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Keine Privatsache
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr, außer weggeworfen und von den Leuten zertreten zu werden. Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen (Mt 5,13-16).
Gebet
Herr Jesus Christus, du selbst bist das Licht der Welt. Unser Leben wird von deinem Licht hell. So befähigst du auch uns das Licht der Welt zu sein. Erwärme und erhelle unser Leben mit der Kraft des Heiligen Geistes. Entfache uns neu in deinem Dienst, damit wir uns mit unserem Glauben nicht verstecken. Heiliger Geist, du Geist der Stärke und des Mutes, sende uns heute neu aus. Sende uns zu allen Menschen, die heute dein Licht brauchen.
Persönliche Lektüre
Teurer Jesus, du bist da für mich. Du gibst meinem Leben einen guten Geschmack. Ich freue mich über deine Gegenwart und über deine Liebe. Gut, dass es dich gibt. Erneuere mein Leben durch dein lebendiges Wort und durch deinen Heiligen Geist. Reiße mich aus meiner Gewohnheit und Gleichgültigkeit heraus, damit ich dir voll Freude folgen und zum Licht für die anderen werden kann.
Gedanken zur Betrachtung
1. Deine Privatsache?
Jesus ruft alle Menschen in seine Nachfolge. Jene, die seinem Ruf folgen, müssen Farbe bekennen. Sie können nicht sagen: Meine Beziehung zu Gott, mein Glaube ist meine Privatsache. Es ist eine persönliche Sache, aber keine Privatsache. Ich kann mich doch mit meinem christlichen Denken, Reden und Tun nicht verstecken. Ich muss als Christ ein klares Profil haben. Ich bin ja berufen, das Salz für die Erde und das Licht für die Welt zu sein. Ja, für die anderen da sein. Da muss ich klar Farbe bekennen. Und sie, die Farbe ist nicht rosarot, sondern christlich. Sie ist nicht für mich! Sie ist für die anderen da!
Wo stehe ich in der Nachfolge Jesu? Habe ich mich für ihn entschieden? Stehe ich zu ihm? Kann ich meine Beziehung zu ihm auch in der Öffentlichkeit leben? Bekenne ich mich als Christ zu Hause, in der Schule, an meinem Arbeitsplatz, auf der Straße? Wo, vor wem schäme ich mich, dass ich zu Jesus gehöre? Wie sieht mein christliches Profil aus? Arbeite ich an diesem Profil? Was tue ich, um ein klares Zeugnis für Jesus abzulegen? Tue ich das aus Liebe zu den anderen?
2. Guter Geschmack?
Das Salz ist etwas Gutes. Es gibt den Speisen einen guten Geschmack. Ohne Salz schmeckt das Essen fade. Das Salz dient auch der Konservierung, der Erhaltung der Speisen. Zu viel Salz ist auch nicht gut. Eine versalzene Suppe schmeckt nicht. Schlimm ist es aber, wenn das Salz seinen Geschmack verliert. Es taugt dann zu nichts mehr. Wir Christen sind aufgerufen einen guten Geschmack unserer Erde zu geben. Selbst mit wenig Tun geben wir dem Leben der anderen einen guten Geschmack. Wir sollen das Gute erhalten und unsere christlichen Werte leben, und uns nicht jeder Mode anpassen. Wir dürfen das Leben der Mitmenschen weder versalzen noch gedankenlos gutheißen. Das Salz in einer Wunde schmerzt, macht uns aber bewusst, dass es sie gibt.
Habe ich heute einen guten Geschmack? Was habe ich im Laufe der Zeit davon aufgeben? Wo habe ich mich an die anderen, an die Mode, an die heutige Zeit angepasst? Welche evangelischen Werte kann ich leben und verteidigen? Was will ich in meinem Glauben um jeden Preis erhalten? Bemühe ich mich darum? Welchen Geschmack gebe ich den anderen? Habe ich jemandem sein Leben versalzen? Wie? Warum?
3. Helles Licht?
Das Licht erfreut uns. Einen Stromausfall haben wir nicht gern. Wenn dann nichts mehr funktioniert, denken wir, dass die Welt untergeht. Wir sollen das Licht für die Welt sein. Ein Licht in der Finsternis. Ein Licht, das nicht im Verborgenen bleiben darf. Es muss auf den Leuchter, um allen im Haus zu leuchten, um Wärme zu schenken. Es soll ein klares uns selbstloses Licht sein. Es soll den anderen guttun, und zwar so, dass sie nicht uns, sondern unseren Vater im Himmel preisen. Es muss also ein durchsichtiges Licht sein, das auf den Vater verweist. Wir sollen im Rampenlicht stehen, das das himmlische Licht widerspiegelt.
Wer war für mich ein klares Licht auf meinem Lebensweg? Warum? Kann ich selbstlos für die anderen da sein? Für wen bin ich zu einem Licht geworden, das Orientierung, Sicherheit und Wärme schenkt? Wann verberge ich das Licht meines Glaubens? Warum? Wann stelle ich mich selbst statt Jesus in das Rampenlicht? Wo leuchte ich nur für mich selbst? Warum? Wo ist mein Licht aus? Wie kann ich es wieder anzünden?
Lobpreis
Herr, das Licht Deiner Liebe leuchtet auf,
strahlt inmitten der Finsternis für uns auf.
Jesus, Du Licht der Welt sende uns Dein Licht.
Mach uns frei durch die Wahrheit, die jetzt anbricht.
Sei mein Licht, sei mein Licht!
Jesus, Dein Licht
füll dies Land mit des Vaters Ehre. Komm Heil’ger Geist,
setz die Herzen in Brand!
Fließ Gnadenstrom,
überflute dies Land mit Liebe! Sende Dein Wort,
Herr, Dein Licht strahle auf
Herr, voll Ehrfurcht komm’ ich zu Deinem Thron,
aus dem Dunkel ins Licht des Gottessohns.
Durch Dein Blut kann ich nun vor Dir stehen.
Prüf mich, Herr, lass mein Dunkel vergehen.,
sei mein Licht, sei mein Licht!
Schau’n wir, König, zu Deinem Glanze auf,
dann strahlt Dein Bild auf unserm Antlitz auf.
Du hast Gnade um Gnade gegeben.
Dich widerspiegelnd erzähl’ unser Leben
von Deinem Licht, von Deinem Licht!
Vorsatz
Ich versuche mich öffentlich als Christ zu bekennen.
Begegnung
Als sich für die Eltern Jesu die Tage der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung erfüllt hatten, brachten sie das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn darzustellen, wie im Gesetz des Herrn geschrieben ist: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn heilig genannt werden. Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben. Und siehe, in Jerusalem lebte ein Mann namens Símeon. Dieser Mann war gerecht und fromm und wartete auf den Trost Israels und der Heilige Geist ruhte auf ihm. Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Christus des Herrn gesehen habe. Er wurde vom Geist in den Tempel geführt; und als die Eltern das Kind Jesus hereinbrachten, um mit ihm zu tun, was nach dem Gesetz üblich war, nahm Símeon das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten: Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel. Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden. Und Símeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele zu Fall kommen und aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird, – und deine Seele wird ein Schwert durchdringen. So sollen die Gedanken vieler Herzen offenbar werden. Damals lebte auch Hanna, eine Prophetin, eine Tochter Pénuëls, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. Zu derselben Stunde trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück. Das Kind wuchs heran und wurde stark, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade ruhte auf ihm (Lk 2,22-40).
Gebet
Herr Jesus Christus, du wirst zum Tempel gebracht, um Gott geweiht zu werden. Du gehörst ja zu ihm seit Ewigkeit her. Nun wirst du seinen Händen anvertraut, die dich stets begleiten werden. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir deine Gegenwart in unserem Leben erkennen können. Lass uns unsere Taufweihe leben. Schenke uns den Mut, alles in die Hand des himmlischen Vaters zu legen und für ihn zu leben. Heiliger Geist komm auf uns herab und lass uns Jesus begegnen. Öffne uns für sein Wort und seine Liebe.
