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Im Jahre 1996 segnete Papst Johanns Paul II. zu seinem Goldenen Priesterjubiläum in Rom zwanzig Monstranzen aus verschiedenen Ländern, die dazu gebraucht werden sollten, Anbetung für neue Berufungen zum Priesteramt zu halten. Die Aktion „Anbetung für Berufungen“ trägt in den USA bis heute reiche Früchte. Die Anzahl der Priesterberufungen begann zu steigen. Mit unserer stündigen wöchentlichen Anbetung wollen wir dem Auftrag Jesus folgen: „Bittet den Herrn der Ernte, Arbeiter in seinen Weinberg zu senden (Mt 9,37)“. Denken wir auch an die Worte von Papst Franziskus: „Berufungen entstehen im Gebet und aus dem Gebet; und allein im Gebet können sie Bestand haben und Frucht tragen“. Beten Sie mit!
Hauskapelle des Missionshauses Untere Waid

Glaubt mir doch!
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr. Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie können wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philíppus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. Jesus sagte zu ihm: Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philíppus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, dann glaubt aufgrund eben dieser Werke! Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere als diese vollbringen, denn ich gehe zum Vater (Joh 14,1-12).
Gebet
Herr Jesus Christus, du nimmst dir Zeit für uns. Wir sind dir so wichtig. Du willst uns zum Vertrauen auf Gott, den Vater, erziehen. Wenn wir uns auf ihn verlassen, kann uns nichts verwirren oder uns Angst machen. Der Vater ist ja bei uns. Stärke, Herr, unseren Glauben. Führe uns zum Vater. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir mit neuem Schwung und Eifer unserem Ziel entgegengehen. Heiliger Geist, du Geist des Vaters und des Sohnes, komm auf uns herab und durchglühe uns. Verbrenne in uns alles, was uns zum Vater hindert. Gieße die Liebe des Vaters in unseren Herzen aus.
Persönliche Lektüre
Danke, Jesus, dass ich dir so nahe sein darf. Danke, dass du stets an mich denkst und mich nie aufgibst. Ich will für dich einfach da sein. Ziehe mich an dich, an dein gütiges Herz. Ich brauch dich so sehr. Nur bei dir bin ich geborgen. Befreie mich von meiner Angst. Auf dich, o Jesus, vertraue ich. Rede du zu meinem Herzen. Schenke mir ein hörendes Herz und deinen Heiligen Geist.
Gedanken zur Betrachtung
Bei seinem Abschied im Abendmahlsaal will Jesus den Glauben seiner Jünger stärken. Er selbst freut sich, dass er dem Vater nun entgegengeht. Er weiß, dass es ein harter Weg des Kreuzes sein wird. Die Freude auf den Vater ist aber in ihm viel grösser als sein bevorstehender Tod. Wie jedes Kind will auch Jesus unbedingt zum Vater zurück, in seine sicheren und liebevollen Arme. So weist er seinen Jüngern auf das Haus des Vaters hin. Er verspricht ihnen, und damit uns allen, eine ewige Wohnung beim Vater. Der heilige Paulus bringt dies auf den Punkt, indem er sagt: Dann werden wir für immer bei Gott sein. Wer das Ziel des Lebens aus den Augen nicht verliert, der hat auch die Kraft ihm trotz allen Schwierigkeiten entgegenzugehen. Das Ziel: die Arme des Vaters, eine ewige Wohnung in seinem Haus, lässt uns vieles tragen und ertragen.
Welche Ziele habe ich im Leben? Denke ich oft an mein letztes Ziel, an die Begegnung mit dem Vater von Angesicht zu Angesicht? Welche Gedanken kommen mir da in den Sinn? Ist Gott ein Vater für mich? Berge ich mich oft in seinen Armen? Glaube ich daran, dass der himmlische Vater mich sehnsüchtig erwartet? Glaube ich seiner gütigen Liebe trotz allem? Ist meine Sehnsucht nach dem Vater grösser als alle Sorgen des Alltags, als jede Niederlage, als der Tod selbst? Freue ich mich auf den himmlischen Vater?
Um das Ziel sicher zu erreichen, muss ich den Weg dorthin kennen, oder wenigstens jemanden auf meiner Seite haben, der diesen Weg kennt. Thomas will diesen Weg kennen. Er fragt Jesus danach. Und siehe da: Jesus selbst bietet sich als der Weg zum Vater an. Wer diesen Weg geht, kommt sicher am Ziel an. Was heißt das? Das heißt, wer wie Jesus denkt, redet und handelt, der bleibt auf seinem Weg zum Vater. Jesus ist ja vom Vater ausgegangen und er geht nun zum Vater zurück. Wer sonst als nur ER vermag uns den rechen Weg zum Vater zu zeigen?
Welche Wege wähle ich? Frage ich Jesus nach seinem Weg? Glaube ich Jesus, dass er der sichere Weg zum Vater, in den Himmel ist? Schaue ich täglich auf Jesus, um von seinem Weg nicht abzuweichen? Wie ist mein Denken? Entspricht sie dem Denken Gottes? Wie spreche ich? Wie viele unnütze Worte spreche ich aus? Überlege ich mir, was ich sagen soll? Ahme ich das Vorbild Jesu nach? Was fällt mir dabei schwer?
Jesus staunt über den Unglauben seiner Jünger. Er fordert sie auf: Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Glaubt mir doch! Nur durch den Glauben können wir unsere persönliche Beziehung zu Jesus tagtäglich leben. Und gerade sie ist das entscheidende für den Glauben an Gott. Wer Jesus sieht, der sieht Gott, den Vater. Wer Jesus hört, der hört den Vaters. Wer die Wunder Jesu erfährt, der bekommt die barmherzige Liebe des Vaters zu spüren. Ich darf jeden Tag in der Gegenwart Jesu verbringen. Ich darf jeden Tag mit Gott selbst leben! Was für ein Wunder!
