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Die größte Liebe
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht wert. Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist – Amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen (Mt 10,37-42).
Gebet
Herr Jesus Christus, du meinst es gut mit uns! Darum verlangst du von uns die größte Liebe. Sie ist eine Antwort auf deine grenzenlose und verzeihende Liebe, die du selbst uns geschenkt hast und jeden Tag neu schenkst. Diese Liebe gebührt dir allein und erst i dir und durch dich jedem Menschen, dem wir begegnen. Ohne dich, ohne Erfahrung deiner selbstlosen Liebe können wir nicht wirklich lieben. Herr, schenke uns deinen Geist der Liebe, damit wir dich über alles lieben können. Heiliger Geist, gieße deine Liebe in unseren Herzen aus! Befähige uns zur Liebe: Sie zu empfangen und weiterzugeben.
Persönliche Lektüre
Jesus, du schaust in meine Augen. Du kennst meine Eigenliebe. Du kennst meine Liebe zu meinen Eltern und Verwandten. Dir möchte ich heute mein Herz schenken. Befreie mich von mir selbst. Öffne mein Herz für deine Liebe und für alle, in denen ich dich lieben soll. Jesus, dir allein gehört mein ganzes Herz und meine Liebe. Nur dich will ich lieben…
Gedanken zur Betrachtung
Jesus kennt unser Herz. Er weiß, dass die menschliche Liebe, selbst die Liebe der Eltern zu ihren Kindern oder der Kinder zu ihren Eltern, die Sehnsucht des Herzen nicht stillen kann. Unser Herz ist größer. Nur Gott kann es mit seiner Liebe füllen und erfüllen. Wenn wir eine andere Liebe höherstellen als jene zu Jesus, dann täuschen wir uns selbst. Wir machen uns oft zu Sklaven der menschlichen Liebe, oder meinen, die Mitmenschen aus uns selbst wirklich lieben zu können. Mehr noch, die anderen werden uns wichtiger als Gott selbst, sie werden zu unseren Götzen. Außerdem können die Mitmenschen zu einem Hindernis auf unserem Weg zu Gott werden.
Habe ich schon eine wahre Liebe erfahren? Fühle ich mich von Jesus geliebt? Kann ich die Mitmenschen lieben, mich für sie hingeben? Wo versage ich in der Liebe immer wieder? Wem schenke ich mein Herz? Sage ich Jesus, dass ich ihn Liebe und immer mehr liebe will? Kann ich heute aus ehrlichem Herzen sagen: „Jesus, ich liebe dich.“?
Zuerst spricht Jesus von der Liebe, erst dann vom Kreuz. Eben aus Liebe sind wir fähig, etwas Schweres auf uns zu nehmen. Die Liebe gibt uns Kraft, das tägliche Kreuz auf uns zu nehmen und Jesus nachzufolgen. Die Liebe! Ohne sie wäre das tägliche Kreuz unerträglich. Mit ihr wird es erträglich. Klar, das Tragen des Kreuzes verlangt von uns Hingabe. Wenn wir uns hingeben, verlieren wir unser Leben. Dadurch kommen wir aber erst recht zum Leben, das nicht aus uns selbst ist, das Gott selbst uns schenkt. Sich nur über das Kreuz zu beklagen, ziemt dem Jünger Jesus nicht. Er weiß ja, was sein Meister für ihn getan hat.
Was ist mein tägliches Kreuz? Wie begegne ich ihm täglich? Nehme ich es auf mich? Trage ich es mit Jesus und für Jesus? Was verlangt das täglich Kreuz von mir ab? Wo habe ich das Kreuz als Segen erfahren? Mit welchem Kreuz meines Lebens bin ich nicht einverstanden? Will ich mich mit ihm versöhnen?
Jesus zeigt uns, wie diese Liebe zu ihm konkret aussehen soll. Er sendet zu uns Propheten, Gerechte und Kleine, die zu ihm gehören, die ihn kennen. Er selbst will in ihnen aufgenommen sein. So kann er unser Leben bereichern und verändern. Der Prophet weist uns darauf hin, was vor Gott gilt. Der Gerechte zeigt uns, wie zu leben ist. Der Kleine offenbart uns, dass Gott Freude an denen hat, sie alles von ihm und nicht von sich selbst erwarten. Es ist schwierig sie auszunehmen und zu lieben, weil sie uns herausfordern und unser Leben in Frage stellen. Der Lohn dafür ist aber nicht mit dem zu vergleichen, was uns diese liebende Aufnahme eines Propheten, eines Gerechten oder eines Klines kostet.
Erkenne ich in den Mitmenschen die Gesandten Gottes? Wer ist für mich heute ein Prophet? Wer ist für mich ein Gerechter? Warum? Wie begegne ich ihnen? Lasse ich mich von ihnen, von ihrem Vorbild belehren? Wie begegne ich den Kleinen? Nehme ich sie wahr? Was kann ich von ihnen lernen? Habe ich vor Gott das Herz eines Kindes?
Lobpreis
Ich hab gewartet und gewacht,
und kommt der Morgen, geht die Nacht.
Ich will Dich sehn, ich will Dich sehn.
Ich fliehe alles, was mich hält;
was mir genügt in dieser Welt,
ist Dich zu sehn, ist Dich zu sehn.
Und aller Reichtum ist wie Sand vor dieser Schönheit, die ich fand.
Ich hab noch nie eine Liebe wie die Deine gefunden;
nichts kann mich trösten wie ein Blick von Dir.
Stiller Begleiter meiner einsamen Stunden, Freund bist Du mir.
Ich warte auf den Morgenstern,
unendlich nah und doch noch fern.
Ein Blick von Dir, ein Blick von Dir.
Und meine Schätze bring ich Dir,
meine Zeit verschwend ich
für den Blick von Dir, den Blick von Dir.
Und aller Reichtum ist wie Sand, vor dieser Schönheit, die ich fand.
Ich hab noch nie eine Liebe wie die Deine gefunden;
nichts kann mich trösten wie ein Blick von Dir.
Stiller Begleiter meiner einsamen Stunden, Freund bist Du mir.
So lass mein Herz schmelzen wie Wachs
unter dem Blick Deiner Liebe.
Lass mein Herz schmelzen wie Wachs
unter dem Blick Deiner Liebe.
Und aller Reichtum ist wie Sand vor dieser Schönheit, die ich fand.
Ich hab noch nie eine Liebe wie die Deine gefunden;
nichts kann mich trösten wir ein Blick von Dir.
Stiller Begleiter meiner einsamen Stunden, Freund bist Du mir.