Persönliche Lektüre
Lieber Jesus, du begegnest deinem Volk und offenbarst dich als das Licht für die Welt. Schenke mir neue Augen und neues Herz, dass ich dich erkenne und dir neu begegnen kann. Mach mich hellhörig für die Eingebungen des Heiligen Geistes. Schenke mir den Mut, sie zu befolgen. Heiliger Geist ruhe du auf mir.
Gedanken zur Betrachtung
Es fällt uns auf, dass Maria und Josef, Simeon und Hanna dem Gesetz Gottes treu waren. Sie haben es nicht nur gekannt. Sie haben es gelebt. So haben sie den Weg zu einer echten Begegnung mit Gott gebahnt. Josef und Maria brachten Jesus in den Tempel, um ihn nach dem Gesetz des Mose Gott darzustellen, zu weihen. Simeon war gerecht und fromm. Und die Hanna hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. All das ermöglichte eine Begegnung zwischen Jesus und seinem Volk, das Simeon und Hanna darstellten.
Kenne ich noch das Gesetz Gottes, die Zehn Gebote, das Gebot der Liebe? Bemühe ich mich darum, sie zu befolgen? Welche Gebote bzw. Gesetze Gottes habe ich aufgegeben? Warum? Betrachte ich das Gesetz Gottes als einen Weg des Glücks und der Freiheit? Welches Gebot will ich mir heute neu zu Herzen nehmen?
Es wird sehr betont, dass der Heilige Geist auf Simeon ruhte. Mehr noch, Simeon war sehr sensibel für seine Stimme: für seine Verheißungen und seine Führung. Und er gehorchte ihm. So ist er zum Tempel gegangen gerade in diesem Augenblick, als Maria und Josef das Jesuskind Gott weihen wollten. Der Heilige Geist öffnete seine Augen, so dass er in einem kleinen, fremden Kind das versprochene Heil erkennen und es als das Licht zur Erleuchtung der Heiden annehmen konnte. Er hatte das Glück, Jesus selbst in die Arme zu nehmen und an sein Herz zu drücken.
Wer ist der Heilige Geist für mich? Verlasse ich mich auf seine Führung? Lebe ich aus seiner Kraft? Höre ich auf seine Stimme? Bete ich zu ihm um seine Gaben? Wo und wie habe ich sein Wirken wahrgenommen?
Simeon und Hanna bezeugen vor allen, was sie erfahren haben. Sie können unmöglich drüber schweigen, dass sie im Jesuskind Gott selbst begegnet sind. Alle sollen erfahren, dass Gott sich seines Volkes angenommen und ihm das Heil geschenkt hat. Alle sollen in das Licht Gottes treten, um sich befreien und erlösen zu lassen, um ihr Leben hell machen zu lassen. Die Begegnung mit Jesus Christus ist die Erfüllung des menschlichen Lebens, mehr braucht man nicht. In ihm haben wir ja alles! Simeon und Hanna können die gegenwärtige Zeit erkennen und in die Zukunft sehen, die ihnen von Gott her offenbart wird.
Welche Glaubenserfahrungen habe ich in der letzten Zeit gemacht? Teile ich sie gerne mit den anderen? Welches Zeugnis von Jesus Christus gebe ich? Will ich alle mit ihm bekannt machen? Kann ich die Gegenwart im Licht Gottes interpretieren? Verbreite ich die Freude des Evangeliums? Warum nicht?
Lobpreis
„Atme in uns, Heiliger Geist, brenne in uns, Heiliger Geist,
wirke in uns, Heiliger Geist, Atem Gottes, komm!”
Komm, du Geist, durchdringe uns, komm, du Geist, kehr bei uns ein!
Komm, du Geist, belebe uns, wir ersehnen dich!
Komm, du Geist der Heiligkeit, komm, du Geist der Wahrheit.
Komm, du Geist der Liebe, wir ersehnen dich!
Komm, du Geist, mach du uns eins, komm, du Geist, erfülle uns.
Komm, du Geist und schaff uns neu, wir ersehnen dich!
Vorsatz
Ich öffne mein Herz für den Heiligen Geist und bitte ihn um seine Führung.
Willst du glücklich sein?
In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm. Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen. Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel (Mt 5,1-12a).
Gebet
Herr Jesus Christus, wir dürfen zu dir kommen. Du weist uns nicht ab. Im Gegenteil. Du hast für uns Zeit. Du schaust uns an und sprichst zu uns. Wir gut tut uns deine Gegenwart, deine Stimme! Du allein bist der Meister des Lebens. Spricht nun zu uns und zeige uns den Weg zum Glück. Erleuchte uns mit deinem Heiligen Geist, damit wir deine Worte begreifen können. Er durchbreche unsere Taubheit und öffnen unser Herz für dein Wort. Heiliger Geist, du Feuer der ewigen Liebe, entfache uns heute neu, reinige und durchglühe uns. Heiliger Geist, erfülle uns heute neu mit dem Licht deiner Wahrheit.
Persönliche Lektüre
Lieber Jesus, du sieht mein ganzes Leben. Du nimmst mich wahr. Du nimmst mich ernst. Das ist meine Freude. Auch ich will für dich da sein. Hilf mir, ganz Ohr zu sein für dich. So sehr brauche ich dein Wort. Hilf mir, dir nicht nur zuzuhören, sondern vor allem dein Wort zu beherzigen und aus ihm zu leben. Heiliger Geist, du Odem Gottes, hauche mich heute an und belebe mich. Führe mich ins Glück, das ich nur bei Jesus finden kann.
Gedanken zur Betrachtung
Jesus war glücklich. Er wollte allen Menschen, den Weg des Glücks führen. Man kann ja das eigene Glück nicht nur für sich selbst bewahren. Man sagt ja: Geteiltes Glück verdoppelt sich. Jesus spricht also die Menschen selig, das heißt glücklich. Er will, dass sie seiner Zusage trauen und mit ihrem Zutun zu ihrem Glück beitragen. Nur wenn wir den Weg Jesu zum Glück heute wagen, werden wir dieses Glück schon in diesem Leben verkosten und es einst im ewigen Leben in ganzer Fülle genießen.
Glaube ich dem Wort Jesu? Traue ich seinem Weg? Will ich wirklich glücklich sein? Bin ich arm vor Gott? Lasse ich mich von Jesus beschenken? Glaube ich daran, dass Jesus es gut mit mir meint und mich glücklich machen will? Wann fühlte ich mich bei ihm glücklich? Wie trage ich zu meinem Glück bei? Bin ich bereit den Weg zum Glück mit Jesus zu gehen?
So sagen wir, wenn alles letztendlich gut ausfällt. Die Welt betrachtet die Situationen, die Jesus in seinen Seligpreisungen anspricht als Unglück. Wer will in der heutigen Welt das Glück mit Armut, Trauer, Bemühung, Verfolgung, Beschimpfung, Reinheit und Barmherzigkeit verbinden? Menschen, die mit diesen Situationen zu tun haben, bezeichnen wir meistens als unglücklich. Und gerade sie preist Jesus selig, glücklich! Er nimmt die Wirklichkeit der Menschen ernst und verkündet uns Glück im Unglück. Seine Macht hat eben das letzte Wort!
Was erlebe ich heute? Was, wer gibt mir heute zu schaffen? Worunter, woran leide ich? Habe ich den Mut, mit allem zu Jesus zu kommen? Kann ich ein Glück selbst im Unglück erkennen? Bin ich trotzt allen Schwierigkeiten bereit, Jesus treu zu bleiben, gegen den Strom zu schwimmen? Wann habe ich das Glück in Armut, Trauer, Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Frieden, Verfolgung erfahren?
