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Meditationen

Betrachtung zum Christkönigssonntag im Jahreskreis C

2025/11/21 weniger...

König auf dem Thron des Kreuzes 

In jener Zeit bverlachten die führenden Männer des Volkes Jesus und sagten: Andere hat er gerettet, nun soll er sich selbst retten, wenn er der Christus Gottes ist, der Erwählte. Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin, reichten ihm Essig und sagten: Wenn du der König der Juden bist, dann rette dich selbst! Über ihm war eine Aufschrift angebracht: Das ist der König der Juden. Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Christus? Dann rette dich selbst und auch uns! Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen. Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst! Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein (Lk 23,35-43).

Gebet 

Herr Jesus Christus. Über deinem Haupt hat man die Tafel angebracht mit der Inschrift: „König der Juden“. Sie sollte den Grund für deine Verurteilung zeigen. Sie zeigt uns aber, dass du wirklich König bist. Du bist nicht nur König der Juden, du bist der König der ganzen Welt, du bist unser König. Wir verehren dich am Holz des Kreuzes und bekennen dich als unseren König und Herrn. Wir bekennen, dass nur du unser Erlöser bist, unser Heiland. Wir loben dich und preisen dich! Wir wollen unser ganzes Leben deiner Herrschaft unterwerfen. Schenke uns deinen Heiligen Geist, dass wir Mut haben, dies zu tun. Heiliger Geist, befähige uns dazu, Jesus in unserem ganzen Leben herrschen zu lassen. Nur so können wir wirklich frei sein.

Persönliche Lektüre

Jesus, mein König. Ich stehe unter deinem Kreuz. Ich berühre deine Wunden und bekenne, dass du und nur du mein König bist, der König meines Herzens. Ich sage allem ab, was mich zu dir hindert. Im Feuer deines Geistes verbrenne und in deinem Sturm vernichte alle Götzen, die ich neben dir verehrt habe. Ab jetzt sei du mein einziger König! Dir übergebe ich mein Leben. Drücke mich an dein Herz und stärke mich durch dein Wort. Ich höre dir gerne zu….

Gedanken zur Betrachtung

1. Selbsterlösung

Er soll sich selber helfen… Hilf dir selbst… So rufen die Menschen Jesus zu. Und er hört nicht auf sie. Er braucht ja keine Erlösung. Er ist der Erlöser. Mit ihren Rufen offenbaren sie aber das Verlangen ihres Herzens nach Selbsterlösung. Ich kann mir selber helfen. Ich brauche niemanden. Ich mache es selbst. Ich verschaffe mir Heil. Daraus wird aber nichts. Es gab schon genug Ideologien, die uns ein Paradies auf der Erde versprochen haben. Und es wurde nichts daraus. Der Mensch kann sich selbst nicht erlösen. Die beiden Verbrecher, die neben Jesus hingen vermochten das auch nicht. Die Erlösung bekommen wir durch die Hände Jesu geschenkt.

Bin ich ein offener Mensch für Gott und für die Menschen? Lasse ich mir helfen? Kann ich um Hilfe bitten? Wo versuche ich, mir selbst zu genügen? Wann lehne ich die Hilfe von aussen ab? Warum? Wo versuche ich mir selbst das Heil zu verschaffen, indem ich die heilbedürftigen Dinge verschweige, verdränge, verneine? Kann ich mich für das Heil öffnen, dass Jesus, der König, mir anbietet?

2. Erlöser nach meiner Meinung

Die Menschen wollen in der Tiefe ihres Herzens geheilt werden. Oft wollen sie aber Gott vorschreiben, wie er ihnen das Heil schenken soll. Der eine Verbrecher wollte nicht sterben. Die Erlösung hat er ganz irdisch verstanden als eine Befreiung vom Leiden und Tod. Das gleiche haben auch die führenden Männer und die Soldaten gemeint. Wie ein Echo hören wir die Versuchung Jesu in der Wüste: Du hast Hunger. Mach aus Steinen BrotEr-löse dich von deinem Leiden. Auch damals hat Jesus nicht auf den Teufel gehört. Nur er allein kennt den Weg der Erlösung, die Gott den Menschen schenken will.

Wie sieht mein Gebet aus? Worum bitte ich Gott? Sage ich Gott, was er für mich und für die anderen tun soll? Kann ich zu Gott halten, selbst wenn er meine Wünsche nicht erfüllt? Bin ich überzeugt, dass er mir nur das Beste schenkt? Sehe ich auch in der Krankheit, im Leiden, selbst im Tod einen Sinn? Bete ich für meine Mitmenschen, dass der Wille Gottes an ihnen geschieht?

3. Mein echter Erlöser

Der zweite Verbrecher hat gespürt, wer Jesus ist. Er hat ihm keine Vorschriften gemacht. Er hat sich nur an ihn mit seiner demütigen Bitte gewandt: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst. Er liess sich das Heil, die Erlösung schenken. Er musste auch sehr überrascht und erfreut gewesen sein, als Jesus ihn in einem der kürzesten Heiligsprechungsprozess der Geschichte heiliggesprochen hat: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein? Wer geht sonst in den Himmel, wenn nicht jene, die von Gott geheiligt wurden?

