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Aktuell

Das Geschenk der Wandlung

2024/07/16 weniger...

Unter diesem Motto haben wir unsere jährliche Wallfahrt nach La Salette vom 10. bis 14. Juli 2024 durchgeführt. Rund 40 Personen haben daran teilgenommen, um das Geschenk der Wandung entgegenzunehmen. Wir haben diese Zeit der Gnade auf dem Heiligen Berg genutzt, um umzukehren und zu beginnen im Lichte Gottes zu wandeln.

Wir haben uns bewusst gemacht, dass das Wort Gottes ein täglicher Spiegel für die persönliche Wandlung ist, die auf besondere Weise in der Feier der Eucharistie geschieht. Wir erinnerten uns daran, dass das Gebet, ein besonderer Ort der Wandlung ist, und dass die Betrachtung der Schöpfung uns verwandeln kann. Wir erzählten einender von verschiedenen Wandlungen, die wir selber im Laufe der Jahre erfahren durften. In der familiären Gemeinschaft verbrachten wir in La Salette drei wunderbare Tage, die unser Leben geprägt und gewandelt haben.

Zwei Zeugnisse:

«Nach La Salette kam ich mit vielen Sorgen und Problemen und mit Angst um meine Katzen, die zu Hause geblieben sind. Durch die Vorträge, Gespräche und Beichte habe ich eine neue Sicherheit bekommen, dass der Herr mir Kraft gibt alles durchzustehen. Ich konnte auch meine Angst und Scham überwinden, indem ich mich zum Vorbeten des Rosenkranzes meldete. Am Anfang hat mich dies viel Überwindung und Nerven gekostet, dann aber beruhigte ich mich und fühlte mich gut dabei. Der Herr hat in mir gesiegt und meine Angst gewandelt.»

«Ich habe nicht geplant nach La Salette zu gehen und doch war ich dabei. Ich habe Sehnsucht nach Maria gehabt und alle Widrigkeiten wurden überwunden. Selbst die Anreise war vollen Probleme, für die es aber immer eine Lösung gab. Ich habe dadurch Vertrauen gelernt. In La Salette, im Hause der Mutter, war ich voller Freude. Ich freute mich darüber, dass ich den anderen dienen konnte, selbst wenn dies mich viel Mühe kostete. Ich möchte für alles danken, besonders für die Zeugnisse der anderen, die mir zeigen, wie Gott im Leben der Menschen wirkt. Dann erfuhr ich einen inneren Kampf, in dem mich Maria mit ihren Tränen tröstete. Sie fielen ja nicht auf den Boden, sondern wurden auf der Höhe des Kreuzes zu Lichtperlen… Sie wurden verwandelt… Ich hoffe, dass Jesus auch jede Träne meines Lebens verwandelt…»

Eine Pilgerin schrieb danach:

Wandlung geschieht.

Durch alle, die unterwegs sind als Volk Gottes,

wirkst du, oh Gott und Vater.

Keiner bewirkt das aus sich oder für sich allein.

Im Vertrauen und im Flehen, in der Bitte um Deine Hilfe,

zuerst IN uns und dann DURCH uns zu wirken,

DICH zu spüren, bewegst DU allein unser Herz

und giesst DICH in unsere Seele und in unser Leben ein.

Und wenn wir uns leer und erschöpft fühlen,

brauchen wir die Anderen, die uns von DIR erzählen,

uns wieder Mut und Zuversicht einflössen

und uns durch dein WORT und DEINE Kraft stärken.

Und dann vor DIR, öffnest DU unser Herz ganz sanft,

für Dich, für Dein Wirken und lässt Dich hineinfließen.

Und auf einmal ist nichts mehr wichtig,

nur dieser Strom der Gnade. WHAU!

DANKE UND ERGEBENHEIT UND ALLE LIEBE

sei DIR, Geist und Sohn und Vater…

 

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Jahresversammlung der La Salette-Familie

2024/05/09 weniger...

Am 5. Mai 2024 fand die 17. Jahresversammlung der La Salette-Familie in der Unteren Waid statt. Der Verein bezweckt die Förderung des christlichen Lebens salettinischer Spiritualität sowie die Unterstützung der Missionare von La Salette. Weiter arbeitet der Verein mit den Salettinern bei ihren Werken zusammen und trägt Sorge um den familiären Geist der Mitglieder und versucht sich auch darüber hinaus zu engagieren.

Das Treffen startete mit einem gemeinsamen Mittagessen. Es ist ein schöner Anlass, sich innerhalb des Vereins zu treffen und auszutauschen. Die Mitglieder kommen aus Deutschland, Liechtenstein und der Schweiz.