Man kann sich das Glück ohne Freude und Jubel nicht vorstellen, selbst, wenn wir sie nach außen her nicht zeigen. Diese Freude zeichnet aber den ganzen Menschen. Sie ist die Sache des Herzens. Sie erfüllt den ganzen Menschen. So ist es auch mit den Seligpreisungen Jesu. Sie sind nicht verschiedene Wege, die man wählen soll, um glücklich zu werden. Vielmehr sind sie alle eine Mentalität, die die Jünger, die Glücklichen, auszeichnet.
Kann ich mich an Gott freuen? Kann ich vor Jesus auch dann jauchzen, wenn sich den Eindruck haben, dass sich alles gegen mich wendet? Bin ich ein fröhlicher Mensch? Was gibt mit Freude im Glauben? Wo fehlt es mir an der Freude? Warum? Kann ich mich mit den Fröhlichen freuen? Wann habe ich eine echte, spontane Freude erfahren? Habe ich mich dafür bedankt? Kann ich voll Freude vor Gott tanzen?
Lobpreis
Mein Blick richtet sich auf zu den Höh`n
Von wo mir Hilfe naht
All meine Hilfe such` ich in ihm
Gott der Barmherzigkeit
Hab` ich mich verlaufen, so suchst du mich Herr
Hältst mich in deinem Arm
In meinem Schmerz begegnest du mir
Nimmst mich bedingungslos an.
Selig die Barmherzigen, die in der Liebe sind
Denn sie werden Erbarmen finden.
Wenn nicht du die Schuld vergibst,
Wer könnte vor dir besteh`n
In der Vergebung liegt alle Kraft
Die Kraft die uns fähig macht
Die Schuld ist getragen von Gottes Sohn
Steigt von den Toten herauf
Sein Heiliger Geist lässt es uns hör`n
„Jesus ist der Herr“
Und jede Angst, sie weicht vor ihm
Denn er hat dich befreit
Vertraue auf die Kraft des Herrn
Er lebt für alle Zeit
Vorsatz
Gott ist die Freude meines Lebens! Ich versuche diese Wahrheit im Gebet zu erfahren.
Ein Licht in meinem Dunkel
Als Jesus hörte, dass Johannes ausgeliefert worden war, kehrte er nach Galiläa zurück. Er verließ Nazaret, um in Kafárnaum zu wohnen, das am See liegt, im Gebiet von Sébulon und Náftali. Denn es sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesája gesagt worden ist: Das Land Sébulon und das Land Náftali, die Straße am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa: Das Volk, das im Dunkel saß, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen. Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach. Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus nach. Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden (Mt 4,12-23).
Gebet
Herr Jesus Christus, du kommst zu uns. Du allein bist das Licht der Welt, das unsere Finsternis zu erhellen vermag. Ja, du machst alles hell, du schaffst alles neu! Wir freuen uns über dein Kommen zu uns. Befreie uns von der Angst vor deinem Licht. Mache uns offen für deine Gegenwart und dein Wirken. Hilf uns umzukehren zu dir! Erfülle uns neu mit dem Heiligen Geist, der uns ans Licht führt. Heiliger Geist, du Feuer der ewigen Liebe Gottes, entfache uns heute neu. Befreie uns von uns selbst, damit wir ganz für dich und für Jesus da sein können. Heiliger Geist, komm auf uns herab und wirke unter uns!
Persönliche Lektüre
Jesus, du nimmst dir Zeit für mich. Ich bin für dich wichtig. Du kennst mich und weißt ganz genau, wie nötig ich dich habe. Ich kann über deine Liebe nicht genug staunen. Ich will dich aufnehmen. Befähige mich dazu durch deinen Heiligen Geist. Du, Geist der Stärke und des Rates, sei nun bei mir. Führe mich in das Licht Jesu.
Gedanken zur Betrachtung
Jesus hat sich entschieden alles zu verlassen: seine Familie, seine Freunde, seine Heimatstadt Nazaret. Warum? Um in Kafarnaum zu wohnen, um mit mir zu wohnen. Er hat alles verlassen, um sein Licht zu allen zu bringen, die es bitter nötig haben, die im Dunkel leben und im Schattenreich des Todes wohnen. Er hat ja alles für mich verlassen. Er will mich in meiner Heimat finden, mit mir wohnen und Freundschaft mit mir schließen. Mehr noch, er will eine Liebesbeziehung zu seiner Kirche, zu meiner Seele. Er ist ja der Bräutigam!
Freue ich mich wirklich darüber, dass Jesus selbst zu mir kommt? Bin ich dafür dankbar, dass er alles gerade für mich verlassen hat? Habe ich Zeit für ihn? Lasse ich ihn bei mir wohnen? Lebe ich mit ihm? Bin ich sein(e) Freund(in)? Kann er auf mich zählen? Liebe ich Jesus? Bekenne ich ihm meine Liebe?
Mit Tausenden Lichtern haben wir tagtäglich zu tun. Wir haben sie gern. Wir regen uns sehr auf, wenn der Strom nur für einen kurzen Augenblick ausfällt. Andererseits sehnen wir uns nach einem Licht, das unserer inneren Finsternis, dem inneren Tod ein Ende setzt. Wir spüren, dass jede Sünde uns von Gott, dem wahren Licht trennt. Wir spüren, dass wir damit Orientierung verlieren. Mehr noch, wir erfahren, dass die Sünde den Tod mit sich bringt. Es gibt ja viele heidnische Bereiche in unserem Leben, die mit dem Evangelium wenig oder gar nichts zu tun haben. Darum bietet uns Jesus sein Licht an, mit dem er unser Leben wieder hell machen will. Ja, er fordert uns auf, umzukehren und sein Reich anzunehmen. Nur so wird Jesus ein Licht für alle unsere Wege!
Wo ist es finster in meinem Leben? Wo lasse ich das Licht Jesu nicht hinein? Warum? Habe ich mir überlegt, was die Sünde in mir bewirkt? Spüre ich noch die Hässlichkeit und die Schrecklichkeit der Sünde? Will ich sie Jesus anvertrauen? Wann hat Jesus das letzte Mal mein Leben hell gemacht? Wie habe ich mich danach gefüllt? Lebe ich im Licht Jesu? Erbitte ich sein Licht bei allen meinen Entscheidungen?
Von den ersten Aposteln heißt es: Sie ließen ihre Netze, sie verließen das Boot und ihren Vater und folgten Jesus. Mehr noch, sie taten es sofort, sogleich. Warum denn? Warum setzten sie alles aufs Spiel? Warum wagten sie alles? Sie haben etwas von der barmherzigen Liebe Jesu verstanden. Sie wollten sie nicht ohne Antwort lassen. Sie taten es für Jesus. Mehr noch, sie haben erfahren, wie uns der Evangelist Lukas berichtet, dass Jesus alles kann, dass er sich im Fischen besser auskennt als sie erfahrene Fischer! Letztendlich sollten sie Fischer bleiben aber auf einer ganz anderen Ebene: Sie sollten von da an Menschenfischer werden.
Kenne ich Jesus? Höre ich seine Stimme im Arbeitsalltag? Habe ich Zeit dafür? Was würde ich für Jesus heute lassen, wen verlassen? Bin ich heute bereit, alles und alle für Jesus zu verlassen? Warum nicht? Ist Jesus wirklich alles, was ich brauche? Setze ich mich für seine Sache ein? Wie folge ich Jesus? Was mache ich lieber morgen als sofort? Warum?