Vorsatz
Jeden Morgen nehme ich mein Kreuz auf mich und trage es mit Jesus ohne Murren.
Wie viele Haare habe ich auf meinem Kopf?
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Fürchtet euch nicht vor den Menschen! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet auf den Dächern! Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch eher vor dem, der Seele und Leib in der Hölle verderben kann! Verkauft man nicht zwei Spatzen für einen Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen. Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen (Mt 10, 26-33).
Gebet
Herr Jesus Christus, du sendest uns aus, dein Werk fortzusetzen. Wir sollen Zeugnis von dir vor den Menschen ablegen. Du nimmst jede Angst aus unseren Herzen, damit wir dies tun können. Sei du stets bei uns. Erfülle uns mit deinem Geist der Stärke und des Mutes, damit wir uns zu dir bekennen können. Mache uns fähig, dein Evangelium zu hören und zu leben. Heiliger Geist, komm auf uns herab und sende uns neu aus. Erfülle uns mit deinem Feuer, dass wir voll Begeisterung Zeugnis für Jesus ablegen können.
Persönliche Lektüre
Jesus, du vertraust mir. Du traust mir so viel zu, mehr als ich mir selbst. Gebrauche mich in deinem Dienst. Ich bin bereit, dir zu folgen und für dich zu leben. Bewahre mich davor, dich vor den Mitmenschen zu verleugnen. Mache meine Gedanken, meine Worte und Taten rein und klar. Dein Heiliger Geist läutere mich und mache mich durchsichtig für dein Wirken an mir und durch mich. Komm auf mich herab, Heiliger Geist!
Gedanken zur Betrachtung
Es ist eine ernsthafte Aufgabe, die wir von Jesus bekommen. Wir sollen uns zu ihm vor den Menschen bekennen, wir sollen Farbe als Christen bekennen. Der Glaube ist eben keine Privatsache. Wir müssen zu ihm stehen selbst dann, wenn wir dabei/dafür verfolgt oder gar getötet werden. Sonst haben wir nicht zu erwarten, dass Jesus sich zu uns vor seinem himmlischen Vater bekennen würde… Wenn wir wirklich Jesus lieben, verstehen wir, was er damit meint… Es gäbe ja keine echte Ehe, wenn der Mann sich seiner Frau schämen würde oder umgekehrt. In der Ehe halten die Partner zueinander.
Wie sieht heute meine Beziehung zu Jesus aus? Kenne ich ihn? Vertraue ich ihm? Liebe ich ihn? Bekenne ich öffentlich meinen Glauben in der Ehe, Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz, auf der Strasse? Wie tue ich das? Vor welchen Menschen verschweige ich meinen Glauben? Warum? Was will ich hier ändern?
Jesus ermutigt uns dreimal keine Angst vor den Menschen zu haben! Sie können uns verfolgen und sogar unseren Leib töten. Sie können uns aber nicht besiegen, wenn sie unserer Seele nicht schaden. Manchmal achten wir aber mehr auf die Meinung der Mitmenschen, als auf das, was Jesus uns sagt… Wir sollen aber Angst vor dem haben, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann. Ja, wir sollen uns vor dem Teufel fürchten, der unser Heil gefährden kann. Wir sollen uns vor ihm hüten, dass er uns nicht von Jesus mit seiner List wegbringt.
Wovor haben ich Angst? Vor wem habe ich heute Angst? Warum? Achte ich mehr auf Jesus als auf die Mitmenschen und ihre Meinung? Wie begegne ich den Mitmenschen, die mich wegen meines Glaubens auslachen, verspotten, verfolgen? Kann ich für sie beten? Fürchte ich den Teufel und seine Lügen? Wo lasse ich mich von ihm immer wieder verführen? Warum?
Ich bin nicht fähig, die Anzahl meiner Haare festzustellen. Jeden Tag verliere ich das eine oder andere davon. Die anderen wachsen wieder nach. Jesus kennt sie aber alle! Wie zärtlich seine Liebe zu mir ist, wenn er sogar für solche Sachen besorgt ist! Er hält mein Leben in seiner Hand. Er meint es gut mit mir, selbst dann, wenn ich zu kämpfen, zu leiden oder zu zweifeln habe… Er kennt mich durch und durch und weiss alles über mich. Er beschützt mein Leben und macht es gesund und heil. Seinen guten Händen darf ich mich anvertrauen, wenn ich auf die Mitmenschen zugehe.
Glaube ich der Liebe Gottes zu mir? Wie erfahre ich sie konkret? Komme ich mit allem zu Jesus, meinem Freund und meinem Heiland? Was sage ich Jesus nicht? Warum? Was will ich nun in meiner Beziehung zu Jesus ändern? Was will ich heute Jesus anvertrauen? Wo darf heute Jesus für mich sorgen?
Lobpreis
Ruft zu dem Herrn, alle Enden der Welt!
Ehre und Dank dem, der alles erhält.
Himmel und Erde erhebt ihn und singt,
wenn sein Name erklingt.
Wir preisen dich, du hast Großes getan.
Wir kommen vor dich und beten an.
Dank sei dir, Herr, du bist unvergleichlich gut.
Mein Jesus, mein Retter,
keiner ist so wie du.
Lobpreis sei dir, jeden Tag mehr,
für deine große Liebe, Herr.
Mein Tröster, mein Helfer,
du bist mir Zuflucht und Kraft.
Alles in mir beugt sich vor dir.
Du bist hoch erhoben, Herr!
Vorsatz
Ich bekenne mich öffentlich zu Jesus, indem ich den anderen von ihm erzähle.
Arbeiter für die Ernte Gottes
In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden! Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen. Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes, Philíppus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskáriot, der ihn ausgeliefert hat. Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht den Weg zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samaríter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel! Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe! Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben (Mt 9,36-10,8)
Gebet
Herr Jesus Christus, du selber wählst die Arbeiter für deine Ernte. Wie schön ist es, dass du uns zur Mitarbeit einlädst und uns gebrauchen willst. Wir danken dir dafür. Mache uns ganz offen für deinen Auftrag auf dieser Erde und hilf uns, ihn mit Freude zu erfüllen. Durchglühe uns mit der Kraft deines Geistes, dass wir den Menschen dein Evangelium verkünden und ihnen beistehen können. Mache uns zu glaubwürdigen Zeugen deiner frohen Botschaft. Heiliger Geist, befähige uns das Werk Jesu fortzusetzen. Mache uns zu geistvollen Mitarbeitern Jesu.