Nach dem Essen folgte ein Referat des Präses P. Piotr Zaba MS zur Geschichte der Unteren Waid und der dazugehörigen Schule. Diese beiden Institutionen feiern in diesem Jahr ihr 100jähriges Bestehen. Wobei es bei der Schule immer wieder zu Wechseln der Art gab. P. Piotr stellte zu jedem Abschnitt dieser Geschichte Fragen an die Versammelten, um sie zum Nachdenken und zum Handeln heute anzuregen. Die Untere Waid solle mehr und mehr zu einem geistigen Zentrum für viele Gläubige werden. Dazu braucht es aber Einsatz von vielen nicht zuletzt von den Mitgliedern der La Salette-Familie. Wir alle dürfen die Geschichte der Unteren Waid weiterschreiben.

Im Anschluss an den Rückblick 100 Jahre Untere Waid wurde die Jahresversammlung abgehalten. Vera Schürmann, Präsidentin des Laienvereines, berichtete darüber, welche Aktivitäten das Jahr durch abgehalten wurden und wie man die Salettiner noch besser unterstützen kann. Die Mitglieder wählten den Vorstand für die nächsten drei Jahre. Er besteht neu aus: Vera Schürmann, Präsidentin, Martha Schegg, Vizepräsidentin, Rita Bischof, Aktuarin und Regina Süess, Kassierin. Wir bedanken uns herzlich für ihre Bereitschaft und wünschen viel Kraft des Heiligen Geistes für ihr Wirken. Lydia Gstöhl ist nach vielen Jahren aus dem Vorstand zurückgetreten. Wir Wünschen ihr Gottes Segen und viel Freude für den weiteren Weg.

Wie so viele Vereine wurde auch darüber diskutiert, wie sich die La Salette-Familie nach aussen sichtbar machen kann, damit sie bestehen bleibt. Einige sprachen sich dafür aus, Neues auszuprobieren, wie sich sozial zu betätigen, wie zum Beispiel in einer Gassenküche zu helfen. Auf der anderen Seite kam auch der Wunsch, den Zusammenhalt innerhalb der La Salette-Familie zu fördern und zu stärken. Wichtig ist es aber nicht der Resignation und Kritik zu verfallen, sondern die Hoffnung nicht zu verlieren und neue Wege mutig zu gehen.

Schliesslich wurde das Treffen mit einem gemeinsamen feierlichen Gottesdienst abgeschlossen und es gab die Möglichkeit, noch für die folgende Maiandacht zu bleiben. Es war ein stimmiger Nachmittag, der viel zu schnell verging.

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P. Edgar Hasler MS ist in die ewige Heimat aufgebrochen…

2024/05/06 weniger...

Auf der Todesanzeige von unserem Mitbruder Edgar steht das Wort vom Hl. Paulus, das wir eben gehört haben: Ich habe das Verlangen, aufzubrechen und bei Christus zu sein.

Das ist das Ziel unseres Lebens, für immer bei Christus, bei Gott zu sein. Im Evangelium haben wir aber gehört, dass dieses Aufbrechen nicht immer einfach ist. Für die Emmaus-Jünger war dieses Aufbrechen einmal eine Flucht vor Enttäuschung, einmal eine schnelle Rückkehr, um den anderen die frohe Botschaft mitzuteilen. So oder so haben beide Aufbrüche mit einer Gotteserfahrung zu tun gehabt. P. Edgar meinte dazu folgendes:

Manche sind sofort bereit aufzubrechen, zu neuen Ufern vorzustossen. Andere brauchen Tage, Wochen, ja vielleicht sogar Jahre um sich selbst zu überzeugen, um andere zu überreden, zu überzeugen.

Wir brechen auf mit mehr oder weniger leichtem Gepäck, das wir für die Reise bereit gemacht haben. Aber wie oft müssen wir zuerst innere Vorbehalte, Hemmnisse, Ängste überwinden. Gerade die Ängste wären schweres Gepäck. Wir wollen nicht stolpern, nicht unter äusserlichem oder innerlichem Gepäck zusammenbrechen.

Wie oft brach P. Edgar auf? Unzählige Male hat er es getan. Zuerst mal von Zuhause hier in die Untere Waid, wo er die Schule gemacht und der Kongregation der Salettiner beigetreten ist. Dann brach er nach Fribourg auf, wo er Theologie, dann Wissenschaften studierte. Von dort kam er wieder in die Untere Waid, wo er am Gymnasium Untere Waid neun Jahre unterrichtete. Von hier aus brach er nach Sindelfingen auf um dort gut 30 Jahre als Seelsorger zu wirken, mit den jungen Menschen neue Wege zu beschreiten und zu armen Missionsländern aufzubrechen. Vor allem für Angola und Bolivien schlug sein Herz.

Als P. Edgar 70 wurde brach er wieder auf, um in das Mutterhaus in die Untere Waid zurückzukehren. Er wollte nicht als Pflegefall hierher kommen. Gut vier Jahre durfte er noch in der Seelsorge mitwirken. Dann kam leider die Krankheit, die ihm die Sprache wegnahm. Jahrelang kämpfte er sich durch, bis er für den letzten Aufbruch bereit war. Er selbst schrieb dazu:

Dann kommt jene Stunde, die uns Angst macht, die Stunde des Abschieds. Dabei verbergen wir gerne die wahren Gefühle. Wir erfahren aber, dass Lachen und Weinen nahe beisammen liegen. Ein lachender Abschied in die Befreiung, in die Entdeckung und Erfahrung von ganz neuen Welten.

