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«Maria Himmelfahrt» in der Unteren Waid am Sonntag, 15.08.2021
Um 15.00 Uhr begann der Gottesdienst für die Mitglieder der La Salette-Familie. Die Corona-Pandemie ermöglichte in den vergangenen Monaten nur ein sehr beschränktes Zusammenkommen vieler Menschen, so wollte Pater Piotr dies mit diesem Treffen etwas nachzuholen.

Es sassen 20 Personen in der Kapelle als Pater Piotr den Gottesdienst eröffnete.
Die Lesungen übernahmen Vera Schürmann und Rita Bischof und die Fürbitten trug Martha Schegg vor. Pater Piotr hielt nach dem Evangelium die Predigt, die von «Maria Himmelfahrt» respektive «Maria» handelte. Er versuchte den Anwesenden das Fest der Himmelfahrt Marias in drei Punkten näher zu bringen:
Im Anschluss an den Gottesdienst lud Pater Piotr die Gottesdienstbesucher in den Speisesaal ein. Dort gab es für die Anwesenden eine Tasse Tee oder Kaffee und man konnte auswählen zwischen einem Stück Schwarzwälder-, Erdbeer- oder Früchtetorte. Ruth Wetli brachte zum Festtag für alle Anwesenden Blumen mit, die Pater Piotr segnete. Es war ein freudiger Nachmittag mit regem Austausch bei Kaffee und Kuchen.
In wenigen Wochen steht in der Unteren Waid der Pilgersonntag an, an dem der Erscheinung Marias in La Salette zum 175. Mal gedacht wird. Bitte merken Sie sich diesen Anlass vor.
Ivo Schürmann
Weggehen oder doch bleiben…
In jener Zeit sagten viele der Jünger Jesu, die ihm zuhörten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören? Jesus erkannte, dass seine Jünger darüber murrten, und fragte sie: Daran nehmt ihr Anstoß? Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war? Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben. Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben. Jesus wusste nämlich von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde. Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist. Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher. Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen? Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes (Joh 6,60-69).
Gebet
Herr Jesus Christus, du sprichst mit den Menschen. Du hörst ihnen geduldig zu. Wie ein guter Vater erklärst du ihnen, was dein Herz bewegt. Du weißt aber, dass wir Menschen oft ungeduldig sind. Wir möchten gleich alles begreifen und wissen. Dir geht es aber um den Glauben, um unser Vertrauen. Erst dann können wir auch die Kraft deines Wortes erfahren. Möge dein Vater uns an dich ziehen. Mögen wir glauben, ohne zu hinterfragen. Möge dein Heiliger Geist in uns wirken, in uns beten, uns neu beleben. Möge er alles durchbrechen, was uns in uns selbst verschließt, uns für dich verschließt und uns nicht glauben lässt. Ja, Heiliger Geist, durchflute mein Herz! In dir hab ich Ruh, mein alles bist du! Geist Gottes, durchflute mein Herz!
Persönliche Lektüre
Jesus achtet meine Freiheit. Er erzwingt nichts. Ich mache mich auf für ihn. Ich höre ihm gut zu. Sein Wort hilft mir, eine wichtige Entscheidung zu treffen: für oder gegen Jesus. Ich nehme also sein Wort an. Ich bewahre es in meinem Herzen. Ich lasse es auf mich wirken. Ich verweile bei den Worten, die mich berühren… Ich nehme mir Zeit dafür. Ich werde still… Dann entscheide ich mich für ein Gespräch mit Jesus…
Gedanken zur Betrachtung
Die Menschen aller Zeiten haben Mühe mit der Lehre Gottes. Damals haben die Juden die Lehre über die Eucharistie als das Essen des Leibes und das Trinken des Blutes Jesu abgelehnt. Sie war für sie unerträglich und anstössig. Sie konnten sich nicht vorstellen, wie sie das Verbotene im Judentum (Blut trinken) nun tun sollten. Sie haben noch nicht gewusst, dass der gekreuzigte und auferstanden Herr, der verklärte Christus damit gemeint ist. Also kein Kannibalismus, sondern die Vereinigung mit dem lebendigen Gott selbst. Wie viele Menschen lehnen auch heute die Lehre Jesu über die Ehe, über die Keuschheit, über die Armut, über die Nächsten- und Feindesliebe usw. usf ab. Wie oft greifen sie die Menschen an, die den Mut haben, diese Lehre des Evangeliums zu vertreten? Lehnen sie damit im Grunde genommen nicht auch Jesus ab?
Welche Lehre Jesu verstehe ich nicht? Kann ich sie annehmen, ohne sie ganz begreifen zu müssen? Wo lehne ich die Lehre Jesu und seiner Kirche praktisch ab? Welche Glaubenswahrheiten stelle ich in Frage? Warum? Bin ich vielleicht ein Konsument-Christ, der nur das wählt und annimmt, was ihm gerade passt, was er gerade sozusagen verdauen kann? Bin ich bereit, mich belehren zu lassen, oder trete ich lieber aus der Kirche aus?
Viele Juden haben Jesus verlassen, selbst wenn sie seine Jünger waren. Warum? Sie haben seinem Wort nicht geglaubt. Und doch sind seine Worte Geist und Leben. Sie schenken das Leben unserem Geist, unserer Seele, unserem Herzen. Ja, sie zeigen uns den Weg zum Menschsein nach dem Vorbild Jesu. Wer sich von ihnen ansprechen lässt und ihnen vertraut, der erfährt ihre Kraft. Sie täuschen nie. Sie bewirken immer, was sie bedeuten und verheissen. Ja, sie sind Geist und Leben, sie schenken uns das ewige Leben, und zwar schon heute! Ja, Jesus spricht immer sein Wort in unsere konkrete Lebenssituation herein.
Höre ich gerne das Wort Gottes? Habe ich Zeit dafür? Glaube ich diesem Wort? Kann ich mich auf dieses Wort ganz und gar verlassen? Habe ich schon erfahren, wie wahrhaftig und kraftvoll das Wort Gottes ist? Wann und wie? Welches Wort Gottes schenkt mir Kraft und Mut in schwierigen Situationen? Lasse ich mich von Gottes Wort ganz persönlich ansprechen?