Lobpreis
Licht dieser Welt Du strahlst in unserer Nacht auf
Leuchtest den Weg lässt mich sehn
Herr Deine Schönheit lässt mich anbeten
Ewig werd’ ich vor Dir stehn
Ich will Dich anbeten
Will mich vor Dir beugen
Will Dir sagen Du nur bist mein Gott
Denn Du allein bist herrlich
Du allein bist würdig
Du nur bist vollkommen gut zu mir
Herr aller Zeiten Du bist hoch erhaben
Herrlich im Himmel erhöht
Doch voller Demut kamst Du auf diese Erde
Zeigst worin Liebe besteht
Herr nie begreife ich die Last,
die Du am Kreuz getragen hast
Vorsatz
Ich entscheide mich sofort, Jesus in meinen heidnischen Lebensbereichen wohnen zu lassen und sie von ihm hell machen zu lassen.
Das Lamm Gottes kennen
In jener Zeit sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt! Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, damit er Israel offenbart wird. Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen und auf ihm bleiben siehst, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. Und ich habe es gesehen und bezeuge: Dieser ist der Sohn Gottes (Joh 1,29-34).
Gebet
Herr Jesus Christus, du bist in unserer Mitte und wir erkennen dich einfach nicht. Wir sehen viel zu oft nur das Äußere und bleiben für dein Geheimnis blind. Schenke uns wie Johannes damals deinen Heiligen Geist, damit auch wir dich erkennen können. Mach uns sehend für deine Gegenwart und hellhörig für deine Stimme. Komm herab, Heiliger Geist, und bete du in uns. Mach unsere Herzen brennen, damit wir die Geheimnisse Gottes durchdringen und im Glauben gestärkt werden. Bete du in uns und entfache uns neu mit dem Feuer deiner Liebe.
Persönliche Lektüre
Jesus, ich will dich besser kennen lernen, dich mehr lieben und dir eifriger folgen. Nur du kannst mir die Kraft dazu schenken. Auf dich vertraue ich. Sei mir nun nahe, wenn ich zu dir komme und auf dich hören will. Öffnen meine Ohren und mein Herz, dass ich dein Wort beherzige und aus ihm jeden Tag neu lebe.
Gedanken zur Betrachtung
Johannes der Täufer hat Jesus etwa 30 Jahre gekannt. Er war ja sein sechs Monate älterer Cousin. Sie haben sicher miteinander gespielt und geredet. Und doch kannte Johannes der Täufer Jesus eigentlich nicht. Er selbst gibt das zu. Ja, Johannes hat das Geheimnis Jesu, das er in seinem Herzen barg, lange nicht erkannt. Er war seinen Augen verborgen. Das Äussere und das Alltägliche stören uns oft die Geheimnisse Gottes durchzudringen. Erst wenn jemand ein echtes Zeugnis von sich selbst ablegt, lernen wir ihn wirklich kennen. Wer kann aber selbst das eigene Geheimnis in Worte fassen?
Wie lange kenne ich schon Jesus? Wer ist er für mich? Lebe ich mit ihm meinen Alltag? Habe ich mich an ihn gewöhnt? Lerne ich ihn immer besser kennen? Höre ich auf sein Zeugnis? Ist Jesus für mich das grösste Geschenk des Vaters? Schätze ich ihn? Nehme ich ihn jeden Tag neu wahr? Nehme ich ihn ernst?
Johannes der Täufer hat zugegeben, dass er Jesus erst bei seiner Taufe erkannt hat. Nicht aus eigener Kraft und Intelligenz, sondern dank dem Heiligen Geist war ihm das möglich. In ihm hat er ein Erkennungszeichen bekommen. In ihm konnte er es wahrnehmen. Der Heilige Geist selber ist auf Jesus sichtbar in der Gestalt einer Taube herabgekommen. So glaubt Johannes dem Geist Gottes und bezeugt Jesus vor den Menschen. Das Erkannte und Erfahrene will er weitergeben. Alle sollen ja Jesus im Geist und in der Wahrheit erkennen.
Höre ich auf den Geist Gottes und seine Verheißungen? Glaube ich ihm? Bete ich jeden Tag um seine Gaben? Lass ich mich von ihm leiten und begleiten? Öffne ich ihm mein Herz, damit er meine Augen für Jesus öffnen kann? Wann habe ich sein Wirken gespürt? Was ließ er mich in der letzten Zeit erkennen? Bin ich dafür dankbar?
Johannes der Täufer hat das tiefe Geheimnis Jesu erkannt: Jesus ist das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt. Er ist der Sohn Gottes. Bis heute bezeugen wir in jeder Eucharistiefeier vor der Heiligen Kommunion dieses innigste Geheimnis Jesu: Seht, das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt. Wir müssen es neu lernen und begreifen. Wir dürfen Jesus nicht auf ein Vorbild, einen guten Menschen, einen Revolutionären oder auf unseren Bruder reduzieren. Er ist viel mehr als das!!! Er gibt als Lamm sein Leben für mich hin! Er rettet mich von meiner Sünde. Er schenkt mir das Leben, das ewige Leben. Jawohl, er ist der Sohn Gottes.
Welche Namen gebe ich Jesus gern? Warum? Ist er für mich vor allem das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt? Nehme ich seine Vergebung und Befreiung immer wieder in Anspruch? Bin ich ihm dafür dankbar? Was tue ich, um Jesus das Leiden zu ersparen? Lerne ich von ihm, mein Leben für die anderen hinzugeben?
Lobpreis
Heilig, heilig, das Lamm Gottes
Das geopfert ist
Lob und Ehre sei dir, dem König
Auf dem Gnadenthron
Heilig, heilig, heilig
Ist der Herr, Gott, allmächtig
Der war und ist und der da kommt
Die ganze Schöpfung singt und
Preist dich, den König
Du bist mir alles, Herr
Und ich will dich ehren
Wenn dein Name auch nur erwähnt wird
Wirkst du Wunder unter uns
Jesus, in deinem Namen
Ist die Kraft zum Leben
Welch ein Geheimnis öffnet sich
Deine Schönheit ist unbeschreiblich
Dein Licht strahlt heller als die Sonne
Lobpreis und Ehre, Weisheit
Und Macht sei dir allein
Nur dir, dem einzig wahren Gott
Vorsatz
Ich versuche bewusst zu beten bzw. zu singen: Das Lamm Gottes… vor der Heiligen Kommunion.
Getauft sein
In jener Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm: Ich müsste von dir getauft werden und du kommst zu mir? Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu! Denn so können wir die Gerechtigkeit ganz erfüllen. Da gab Johannes nach. Als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf. Und siehe, da öffnete sich der Himmel und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe (Mt 3,13-17).
Gebet
Herr Jesus Christus, du beginnst dein öffentliches Wirken mit der Taufe im Jordan. Dein Vater salbt dich mit dem Heiligen Geist und bestätigt dich als seinen geliebten Sohn. Aus dieser Salbung und aus dieser Beziehung heraus wagst du das Evangelium zu verkünden und die Menschen zu erlösen. Lass uns das Geschenk der Taufe neu entdecken und aus dieser Gnade heraus als Kinder Gottes leben. Entfache uns neu und sende uns aus in der Kraft deines Geistes. Heiliger Geist, durchflute uns mit deinem Feuer und deiner Liebe.
Persönliche Lektüre
Jesus, hast das Wasser geheiligt, in dem ich getauft wurde. Du hast mich mit dem Vater versöhnt. Nimm mich an die Hand und führ mich in die Arme des Vaters. Lass mich erfahren, dass ich ein geliebtes Kind Gottes bin. Öffne mich für dein Wort und verwandle mein Herz. Heiliger Geist, bete du in mir und erfreu mich in Gott, meinem Vater! Ich werde ruhig und still… Herr, ich bin ganz da für dich…
Gedanken zur Betrachtung
Jesus ist in die Wasser des Jordans hinabgestiegen, um das Wasser für uns zu heiligen. Im Jordan hat er unsere Sünden auf sich genommen, um die Gerechtigkeit des Vaters ganz zu erfüllen, um uns zu erlösen. So hat er auch nach seiner Taufe keine Sünden bekennen müssen, weil er ja ohne Sünde war. Das Wasser der Taufe, das Weihwasser wäscht uns rein von jeder Sünde. Gott reinigt und heiligt uns, damit wir als seine Kinder leben können. Er schenkt uns unsere Würde, die wir durch die Sünde verloren haben, zurück. Wir sind seine Heiligen, seine geliebten Kinder. Wenn wir Weihwasser gebrauchen, sollen wir uns bewusst machen, dass wir ein heiliges Leben führen sollen. Wir sollen uns immer wieder neu darin reinigen lassen und das Weihwasser als Schutz vor dem Bösen bewusster gebrauchen.