Wie viele unserer schönsten Volkslieder singen von der Sehnsucht, zu entdecken, was hinter «jenen Bergen» liegt, was sich hinter fernen Horizonten verbirgt.

Aber eben davor steht das Loslösen, geliebte Menschen zurücklassen, langgehegte Vorlieben aufgeben, aus der Geborgenheit hinaus treten in die Verletzlichkeit, in das Ungeschützt sein. Das Ungeschützt sein kann den nicht überwältigen, der im Vertrauen geborgen ist. Dieses Vertrauen gilt Gott, oder gilt Mitmenschen oder gilt den eigenen Kräften. Dementsprechend ist es Vertrauen auf festen Grund oder Vertrauen auf ein wankendes Gebilde.

Ich möchte wie Abraham vertrauen können auf jenen Ungesehenen und doch Lebendigen der ihm / mir feste Zusage gibt.  Vertrauen ist Grundlage eines unerschütterlichen Glaubens, der wiederum tiefes Vertrauen schenkt…

Wer nicht aufbricht aus alten Gewohnheiten, nicht ausbricht aus vorgefassten Vorstellungen, nicht hinter sich lässt eingeimpfte Meinungen, die nur von anderen stammen, der kann keine Begegnung erfahren. Begegnung ist zugleich schenken und beschenkt werden.

Nur wenn ich mich dem andern öffne, ihm nicht nur Dinge und Geschehnisse mitteile, sondern mich selbst mitteile, ob Freude oder Schmerz, ob Glaube oder Enttäuschung, ob Lachen, ob Empörung, nur dann vollzieht sich wirklich Begegnung.

Ausbrechen aus dem eigenen Gefängnis starrer Meinungen und unterdrückter Gefühle, Freundlichkeit akzeptieren und in der Begegnung wandeln in Freundschaft – vielleicht gelingt das wenigstens hie und da. Die Einsamkeit durchbrechen…

Nun war P. Edgar in der vergangenen Woche bereit aufzubrechen im festen Vertrauen auf Gott, der ihm eine ewige Heimat, einen Ort des ewigen Friedens vorbereitet hat. Ich habe das Verlangen, aufzubrechen und bei Christus zu sein. Dein Verlangen Edgar ist nun erfüllt. Der auferstandene Herr schenke dir sein Erbarmen und seine Freude.

Und wo stehen wir heute? Hat uns dieses Wort vom Aufbrechen angesprochen? Sind auch wir bereit, unsere Gepäcke und Ängste zu verlassen, um Neues zu wagen im Vertrauen auf den Auferstandenen, der uns auf dem Weg begleitet und uns den Sinn des Lebens erschliesst? Sind wir bereit, eine echte Begegnung zu wagen mit uns selbst, mit den anderen und nicht zuletzt mit Gott selbst? Sind wir zu echter Freundschaft bereit, zu der Jesus uns einlädt? Wollen wir sie auch mit den anderen teilen, gleich im Brechen des Brotes und im alltäglichen Leben? Brechen auch wir auf, um Freiheit und Leben in Fülle zu haben.

Todesanzeige – P. Edgar Hasler MS

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100 Jahre junggeblieben und WAIDerentwickelt…

2024/04/24 weniger...

Eröffnungsgottesdienst

Am 19. März 2024 haben das Missionshaus Untere Waid in Mörschwil und die Schule Waid das 100 Jubiläumsjahr ihres Bestehens feierlich eröffnet. Dem Gottesdienst um 10.00 Uhr stand Dompfarrer Beat Grögli, der 1986-89 die Schule an der Unteren Waid besuchte. Gerne erinnerte er sich an die prägende Zeit «in der überschaubaren Waid-Familie», in der er «unerhört viel fürs Leben gelernt hat». Er erlebte die Untere Waid «als einen Ort, wo man auf eine einfache, gerade Art dem Leben Sorge trägt, und wo man selbst diese Sorge für das Leben lernen kann».  Viele Generationen besuchten in diesen 100 Jahre die Schule und durften immer wieder erfahren, dass man an diesem Ort die Sorge für das Leben trägt. Der Festprediger beschloss seine Rede mit diesem Wort: «Die Untere Waid wird in 10 Jahren mit 100prozentiger Sicherheit anders aussehen als heute. Die Schule und die Salettiner-Gemeinschaft werden sich weiter verändern, aber was hoffentlich bleibt, ist die Sorge für das Leben, für das göttliche Kind, so, wie sie eben dann und in diesen Umständen nötig und möglich ist».

Der Schülerchor unter der Leitung von Gianni Pede umrahmte musikalisch den Festgottesdienst. Unter anderem sangen die Schülerinnen und Schüler: Come, let us sing; Hymn to; Panis Angelicus und When we get together. Zahlreiche Gläubigen nahmen an diesem Fest teil und brachten ihre Dankbarkeit und Freude mit ihrem kräftigen Gesang zum Ausdruck, begleitet von der langjährigen Organistin der Unteren Waid Ruth Falk.