Wunderbar ist unser Herr, der uns unsere Freiheit lässt. Wir dürfen selbst entscheiden, ob wir zu ihm halten und ihm folgen wollen oder nicht. Es ist eigentlich eine Entscheidung für oder gegen Gott. Der heilige Petrus sagt nämlich zu Jesus: Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes. Kein Mensch kann uns Worte des ewigen Lebens schenken. Kein Mensch ist der Heilige Gottes. In Jesus Christus ist aber Gott selbst zu uns gekommen, um uns zu begegnen. Wir dürfen auf seine rettende Liebe antworten. Wir müssen uns entscheiden… Ich bleibe bei meinem Herrn und Freund Jesus Christus. Er ist die einzige Liebe meines Lebens. Für immer…
Wo stehe ich heute in meinem Glauben? Habe ich mich schon für Jesus entschieden? Habe ich damit das ewige Leben gewählt? Habe ich in Jesus wirklich den Heiligen Gottes, den Sohn Gottes selbst erkannt? Bin ich bereit, bei Jesus zu bleiben und zu ihm zu halten, selbst wenn die anderen weggehen? Bin ich stolz darauf, dass ich Christ, ja Katholik bin?
Lobpreis
Dir gebührt die Ehre und Anbetung
Wir erheben uns’re Hände
Wir erheben Deinen Namen.
Denn Du bist groß
Du tust große Wunder, groß
Niemand anders ist wie Du
Niemand anders ist wie Du
Vorsatz
Ich entscheide mich heute neu, bei Jesus zu bleiben, ihm zu vertrauen und mich auf ihn in meinem Alltag ganz zu verlassen.
Alle Geschlechter preisen mich selig…
In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharías und begrüßte Elisabet. Und es geschah: Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Und selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück (Lk 1,39-56).
Gebet
Herr Jesus Christus, du bis in den Himmel aufgefahren und hast uns eine ewige Wohnung im Haus deines Vaters verheißen. Du hast Maria mit Leib und Seele in die ewige Heimat aufgenommen. Du hast ihre Treue und Liebe mit dem ewigen Leben belohnt. Öffne unsere Augen und Herzen für das letzte Ziel unseres Lebens. Lass uns immer Freude erfahren, wenn wir an die Ewigkeit denken, wenn wir die ewige Liebesgemeinschaft mit dir und allen deinen Heiligen erwarten. Sende uns deinen Heiligen Geist, damit wir in seiner Kraft den Weg zum Himmel nicht verlassen. Stärke uns in der Kraft deines Geistes, damit wir Mut haben, dir treu zu bleiben und dich vor den Mitmenschen zu bezeugen.
Persönliche Lektüre
Jesus, du zeigst mir das Glück Marias, deiner Mutter. Du weist mich auf den Weg ihres Glaubens hin und lädst mich dazu ein, diesen Weg mit Maria zu gehen. Verwandle mich durch diese Begegnung mit deinem Wort. Lass mich dieses Wort im Herzen bewahren, darüber nachdenken und nach ihm mein Leben gestalten. Ich öffne dir mein Herz… Ich höre dir zu… Ich bin ganz da für dich…
Gedanken zur Betrachtung
Welchen Weg ist Maria gegangen, um in den Himmel aufgenommen zu werden? Erstens: Maria war immer bereit, sich beschenken zu lassen. In ihrem Magnifikat sagt sie ja ganz bewusst: Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig. Ihre Demut, ihre Niedrigkeit zieht die Liebe und Gnade Gottes an. Er selber ist ihr Gott und ihr Retter. Niemand sonst. Sie konnte schön und heilig leben und in den Himmel aufgenommenen werden, weil sie immer für die Geschenke (Gnaden) Gottes offen war. Sie hat sich auf den Allmächtigen verlassen, der Großes an ihr und durch sie getan hat.
Bin ich offen für das Wirken Gottes in meinem Leben? Lasse ich mich gern beschenken, oder wir ich alles selber leisten und verdienen? Wo und wann habe ich die besonderen Gnaden Gottes in meinem Leben erfahren?
Zweitens: Maria hat dem Wort Gottes geglaubt. Sie hat sich auf den Plan Gottes verlassen, ohne zu wissen, was alles auf sie zukommt. Elisabet preist Maria selig, weil sie geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. Maria ist groß in ihrem unbeschränkten Glauben, den sie Gott und seinem Wort schenkt. Sie hört immer wieder dieses Wort Gottes, bewahrt es in ihrem Herzen, denkt darüber nach und richtet ihr Leben nach ihm. Maria vertraut Gott auch wenn sie nicht alles versteht und voraussehen kann. Das Wort Gottes ist immer ein Licht auf ihrem Weg in den Himmel.
Wie oft höre ich das Wort Gottes? Bewahre ich es in meinem Herzen? Nehme ich mir Zeit, um es zu betrachten? Handle ich nach ihm? Welches Wort Gottes kann ich nur schwer annehmen? Warum? Mit welchem Wort hat mich Gott letztlich angesprochen?
Drittens: Maria hat Gott in seinem Wirken nachgeahmt. Sie wusste, dass Gott mit allen Menschen Erbarmen hat. Mehr noch, dass dieses Erbarmen grenzenlos ist. Als sie bei der Verkündigung des Engels erfahren hat, dass ihre Verwandte Elisabet schwanger sei, ist sie zu ihr geeilt, um ihr zu dienen. Maria hatte mit ihr Erbarmen und zwar ganz konkret: Sie war für Elisabet drei Monate lang da. Sie machte alltägliche Dinge aus Liebe zu Gott, der voll Erbarmen ist und aus Liebe zu den Mitmenschen, die des Erbarmens so sehr bedürfen.