Wie stark ist mein Glaube? Bitte ich Gott, dass er mich im Glauben stärke? Habe ich eine persönliche Beziehung zu Jesus? Pflege ich sie? Welche Worte Jesu gaben mir Kraft für den weiteren Weg? Wo kann ich Jesus „sehen“? Was hat er mir in der letzten Zeit geschenkt? Kann ich darüber staunen, dass er mein Leben mit mir teilt? Lasse ich es zu? Welche Werke kann ich im Namen Jesu vollbringen?
Lobpreis
Herr, wohin sonst
sollten wir gehen?
Wo auf der Welt fänden wir Glück?
Niemand, kein Mensch
kann und soviel geben wie du
du führst uns zum Leben zurück
nur du
nur du schenkst uns Lebensglück
Aus deinem Mund höre ich das schönste Liebeslied
an deinem Ohr darf ich sagen, was die Seele fühlt
an deiner Hand kann ich fallen, und du hältst mich fest
an deinem Tisch wird mein Hunger gestillt
Herr, wohin sonst
sollten wir gehen
wo auf der Welt fänden wir Glück?
Niemand, kein Mensch
kann uns so viel geben wie du
du führst uns zum Leben zurück
nur du
nur du schenkst uns Lebensglück
Vorsatz
Ich versuche mit Jesus bewusster zu leben.
Vom 23. bis 24. Mai fand das Pfingsttreffen 2026 in der Unteren Waid, Mörschwil, statt. Es war dem Thema «Geht und verkündet» gewidmet.

Zu Beginn begrüssten einander alle 30 Orte, an denen das Pfingstfest ebenso gefeiert wurde. Dann hat P. Markus Schulze SAC einen Vortrag zur Sendung des Heiligen Geistes gehalten. Er hielt fest: «Der Heilige Geist ist das Feuer der Gemeinschaft, Gegenwart der grossen Liebe Gottes, das Band der Liebe.» Danach durften wir die Eucharistie mit Bischof Beat Grögli von St. Gallen feiern. Er ist mit der Unteren Waid besonders verbunden, weil er hier drei Jahre gewohnt, die Schule besucht und «Beten gelernt» hat. Er erinnerte uns daran, dass der Heilige Geist im Leben, in der Liebe und im Leiden gegenwärtig ist. Er ermutigte uns: «So, wie ihr in der Welt unterwegs seid, verkündet ihr das Evangelium jeden Tag, in deinem Beruf und Stand, in dem, was du tust oder nicht tust – und vor allem in dem, wie du es tust…»

Am Nachmittag durften wir die Talkrunde mit Bischof Beat, Julia Helfenberger, Cornel Keller und Zaklina Marjanovic erleben. Sie tauschten sich zum Thema Verkündigung im Alltag aus. Später durften wir zwei Workshops auswählen, um die Verkündigung praktisch kennen zu lernen.

Um 19.30 Uhr tauchten wir in den Abend der Barmherzigkeit ein, um uns im Feuer des Geistes reinigen und befreien zu lassen. Am Pfingstfeuer empfingen wir das gesegnete Licht, um es zu den anderen weiter zu tragen und zum Licht der Welt zu werden.

Am Sonntag lobten wir Gott und freuten uns über seine Gegenwart. In der Heiligen Messe erklärte uns P. Piotr Zaba MS, was es heisst missionarische Jünger zu sein. Wir können nur in dem Mass Missionare sein, in dem wir selbst die Liebe Gottes erfahren haben, die uns in Jesus Christus offenbart wurde.

Zum Schluss durften wir unser Leben Jesus schenken und ihn um den Heiligen Geist bitten. In seiner Kraft gehen und verkünden wir, wenn nötig mit den Worten, dass Gott uns liebt und befreit.

Am 25. April durften wir: die La Salette-Familie und die Salettiner Patres zum zweiten Mal am Klostermarkt in Gossau teilnehmen. Kurz vor dem Beginn richteten Vera, P. Leszek und ich den Stand ein, damit wir um 9.00 Uhr starten konnten.

Dann kamen die ersten Besucher in die Markthalle, um verschiedene Produkte aus den Klöstern zu bewundern und zu besorgen. Am Klostermarkt waren 8 andere Klostergemeinschaften dabei. In der Festwirtschaft sorgte man für das leibliche Wohl der Besucher.

Ein besonderer Ehrengast war unser Bischof Beat Grögli von St. Gallen, der auch den Fassanstich machen durfte.

Wir hatten spanende Gespräche mit vielen Leuten, taten die Botschaft von La Salette kund, machten Werbung für die Wallfahrt nach La Salette, für das Pfingsttreffen 2026 und für die Salettiner Patres in Mörschwil. Am Stand unterstützten uns Theres, Enrico und Vreni.

Dabei haben wir selbstgemachte Kuchen von den Laien aus der La Salette-Familie angeboten. An dieser Stelle herzliches Vergelt’s Gott an alle, die sie gebacken haben.

Der nächste Klostermarkt findet am 24. April 2027 statt. Dann feiert er zwanzig Jahre seines Bestehens.

Olivia
Die Tür zum Leben…
In jener Zeit sprach Jesus: Amen, amen, ich sage euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. Ihm öffnet der Türhüter und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus. Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen. Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte. Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben (Joh 10,1-10).
Gebet
Herr Jesus Christus, du bist der gute Hirt. Bei dir fehlt es uns an nichts. Du sorgst für uns. Du leitest und begleitest uns. Und wenn wir nicht weiter mögen, trägst du uns auf deinen Schultern. Wenn wir uns aber verirren, gehst du uns nach, bis du uns findest. Jesus Christus, schenke uns deinen Heiligen Geist, den Geist der Wahrheit und der Dankbarkeit. Er lasse uns Freude an dir erfahren und erfülle unseren Mund mit Lobpreis. Heiliger Geist, durchflute uns mit deinem Feuer! Entfache und schaffe uns neu!
