich von der Erscheinung Marias in La Salette angesprochen fühlten. Und so ist es auch bis heute.

Mit dieser Broschüre La Salette – Ereignis und Botschaft wollen wir den Menschen nicht nur die Botschaft der Schönen Frau vermitteln, sondern ihnen auch helfen, diese Botschaft zu verstehen und im persönlichen Leben umzusetzen. Mehr noch, mit vielen farbigen Bildern ermöglichen wir den Leserinnen und Lesern eine virtuelle Reise nach La Salette, die sie dazu ermutigen möge, einmal selber dorthin zu pilgern.

Sie können diese Broschüre zum Preis von 10.- CHF bzw. 10 € beziehen bei:

Missionshaus Untere Waid
Rorschacherstr. 4
Postfach 35
CH-9402 Mörschwil
Tel. 071 866 14 24
Fax 071 868 79 81
PC 90-3812-3
E-Mail: missionshaus@unterewaid.ch

Diese Broschüre eignet sich als eine gute, persönliche Lektüre oder auch als ein schönes Geschenk, das wir jemanden geben können.

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Eine Lücke… P. Walter Sieber MS ist tot…

22.06.2021 weniger...

Am 12. Juni ist P. Walter Sieber MS im Alter von 76 Jahren von uns gegangen. Die wichtigsten Stationen seines Lebens waren: 1965 – die erste Ordensprofess, 1973 – Priesterweihe, 1974 – Vikar in Emmenbrücke, 1974 Novizenmeister, 1978 – Präfekt am Lyzeum in Friedberg, Gossau, 1981 – Redaktor der «Botschaft», 1985 – Präfekt und Lehrer am Gymnasium Untere Waid, Mörschwil, 2002 – Pfarradministrator in Häggenschwil, 2003 – Hausoberer und dann Pensionär im Missionshaus in Balzers, FL, 2021 – Pensionär im Missionshaus Untere Waid. Darüber hinaus bekleidete er verschiedene Ordensinterne Ämter und arbeitete mit der Stiftung Haus Gutenberg zusammen.

Maria von La Salette, der er vertraute, führe ihn zu Jesus Christus, in dessen Dienst er sein Leben gestellt hat. Christus, der allen Ruhe verschafft, die schwere Lasten zu tragen haben, schenke ihm in seiner Barmherzigkeit den ewigen Frieden.

Die Beerdigung fand am Freitag, den 18. Juni 2021 in Mörschwil statt. Hiermit die Predigt von P. Piotr Zaba im Wortlaut: Wir brauchen einender…

Meine Lieben. Ich möchte heute ein letztes Mal P. Walter zu uns sprechen lassen. Ich werde seine Predigt vortragen und mit ihm ins Gespräch kommen. Er hat sie zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten gehalten. Er sagte:

Nach dem Tod Jesu fehlt er seinen Jüngerinnen und Jüngern als Freund und Mitte. Sie kommen immer wieder zusammen, um über ihre Probleme, ihre Trauer und ihre Enttäuschung zu sprechen. Obwohl ihr Herr nicht mehr direkt unter ihnen ist, bleibt er durch das Erzählen der Mittelpunkt ihrer Gemeinschaft. Das erleben diese Frauen und Männer ganz lebendig, und dies auch nach dem er von ihnen gegangen ist und zu Gott zurückkehrte, also nach der Himmelfahrt.

Ja, Walter, du fehlst uns wie Jesus den Aposteln und seinen Verwandten damals. Durch das Erzählen von dir, sagst du, bist du wieder unter uns lebendig, selbst wenn du nun zu Gott zurückgekehrt bist. Jede und jeder von uns könnte Vieles von dir erzählen. Und das werden wir immer wieder tun, damit wir dich nicht vergessen, damit du unter uns weiterhin lebendig bleibst. Ich erinnere mich gerne an die Gespräche mit dir. Du hast mir so viel Vertrauen geschenkt. Wir durften über alles reden. Du hast mir über deine Arbeit als Lehrer und Präfekt berichtet, über deine Stunden, die du mit Jugendlichen verbrachtest, über deine Bibelkurse und Vieles mehr im Haus Gutenberg, über deiner Liebe zu La Salette, aber auch über deine intimsten Erlebnisse, die dich beschäftigten. Über deine Krankheit, von der nicht alle wussten, die dir aber sehr zu schaffen gab, so sehr, dass du schreiend betetest: Herr und Gott, komm mir, bitte, zu Hilfe in meiner Depression. Vor einigen Monaten sprachen wir miteinander in Balzers. Besser gesagt, du sprachst, ich hörte zu… Gerade diese eine halbe Stunde brauchtest du, um neuen Mut zu schöpfen. Dann sagtest du mir: Du bist ein Engel…Mit diesem einen Satz richtetest du mich auf, selbst wenn du nicht wusstest, dass auch ich gerade in dieser Stunde Trost und Mut brauchte… Ja, du bleibst lebendig in unsere Mitte…

Nun setzt Walter seine Predigt fort:

‚Wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, ist ER mitten unter ihnen‘. Diese kleine Gruppe von Frauen und Männern, nach der Himmelfahrt versammelt im Gebet, erwarten den Geist Gottes, den Geist Jesu, wie er es ihnen versprochen hat. – Diese Gemeinschaft, die intensive Verbundenheit untereinander, hier im Gottesdienst, durch unser Gebet, im Bitten und Danken, im Gesang und der Mahlfeier mit Jesus Christus, soll und will die Fortführung dieser urchristlichen Gemeinschaft sein. „Sie verharrten einmütig im Gebet“; gemeinsame Gottesdienstfeier will Verbundenheit vermitteln, verbunden durch eine Mitte. Es ist oder wäre schön und wünschenswert, wenn wir – wie die Freunde Jesu damals – heute und hier erfahren und sagen können, könnten: Jesus ist unsere Mitte, er ist die Mitte meines Lebens, die Mitte dieser Pfarrei. ER ist ja der Grund, warum wir hier zusammenkommen, Er verbindet uns letztlich untereinander. Diese Verbundenheit soll Kraft schenken, aus der heraus man gut leben kann und sich sogar gehalten und getragen weiß. 

Diese Verbundenheit mit Gott und mit den anderen war dir besonders wichtig. Bei den Beerdigungen wiesest du jeweils die Gläubigen auf Jesus hin, auf diesen Grund, der selbst im Tod zu halten vermag. Jesus war die Mitte deines Lebens, darum stelltest du dich auch in seinen Dienst als Ordensmann und Priester. Du verkündetest den Menschen diese Mitte, zu der du selbst gefunden hast. Du feiertest Jesus Christus in der Mitte der Mitmenschen als den, der alle hält und trägt, der allem Kraft zu gutem Leben gibt. Immer sagtest du ja zum Abschied: Gott behüte dich! Behüte dich dieser Gott, der niemanden abweist, der niemanden zugrunde gehen lässt, der uns zum ewigen Leben auferweckt am letzten Tag. Du schätztest auch die menschliche Verbundenheit sehr. Immer wieder batst du die Mitmenschen, dass sie dich in ihr Gebet einschließen und mittragen. Eines Tages kamst du auch zu mir niedergedrückt und gebeugt, um den Segen Gottes zu erbitten. Du wusstest auch die menschliche Gemeinschaft beim Wandern, Velo- oder Skifahren, oder auch beim Surfen zu schätzen. Schön, dass wir auch jetzt, die Gemeinschaft mit Jesus, dem Auferstandenen, die Gemeinschaft mir dir und auch untereinander erfahren dürfen. Sie bleibt bestehen!

Hören wir Walters Predigt weiter:

Es verlassen Leute heutzutage die Kirche – oft leise und ohne Aufheben. Was immer die Gründe dazu sind, lassen wir einmal dahingestellt. Dass sie aber den andern, den in der Kirche verbleibenden, uns etwas antun, sind sie sich natürlich nicht bewusst. Sie fehlen, sie sind nicht mehr da, sie hinterlassen eine Lücke, die vielleicht niemand mehr schließt. Aber noch mehr: sie, die nicht mehr da sind, stellen uns in Frage, stellen uns gleichsam die Frage: warum bleibt ihr denn eigentlich noch? Die Kirche ist ein Auslaufmodell, Christ-sein ist nicht mehr modern, ihr seid von gestern. – Das könnte uns verunsichern, wenn wir nicht schon ein wenig unsicher sind.

Lieber Walter. Menschen fehlen uns nicht nur wenn sie die Kirche verlassen, sie fehlen uns auch, wenn sie diese Erde verlassen. Du fehlst uns auch… Du hinterließest eine Lücke, die niemand schließen kann. Deine leibliche Abwesenheit stellt auch uns in Frage. Sie stellt uns Frage nach unserem Glauben, nach unserer Zuversicht und unserer Hoffnung. Sie stellt uns Frage nach dem Sinn des Leidens und des Lebens. Sie hinterfragt unser Denken, Reden und Handel – Gott und den Mitmenschen gegenüber… Sie ist mit Schmerz gefüllt diese Lücke… Du hattest Recht: Jene die weggehen, tun etwas den Zurückbleibenden an…

Seine Predigt schließt Walter mit folgenden Worten ab:

– Liebe Mitchristen, lassen wir einander nicht im Stich, seien wir einander im Glauben Stütze und Halt. Zeigen wir dies einander durch die Gemeinschaft hier im Gottesdienst; wir brauchen einander. Die andern brauchen mich, und ich brauche die andern. Unsere gemeinsame Mitte ist Jesus Christus, unser Herr. Bitten wir Ihn heute und in den kommenden Tagen um seinen Geist, um den guten, heiligen Geist, dass er uns Kraft und Liebe schenke – für uns selber und für die Mitchristen dieser Pfarrei.