Wo brauche ich heute das Erbarmen Gottes? Habe ich Erbarmen mit den Mitmenschen, mit mir selbst? Bin ich bereit, mir helfen zu lassen? Kann ich gut mit den anderen zusammenarbeiten? Bin ich Gott für meine Freunde und Verwandten dankbar? Wann habe ich mich herzlich bei Gott und bei den Mitmenschen bedankt?
Lobpreis
Maria dich lieben, ist allzeit mein Sinn;
dir wurde die Fülle der Gnaden verliehn:
du Jungfrau, auf dich hat der Geist sich gesenkt;
du Mutter hast uns den Erlöser geschenkt.
Dein Herz war der Liebe des Höchsten geweiht;
du warst für die Botschaft des Engels bereit.
Du sprachst: Mir geschehe, wie du es gesagt.
Dem Herr will ich dienen, ich bin seine Magd.
Du Frau aus dem Volke, von Gott ausersehn.
dem Heiland auf Erden zur Seite zu stehn,
kennst Arbeit und Sorge ums tägliche Brot,
die Mühsal des Lebens in Armut und Not.
Du hast unterm Kreuze auf Jesus geschaut;
er hat dir den Jünger als Sohn anvertraut.
Du Mutter der Schmerzen, o mach uns bereit,
bei Jesus zu stehen, in Kreuz und in Leid.
Du Mutter der Gnaden, o reich uns die Hand
auf all unsern Wegen durchs irdische Land.
Hilf uns, deinen Kindern, in Not und Gefahr;
mach allen, die suchen, den Sohn offenbar.
Von Gott über Engel und Menschen gestellt
erfleh uns das Heil und den Frieden der Welt.
Du Freude der Erde, du himmlische Zier:
du bist voll der Gnade, der Herr ist mit dir.
Vorsatz
Ich wende mich an Maria und bitte sie, dass sie mich auf dem Weg in den Himmel begleite und beschütze.
Glaubst du an die Heilige Kommunion?
In jener Zeit murrten die Juden gegen Jesus, weil er gesagt hatte: Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Und sie sagten: Ist das nicht Jesus, der Sohn Josefs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie kann er jetzt sagen: Ich bin vom Himmel herabgekommen? Jesus sagte zu ihnen: Murrt nicht!Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag. Bei den Propheten steht geschrieben: Und alle werden Schüler Gottes sein.Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen. Niemand hat den Vater gesehenaußer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen. Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt (Joh 6,41-51).
Gebet
Herr Jesus Christus, du offenbarst dich mir selbst, du offenbarst mir den Vater, damit ich zum Glauben komme. Zeige mir dein wahres Gesicht, damit ich an dich glauben kann, damit ich dir vertrauen kann. Mach mich offen für deine befreiende Liebe, für den Glauben, der mir das ewige Leben schenkt.
Dein Heiliger Geist schaffe mich heute neu. Er ziehe mich an den Vater, an dich, Jesus. Er wirke in mir und helfe mir zu glauben. Komm, Heiliger Geist, bete du in mir und entzünde in mir das Feuer deiner Liebe.
Persönliche Lektüre
Jesus will mit mir sprechen. Ich danke ihm für sein Wort. Ich mache mich auf für ihn. Ich höre ihm gut zu. Sein Wort berühre die Tiefe meines Herzes. Ich nehme es auf und bewahre es in meinem Herzen. Ich lasse es auf mich wirken. Ich verweile bei den Worten, die mich berühren… Ich nehme mir Zeit dafür. Ich werde still…
Gedanken zur Betrachtung
Ohne Ende murrende Menschen… Sie haben ihren eigenen Plan für das Leben. Ihnen gefällt das Wirken Gottes nicht. Sie leugnen zwar seine Existenz nicht, sie wollen aber, dass er nach ihrem Plan handle… Gott ist aber anders. Die Menschen kennen ihn nicht wirklich… Sie möchten gern, dass er ihren Vorstellungen entspreche und sich jedem Menschen, jeder Zeit anpasse… Sie schreien nach Toleranz und Freiheit und lassen weder Gott noch die Mitmenschen anders sein, als sie denken, reden und leben… Von vornherein stellen sie alles in Frage. Ewig unzufrieden… Für das Neue verschlossen… Sie haben immer tausend Argumente gegen das Zuhören und Gehorchen, selbst wenn Gott sie persönlich anspricht… So verpassen sie das Kommen Gottes zu ihnen und kommen nicht zum Glauben…
Was/wen kritisiere ich gern? Was hat dies mir und den anderen wirklich gebracht? Kann ich ohne Vorurteile Gott und den Mitmenschen zuhören? Was stelle ich von der Lehre des Evangeliums, von der Lehre der Kirche in Frage? Warum? Kann ich Gott und sein Wirken annehmen, ohne alles verstehen zu müssen? Glaube ich an die Wirklichkeit der Eucharistie ohne zu murren?
2. Das Geschenk des Glaubens
Wir wollen ja ewig leben. Und Jesus kommt unserem Verlangen entgegen. Er sagt uns: Wer glaubt, hat das ewige Leben. Der Weg zum ewigen Leben heisst also Glaube. Was ist denn das? Erstens, es ist ein Geschenk Gottes für jedermann. Gott, der Vater, führt die Menschen zu seinem Sohn Jesus, er zieht sie an ihn. Das können wir uns nicht verdienen. Wir können es aber erbitten. Zweitens, Jesus offenbart uns den Vater, damit wir seine Liebe erkennen und auf sie unsere freiwillige Antwort geben können. Niemand kann uns dazu zwingen. Drittens, der Weg des Glaubens ist nie abgeschlossen. Die Jünger Jesu bleiben ihr ganzes Leben lang Schüler Gottes. Ja, wir müssen den Glauben jeden Tag neu lernen und leben, manchmal auch erkämpfen… Es lohnt sich aber… Der Glaube schenkt uns das ewige Leben!
Bitte ich Gott um das Geschenkt des Glaubens? Bin ich dafür dankbar, dass ich heute glaube? Lerne ich Gott immer tiefer kennen? Was tue ich für meinen Glauben? Lasse ich mich von Jesus belehren? Wie nehme ich seine Worte auf? Glaube ich auch dann, wenn es schwierig wird und Zweifel mich befallen?