Generaloberer der Salettiner P. Silvano Marisa aus Rom bedankte sich bei den Salettiner Paters für ihren Einsatz in der Seelsorge und an der Schule Waid. Er wünschte allen Gottes Segen und den Schutz Marias von La Salette. Provinzoberer der Salettiner P. Grzegorz Zembron aus Warschau schenkte der Unteren Waid eine Jubiläumskerze mit dem Bild von Heiligem Josef. Herr Hans Brändle vom Kath Administratuinsrat… erinnerte sich an seine Kontakte mit der Schule Waid und mit dem Erscheinungsort in Frankreich. Er wies auf das Projekt «Werte bilden» (wertebilden.ch), an dem sich die Schule Waid beteiligt. Zusammen mit anderen christlichen Schulen des Bistums St. Gallen (Maitlisek Gossau, Gymnasium Friedberg und Kathi Wil) setz sich die Waid für Vorleben und Bilden der christlichen Werte wie Vertrauen schenken, Achtsam sein oder Spiritualität wecken ein.

Nach dem Gottesdienst nahmen sich die Feiernden Zeit für einen Apéro, um ihre Erinnerungen wach zu rufen und miteinander die Gemeinschaft zu pflegen.

Mutterhaus

Seit vielen Jahren haben die Salettiner Patres nach der Möglichkeit einer Niederlassung im deutschsprachigen Raum gesucht. Am 19. März 1924 durften sie das alte Kurhaus zu Unteren Waid kaufen und somit ihr Mutterhaus in der der Schweiz gründen. Am 2. Oktober desselben Jahres eröffneten sie auch mit 15 Schülern die Missionsschule. Sie widmen sich bis heute der Seelsorge in umliegenden Pfarreien, bieten Gottesdienste, Wallfahrten und Glaubenskurse an der Unteren Waid an. Zusammen mit den anderen veranstalten sie auch jährlich ein Pfingsttreffen, das allen offen steht. Acht Patres aus drei Nationen leben den Geist der Versöhnung, dem sie sich in ihrer Ordensgemeinschaft verpflichtet haben. Gerne helfen sie den Menschen, zu sich selbst, zu den anderen, zur Schöpfung und nicht zuletzt zu Gott zu finden.

Im Laufe der Zeit wirkten sie segensreich in Deutschland, indem sie Flüchtlinge betreuten und in Angola, wo sie viele Missionsstationen aufgebaut haben.

Schule Waid

Aus der Missionsschule Untere Waid, die für den Nachwusch der Salettiner bestimmt war, wurde 1966 das Gymnasium Untere Waid, das seit 1978 auch den Mädchen offen stand. 2007 übergaben die Salettiner die Schule der Stiftung Gymnasium Untere Waid. 2021 gab die Stiftung das Gymnasium auf und wurde zur Schule Waid, die aus der typengemischten Oberstufe und dem Untergymnasium und einer Mittelstufe besteht.

An dieser familiären Schule dürfen die Schülerinnern und Schüler ihre Einzigartigkeit leben und zu Hause sein. Sie dürfen nicht nur regulären Unterrichtsstoff, sondern auch für sich selbst und fürs Leben lernen. In den seit diesem Semester eingeführten ARTelies können  klassenübergreifend ihren Interessen nachgehen und verschiedene Kompetenzen erwerben, die sie im Leben brauchen. Ja, die Waid ist tatsächlich «Einzig in der ART».

Jubiläumsfest am Samstag 1. Juni 2024

Am Samstag, den 1. Juni ab 14.00 Uhr findet das Jubiläumsfest in den Räumlichkeiten und dem Park der Unteren Waid/ Waid an der Rorschacherstrasse 4 in Mörschwil für alle unter dem Motto «100 Jahre jung» statt. Der Musikverein Young Winds, die Harlekins der Tanz und Ballettschule St, Gallen, ein Kinderzauberer, ein vielfälltiges Essens- und Getränkeangebot, Kinderschminken und vieles mehr bereichern den Festtag. Das genaue Programm finden Sie unter waid.sg oder salettiner.ch.

Das Didaktische Zentrum Bienen- Werte mit Standort an der Unteren Waid feiert zugleich den Tag der offenen Tür. Um 17.00 Uhr gibt es den Höhepunkt dieses Festes in der Kapelle der Unteren Waid, musikalisch umrahmt vom Gospelchor Wittenbach. Es ist auch eine Gelegenheit die Schule Waid hautnah zu erleben und bei verschiedenen ARTelies mitzumachen. Am Abend ist die St. Galler Band Gion Stump & The Lighthouse Project zu Gast. Ein Drink an der Amici Bar mit gemütlichem Beisammensein, einem Wiedersehen der Ehemaligen und Freunde der Schule und des Missionshauses. Das OK-Team würde sich sehr freuen, Sie alle an diesem Fest begrüssen zu dürfen. Hereinspaziert, das OK Team freut sich über viele Besucher und Besucherinnen von klein bis gross, jung und älter.

