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Herr, hilf mir!
In jener Zeit zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. Und siehe, eine kanaanäische Frau aus jener Gegend kam zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Schick sie fort, denn sie schreit hinter uns her! Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. Doch sie kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den kleinen Hunden vorzuwerfen. Da entgegnete sie: Ja, Herr! Aber selbst die kleinen Hunde essen von den Brotkrumen, die vom Tisch ihrer Herren fallen. Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Es soll dir geschehen, wie du willst. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt (Mt 15,21-28).
Gebet
Herr Jesus, du hast mit allen Erbarmen. Du siehst unsere Not und unser Elend. Du bist voll Mitleid mit uns. Zu dir dürfen wir mit allem kommen. Du selbst kommst uns ja entgegen. Schenke uns das feste Vertrauen in dir. Erfülle uns mit deinem Geist der Demut und der Liebe, damit wir bei dir ausharren können. Heiliger Geist, lehre uns beten. Erfülle uns mit deinem Feuer, damit wir jedes Gebet aus Liebe verrichten können.
Persönliche Lektüre
Jesus, du bist mein Freund und mein Herr. Ich liebe dich und will dir mutig folgen. Zeige mir deinen Weg. Erleuchte mich mit deinem Heiligen Geist. Ziehe mich an dich. Rede zu meinem Herzen. Herr, hilf mir, bei dir zu sein. Heile und befreie mich durch deinen Geist! Heiliger Geist durchflute mich und schaffe mich neu. Hab Erbarmen mit mir, Herr!
Gedanken zur Betrachtung
Die Frau aus Kanaan kommt Jesus entgegen. Eigentlich ist er selbst in ihre Nähe gekommen. Sie nähert sich Jesus nicht nur physisch. Sie verlässt ihre Heimat, ihre Vorurteile, ihre Gewohnheiten und kommt mit einem offenen und gläubigen Herzen auf Jesus zu. Sie nennt Jesus „Herr“ und „Sohn Davids“. Sie erkennt in ihm Gott selbst (Kyrios = der Herr), den versprochenen Messias, an. Sie bittet um Erbarmen für sich und für ihre kranke Tochter. Und sie gibt nicht auf, bis sie erhört wird.
Wer ist Jesus für mich? Ist er mein Herr, mein Gott? Bin ich offen für ihn? Was muss ich heute verlassen, um ihm wirklich begegnen zu können? Nehme ich meine Bedürfnisse, Krankheiten und Sünden wahr? Wo soll ich Gott heute um sein Erbarmen bitten? Für wen will ich heute das Erbarmen Gottes erbitten?
Die Jünger Jesu lassen sich vom Schrei der leidenden Mutter ansprechen. Dieser Schrei stört sie. Dieser Schrei bewirkt aber, dass die Jünger sich dieser fremden Frau annehmen. Sie bitten Jesus, dass er ihr helfe und sie von ihrer Sorge befreie. Auch sie überschreiten kulturelle und gesellschaftliche Grenzen. Sie sehen den leidenden Menschen über seine Sprache, Herkunft, Religion… hinweg.
Höre ich noch den Schrei der armen und notleidenden Menschen? Was bewirkt er in mir? Macht er mich unruhig? Bewegt er mich zur Tat? Bete ich für die Notleidenden? Habe ich ein offenes Herz für jeden bedürftigen Menschen? Welche Vorurteile den Mitmenschen gegenüber hindern mich, ihnen zu helfen?
Die kanaanäische Frau lässt in ihrem Bitten nicht nach. Es geht doch um ihre Tochter, um ihr Kind. Als Mutter unternimmt sie alles, um ihr zu helfen. Sie scheut sich nicht, vor Jesus in die Knie zu gehen und ihn an zu flehen. Das Schweigen oder auch die scheinbare Ablehnung Jesu entmutigt sie nicht. Herr, hilf mir. Sie gibt auch dann nicht auf, wenn sie und ihre Nation mit den Hunden verglichen wird, was damals eine gesellschaftliche Tatsache war. Im Gegenteil, sie nimmt Jesus am Wort. Sie will das Brot den Kindern nicht wegnehmen. Sie wäre selbst mir den Brotresten zufrieden, die vom Tisch ihrer Herren fallen… Ihr Glaube hat die Probe bestanden und Wunder bewirkt: Jesus hat ihre Tochter geheilt!
Wie reagiere ich, wenn Gott schweigt oder mich auf seine Antwort warten lässt? Kann ich in aller Demut von Gott alles erbitten? Welche Bitte hat Gott noch nicht erhört? Kann ich in meinem Bitten ausharren in der Zuversicht, dass Jesus mich von meiner Sorge befreien kann? Welche Wunder habe ich schon erfahren? Danke ich Gott dafür?
Lobpreis:
Nur den Saum deines Gewandes
Einen Augenblick berührn
Und die Kraft, die von dir ausgeht
Tief in meinem Innern spürn
Nur ein Blick aus deinen Augen,
Nur ein Wort aus deinem Mund
Und die Heilungsströme fließen
Meine Seele wird gesund
Jesus, berühre mich
Hole mich ab, öffne die Tür für mich
Nimm mich an deiner Hand, entführe mich
In deine Gegenwart
Jesus, ich spüre dich,
Strecke mich aus nach dir, berühre dich
Und mein Herz brennt von Neuem nur für dich
In deiner Gegenwart
Nur ein Stück vom Brot des Lebens
Nur ein Tropfen aus dem Kelch
Dann bin ich mit dir verbunden
Und mein Hunger wird gestillt
Nur ein Schluck vom Strom des Lebens
Von dem Wasser, das du gibst
Und die Ströme werden fließen
Aus der Quelle tief in mir
Herr, ich bin nicht würdig
Bin oft so weit weg von dir
Doch in deiner Liebe
Kommst du auch zu mir.
Vorsatz
Ich danke Gott für meinen Glauben und bitte ihn, dass er mich jeden Tag im Glauben stärkt.