Nehmen wir heute dieses Wort als Walter‘s Testament an. Wir brauchen unsere gemeinsame Mitte, die Jesus Christus ist. Wir brauchen einander. Lassen wir also einander nicht im Stich. Lassen wir einander die Kraft und die Liebe des Heiligen Geistes erfahren, die uns allen durch diese Feiert zuteil wird. Bitten wir heute und jeden Tag neu um den guten, Heiligen Geist, der uns allen den Weg in die ewige Heimat weist. Amen.

 

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Abschied von P. Anton Truffer MS

12.04.2021 weniger...

Mein Herr und mein Gott,  o nimm mich mir und gib mich ganz zu Eigen Dir. (Bruder Klaus)

Am 11. April ist im Alter von 94 Jahren P. Anton Truffer MS heimgegangen. Die wichtigsten Stationen seines Lebens: 1947 – die erste Ordensprofess, 1943 – Priesterweihe, 1954-1955 – Domvikar in St. Gallen, 1956 – Missionar in Angola (u.a. Leiter der Katechistenschule und Novizenmeister), 1985 – Pfarrverweser in Engerazhofen, 1987 – Missionar in Angola, 1993 – Portugiesenseelsorger im Wallis, 2002 – Pensionär im Haus Gutenberg in Balzers, FL. Der barmherzige Jesus, dem er in Treue gedient hat, schenke ihm die Erfüllung seiner Hoffnung auf das ewige Leben und lasse ihm sein gütiges Angesicht schauen. Er schenke ihm Anteil am Fest ohne Ende, das ihn für immer die Gemeinschaft mit dem gütigen Gott, seinen Verstorbenen und allen Heiligen verbindet.

Die Beerdigung fand am 14. April 2021 in Balzers, FL statt. Hiermit die Predigt von P. Piotr Zaba im Wortlaut: Mein Herr und mein Gott

Toni’s Testament

Anton Truffer MS, er nannte sich einfach Toni. Er schrieb zum Abschluss seines Testamentes Folgendes: Für mein Totenbildchen wünsche ich mir folgendes Gebet: «Mein Herr und meine Gott nimm mich mir und gib mich ganz zu Eigen Dir» (Bruder Klaus). Hat er schon damals geahnt, dass er gerade am Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit heimgehen würde, an dem wir das Bekenntnis des Apostels Thomas: «Mein Herr und mein Gott.» zu hören bekommen? Das wissen wir nicht. Eines ist aber sicher: das Walten der Vorsehung Gottes, der Toni sehr vertraute. Er selbst sagte dazu: «Es kommt alles anders, und doch kommt alles so, dass man hinter allem Geschehen, das Walten einer gütigen Vorsehung erkennen kann, die alles so leitet und lenkt, wie es am besten ist für den, dem es wohl oder weh tut. Diese Erkenntnis, die nicht Verdienst sondern Gnade ist, macht mich glücklich, zufrieden und dankbar gegenüber Gott und vielen, vielen Menschen.» So schauen wir das Gebet vom Bruder Klaus zusammen mit Toni etwas näher an.

Mein Herr und mein Gott,  nimm alles von mir, was mich hindert zu dir.

„Nicht alles ist gottseidank im menschlichen Leben vorprogrammiert, oder genetisch bedingt.“, pflegte Toni zu sagen. Ihm war bewusst, dass unser Leben ein Entwurf Gottes ist, den wir auszuarbeiten versuchen. Ihm war auch bewusst, dass uns nicht alles auf diesem Weg hilfreich ist, dass es gewisse Dinge gibt, die uns daran hindern können. Die eigene Freiheit meistern zu können, ist wirklich eine hohe Kunst. So bemühte er sich, an sich selber zu arbeiten und die anderen zu achten. Als Walliser musste er Toleranz den anderen gegenüber lernen. Mehr noch, er bemühte sich auch um den salettinischen Geist der Versöhnung. Er sagte: „Toleranz und Versöhnung sind Zwillingsschwestern“.

Er freute sich darüber, in die Mission nach Angola zu gehen, um dort den Menschen das Evangelium zu verkünden und es durch tatkräftige Hilfe zu bezeugen. Selbst wenn er dort in Hütten wohnen musste und der unerbittlichen Natur ausgeliefert war. Er freute sich darüber, dass die Salettiner aus Polen in die Schweiz kamen, um die Mutter-Provinz zu unterstützen und zu lieben. Er ging in seinem Hohen Alter nach Polen, um die Vereinigung der Provinzen zu feiern. Toni konnte über eigene Engstirnigkeit hinausschauen und andere mit offenen Armen, großem Herzen und fröhlichem Lächeln aufnehmen. Selbst Einiges in der Kirche schien ihm für die Ausbreitung des Evangeliums hinderlich zu sein. Er konnte aber über all das hinweggehen, um bei den Menschen zu bleiben und ihnen den Geist des Evangeliums nicht nur mitzuteilen, sondern auch vorzuleben.

Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich führet zu dir.