Detailprogramm 1. Juni

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Missionshaus Untere Waid und Schule Waid feiern ein ganzes Jahr lang

2024/03/13 weniger...

Die beiden Institutionen: das Missionshaus Untere Waid und die Schule Waid können exakt am 19. März 2024 auf 100 Jahre zurückblicken – eine bewegte Geschichte. Mittlerweile steht eine Stiftung hinter der Schule. Schulleiter Roland Aregger, Stiftungspräsident und Hausoberer Pater Piotr Zaba und Hans Brändle, Administrationsrat des Katholischen Konfessionsteils St.Gallen, reden über Veränderungen, Emotionen und ihren Bezug zum Missionshaus Untere Waid und zur Waid.

«Waid – Einzig in der Art», heisst es in grossen Lettern am Eingang zum Schulgelände in Mörschwil. Es seien der Ort, die christlichen Wurzeln, die geschichtlichen Veränderungen und die bis heute spürbare Spiritualität der Salettiner, welche diese Einzigartigkeit ausmachten, sagt Pater Piotr Zaba, Stiftungspräsident und Hausoberer der Salettiner. Acht Personen umfasst die Ordensgemeinschaft in Mörschwil heute noch, 15 schweizweit. Pater Zaba lebt und engagiert sich seit 23 Jahren in der Unteren Waid und darüber hinaus. Ihm ist ein Anliegen, dass viele Menschen den Geist der Versöhnung wirken lassen und sich mit Gott, mit den anderen, mit der Schöpfung und nicht zuletzt mit sich selbst versöhnen können. Die Salettiner bieten verschiedene Kurse dazu und eine Wallfahrt nach La Salette, dem Ursprung ihres Ordens, an. Er ist der mittlerweile einzige Salettiner, der noch Schule gibt. «Wehmut bringt nichts, die Zeiten verändern sich einfach.»

Damit macht Pater Piotr Zaba klar, dass die Schule Waid eine vielfältige Geschichte hat. 1924 als Missionsschule gegründet, eröffneten die Salettiner Patres eine Missionsschule, die sich bis hin zum Gymnasium entwickelte. «Heute kann man an der Waid die Mittelstufe, Oberstufe sowie das Untergymnasium besuchen.» 43 Schülerinnen und Schüler tun dies in diesem Schuljahr. Getragen wird die Schule seit 2007 von einer Stiftung.

Dem Herz gefolgt

Als Schulleiter wirkt seit vergangenem August Roland Aregger. «Das Herz hat mich hierhergezogen», meint er schmunzelnd und ergänzt, dass er als Luzerner aus einem katholischen Kanton komme und er die Gepflogenheiten der Kirche kenne. «Auch 100 Jahre nach der Gründung schwebt der Geist der Salettiner immer noch über der Waid», so Aregger.

Ideell und finanziell unterstützt wird die Schule vom Katholischen Konfessionsteil des Kantons St.Gallen. «Die Waid ist eine von vier katholisch geprägten Schulen im Kanton, die der Katholische Konfessionsteil als wichtige Bildungspfeiler des klösterlichen Erbes wertet», sagt Administrationsrat Hans Brändle. Seit 18 Jahren verantwortet er in der Exekutive das Ressort der Katholischen Schulen. Die Waid lernte er allerdings bereits in jungen Jahren kennen. Er besuchte das Gymnasium Friedberg in Gossau, wo die Schüler aus der Unteren Waid die letzten zwei Jahre vor der Matura verbrachten. «Die Waid musste im Gegenzug dem Friedberg zwei Lehrer stellen», erinnert sich Brändle. Gespräche mit einem dieser Lehrer führten dazu, dass er am Hauptort der Salettiner – in La Salette in den französischen Alpen nahe Grenoble – ein Volontariat absolvierte.

Vor 100 Jahren gekauft

Sowohl Hans Brändle als auch Pater Piotr Zaba und Roland Aregger freuen sich, dass die Schule Waid ihr 100-Jahr-Jubiläum feiern kann. Am 19. März 1924 hatten die Salettiner die Liegenschaft gekauft und wirken hier bis heute mit ihrem Charisma der Versöhnung weiter. «Gefeiert wird ein ganzes Jahr lang» sagt Roland Aregger. Den Start markiert am 19. März, 10 Uhr, ein Eröffnungsgottesdienst, am 1. Juni steigt das Jubiläumsfest, am 9. November öffnet die Schule für alle Interessierten ein weiteres Mal ihre Türen. Weitere Aktivitäten gehören dazu. Auch eine bleibende Erinnerung will man gemäss Aregger schaffen. Demnach soll auf dem Gelände der Unteren Waid ein 4×4 Meter grosses Mühlespiel aus grünen und weissen Bodenplatten entstehen. Derzeit laufe diesbezüglich ein Sponsoring.