Wir kennen die Geschichte von Josef aus dem Buch Genesis. Er war der Sohn von Jakob und Rahel und hatte 11 Brüder. Da ihn der Vater bevorzugte, wurde er von diesen gehasst. Sie wollten ihn töten. Letztlich verkauften sie ihn als Sklaven nach Ägypten. Dort durfte Josef im Hof des Potifar dienen. Gott war immer bei ihm und segnete seine Arbeit. Als die Frau seines Herrn ihn zur Unzucht verführen wollte, wehrte er sich dagegen und musste ins Gefängnis. Auch dort ließ ihn Gott nicht allein. Josef half zwei Beamten des Pharaos ihre Träume zu deuten. Sie vergaßen ihn aber. Dann wurde er zum Pharo gerufen, um seine Träume zu erklären. So wurde er zum Zweitmächtigsten in Ägypten. In den Hungersjahren kamen seine Brüder zu ihm, um Getreide zu kaufen. Er stellte sie auf die Probe und merkte, dass sie nun für den anderen (Benjamin) stehen und nicht mehr nur an sich selbst denken. Zum Schluss übernahm er die Verantwortung für seine ganze Familie, die zu ihm nach Ägypten gekommen war. Er sagte zu seinen Brüdern: „Fürchtet euch nicht! …Ihr habt Böses gegen mich im Sinne gehabt, Gott aber hatte dabei Gutes im Sinn… viel Volk am Leben zu erhalten… Ich selbst will für euch und eure Kinder sorgen…“ (Gen 50,19-21). Josef versöhnte sich mit seinem Leben. Er war nicht böse auf seinen Vater Jakob, dass er seine Kinder ungerecht behandelt hatte. Er lernte anders gegenüber seinen eigenen Kindern zu handeln. Er vergab seinen Brüdern, die ihn gehasst haben und wagte eine neue Beziehung zu ihnen: Er sorgte für sie und ihre Kinder. Er verfluchte die Menschen, die ihn missbrauchten oder ausgenutzt haben, nicht. Er verzieh auch ihnen. Er machte Gott keine Vorwürfe, dass er ihm keine andere Familie oder keine andere Geschichte geschenkt hatte. Im Gegenteil, er entdeckte darin einen wunderbaren Plan Gottes, der die Menschen retten will. Er akzeptierte auch, wenn die Erde mal fruchtbar mal unfruchtbar war. Wenn auch Sie versöhnt leben wollen, besuchen Sie bitte den Glaubenskurs Josef, den wir in der Unteren Waid anbieten.

Kannst du über dem Wasser gehen?
Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, drängte er die Jünger, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um für sich allein zu beten. Als es Abend wurde, war er allein dort. Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam er zu ihnen; er ging auf dem See. Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch sogleich sprach Jesus zu ihnen und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Petrus erwiderte ihm und sagte: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme! Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und kam über das Wasser zu Jesus. Als er aber den heftigen Wind bemerkte, bekam er Angst. Und als er begann unterzugehen, schrie er: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du (Mt 14,22-33).
Gebet
Herr Jesus Christus, du bist immer für uns da! Du sorgst jeden Tag für uns. Sei gepriesen für deine Liebe und Güte. Sei gepriesen für deine Gegenwart. Sei gepriesen für dein lebendiges Wort. Öffne unsere Herzen und Ohren, damit wir uns von deinem Wort ansprechen lassen und es beherzigen. Durch dein Wort stärke unseren Glauben und schenke uns neuen Mut zum Leben mit dir. Durchflute uns mit deinem Heiligen Geist, damit wir fähig werden, dir von Herz zu Herz zu begegnen. Heiliger Geist, du Geist der Liebe, erfülle uns heute neu mit deiner brennenden Gegenwart!
Persönliche Lektüre
Jesus fordere mich heraus, dass ich im Glauben gestärkt werde. Schenke mir dein Wort, das mich ermutigt und aufrichtet Sprich du zu meinem Herzen. Ich höre dir zu. Schenke mir deinen Geist der Heiligkeit, damit ich Neues wagen kann. Schenke mir den Geist des Mutes und der Stärke. Schenke mir deinen Heiligen Geist!
Gedanken zur Betrachtung
Jesus lässt die Menschen die Güte Gottes erfahren. Er hat das Volk in der Wüste mit seinem Wort und mit Brot gespeist. Nun fordert er seine Jünger heraus, an das andere Ufer des Sees hinüberzufahren. Sie müssen nicht schwimmen. Sie haben ein Boot zur Verfügung, das ihnen Gemeinschaft und Sicherheit schenkt. Es zeigt sich aber, dass sie nur mühsam vorausfahren können, weil sie Gegenwind haben und das Boot von den Wellen hin und her geworfen wird. Der Kampf dauert die ganze Nacht! Wasser ist in der Bibel u.a. ein Symbol für das Böse und den Bösen, für die bösen Mächte, die gegen Gott und den Menschen ankämpfen. Unser Leben ist eine Hinüberfahrt an das Ufer der Ewigkeit über das Wasser des Bösen.
Habe ich das Ziel meines Lebens vor Augen, das andere Ufer der Ewigkeit? Lasse ich mich von Jesus herausfordern? Wage ich die Fahrt des Lebens im Boot der Kirche, in der Gemeinschaft der Glaubenden? Habe ich Mut und Kraft gegen das Böse und den Bösen zu kämpfen? Wann gebe ich diesen Kampf auf? Warum? Kann ich bei diesem geistlichen Kampf den anderen helfen und mir helfen lassen?
Jesus verzichtet auf Ruhm und Anerkennung. Er verabschiedet die Menge und zieht sich auf den Berg zurück. Er betet in der Einsamkeit. Er bleibt die ganze Nacht mit dem Vater, er allein. Kämpft er auch für sich selbst und für die anderen, die sich dort unten auf dem See befinden? Man kann annehmen, dass Jesus in seinem Gebet gekämpft und gesiegt hat. Er wurde vom Vater gestärkt, so dass er als Herrscher über dem Wasser gehen und den starken Wind stilllegen konnte. Wie mächtig ist das Gebet, diese Zeit, die wir für Gott aufbringen!
Danke ich Gott für alles, ihm, dem Ursprung alles Guten? Habe ich Zeit für das Gebet? Schätze ich die Einsamkeit und das Alleinsein, die mir die Begegnung mit Gott ermöglichen und vereinfachen? Wie lange bete ich? Für wen bete ich? Kann ich im Gebet ausharren, auch wenn es zu einem Kampf wird? Wann habe ich die Kraft des Gebetes konkret gespürt?
Der Kampf ist zu gewinnen, wenn wir auf Jesus hören und schauen. Petrus hat die Worte Jesu gehört: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Und darum wagte er es, über dem Wasser zu gehen. Das mächtige Wort Jesu: Komm!, gab ihm Mut und Kraft, das sichere Boot zu verlassen. Solange er auf Jesus schaute, konnte er das Unmögliche tun, er ging über dem Wasser auf Jesus zu! Sobald er aber Jesus aus den Augen verlor und sich mit dem heftigen Wind zu beschäftigen anfing, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er wusste sich zu retten. Er blicke wieder zu Jesus und bat ihn, ihn zu retten. Der gläubige Blick auf Jesus, der Gang auf Jesus zu und der vertrauensvolle Schrei nach Jesus, lassen uns unsere Zweifel und Ängste überwinden und Ruhe am Herzen Jesu erfahren.