Persönliche Lektüre
Jesus, du kennst mich, du kennst meinen Namen. Du berufst mich beim Namen. Ich danke dir, dass ich für dich so wichtig bin. Du teilst mit mir dein Missionswerk. Ich darf dir dabei helfen. Sprich nun zu meinem Herzen. Sage mir, wie es nach deinem Willen gehen soll. Sei du mein Begleiter und mein Alles. Ich stelle mich dir zur Verfügung. Erleuchte mich durch deinen Heiligen Geist, dass ich dich verstehe und dein Evangelium verkünde in Wort und Tat. Heiliger Geist, führe und leite mich.
Gedanken zur Betrachtung
Jesus hat immer Mitleid mit uns Menschen, weil wir wie Schafe sind, die keinen Hirten haben. Er will uns nicht allein lassen. Er ist ja zu uns gekommen, um uns seine Liebe und Gemeinschaft erfahren zu lassen. Er empfiehlt uns also Gott um Arbeiter für seine Ernte zu bitten. Er allein kann sie an sein Herz ziehen und zu einem Dienst in seiner Kirche bestellen. Er kennt ja die Herzen der Menschen. Unsere Aufgabe dabei ist, den Herrn um neue Berufungen zu bitten, sie bei ihm zu erflehen.
Danke ich dem Herrn für alle, die in seiner Kirche arbeiten? Bete ich täglich für sie? Erbitte ich neue Berufungen zum Ordensleben und zum Priesteramt? Glaube ich daran, dass der Herr der Ernte sie uns nicht vorenthalten kann?
Jesus schaut immer auf einen konkreten Menschen. Ihn interessiert die Menge nicht. Er will Beziehungen schaffen, die verbinden und tragen. Darum nimmt er sich Zeit, um jeden einzelnen der Apostel beim Namen zu rufen. Hinter jedem dieser Namen verbirgt sich ein konkreter Mensch, eine konkrete Geschichte, eine Berufung. Der Herr schließt sie nicht aus. Er nimmt sie in seine Sendung auf. Er beruft Arbeiter in seine Ernte, die nicht perfekt und heilig sind. Nur so können sie wirklich die Kraft des Evangeliums an sich selbst erfahren und sie den Mitmenschen anbieten.
In welcher Beziehung zu Gott stehe ich? Wie sehen heute meine Beziehungen aus? Bin ich Gott für meine Lebensgeschichte dankbar? Wie hilft mir meine Lebensgeschichte das Evangelium glaubwürdigt zu bezeugen? Wann habe ich die Kraft des Evangeliums an mir selbst erfahren? Wie denn?
Jesus weißt genau, dass seine Arbeiter nicht allein gehen können. Er sendet sie aus zu zweit. Mehr noch, er gibt ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen. Sie sollen sie voll in Anspruch nehmen, weil sie wissen von wem sie beschenkt wurden. Ja, umsonst sollten sie handeln, weil sie alles umsonst bekommen haben.
Welcher Gemeinschaft der Kirche gehöre ich an? Welche Vollmacht habe ich als Christ von Jesus bekommen? Handle ich in der Kraft Gottes? Wie hat sich das Wirken Gottes durch mich gezeigt? Glaube ich daran, dass Jesus grösser ist als alle unreinen Geister, Krankheiten und Leiden dieser Welt?
Lobpreis
Wir erheben uns im Glauben
Wachen aus dem Schlafe auf
Denn wir hören seine Stimme
Und die Sonne geht schon auf
Es ist Zeit, den Herrn zu suchen
Unsere Herzen werden warm
Denn der Tag ist schon ganz nahe
Und so viele sind noch arm 2x
Und so viele sind noch arm
Heiliger Herr, Herr der Heerscharen
Wir preisen deine Macht
Du gehst voran wie die strahlende Sonne
Und führst uns aus der Nacht 2x
Jeden Ort, auf den wir treten
Gibst Du uns in unsere Hand
Die Gefangenen auf dem Wege
Schließen sich dem Zuge an
Ihre Ketten werden brechen
Denn sie beten mit uns an
Heiliger Herr, Herr der Heerscharen
Wir preisen deine Macht
Du gehst voran wie die strahlende Sonne
Und führst uns aus der Nacht 2x
Vorsatz
Ich danke dem Herrn für alle Hirten der Kirche und bitte um neue Berufungen.
Das Leben in sich haben…
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt. Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag. Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben, sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit (Joh 6,51-58).
Gebet
Herr Jesus Christus, du bist für immer bei uns geblieben im Allerheiligten Sakrament des Altares. Jederzeit dürfen wir zu dir kommen. Bei dir sind wir immer willkommen. Du hast Zeit für uns, viel Zeit. Du schaust nie auf die Uhr und sagst nie, dass du den nächsten Termin hättest. So nehmen auch wir uns Zeit für dich. Wir wollen dir begegnen, dich anbeten, uns mit dir vereinigen. Schenke uns deinen Geist, dass wir deiner Gegenwart in der Kommunion glauben, dass sie unsere Freude und unsere Kraft ist für jeden Tag. Heiliger Geist, entfache uns neu in der Liebe zu Jesus und zu unseren Schwestern und Brüdern. Heiliger Geist, fall auf uns herab und erfülle uns mit Leben!
Persönliche Lektüre
Jesus Christus, du bist da. Du verbirgst dich unter der Gestalt des Brotes. Ich glaube an deine Gegenwart im Allerheiligsten Sakrament. Vor dir verneige ich mich. Dich bete ich an. Bei dir bin ich geborgen. Dir schenke ich mein ganzes Herz. Du bist mein und ich bin dein. Mehr brauche ich nicht. Ziehe mich an dein Herz und rede zu meinem Herzen.
Gedanken zur Betrachtung
Jesus sagt uns heute ein mächtiges Wort: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Damit meint er die Heilige Kommunion. Ohne sie, ohne Jesus selbst haben wir das Leben nicht in uns. Wir leben zwar dem Körper nach, aber das wahre (göttliche) Leben fehlt uns. Die Kommunion ist also nicht für die Auserwählten. Sie ist nicht nur zu Weihnachten oder zu Ostern zu haben. Dieses Sakrament heisst auch die Eucharistiefeier und nicht die erste (und letzte?) Kommunion. NEIN. Hier geht es um das Wesentliche, um Sein oder nicht Sein. Entweder empfangen wir die Kommunion und haben damit das Leben in uns, oder eben nicht. Dann aber wählen wir den Tod. Wie viele lebende tote Katholiken gibt es heute!