3. Das lebendige Brot
In jeder Eucharistie dürfen wir dem lebendigen Gott begegnen. Er offenbart uns den Vater durch sein Wort. Er steigt auf das Wort des Priesters vom Himmel herab. Er gibt sich hin, damit wir das Leben in uns haben, das ewige Leben. Er verschenkt sich an uns als das Brot des Lebens. Er ist da heute und in Ewigkeit. In ihm leben wir, sind wir und bewegen wir uns. Nur durch ihn leben wir wirklich. Das ist die Eucharistie: Das Brot vom Himmel, das uns Ewigkeit schenkt.
Welche Bedeutung hat für mich die Eucharistie? Ist sie für mich lebensnotwendig? Was/wen suche ich, wenn ich zur Eucharistie komme? Suche ich wirklich das ewige Leben, Jesus Christus selbst oder nur eine Erfüllung meiner Wünsche? Glaube ich, dass ich Gott selbst in der Kommunion empfange? Kann ich aus seiner Kraft und Liebe leben?
Lobpreis
Das Heil der Welt, Herr Jesus Christ,
wahrhaftig hier zugegen ist;
im Sakrament das höchste Gut
verborgen ist mit Fleisch und Blut.
Hier ist das wahre Osterlamm,
das für uns starb am Kreuzesstamm;
es nimmt hinweg der Sünden Schuld
und schenkt uns wieder Gottes Huld.
Das wahre Manna, das ist hie,
davor der Himmel beugt die Knie;
hier ist das rechte Himmelsbrot,
das wendet unsres Hungers Not.
O was für Lieb, Herr Jesus Christ,
den Menschen hier erwiesen ist!
Wer die genießt in dieser Zeit,
wird leben in all Ewigkeit.
Vorsatz
Ich bereite mich gut auf den nächsten Empfang der heiligen Kommunion vor. Dann bekenne ich vertrauensvoll: Mein Herr und mein Gott!
Weg des Glaubens
In jener Zeit, als die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine Jünger am Ufer des Sees von Galiläa waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafárnaum und suchten Jesus. Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierhergekommen? Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird! Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt. Da fragten sie ihn: Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen? Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat. Sie sagten zu ihm: Welches Zeichen tust du denn, damit wir es sehen und dir glauben? Was für ein Werk tust du? Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegessen,
wie es in der Schrift heißt: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen. Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben. Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot! Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben (Joh 6,24-35).
Gebet
Herr Jesus Christus, du sorgst für die Menschen, du sorgst für mich. Zu dir komme ich mit meinem Hunger und mit meiner Sehnsucht. Du verstehst mich ja. Ich brauche beides: Brot für meinen Körper und Brot für mein Herz. Nur du kannst mir beide Brote geben. Darauf vertraue ich. Schenke mir nun deinen Heiligen Geist, dass ich dein Wort hören kann. Ja, gib mir ein hörendes Herz, das ich dein Wort nicht überhöre, sondern aus ihm lebe. Komm, Heiliger Geist, atme in mir, brenne in mir, wirke in mir. Komm, Heiliger Geist, und erfülle die Sehnsucht meines Herzens!
Persönliche Lektüre
Jesus, du bist da für mich. Ich freue mich an deiner Gegenwart. Ich komme jetzt zu dir. Ich darf in deine Augen schauen, deine Nähe spüren. Rede, Herr, zu meinem Herzen. Durchdringe mich ganz mit deinem lebendigen Wort. Stärke meinen Glauben! Ja, rede, Herr, denn dein Diener / deine Dienerin hört…
Gedanken zur Betrachtung
Die Menschen aus dem heutigen Evangelium suchen Jesus. Bei seiner wunderbaren Brotvermehrung haben sie erfahren, dass er ihnen zu essen geben konnte. Sie hoffen darauf, dass sie bei ihm ihre alltäglichen Bedürfnisse befriedigen können. Sie sind nur am Brot und wenig am Glauben interessiert. Und doch bemühen sie sich darum, Jesus zu finden und mit ihm zu sprechen. Sie wollen ihn nicht verlieren. Selbst wenn dies eine eigennützige Tätigkeit ist, sie wagen sie und finden Jesus. Gerade dies meinte der Hl. Ignatius von Loyola mit seinem Spruch: “Gott in allen Dingen suchen und finden“.
Wo erfahre ich die Sorge Gottes für mich? Bin ich ihm dafür dankbar? Suche ich Gott auch in meinem alltäglichen Leben? Ist er für mich allgegenwärtig? Was erhoffe ich von Gott? Wo erwarte ich, dass er meine Bedürfnisse befriedigt?
Jesus will den Menschen, die ihm suchen, begegnen. Er ist sofort bereit, mit ihnen zu sprechen. Er beantwortet ihre Fragen und offenbart ihnen das Wesentliche. Er öffnet ihre Herzen für das Geschenk des Glaubens, für ihn selbst. Hier geht es nicht um Zeichen und Wunder (Manna in der Wüste oder Brotvermehrung). Hier geht es um ihn, um den Glauben an den, den der Vater in die Welt gesandt hat. Es geht um den Glauben an Jesus Christus, in dem Gott selbst uns Menschen nahe gekommen ist. Es geht letztendlich darum, eine lebendige Beziehung zu Jesus zu wagen. Sie ist das Fundament und die Seele des Glaubens.
Wie begegne ich Jesus? Nehme ich seine Gegenwart ernst? Habe ich Zeit für ihn? Spreche ich mit ihm? Höre ich auf ihn? Wage ich es, für ihn da zu sein? Wie sieht heute meine Beziehung zu Jesus aus? Ist Jesus selbst das Fundament meines Glaubens?