Bin ich Gott für meine Taufe dankbar? Freue ich mich darüber, dass ich sein Kind sein darf? Bemühe ich mich als Kind Gottes zu leben, heilig zu sein? Gebrauche ich bewusst das Weihwasser, um mich von lässlichen Sünden zu reinigen, um mich an Gott, meinen Vater zu erinnern? Ist das Weihwasser ein starker Schutz für mein alltägliches Leben?
Bei der Taufe Jesu ist der Heilige Geist in der Gestalt einer Taube auf ihn herabgekommen. Er hat ihn ganz und gar erfüllt, er ruhte auf ihm. In seiner Kraft konnte Jesus den Willen des Vaters, seine Sendung erfüllen. Durch den Geist Gottes spürte Jesus, dass der Vater immer bei ihm war. Darum tat er Gutes und heilte die Menschen, er rettet uns aus der Macht der Sünde und aus der Gewalt des Teufels (Apg 10,38). Durch die Taufe wurden auch wir zum Tempel des Heiligen Geistes. Er gibt uns Kraft, Böses zu meiden und Gutes zu tun. Er betet in uns und gießt die Liebe des Vaters in unseren Herzen aus. Er führt und leitet uns auf dem Weg des Heils. Vielleicht ist es sinnvoll, die eigene Taufkerze anzuzünden und den Geist Gottes in mein Leben neu einzuladen…
Lasse ich den Heiligen Geist in mir wirken oder lösche ich ihn aus? Wie erfahre ich das Wirken des Heiligen Geistes in meinem Leben? Bete ich zu ihm? Kann ich meine Leben seiner Führung überlassen? Wo soll mich heute der Heiliger Geist beleben, ja neu schaffen?
Gott, der Vater bestätigt Jesus als seinen geliebten Sohn, an dem er sein Gefallen gefunden habe. Wenn der Mensch gute Worte hört und im Dialog mit Gott und den anderen bleibt, kann er leben. Sonst wird das Leben unerträglich und behindert uns in unserer Entwicklung. Gott hat immer ein gutes Wort für uns. Wenn wir mit ihm täglich im Kontakt bleiben, heilt er unsere Wunden, die uns durch alle schlechten Worte geschlagen wurden, die die Mitmenschen zu uns gesprochen oder gar uns angeschrien haben. Als Christen sind wir zur Gemeinschaft mit Gott und miteinander berufen. Wir sollen uns auch aneinander freuen und füreinander da sein. Wo die Gemeinschaft, ja der Geist der Familie in der Kirche nicht erfahrbar und erlebbar ist, dort nehmen die Christen ihre Taufe nicht erst.
Welches Wort von Gott hat mich kürzlich angesprochen, ja betroffen gemacht? Habe ich Zeit Gottes Wort zu hören, zu betrachten? Pflege ich meine Beziehung zu Gott? Welche Worte spreche ich zu den anderen? Wann gebrauche ich Schimpfwörter? Warum? Bemühe ich mich darum, gute Worte zu sprechen? Heiße ich die Mitmenschen in meiner Familie, in meiner Kirchgemeinde willkommen?
Lobpreis
Durchflute mein Herz, durchflute mein Herz. Geist Gottes, durchflute mein Herz!
In dir find ich Ruh. mein Alles bist du.
Geist Gottes, durchflute mein Herz!
Vorsatz
Ich versuche mehr Dialog mit Gott und mit den anderen zu pflegen.
Gottes und unsere Gaben
Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, siehe, da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohepriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Christus geboren werden solle. Sie antworteten ihm: in Betlehem in Judäa; denn so steht es geschrieben bei dem Propheten: Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach dem Kind; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige! Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land (Mt 2,1-12).
Gebet
Herr Jesus Christus, du bist zu uns als Kind gekommen. Du hast diesen Weg gewählt, um dich uns Menschen zu offenbaren, um vor unseren Augen zu erscheinen. Dein Licht leuchtet allen Menschen ohne Ausnahme. Alle, die deinen Stern sehen und sich auf den Weg machen, dürfen dir begegnen. Auch wir wollen dich heute mit den drei Weisen vom Osten besuchen. Mit ihnen wollen wir dich als unseren König erkennen und anbeten. Hilf uns dazu! Schenke uns deinen Heiligen Geist, dass wir den Weg zu dir nicht verfehlen. Er mache unsere Augen sehend und unsere Herzen fühlend, damit wir dich wahrnehmen und anbeten können. Heiliger Geist, durchglühe unsere Herzen mit großer Sehnsucht nach Jesus.
Persönliche Lektüre
Jesus, du ladest mich zu dir ein. Ich darf dich besuchen und dir neu begegnen. Ich freue mich sehr darüber. Ich komme gerne zu dir. Schön, dass es dich gibt. In Betlehem, im Haus des Brotes, sollen wir einander begegnen. An jedem Altar der Welt ist das Haus des Brotes. Danke, Herr, dass ich das Mahl der Liebe mit dir feiern darf. Danke für das lebendige Brot, für dich selbst in der Heiligen Kommunion. Vor dir beuge ich meine Knie und bete dich an.
Gedanken zur Betrachtung
Wenn wir einen Besuch bei jemandem machen, dann bringen wir meistens ein kleines Geschenk mit. Das haben auch die drei Weisen vom Osten getan. Sie haben das Jesuskind mit dem beschenkt, was sie selber besassen. Betrachten wir heute ihre Geschenke und überlegen wir uns, was wir selbst Jesus schenken können. Das Gold schenkten die Weisen Jesus. Das Gold bedeutet Reichtum. Damit ehrten die Weisen Jesus als ihren König. Was sie selbst vielleicht geerbt, erarbeitet, erspart haben, das schenkten sie dem anderen! Was für ein Gold besitze ich? Das Gold der Güte und der Menschenfreundlichkeit. Es ist kostbarer und wertvoller als alle Goldstäbe der Welt! Jedes gute Wort, jede gute Tat, jede geleistete Hilfe, jede zärtliche Zuwendung usw., usf. ist reines, feines Gold, das ich dem Jesuskind schenken kann.
Womit komme ich zu Jesus? Denke ich daran, ihm etwas zu schenken, wenn ich ihn in seinem Haus, in der Kirche besuche? Was kann ich Jesus schenken? Was ist mein Gold heute? Lege ich selbst die „Brocken“ meiner Güte und Menschenfreundlichkeit zu seinen Füssen? Was für Gutes habe ich heute getan? Schenke ich es Jesus, um ihm für diese Gnade zu danken? Welchen Reichtum will ich für mich selbst behalten?
Die Sterndeuter schenkten Jesus Weihrauch. Bei größeren Festen gebrauchen wir in der Kirche Weihrauch. Warum denn? Der Weihrauch ist ein Symbol des Göttlichen. Er steigt zum Himmel hinauf, wo Gott wohnt. Er verhüllt etwas. Wir können Gott nicht in Worte fassen, wir können ihn mit den Händen nicht anfassen und festhalten. Er bleibt immer der geheimnisvolle Gott. Der Weihrauch verbreitet einen Duft, der uns an die Süße und Milde Gottes erinnert. Mit dem Weihrauch bringen wir unsere Sehnsucht nach Mehr, ja, nach Gott selbst zum Ausdruck. Wir verlangen nach einem König, nach einem Hirten, der uns behütet und rettet, der uns Heil bringt. Sein Name ist Jesus.