Wovon lebe ich heute? Bin ich mit meinem Leben zufrieden? Welche Rolle spielt die Heilige Kommunion in meinem Leben? Wie oft empfange ich sie, empfange ich Jesus? Wie empfange ich ihn? Sehne ich mich nach ihm? Labe ich aus ihm, durch ihn? Ist er meine Kraft und Stärke? Wie erlebe ich eine Eucharistiefeier ohne Kommunion?
Wie innig liebt uns Jesus! Er sagt uns: Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm. Ineinander bleiben. Inniger noch als die Eheleute beieinander bleiben! Ist das nicht das Geheimnis des christlichen Lebens? Eine so enge und lebendige Liebesbeziehung zu Gott zu haben? Mehr noch, wir dürfen sie leben. Wie anders sieht mein Leben aus, wenn ich weiss, dass Jesus in mir ist! Er hilft mir ja bei allem, er freut sich an allem, was gut ist in mir. Für ihn meide ich alles, was ihn verletzen könnte und unsere Einheit stören, oder gar trennen könnte. Ein inniger Blick aufeinander ändert alles…
Habe ich Zeit nach der Kommunion, um mich über Jesus zu freuen und ihm zu danken? Was sage ich Jesus, wenn er zu mir kommt in der Gestalt des Brotes? Leise ich ihn wirklich in mein ganzes Herz herein? Was verheimliche ich vor ihm? Wo bin ich heute mit Jesus nicht eins? Was trennt uns heute voneinander? Wie will ich die Einheit wiederherstellen?
Jesus sagt uns heute: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das tägliche Brot gibt uns ein wenig Kraft zum Leben. Dann müssen wir es wieder essen. Das Brot vom Himmel, die Heilige Kommunion gibt uns das ewige Leben, und zwar schon heute. Sie ist Vorgeschmack von dem, was uns im Himmel in ganzer Fülle erwartet. Wir leben schon heute die Ewigkeit. Wenn wir die Kommunion empfangen, dann ist der Himmel, Gott selbst in meinem Herzen gegenwärtig. Willst du in den Himmel gehen? Empfange ihn schon heute in der Heiligen Kommunion. Wage es heute, ewig zu leben, indem du das lebendige Brot genießest.
Will ich ewig leben? Wie stelle ich mir die Ewigkeit vor? Freue ich mich darüber, dass Jesus für meine Ewigkeit besorgt ist? Nehme ich das Geschenk der Kommunion ernst? Ist mein Leben ein Lobgesang auf den lebendigen Gott, der es gewagt hat, in mir Wohnung zu nehmen, mit mir zu leben, mir zu dienen?
Lobpreis
Darum lasst uns tief verehren
ein so großes Sakrament;
dieser Bund soll ewig währen,
und der alte hat ein End.
Unser Glaube soll uns lehren,
was das Auge nicht erkennt.
Gott, dem Vater und dem Sohne
sei Lob, Preis und Herrlichkeit
mit dem Geist im höchsten Throne,
eine Macht und Wesenheit!
Singt in lautem Jubeltone:
Ehre der Dreieinigkeit! Amen.
Vorsatz
Ich versuche jede Stunde mit Jesus, den ich in der Heiligen Kommunion empfangen habe, zu leben.
Ewige Liebe
Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat (Joh 3,16-18).
Gebet
Herr Jesus Christus. Du offenbarst uns den Vater und den Geist. Durch dich haben wir Zugang zum Innersten Gottes. Du lädst uns in die Gemeinschaft des dreifaltigen Gottes ein. Du willst nicht, dass wir allein bleiben. Wir preisen dich für die unendliche Liebe der Dreifaltigkeit, in die wir eintauchen dürfen. Wir preisen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist. Wir verneigen uns voller Ehrfurcht vor dir und sprechen: Die Ehe sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
Persönliche Lektüre
Jesus, du bist gekommen, um zu retten und nicht um zu richten. Hilf mir, dir zu vertrauen. So sehr sehne ich mich nach deiner ewigen Liebe und so schwer tue ich mich damit, sie anzunehmen. Hilf mir zu glauben. Jesus, lass mich vor dir mit einem offenem Herzen verweilen und ziehe mich an dein Herz, an das Herz des Vaters, in die Liebe des Geistes. Jesus, ich vertraue auf dich!
Gedanken zur Betrachtung
Wir singen gerne von der ewigen Liebe und wollen, dass sie wirklich ewig hält und uns nie enttäuscht. Die Erfahrung zeigt uns eben viel zu schmerzlich, wie brüchig die Liebe zwischen den Menschen ist… Jesus lässt uns den Einen erkennen, der ewig liebt, dessen Liebe ewig hält. Er meint mit dieser Liebe seinen Vater und die ewige Gemeinschaft, die ihn mit dem Vater und dem Heiligen Geist seit Ewigkeit her verbindet. Ja, ohne Gemeinschaft, ohne den anderen können wir die Erfahrung der Liebe nicht machen. Gott, der Vater, liebt seinen Sohn und der Heilige Geist ist die Liebe, die sie beide verbindet. Interessanterweise ist im Hebräischem das Wort „Ruah“ – Geist weiblich. Ist somit die Dreifaltigkeit nicht ein Vorbild jeder echten Familie, jeder echten Gemeinschaft?
Wonach verlang heute mein Herz? Was ist die tiefste Sehnsucht meines Herzens? Habe ich schon eine echte menschliche Liebe erfahren? Wo und wann wurde ich in der Liebe verletzt und enttäuscht? Will ich, dass die Liebe Gottes meinen Wunden und Verletzungen heilt?
Gott ist die Liebe, sagt uns der Hl. Johannes Evangelist. Er ist diese echte Liebe, die über sich hinauswachsen will. Gott teilt sich uns, den Menschen mit. Er will uns Anteil an seiner grenzenlosen, ewigen Liebe schenken. Diese Liebe Gottes ist sehr konkret! Sie zeigt sich in dem, dass Gott uns alle ins Leben gerufen hat. Sie zeigt sich in dem, dass er uns stets am Leben erhält und Tag und Nacht begleitet. Sie erweist ihre Stärke vor allem darin, dass sie bereit ist, alles für uns zu geben, auch sich selbst. Gott, der Vater hat für uns seinen geliebten Sohn hingegeben. Jesus hat sich dem Tod für uns aus Liebe ausgeliefert. Der Heilige Geist hört damit nicht auf, diese Liebe Gottes in unseren Herzen auszugießen, damit wir ihr endlich glauben und sie beantworten können. Ja, Gott hat die Welt, Gott hat DICH so sehr geliebt!!!