Jesus bleibt aber nicht bei der Begegnung stehen. Er bietet den Menschen sich selbst als das Brot des Lebens an. Er selbst will das Leben der Menschen sein. Er will, dass die Welt durch das Brot vom Himmel lebt. Ohne ihn können wir nicht wirklich leben. Mehr noch, wer zu ihm kommt und mit ihm zusammengeht, der wird nie mehr hungern. Wer an ihn glaubt, wird nie mehr Durst haben. Was für ein ungehörtes Geheimnis! Was für eine unsagbare Liebe! Ein echtes christliches Leben ist nur im Zusammenleben mit Jesus Christus möglich.
Glaube ich an die heilige Kommunion? Glaube ich daran, dass ich darin Jesus Christus empfangen darf? Ist die Kommunion mein Leben und mein alles? Bin ich bereit (würdig), sie zu empfangen? Lebe ich aus ihrer Kraft? Lebe ich bewusst mit Jesus zusammen? Ist er meine Freude und mein Leben?
Lobpreis
Ich glaube an den Vater
Den Schöpfer aller Welt
Gott allmächtig
Durch Gottes Geist empfangen
Kam Christus in die Welt
Jesus, mein Retter
Ja, ich glaub an Gott, den Vater
Und an Christus,
Seinen Sohn
An den Heiligen Geist der Wahrheit
An den dreieinen Gott
Ja, ich glaub an die Auferstehung
Das Leben nach dem Tod
Ich glaube an Deinen Namen, Jesus
Mein Richter und mein Anwalt
Gekreuzigt unter Leid
Vergebung ist in Dir
Du stiegst ins Reich der Toten
Standst auf in Herrlichkeit
Und herrschst in Ewigkeit
Ja, ich glaub an Gott, den Vater
Und an Christus, Seinen Sohn
An den Heiligen Geist der Wahrheit
An den dreieinen Gott
Ja, ich glaub an die Auferstehung
Das Leben nach dem Tod
Ich glaube an Deinen Namen, Jesus
Ja, ich glaub an Dich
Dass Du auferstanden bist
Ja, ich glaub an Christus, unsern Herrn
Ja, ich glaub an Dich
Dass Du auferstanden bist
Ja, ich glaub an Christus, unsern Herrn
Ja, ich glaub, dass wir ewig leben
Dass die Jungfrau den Sohn gebar
Die Gemeinschaft der Kinder Gottes
Die Kirche unsres Herrn
Ja, ich glaub an die Auferstehung
Wenn Jesus wiederkommt
Ich glaube an Deinen Namen, Jesus
Ja, ich glaub an Gott, den Vater
Und an Christus, Seinen Sohn
An den Heiligen Geist der Wahrheit
An den dreieinen Gott
Ja, ich glaub an die Auferstehung
Das Leben nach dem Tod
Ich glaube an Deinen Namen, Jesus
Ja, ich glaub an Gott, den Vater
Und an Christus, Seinen Sohn
An den Heiligen Geist der Wahrheit
An den dreieinen Gott
Ja, ich glaub an die Auferstehung
Das Leben nach dem Tod
Ich glaube an Deinen Namen, Jesus
Ich glaube an Deinen Namen, Jesus
Vorsatz
Durch die Heilige Kommunion gehe ich mit Jesus Schritt für Schritt zusammen.
P. Piotr Zaba MS hat bei Radio Gloria Vorträge zum Thema Versöhnung gehalten. Es lohnt sich, sie anzuhören und darüber nachzudenken. Sie finden sie unter dem folgenden Link:
Brot für die Menschen
In jener Zeit ging Jesus an das andere Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tibérias heißt. Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern nieder. Das Pascha Sprich: Pascha, das Fest der Juden, war nahe. Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philíppus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben? Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste, was er tun wollte. Philíppus antwortete ihm: Brot für zweihundert Denáre reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll. Einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele? Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fünftausend Männer. Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen. Als die Menge satt geworden war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts verdirbt! Sie sammelten und füllten zwölf Körbe mit den Brocken, die von den fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren. Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da erkannte Jesus, dass sie kommen würden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum König zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein (Joh 6, 1-15).
Gebet
Herr Jesus Christus, ich komme nun zu dir. Du bist ja offen für jedermann. Du hast Zeit auch für mich. Ich habe Hunger… Ich habe zwar mehr als genug zu essen, aber nichts kann mich wirklich sättigen… Ja, ich habe Hunger… nach Freude und Liebe, nach Freundschaft und Gemeinschaft. Ich habe Hunger nach dir, nach dem lebendigen Gott. Nur du, Jesus, vermagst diesen meinen Hunger zu stillen. Schenke mir deinen Geist, dass ich das Brot erkennen kann, das meinen Hunger stillt, dass ich mich mit deinem lebendigen Brot sättigen kann, das jede Erwartung übersteigt. Komm Heiliger Geist auf mich herab und durchglühe mich heute neu…
Persönliche Lektüre
Jesus du bist da, ich freue mich über deine Gegenwart. Jesus, du bist da für mich. Du tust große Zeichen und verkündest dein Wort. Ich schaue hin und höre dir aufmerksam zu. Ich lasse mich von deinem Wort und von deinem Tun ansprechen. Ich lasse mir nichts entgehen… Ich verweile bei den Worten oder Tatsachen, die mein Herz berühren… Ich nehme mir Zeit dafür. Ich werde still…
Gedanken zur Betrachtung
Jesu kennt die Menschen. Er weiß um ihre Bedürfnisse und Sehnsüchte. Er weiß, dass die Menschen nach dem täglichen Brot hungern. Darum hat er uns gelehrt, den himmlischen Vater um das tägliche Brot zu bitten. Er weiß genau, dass sie nicht nur das lebendige Wort brauchen, sondern auch das tägliche Brot. Mehr noch, er will den Menschen das täglich Brot geben. Darum fragt er Philippus, wo dieses Brot zu kaufen wäre. Er macht ihm und seinen Jüngern bewusst, dass sie dabei gefragt sind, den Menschen das tägliche Brot zu geben. Evangelisieren heißt dem ganzen Menschen das Heil anzubieten. Als Jesus die Tochter von Jaïrus von den Toten auferweckte, befahl er, ihr zu essen zu geben.