Persönliche Lektüre
Ich freue mich, dass Jesus, der gute Hirt, heute zu mir kommt und mit mir sprechen will… Ich höre aufmerksam seinem Wort zu… Ich lasse mich von ihm ansprechen… Ich verweile bei den Worten oder Sätzen, die mich berühren… Ich nehme mir Zeit dafür. Ich werde still… Ja, ich freue mich über den Herrn!
Gedanken zur Betrachtung
Irgendwie passen diese Leute nicht zum heutigen Evangelium vom guten Hirten. Jesus nennt sie aber bewusst beim Namen, weil sie eine grosse Gefahr für seine Herde (Kirche) darstellen. Diese Menschen wollen nur stehlen, schlachten und vernichten. Sie weiden sich selbst, statt sich der Sache Jesu, die ihnen anvertraut worden ist, anzunehmen. Ihnen geht es letztendlich um sich selbst. Sie haben eigene Vorstellungen von Gott und seiner Art, wie er die Menschen retten bzw. für sie da sein sollte. Statt Jesus, den gekreuzigten und auferstandenen Herrn zu verkünden, reduzieren sie ihn auf einen Revolutionär in bestehenden Umständen und auf ein gutes Vorbild in der Sozialarbeit. Die Sakramente wie Taufe, Beichte oder Eucharistiefeier sind für sie keine echte Begegnung mehr mit dem Auferstandenen. Eigentlich müssen sie sie nicht mehr haben, weil sie sich sowieso nur das aus dem kirchlichen Leben nehmen, was ihnen passt. So bestehlen sie die Gläubigen um die wahren Schätze der Kirche, und vernichten damit das Leben, das über den Tod hinausgeht. Schlimm ist es, wenn sie unsere Seelsorger sind…
Mit welchen Hirten (Seelsorgern) habe ich in der Kirche, in meiner Pfarrei, zu tun? Führen sie mich zu Jesus oder suchen sie nur die eigene Ehre? Was verkünden sie mir? Welches Bild von Gott vermitteln sie mir? Führen sie mich zum Glauben, zu den Sakramenten, den sicheren Quellen der Gnade? Bete ich für sie? Habe ich den Mut, sie zurechtzuweisen? Bin ich für die guten Hirten dankbar? Bete ich um neue Berufungen zum Priesteramt?
Die Beziehung zu Jesus, dem guten (schönen) Hirten besteht nur dann, wenn wir mit ihm reden, wenn wir auf seine Stimme hören. Das muss man aber erlernen. Erst dann kann man die richtige, eben seine Stimme erkennen und ihr folgen. Sie ist eine liebevolle und eine anspruchsvolle Stimme zugleich! Jesus kennt unsere Namen, wir sind für ihn nicht anonym und fremd! Er kennt unsere Lebensgeschichte und weiß am besten, was uns guttut. Er spricht nicht nur schöne Worte. Er lebt sie und geht uns voraus. Er bahnt den Weg für uns.
Wie sieht meine heutige Beziehung zu Jesus, dem guten Hirten, aus? Wie oft sprechen wir miteinander? Kenne ich seine Stimme gut? Kann ich sie von anderen Stimmen unterscheiden? Habe ich die Bibel zu Hause? Lese ich darin regelmäßig (täglich)? Wie versuche ich, meine Beziehung zum guten Hirten zu vertiefen? Höre ich nur die Stimme Jesu, oder folge ich ihm auch, wohin er geht? Freue ich mich darüber, dass Jesus meinen Namen, meine Geschichte, kennt? Wie spreche ich seinen Namen aus? Lasse ich mich von ihm herausfordern und leiten?
Täglich gehen wir durch viele Türen ein und aus. Manchmal wissen wir nicht, was uns hinter einer Tür erwartet. Manchmal ist es für uns schwer, an eine Tür anzuklopfen… Manchmal halten wir bewusst viele Türen verschlossen, um uns zu schützen. Jesus ist die einzige Tür zum Vater. Wer durch ihn hindurch geht, der wird gerettet, der findet gute Weiden, der wir das Leben selbst finden, das Leben in Fülle, das ewige Leben. Warum? Weil Jesus, der gute Hirt, durch seinen Tod und durch seine Auferstehung uns gerettet hat. Er ist immer bereit uns zu schützen und uns zu retten, wenn der Böse (der Wolf) uns schaden will.
Welche Türen betrete ich jeden Tag? Führen sie mich zum wahren Leben? Welche Türen soll ich unbedingt verschlossen halten, weil sie mich immer wieder zu Fall bringen? An welche Tür soll ich heute anklopfen, mit wem einen Neuanfang wagen? Ist Jesus die einzige Tür, durch die ich hindurchgehen will? Habe ich bei ihm Rettung und Schutz erfahren? Wann? Wie? Wie schenkt mir Jesus das Leben, das Leben in Fülle? Habe ich Freude an diesem Leben? Warum (nicht)?