Wo bedürfe ich der Erlösung? Ist Jesus der einzige Retter der Welt, mein Erlöser? Lasse ich mich von ihm beschenken? Bin ich dafür dankbar? Gebe ich das Geschenk weiter? Glaube ich daran, dass Jesus jedem Menschen das Heil anbietet? Bete ich darum, dass das Herz der Menschen für Jesus nicht verschlossen bleibt? Wo habe ich selbst erfahren, dass der Herr mich erlöst hat? Wie lebe ich diese Tatsache im Alltag?

Lobpreis

Für den König, für den Herrn. 

Für ihn geben wir uns hin. 

Seine Ehre unser Ziel, 

nichts bedeutet uns jemals so viel 

Für den König, für sein Reich. 

Alle Menschen sind hier gleich

Lamm und Löwe sind vereint

und das Licht der Gerechtigkeit scheint.

Alle Ehre König Jesus!

Unsere Herzen, sie fliegen dir zu.

Wir erheben deinen Namen!

Der allein wahre König bist du!

Für den König, für sein Schwert

was den Feind das Fürchten lehrt

unsre Freiheit garantiert

uns zum Schutz unsre Grenze markiert.

Für den König für sein Volk

für die Heerschar, die ihm folgt.

Ihm der uns sein Leben gibt

lasst uns dienen so wie er uns liebt! 

Alle Ehre König Jesus!

Unsere Herzen, sie fliegen dir zu.

Wir erheben deinen Namen!

Der allein wahre König bist du

Vorsatz

Ich stelle mich unter das Kreuz Jesu und bekenne ihn als meinen Herrn und König!

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Betrachtung zum 33. Sonntag im Jahreskreis C

2025/11/14 weniger...

In der Verfolgung ausharren

In jener Zeit, als einige darüber sprachen, dass der Tempel mit schön bearbeiteten Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus: Es werden Tage kommen, an denen von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleibt, der nicht niedergerissen wird. Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen und was ist das Zeichen, dass dies geschehen soll? Er antwortete: Gebt Acht, dass man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es! und: Die Zeit ist da. – Lauft ihnen nicht nach! Wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch nicht erschrecken! Denn das muss als Erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort. Dann sagte er zu ihnen: Volk wird sich gegen Volk und Reich gegen Reich erheben. Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen. Aber bevor das alles geschieht, wird man Hand an euch legen und euch verfolgen. Man wird euch den Synagogen und den Gefängnissen ausliefern, vor Könige und Statthalter bringen um meines Namens willen. Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können. Nehmt euch also zu Herzen, nicht schon im Voraus für eure Verteidigung zu sorgen; denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, sodass alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können. Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern und manche von euch wird man töten. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden. Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden. Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen (Lk 21,5-19).

Gebet 

Herr Jesus Christus, du schaust nicht auf das Äußere. Du allein kennst das Herz des Menschen. Du willst mit uns sprechen von Herz zu Herz. Herr, erkläre uns die Not unserer Zeit, die Not des Lebens. Herr, sende uns deinen Heiligen Geist, dass wir dich verstehen und unser Leben meistern können. Heiliger Geist, du wohnst und betest in uns. Wir sind ja dein Tempel! Erfülle uns neu mit deinem Feuer. Entfache uns neu. Verbrenne alles in uns, was uns zu Jesus hindert. Sei du die Seele unserer Seele!

Persönliche Lektüre

Jesus, du bist da bei mir. Bei dir muss ich keine Angst mehr haben. Du bist ja mein Herr und Beschützer. Drücke mich an dein Herz. Ich brauche dich. Lass mich deine Liebe spüren… Öffne mein Herz ganz für dich. Schenke mir den Heiligen Geist, den Geist der Liebe und des Friedens. Heiliger Geist sei du mein Licht und meine Freude. Ich vertraue mich dir an. Heiliger Geist komm auf mich mit deiner Kraft herab. Ich werde ruhig und still… Nun bin ich in dir geborgen…

Gedanken zur Betrachtung

1. Tempel 

Der Tempel ist ein Ort, an dem Gott selbst wohnt. Das haben die Juden gewusst. Darum haben sie für seinen Bau großzügig gespendet. Gott sollte ja eine würdige Wohnung unter den Menschen haben! Das Wichtigste dabei ist aber nicht der Tempel selbst, sondern Gott, der in ihm wohnt und ihn heiligt. Auch mein Herz ist ein Tempel des lebendigen Gottes. Wie schön und prächtig müsste es sein, um Gott selbst eine Wohnung anbieten zu können?

Sorge ich für meine Pfarrkirche? Mit welchen Gaben ehre ich darin Gott? Ist mir die Schönheit der Gottesdienste wichtig? Wie trage ich dazu bei? Lasse ich Gott im Tempel meines Herzens wohnen? Womit schmücke ich ihn aus? Was tue ich, um Jesus in meinem Herzen würdig zu empfangen? Was schenke ich ihm gern? Was gebe ich für ihn hin?