Glaube ich daran, dass Gott mich seit Ewigkeit her liebt? Kann ich diese Liebe annehmen und mir zu Eigen machen? Wie habe ich sie konkret erfahren? Kann ich über die Liebe Gottes staunen? Freue ich mich an dieser Liebe? Lasse ich mir von Jesus vergeben, damit die Liebe in meinem Herzen Wohnung nehmen kann?
Johannes sagt uns, dass diese Liebe des dreieinigen Gottes uns zuteil werden kann, indem wir Gott glauben, indem wir seiner Liebe glauben, sie annehmen. Das geschieht, indem wir das Denken und Lieben Gottes uns zu Eigen machen, indem wir aufhören, die Menschen zu richten und tun alles, um sie zu retten. Besser gesagt, um sie zu dem einzigen Retter der Welt, zu Jesus zu führen. Wer die echte Liebe Gottes erfahren hat, kann sie nicht für sich behalten. Er will sie mit seinem Leben beantworten und allen Menschen von seinem Glück erzählen.
Glaube ich Jesus uns seiner Liebe? Welche Gedanken begleiten mich, wenn ich den Mitmenschen begegne? Richte und urteile ich über sie? Will ich, dass sie gerettet werden? Was tue ich dafür? Jesus hat sein Leben für die anderen gegeben und ich? Bitte ich den Heiligen Geist, dass er die Menschen zum Glauben an Jesus befähige?
Lobpreis
Licht dieser Welt Du strahlst in unserer Nacht auf
Leuchtest den Weg lässt mich sehn
Herr Deine Schönheit lässt mich anbeten
Ewig werd’ ich vor Dir stehn
Ich will Dich anbeten
Will mich vor Dir beugen
Will Dir sagen Du nur bist mein Gott
Denn Du allein bist herrlich
Du allein bist würdig
Du nur bist vollkommen gut zu mir
Herr aller Zeiten Du bist hoch erhaben
Herrlich im Himmel erhöht
Doch voller Demut kamst Du auf diese Erde
Zeigst vorin Liebe besteht
Herr nie begreife ich die Last,
die Du am Kreuz getragen hast
Vorsatz
Ich werde niemanden mehr richten, sondern versuchen, ihn zu retten…, und wenigsten für die anderen beten.
Empfangt den Heiligen Geist
Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte,
hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten (Joh 20,19-23).
Gebet
Jesus Christus, du bist der Herr. Du bist der Sieger über Sünde, Tod und den Satan. Du schenkst uns Anteil an deinem Sieg durch die Kraft des Heiligen Geistes. Nur in seiner Kraft können wir die Sendung erfüllen, die du uns aufgetragen hast. Nur aus seiner Kraft können wir die Vergebung der Sünden spenden. Sende uns jeden Tag neu deinen Heiligen Geist. Mach uns offen für sein Wirken unter uns und für all seine Gaben und Charismen. Heiliger Geist, fall auf uns herab und entfache uns neu im Dienst an Gott und den Mitmenschen. Sei du unsere Freude und die Seele unserer Seele. Belebe uns und schaffe uns neu!
Persönliche Lektüre
Jesus, du forderst mich auf, deinen Heiligen Geist zu empfangen. Du kennst meinen Stolz und meine falsche Selbstsicherheit. Befreie mich von mir selbst. Schenke mir das Herz des Kindes, das offen ist für die Geschenke des Himmels. Vor dir strecke ich meine leeren Hände aus und öffne sie, damit du sie mit deinen Gaben füllen kannst. Danke für alles, was du mir schenkst. Danke für deinen Heiligen Geist, der mich zu dir führt und im Glauben wachsen lässt. Heiliger Geist mache mich offen für das Wort Jesu, für seine Gegenwart!
Gedanken zur Betrachtung
Am Pfingsttag ist der Heilige Geist auf die Apostel in der Gestalt von Feuerzungen herabgekommen. Sie haben ihn empfangen. Sie ließen sich von ihm reinigen und befreien. Wovon? Von ihrer Angst, die sie im Abendmahlsaal gefangen hielt. Von ihrem Stolz, der sie täuschte, etwas aus eigener Kraft machen zu können. Von ihrem Versagen, die sie schmerzlich bei der Kreuzigung Jesu erfahren haben. Von ihrer Enttäuschung und ihren Zweifeln, die sie lähmten, die Sendung Jesu fortzusetzen. Welch einen Wohltat des Heiligen Geistes: die Läuterung, die Reinigung im Feuer! Es schmerz zwar, aber es befreit zugleich zu neuem Leben.
Brauche ich heute Reinigung im Heiligen Geist? Was übergebe ich heute dem läuternden Feuer des Heiligen Geistes? Was will ich nicht aus der Hand lassen, um dem befreienden Feuer zu übergeben? Warum? Welche Verletzungen, Verwundungen, Enttäuschungen und Zweifel soll heute das Feuer des Heiligen Geistes berühren und heilen?
Die schmerzvollen Erfahrungen bewirken, dass wir unsere Träume, Ideale und Wünsche aufgeben. Wir haben keine Lust mehr, irgendetwas zu tun. Wir verlieren unsere Begeisterung und alles wird für uns nur noch schwer und sinnlos. Wir lassen in unserer Liebe, in unserem Glauben in unserem Engagement nach. Alles wird für uns mittelmäßig, oberflächlich oder gar gleichgültig. Wir haben keinen Mut, uns aufrichten zu lassen und neu von vorne anzufangen. Wir verschließen uns in uns selbst oder in einem Kreis der geliebten Personen und werden zu Minimalisten. Der Heilige Geist kann uns aber mit seinem Feuer begeistern. Wenn wir sein Feuer fangen, dann sind wir bereit, alles hinzugeben, um Jesus, den Herrn zu verkünden!
Welche Ideale habe ich aufgegeben? Wo ist meine Begeisterung für Jesus ausgegangen? Wer/was zieht mich nach unten? Was kann mich noch begeistern? Wo soll ich aus mir heraus auf die anderen zu gehen? Bete ich um das Feuer des Geistes, oder lösche ich ihn immer mehr aus? Was hat der Heilige Geist in mir zum Brennen gebracht? Was soll er heute in mir neu entfachen?