Lobpreis
Der Herr ist Mein Hirte, nichts fehlt mir
Nichts fehlt mir bei dir
Er füllt meinen Kelch mit Genüge
Nichts fehlt mir bei dir
Und alle deine Wege sind gut
Du weißt was du willst und du weißt was du tust
Ohne Angst, ohne Sorgen, ohne Gedanken an Morgen
Geb ich dir mein ja, heute neu mein ja
Ohne Angst, ohne Sorgen, ohne Gedanken an Morgen
Geb ich dir mein ja, heute neu mein ja
Der Herr ist mein Hirte, nichts fehlt mir
Nichts fehlt mir bei dir
Er füllt meinen Kelch mit Genüge
Nichts fehlt mir bei dir
Und alle deine Wege sind gut
Du weißt was du willst und du weißt was du tust
Alle deine Wege sind gut
Du weißt was du willst und du weißt was du tust
Ohne Angst, ohne Sorgen, ohne Gedanken an Morgen
Geb ich dir mein ja, heute neu mein ja
Ohne Angst, ohne Sorgen, ohne Gedanken an Morgen
Geb ich dir mein ja, heute neu mein ja
Denn gestern ist vergangen und morgen ist noch nicht
Doch heute will ich sagen ich liebe dich
Im hier und jetzt und jetzt und hier
Ich vertraue dir einmal mehr
Gestern ist vergangen und morgen ist noch nicht
Doch heute will ich sagen ich liebe dich
Im hier und jetzt und jetzt und hier
Ich vertraue dir einmal mehr
Und ich gib dir alles, ich gib dir alles hin
Nimm mein Leben, nimm es ganz
Nimm mein Leben, nimm es ganz
Ich gib dir alles, ich gib dir alles hin
Nimm mein Leben, nimm es ganz
Nimm mein Leben, nimm es ganz
Vorsatz
Ich bete jeden Tag für die Hirten der Kirche und um neue Berufungen.
Mit Jesus wird alles neu
In jener Zeit offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal, am See von Tibérias, und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Dídymus, Natánaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas finden. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es. Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See. Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot – sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen – und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her. Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot liegen. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt! Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu befragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war (Joh 21,1-19).
Gebet
Jesus Christus, du bist der auferstandene Herr! Du lebst! Du willst mitten unter uns leben. Du willst mit uns leben. Du willst uns in unserem Alltag begleiten und unterstützen. Wie blind sind oft unsere Augen, die deine Gegenwart nicht erkennen! Wie kalt sind oft unser Herzen, die dich und deine Wunder nicht wahrnehmen! Erfülle uns heute neu mit deinem Heiligen Geist! Er schenke uns neue Augen, damit wir dich sehen können. Er schenke uns ein neues, hörendes Herz, damit wir dich spüren können. Heiliger Geist, durchglühe uns mit deinem Feuer, damit wir zu neuen Menschen werden, die aus der Kraft der Auferstehung Jesu leben.
Persönliche Lektüre
Jesus, du sprichst mich mit deinem guten Wort zärtlich an. Ich bin dein Kind. Das macht mir Freude. Wie nötig habe ich heute deine Zärtlichkeit! Wie gut tut es mir, dass du dich für mein alltägliches Leben interessierst! Herr, schaffe mich heute neu, damit ich mit dir leben kann. Hilf mir, deine Auferstehung in meinem Leben ernst zu nehmen und aus deiner Kraft zu leben. Ich bin ganz für dich da!
Gedanken zur Betrachtung
Simon Petrus hat den Auferstandenen am dritten Tag nach seinem Tod im Abendmahlssaal gesehen. Gemäß dem Evangelium ist ihm Jesus persönlich erschienen. Eine Woche später war Jesus wieder im Abendmahlssaal zu sehen, um Thomas von seinen Zweifeln zu befreien. Nun kehren die Jünger Jesu nach Galiläa zurück. Das heißt sie kehren in ihren Alltag zurück. Hat aber die Begegnung mit dem auferstandenen Jesus ihr Leben geändert? Wurden sie zu österlichen Jüngern? Führen sie von nun an ein Osterleben? Eigentlich nicht. Sie sind wieder in den alten Trott verfallen. Sie gehen einfach Fische fangen. Sie sollten aber Menschenfischer sein. Wie schwierig ist es, ein neues Leben mit dem auferstandenen Herrn anzufangen und uns ihm zur Verfügung zu stellen! Wie stark ist die Macht unserer alten Gewohnheiten!
Wie habe ich Ostern erlebt? Bin ich wirklich persönlich Jesus, dem Auferstandenen begegnet? Wo und wie? Was hat dies in meinem Leben bewirkt? Hat dies einen Einfluss auf mein jetziges Leben? Was mache ich wie bisher? Warum? Glaube ich daran, dass ich alles mit Jesus tun darf, auch all das, was ich bis jetzt gemacht habe? Warum lasse ich Jesus nicht in mein konkretes Leben ein? Was befürchte ich?
Die Jünger Jesu müssen auch lernen, Ostern in ihrem Alltag zu leben. Was heißt das konkret? Sie müssen ihren Alltag mit Jesus leben lernen, gestalten können. Konkret: Sie müssen Jesus ihr Leben mitbestimmen lassen. Wenn er alles für sie durch seinen Tod und seine Auferstehung getan hat, dann sollen sie auch alles für ihn tun. Auf die Liebe Jesu sollen sie mit ihrer Liebe antworten. Sie sollen nicht mehr nur mit sich selbst rechnen. Sie sollen sich nicht mehr nur auf sich selbst verlassen. Sie sollen endlich Jesus fragen, was sie tun sollen, was sein Wille ist. Sie sollen das Vater Unser neu beten, in dem es heißt: Vater, dein Wille geschehe… Er steht ja am Ufer unseres Lebens und ist immer bereit, uns zu helfen. Als die Jünger wieder auf sein Wort hörten, wurden ihre Netze voll.
Glaube ich daran, dass Jesus auch in meinem grauen Alltag gegenwärtig ist? Habe ich die Bibel zu Hause? Habe ich meine persönliche Bibel? Höre ich nach Ostern vermehrt auf das Wort Gottes? Wie oft nehme ich bewusst die Bibel zur Hand und lese darin? Lasse ich mein Denken von Jesus prägen? Lebe ich nach seinem Wort? Wo habe ich erfahren, dass sein Wort wahr ist? Was habe ich nach Ostern bewusst mit Jesus getan? Welchem Wort Jesu will ich nicht gehorchen? Warum?
