Vom 11.-15. Juli waren 38 Pilger der Einladung an die Erscheinungsstätte der Mutter Gottes (1800m ü.M. in den Alpen von Frankreich) nach La Salette gefolgt. Im Hinblick auf den 180. Jahrestag der Erscheinung der «Schönen Frau», den wir am 19. September feiern, setzten wir uns mit der Botschaft, die Sie den beiden Kindern ans Herz gelegt hatte: „Teilt dies gut meinem ganzen Volke mit” auseinander.

Jeden Morgen stärkten wir uns in der Laudes geistig für den Tag, feierten gemeinsam Eucharistie (einmal davon morgens um 6.00 Uhr auf dem Gipfel le Gargas), halfen einander wo nötig und genossen das liebevoll servierte Essen und die Gemeinschaft. Nachmittags ergab sich Gelegenheit zum Wandern, Reden, Ausruhen, zu Gesprächen oder zur Beichte mit den Seelsorgern und zur Gemütlichkeit. Jeden Abend begleiteten und ehrten wir in der Lichter-Prozession die Mutter Gottes und schritten so in eine gesegnete Nachtruhe.

Jeden Tag erarbeiteten wir gemeinsam zu den Vorträgen der Patres intensiv und mit viel Herzblut, wie wir als gläubige Christen diese Botschaft aus La Salette in den Alltag tragen können.
- Wir wollen eine lebendige Beziehung mit Jesus pflegen – durchs tägliche Gebet, die Feier der Sakramente und das offene Herz für das Wort Gottes (Bibel). Lassen wir uns betreffen von einem Wort, einem Satz, jeden Tag neu. Unser Vertrauen und unsere Liebe zu Jesus, der uns unendlich liebt, kann so immer tiefer wachsen und uns stärken.
- Wir können nur das weitergeben, was wir selbst gesehen und gehört haben. Wir können nur das glaubhaft leben und vorleben, was wir selbst erlebt haben und was unsere Herzen tief berührt hat. Je mehr wir so zu Jesu’ Jüngern und FreundInnen werden, desto glaubwürdiger können wir uns für sein Werk der Liebe und Barmherzigkeit einsetzen.
- »Gut mitteilen» bedeutet, auf die Menschen eingehen, die fragend oder suchend uns begegnen. Als Boten Jesu sollen wir Zeugen sein, die gefragt werden, warum sie anders sind und anders leben als die anderen. Zuerst wollen wir uns auf unsere Mitmenschen und ihr Leben einlassen und ihnen zuhören, sie wahrnehmen. Dann erst können wir beginnen, ihnen das Evangelium zu verkünden, d.h. vor allem von unseren Glaubenserfahrungen zu erzählen. Genau das haben die Hirtenkinder Melanie und Maximin in La Salette und darüber hinaus getan. Mit Aufmerksamkeit, Geduld und im Wissen, dass nicht alles in unserer Hand liegt, dürfen wir den Auftrag der Mutter Gottes leben.

Als missionarische Jünger Jesu wollen wir so sein Evangelium mit unserem Leben verkünden, „wenn nötig mit den Worten” (Hl. Franziskus).

Botschaft: Im Licht der Botschaft der Weinenden Mutter von La Salette dürfen wir den Menschen sagen, dass Gott sie nicht vergessen hat. Im Gegenteil, er leidet mit ihnen und wartet auf sie Tag und Nacht. Wir dürfen ihnen die Hoffnung machen, dass das Leben mit Gott unserer Existenz Sinn gibt und uns stärkt. Wir dürfen ihnen sagen, was wir selbst auf der Wallfahrt erlebt haben und wie es uns täglich gelingt, unseren Glauben zu leben. Wir dürfen für sie da sein und ihnen beistehen, wie der himmlische Vater es für uns tut. Der Heilige Geist möge uns auf diesem Weg begleiten und uns befähigen, die Botschaft von La Salette weiterzugeben.
Mit viel Freude und durch diese gemeinsamen Tage verbunden als «La Salette Familie» kehrten wir dankbar nach Hause zurück. Danke allen, insbesondere den Patres für die intensive Wallfahrtsbegleitung und allen viel Freude am Verkünden des Evangeliums.



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