Höre ich auf Jesus? Nehme ich seine Worte vertrauensvoll an? Wann macht mir das Wort Gottes Mut? Gehe ich in meinem Leben auf Jesus zu? Wann verliere ich ihn aus den Augen? Wann zweifle ich? Wovor habe ich Angst? Spreche ich öfters mit meinem mächtigen Gott über meine Schwierigkeiten?
Lobpreis
Was für ein Mensch, dem Wind und Wellen gehorchen.
Was für ein Mensch, der auf dem Wasser geht.
Was für ein Mensch, der Wasser in Wein verwandelt,
Brot und Fisch vermehrt.
Was für ein Mensch, der die Gefangenen frei macht.
Was für ein Mensch, der selbst den Tod bezwingt.
Was für ein Mensch, der allen Armen und Schwachen
frohe Botschaft bringt.
Jesus, Erlöser der Welt.
Du bist Christus, der Fels der uns hält.
Gott ist mit uns, er selbst kommt zur Welt,
das Licht, das die Nacht erhellt.
Was für ein Gott, der zu uns kommt, um zu dienen.
Was für ein Gott, der klein wird, wie ein Kind.
Was für ein Gott, der alle Schuld dieser Erde
für uns auf sich nimmt.
Was für ein Gott, der mit uns sein neues Reich baut.
Was für ein Gott, der uns das Erbe gibt.
Was für ein Gott, der uns als Söhne und Töchter
Unbeschreiblich liebt.
Jesus, Erlöser der Welt.
Du bist Christus, der Fels der uns hält.
Gott ist mit uns, er selbst kommt zur Welt,
das Licht, das die Nacht erhellt.
Was für ein Mensch, Jesus.
Was für ein Gott, Jesus.
Was für ein Mensch, Jesus.
Was für ein Gott, Jesus.
Was für ein Gott!
Vorsatz
Jeden Tag beginne ich in der Zuversicht, die mir Jesus schenkt: Hab Vertrauen, ich bin es; fürchte dich nicht!
Die Initiative Jesu…
In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihnen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elíja und redeten mit Jesus. Und Petrus antwortete und sagte zu Jesus: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elíja. Noch während er redete, siehe, eine leuchtende Wolke überschattete sie und siehe, eine Stimme erscholl aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. Als die Jünger das hörten, warfen sie sich mit dem Gesicht zu Boden und fürchteten sich sehr. Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf und fürchtet euch nicht! Und als sie aufblickten, sahen sie niemanden außer Jesus allein. Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemandem von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferweckt ist! (Mt 17,1-9).
Gebet
Herr Jesus Christus, du nimmst uns beiseite und willst dich uns offenbaren. Mach uns offen für dein Angebot, bei dir zu sein und dich erfahren zu können. Schenke uns ein hörendes und sehendes Herz, damit wir dich besser begreifen und dir stärker vertrauen können. Erfülle uns mit den Gaben deines Geistes, damit wir Mut haben, dir zu folgen. Heiliger Geist, durchflute uns mit deiner Liebe, ohne die wir nichts verstehen können. Entfache und schaffe uns neu, damit unsere Herzen zum Brennen kommen.
Persönliche Lektüre
Herr, du schenkst mir dein Wort und deine Tat. Mehr noch, du lässt mich dich erfahren. Mach mich ganz offen für dich. Lenke meinen Blick auf dich. Lass mich staunen und still sein vor dir. Schenke mir den Heiligen Geist, der uns dein Geheimnis offenbart. Atme in mir, Heiliger Geist. Brenne in mir, Heiliger Geist. Wirke in mir, Heiliger Geist. Atem Gottes komm!
Gedanken zur Betrachtung
Jesus ergreift die Initiative. Er nimmt Petrus, Jakobus und Johannes beiseite. Und sie folgen ihm. Er führt sie auf einen Berg, wo er zum Vater betet, so der heilige Lukas. Von Berg aus nehmen wir unsere Wirklichkeit anders wahr als sonst, wenn wir mitten drin sind. Alles erscheint in einem anderen, göttlichen Licht. Im Gebet wurde Jesus sichtbar verwandelt: Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht. Das Gebet Jesu war nicht seine Leistung. Es war ein Geschenk des Vaters, für das Jesus ganz offen war. Der Vater beschenkte seinen Sohn mit seiner göttlichen Herrlichkeit. Alles wurde hell und rein.
Wie betrachte ich mein Gebet? Ist es eine lästige Pflicht für mich, oder doch eine Einladung Gottes, mit ihm über alles zu sprechen? Wie sieht mein Gebet aus? Ist es meine Leistung? Mache ich nur viele Worte im Gebet, oder lasse ich Gott selbst darin wirken? Bin ich offen für seine verwandelnde Kraft? Was soll in mir heute hell und rein gemacht werden? Bringt mich das Beten zum Staunen über Gott und seine Größe?
Der Vater ergreift die Initiative. Er offenbart Jesus durch Mose und Elija seinen heiligen Willen. Jesus wird für die Menschen sterben und dann von den Toten auferstehen. Er bereitet sich darauf im Gebet vor. Jeder, der Jesus folgen will, darf wissen, dass er der geliebte Sohn Gottes ist. An ihm hat der Vater seinen Gefallen gefunden. Mehr noch, auf ihn sollen wir alle hören. Alles, was wir denken und tun, soll bei ihm seinen Anfang nehmen und durch ihn und in ihm vollendet werden. Wir können nur dann zum Vater finden, wenn wir auf Jesus hören und seinen Willen tun. Glauben heißt ja vertrauen und gehorchen.
Was suche ich im Gebet? Frage ich nach dem Willen Gottes? Kann ich im Gebet hören, zuhören, dem Wort Gottes lauschen? Nehme ich den Willen Gottes an, oder versuche ich, meinen eigenen Willen durchzusetzen? Was Gutes tue ich gern, ohne dabei auf Jesus zu hören? Bin ich bereit, auch den Weg des Kreuzes mit Jesus zu gehen?