Es ist der Herr! Johannes spürt sofort, wer am Ufer des Sees steht. Er lässt sich von Wort und Tat Jesu ansprechen. Er erkennt Jesus und glaubt! Mehr noch, er bezeugt dies vor den Anderen. Als Petrus sein Zeugnis vernahm, warf er sich ins Meer, um Jesus so schnell wie möglich zu begegnen. Er wollte mit ihm allein sein. Er brauchte diesen Augenblick, um später dem auferstandenen Herrn seine ehrliche Liebe vor den Anderen bekennen zu können. Nun glaubt auch er und bekennt nach dem Frühstück mit dem Auferstandenen.: Herr, du weißt alles. Du weißt, dass ich dich liebe. Nun ist er bereit den alten Beruf definitiv aufzugeben, um zum Menschenfischer zu werden. Sein Zeugnis soll alle Menschen erreichen (153 Fische) und sie für Jesus und sein Evangelium gewinnen.
Glaube ich wirklich Jesus? Nehme ich seine Gegenwart in meinem Leben wahr und ernst? Lasse ich mir von ihm helfen, mich von ihm begleiten? Höre ich auf das Zeugnis der Anderen, um tiefer glauben zu können? Gebe ich selbst Zeugnis von der Auferstehung Jesu in meinem persönlichen Leben? Wie sehen meine Begegnungen mit Jesus, dem Auferstandenen aus? Was ändern sie in meinem Leben? Was will ich heute Jesus sagen? Was will ich für ihn tun?
Lobpreis
Mein Jesus, mein Retter,
keiner ist so wie du.
Lobpreis sei dir, jeden Tag mehr,
für deine große Liebe, Herr.
Mein Tröster, mein Helfer,
du bist mir Zuflucht und Kraft.
Alles in mir beugt sich vor dir.
Du bist hoch erhoben, Herr!
Ruft zu dem Herrn, alle Enden der Welt!
Ehre und Dank dem, der alles erhält.
Himmel und Erde erhebt ihn und singt,
wenn sein Name erklingt.
Wir preisen dich, du hast Großes getan.
Wir kommen vor dich und beten an.
Dank sei dir, Herr, du bist unvergleichlich gut.
Vorsatz
Ich frage Jesus (sein Wort) jeden Tag neu, was ich für ihn tun darf/soll?
Der barmherzige Jesus…
Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten. Thomas, der Dídymus genannt wurde, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Noch viele andere Zeichen hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen (Joh 20,19-31).
Gebet
Herr Jesus Christus, dein Erbarmen kennt keine Grenzen. Du kommst immer wieder auf uns zu, um unsere Herzen mit deiner Vergebung zu erreichen. Danke, dass du uns nie aufgibst. Danke, dass du so geduldig mit uns bist. Danke, dass wir für dich so unendlich wichtig sind. Danke, dass du alles für uns gewagt hast. Sende uns deinen Heiligen Geist, damit wir uns für deine Barmherzigkeit öffnen und sie weiterschenken können. Mache uns lebendig und sende uns aus, zu allen, die dich heute brauchen. Komm, Heiliger Geist und durchglühe uns mit deinem Feuer. Entfache uns neu und mache uns zu freudenvollen Zeugen der Auferstehung Jesu!
Persönliche Lektüre
Jesus, du kommst nun zu mir. Du nimmst dir Zeit für mich, damit ich zum Glauben komme, im Glauben gestärkt werde. Du bist mein Herr und mein Gott. Auch ich bin ganz da für dich. Rede du zu meinem Herzen. Lass mich dich berühren. Heile mich von meinem Unglauben. Schenke mir den Geist der Freude, den Geist der Stärke, deinen Heiligen Geist! Hauche mich an, dass ich mich von dir befreien lasse von mir selbst…
Gedanken zur Betrachtung
1. Mitten drin
Die Jünger Jesu sind zusammen. Sie haben Angst vor den Juden. Sie wollen nicht wie Jesus verfolgt und gekreuzigt werden. Sie sind am Ende. Ihr Meister war weg. Mehr noch, die Frauen berichteten, dass er lebe. Ihnen glaubt aber niemand. Plötzlich kommt Jesus in ihre Mitte und wünscht ihnen Frieden. Er ist einfach da. Er zeigt ihnen seine Hände und seine Seite. Sie machen eine wunderbare Erfahrung: Jesus, der Auferstandene ist da, mitten unter ihnen, mitten in ihren Problemen und Sorgen. Sie müssen nichts verstecken. Sie müssen nichts aussprechen, nichts zugeben. Er kennt sie ja durch und durch. Darum bringt er ihnen seinen Frieden, ein tiefes Vertrauen, dass er da ist und ihr Leben kennt, dass sie damit nicht allein fertig werden müssen. Friede sei mit euch!
Wovor habe ich Angst? Wer macht mir Angst? Spreche ich mit den Mitmenschen über das, was mich beschäftigt, was schwierig für mich ist? Kann ich mich vor der Gemeinschaft aussprechen? Höre ich auf das Zeugnis der anderen? Nehme ich es ernst? Wie gehe ich mit meinen Zweifeln und Krisensituationen um? Glaube ich daran, dass Jesus sie kennt? Freue ich mich darüber, dass er bei mir ist? Nehme ich seinen Frieden wahr? Nehme ich ihn an? Wie fühle ich mich in der Gegenwart des auferstandenen Jesus?
2. Befreiung Gottes
Jesus haucht seine Jünger an. Nicht nur sie dürfen erfahren, dass er auferstanden sei. Von Jesus her ausgesandt, sollen die Jünger allen Menschen die Befreiung, die Vergebung der Sünden verkünden und spenden. Jeder Mensch, der sich für diese Gabe öffnet, darf die Barmherzigkeit Gottes erfahren, die allen zuteil werden will. Jesus, der barmherzige Herr, will die Menschen zu neuem Leben befreien, sie aus den Ketten der Sünden befreien und ihnen ein Leben im Frieden schenken. Nur Gott kann die Sünden vergeben, mit denen wir uns versklaven und vor den anderen verstecken wollen. Jeden Tag müssen wir neu den Heiligen Geist empfangen, um erfahren zu können, dass die Barmherzigkeit Gottes jeden Morgen neu ist und auf uns wartet.