Nehme ich alle Bedürfnisse der Mitmenschen wahr? Was tue ich für das leibliche Wohl der Mitmenschen? Bin ich bereit, nicht nur um das tägliche Brot für alle zu beten, sondern auch es konkret mit den Mitmenschen zu teilen? Bin ich Gott, dem Vater für das tägliche Brot dankbar? Segne ich es, bevor ich es esse?
Philippus und Andreas machen sich dessen bewusst, dass sie etwas tun müssen. Sie schauen zwar auf ihre Möglichkeiten (zweihundert Denare, fünf Gerstenbrote und zwei Fische), finden aber gleich eine Rechtfertigung, dass diese für so viele Menschen nicht ausreichend seien. Jesus ist aber anderer Meinung. Er nimmt die fünf Brote und die zwei Fische in seine Hände, spricht das Dankgebet und teilt sie an die Leute aus. Alle fünftausend Männer und ihre Familien werden satt und es bleiben zwölf Körbe mit den übrig gebliebenen Brotstücken. Kaum zu glauben, und doch wahr! Dort, wo der Mensch bereit ist zu teilen, geschehen Wunder. Die Menschen werden satt und bilden eine neue Familie, in der Freud und Leid geteilt werden.
Welche Möglichkeiten habe ich, das Brot und die Gemeinschaft mit den anderen zu teilen? Tue ich das gern? Wo vertraue ich der Kraft Jesu mehr als all meinen Möglichkeiten? Wo habe ich das Wunder des Teilens erlebt? Wie gehe ich mit den übrig gebliebenen Brotstücken um?
Wie gesagt sorgt Jesus für den ganzen Menschen. Mit der Brotvermehrung setzt er ein Zeichen, dass der Mensch auch Hunger nach Liebe verspürt. Er selbst wird sich zum Brot des Lebens machen, um unseren inneren Hunger zu stillen. Darum lässt er sich nicht zum politischen König erklären. Er will zum König unserer Herzen werden. In Tabgha am See Genezareth steht die Brotverehrungskirche. Vor dem kleinen Hauptaltar gibt es auf dem Boden ein kleines Mosaik, welches an das Wunder Jesu erinnert. Es gibt aber nur vier Brote im Korb und dazu zwei Fische. Das fünfte Brot ist Jesus selbst auf dem Altar. Er verschenkt sich an uns alle und lädt uns dazu ein, selbst zum Brot füreinander zu werden. Nur wer von diesem seinem Brot isst, kann den Hunger des Herzens stillen und selbst zum Brot für die anderen werden.
Sorge ich für mein Herz und seinen Hunger? Womit versuche ich es zu stillen? Glaube ich an die Gegenwart Jesus in der Heiligen Kommunion? Ist er selbst das Brot für mein Leben? Spüre ich seine Liebe, seine verwandelnde Kraft in mir? Bin ich ein gutes, frisches, knuspriges Brot für die Anderen?
Lobpreis
Immer mehr von dir, immer mehr,
immer mehr sein wie du, immer mehr.
Immer mehr deine Worte verstehen,
deine Werke tun,
oh Herr, immer mehr.
Du bist ein Gott, der seine Kinder liebt,
der als ein Vater ihr Verlangen sieht.
Niemand und nichts kommt dir jemals gleich,
oh Herr.
Du zeigst dich uns als ewig treuer Freund
und weißt genau wie unser Herz es meint.
Gib uns mehr von dir, immer mehr
Vorsatz
Ich bin für jedes Stück Brot dankbar und teile es in Liebe mit den anderen.
Bei Jesus auftanken…
In jener Zeit versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte, wieder bei ihm und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus! Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen. Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber man sah sie abfahren und viele erfuhren davon; sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an. Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange (Mk 6, 30-34).
Gebet
Herr Jesus Christus, ich komme zu dir. Du hast mich gerufen, bei dir zu bleiben und mit dir zu leben. So kehre ich zu dir, zur Quelle meines Lebens, zurück. Danke, dass ich zu dir kommen darf. Danke, dass du immer auf mich wartest. Danke, dass du immer ein offenes Herz und offene Arme für mich hast. So falle ich in deine Arme wie ein Kind. Mehr brauche ich nicht. An deinem Herzen bin ich geborgen. An deinem Herzen kann ich mich ausruhen und bestens erholen. Sende mir nun deinen Heiligen Geist, dass ich auf den Pulsschlag und auf die Wünsche deines Herzens hören kann. Er selbst helfe mir, deinen Willen zu tun. In ihm finde ich Ruhe…
Persönliche Lektüre
Ich freue mich Jesus, über deine Nähe! Du bist bei mir. Du sprichst leise dein mächtiges und schöpferisches Wort aus. Ich vernehme dieses Wort mit meinen Ohren und mit meinem Herzen. Ich lasse mich von dir ansprechen. Dein Wort sei mir Licht und Stärke für jeden Tag. Ich verweile bei den Worten oder Sätzen, die mich berühren… Ich nehme mir Zeit dafür. Ich werde still…
Gedanken zur Betrachtung
Die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte, hatten Erfolg. Sie wurden davon ganz in Anspruch genommen. Sie lehrten die Menschen, heilten sie, trieben Dämonen aus, dienten den Anderen. Ja, sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen wegen den vielen Menschen, die kamen und gingen. Sie verzehrten sich im Dienst Jesu und seines Evangeliums. Sie ließen sich aber von ihrem Erfolg nicht verleiten. Sie kehrten zu Jesus zurück, um ihm alles zu berichten, was sie in seinem Namen gewirkt hatten. Das hat sie gerettet. Sie wussten, dass Jesus ihnen die Vollmacht und die Kraft dazu gegeben hat. Sie schätzten sich glücklich, dass sie in seinem Dienst standen und nicht die eigene Ehre gesucht haben. Die tägliche Gewissenserforschung soll mit der Dankbarkeit Gott gegenüber beginnen. So wird sie unseren Glauben an das Gute und an den einen Guten stärken.