Wer ist Gott für mich? Suche ich nach ihm wie die drei Weisen von Osten? Bin ich bereit, mich zu bemühen, um dem geheimnisvollen Gott näher zu kommen? Lasse ich Gott Gott sein? Lasse ich mich auf der Suche nach Gott vom Wort Gottes leiten? Nehme ich auch dabei die Hilfe der Mitmenschen in Anspruch? Wo und wie habe ich einfach gespürt, dass Gott da war? Bete ich ihn an?
Myrrhe war die dritte Gabe der Könige für Jesus. Myrrhe ist das wohlriechende Harz, das ähnlich wie Weihrauch aus der Rinde von Balsambäumen und -sträuchern gewonnen wird. Myrrhe ist ein uraltes Rauchopfer, Parfüm und ein wichtiges Heilmittel. Man hat sie oft bei der Bestattung gebraucht. Sie verweist auf die Menschwerdung Gottes. Gott wurde Mensch: verletzlich, zerbrechlich und sterblich. Er ist in Jesus zur Welt gekommen, um uns aus unserer Sündhaftigkeit, Zerbrechlichkeit, Krankheit zu retten, uns zu heilen. Er ist gekommen, um uns aus dem Tod zu retten.
Nehme ich mein Menschsein in allen seinen Dimensionen an? Wo habe ich erfahren, wie verletzlich und zerbrechlich ich bin? Kann ich dem Jesuskind mein Versagen, meine Sünde, meine Hinfälligkeit, meine Krankheit, mein Alter schenken? Kann ich sie ganz loslassen und in die Hände Jesu legen? Wo und wie habe ich das Heil Gottes erfahren? Bin ich Gott dankbar, dass er mir nicht nur etwas, sondern alles schenkt: seinen eigenen Sohn?
Lobpreis
Herbei, o ihr Gläub’gen, fröhlich triumphieret,
o kommet, o kommet nach Bethlehem;
sehet das Kindlein, uns zum Heil geboren!
O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten,
o lasset uns anbeten den König, den Herrn!
Der König der Ehren, Licht vom ewgen Lichte,
verschmäht nicht zu ruhn in Marien Schoß,
Gott, wahrer Gott, von Ewigkeit geboren!
O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten,
o lasset uns anbeten den König, den Herrn!
Kommt, singet dem Herren, o ihr Engelchöre,
frohlocket, frohlocket, ihr Seligen!
Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden!
O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten,
o lasset uns anbeten den König, den Herrn!
Geboren auf Erden heute für uns Menschen,
dir, Jesu, sei Ehre und Preis und Ruhm,
dir, Fleisch gewordnes Wort des ewgen Vaters!
O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten,
o lasset uns anbeten den König, den Herrn!
Vorsatz
Ich nehme mir vor jedem Gottesdienst Zeit, um Jesus meine „Geschenke“ zu geben.
Im Herzen bewahren
In jener Zeit eilten die Hirten nach Betlehem und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie von dem Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde. Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war. Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, bevor das Kind im Mutterleib empfangen war (Lk 2,16-21).
Gebet
Maria, Muttergottes, als deine Kinder kommen wir zu dir zu Beginn des neuen Jahres. Wir wollen es mit dir anfangen und uns von dir zu begleiten wissen. Du wurdest auserkoren, Muttergottes zu werden. Du hast zu dieser Aufgabe dein freiwilliges Ja gesagt. Du hast es auch dein Leben lang gelebt. Wir bitten dich, hilf uns für den Heiligen Geist wie du ganz offen zu sein! Hilf uns, auf ihn zu hören und aus seiner Kraft jeden neuen Tag zu leben. Heiliger Geist, sei du unser Begleiter und Führer im neuen Jahr. Hilf uns, alles in der Gegenwart Jesu Christi zu denken, zu reden und zu tun. Heiliger Geist, durchglühe uns neu mit deiner Kraft und Liebe.
Persönliche Lektüre
Maria, meine Mutter. Du bist Muttergottes. Schenke mir Jesus für jeden Augenblick des neuen Jahres. Lehre mich, mit ihm zu leben, zu lachen und zu weinen. Maria, sei mir ganz nah. Schau liebevoll auf mich, dein Kind und lass mich nie allein. Nur mit dir will ich alles wagen! Dieses Jahr, das der Herr mir schenkt, wird mit dir ganz anders sein. Hilf mir dazu! Jesus ich bin dein und du bist mein. Das genügt mir.
Gedanken zur Betrachtung
Wir hören gerne zu, wenn andere etwas Interessantes zu erzählen haben besonders, wenn sie etwas selbst erlebt haben. Sie erzählen uns voll Begeisterung von ihren eigenen Erlebnissen. Sie lassen uns spüren, was sie dabei bewegt hat, wie sie reagiert haben, wie sie jetzt das Erfahrene einschätzen. Ich meine, gerade so waren die Hirten an der Krippe, in der das Jesuskind lag. Maria und Josef hörten ihnen zu. Sie haben nun auch von den Fremden erfahren, dass das kleine Kind, das vor wenigen Stunden zur Welt gekommen ist, der Retter der Welt sei. Sie haben wieder über die Engel gehört, denen sie selbst begegnet sind. Sie haben vernommen, dass das Zeichen eines Kindes in der Krippe, alles bestätigt und für alle zu grosser Freude wird. Die Hirten erzählten das Gehörte und das Erfahrene. Sie wollten es nicht für sich selbst behalten.
Kann ich noch in meiner hektischen Welt auf Gott und seine Boten hören? Habe ich in der vergangenen Silvesternacht seine Stimme gehört? Was sagte sie mir? Glaube ich dem Wort Gottes? Lese ich gerne die Bibel? Suche ich darin den lebendigen Gott, der mich durch das Leben begleiten will? Wie habe ich Gott in den letzten Tagen erfahren? Spreche ich gerne über Jesus, den Retter der Welt? Habe ich den Mut, zu meinem Freund Jesus zu stehen? Kann ich über meine Glaubenserfahrungen mit den anderen sprechen? Bin ich davon überzeugt, dass sie die anderen im Glauben stärken bzw. sie zum Glauben führen können? Wann verschweige ich Gott und sein Wirken in meinem Leben? Warum?
Maria hörte den Hirten zu. Sie bewahrte ihre Worte und alles, was damals geschehen war in ihrem mütterlichen Herzen. Das war ihr kostbarer Schatz. Er hat ihren Glauben bestätigt und geprägt. Er war das Herzstück ihrer Pilgerschaft im Glauben. Mehr noch, sie dachte darüber nach. Sie betrachtete immer wieder diesen Schatz von Worten und Ereignissen und schöpfte daraus ein Licht für den weiteren Weg. Wortwörtlich heißt es im Text nicht nachdenken, sondern zusammenlegen. Das im Glauben gehörte legte sie mit dem Geschehenen zusammen. Beide entsprachen einender. Dies erfüllte ihr Herz mit Freude und stärkte sie für den nächsten nicht einfachen Schritt: Die Flucht nach Ägypten.
Kann ich zuhören, ohne zu unterbrechen? Bewahre ich die Worte Gottes wirklich in meinem Herzen? Schreibe ich mir auf oder unterstreiche ich in der Bibel die Worte Gottes, die für mich besondere Bedeutung haben? Kehre ich immer wieder zu ihnen zurück? Sind sie auch für mich ein Licht für den weiteren Lebensweg? Lebe ich meinen Glauben im Alltag? Habe ich Zeit zur Betrachtung? Was ließ mich Gott in der vergangenen Woche (im vergangenen Jahr) erkennen? Welche Erfahrungen stärkten meinen Glauben und gaben mir Kraft, mit Gott weiterzugehen?