«Dass wir dieses Jubiläum feiern dürfen, löst bei mir grosse Dankbarkeit aus», sagt Pater Piotr Zaba. Die Festivitäten würden ermöglichen, auch alle Ehemaligen wieder zu treffen, mit denen man seit Jahren verbunden sei. Nicht verkennen lässt sich, dass insbesondere die letzten zwei Jahre schwierig waren. Dies dringt auch durch, wenn Roland Aregger in die Zukunft blickt: «Meine Vision ist es, die Schule so zu gestalten, dass ich fest daran glauben kann, auch in zehn Jahren noch hier sein zu können.»

Bereicherung in der Bildungslandschaft

Hans Brändle zeigt sich überzeugt, dass eine Schule wie die Waid die Bildungslandschaft bereichert. Er verweist auf Rückmeldungen von Eltern, die regelmässig die Lernatmosphäre und das Schulklima loben und die Waid als Ort betrachten, wo die Kinder ihr Potenzial abrufen können. «Die Waid konnte bis heute zudem nur überleben, weil sie Lehrpersonen hatte, die nicht nur einen Job machten, sondern den Geist mittragen», so Hans Brändle. Ihren Verdienst gelte es ebenso zu unterstreichen.

Und so geht die Geschichtsschreibung des Missionshauses Untere Waid und der Waid auch nach 100 Jahren weiter. «Eigentlich wollte ich einmal Lehrer werden und Polnisch unterrichten», sagt Pater Piotr Zaba augenzwinkernd. «Doch Gott wollte es anders. Ich bin Salettiner geworden. Dann bin ich hierhergekommen und geblieben. Unsere Ordensgemeinschaft, mit der ich in der Seelsorge tätig bin, ist für mich eine Familie, ein Zuhause, wo ich mich wohl fühle.»

Text und Bild: Roger Fuchs und P. Piotr Zaba MS

Zusatzinfos zum Katholischen Konfessionsteil auf www.sg.kath.ch.

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100 Jahre jung

2024/02/03 weniger...

Am 19. März 1924 haben die Salettiner Patres die Liegenschaft Untere Waid mit der uralten, starken Eiche inihrer Mitte gekauft, um eine neue Niederlassung und eine Schule zu gründen. So ist es auch geschehen.  Nun haben wir jeden Grund, Gott für dieses Jahrhundert seines und unseres Wirkens an diesem Ort Danke zu sagen.

Am 19. März 2024 werden wir  unser Jubiläumsjahr in einem feierlichen Gottesdienst um 10.00 Uhr eröffnen. Das Hauptfest findet am 1. Juni 2024 von 14.00 bis ca. 20.00 Uhr statt. Dazu sind Sie alle herzlich eingeladen. In diesem Jubiläumsjahr bieten wir nur eine Wahlfahrt nach La Salette an, und zwar vom 10. bis 14. Juli. Schön, wenn Sie sich (wieder) mit uns auf den Weg zu dieser Gnadenstätte machen. Am 9. November möchten wir die Türen der Schule Waid öffnen. Sie ist einzig in der ART und bietet jungen Menschen, eine gute und wertorientierte Ausbildung in einer familiären naturnahen Umgebung. Am 19. März 2025 werden wir unser Jubiläumsjahr abschließen.

Als Motto für diesen Anlass wählten wir „100 Jahre jung“. Damit wollen wir unser Alter nicht verstecken, sondern vor allem die Tatsache zum Ausdruck bringen, dass unsere Geschichte viele, viele junge Menschen geschrieben haben und weiterhin schreiben. Wir wollen uns ermutigen, selbst im Alter den jugendlichen Geist zu bewahren, der fähig ist, phantasievoll nach Gottes Plan unsere Gegenwart und Zukunft miteinander zu gestalten. Unser Logo stellt die mächtige Eiche dar, die seit Jahrhunderten im Park der Unteren Waid wächst und gedeiht. Sie wird von einem goldigen Kreis umrundet, der das Motto 100 Jahre jung einschließt und auf unser Jubiläum hinweist. Sie betont das Göttliche in unserer Geschichte (Heiligenschein), ohne das sie nicht denkbar wäre.

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Gebet zum Neuen Jahr 2024

2024/01/01 weniger...

Herr, schliesse mich in deine offenen Arme

und lass mich deine Nähe und Liebe spüren.

Herr, öffne meine Arme und Hände für jeden Menschen,

dem ich jeden Tag begegne.

Herr, breite deine schützenden Hände über mir

und bewahre mich vor jedem Bösen.

Herr, hilf mir einen Schutz jedem anzubieten,

den du meiner Sorge anvertraut hast.

Herr, weise mich stets auf deine Gegenwart hin

und lass mich aus ihr leben.

Herr, befähige mich für alle da zu sein,

die du zu mir sendest.

Herr, lehre mich staunen und anbeten

und stäre meinen Glauben, meine Hoffnung und meine Liebe.

Herr, lass mich staunen über die Schönheit der anderen

und mach mich dankbar für ihr Dasein auf dieser Erde.