Jesus ergreift wieder die Initiative. Er tritt zu seinen Jüngern und fasst sie an. Er schenkt ihnen seine Nähe und Liebe. Erst dann fordert er sie auf, aufzustehen und er befreit sie von ihrer Angst. Nun sollen sie mit ihm den Berg hinabsteigen, um auf einen anderen Berg, auf den Berg Golgota, hinaufzusteigen. Erst nach der Auferstehung Jesu werden die Jünger das auf dem Berg der Verklärung Geschehene begreifen. Diesen Weg können wir gehen, weil Jesus uns seine Nähe und seine Begleitung schenkt.
Lass ich mich im Gebet von Jesus berühren? Freue ich mich über seine Nähe und Liebe? Lasse ich mich von Jesus aufrichten? Wo habe ich heute Angst? Worum will ich Jesus bitten? Folge ich Jesus auf seinem Weg, auch wenn dies leiden bedeutet? Gibt mir das Gebet Kraft für meinen Alltag? Lasse ich mich von Jesus begleiten?
Lobpreis
Keiner ist wie Du!
Niemand sonst berührt mein Herz so wie Du.
Wo auch immer ich noch suchte, o Herr, es bleibt:
Keiner ist wie Du!
Erbarmen fließt wie ein weiter Strom,
und Heilung strömt aus Deiner Hand.
Kinder mit Wunder sind sicher bei Dir.
Keiner ist wie Du!
Vorsatz
Ich lasse Gott durch mein Gebet an mir wirken.
Eine wertvolle Perle
In jener Zeit sprach Jesus zu den Jüngern: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn und grub ihn wieder ein. Und in seiner Freude ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte den Acker. Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte sie.
Wiederum ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Netz, das ins Meer ausgeworfen wurde und in dem sich Fische aller Art fingen. Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer;
sie setzten sich, sammelten die guten Fische in Körbe, die schlechten aber warfen sie weg. So wird es auch bei dem Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern und sie in den Feuerofen werfen. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten ihm: Ja. Da sagte er zu ihnen: Deswegen gleicht jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist,
einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt (Mt 13,44-52).
Gebet
Herr Jesus Christus, du erzählst uns deine Gleichnisse, um uns das Geheimnis deines Reiches zu erklären. Du ermutigst uns, es zu suchen und zu leben. Alles andere wird uns ja dazu gegeben. So hast du es uns versprochen. Lass uns ganz Ohr werden für das Wort des Lebens, für dein Wort. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir dich mit unserem Herzen hören und verstehen können, damit wir dein Wort im Konkret unseres Lebens hören können. Heiliger Geist, du Geist der Liebe, erfülle uns mit deinem lebendigen Wasser, damit wir zum Leben kommen und Jesus recht verstehen können. Entfache uns neu, damit wir niemanden und nichts über Jesus stellen.
Persönliche Lektüre
Jesus, du bist da! Du willst mit mir sprechen. Welch eine Freude für mich! Hilf mir, ganz für dich da zu sein. Befreie mich von meinen Alltagssorgen und lass mich bei dir ausruhen. Sende mir deinen Heiligen Geist, denn ohne ihn kann ich nichts tun. Heiliger Geist, stehe mir bei und durchflute mein Herz mit deiner unendlichen, selbstlosen Liebe…
Gedanken zur Betrachtung
Der Schatz ist etwas Kostbares. Meistens meinen wir damit eine angehäufte Menge kostbarer Dinge. Wenn wir sie auf unserem Grundstück finden, gehören sie uns. Sie sichern uns einen materiellen Wohlstand im irdischen Leben. Ein Schatz kann auch für uns eine Sammlung von kostbaren Dingen sein z. B. von alten Münzen oder wertvollen Briefmarken. Als Schatz bezeichnen wir auch gerne die Menschen, die uns wichtig sind, die große Bedeutung für uns haben, die wir einfach sehr lieben. Jesus vergleicht das Himmelreich mit einem Schatz. Wenn wir es finden, sind wir wirklich reich an dem Reichtum Gottes. Jesus selbst ist unser Schatz! In ihm ist das Reich Gottes zu uns gekommen.
Was macht mich wirklich reich? Worin bestehen heute meine Schätze? Habe ich schon das Himmelreich als meinen Schatz entdeckt? Ist Jesus selbst mein echter Schatz? Ist Jesus wirklich alles für mich? Kann ich auf alles andere verzichten, um ihn allein gewinnen zu können?
Jesus vergleicht auch das Himmelreich mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Der Kaufmann hat großes Verlangen in seinem Herzen, das Kostbarstes und Wertvollste, das Schönste zu finden. Er sucht nach ihr unermüdlich bei all seinen Geschäften. Und als er sie fand, war er bereit, alles zu verkaufen, um diese eine besonders wertvolle Perle zu kaufen. Der Mensch verlangt nach Liebe und Geborgenheit. Nichts in dieser Welt kann die tiefste Sehnsucht seines Herzen stillen. Nur Gott vermag das. So ist unser Herz unruhig, bis es in ihm, in Gott ruht. Wie oft geben wir aber diese Suche viel zu früh, viel zu leicht, viel zu schnell auf.
Wonach sehne ich mich? Was suche ich wirklich im Leben? Ist Gott die kostbarste Perle, nach der ich mich sehne? Suche ich ihn unermüdlich? Wo kann ich ihn finden? Bete ich zu Gott, dass er dieses Verlangen nach Liebe in mir immer neu entfacht? Bitte ich Gott um das Verlangen des Verlangens nach ihm?
Jesus wollte seine ersten Jünger zu Menschenfischern machen. Sie sollen die Menschen für das Reich Gottes gewinnen. In ihrem Netz sind allerlei Arten von Fischen zu finden. Sie können es eben beim Fischen nicht verhindern, dass auch die schlechten Fische in ihr Netz geraten. Das Himmelreich ist für jedermann. Jedem wird darin die Kirche als Mutter und Heimat angeboten. Im Reich Gottes können auch die Schlechten gut werden. Solange diese Erde währt, hat jedermann eine Chance, für immer bei Gott zu sein. Es liegt aber an uns, uns zu entscheiden, was uns am Ende dieser Welt erwarten wird. Jesus verweigert seine Gnade niemandem!
Freue ich mich darüber, dass ich im Himmelreich einen Platz bekommen werde? Wie lebe ich meine Beziehung zu Jesus? Pflege ich sie täglich? Ist Jesus mein Freund und mein Retter? Gebe ich jedem eine Chance, umzukehren und besser zu werden? Wem verweigere ich einen Platz in der Kirche, in der Familie, in meinem Herzen? Warum? Was will ich nun ändern?
Lobpreis
Für den König, für den Herrn.
Für ihn geben wir uns hin.
Seine Ehre unser Ziel,
nichts bedeutet uns jemals so viel
Für den König, für sein Reich.