Gott gab Toni in seiner Kindheit viele schöne Erfahrungen, die seinen Glauben nährten und ihm halfen, sein Leben für Jesus als Ordensmann und Priester zu wagen. Die kleinen Liturgien wie z. B. andächtiges Angelusgebet der einfachen Leute prägten sein Herz und öffneten ihn für den großen Gott, in dessen Dienst er sein ganzes Leben gestellt hat. Toni war sehr dankbar gegenüber Gott und den Menschen, die ihm zur Seite standen. Er bezeugte selber: „Es waren viel Gebete und Ratschläge, mit denen ihm, dem Priester und Missionar, die Menschen Sympathie und Freundschaften entgegenbrachten“.

Es waren Menschen, mit denen er Feste feiern und Schicksalsschläge ertragen durfte. Menschen, die ihn in Wort und Tat unterstützten und ihm Hilfe gewährten. Dies zeigte sich auch schön bei all diesen Besuchen, die P. Anton freundlich empfing, bei all den Menschen, die P. Anton besonders in den letzten Jahren und Tagen ihre Zuneigung und Dankbarkeit zum Ausdruck brachten. Als Priester und Missionar wusste er, dass es keinen anderen Beruf gibt, in dem so wenig Verdienst mit so viel Gnade verbunden ist. „Alles ist Gnade.“, durfte er bei seinem Goldenen Priesterjubiläum feststellen. Toni schätzte die Gemeinschaft sehr und vermisste sie, als er ins Altersheim umziehen musste. Er blickte mit Bedauern zum Haus Gutenberg hinauf. Ja, vieles und viele führten Toni zu Gott, dem er nun von Angesicht zu Angesicht begegnen darf.

Mein Herr und mein Gott, o nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.

Dieses Gebet von Toni wird nun Wirklichkeit. Er darf sein Leben den gütigen Händen Gottes anvertrauen im Wissen, dass Gottes Waagen anders messen und zuordnen als die menschlichen. Gott nimmt nun aus seinen Händen selbst „das leiseste Beben entgegen, das die schweren Schritte ungestümer Hirten einer wilden Herde auf dem Weg ins gelobte Land hinter sich ließen“. Nun darf Toni ausruhen von seinem Mühen und Gott ganz und gar angehören. Die Saat seines Lebens wurde gesät. Sie geht auf und bringt reiche Frucht in Angola, in vielen Missionen der Portugiesen, aber vor allem in unseren Herzen.

Und noch ein letztes: der Herr erhörte das Gebet von Toni: o nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir noch in seinem irdischen Leben. Die letzten Tage seines Lebens gehörte er nicht mehr sich selbst. Dem Herrn hat es gefallen, ihn an seinem Leiden teilnehmen zu lassen. Vielleicht war das eine der fruchtbarsten Zeiten seines Lebens… Ein großes Geschenk an uns alle, das wir nicht verspielen dürfen. An dieser Stell möchte ich vor allem Denise Truffer, der lieben Schwester von Toni von ganzem Herzen danken. Sie haben bei Toni Tag und Nacht gewacht und gebetet. Sie waren für ihn so selbstverständlich da. Für jede Stunde und Minute dieser liebevollen Begleitung ein herzliches Vergelt’s Gott.

 

 

 

 

 

 

 

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P. Franz Eggs MS ist heimgegangen

05.02.2021 weniger...

Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. Joh 10,11

Im Glauben an die ewige Glückseligkeit bei Gott ist von uns heimgegangen

P. Franz Eggs, Salettiner (10.Februar 1927 – 28. Januar 2021)

Die wichtigsten Stationen seines Lebens:

1949 – die erste Ordensprofess, 1955 – Priesterweihe,

1956 – Vikar in Zürich Oerlikon,

1957 – Missionar an verschieden Missionsstationen in Angola,

2009 – Pensionär im Missionshaus Untere Waid in Mörschwil.

Maria von La Salette, Versöhnerin der Sünder lenke ihn zu Jesus Christus, dem Guten Hirten, dem er so treu und eifrig gedient hat. Christus, dessen endliche Liebe er allen Menschen mitteilen wollte, lasse ihn an seinem Herzen ausruhen für immer.

Die Predigt vom P. Piotr Zaba MS im Wortlaut:

Wer für andere sorgt, für den sorgt Gott. Wer mit Grosszügigkeit verteilt, dem wird auch ein gefülltes Mass von Gott zugeteilt werden. Ich freue mich, weil der liebe und gütige Gott mir mehr schenken wird, als ich es verdiene…

Mit diesem Wort endete P. Franz Eggs MS sein Testament. Dieses Wort war das Motto seines ganzen, irdischen Lebens. So möchte ich ihn einladen, dass er selbst uns durch seine Schriften von seinem Leben erzählt. Möge dieses Interview mit ihm uns Mut machen für unseren weiteren Weg in der Nachfolge Jesu.