Herr, segne du mein ganzes Leben

und mach mich selbst zu Segen für die anderen.

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Wunderbare Quelle

2023/11/27 weniger...

Vom 24. bis 26. November 2023 fand in der Unteren Waid der Glaubenskurs mit dem Thema „Wunderbare Quelle“ statt. Es ist schon zur Tradition geworden, dass eine Woche vor dem 1. Advent, am Christkönigsonntag, ein Glaubenskurs durchgeführt wird. Es ist eine gute Gelegenheit, vor der leider oft stressigen Adventszeit nochmals in sich zu kehren und zur Ruhe zu kommen.

 

Am Freitagabend gab es eine kurze Austauschrunde und wir überlegten uns, was die Quelle für einen bedeutet. Der Abend wurde mit einer Kreuzwegandacht und der heiligen Messe abgeschlossen.

Am Samstag stand die Quelle in der Bibel im Zentrum. Wir betrachteten verschiedene Bibelstellen, in denen die Quelle erwähnt wird. So entdeckten wir zum Beispiel Gott als Quelle des Lebens im Licht der Psalmen. Gott kann als Quelle des Lebens, als Schöpfer, angesehen werden. Gott ist grösser als alles andere und er tränkt uns mit dem Wasser des Lebens. Ohne ihn gibt es kein Leben. Auch werden wir durch die Quelle des Lebens gereinigt. Das Weihwasser ist ein Zeichen dafür und ist zugleich eine Erinnerung an unsere Taufe.

Es gab auch Zeit, um sich auszutauschen und um 15.00 Uhr beteten wir den Barmherzigkeitsrosenkranz und es gab Aussetzung. Da P. Piot Quellwasser aus La Salette mitgebracht hatte, erinnerten wir uns, dass bei der Erscheinung in La Salette die Gottesmutter weinte. Es waren Tränenquellen, da sie sah, wie sich die Menschen verhalten hatten. Durch das Weinen zeigte sie, dass ihr die Menschen nicht gleichgültig waren. Durch ihr Erscheinen gab es Bekehrungen und am Erscheinungsort erschien eine Quelle, von der heute noch getrunken werden kann.

Der Tag wurde mit einem Gottesdienst abgerundet. Das gemütliche Beisammensein nach dem Abendessen und Vesper durfte auch nicht fehlen.

Am Sonntag feierten wir die Messe in der Gemeinde unter der Mitwirkung der Kursteilnehmerinnen.

An diesem Wochenende wurde uns bewusst, dass wir im täglichen Leben irdisches Wasser trinken. Durch den Glauben an Gott, der unser Retter ist, erhalten wir die Quelle zum lebendigen Wasser.

Vera und Olivia

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«SchöpfungsZeit» an der Unteren Waid

2023/09/15 weniger...

Seit vielen Jahren feiern die christlichen Kirchen vom 1. September bis zum 4. Oktober die sogenannte «SchöpfungsZeit». Sie nehmen sich bewusst diese Zeit, um für den Schutz der Schöpfung Gottes zu beten, sich auf ihre Verantwortung für sie zu besinnen und daraus praktische Taten folgen zu lassen. Ja, es geht darum, dass wir uns für die Umweltgerechtigkeit einsetzen und die Dinge ändern, die in unserer Hand liegen.

Nach der Sanierung der Bauerstrasse Mörschwil, die an unsere Liegenschaft Untere Waid grenzt, haben wir uns überlegt, wie wir die Umgebung neugestalten können. Wir haben uns für das Projekt «Insect Respect» entschieden. Bei diesem Projekt geht es um die Einrichtung einer insektenfreundlichen Umgebung, die ihre Existenz fördert und Biodiversität garantiert.

Mit der von «Insect Respect» zertifizierten Gartenbaufirma Jakob GmbH aus Mörschwil, wurde das Projekt planerisch und baulich umgesetzt. Besten Dank an Andreas Jakob.

Am 15. September haben auch die Schülerinnen und Schüler ihre Hand daran gelegt. Sie wurden am Morgen aufgeklärt, warum dieses Projekt so wichtig ist und informiert über verschiedene Formen, die die Biodiversität unterstützen. Dann haben sie das Projekt mit Freude fertiggestellt, indem sie viele Unterschlüpfe für die Insekten und Kleintiere selber bauten. Für die Zukunft entstand dadurch eine Art Lerngarten. Verschiedene Teilgebiete aus dem Projekt können zukünftig z.B. in den Biologieunterricht einfliessen (Wildbienen, Schmetterlinge, etc.). Es ist auch wichtig zu betonen, dass mit diesem Projekt noch nicht das ganze Potenzial der Anlage ausgeschöpft wurde und Erweiterungen zukünftig möglich sind.

Um 14.30 Uhr fand die feierliche Einweihung des Projektes statt. P. Piotr Zaba MS unterstrich die Wichtigkeit der Sorge für die Schöpfung Gottes, deren Teil wir Menschen sind: Die Sorge für die Natur ist die Sorge für uns Menschen.