Alle Menschen sind hier gleich
Lamm und Löwe sind vereint
und das Licht der Gerechtigkeit scheint.
Alle Ehre König Jesus!
Unsere Herzen, sie fliegen dir zu.
Wir erheben deinen Namen!
Der allein wahre König bist du!
Für den König, für sein Schwert
was den Feind das Fürchten lehrt
unsre Freiheit garantiert
uns zum Schutz unsre Grenze markiert.
Für den König für sein Volk
für die Heerschar, die ihm folgt.
Ihm der uns sein Leben gibt
lasst uns dienen so wie uns er uns liebt!
Alle Ehre König Jesus!
Unsere Herzen, sie fliegen dir zu.
Wir erheben deinen Namen!
Der allein wahre König bist du! (3x)
Vorsatz
Ich versuche, jeden Tag bewusst mit Jesus, meinem Schatz, zu erleben…
Gottes und meine Geduld
In jener Zeit erzählte Jesus der Menge folgendes Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während nun die Menschen schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging weg. Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein. Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut? Er antwortete: Das hat ein Feind getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen? Er entgegnete: Nein, damit ihr nicht zusammen mit dem Unkraut den Weizen ausreißt. Lasst beides wachsen bis zur Ernte und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune! Er legte ihnen ein weiteres Gleichnis vor und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte. Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; sobald es aber hochgewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum, sodass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.
Er sagte ihnen ein weiteres Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Sea Mehl verbarg, bis das Ganze durchsäuert war. Dies alles sagte Jesus der Menschenmenge in Gleichnissen und ohne Gleichnisse redete er nicht zu ihnen, damit sich erfülle, was durch den Propheten gesagt worden ist: Ich öffne meinen Mund in Gleichnissen, ich spreche aus, was seit der Schöpfung der Welt verborgen war. Dann verließ er die Menge und ging in das Haus. Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten:
Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker! Er antwortete: Der den guten Samen sät, ist der Menschensohn; der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Kinder des Reiches; das Unkraut sind die Kinder des Bösen; der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt; die Schnitter sind die Engel. Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch bei dem Ende der Welt sein: Der Menschensohn wird seine Engel aussenden und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gesetzloses getan haben, und werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten. Wer Ohren hat, der höre! (Mt 13, 24-43).
Gebet
Herr Jesus Christus, mit deinen Jüngern kommen wir zu dir. Du bietest uns ein Zuhause. Bei dir sind wir geborgen. Du willst nicht, dass wir in einer Menschenmenge verschwinden, sondern dass wir eine persönliche Beziehung zu dir pflegen. Dir dürfen wir alle Fragen stellen, die uns bewegen. Du hörst uns zu und gibst uns gerne deine Antwort. Mache uns offen für dich. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir deine Gleichnisse richtig verstehen und nach deinem Wort leben können. Heiliger Geist, komm auf uns herab! Durchglühe uns mit deinem Feuer! Reinige und befreie uns von uns selbst. Schaffe uns alle neu!
Persönliche Lektüre
Jesus, es ist gut, dass ich bei dir bleiben darf. Deinem Wort will ich lauschen. Du kennst ja mein Leben und weißt genau, was ich heute brauche. Ich danke dir, dass du dir Zeit für mich nimmst. Schenke mir deinen Geist, damit ich dich verstehen kann. Stärke mich mit deiner Kraft von oben, damit ich wache und dem Bösen zu widerstehen vermag. Heiliger Geist, wirke an mir und durch mich.
Gedanken zur Betrachtung
Das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker macht uns bewusst, dass es zwei Sämänner gibt, die den Acker der Welt, den Acker unserer Herzen besäen: den Menschensohn und den Teufel. Der Menschensohn sät nur den guten Samen und er tut es am hellen Tag. Er muss nichts verstecken. Er meint es eben gut mit uns. Er will, dass der Samen reiche Frucht in uns bringt und uns selbst dient. Der Teufel sät aber das Unkraut, und er macht es heimlich. Er kommt in der Nacht, damit niemand sein Wirken sehen kann. Er ist listig und will, dass der Acker unseres Lebens das Böse hervorbringt, das der guten Saat schadet oder sie sogar erstickt. Wir müssen also wachsam sein, um die schlechte Saat zu verhindern.
Ist mir das Wirken Jesu und das Wirken des Teufels bewusst? Wann höre ich Jesus zu? Welches Wort hat er mir in der letzten Zeit gesagt? Weiss ich sie noch? Bin ich gegenüber dem Teufel und seinen Verführungen wachsam? Lehne ich seine schlechten Worte ab? Durchschaue ich seine List? Wo lasse ich mich von ihm immer wieder verführen? Warum?
Jesus sät den guten Samen. Es sind manchmal ganz winzige, kleine Körner seines Wortes, die unglaubliche Kraft in sich bergen: Aus einem Senfkorn wird ein Baum, der nicht nur dem Besitzer Nutzen bringt, sondern auch den anderen (den Vögeln des Himmels) zur Freude wird. Das Gute aus Gottes Hand wird zu einem Sauerteig, der die Kraft hat, alles zu durchsäuern und zu einem guten Brot für viele zu werden. Das Kleine und Unscheinbare, das aus der Hand Jesu kommt, dürfen wir nicht übersehen. Im Gegenteil, wir sollen es mit Dankbarkeit empfangen, fördern und pflegen. Erst dann werden wir auch die Kraft des Wortes Gottes in unserem Leben erfahren und selbst zum Segen für die anderen werden.
Bin ich offen für den Samen des Wortes Gottes? Nehme ich mir bewusst Zeit, Jesus zuzuhören? Lese ich täglich in der Bibel, um das gute Wort in mich aufzunehmen? Welche Worte Jesu trage ich heute im Herzen? Was haben sie in mir in den vergangenen Tagen bewirkt? Welche Worte sage ich zu den anderen?
Das Gleichnis vom Unkraut lehrt uns Geduld. Sie offenbart uns das Denken Gottes. Er allein weiss, wie man mit dem Bösen umgehen soll. Er weiss aber vor allem, wie man das Gute schützen und bewahren kann. Er lässt eben nicht zu, dass wir das Böse mit Gewalt beseitigen und das Gute dabei vernichten. Er kennt unsere Ungeduld. Gott lässt zu, dass Weizen und Unkraut nebeneinander wachen. Er traut dem Guten im Menschen Vieles zu! Er glaubt an den Sieg des Guten in mir. Letztendlich werden es die Engel Gottes und nicht wir sein, die die Gerechtigkeit Gottes walten lassen werden. Sie bringen den Weizen unserer Güte in die Scheune Gottes.