  1. Lieber P. Franz, warum hast du dich entschieden Missionar zu werden?

Ich habe den Befehl (und nicht nur den Rat) von Christus, unserem Erlöser, vernommen: «Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium allen Geschöpfen. Wer glaubt und sich taufen lässt, wird selig werden…» (Mk 16,15-16) Ich durfte nicht so egoistisch sein und die höheren, geistigen Güter nur für mich beanspruchen. Nein, Christus der Herr will, dass «alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen (Tim 2,4). Alle Menschen sind sein Eigentum und er liebt sie alle ohne Unterschied von Sprachen, Hautfarbe oder Temperament und er will seinerseits von allen geliebt werden. In der Liebe und durch die Liebe wurde ich erlöst und darum erstreckte sich auch meine Liebe zu allen Menschen. So wurde die Liebe zum Zentrum all meiner Tätigkeit. Die Liebe zu Gott und Menschen war für mich der Mittel- und Angelpunkt, um den sich mein ganzes Leben von der Wiege bis zum Sterben gedreht hat. Ja, Christus ist es, der mein Herz in der Liebe zu allen Menschen erweitert hat. So bin ich kurz nach der Priesterweihe in die Mission nach Angola gezogen, wo ich über 50 Jahre das Evangelium verkünden durfte.

  1. Das Leben als Missionar in Angola war keine einfache Sache. Was musstest du alles auf deinen unzähligen Missionsreisen ertragen? Was machte dir Freude?

Ich habe auf mein bequemes Leben in der Schweiz verzichtet, um bei den armen Menschen zu wohnen und zu wirken. Der Dienst an dem anderen, dem ich helfen konnte, bereicherte mich seelisch. Selbst wenn er auch Opfer bedeutete. Ich brauchte z.B. viel Überwindung, um meine Aufenthalte in den Buschhütten bei Regen, Hitze, Ungeziefer und Müdigkeit nicht abzukürzen.

Ich freute mich aber, dass ich bei den Menschen sein durfte, sie oft bis Mitternacht am Feuer unterrichtete, mit ihnen Gottesdienste stundenlang feierte, ihnen Sakramente spendete, mit ihnen alles teilte und ihnen beistehen konnte, so gut ich es vermochte. Die Kranken und Armen waren meine besondere Vorliebe.

  1. Im Jahre 1975 begann der 27-jährige Bürgerkrieg in Angola. Es war keine einfach Zeit für dich, oder?

Es war eine schrecklich Zeit für uns alle… Grausamkeit und Brutalität, stete Todesgefahr, das Leiden so vieler Menschen, Tausende von Flüchtlingen, Hunger, zerstörte Häuser und Dörfer, Angst und Bangen, Gewehrschüsse und Kanonenkugel, Minenfelder und Überfälle, Vergewaltigungen und Entführungen… Eine Zeit des Schreckens und der Unmenschlichkeit. Eine Zeit der Prüfung unseres Glaubens. Ich konnte sie nur mit Christus bestehen.

  1. Warum bist du denn nicht in die Schweiz zurückgekommen oder anderswohin in die Missionen gegangen?

Ich habe auf Christus und sein Leben geschaut. Er hat ja sein Leben für uns riskiert und lebt weiter. Dazu glaubte ich fest an die Vorsehung Gottes: Mein Leben lag in seiner Hand und er konnte mich am Leben erhalten, solange es ihm gefiel.

Ausserdem wie sollte ich mit gutem Gewissen das Gleichnis vom guten Hirten erklären, wenn ich meine Herde verlassen würde, nur weil ihr und vielleicht auch mir Gefahr droht? Ich habe nie bereuen müssen, bei unseren Christen und Katechumenen ausgeharrt zu haben. So wurde der Glaube des Volkes in Gefahr gestärkt und ihr Vertrauen in die Hirten nicht enttäuscht. Das Vorbild des Guten Hirten versuchte ich nachzuahmen und mein Leben für die anderen hinzugeben. Ich freute mich sehr, wenn die Kinder mich als ihren Papa bezeichneten und mir überall halfen und immer für mich den Rosenkranz beteten, wenn ich krank war. Der gute Hirt kennt die Seinen und die Seinen kennen ihren Hirten.

  1. Von der Vorsehung Gottes wurdest du auch nicht enttäuscht. Wie hast du sie konkret erfahren?

Darüber könnten wir lange sprechen. Ich nenne nur zwei Beispiele. Es war im Jahre 1993 als ich auf unserer Missionsstation in Cubal war. Es fielen 21 Kanonengeschosse auf unsere Mission. Jedes Geschoss nur ein paar Meter entfernt von unseren Häusern, d.h. Spitälern, Internaten, Patres- und Schwestern-Häusern und der Kirche, wo die Flüchtlinge im Gebet Zuflucht suchten. Fenster klirrten, Wände wurden von Splittern markiert. Hunderte von Kranken und vielleicht nahezu 2000 Flüchtlinge erzitterten, aber keine einzige der Personen, die im Innern der Häuser oder der Kirche Zuflucht suchte, konnte auch nur eine Verletzung aufweisen. Und dies war nur eines der Wunder Gottes.