2. Verfolgung 

Jesus verspricht uns kein einfaches Leben! Wie er, unser Meister, verfolgt wurde, so werden auch wir verfolgt. Warum? Weil wir in der heutigen Zeit den Mut haben, zu ihm zu gehören und uns zu seinem Namen zu bekennen. Wir heissen ja Christen. Die Verfolgung bringt die Stäke unseres Glaubens ans Licht. Erst wenn wir Widrigkeiten erfahren, leiden, eine Krise erleben, zeigt sich, wie sehr wir Jesus vertrauen; zeigt sich, ob wir wirklich seinen Namen lieben und für ihn für alles bereit sind.

Wie stelle ich mir das Leben mit Jesus vor? Bin ich wie Jesus bereit, das tägliche Kreuz zu tragen? Stehe ich zu ihm in der Familie, im Freundeskreis, am Arbeitsplatz, unter den Fremden? Wann verschweige ich, dass ich Christ bin? Wo habe ich zu leiden gehabt, weil ich zu Christus gehöre? Bleibe ich Jesus treu, wenn ich Schwierigkeiten erfahre und seelische oder körperlichen Schmerzen habe? Welche „Verfolgung“ hat mich im Glauben gestärkt? Glaube ich daran, dass mir bei Jesus nichts passieren kann?

3. Zeugnis

Jesus verlangt von uns, dass wir in der Verfolgung Zeugnis von ihm ablegen. Er hat ja Zeugnis vor seinem Vater abgelegt gerade dann, als er vor dem Gericht stand. Er wusste, welche Folgen seine Aussagen haben werden. Er hat sie aber nicht zurückgezogen: Gott ist mein Vater. Es wurden ihm die Worte und die Weisheit eingegeben, für die seine Feinde nur das Eine hatten: den Tod. Er wurde dafür gehasst, ausgepeitscht und getötet. Seine Zusage für die Jünger: „Euch wird kein Haar gekrümmt werden“, wurde doch erfüllt. Der Vater hat ihn dem Tod entrissen!

Bin ich bereit, Jesus zu verkünden, selbst wenn ich nicht danach gefragt werde? Bete ich zum Heiligen Geist um Weisheit, Rat und Mut? Lasse ich mich von ihm leiten? Höre ich aus seinen Eingebungen? Wie begegne ich meinen Feinden? Kann ich für sie beten? Kann ich mit Jesus leiden? Vertraue ich auf seinen Beistand? Aus welcher Not hat mich Jesus herausgerissen?

Lobpreis 

Mein Jesus, mein Retter,

keiner ist so wie du.

Lobpreis sei dir, jeden Tag mehr,

für deine große Liebe, Herr.

Mein Tröster, mein Helfer,

du bist mir Zuflucht und Kraft.

Alles in mir beugt sich vor dir.

Du bist hoch erhoben, Herr!

 

Ruft zu dem Herrn, alle Enden der Welt!

Ehre und Dank dem, der alles erhält.

Himmel und Erde erhebt ihn und singt,

wenn sein Name erklingt.

Wir preisen dich, du hast Großes getan.

Wir kommen vor dich und beten an.

Dank sei dir, Herr, du bist unvergleichlich gut.

Vorsatz

Ich stehe klar zu Jesus, wenn ich danach gefragt werde.

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Betrachtung zum Weihetag der Lateranbasilika

2025/11/07 weniger...

Herr, reinige mein Herz! 

Das Paschafest der Juden war nahe und Jesus zog nach Jerusalem hinauf. Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen. Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern; das Geld der Wechsler schüttete er aus, ihre Tische stieß er um und zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle! Seine Jünger erinnerten sich, dass geschrieben steht: Der Eifer für dein Haus wird mich verzehren. Da ergriffen die Juden das Wort und sagten zu ihm: Welches Zeichen lässt du uns sehen, dass du dies tun darfst? Jesus antwortete ihnen: Reißt diesen Tempel nieder und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten. Da sagten die Juden: Sechsundvierzig Jahre wurde an diesem Tempel gebaut und du willst ihn in drei Tagen wieder aufrichten? Er aber meinte den Tempel seines Leibes. Als er von den Toten auferweckt war, erinnerten sich seine Jünger, dass er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte (Joh 2, 13-22).

Gebet

Herr Jesus Christus, du wohnst in jedem Tabernakel, bei dem ein ewiges Licht brennt. Du bist unter uns für immer geblieben, wie du es versprochen hast. Jederzeit dürfen wir zu dir kommen und dich besuchen, mit dir reden. Du hast immer Zeit für uns. So wollen auch wir uns Zeit nehmen für dich. Ermutige uns zu einem häufigeren Besuch bei dir. Schenke uns deinen Heiligen Geist, dass er den Tempel unseres Herzens erneuere und reinige. Er öffne uns für deine Gegenwart und schaffe uns neu. Heiliger Geist, entfache uns neu in der Liebe zu Jesus, unserem Retter.