Kenne ich mich? Erkenne ich meine guten und schlechten Seiten? Kann ich auch das Böse in mir erkennen, zulassen und annehmen? Warum nicht? Wie gehe ich damit um? Setze ich mich für das Gute ein? Wo unterlasse ich, das Gute zu tun? Warum? Kann ich überhaupt warten? Wo bin ich ungeduldig mit mir selbst, mit den anderen, mit Gott? Bin ich Gott für seine Geduld mit mir dankbar?
Lobpreis
Du liebst und machst alles neu
und alles wird gut in dir
Mitten in diese Welt
bringst du Hoffnung Herr
durch das Leben das du und schenkst
Du machst alles neu
Du machst alles neu
Jeden Tag und für immer
besteht deine Liebe
Die Hoffnung vergeht nie
Halleluja
Im Glauben nur sehe ich
Du bringst Leben wenn dein Mund spricht
Nichts ist so wie es einmal
vorher war
Ich lebe nun in dir
Du machst alles neu
Du machst alles neu
Jeden Tag und für immer
besteht deine Liebe
Die Hoffnung vergeht nie
Halleluja
Der Himmel steht weit offen
Ich weiß dass ich erwählt bin
Ich lebe nun in dir
Ich lebe nun in dir
Du schenkst neues Leben
Alles dir zur Ehre
Ich lebe nun in dir
Ich lebe nun in dir
Du machst alles neu
Du machst alles neu
Jeden Tag und für immer
besteht deine Liebe
Die Hoffnung vergeht nie
Halleluja
Vorsatz
Ich entscheide mich täglich, wen ich hören will. Der Stimme Jesu will ich aber nichts vorziehen…
In La Salette ermutigte Maria Maximin und Melanie täglich das Vater unser und das Ave Maria am Morgen und am Abend zu beten. Dann forderte sie auf: «Aber wenn ihr es besser machen könnt, dann betet mehr!» Betet mehr… Diesem Thema war die diesjährige Wallfahrt nach La Salette vom 8. bis 12. Juli gewidmet. 26 Personen nahmen daran teil.

Die Salettiner P. Gregor Syska und P. Piotr Zaba begleiteten die Pilger und halfen ihnen dieses Thema zu vertiefen. Sie betonten, dass es beim Beten nicht nur um mehr zu beten geht im Sinne der Länge des Gebetes, sondern vor allem darum, besser zu beten. Ein richtiges Gebet soll uns helfen, eins mit Gott zu werden. Es soll uns verwandeln und zur Nächstenliebe befähigen. Beim echten Beten geht es um das Herz, das im Einklang mit dem Körper und mit den Lippen schlägt.

Die verschiedenen Arten und Formen des Gebetes sollen unsere Freundschaft mit Jesus bereichern und fördern. Beten kann auch schwierig sein. Beten kann auch ein Kampf bedeuten. Die Patres zeigten uns auf, wie wir verschiedenen Schwierigkeiten im Gebet begegnen können. Letztendlich geht es darum, dass wir ohne Unterlass beten (1 Thess 5,17), das heißt unser ganzes Leben mit Jesus und für Jesus leben. Wir können ja alles zu einem Gebet machen, und uns nicht nur auf unsere feste Gebetszeiten beschränken, die auch notwendig sind, um beten zu lernen.

Wir lernten auch das Gebete des Herrn, das Vater unser neu zu verstehen und zu verrichten. Er selbst, Jesus Christus, schenkt uns seinen Geist, der in uns betet und uns beten lehrt (Röm 8,26). Jesus tritt für uns beim Vater ein. Dessen können wir bei jedem Gebet sicher sein. Wir danken von Herzen Maria von La Salette, dass sie uns wieder einmal eine gesegnete und fruchtbare Zeit auf dem heiligen Berg geschenkt hat.

Vielfache Frucht
An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees. Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich. Und alle Menschen standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen in Gleichnissen. Er sagte: Siehe, ein Sämann ging hinaus, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen es. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat. Ein anderer Teil aber fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach. Wer Ohren hat, der höre! Da traten die Jünger zu ihm und sagten: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen? Er antwortete ihnen: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen; ihnen aber ist es nicht gegeben. Denn wer hat, dem wird gegeben und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Deshalb rede ich zu ihnen in Gleichnissen, weil sie sehen und doch nicht sehen und hören und doch nicht hören und nicht verstehen. An ihnen erfüllt sich das Prophetenwort Jesájas: Hören sollt ihr, hören und doch nicht verstehen; sehen sollt ihr, sehen und doch nicht einsehen. Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden. Mit ihren Ohren hören sie schwer und ihre Augen verschließen sie, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören und mit ihrem Herzen nicht zur Einsicht kommen und sich bekehren und ich sie heile. Eure Augen aber sind selig, weil sie sehen, und eure Ohren, weil sie hören. Denn, amen, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben sich danach gesehnt zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört. Ihr also, hört, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet. Zu jedem Menschen, der das Wort vom Reich hört und es nicht versteht, kommt der Böse und nimmt weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurde; bei diesem ist der Samen auf den Weg gefallen. Auf felsigen Boden ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort hört und sofort freudig aufnimmt; er hat aber keine Wurzeln, sondern ist unbeständig; sobald er um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt wird, kommt er sofort zu Fall. In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort hört, und die Sorgen dieser Welt und der trügerische Reichtum ersticken es und es bleibt ohne Frucht. Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt Frucht – hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach (Mt 13,1-23).
Gebet
Herr Jesus Christus, du schenkst uns dein lebendiges Wort. Du erzählst uns von deinem himmlischen Vater, damit wir zu ihm finden und uns von ihm heilen lassen. Du säst den Samen deines Wortes großzügig aus. Öffne unsere Herzen und Ohren für dein Wort. Lehre uns hören und verstehen. Erfülle uns neu mit der Kraft deines Geistes, damit wir dein Wort vernehmen und es beantworten können. Heiliger Geist, komm auf uns herab und hilf uns, unser Leben nach dem Wort Gottes auszurichten.