Jesus hat den Heiligen Geist nicht nur verheißen, sondern ihn auch den Jüngern gegeben. Der Heilige Geist ist nicht nur an Pfingsten, sondern auch an jedem neuen Tag am Werk! Das dürfen wir nicht vergessen! Johannes Evangelist sagt uns, dass der Heilige Geist gleich nach der Auferstehung Jesu (an Ostern) den Jüngern geschenkt wurde. Die Apostelgeschichte berichtet über die Ausgießung des Geistes erst nach Christi Himmelfahrt. Der Heilige Geist will eben jeden Tag zu uns kommen, an uns und durch uns wirken. Es liegt aber an uns, ob wir auf die Aufforderung Jeus hören und den Heiligen Geist empfangen oder nicht. Der Heilige Geist treibt uns voran, er macht uns unruhig, damit wir das innere Feuer nicht verlieren und andere Menschen für Jesus begeistern können.
Welche Rolle spielt der Heilige Geist in meinem Leben? Kenn ich ihn und sein mächtiges Wirken? Wo habe ich ihn auf besondere Weise erfahren? Lasse ich mich jeden Tag neu vom Heiligen Geist beschenken? Brennt das Feuer seiner Liebe stets in mir? Wie trage ich dazu bei? Bin ich offen für seinen Eingebungen und Charismen? Gebrauche ich seine Gaben im Dienst an den Mitmenschen? Wo brauche ich heute sein Feuer?
Lobpreis
Komm herab, o Heil‘ger Geist, der die finstre Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt.
Komm, der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt.
Höchster Tröster in der Zeit, Gast, der Herz und Sinn erfreut, köstlich Labsal in der Not,
in der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu, spendest Trost in Leid und Tod.
Komm, o du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht, dring bis auf der Seele Grund.
Ohne dein lebendig Wehn kann im Menschen nichts bestehn, kann nichts heil sein noch gesund.
Was befleckt ist, wasche rein, Dürrem gieße Leben ein, heile du, wo Krankheit quält.
Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt.
Gib dem Volk, das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit.
Lass es in der Zeit bestehn, deines Heils Vollendung sehn und der Freuden Ewigkeit. Amen.
Vorsatz
Jeden Tag beginne ich mit einem Gebet zum Heiligen Geist.
Wie verherrliche ich Gott?
In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sagte: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht. Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus. Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war! Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir und du hast sie mir gegeben und sie haben dein Wort bewahrt. Sie haben jetzt erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist. Denn die Worte, die du mir gabst, habe ich ihnen gegeben und sie haben sie angenommen. Sie haben wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast. Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir. Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir (Joh 17,1-11a).
Gebet
Herr Jesus Christus, du hast immer an deine Jünger gedacht. Du hast für sie gebetet. Nun trittst du für uns beim Vater ein. Du bittest für uns. Du sendest uns deinen Heiligen Geist, damit wir dein Werk auf Erden fortsetzen können. Erfülle uns jetzt mit all seinen Gaben, damit wir dich verherrlichen können, damit wir deinem Evangelium entsprechen. Komm herab, o Heiliger Geist, wirke an uns und durch uns. Erfülle uns mit deinem Feuer, damit wir zu glaubwürdigen Zeugen der Auferstehung Jesu werden.
Persönliche Lektüre
Jesus, du bist eins mit deinem Vater. Mach mich eins mit dir. Durch die Heilige Kommunion bist du in mir und ich darf in dir sein. Lass mich deine Gegenwart spüren. Rede du zu meinem Herzen. Schenke mir den Heiligen Geist, damit ich glauben, hoffen und lieben kann. Heiliger Geist, du ewige Liebe des Vaters und des Sohnes, ergieße dich reichlich über mich, durchglühe mich und sende mich aus.
Gedanken zur Betrachtung
Jesus hat seinen himmlischen Vater verherrlicht. Wie hat er denn das getan? Er wurde vom Vater her gesandt und ist zu uns gekommen. Er hat uns von seinem Vater erzählt. Er hat uns seinen Namen offenbart. Er hat uns die Worte des Vaters mitgeteilt. Mehr noch, er hat uns durch sein Leben gezeigt, wie der Vater selbst ist. Seine Sendung hatte nur ein Ziel, den Vater zu verherrlichen, alles für den Vater zu tun, seinen Willen zu erfüllen. Dadurch sollen die Menschen zum Glauben an Gott kommen und gerettet werden.
Bin ich Jesus für sein Vorbild dankbar? Was habe ich durch Jesus vom Vater erkannt? Wer ist Gott für mich? Wie erzähle ich von ihm weiter? Welchen Gott verkünde ich? Verlange ich danach, mit ihm zu leben, ihm zu dienen? Worin besteht heute sein Wille für mich? Will ich ihn in der Kraft des Heiligen Geistes tun?
Jesus erfüllte den Auftrag des Vaters, um uns zum Glauben an den einzigen Gott und an ihn zu führen. Dadurch schenkte er uns das ewige Leben. Welch ein Geschenkt seiner Liebe! Wir dürfen ewig leben! Wie Jesus dürfen wir zurück zum Vater, der uns das Leben geschenkt und uns in diese Welt als seine Boten gesandt hat. Wir dürfen glauben, weil der Vater uns dazu befähigt hat, uns zu Jesus geführt hat. Wir dürfen uns jeden Tag neu an diesem Geschenkt des Glaubens, am ewigen Leben erfreuen. Der Glaube ist nämlich nicht nur Verkündigung und Erziehung. Er ist vor allem ein Geschenk des Vaters. Er zieht uns liebevoll an sich. Wir dürfen ihm begegnen und seine Liebesgeste (seine zärtliche Umarmung) beantworten.
Bin ich offen für den himmlischen Vater und seine Geschenke? Danke ich ihm, dass ich heute glauben darf? Will ich mit ihm auf ewig leben? Bitte ich ihn, dass er mich im Glauben stärke? Wie vertiefe ich meinen Glauben? Helfe ich den anderen zu glauben?
Jesus sagt zum Vater, dass er in seinen Jüngern verherrlich sei. Warum? Sie haben die Worte Jesu gehört und angenommen. Sie haben an seinem Wort festgehalten. Sie haben erkannt, dass Jesus alles vom Vater bekommen hat und gerade mit ihnen alles geteilt hat. Sie ließen sich von ihm überzeugen und aussenden. Sie dürfen sich auf Jesus und seine Fürsprache beim Vater jederzeit verlassen. So wurde Gott in ihrem Leben, so wird Gott in unserem Leben verherrlicht.
Glaube ich an Jesus, den Sohn Gottes, den Retter der Welt? Ist er meine Retter und Freund? Nehme ich das Wort Jesu an? Gehorche ich seinem Wort? Kann man an meinem Leben die Herrlichkeit Gottes erkennen?Glaube ich daran, dass ich stets vom Gebet Jesu getragen bin?