Persönliche Lektüre

Jesus schenkt dir seine Zeit. Nimm sie in Anspruch. Erfreue dich am Herrn. Lass dich von ihm ansprechen. Sei offen für sein befreiendes Wirken an dir. Verweile bei den Worten, Sätzen, Handlungen Jesu, die dich berühren… Lass Jesus in dein Herz hinein… 

Gedanken zur Betrachtung

  1. Das Haus des Vaters

Jesus kommt in den Tempel nach Jerusalem. Und was stellt er fest? Die Menschen haben aus diesem heiligen Ort eine Markthalle, eine Räuberhöhle gemacht. Anstatt mit dem Vater zu reden, auf ihn zu hören, machten sie aus ihrem Glauben ein Geschäft. Ein Geschäft mit den Menschen, damit sie reine Opfertiere und reine Münzen für ihren Kult haben. Ein Geschäft mit Gott, der sich mit den vielen Opfern der Menschen zufriedengeben und den Menschen gnädig sein sollte. Was bleibt dann von dem Haus des Vaters übrig? Was bleibt von dieser zärtlichen Beziehung Vater – Sohn übrig? Der Eifer für dein Haus verzehrt mich!

Wie sieht meine Beziehung zu Gott aus? Was bringe ich ihm dar? Ist er wirklich mein Vater? Wie rede ich mit ihm? Lebe ich meinen Alltag mit ihm? Welche Geschäfte hindern mich heute, bei Gott, dem Vater, zu Hause zu sein?

  1. Das Heiligtum meines Herzens

Durch die Taufe wurden wir alle zu Kindern Gottes und zum Tempel des Heiligen Geistes. Wir sind der Tempel des lebendigen Gottes. Das Herz ist das Heiligtum Gottes in uns! Darum sagt Jesus zu den Juden, dass sie diesen seinen Tempel, ihn selbst zerstören werden. Tatsächlich wurde Jesus getötet und nach drei Tagen ist er auferstanden. In jeder Kommunion zieht Jesus in sein Heiligtum ein, in mein Herz. Welche Ehre gilt jedem Gläubigen, der Jesus in sein Herz aufnimmt!

Welche Sorge trage ich für meinen Körper, für den Tempel Gottes in mir? Ist das Heiligtum meines Herzens wirklich rein; für den Herrn immer bereit? Welche Ehre erweise ich Jesus in anderen Menschen, die ihn empfangen?

  1. Eine erschütternde Befreiung

Wir machen uns bewusst, dass es auch im Tempel unseres Herzens viele Gewohnheiten, Schwächen und Sünden gibt, die wir nicht einmal merken, oder die wir nicht aufgeben wollen. Wir haben uns viele falsche Sicherheiten aufgebaut, die uns hindern, im Heiligtum unseres Herzens mit Jesus zu verweilen. Darum ist es gut, wenn der Herr alles in uns zerstört, was uns zu ihm hindert. Wenn er uns erschüttert, aus unseren schlechten Gewohnheiten herausreißt; erst dann werden wir wirklich frei.

Was stört mich, Jesus zu begegnen? Bitte ich den Heiligen Geist, dass er mir mein Versagen, meine Sünde zeige, damit ich sie in Wahrheit bekennen kann? Wo brauche ich heute eine erschütternde Befreiung Jesu?

Lobpreis

Reinige mein Herz,
mach mich rein wie Gold
in deinem Feuer
Reinige mein Herz,
mach mich rein wie Gold, pures Gold

Feuer des Herrn,
danach verlangt mein Herz
mach mich rein,
(und) heilig
Dir allein will ich dienen, mein Meister
Und deinen Willen tun

Reinige mein Herz,
nimm, was mich trennt von dir
und mach mich heilig
Reinige mein Herz,
nimm, was mich trennt von dir, tief in mir

Vorsatz

Ich lasse Jesus das Heiligtum meines Herzens im Sakrament der Versöhnung reinigen.

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Betrachtung zu Allerheiligen

2025/10/31 weniger...

Heilige – Menschen mit Profil

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm. Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen. Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel (Mt 5,1-12a).

Gebet

Herr Jesus Christus. Du bist der Heilige Gottes. Du rufst uns alle zur Heiligkeit auf. Nur die Heiligen können dem heiligen Gott im Himmel begegnen. Herr, so oft denken wir, dass diese Berufung den anderen vorbehalten sei, dass wir Christen nicht anders sein wollen als die anderen. Du hast uns aber in der Taufe geheiligt und willst, dass wir heilig bleiben und mit den anderen den Weg der Heiligkeit gehen. Schenke uns, Herr, den Geist des Mutes und der Stärke. Erfülle uns neu mit dem Geist der Heiligkeit, so dass er uns nie loslässt, bis wir einst mit allen Heiligen deine Herrlichkeit schauen dürfen.