Lebe ich aus dem Geist Gottes, aus dem Heiligen Geist? Wie oft bete ich um seine Gaben? Habe ich schon den Atem Gottes gespürt und an mir wirken lassen? Wann habe ich eine echte Befreiung von meinen Sünden erfahren? Kann ich mir selbst vergeben? Kann ich den Mitmenschen vergeben, Erbarmen mit ihnen haben? Habe ich heute Frieden im Herzen? Was verstecke ich schon lange vor den anderen, vor mir selbst, vor Gott? Was soll ich heute Gott anvertrauen, bekennen, um frei zu werden? Lasse ich mich heute vom barmherzigen Jesus befreien? Will ich wirklich frei werden?
3. Selig die Glaubenden
Jesus hat Geduld mit uns Menschen. Für ihn ist jeder wichtig. Er nimmt sich Zeit für jeden einzelnen (siehe Thomas!). Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg zum Glauben, zum Auferstandenen! Jesus preist aber jene selig, glücklich, die ihm auch dann vertrauen, wenn sie keine Beweise haben, wenn sie seinem Wort vertrauen, wenn sie sich auf das Zeugnis der anderen verlassen. Wer glaubt, dass Jesus, der Messias, der Sohn Gottes ist, der hat das Leben in seinem Namen, der kommt zum Leben schon heute und wird einst zum Leben in der Ewigkeit erweckt. Mein Herr und mein Gott bist du, Jesus, du allein!
Danke ich Gott für seine Geduld mit mir? Traue ich dem Weg, auf den mich Jesus führt, zu? Kann ich die anderen auf dem Weg ihres Glaubens geduldig begleiten? Lasse ich sie ihren Weg mit Gott gehen? Wann hat mich Jesus im Glauben gestärkt? Wodurch? Durch wen? Kann ich Jesus vor den anderen bezeugen? Ist Jesus für mich der Sohn Gottes? Wo zweifle ich noch an Gott und seiner Liebe? Kann ich heute trotz allem bekennen: Jesus, du bist meine Herr und mein Gott?
Lobpreis
Hier bin ich, klein vor deiner Herrlichkeit.
Deine Gnade hat mich befreit!
Hier bin ich, kenne meine Sünde gut,
doch du machst mich rein durch dein Blut.
Ich fand ja die allergrößte Liebe da,
wo du dein Leben gabst,
das größte Opfer warst.
Majestät, Majestät,
ich bin, wie deine Gnade mich fand,
leer und dennoch leb ich in deiner Hand.
Hier bin ich, demütig, weil du mich liebst.
Vergeben kann ich, weil du vergibst.
Hier bin ich, weiß nur, dich verlangt nach mir,
geheiligt durch das Feuer in dir.
Majestät, Majestät,
verändert bin ich für alle Zeit in der
Nähe deiner Herrlichkeit, Majestät.
Vorsatz
Beim Empfang jeder heiligen Kommunion bekenne ich immer: Mein Herr und mein Gott!
Fürchtet euch nicht!
Nach dem Sabbat, beim Anbruch des ersten Tages der Woche, kamen Maria aus Mágdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. Und siehe, es geschah ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Sein Aussehen war wie ein Blitz und sein Gewand weiß wie Schnee. Aus Furcht vor ihm erbebten die Wächter und waren wie tot. Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch den Ort an, wo er lag! Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden und siehe, er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt. Sogleich verließen sie das Grab voll Furcht und großer Freude und sie eilten zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden. Und siehe, Jesus kam ihnen entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße. Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen und dort werden sie mich sehen (Mt 28,1-12).
Gebet
Herr Jesus Christus, du hältst dein Wort. Nach deinem Wort bist du am dritten Tag von den Toten auferstanden. Das Grab konnte dich nicht zurückhalten. Du bist stärker als der Tod! Du bist ja der Sieger über den Tod, über die Sünde und den Teufel! Herr, du willst auch in uns auferstehen. Stärke unseren Glauben an deinen Sieg in uns. Rufe uns zum neuen Leben mit dir. Nimm alle Angst von uns weg. Mache uns zu glaubwürdigen Zeugen deiner Auferstehung. Sende uns deinen Heiligen Geist, damit wir Neues wagen. Heiliger Geist, du Geist des Lebens, mache uns lebendig. Sende uns aus, zu allen, die heute keine Freude und kein Leben mehr in ihren Herzen verspüren. Heiliger Geist, schaffe uns heute neu!
Persönliche Lektüre
Jesus, du lebst. Du begegnest mir an jedem Tag neu. Öffne mich für deine Gegenwart. Öffne mich für dein lebendiges Wort. Berühre mich in der Tiefe meines Herzens. Ich umarme dich und lasse mich von dir umarmen. Du schenkst mir neues Leben. Ich preise dich und lasse mich in die Freiheit führen. Halleluja.
Gedanken zur Betrachtung
Die Frauen wollten den letzten Liebesdienst an Jesus tun. Sie sind zu seinem Grab gekommen, um seinen Leichnam zu salben. Dort am Grab gab es kein Leben, keine Hoffnung mehr. Jesus war ja tot. Sie haben es selbst am Freitag erfahren. Und plötzlich mitten im Tod geschieht die Auferstehung. Die Frauen dürfen sie miterleben. Dort, wo alles abgestorben und tot zu sein scheint, entsteht neues Leben. Gott tritt gewaltig gegen den Tod auf. Die Erde bebt, der Engel Gottes kommt vom Himmel herab, wälzt den Stein vom Grab weg und setzt sich darauf. Jesus ist der Herr! Sein Grab ist leer. Alles fängt neu an…
Kenn ich die Gräber meines Lebens? Wo habe ich keine Hoffnung mehr? Wo verspüre ich kein Leben mehr? Warum? Was ist in mir geschehen? Habe ich den Mut der Frauen, die nach dem Grab Jesu sehen wollten? Haben ich den Mut allem, was tot und abgestorben in mir ist, ins Auge zu blicken? Lass ich zu, dass Gott meinem Tod ein Ende setzt: gewaltig und unwiderruflich? Glaube ich daran, dass er dies heute für mich tut?