Lobpreis
O Herr, gieße Ströme des lebendigen Wassers aus
O Herr, über uns
O Herr, gieße neu die Kraft des Heiligen Geistes aus
O Herr, über uns
Sieh unser dürres Land, hör unser Schrei’n.
Nur Deine starke Hand kann uns befrei’n.
Lass Wasser fließen, Herr, von Deinem Thron,
gieß aus in unser Land den Lebensstrom.
O Herr, gieße Ströme des lebendigen Wassers aus
O Herr, über uns
O Herr, gieße neu die Kraft des Heiligen Geistes aus
O Herr, über uns
Vorsatz
Jeden Morgen danke ich Gott, dass ich an ihn glauben darf und bitte ihn um Stärkung im Glauben.
Mein Beistand
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten. Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, ich komme zu euch. Nur noch kurze Zeit und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, weil ich lebe und auch ihr leben werdet. An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch. Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren (Joh 14,15-21).
Gebet
Herr Jesus Christus, du bist so gut zu uns. Du bist immer bei uns. Mehr noch, du bist in uns und wir sind in dir. Wie wenig nehmen wir diese Tatsache wahr und ernst! Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir es beherzigen und leben können. Erfülle uns mit dem Geist der Wahrheit, damit wir die Dinge so sehen können, wie sie in Wirklichkeit sind. Komm, Heiliger Geist, auf uns herab. Schenke uns deine Liebe ins Herz, dass wir Jesus wirklich lieben und deinen Beistand erfahren dürfen.
Persönliche Lektüre
Jesus, du bist mein und ich bin dein. Dir vertraue ich mein ganzes Leben an. Rede, Herr, denn dein Diener/in hört. Sprich, Herr, zu meinem Herzen. Erfülle deine Verheißungen an mir und schenke mir deinen Beistand. Heiliger Geist, du Geist der Freude, entfache mich neue mit deinem Feuer!
Gedanken zur Betrachtung
Im Glauben geht es um eine Beziehung zu Jesus, und zwar um eine Liebesbeziehung. Sie ist immer grundlegend für einen echten Glauben an Gott. Ohne Liebe ist alles formell, schwer und geschmacklos. Diese Liebe ist aber kein leeres Wort. Sie erweist ihre Stärke in der Beobachtung der Gebote Gottes. Das erste von diesen Geboten ist: Du sollst Gott aus ganzem Herzen lieben. Das zweite ist: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Wenn wir wirklich lieben, haben wir die innere Kraft Großes zu tun. Die Liebe beflügelt uns und macht uns stark. Die Liebe soll also die einzige Antwort des Menschen auf die Liebe Gottes sein, der uns zuerst grenzen- und bedingungslos geliebt hat.
Wie sieht meine Beziehung zu Jesus heute aus? Liebe ich Jesus? Was heißt für mich „lieben“? Liebe ich Gott in den Nächsten? Halte ich die Gebote Gottes aus Liebe zu ihm? Wann hat mir die Liebe die Kraft gegeben, etwas Großes, etwas Unmögliche zu tun?
Die Liebe zu uns Menschen lässt das Herz Jesu groß werden. Er betet zum Vater. Sein Gebet ist aber nicht nur eine Bitte an den Vater. Sein Gebet wird zu einer Für-Bitte! Er betet für uns! Er denkt an die anderen, wenn er mit dem Vater spricht. Es ist die Fürbitte um den Heiligen Geist, der uns immer als Antwort auf unser Gebet zuteil wird. Die Liebe wächst über sich selber. Sie will sich verschenken. Sie will sich für die anderen hingeben. Sie stellt sich zurück. Nur die Liebe, die der Heilige Geist in unseren Herzen ausgießt, macht uns zu neuen Menschen, zu Kindern Gottes. Wie groß muss das Herz Jesu sein, wenn jede und jeder von uns in ihm ihren/seinen Platz hat!
Wie sieht mein Gebet aus? Wie viel Zeit widme ich in meinem Gebet für die anderen? Für wen halte ich gerne die Fürbitte? Für wen habe ich Gott noch nie gebeten? Warum? Für wen möchte ich nun beten? Was erbitte ich denn für sie, für ihn?
Jesus liebt uns. Er will für immer bei uns bleiben. Er will nicht, dass wir uns als Waisen in dieser Welt fühlen: Verlassen und einsam. Durch seinen Beistand, durch den Heiligen Geist, will Gott die größte Krankheit unserer Zeit: Die Einsamkeit besiegen. Durch den Heiligen Geist sind wir in Jesus und Jesus ist in uns, wie er im Vater selbst ist. Es ist kein einfaches Verbleiben, es ist eine lebendige Liebesbeziehung. Der Geist der Wahrheit steht uns in allem bei! Als Beistand hilft er uns zu urteilen, zu bestimmen und zu leben. Wie glücklich sollten wir uns schätzen, dass wir ihn haben!
Wann fühle ich mich einsam? Glaube ich daran, dass der Heilige Geist immer in mir wohnt? Sehne ich mich nach ihm, bitte ich um ihn, um seine Gaben? Tut (es) mir die Gegenwart des Beistandes Gottes gut? Lasse ich mich von ihm beschenken? Lade ich ihn ein, besonders dann, wenn ich meine Entscheidungen treffe?
Lobpreis
Geist des Vaters,
du durchdringst mich
Heil’ger Geist komm,
und erfülle mich
komm erfülle mich.
Mach mich durch Deine Gnade, Herr
vollkommen rein
Lass Deine Liebe wieder neu
in mir sein
Ich such’ Dich,
ich brauch’ Dich
Ich liebe Deine Nähe.
Herr ich brauche Deine Liebe
Und ich suche Deine Gegenwart
Komm erfülle mich.
Vorsatz
Jeden Tag rufe ich den Heiligen Geist, den Beistand, herbei.
Glaubt mir doch!
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr. Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie können wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;
niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philíppus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. Jesus sagte zu ihm: Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philíppus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin
und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin
und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, dann glaubt aufgrund eben dieser Werke! Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere als diese vollbringen, denn ich gehe zum Vater (Joh 14,1-12).
Gebet
Herr Jesus Christus, du nimmst dir Zeit für uns. Wir sind dir so wichtig. Du willst uns zum Vertrauen auf Gott, den Vater, erziehen. Wenn wir uns auf ihn verlassen, kann uns nichts verwirren oder uns Angst machen. Der Vater ist ja bei uns. Stärke, Herr, unseren Glauben. Führe uns zum Vater. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir mit neuem Schwung und Eifer unserem Ziel entgegengehen. Heiliger Geist, du Geist des Vaters und des Sohnes, komm auf uns herab und durchglühe uns. Verbrenne in uns alles, was uns zum Vater hindert. Gieße die Liebe des Vaters in unseren Herzen aus.