Persönliche Lektüre

Jesus, dein Wort fordert mich heraus. Es entreißt mich der Mittelmäßigkeit und führt zum weiten Horizont der Ewigkeit. Nimm mich, Jesus, an die Hand und zeige mir den Weg zur Heiligkeit, den du für mich vorbereitet hast. Alle Heiligen Gottes betet für mich und beschützt mich. Seid bei mir, dass ich einst mit euch Gott loben und preisen darf für die ganze Ewigkeit. Alle Heiligen Gottes, bittet für uns.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Klares Profil haben

Wenn wir Auto fahren, dann achten wir darauf, dass die Reifen ein klares, gutes Profil haben. Sonst kann es sein, dass wir beim Regen oder im Winter schnell einen Unfall bauen. Hier lohnt es sich nicht zu sparen. Es geht ja um die eigene und die fremde Sicherheit. Wie sieht es aber aus, wenn es um unser christliches Leben geht? Als Christen sollen wir ein klares Profil haben, das die Heiligkeit heißt. Wir müssen den Mut haben, wie Jesus anders zu sein! Wir sollen als seine Jünger in dieser Welt erkannt werden (siehe Seligpreisungen!).

Welches Profil habe ich heute? Ist das ein Profil der Heiligkeit oder eher Mittelmäßigkeit oder gar Gleichgültigkeit? Erkennt man mich als Christ, als jenen Menschen, der sich entschieden hat, Jesus sein ganzes Herz zu schenken? Wie groß ist heute meine Liebe zu Jesus?

  1. An meinem Profil arbeiten

Wenn wir die Reifen gebrauchen, dann wird ihr Profil mit der Zeit abgefahren. Wir können sie ersetzen und neue kaufen. Wir können sie auch vulkanisieren lassen. Und das tun wir ohne Wenn und Aber. Wie oft sträuben wir uns aber, wenn jemand von uns verlangt, dass wir z. B. an einer Weiterbildung oder einem Glaubenskurs teilnehmen! Wir haben Tausend Gründe, die dagegen zu sprechen scheinen. Für das leibliche Wohl und die Sicherheit des irdischen Lebens tun wir so viel… Wäre es nicht nötig, uns mehr für das Wohl der Seele zu sorgen? Wäre es nicht angebracht, stets an unserem christlichen Profil zu arbeiten? Die Heiligen haben es getan!

Was tue ich, um mein christliches Profil zu zeigen? Was tue ich um es zu erneuern, um glaubwürdig zu wirken? Nehme ich die Sakramente, Bibel lesen, Anbetung, Glaubenskurse und andere Angebote zur Vertiefung des Glaubens ernst? Was muss ich heute tun, um mein Profil des Jüngers Jesu zu verbessern?

  1. Spuren hinterlassen

Wenn die Autoreifen ein klares Profil haben, dann können sie im Sand oder im Schnee schöne und tiefe Spuren hinterlassen. Die Heiligen haben das Leben der Mitmenschen geprägt. Sie haben tiefe Spuren durch ihr Reden und Tun in dieser Welt hinterlassen. Selbst nach vielen Jahrhunderten sind sie erkennbar und prägend. Die Heiligen sind eben immer die wahren Reformatoren der Kirche. Durch sie kommt jede echte Erneuerung.

Welche Spuren hinterlässt mein Leben? Bin ich stolz auf mein Leben, wenn ich darauf zurückblicke? Für was möchte ich dem Herrn danken? Für was mich bei ihm entschuldigen? Welche Spuren hinterlässt Jesus in meinem Leben? Folge ich ihm gern? Pflege ich eine lebendige Beziehung zu den Heiligen, die mich auf dem Weg der Heiligkeit begleiten?

Lobpreis

Heilig bist du Herr
Du bist heilig Herr
Du sitzt auf dem Thron
Zu deinen Füßen fühl ich mich wohl,
Kniend vor deinem Thron

Staunend singe ich zu dir du bist heilig
Deine Herrlichkeit strahlt so schön
Mein blick hebt sich zu dir und sieht du bis heilig
Deine Schönheit wird nie vergehen

Würdig bist du Herr
Du bist würdig Herr
Du sitzt auf dem Thron
Für alle Zeiten bleibst du mein Gott
Herrschend auf deinem thron

Staunend singe ich zu dir du bist heilig
Deine Herrlichkeit strahlt so schön
Mein blick hebt sich zu dir und sieht du bist heilig
Deine Schönheit wird nie vergehen

Du bist der einzige dem dieses Lob gebührt, heilig bist du 4x

Staunend singe ich zu dir du bist heilig
Deine Herrlichkeit strahlt so schön
Mein blick hebt sich zu und sieht dir du bist heilig
Deine Schönheit wird nie vergehen

Vorsatz

Mit Jesus schaue ich das Profil meines Lebens an.

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Betrachtung zum 30. Sonntag im Jahreskreis C

2025/10/24 weniger...

Ein rechtes Gebet…

In jener Zeit erzählte Jesus einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, dieses Gleichnis: Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stellte sich hin und sprach bei sich dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den zehnten Teil meines ganzen Einkommens. Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wollte nicht einmal seine Augen zum Himmel erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt nach Hause zurück, der andere nicht. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden (Lk 18,9-14).