Wir wissen nicht, wie lange die Hirten bei der Krippe geblieben sind. Sie waren einfach da. Sie erzählten und staunten. Sie konnten sich nicht genug satt sehen am göttlichen Kind in der Krippe. So meine ich, nahm Maria das Jesuskind und legte es vertrauensvoll in die Armen jedes Hirten. Sie teilte ihr Glück mit jenen, die einen Zugang durch ihren Gehorsam zu diesem Kind gefunden haben. Sie traute ihnen zu. Sie vertraute ihnen Jesus an. Mit Zärtlichkeit und Liebe nahmen die Hirten das Jesuskind entgegen und es wurde ihnen ums Herz warm. Kein Wunder, dass sie mit Lob und Preis nach Hause gingen! Gott hat auch für sie Großes getan! Gott sei Lob, Ehr und Preis.
Habe ich Zeit, bei Jesus zu verweilen? Kann ich über Gott staunen? Kann ich seine Art und Weise, wie er sich uns zeigt, annehmen? Habe ich den Mut, das Jesuskind in meine Arme zu nehmen und an mein Herz zu drücken? Glaube ich daran, dass Jesus selbst in jeder Kommunion zu mir kommt? Staune ich darüber, dass er auch mir alles zutraut? Wie reagiere ich, wenn Jesus sich mir anvertrauen will? Lasse ich es zu? Lobe und preise ich Gott, der für mich Mensch wurde und mit mir wohnen will? Freue ich mich echt darüber, dass Jesus einfach bei mir ist? Ist es auch mir in seiner Gegenwart ums Herz warm?
Lobpreis
Wunder geschehen, wenn Du sprichst.
Alles ist möglich, wenn du hier bist.
Nichts bleibt wie es ist, weil Dein Name unser Leben ist.
Wir lieben Deinen Namen,
Wir lieben Deinen Namen
und wir hören nicht auf, wir hören nicht auf,
wir hören nicht auf zu singen!
Wer einst Bettler war, wird reich
und den Kranken schenkst du heil.
Waisenkindern reichst du Deine Hand und trägst sie heim.
Es ist recht dich zu lieben, Herr.
Es ist recht dich zu loben, Herr.
Es ist recht dich zu lieben, Herr,
denn niemand kommt Dir gleich.
Vorsatz
Ich erzähle Maria, meiner Mutter, von dem, was ich gerade erlebe.
Eine starke Familie
Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien dem Josef im Traum ein Engel des Herrn und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten. Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. Dort blieb er bis zum Tod des Herodes. Denn es sollte sich erfüllen, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen. Als Herodes gestorben war, erschien dem Josef in Ägypten ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und zieh in das Land Israel; denn die Leute, die dem Kind nach dem Leben getrachtet haben, sind tot. Da stand er auf und zog mit dem Kind und dessen Mutter in das Land Israel. Als er aber hörte, dass in Judäa Archelaus an Stelle seines Vaters Herodes regierte, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Und weil er im Traum einen Befehl erhalten hatte, zog er in das Gebiet von Galiläa und ließ sich in einer Stadt namens Nazaret nieder. Denn es sollte sich erfüllen, was durch die Propheten gesagt worden ist: Er wird Nazoräer genannt werden. (Mt 2,12-15.19-23)
Gebet
Heilige Familie, wache über unseren Familien! Lehre uns echte Liebe und festen Zusammenhalt. Hilf uns verzeihen und immer wieder neu anfangen. Mache uns dankbar für jede Geste der Zärtlichkeit und Geborgenheit, die wir einender schenken. Öffne unsere Augen für die Gegenwart Gottes in unserem Leben. Erbitte uns die Gaben des Heiligen Geistes, damit wir den Plan Gottes bezüglich Familie beherzigen und leben können. Heiliger Geist, führe uns in die volle Wahrheit, mach uns alle eins mit dir und untereinander.
Persönliche Lektüre
Jesus, du bist Mensch geworden und hast unter uns gewohnt. Du warst ein Kind in einer menschlichen Familie. Du willst auch in mir und mit mir wohnen. Komm nun in mein Herz herein und bleibe bei mir. Erwärme mich mit deiner Liebe und schenke mir deinen Heiligen Geist. Ich bin ganz für dich da. Sei du auch bei mir und hilf mir, dein Wort zu betrachten und umzusetzen.
Gedanken zur Betrachtung
Mit ihnen beginnt eine Familie. Eigentlich musste man das bis vor Kurzem nicht betonen. Angesicht der Genderbewegung ist dies aber heute nötig. Von Anfang an hat Gott die Ehe als einen Bund zwischen Mann und Frau gewollt. Von Anfang an hat er diesen Bund gesegnet und die Gatten beauftragt, einander zu ergänzen und sich zu vermehren. Die eheliche Liebe wächst so über sich selbst hinaus und schenkt ein neues Leben, für das sie zärtliche Sorge trägt. Gott selbst hatte diese Ordnung geachtet, indem er Mensch (wortwörtlich KIND) in einer menschlichen Familie wurde. Wenn wir diese Ordnung zerstören, wissen wir nicht mehr, wer wir sind und finden nicht zu uns selbst.
Bin ich dankbar für meine Familie, besonders für meine Eltern und Geschwister? Nehme ich mich an als Mann oder Frau? Staune ich darüber, wie schön die Eheleute sich einander ergänzen und unterstützen können? Achte ich meine Eltern? Bete ich für sie? Habe ich Freude an meinen Kindern?
Die Heilige Familie hatte es nicht einfach. Nichts wurde ihr erspart. Gleich nach der Freude über die Geburt Jesu mussten Josef und Maria alles zusammenpacken und fliehen. Dafür haben sie aber keine Zeit. Es eilt. Das Leben des Kindes ist in Gefahr. Sie brechen nach Ägypten auf. Als Flüchtlinge müssen sie ums Überleben kämpfen, bis sie wieder in ihre Heimat zurück dürfen. Sie sind füreinander da. Josef ist ein echter Mann und Vater, der die Verantwortung für seine Frau Maria und das Jesuskind ernstnimmt. Er bietet ihnen Hilfe und Schutz. Er rettet das Leben seiner Lieben. Er ist sofort da, wenn man ihn braucht.
Welchen Problemen begegne ich heute in meiner Familie? Was ist für mich schwer und unbegreiflich? Rede ich darüber mit den anderen Familienmitgliedern? Setze ich mich für eine gute Lösung ein? Kann ich eine dargebotene Hand mit Dankbarkeit ergreifen? Wo soll ich vermehrt für die anderen da sein?
Josef und Maria leben ihren Glauben. Er ist ihr steter Begleiter. So dürfen sie mit Jesus, mit dem Sohn Gottes, zusammenwohnen. Sie können mit ihm reden und sich von ihm belehren lassen. Sie sind offen für die Pläne Gottes. Und sie machen mit! Josef zögert nicht, dem Befehl des Engels zu folgen. Er vertraut darauf, dass Gott auch in schweren Zeiten für sie da ist und einen Ausweg zeigen wird. Tatsächlich erfährt die Heilige Familie, wie sehr Gott sie liebt und wie mächtig seine schützende Hand ist, nicht nur in einer Gefahr, sondern auch im alltäglichen Leben.
Glaube ich an Gott? Lade ich ihn in mein Leben ein? Höre ich auf ihn? Gestalte ich mit ihm meinen Alltag? Wo schliesse ich ihn gerne aus? Warum? Vertraue ich auf Gott auch dann, wenn es mir nicht gut geht, wenn alles zu schwer und nicht mehr erträglich scheint?