Wie erfülle ich die Sendung Jesu? Lebe ich sein Evangelium? Setze ich mich für die Sache Jesu ein? Verlange ich danach, den Menschen Gutes zu tun und ihnen die Rettung Gottes anzubieten? Was tue ich dafür? Glaube ich der Kraft Jesu? Wie oft berichte ich Jesus über sein Wirken an mir und durch mich? Freue ich mich darüber? Was habe ich heute Gutes getan?
2. Bei Jesus auftanken
Jesus nimmt die Apostel in Schutz. Er will sie ausruhen lassen. Er bietet ihnen eine Auszeit mit ihm an einem einsamen Ort an. Er weiss genau, dass sie Erholung brauchen, um einem geistigen oder körperlichen Burnout nicht zu verfallen. Diese Auszeit sollen sie mit ihm verbringen. Er ist die Quelle, aus der sie immer schöpfen können. Er ist der beste Berater, der sie den Umgang mit dem Erfolg und Misserfolg lehren kann. Seine Gegenwart, die Anbetung des Herrn ist die intensivste und beste Erholung, die jeder Mensch nötig hat. Wichtig ist dabei, alles andere beiseite zu lassen, um mit dem Herrn allein zu sein und an seinem Herzen ausruhen zu können. Diese Erfahrung der liebenden Nähe Jesus kann nichts ersetzen.
Wer ist Jesus für mich? Vertraue ich ihm ganz und gar? Glaube ich daran, dass er es immer gut mit mir meint? Habe ich Zeit, einfach mit ihm zu sein? Ruhe ich in seiner Gegenwart aus? Ist er die Quelle meines Lebens? Liebe ich ihn von ganzem Herzen?
3. Mich vom Mitleid leiten lassen
Unglaublich ist das Verhalten Jesu. Er sorgt für die Erholung seiner Jünger. Er selber aber hat Mitleid mit den Menschen, die seine Nähe und Hilfe suchen. Er nimmt sich ihrer an und lehrt sie lange. Interessanterweise verlangt er dies nicht von seinen Aposteln. Er stellt sich in den Dienst an den Mitmenschen, geleitet von seinem Mitleid, von den tiefsten Regungen seines Herzens. Er leidet tatsächlich mit. Darum stellt er seine Müdigkeit zurück, um wiederum für die anderen da zu sein! Dies ist auch eine Einladung an all seine Nachfolger, an uns alle.
Wie begegne ich den Menschen, die meine Pläne durchkreuzen? Habe ich (ein) echtes Mitleid mit ihnen? Stelle ich meine Wünsche zurück, um für den anderen, für Jesus selbst da zu sein? Gehe ich mit einem guten Beispiel voran, oder warte ich bis die Anderen etwas tun?
Lobpreis
Durchflute mein Herz – durchflute mein Herz
Geist Gottes, durchflute mein Herz.
In Dir hab ich Ruh, mein alles bist Du,
Geist Gottes durchflute mein Herz.
Vorsatz
Jeden Abend ruhe ich bei Jesus aus und danke ihm für die Wunder des Lebens, die er an mir und durch mich wirkt.
Bereits zum zweiten Mal konnte die traditionelle Wallfahrt nach La Salette nicht durchgeführt werden. Deshalb wurde erneute die Alternative, an der Wallfahrt in der Unteren Waid teilzunehmen, angeboten. Das Thema der diesjährigen Wallfahrt, die vom 09. bis 11. Juli 2021 stattfand, war «Zwischen Hammer und Zange».
Die Wallfahrt ist eine gute Gelegenheit, sich eine Auszeit vom Alltagsleben zu gönnen, in sich zu gehen und sich bewusst auf Gott einzulassen. 14 Teilnehmerinnen nahmen an diesem Wochenende teil, um die Botschaft von La Salette wieder neu zu entdecken.
P. Piotr hielt die Referate und leitete die Wallfahrt. Als die Mutter Gottes 1846 den Hirtenkindern Melanie und Maximin erschien, trug sie ein Kruzifix um den Hals, von dem ein helles Licht ausging und an den beiden Aussenseiten des Querbalkens waren ein Hammer und eine Zange befestigt.
Der Hammer steht dafür, dass wir Menschen manchmal falsch handeln und Jesus somit ans Kreuz nageln. Wenn wir hingegen gut handeln, kann Jesus mit der Zange vom Kreuz genommen werden. Deshalb ist es wichtig, dass wir bei Entscheidungen oder Handlungen stets vertrauensvoll auf Jesus schauen. Zudem führt uns das Symbol des Kreuzes immer wieder vor Augen, dass Jesus sich für uns hingegeben hat und das Leben danach nicht zu Ende ist. Nebst den Referaten wurde täglich ein Gottesdienst gefeiert, der Rosenkranz, die Laudes und die Vesper gebetet und es gab Anbetung mit Beichtgelegenheit.
Wie in La Salette gab es am Abend eine Lichterprozession, die im Park der Unteren Waid durchgeführt wurde. Statt von Bergen umzingelt zu sein, hatte man einen wunderbaren Blick auf den nahen Bodensee. Auch das gemütliche Beisammensein am Abend fehlte nicht.
Die Wallfahrt nach La Salette in der Schweiz war eine Bereicherung und man spürte auch in der Unteren Waid die Fürsprache der Mutter Gottes. Gestärkt und zufrieden starteten die Teilnehmerinnen die neue Woche. Zurück im Alltag versuchen wir nun das Gehörte und Erlebte in den Alltag einfliessen zu lassen. Von Vera Schürmann
Wie wird man ein Missionar/eine Missionarin?
In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen. Und er sagte zu ihnen: Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst! Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter und schüttelt den Staub von euren Füßen, ihnen zum Zeugnis. Und sie zogen aus und verkündeten die Umkehr. Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie (Mk 6, 7-13).