Gebet

Herr Jesus Christus, du liebst uns. Darum sagst du uns die Wahrheit. Nur die Wahrheit kann uns freimachen. Wenn wir sie erkennen, wissen wir, was wir in unserem persönlichen Leben zu ändern haben. Sprich, Herr, zu unseren Herzen! Mach uns offen für dein befreiendes Wort! Dein Wort treffe uns ins Herz du bewirke unsere Umkehr. Herr, sende uns deinen Geist der Wahrheit. Er führe uns in die Wahrheit ein und ermutige uns, Neues zu wagen. Heiliger Geist, durchglühe uns ganz und erfülle uns ganz mit deiner Liebe.

Persönliche Lektüre

Jesus, du bist mein Freund. Ich bin wichtig für dich. Du weist mich zurecht, du warnst mich von allem, was mich von dir trennen kann. Du bist ja die Wahrheit. Ich will deinem Wort zuhören und ihm nicht ausweichen. Ermutige mich dazu! In ziehe mich in den Tempel meines Herzens zurück, um allein mit dir zu sein. Ich werde ruhig und still… Nun bin ich ganz dein…

Gedanken zur Betrachtung

1. Im Haus des Vaters… 

Der Pharisäer und der Zöllner gehen hinaus nach Jerusalem, in den Tempel Gottes. Beide beten zu dem lebendigen Gott Israels. Die Bundeslade, das Allerheiligste, weist auf die Gegenwart Gottes hin. Beide beten im Haus Gottes, im Haus des Vaters Israels. Ja, hier sind sie zu Hause, geborgen und sicher. Für beide steht dies außer Frage: sie brauchen das Gebet, sie wollen im Kontakt mit Gott bleiben. Sie gehen darum dorthin, wo er, wie sie glauben, greifbar zu finden ist. Sie geben ihm den gleichen Namen: Gott (Jahwe: Ich bin der, Ich bin da!).

Wo bete ich gern? Habe ich meinem Lieblingsplatz für das Gebet? Bete ich gerne in der Kirche? Glaube ich, dass Jesus im Allerheiligesten Sakrament gegenwärtig ist, dass er dort auf mich wartet? Ist die Kirche ein Haus Gottes für mich, ist sie mein Zuhause, meine Heimat? Ist auch mein Herz ein Tempel Gottes? Bete ich gern zu Gott? Ist das Gebet ein Bedürfnis meines Herzens? Welchen Namen gebe ich meinem Gott? Ist er auch für mich Vater?

2. Wann bete ich richtig? 

Die beiden beten zu demselben Gott. Wie verschieden sind aber ihre Gebete! Der Pharisäer wendet sich zwar an Gott, aber in Wirklichkeit betet er sich selbst an. Er stellt sich vor Gott hin, als ob er selber ein zweites „Allerheiligste“ wäre. Sein Gebet kreist um sein eigenes ICH. Er meint, gerecht vor Gott zu leben und sein Wohlwollen verdient zu haben. Er hat ja in seinem geistlichen Leben einiges geleistet. Anders verhält sich der Zöllner! Er bleibt bescheiden ganz hinten. Er kennt sich selbst. Darum wagt er nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben. Er kennt auch seine Sündhaftigkeit. Er schlägt sich an die Brust und wendet sich an Gott mit seiner ganzen Not: Gott, sei mir Sünder gnädig. Und er wird erhört!

Wie sieht mein Gebet aus? Ist es ein ehrliches Gespräch mit dem Vater? Beschäftige ich mich dabei mit Gott oder nur mit mir selber? Bin ich im Gebet dankbar gegenüber Gott? Wann bete ich mich selbst an? Ist mein Gebet demütig? Kann ich mein Leben vor Gott sprechen lassen? Vertraue ich auf die Barmherzigkeit des Vaters? Was drückt meine Gebetshaltung aus? Stehe ich im Gebet zu mir selbst? Bitte ich Gott um sein Erbarmen für mich und die anderen?

3. Selbstgerechtigkeit und Verachtung…

Der Mensch, der meint, selbst gerecht zu sein, liegt falsch. Gott ist es, der uns gerecht macht. Die Selbstgerechtigkeit ist die Frucht des menschlichen Hochmuts, der uns früher oder später zu Fall bringt. Der selbstgerechte Pharisäer begann, die Menschen zu verachten, sich als etwas Besseres darzustellen. Er liebte weder Gott noch die Menschen. Er liebte nur sich selbst. Jesus warnt uns vor solchem Verhalten! Er lädt uns dazu ein, über unsere Beziehung zu Gott und zu den Mitmenschen kritisch nachzudenken und sie zu korrigieren, solange wir noch Zeit dafür haben. Eine Bilanz unseres Gebetslebens ist nun gefragt.