Dr. Hans-Dietrich Reckhaus, der Gründer der Initiative «Insect Respect», überreichte die Zertifizierung und die Urkunde für die neu gestaltete Fläche.

Anschliessend wurden alle zu einem Apéro eingeladen.

Mit Papst Franziskus beten wir für die Schöpfung:

Allmächtiger Gott,
der du in der Weite des Alls gegenwärtig bist                                                            

und im kleinsten deiner Geschöpfe,
der du alles, was existiert,
mit deiner Zärtlichkeit umschließt,
gieße uns die Kraft deiner Liebe ein,
damit wir das Leben und die Schönheit hüten.

Überflute uns mit Frieden,
damit wir als Brüder und Schwestern leben und niemandem schaden.

Vater der Armen, hilf uns,                                                                                                

die Verlassenen und Vergessenen dieser Erde,                                                               

die so wertvoll sind in deinen Augen, zu retten.

Heile unser Leben,
damit wir Beschützer der Welt sind
und nicht Räuber, damit wir Schönheit säen                                                                

und nicht Verseuchung und Zerstörung.

Rühre die Herzen derer an,
die nur Gewinn suchen
auf Kosten der Armen und der Erde.

Lehre uns,
den Wert von allen Dingen zu entdecken
und voll Bewunderung zu betrachten;
zu erkennen, dass wir zutiefst verbunden sind mit allen Geschöpfen
auf unserem Weg zu deinem unendlichen Licht.

Danke, dass du alle Tage bei uns bist.                                                                 

Ermutige uns bitte in unserem Kampf für Gerechtigkeit, Liebe und Frieden.

 

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Josef-Kurs über die Versöhnung

2023/08/10 weniger...

Wir kennen die Geschichte von Josef aus dem Buch Genesis. Er war der Sohn von Jakob und Rahel und hatte 11 Brüder. Da ihn der Vater bevorzugte, wurde er von diesen gehasst. Sie wollten ihn töten. Letztlich verkauften sie ihn als Sklaven nach Ägypten. Dort durfte Josef im Hof des Potifar dienen. Gott war immer bei ihm und segnete seine Arbeit. Als die Frau seines Herrn ihn zur Unzucht verführen wollte, wehrte er sich dagegen und musste ins Gefängnis. Auch dort ließ ihn Gott nicht allein. Josef half zwei Beamten des Pharaos ihre Träume zu deuten. Sie vergaßen ihn aber. Dann wurde er zum Pharo gerufen, um seine Träume zu erklären. So wurde er zum Zweitmächtigsten in Ägypten. In den Hungersjahren kamen seine Brüder zu ihm, um Getreide zu kaufen. Er stellte sie auf die Probe und merkte, dass sie nun für den anderen (Benjamin) stehen und nicht mehr nur an sich selbst denken. Zum Schluss übernahm er die Verantwortung für seine ganze Familie, die zu ihm nach Ägypten gekommen war. Er sagte zu seinen Brüdern: „Fürchtet euch nicht! …Ihr habt Böses gegen mich im Sinne gehabt, Gott aber hatte dabei Gutes im Sinn… viel Volk am Leben zu erhalten… Ich selbst will für euch und eure Kinder sorgen…“ (Gen 50,19-21). Josef versöhnte sich mit seinem Leben. Er war nicht böse auf seinen Vater Jakob, dass er seine Kinder ungerecht behandelt hatte. Er lernte anders gegenüber seinen eigenen Kindern zu handeln. Er vergab seinen Brüdern, die ihn gehasst haben und wagte eine neue Beziehung zu ihnen: Er sorgte für sie und ihre Kinder. Er verfluchte die Menschen, die ihn missbrauchten oder ausgenutzt haben, nicht. Er verzieh auch ihnen. Er machte Gott keine Vorwürfe, dass er ihm keine andere Familie oder keine andere Geschichte geschenkt hatte. Im Gegenteil, er entdeckte darin einen wunderbaren Plan Gottes, der die Menschen retten will. Er akzeptierte auch, wenn die Erde mal fruchtbar mal unfruchtbar war. Wenn auch Sie versöhnt leben wollen, besuchen Sie bitte den Glaubenskurs Josef, den wir in der Unteren Waid anbieten.

 

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"Die Erscheinung unserer Mutter auf dem Berg von La Salette ist keine neue Lehre, sondern eine neue Gnade. Sie ist die Offenbarung der Liebe und des Mitleids, die es für uns im Himmel gibt." So drückte sich 1854 Mgr. Ullathorne, Bischof von Birmingham in England, aus. Er stellte damit die untergeordnete Rolle jeder Erscheinung und ihre Bedeutung in der Geschichte unseres Heils fest.

LA SALETTE IST KEINE NEUE LEHRE.
ES IST EIN NEUER SCHWUNG, HIN ZU DEN GRUNDLAGEN DES GLAUBENS, EINE BEGEGNUNG, DIE NICHT VERPASST WERDEN DARF, EINE GNADE, AUF DIE DRINGEND EINGEGANGEN WERDEN


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