Jesus lebt. Er ist auferstanden! Jene, die den Toten bewachen und an keine Auferstehung glauben, die im Tod bleiben wollen, erschrecken vor Angst und fallen wie tot zu Boden. Sie lassen es nicht zu! Sie wollen es nicht wahrhaben. Die Frauen hören aber aus dem Mund des Engels, dann aus dem Mund von Jesu selbst: Fürchtet euch nicht! Sie dürfen sich sagen lassen: Jesus ist auferstanden! Sie dürfen das leere Grab als Beweis seiner Auferstehung anschauen. Mehr noch, sie dürfen dem Auferstandenen Jesus selbst begegnen. Sie dürfen seine Füße umfassen und das neue Leben ans Herz drücken. Sie bleiben nicht beim Tod stehen. Sie erfahren das Leben und nehmen es an. Sie freuen sich unendlich! Jede Angst, die sie bis jetzt gelähmt hat, ist weg.
Wo bleibe ich im Tod und will mich nicht ändern? Wo will ich um jeden Preis beim Alten bleiben? Wo bewache ich meine Verletzungen und Wunden, meine Probleme und Schwierigkeiten? Wo will ich alles unter Kontrolle haben? Was will ich nicht loslassen? Will ich wirklich die Auferstehung Jesu an mir und in mir erfahren? Glaube ich daran, dass dies heut möglich ist? Wovor habe ich noch Angst? Warum? Lasse ich Jesus, mich von jeder Angst zu befreien? Bin ich wirklich frei? Kann ich mich von dem Auferstandenen umarmen lassen?
Die Frauen erfahren selbst die Auferstehung Jesu, sie erfahren den Auferstandenen persönlich. Sie werden dann beauftragt, zu den anderen zu gehen und ihnen diese Freude über das neue Leben zu verkünden. Ja, die Frauen sollen zuerst den Jüngern Jesu diese Frohbotschaft bringen: Jesus lebt! Dann dürfen sie alle in ihrer Heimat, in Galiläa, mitten in ihrem Alltag, dem auferstandenen Herrn immer wieder neu begegnen. Jetzt wird alles anders sein. Die Umstände bleiben vielleicht gleich, die Lebensverhältnisse ändern sich nicht sofort, der Alltag bleibt manchmal immer noch grau, die Jünger Jesu aber werden zu neuen Menschen, die in der Kraft Jesu alles verwandeln können. Mehr noch, sie haben den Mut, den anderen den auferstandenen Herrn zu verkünden und ihnen in den Sakramenten Anteil an seinem Sieg zu geben.
Wo erfahre ich in meinem Leben die Auferstehung Jesu? Wer hat sie mir verkündet? Was hat sie in meinem Leben geändert? Wem habe ich sie verkündet? Wie habe ich dies getan? Begegne ich jeden Tag dem auferstandenen Herrn in meiner Heimat, in meinem Herzen? Schöpfe ich daraus Kraft, um anders zu leben und Neues zu wagen? Was will ich konkret ändern, wo ein völlig anderes, neues Leben beginnen?
Lobpreis
Ruft zu dem Herrn, alle Enden der Welt!
Ehre und Dank dem, der alles erhält.
Himmel und Erde erhebt ihn und singt,
wenn sein Name erklingt.
Wir preisen dich, du hast Großes getan.
Wir kommen vor dich und beten an.
Dank sei dir, Herr, du bist unvergleichlich gut.
Mein Jesus, mein Retter,
keiner ist so wie du.
Lobpreis sei dir, jeden Tag mehr,
für deine große Liebe, Herr.
Mein Tröster, mein Helfer,
du bist mir Zuflucht und Kraft.
Alles in mir beugt sich vor dir.
Du bist hoch erhoben, Herr!
Vorsatz
Ich verkünde jemandem die frohe Botschaft vom auferstandenen Herrn!
Mein König kommt…
Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte und nach Bétfage am Ölberg kam, schickte er zwei Jünger aus und sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los und bringt sie zu mir! Und wenn euch jemand zur Rede stellt, dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen. Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist: Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist sanftmütig und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers. Die Jünger gingen und taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte. Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Kleider auf sie und er setzte sich darauf. Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf dem Weg aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm nachfolgten, riefen: Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe! Als er in Jerusalem einzog, erbebte die ganze Stadt und man fragte: Wer ist dieser? Die Leute sagten: Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa (Mt 21,1-11).
Gebet
Herr Jesus Christus, du kommst in die Stadt Jerusalem, um das Werk des Vaters zu vollenden. Du bist der wahre König des Friedens. Du bist unser König. Erfülle unser Herzen mit Freude, damit wir dich liebevoll empfangen und dir folgen können. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir dich und dein Wirken verstehen. Er erneuere unsere Beziehung zu dir, Jesus, und erfülle uns mit deinem Feuer, damit wir das Evangelium leben und bezeugen können. Komm, Heiliger Geist, komm und durchflute unsere Herzen; ruhe auf unserem ganzen Leben.