Persönliche Lektüre
Jesus, du hast Zeit für mich! Du hältst bei mir an. Ich setze mich vor dich hin und bin ganz Ohr für dich. Alles andere lege ich beiseite. Lehre mich, auf dein Wort neu zu hören. Sprich mich mit deinem Wort an. Durchbreche die Taubheit meiner Ohren und die Härte meines Herzens. Rede, Herr, denn dein/e Diner/in hört…
Gedanken zur Betrachtung
Auffallend bei diesem Gleichnis ist, dass der Sämann den Samen auf jeden Boden sät, selbst wenn er weiß, dass er hie und da wenig Chancen auf Wachstum hat. Er ist sogar verschwenderisch im Säen. Ja, Gott hört nicht auf, uns mit seinem Wort anzusprechen. Er will Zwiegespräche mit uns führen. Er tut alles, damit wir den Dialog des Lebens mit ihm aufnehmen. Wir sind ja seine Kinder, seine Geschöpfe. Wenn wir sein Wort hören, es vernehmen, dann kommen wir zur Einsicht und bekehren wir uns zu ihm, dem lebendigen Gott. Erst dann kann er uns heilen, und mit neuem Leben füllen.
Habe ich Zeit für Gott und sein Wort? Nehme ich es demütig an, oder weiche ich ihm aus in der Meinung, es sei für andere bestimmt? Was hat mit Gott in den vergangenen Tagen gesagt? Welche Antwort habe ich darauf gegeben? Trage ich das Wort Gottes in meinem Herzen? Denke ich darüber nach?
Es gibt viele Menschen, die aus verschiedenen Gründen das Gespräch mit Gott nicht wagen.
Die einen geben sich keine Mühe, um das Wort Gottes zu verstehen. Ihr Herz ist wie ein breiter Weg, auf dem das Einfache und Leichte das Sagen hat. Die anderen haben sogar Freude an Gott und seinem Wort. Sie können aber nicht zu ihm stehen, es umsetzen. Schwierigkeiten, Verfolgung, Meinung der anderen sind ihnen wichtiger als die Stimme Gottes. Die dritten hören zwar das Wort des Herrn, aber die täglichen Sorgen und das Verlangen nach immer mehr ersticken die keimenden Gedanken der Begeisterung und Freude. Sie sind zu schwach, um sich auf das Wort Gottes ganz und gar einzulassen.
Wie höre ich das Wort Gottes? Glauben ich daran, dass es der beste Weg zum Leben und zum Glück ist? Kann ich dem Wort Gottes vertrauen, auch wenn es schwierig ist, auch dann, wenn die anderen es nicht tun? Wonach verlange ich wirklich im Leben? Um was möchte ich heute den göttlichen Sämann bitten?
Das Gleichnis Jesu endet optimistisch. Es sind doch viele, die das Wort Gottes hören, es verstehen und reiche Frucht bringen. Ja, es sind Menschen, die sich von Gott ansprechen lassen und ihm eine großzügige Antwort geben. Sie haben entdeckt, dass dieses Wort ihnen selbst und auch den anderen gut tut. Sie verlassen sich auf dieses Wort, weil sie wissen, dass Gott treu ist und sein Versprechen hält. Menschen, die sie betrachten, können lebendige Evangelien lesen in Wort und Tat geschrieben.
Wie weit prägt das Wort Gottes mein Leben, meine täglichen Entscheidungen? Welche Früchte hat das Wort des Herrn in meinem Leben gebracht? Danke ich Gott für sie? Teile ich sie mit den anderen? Freue ich mich über die guten Früchte der anderen? Können die Mitmenschen das Evangelium Jesu an mich erkennen?
Lobpreis
Herr, öffne du mir die Augen.
Herr, öffne du mir das Herz.
Ich will dich sehen.
Ich will dich sehen. 2x
Ich will dich sehen in deiner Pracht,
Leuchtend, erhoben und herrlich.
Gieß aus deine Liebe und Macht.
Wir singen: Heilig, heilig, heilig.
Herr, öffne du mir die Augen.
Herr, öffne du mir das Herz.
Ich will dich sehen.
Ich will dich sehen. 2x
Ich will dich sehen in deiner Pracht,
Leuchtend, erhoben und herrlich.
Gieß aus deine Liebe und Macht.
Wir singen: Heilig, heilig, heilig.
Vorsatz
Jeden Tag werde ich mich vom Wort Gottes ansprechen lassen.
Lernt von mir…
Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht (Mt 11,25-30).
Gebet
Herr Jesus Christus, du lädst uns alle ein, zu dir zu kommen. Wie gut tut uns deine Gegenwart! Wie schön ist es, bei dir willkommen zu sein! Herr, du kennst die Last unseres Lebens. Du willst uns Ruhe verschaffen. So wollen wir vor dir unsere Herzen ausschütten, sie vor dir sprechen lassen. Nimm uns in deine Arme und drücke uns an dein gütiges Herz. Mehr brauchen wir ja nicht. Verschaffe uns Ruhe in deinem Heiligen Geist. Sende ihn neu aus, damit wir belebt und neu entfacht werden. Heiliger Geist, wirke mächtig an uns und durch uns!
Persönliche Lektüre
Jesus, deinem Wort will ich lauschen. Du hast immer ein gutes Wort für mich. Rede du zu meinem Herzen. Offenbare mir die Geheimnisse deines Herzens und bilde mein Herz nach deinem Herzen. Mache mein Herz deinem gütigen und demütigen Herzen gleich. Für dich allein will ich einfach da sein, du mein Meister und Herr.
Gedanken zur Betrachtung
1. Freude am Glauben
Jesus offenbart uns sein Herz und will, dass wir von ihm lernen, ein Herz für Gott und für die Mitmenschen zu haben. Das Herz Jesu ist voll Freude und Dankbarkeit. Jesus freut sich über den Glauben der Menschen, besonders jener, die unmündig sind. Sie haben nämlich ein offenes Herz für Gott und stellen nicht alles in Frage. Sie können vertrauen und sich auf Gott verlassen. Sie merken, dass der Glaube ein Geschenk des Vaters ist, der sich uns zeigt, uns seine Liebe schenkt und auf unsere Antwort wartet. Ja, Gott, der Vater, wollte, dass wir durch Jesus zum Gauben kommen. Wir dürfen und können heute glauben…
Bin ich Gott dankbar, dass ich ihn kenne? Glaube ich heute? Lerne ich Jesus immer besser kennen zu lernen und lieben? Wie reagiere ich, wenn ich erfahre, dass Jesus Freude an meinem Glauben hat? Kann ich mich über den Glauben der Mitmenschen freuen? Preise ich Gott dafür, dass ich und die anderen an ihn glauben können? Will ich meinen Glauben weitergeben?