Ein anders Mal wurde ich von einem geistesgestörten, jungen Mann mit einem Messer in der Kirche angegriffen. Ein junges Mädchen Margarida rief nach Hilfe und versuchte den Täter von mir wegzubringen. Sie hat mein Leben gerettet. Die Verletzungen mussten genug schlimm sein, wenn ein Arzt in der Schweiz mich dann als einen Wiederauferstanden bezeichnete. Dann habe ich diesem jungen Mann vergeben und ihn umarmt, um dem blutenden Volk Angolas ein Zeichen des Friedens zu geben. Es waren viele Engel Gottes da, die mich und die anderen beschützten. Es waren aber auch viele Engel in menschlicher Gestalt, die mir stets zur Seite standen.

  1. In all den Jahren deines Lebens hast du auch einen besonders Schutz Marias von La Salette erfahren…

Ja, ich fühlte mich glücklich Maria als meine Mama anrufen zu dürfen. Ich wusste, dass das Telefon zu ihr immer noch gratis und sprechbereit war. Ich war sicher, dass diese Mama Maria nicht zögern wird, mir gleich herbeizueilen und mich in frohen wie in dunklen Tagen zu begleiten. Im Rosenkranzgebet fand ich immer Kraft und Schutz. Ich versuchte wie Maria dieses Wort zu leben: «Siehe, ich bin ein Diener des Herrn: Mir geschehe nach deinem Worte.» So sagte ich oft: Dein Wille geschehe immer, nicht der meine! Gottes Wille war auch der meine. Das war der kürzeste Weg zu den Himmelshöhen, wo ich nun zusammen mit Maria, unserer lieben Mutter, in ewiger Glückseligkeit Gott schauen darf.

Wer für andere sorgt, für den sorgt Gott. Wer mit Grosszügigkeit verteilt, dem wird auch ein gefülltes Mass von Gott zugeteilt werden. P. Franz, wir freuen und mit dir, weil der liebe und gütige Gott dir nun mehr geschenkt hat, als du es verdientest. Ruhe nun in Frieden und pass auch auf uns auf.

Interview mit P. Franz Eggs MS von Dr. Alois Gichtig

 

Die Texte von P. Franz Eggs MS:

Der Krieg tobt, der Glaube lebt

Missionspredigt Franz Eggs 2000

Missionspredigt Franz Eggs 2001

 

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175 Jahre Erscheinung in La Salette – ein Gnadenjahr des Herrn

08.01.2021 weniger...

Im Jahr 2021 feiern wir Salettiner das 175. Jubiläum der Erscheinung Marias in La Salette. Was ist ein Jubiläum und warum feiern wir solche Jahre so besonders? In unserem Alltag hören wir ja z. B. von goldenen Hochzeiten oder von Dienstjubiläen… Unter einem Jubiläum versteht man eine Erinnerungsfeier bei der Wiederkehr eines besonderen Datums. Es leitet sich ursprünglich aus dem alttestamentlichen „Jubeljahr“. Jedes 50. Jahr sollte ein Jahr sein, in dem sich Juden ganz besonders daran erinnern sollten, dass sie das Land als Geschenk von Gott bekommen haben und das sollte dazu führen, dass sie den anderen ihre Schulden erlassen (Lev 25,8-55). Das war also ein Jahr der besonderen Gnade.

Jesus las bei seinem Auftreten in der Synagoge in Nazareth den Text über ein Erlassjahr vom Propheten Jesaja (Jes 61,1-2): „Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe“ (Lk 4,18-19). Er erklärt damit, dass mit ihm eine ganz besondere Zeit der Gnade beginnt.

Als Salettiner erinnern wir uns also in diesem Jahr 2021 daran, was vor 175 Jahren in La Salette geschehen ist und wollen diese Gnade Gottes neu annehmen und erfahren. Wir sind davon überzeugt, dass Gott allen Menschen, die aufmerksam und neu auf die Worte Marias hören und versuchen sie in ihrem Leben umzusetzen, besondere Gnaden bekommen. Und das wünschen wir uns und Ihnen allen in diesem für uns besonderen Jubiläumsjahr.

 

 

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Weihnachtswünsche

22.12.2020 weniger...

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Marienjahr bei den Salettinern

05.10.2020 weniger...

Am 19. September 2020 wurde das besondere Marienjahr in unserer Kongregation ausgerufen unter dem Motto: «Maria – der Weg der Hoffnung und des Friedens zwischen den Kulturen».

Es soll uns helfen, uns in der Schule Marias auf den 175. Jahrestag der Erscheinung vorzubereiten und unsere Beziehung zu Maria zu erneuern, zu beleben und erst aufzubauen. Sie wirkte ja als Mutter und Jüngerin Jesu am Werk der Erlösung mit. Sie war verfügbar für den Heiligen Geist und offen für seine Gaben. Als Mutter der Versöhnung ist sie stets bereit, die Menschen zu Gott, zueinander und zu sich selbst zu führen, um ihnen zu helfen als eine grosse Menschenfamilie zu leben. Ihre mütterliche Fürsprache und Sorge geben uns Hoffnung auf eine bessere Welt, in der Menschen einander annehmen, respektieren und lieben.