Wo kommt der Hochmut in meinem Leben zum Vorschein? Nehme ich ihn ernst? Wo stelle ich mich selbst besser dar, als ich bin? Warum? Bin ich selbstgerecht vor Gott und vor den Anderen? Bin ich echt in meinen Worten und Taten? Wann schaue ich auf die Menschen von oben herab? Warum? Bete ich für die anderen, die schwach sind und sündigen? Kann ich ihnen mit Liebe und Barmherzigkeit begegnen? Wie fällt die Bilanz meines Gebetslebens aus?

Lobpreis 

Ein König voller Pracht,

voll Weisheit und voll Macht.

Die Schöpfung betet an, die Schöpfung betet an.

Er kleidet sich in Licht. Das Dunkel hält ihn nicht

und flieht, sobald er spricht, und flieht, sobald er spricht.

So groß ist der Herr, sing mit mir.

So groß ist der Herr.

Ihn preisen wir.

So groß, so groß ist der Herr.

Von Anbeginn der Zeit bis in die Ewigkeit

bleibt er derselbe Gott, bleibt er derselbe Gott.

als Vater, Sohn und Geist, den alle Schöpfung preist,

als Löwe und als Lamm, als Löwe und als Lamm

So groß ist der Herr, sing mit mir.

So groß ist der Herr.

Ihn preisen wir.

So groß, so groß ist der Herr.

Sein Name sei erhöht, denn er verdient das Lob.

Wir singen laut: So groß ist der Herr.

Vorsatz

Jeden Abend danke ich Gott für sein Erbarmen mit mir und den anderen.

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Betrachtung zum 29. Sonntag im Jahreskreis C

2025/10/17 weniger...

Erhört Gott mein Gebet?

In jener Zeit sagte Jesus seinen Jüngern durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten: In einer Stadt lebte ein Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm. In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe, die immer wieder zu ihm kam und sagte: Verschaff mir Recht gegen meinen Widersacher! Und er wollte lange Zeit nicht. Dann aber sagte er sich: Ich fürchte zwar Gott nicht und nehme auch auf keinen Menschen Rücksicht; weil mich diese Witwe aber nicht in Ruhe lässt, will ich ihr Recht verschaffen. Sonst kommt sie am Ende noch und schlägt mich ins Gesicht. Der Herr aber sprach: Hört, was der ungerechte Richter sagt! Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern bei ihnen zögern? Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen. Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, den Glauben auf der Erde finden? (Lk 18,1-8).

Gebet 

Herr Jesus Christus, du bist da für uns. Du hast uns gern. Du erklärst uns die Geheimnisse deines Reiches. Du willst, dass wir in der Beziehung zu dir wachsen und sie stets pflegen. Erfülle uns neu mit der Kraft deines Geistes, denn ohne ihn können wir nichts tun. Entfache uns neu in der Liebe zu dir, damit wir unsere Herzen vor dir ausschütten können. Durchflute uns ganz mit deinem Heiligen Geist. Er selber bete und wirke in uns und durch uns. Heiliger Geist, öffne uns für Jesus und sein Wort. Hilf uns, dieses Wort zu beherzigen und zu leben.

Persönliche Lektüre

Jesus, du bist mein Freund und meine Liebe. Du bist alles für mich. Im Gebet suche ich dich. Durch das Gebet sehne ich mich nach dir. Aus dem Gebet schöpfe ich Kraft von dir. Hilf mir beten! Lehre mich beten! Sei du mein Meister im Beten. Sprich zu meinem Herzen. Ich will auf dich hören. Ergieße deine Liebe in meinem Herzen, damit mein Gebet dir gefallen kann. Ich lasse mein Herz sprechen… Ich werde ruhig und still…

Gedanken zur Betrachtung

1. Im Kontakt mit Gott bleiben… 

Jesus erzählt uns ein Gleichnis, dass wir allezeit beten sollen. Darum geht es ihm. Wer liebt, der bleibt mit der geliebten Person 24 Stunden am Tag. Er will ja die geliebte Person bei sich haben und ihr seine Liebe beweisen. Er will sicher sein, dass auch er geliebt wird. Die Geliebten sind einfach füreinander da, sie staunen übereinander und freuen sich aneinander. Sie haben nie genug zueinander zu sagen und voneinander zu hören: „Ich liebe dich“. Sie haben alles gemeinsam. Mehr noch, sie werden nie müde, diese Liebe zu pflegen. Gerade das heißt allezeit zu beten.

Bete ich zu Gott? Wie oft tue ich das? Kann ich mit meinem Leben beten und stets in Kontakt mit Gott bleiben? Wie lebe ich das im Alltag? Tue ich es aus Liebe zu Gott? Wie pflege ich meine Liebe zu ihm? Wie oft sage ich Gott, dass ich ihn liebe? Freue ich mich über seine Gegenwart und Liebe? Wann vergesse ich Gott? Warum? Was will ich ihm vorenthalten?