Persönliche Lektüre
Jesus Christus, du kommst jetzt in mein Herz. Ich freue mich über deine Gegenwart. Du hast Zeit für mich. Du willst bei mir bleiben, mit mir sprechen, mir helfen. Du bist so grosszügig zu mir. Sei willkommen, Herr, in meinem Leben. Dir öffne ich mich ganz. Erfülle mich mit deinem Geist, dass ich ganz Ohr für dich werde. Heiliger Geist, gib mir ein hörendes Herz. Ich werde still… Ich höre Jesus zu…
Gedanken zur Betrachtung
Die Menschenmenge freut sich über das Kommen Jesu in die Stadt Jerusalem. Sie verbindet mit ihm ihre Hoffnungen auf einen Erlöser, der sie aus der Sklaverei der Römer befreien und ihnen ein gutes Leben sichern wird. Ja, sie begrüsst ihn als den Sohn Davids, der im Namen Gottes kommt. Sie begrüsst ihn als ihren König mit diesem Fleh- oder Jubelruf «Hosanna»! Es bedeutet so viel wie «hilf doch», «rette uns», «sei gesegnet». Die Gegenwart Jesu setzt alle Menschen in Jerusalem in Bewegung. Sie freuen sich sehr, dass sie das Kommen des versprochenen Retters erleben dürfen. Sie freuen sich über den Propheten Jesus aus Nazaret!
Und ich, freue ich mich über die Gegenwart Jesu im Leben der Kirche, in meinem persönlichen Leben? Wann habe ich Jesus das letzte Mal mit Jubel und Freude empfangen? Ist die Freude über Jesus, meinen König, in meinem Leben sichtbar? Kann ich mit ihr die Menschen anstecken? Kenne ich diese echte, christliche Freude über den Sieg Jesu?
Tatsächlich reitet Jesus auf einem Esel als König in die Stadt hinein. Er ist aber eine anderer König als die Menschen sich das vorstellen. Er ist friedfertig und demütig. Er will die Herzen der Menschen erreichen und sucht nicht nach irdischer Macht und Herrschaft. Er ist der König, der am Kreuz sterben wird, ein König, der am Karfreitag von der gleichen Menschen, die ihn jetzt begrüssen, verworfen wird. Wenn wir ich heute zujubeln und ihn mit Freude empfangen, wenn wir uns vor ihm beugen und ihn mit den Palmzweigen als Sieger begrüssen, dürfen wir das nicht vergessen. Mit unseren Mänteln legen wir unsere Wünsche und Vorstellungen vor die Füsse Jesus. Mit unserem Ruf «Hosanna» erbitten wir von ihm die Rettung und das Heil für jeden Menschen. Ja, wir sind bereit, seine Herrschaft anzunehmen, wie er sie verwirklicht.
Wer ist Jesus für mich zu Beginn der Karwoche 2026? Ist er wirklich mein König? Was habe ich seiner milden Herrschaft noch nicht unterworfen? Was will ich heute zu den Füssen Jesu legen? Wenn ich heute einen Palmzweig hinter das Kreuz stecke, bekenne ich mich bewusst zu Jesus, meinem König!
Die Jünger Jesu begleiteten ihn auch auf dem Weg nach Jerusalem. Sie sangen auch das Hosanna. Und doch einer von ihnen, Judas Iskariot, entschied sich ihn zu verraten. Er tat es mit einem Kuss, mit diesem Zeichen der Freundschaft und der Liebe. Dann floh er wie auch die anderen Apostel. Jesus mussten den Weg des Kreuzes allein gehen. Verlassen sein von den Menschen, denen man so nahe ist, denen man alles anvertraut, das ist schmerzlich, das tut sehr weh. Besonders in der Karwoche rechnet Jesus mit uns. Fliehen wir nicht wie die Jünger damals, halten wir uns fest an Jesus, halten wir alles mit Jesus aus auch für jene, die es heute schwer im Leben zu tragen haben.
Halte ich heute zu Jesus? Kann ich in der Öffentlichkeit zu ihm stehen? Wo verrate ich ihn? Wo lasse ich ihn allein? Kann ich mich auch in schweren Zeiten auf Jesus verlassen? Werde ich ihn in dieser Karwoche begleiten bis zum Kreuz, bis zu seinem Sieg am Ostermorgen?
Lobpreis
Wer kann genug dich preisen
Wer tief genug sich beugen vor dir
Wessen Hand ist vor dir rein
Himmlische Majestät
Alles, was groß ist und zählt
Wird vor dir
Bedeutungslos und klein
Und ich lege meine Krone
Ich lege meinen Tag
Ich lege meine Träume und alles, was ich hab
Vor die Füße Jesu, vor die Füße Jesu
Wer kann dein Kreuz begreifen
Wer je so tief sich beugen wie du
Wer erkennt was du getan
Maßlosen Reichtum und Würde
Legtest du ab, zur Erde kamst du
Als Knecht und wurdest arm
Und ich lege meine Krone
Ich lege meinen Tag
Ich lege meine Träume und alles, was ich hab
Vor die Füße Jesu, vor die Füße Jesu
Würdig ist da Lamm, würdig ist das Lamm auf dem Thron (4x)
Tag und Nacht unaufhörlich bist du würdig allen Lobes (4x)
Und ich lege meine Krone
Ich lege meinen Tag
Ich lege meine Träume und alles, was ich hab
Vor die Füße Jesu, vor die Füße Jesu
Vorsatz
Am Gründonnerstag vertraue ich Jesus alle an, die ihn damals verraten haben und jene, die ihn auch heute verraten…
"Die Erscheinung unserer Mutter auf dem Berg von La Salette ist keine neue Lehre, sondern eine neue Gnade. Sie ist die Offenbarung der Liebe und des Mitleids, die es für uns im Himmel gibt." So drückte sich 1854 Mgr. Ullathorne, Bischof von Birmingham in England, aus. Er stellte damit die untergeordnete Rolle jeder Erscheinung und ihre Bedeutung in der Geschichte unseres Heils fest.
LA SALETTE IST KEINE NEUE LEHRE.
ES IST EIN NEUER SCHWUNG, HIN ZU DEN GRUNDLAGEN DES GLAUBENS, EINE BEGEGNUNG, DIE NICHT VERPASST WERDEN DARF, EINE GNADE, AUF DIE DRINGEND EINGEGANGEN WERDEN
Salettiner Missionshaus
Untere Waid
CH-9402 Mörschwil
Tel. 071 866 14 24
Fax 071 868 79 81
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