 

Maria zeigt uns den Weg zum Frieden, der uns nur Jesus Christus schenken kann. Sie passt sich an die Verhältnisse der Menschen an, damit die Botschaft des Evangeliums alle erreichen und verwandeln kann. In La Salette änderte sie ihre Sprache, damit Melanie und Maximin sie verstehen konnten. Sie sprach die Ereignisse ihrer Zeit an, damit die Menschen merkten, dass Gott ihr Schicksal nicht gleichgültig war. Sie achtete die Kultur der Kinder, um sie einzuladen, diese Kultur mit dem Geist des Evangeliums zu reinigen und zu durchdringen. Sie wollte ihr ganzes Volk, die ganze Menschheit mit ihrer Botschaft erreichen, um allen einen Weg des Miteinanders und der Solidarität zu zeigen. Wer Maria als seine Mutter annimmt, der findet nach Hause: hier auf unserer Erde und einst dort, wo es keine Tränen und keine Trauer mehr geben wird (Offb 21,4).

 

Begeben wir uns also in die Schule Marias, unserer aller Mutter, damit wir immer mehr zueinander finden als Schwestern und Brüder. Bezeugen wir mit unserem Leben, dass eine neue Welt möglich ist, in der jede menschliche Würde von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod geachtet wird. Maria, geh du mit uns!

 

Gebet für das marianische Jahr der Salettiner

Maria, Mutter der Versöhnung, in diesem Jahr, das dir geweiht ist, verkünden wir dich voll Freude als Glückselige.

Um das Heilsprojekt der Vorsehung durchzuführen hat dich Gott, der

Vater, als seine bevorzugte Tochter ausgewählt.

Als der Sohn Gottes Mensch wurde um die Menschheit zu retten, wollte er Dich als Mutter und Jüngerin.

Der Heilige Geist hat dich geliebt und aus dir einen Tempel gemacht voll von einzigartigen Gaben.

In La Salette hast du Tränen des Lichtes geweint. Du hast uns den gekreuzigten Sohn gezeigt. Du hast in einer einfachen Sprache gesprochen und Deine Botschaft Maximin und Melanie anvertraut, damit sie an „dein Volk“ gelangt in der Sprache und in der jeweiligen Kultur.

Gewähre uns die Gnade uns anzunehmen, einander zu lieben und lass uns zusammen arbeiten für Gerechtigkeit und Frieden.

Du Mutter, Versöhnerin der Sünder, du Weg der Hoffnung und des Friedens zwischen den Völkern und Kulturen, voll Zuversicht trauen wir dir die Menschheit an und unser „gemeinsames Haus“ mit seinen Ängsten und Hoffnungen, die darin wohnen.

Sprich mit deinem Sohn Jesus, damit wir – wie du – das tun, was er uns sagen wird. Amen.

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Wallfahrt in die Untere Waid

04.07.2020 weniger...

Im Sommer bieten die Salettiner traditionellerweise Wallfahrten nach La Salette an. Dieses Jahr kam wegen des Coronavirus alles anders. Da lange unklar war, ob man überhaupt verreisen konnte und die Abstandsregeln eingehalten werden mussten, wurde die beiden Wallfahrten nach Frankreich abgesagt.

Aber die Salettiner Patres waren einfallsreich und luden kurzentschlossen zu einer Wallfahrt in die Untere Waid nach Mörschwil ein, die vom 26. bis 28. Juni 2020 stattfand. Das Thema war «Mama, warum weinst du?» und es fanden sich 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu diesem Wochenende ein.

Dieses Jahr stand kein Satz aus der Botschaft im Zentrum der Wallfahrt. Wir setzten uns mit den Tränen auseinander, die auch ein Zeichen sind. Die Hirtenkinder Mélanie und Maximin begegneten in La Salette einer weinenden schönen Frau, der Jungfrau Maria. Die beiden ignorierten diese weinende Frau nicht und machten sich Gedanken, weshalb sie so traurig sei. Auch wenn wir jemanden weinen sehen, lässt uns das nicht kalt und wir fragen nach, was geschehen ist. Tränen haben mit Emotionen zu tun und wenn man weint, ist etwas mit einem geschehen.

Maria möchte die Leute wieder ihrem Sohn zuführen. Maria ist nicht im Himmel geblieben und überlässt uns dem Schicksal. Wie eine Mutter kümmert sie sich um uns und teilt uns mit diesen Tränen die Botschaft mit, dass wir ihr nicht egal sind und sie für uns da ist. Sie wendet sich aus Liebe an uns und die Tränen verwandeln sich am Kreuz zu Lichtperlen. Die Tränen fallen nicht zu Boden, sondern werden von Gott gesammelt. Alles Schmerzliche hat im Hause Gottes ein Ende. Tränen gehören zum Leben und können sich in Freude umwandeln.

Während des ganzen Wochenendes wurde darauf geachtet, dass die Schutzmassnahmen eingehalten wurden. So wurden die Vorträge in der Kirche gehalten, wo der Abstand von 1,5m gewährleistet werden konnte. Auch bei den Beichtgelegenheiten wurde auf den nötigen Abstand gedacht. Die Mahlzeiten wurden im Speisesaal der Patres eingenommen, wo wir von P. Gregor und P. Piotr professionell und mit viel Elan bedient wurden.