Lobpreis:
Lobt Gott, ihr Christen alle gleich,
in seinem höchsten Thron,
der heut schließt auf sein Himmelreich
und schenkt uns seinen Sohn.
Er kommt aus seines Vaters Schoß
und wird ein Kindlein klein,
er liegt dort elend, nackt und bloß
in einem Krippelein.
Entäußert sich all seiner Gwalt,
wird niedrig und gering
und nimmt an eines Knechts Gestalt
der Schöpfer aller Ding.
Heut schließt er wieder auf die Tür
zum schönen Paradeis;
der Kerub steht nicht mehr dafür,
Gott sei Lob, Ehr und Preis!
Vorsatz
Ich danke Gott für meine Familie und nehme mir bewusst Zeit für sie.
Mein Retter
Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augústus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen. Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirínius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Es geschah, als sie dort waren, da erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr. Der Engel sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens (Lk 2,1-14).
Gebet
Maria, unsere Mutter. Wir wollen in dieser Nacht bei dir sein. Du erwartest ja ein Kind, eine göttliches Kind. Jesus heißt es. Er will in unsere Welt, in unsere Lebensgeschichten hineingeboren werden. Er ist der Retter der Welt. Wir brauchen ihn so sehr! Wir sehnen uns nach ihm. Erbitte uns, Mutter Maria, die Gnade, Jesus zu erkennen und ihn in unserem Leben wohnen zu lassen. Hilf uns, unser ganzes Leben wie du mit Jesus zu gestalten. Erbitte uns die Gnade des Heiligen Geistes, dass wir das Geheimnis von Weihnachten recht verstehen und aus ihm leben können. Heiliger Geist überschatte uns und entfache uns neu. Stärke unseren Glauben und führe uns durch das Leben.
Persönliche Lektüre
Jesus, du bist das Wort des Vaters. Du willst Fleisch werden auch in mir. Mach mich ganz offen für dich und dein Wort. Hilf mir dein Wort mit meinem Herzen zu hören. Werde du Mensch in mir und durch mich. Lass heute in der Nacht dein Wort Fleisch werden in mir. Rede Herr, den dein(e) Diener(in) hört…
Gedanken zur Betrachtung
Das Evangelium nach Lukas beschreibt genau die Umstände der Geburt Jesu. Jesus kommt in die Welt in eine ganz konkrete Realität. Das Volk Israel wird von den Römern unterdrückt. Es muss mitten unter den Menschen leben, die mehrere Götter verehren. Mehr noch, es muss dem fremden Kaiser Steuern bezahlen. Dazu dienten die Steuerlisten. Die Menschen werden beim Namen genannt. Es sind konkrete Menschen wie Josef und Maria, die ein Kind erwartete. Die Städte und Gebiete haben auch ihre Namen. Ja, Gott will einem konkreten Menschen in seiner konkreten Realität begegnen.
Wo lebe ich? Kenne ich meine Wirklichkeit? Was beschäftigt mich momentan? Welche Menschen beeinflussen mein Leben? Wo muss ich den anderen gehorchen: zu Hause, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Staat? Welche Probleme habe ich? Kann ich sie zugeben? Wo suche ich eine Lösung dafür? Glaube ich daran, dass Jesus in meine Wirklichkeit hineingeboren werden will? Bin ich bereit, ihm in meiner heutigen Situation zu begegnen?
Gott hat es gewagt, Mensch zu werden. Er hat es gewagt, selbst wenn er in dieser unserer Welt keinen Platz für sich gefunden hat. Er musste im Stall zur Welt kommen und sich mit einer Futterkrippe zufriedengeben. Gott hat es gewagt in der Hoffnung, dass da doch das eine oder das andere menschliche Herz sich für ihn öffnet. Er konnte mindestens mit Maria und Josef rechnen. Dann sind aber auch die anderen dazu gekommen: die Hirten, die Könige, Simeon und Anna und viele andere… Jesus hofft, dass zu Weihnachten auch mein Herz sich öffnet und er in meinem Leben einen festen Platz findet…
Würde auch ich alles für die Rettung der Menschen riskieren? Freue ich mich darüber, dass Gott mich nie aufgibt, dass er mit mir unendlich geduldig ist? Kann Gott auch mit mir rechnen? Hat er schon einen festen Platz in meinem Leben, an jedem neuen Tag? Wo lasse ich Jesus immer noch „draußen“? Erkenne ich Jesus in jedem Menschen, dem ich begegne? Bin ich für ihn offen? Wem versage ich heute mein Herz? Warum?
Gott selbst teilt den Menschen mit, dass er da ist. Er will heute zu mir kommen. Er ist der Retter, der Herr. Er kommt zu mir, um jede Finsternis meines Lebens hell zu machen. Er kommt zu uns, um mich zu befreien von mir selbst, von meiner Sünde und Schuld. Er kommt zu mir, um mir neues Leben in der Freundschaft mit ihm zu schenken. Er kommt zu mir, um mich von meiner Angst zu befreien und mein Herz mit seinem Frieden zu füllen. Ja, heute ist mir der Retter geboren. Er ist der Messias, der Herr. Er ist mein Retter!
Kann ich die Gegenwart Jesu erkennen? Wie offenbart er mir seine Liebe? Was hat Jesus in meinem persönlichen Leben schon hell gemacht? Ist er mein Retter? Wo brauche ich heute seine Rettung, seine Befreiung, sein neues Leben? Glaube ich daran, dass er sie mir noch heute schenken will? Bete ich darum? Bin ich ein(e) Freund(in) Jesu? Wie lebe ich diese Freundschaft? Glaube ich daran, dass Jesus mir alles schenken will? Bin ich bereit, alles aus seiner Hand zu nehmen?
Lobpreis:
Zu Bethlehem geboren
Ist uns ein Kindelein.
Das hab ich auserkoren,
Sein eigen will ich sein.
Eia, eia,
Sein eigen will ich sein.
In seine Lieb versenken
Will ich mich ganz hinab;
Mein Herz will ich ihm schenken
Und alles, was ich hab.
Eia, eia,
Und alles, was ich hab.
O Kindelein, von Herzen,
Will ich Dich lieben sehr
In Freuden und in Schmerzen,
Je länger mehr und mehr.
Eia, eia,
Je länger mehr und mehr.
Dazu dein Gnad mir gebe,
Bitt ich aus Herzensgrund,
Dass ich allein dir lebe,
Jetzt und zu aller Stund.
Eia, eia,
Jetzt und zu aller Stund.
Dich, wahren Gott, ich finde
In meinem Fleisch und Blut,
Darum ich dann mich binde
An dich, mein höchstes Gut.
Eia, eia,
An dich, mein höchstes Gut.
Lass mich von Dir nicht scheiden,
Knüpf zu, knüpf zu das Band
Der Liebe zwischen beiden,
Nimm hin mein Herz zum Pfand.
Eia, eia,
Nimm hin mein Herz zum Pfand.
Vorsatz
Ich lade Jesus zu mir ein und versuche bewusst mit ihm zu leben.
"Die Erscheinung unserer Mutter auf dem Berg von La Salette ist keine neue Lehre, sondern eine neue Gnade. Sie ist die Offenbarung der Liebe und des Mitleids, die es für uns im Himmel gibt." So drückte sich 1854 Mgr. Ullathorne, Bischof von Birmingham in England, aus. Er stellte damit die untergeordnete Rolle jeder Erscheinung und ihre Bedeutung in der Geschichte unseres Heils fest.
LA SALETTE IST KEINE NEUE LEHRE.
ES IST EIN NEUER SCHWUNG, HIN ZU DEN GRUNDLAGEN DES GLAUBENS, EINE BEGEGNUNG, DIE NICHT VERPASST WERDEN DARF, EINE GNADE, AUF DIE DRINGEND EINGEGANGEN WERDEN
Salettiner Missionshaus
Untere Waid
CH-9402 Mörschwil
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