Persönliche Lektüre
Danke, Jesus, dass ich dir so nahe sein darf. Danke, dass du stets an mich denkst und mich nie aufgibst. Ich will für dich einfach da sein. Ziehe mich an dich, an dein gütiges Herz. Ich brauch dich so sehr. Nur bei dir bin ich geborgen. Befreie mich von meiner Angst. Auf dich, o Jesus, vertraue ich. Rede du zu meinem Herzen. Schenke mir ein hörendes Herz und deinen Heiligen Geist.
Gedanken zur Betrachtung
Bei seinem Abschied im Abendmahlsaal will Jesus den Glauben seiner Jünger stärken. Er selbst freut sich, dass er dem Vater nun entgegengeht. Er weiß, dass es ein harter Weg des Kreuzes sein wird. Die Freude auf den Vater ist aber in ihm viel grösser als sein bevorstehender Tod. Wie jedes Kind will auch Jesus unbedingt zum Vater zurück, in seine sicheren und liebevollen Arme. So weist er seinen Jüngern auf das Haus des Vaters hin. Er verspricht ihnen, und damit uns allen, eine ewige Wohnung beim Vater. Der Hl. Paulus bringt dies auf den Punkt, indem er sagt: Dann werden wir für immer bei Gott sein. Wer das Ziel des Lebens aus den Augen nicht verliert, der hat auch die Kraft ihm trotz allen Schwierigkeiten entgegenzugehen. Das Ziel, der Vater, eine ewige Wohnung in seinem Haus, lassen uns vieles tragen und ertragen.
Welche Ziele habe ich im Leben? Denke ich oft an mein letztes Ziel, an die Begegnung mit dem Vater von Angesicht zu Angesicht? Welche Gedanken kommen mir da in den Sinn? Ist Gott der Vater für mich? Berge ich mich oft in seinen Armen? Glaube ich daran, dass der himmlische Vater mich sehnsüchtig erwartet? Glaube ich seiner gütigen Liebe trotz allem? Ist meine Sehnsucht nach dem Vater grösser als alle Sorgen des Alltags, als jede Niederlage, als der Tod selbst? Freue ich mich auf den himmlischen Vater?
Um das Ziel sicher zu erreichen, muss ich den Weg dorthin kennen, oder wenigstens jemanden auf meiner Seite haben, der diesen Weg kennt. Thomas will diesen Weg kennen. Er fragt Jesus danach. Und siehe da: Jesus selbst stellt sich als der Weg zum Vater dar. Wer diesen Weg geht, kommt sicher am Ziel an. Was heißt das? Das heißt, wer wie Jesus denkt, redet und handelt, der bleibt auf seinem Weg zum Vater. Jesus ist ja vom Vater ausgegangen und er geht nun zum Vater zurück. Wer sonst als nur ER vermag uns den rechen Weg zum Vater zu zeigen?
Welche Wege wähle ich? Frage ich Jesus nach seinem Weg? Glaube ich Jesus, dass er der sichere Weg zum Vater, in den Himmel ist? Schaue ich täglich auf Jesus, um von seinem Weg nicht abzuweichen? Wie ist mein Denken? Entspricht sie dem Denken Gottes? Wie spreche ich? Wie viele unnütze Worte spreche ich aus? Überlege ich mir, was ich sagen soll? Ahme ich das Vorbild Jesu nach? Was fällt mir dabei schwer?
Jesus staunt über den Unglauben seiner Jünger. Er fordert sie auf: Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Glaubt mir doch! Nur durch den Glauben können wir unsere persönliche Beziehung zu Jesus tagtäglich leben. Und gerade sie ist das entscheidende für den Glauben an Gott. Wer Jesus sieht, der sieht Gott, den Vater. Wer Jesus hört, der hört den Vaters. Wer die Wunder Jesu erfährt, der bekommt die barmherzige Liebe des Vaters zu spüren. Ich darf jeden Tag in der Gegenwart Jesu verbringen. Ich darf jeden Tag mit Gott selbst leben! Was für ein Wunder?
Wie stark ist mein Glaube? Bitte ich Gott, dass er mich im Glauben stärke? Habe ich eine persönliche Beziehung zu Jesus? Pflege ich sie? Welche Worte Jesu gaben mir Kraft für den weiteren Weg? Wo kann ich Jesus „sehen“? Was hat er mir in der letzten Zeit geschenkt? Kann ich darüber staunen, dass er mein Leben mit mir teilen will? Lasse ich es zu? Welche Werke kann ich im Namen Jesu vollbringen?
Lobpreis
Herr, wohin sonst
sollten wir gehen?
Wo auf der Welt fänden wir Glück?
Niemand, kein Mensch
kann und soviel geben wie du
du führst uns zum Leben zurück
nur du
nur du schenkst uns Lebensglück
Aus deinem Mund höre ich das schönste Liebeslied
an deinem Ohr darf ich sagen, was die Seele fühlt
an deiner Hand kann ich fallen, und du hältst mich fest
an deinem Tisch wird mein Hunger gestillt
Herr, wohin sonst
sollten wir gehen
wo auf der Welt fänden wir Glück?
Niemand, kein Mensch
kann uns so viel geben wie du
du führst uns zum Leben zurück
nur du
nur du schenkst uns Lebensglück
Vorsatz
Ich versuche bewusst mit Jesus zu leben.
"Die Erscheinung unserer Mutter auf dem Berg von La Salette ist keine neue Lehre, sondern eine neue Gnade. Sie ist die Offenbarung der Liebe und des Mitleids, die es für uns im Himmel gibt." So drückte sich 1854 Mgr. Ullathorne, Bischof von Birmingham in England, aus. Er stellte damit die untergeordnete Rolle jeder Erscheinung und ihre Bedeutung in der Geschichte unseres Heils fest.
LA SALETTE IST KEINE NEUE LEHRE.
ES IST EIN NEUER SCHWUNG, HIN ZU DEN GRUNDLAGEN DES GLAUBENS, EINE BEGEGNUNG, DIE NICHT VERPASST WERDEN DARF, EINE GNADE, AUF DIE DRINGEND EINGEGANGEN WERDEN
Salettiner Missionshaus
Untere Waid
CH-9402 Mörschwil
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