Die Lichterprozession wurde im Park durchgeführt und man fühlte sich für einen Moment wie in La Salette. Am Abend fehlte trotz Einhaltung der Abstandsregeln das gemütliche Beisammensein nicht. Es war eine schöne Erfahrung, die Wallfahrt in der Unteren Waid zu erleben.

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Der letzte Rettungsanker…

18.04.2020 weniger...

Jesus sagte zur heiligen Schwester Faustina: „Ich gebe der Menschheit den letzten Rettungsanker – die Zuflucht zu meiner Barmherzigkeit. Mein Herz freut sich über diesen Feiertag (TB 998)”. Ich wünsche, dass der erste Sonntag nach Ostern zum Fest der Barmherzigkeit wird (TB 299). Ich wünsche, dass das Fest der Barmherzigkeit Zuflucht und Unterschlupf für alle Seelen wird, besonders für die armen Sünder. An diesem Tag ist das Innere Meiner Barmherzigkeit geöffnet; Ich ergieße ein ganzes Meer von Gnaden über jene Seelen, die sich der Quelle Meiner Barmherzigkeit nähern. Jene Seele, die beichtet und die heilige Kommunion empfängt, erhält vollkommenen Nachlass der Schuld und der Strafen; an diesem Tag stehen alle Schleusen Gottes offen, durch die Gnaden fließen (TB 699).

Wie nötig haben wir alle diesen Rettungsanker! Freuen wir uns mit Jesus über dieses Fest der göttlichen Barmherzigkeit und schöpfen wir reichlich aus dem Ozean der Barmherzigkeit Gottes. Tun wir dies für uns und für alle Menschen auf der ganzen Welt. Mögen alle erfahren, wie gütig und barmherzig das Herz Jesu ist. Jesus, ich vertraue auf dich!

Wie kann das geschehene, da die Gottesdienste nicht gefeiert werden dürfen? Wir können einem Gottesdienst beiwohnen, der gerade an diesem Tag übertragen wird per Radio oder Fernsehen oder auch im Internet. Wir sollen uns aber als Familie, ja als Hauskirche, versammeln und den auferstandenen Herrn bitten, dass er zu uns kommt trotz «verschlossenen Türen» (Joh 20,19.26). Für IHN ist dies ja kein Problem. Ihn drängt es ja an diesem Fest der Barmherzigkeit Gottes bei uns zu sein und uns alles zu schenken. Er schenkt uns seinen Frieden. Er haucht uns seinen Geist ein, damit wir zu ihm finden durch Reue und Vergebung. Laden wir ihn zu uns ein. Berühren wir wie Thomas seine verklärten Wunden und bekennen ihn als unseren Herrn und Gott. Beten wir gemeinsam den Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes für uns und für die ganze Welt. Die Strahlen aus dem Herzen Jesus mögen die ganze Welt und jedes menschliche Herz erreichen und verwandeln.

Der Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes
Vater unser…; Gegrüsst seist du, Maria…; Ich glaube an Gott…

Große Perlen (1x):
Ewiger Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut,
die Seele und die Gottheit Deines über alles geliebten Sohnes,
unseres Herrn Jesus Christus,

zur Sühne für unsere Sünden und die Sünden der ganzen Welt.
Kleine Perlen (10x):
Durch Sein schmerzhaftes Leiden
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.
Zum Schluss (jeweils 3x):
Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott,

habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.

O Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit für uns entströmt, wir vertrauen auf Dich!

Jesus, ich vertraue auf dich!

Vertrauensakte:

Gott, barmherziger Vater, Du hast Deine Liebe in Deinem Sohn Jesus Christus offenbart und über uns im Heiligen Geist, dem Tröster, ausgegossen, Dir vertrauen wir heute die Geschicke der Welt und jedes Menschen an. Neige Dich zu uns Sündern herab, heile unsere Schwäche,
besiege alles Böse, hilf, dass alle Menschen der Erde Dein Erbarmen erfahren und in Dir, dem dreieinigen Gott, die Quelle der Hoffnung finden.
Ewiger Vater, um des schmerzvollen Leidens und der Auferstehung Deines Sohnes willen, habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt. Amen.

 

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"Die Erscheinung unserer Mutter auf dem Berg von La Salette ist keine neue Lehre, sondern eine neue Gnade. Sie ist die Offenbarung der Liebe und des Mitleids, die es für uns im Himmel gibt." So drückte sich 1854 Mgr. Ullathorne, Bischof von Birmingham in England, aus. Er stellte damit die untergeordnete Rolle jeder Erscheinung und ihre Bedeutung in der Geschichte unseres Heils fest.

LA SALETTE IST KEINE NEUE LEHRE.
ES IST EIN NEUER SCHWUNG, HIN ZU DEN GRUNDLAGEN DES GLAUBENS, EINE BEGEGNUNG, DIE NICHT VERPASST WERDEN DARF, EINE GNADE, AUF DIE DRINGEND EINGEGANGEN WERDEN


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