2. Kommt alle zu mir
Jesus hat ein Herz für die Menschen. Alle dürfen zu ihm kommen. Mehr noch, sie sollten zu Jesus kommen, weil sie sonst nirgendwo Ruhe finden können als nur an seinem gütigen Herzen. Wer aber kommt gerne zu Jesus? Menschen, die sich plagen und schwere Lasten zu tragen haben. Alle anderen kommen nicht, weil sie meinen, dass sie selbst ohne Jesus mit allem zurechtkommen können. Wie gut ist es zu wissen, dass Jesus immer auf uns wartet, dass er immer Zeit hat für uns, dass er uns Ruhe in all unserer Unruhe verschaffen will! Wie gut tut uns diese Zuversicht!
Mit welchen Plagen und Lasten habe ich momentan zu tun? Was belastet mich schon seit Jahren? Bei wem suche ich zuerst Hilfe in all meinen Nöten? Komme ich zu Jesus mit allem, was ich bin und was mich beschäftigt? Wann hat mir Jesus ein letztes Mal Ruhe verschaffen? Kann ich mich am Herzen Jesus bergen in allen Gewittern meines Lebens?
3. Das Joch Jesu
Jesus schenkt unseren Herzen einen tiefen Frieden. Er lädt mich dazu ein, dass ich sein Joch auf mich nehme und von ihm die Kunst des Lebens lerne. Erst dann werde auch ich allmählich gütig und von Herzen demütig. Wie geht das? Jesus teilt mit mir sein Joch, das heißt er trägt es schon. Es fehlt nur mein Teil daran. Wenn wir beide unter dem gleichen Joch stehen und gehen, dann sind wir stark und teilen alles miteinander. Auf diese Weise drückt sein Joch nicht und seine Last ist leicht.
Bin ich bereit, mit Jesus zu gehen? Will ich von ihm die Kunst des Lebens lernen? Will ich mit Jesus daran arbeiten, dass alle Menschen zum Glauben an Gott finden? Welches Joch Jesu ist für mich noch schwer? Was belastet mich in seiner Nachfolge? Will ich all das mit ihm teilen? Wann habe ich den Segen der Lehre, der Gebote Jesu erfahren? Wird auch mein Herz seinem Herzen, wenn nicht gleich, dann wenigstes ähnlich?
Lobpreis
Verwundet, schwach, ein Sünder,
verloren, wenn du stirbst.
O, heb den Kopf, weil Liebe um dich wirbt.
Komm zu Jesus,
komm zu Jesus,
komm zu Jesus und leb.
Jetzt ist die Last verschwunden,
ins tiefste Meer versenkt.
Sein Tod hat dir das Leben neu geschenkt.
Nun sing zu Jesus,
sing zu Jesus,
sing zu Jesus und leb.
Hab keine Angst zu krabbeln,
als neugebornes Kind.
Vergiss nicht, manchmal fallen wir auch hin.
Vorsatz
In jeder Notsituation wende ich mich zuerst an Jesus, der mir doch Ruhe verschaffen will.
Am 27. und am 28. Mai fand in der Unteren Waid, Mörschwil das Pfingsttreffen statt. Ca. 60-100 Personen nahmen daran teil. Das Treffen wird von verschiedenen Gemeinschaften getragen, die gemeinsam das Pfingstfest, den Geburtstag der Kirche, feiern und den Heiligen Geist für ihr Wirken und darüber hinaus erbitten wollen. Dieses Pfingsttreffen wurde auch in Verbundenheit mit anderen dreißig Orten im deutschsprachigen Raum gefeiert. Diese Idee kam von der Loretto-Gemeinschaft aus Salzburg.

Wie Maria und die Apostel damals verharrten auch wir im Gebet und in der Gemeinschaft, um neue Pfingsten zu erleben. Der kräftige Lobpreis, begleitet von Marina, Fabienne und Renato, stieg aus unserer Kapelle zum Himmel empor und Gott sandte seinen Heiligen Geist auf uns herab. In einem Bild: Die Funken von dem Holzscheit unseres Lebens, das wir bewusst in das Pfingstfeuer legten, stiegen zum Himmel. Sie wurden dann zu Feuerzungen, die vom Himmel her auf jede und jeden von uns herabkamen. Großartig antwortete der Herr auf unsere Bereitschaft, Feuer und Flamme für ihn zu sein!

Am Samstag erzählte uns der Neupriester Ivan Saric von seiner Berufungsgeschichte, in der er das Wort „Du bist der Auserwählte“ hörte und ihm dann auch folgte. In der Eucharistiefeier erinnerte uns P. Piotr Zaba MS daran, dass Maria von La Salette zwei Kinder berief, um ihre grosse Botschaft dem ganzen christlichen Volk mitzuteilen. Sie beruft uns heute, das Gleiche zu tun. Beim BeRUFungs-Weg lernten wir, für die Stimme Gottes offen zu sein und ihr mit Entschiedenheit zu folgen.

Am Pfingstsonntag feierten wir mit Pfr. Leo Tanner und zahlreichen Gläubigen die feierliche Eucharistie. Er ermutigte uns, unsere Berufung zur Liebe und zur Gemeinschaft in unserem persönlichen Leben zu verwirklichen. P. Gregor Syska MS zeigte uns an dem Beispiel des Jona auf, wie wichtig die Zusammenarbeit mit dem Heiligen Geist ist.

Zum Schluss erneuerten die Versammelten ihre Lebensübergabe an Jesus. Silvia meinte zum Abschied: „Dieses Pfingstfest war das schönste meines Lebens!“ Das Pfingsttreffen 2023 dauert an. Der Heilige Geist treibt uns täglich neu an, unsere Berufung zu wagen und den Menschen beizustehen bis wir uns in einem Jahr wieder treffen zum Thema: „be free”.

"Die Erscheinung unserer Mutter auf dem Berg von La Salette ist keine neue Lehre, sondern eine neue Gnade. Sie ist die Offenbarung der Liebe und des Mitleids, die es für uns im Himmel gibt." So drückte sich 1854 Mgr. Ullathorne, Bischof von Birmingham in England, aus. Er stellte damit die untergeordnete Rolle jeder Erscheinung und ihre Bedeutung in der Geschichte unseres Heils fest.
LA SALETTE IST KEINE NEUE LEHRE.
ES IST EIN NEUER SCHWUNG, HIN ZU DEN GRUNDLAGEN DES GLAUBENS, EINE BEGEGNUNG, DIE NICHT VERPASST WERDEN DARF, EINE GNADE, AUF DIE DRINGEND EINGEGANGEN WERDEN
Salettiner Missionshaus
Untere Waid
CH-9402 Mörschwil
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