Gebet
Herr Jesus Christus, du rufst mich zu dir. Du willst, dass ich bei dir bleibe. Dies ist das Erste in deiner Nachfolge. Damit fängt alles an. Danke, dass du mich in deine Nähe eingeladen und zu deinem Jünger/deine Jüngerin berufen hast. Danke, dass du mit mir lebst und mich begleitest, dass ich mit dir leben und dir folgen darf. Du bist mein Freund und mein Meister. Du allein bist meine Freude. Erfülle mich nun mit deinem Geist, dass diese Begegnung mit dir reiche Frucht in meinem Leben bringt. Schenke mir den Heiligen Geist, dass ich deine Gegenwart wahrnehme und mich von dir aussenden lasse. Komm, Heiliger Geist, auf mich herab und sende mich heute neu aus.
Persönliche Lektüre
Ich freue mich über die Nähe Jesu! Er ist bei mir. Ich darf an seinem Herzen ausruhen. In seinen Armen bin ich geborgen. Ich höre auf den Pulsschlag seines Herzens. Ich lasse mich von seinem lebendigen Wort ansprechen. Er spricht ja zu meinem Herzen. Ich beherzige sein Wort. Ich lasse mich von ihm verwandeln… Ich verweile bei den Worten oder Sätzen, die mich berühren… Ich nehme mir Zeit dafür. Ich werde still…
Gedanken zur Betrachtung
Jesus sendet seine zwölf Apostel jeweils zu zweit aus. Warum? Die Glaubwürdigkeit der Verkündigung musste sich auf die gleiche Aussage von mindestens zwei Zeugen stützen. Ausserdem hat Jesus versprochen, dass er dort gegenwärtig sein wird, wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind. Aus seiner Kraft können die Apostel segensreich wirken. Mehr noch, sie sollen mit ihrem Leben die Liebe bezeugen, die sie den anderen verkünden werden. Allein kann man dies nicht. Dazu kommt noch der Geist der Gemeinschaft hinzu, in der wir einander beistehen, ermutigen, tragen. Die menschliche Hilfe ist nicht zu unterschätzen.
Lasse ich mich von Jesus aussenden? Wer verkündet mit mir das Evangelium in der Familie, in der Gemeinschaft, in der Pfarrei, am Arbeitsplatz? Stimmt unsere Verkündigung überein? Leben wir das Evangelium als Jünger Jesu untereinander? Sind wir füreinander da? Verlassen wir uns auf die Gegenwart Jesu in unserer Mitte?
Jesus gibt seinen Aposteln die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben, Kranke zu heilen, das Evangelium zu verkünden und die Menschen zur Umkehr zu rufen. Es sind seine Gaben. Die Apostel sollen im Namen Jesu auftreten und wirken. Übrigens steht die Vollmacht, die sie bekommen haben, im Dienst an den Anderen! Sie sollen die Menschen von inneren und äusseren Versklavungen befreien, von all dem, was böse ist. Sie sollen ihnen durch das Evangelium Hoffnung auf das ganzheitliche Heil geben und es erfahren lassen. Sie sollen ihnen den Weg der Rettung durch die Umkehr, durch die Änderung des Denkens zeigen. Dienen sollen sie den Menschen, wie Jesus selbst ihnen gedient hat.
Liebe ich die Mitmenschen? Will ich ihnen dienen? Sorge ich mich um ihre Rettung? Kann ich für sie beten und im Namen Jesu für sie neues Leben und Heilung erbitten? Wer braucht heute das Evangelium Jesu? Bin ich breit, es ihnen zu verkünden?
Jesus ist radikal bei der Aussendung der Apostel. Für ihn ist ihr Zeugnis wichtig. Wichtiger aber ist das volle Vertrauen auf ihn. Sie sollen neben einem Wanderstab und Sandalen nichts Unnötiges mitnehmen, was sie hindern würde, ihre Sendung zu erfüllen. Sie sollen sich wie Mose damals auf den Wanderstab Gottes stützen, sich an ihm festklammern. Gott ist der einzige Garant und Vollender ihrer Sendung. Sie sollen nie vergessen, wer sie ausgesandt und für wen sie Zeugnis geben sollen. Sie sollen Sandalen anhaben als Zeichen, dass sie erlöst, frei sind. Nur die Sklaven gingen damals barfuss.
Kann ich mich ganz und gar auf Gott verlassen? Was erinnert mich stets an seine Gegenwart? Wann habe ich sein machtvolles Wirken in meinem Leben erfahren? Was hindert mich heute, das Evangelium zu verkünden und zu bezeugen. Wovon will mich heute der Herr frei machen?
Lobpreis
Herr, wir bitten: Komm und segne uns; lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns. Rühr uns an mit deiner Kraft.
In die Nacht der Welt hast du uns gestellt, deine Freude auszubreiten.
In der Traurigkeit, mitten in dem Leid, lass uns deine Boten sein.
In den Streit der Welt hast du uns gestellt, deinen Frieden zu verkünden,
der nur dort beginnt, wo man, wie ein Kind, deinem Wort Vertrauen schenkt.
In das Leid der Welt hast du uns gestellt, deine Liebe zu bezeugen.
Lass uns Gutes tun und nicht eher ruhn, bis wir dich im Lichte sehn.
Vorsatz
Ich suche mir eine Person (oder mehrere Personen), mit der ich das Evangelium Jesu leben und verkünden will.
"Die Erscheinung unserer Mutter auf dem Berg von La Salette ist keine neue Lehre, sondern eine neue Gnade. Sie ist die Offenbarung der Liebe und des Mitleids, die es für uns im Himmel gibt." So drückte sich 1854 Mgr. Ullathorne, Bischof von Birmingham in England, aus. Er stellte damit die untergeordnete Rolle jeder Erscheinung und ihre Bedeutung in der Geschichte unseres Heils fest.
LA SALETTE IST KEINE NEUE LEHRE.
ES IST EIN NEUER SCHWUNG, HIN ZU DEN GRUNDLAGEN DES GLAUBENS, EINE BEGEGNUNG, DIE NICHT VERPASST WERDEN DARF, EINE GNADE, AUF DIE DRINGEND EINGEGANGEN WERDEN
Salettiner Missionshaus
Untere Waid
CH-9402 Mörschwil
Tel. 071 866 14 24
Fax 071 868 79 81
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