2. Im Bitten nicht nachlassen… 

Im Beten sollen wir nicht nachlassen. Wir sollen im Gebet wie diese arme Witwe aus dem heutigen Evangelium ausharren. Sie wandte sich immer wieder mit ihrer Bitte an diesen rücksichtslosen Richter, der ihr Recht verschaffen konnte. Sie gab nicht nach, sie gab nicht auf. Sie war bereit, Tag und Nacht nach seiner Hilfe zu schreien. Dank ihrer Zudringlichkeit wurde sie erhört. So ist unser Gott. Wenn wir im Gebet nicht nachlassen, zögert er nicht, uns Recht zu verschaffen, uns zu helfen, und zwar gratis. Wir können es weder verdienen noch erzwingen. Wir können es aber erbitten!

Habe ich meine festen Gebetszeiten? Bete ich nur in den Zeiten der Not? Rufe ich zu Gott Tag und Nacht für mich, für die anderen? Schreie ich zu Gott aus meiner Not, aus der Not der anderen? Wann werde ich versucht, mein Gebet aufzugeben? Wie hat sich mein Gebet im Laufe der Zeit geändert? Ist mein Gebet die Sache des Herzens und nur eine schöne Gewohnheit? Wo habe ich in meinem Gebet nachgelassen?

3. An die Erhörung glauben…

Gott hört immer jedes unserer Gebete. Und er erhört sie, wenn wir mit festem Vertrauen zu ihm rufen, wenn wir in unserem Herzen nicht zweifeln. Wer glaubt, der wurde schon erhört. Wer glaubt, der wartet sehnsüchtig auf das Kommen Jesu. Wer glaubt, der hat keine Angst vor dem Tod. Im Gegenteil, er freut sich auf die Ewigkeit mit dem, der seine Seele liebt. Wie könnte Gott seine Auserwählten im Stich lassen? Das Gebet verwandelt unser Leben, damit wir die Welt verwandeln können. Sonst ist es kein Gebet.

Glaube ich an die Nähe Gottes? Glaube ich daran, dass er mich hört und erhört? Glaube ich wirklich, dass er mir alles schenken kann, worum ich ihn im Namen Jesu bitte? Verwandelt das Gebet mein Leben? Wird das Denken und Handeln Jesu zu meinem Denken und Handeln? Sehne ich mich nach Jesus? Warte ich auf sein Kommen in Herrlichkeit? Wie bereite ich mich darauf vor? Wann hat mich Jesus schon erhört?

Lobpreis

Mein Jesus, mein Retter,

keiner ist so wie du.

Lobpreis sei dir, jeden Tag mehr,

für deine große Liebe, Herr.

Mein Tröster, mein Helfer,

du bist mir Zuflucht und Kraft.

Alles in mir beugt sich vor dir.

Du bist hoch erhoben, Herr! 

Ruft zu dem Herrn, alle Enden der Welt!

Ehre und Dank dem, der alles erhält.

Himmel und Erde erhebt ihn und singt,

wenn sein Name erklingt.

Wir preisen dich, du hast Großes getan.

Wir kommen vor dich und beten an.

Dank sei dir, Herr, du bist unvergleichlich gut.

Vorsatz

Ich bestimme feste Zeiten für mein persönliches Gebet und halte mich jeden Tag daran.

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Betrachtung zum 28. Sonntag im Jahreskreis C

2025/10/10 weniger...

Gott loben

Es geschah auf dem Weg nach Jerusalem: Jesus zog durch das Grenzgebiet von Samárien und Galiläa. Als er in ein Dorf hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in der Ferne stehen und riefen: Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns! Als er sie sah, sagte er zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern! Und es geschah: Während sie hingingen, wurden sie rein. Einer von ihnen aber kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. Er warf sich vor den Füßen Jesu auf das Angesicht und dankte ihm. Dieser Mann war ein Samaríter. Da sagte Jesus: Sind nicht zehn rein geworden? Wo sind die neun? Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden? Und er sagte zu ihm: Steh auf und geh! Dein Glaube hat dich gerettet (Lk 17,11-19).

Gebet

Herr Jesus Christus, du bist unterwegs nach Jerusalem. Du kennst deinen Weg und dein Ziel. Du bist gekommen, um uns zu retten und zu heilen. Hilf uns, aufzubrechen aus uns selbst heraus auf dein großes Ziel hin. Ermutige uns, mit dir zu gehen und führe uns zu den Menschen, die deine und unsere Hilfe brauchen. Heiliger Geist, du Geist des Mutes und der Stärke, treibe uns voran auf dem Weg des Heils. Sei du unser Licht und unsere Zuflucht. Führe uns zu Jesus, dem einzigen Heiland, dem einzigen Retter der Welt.

Persönliche Lektüre

Jesus, dich will ich loben und preisen. Dir möchte ich mit allen Engeln und Heiligen spielen und singen. Nur du bist würdig, alle Ehre zu bekommen, nur du, unser Herr! Öffne meine Augen für deine Güte und offenbare mir dein Heil, damit mein Herz vom Lobpreis überströmt wird. Herr, sprich zu mir und offenbare mir die Geheimnisse deiner Liebe. Dein Wort berühre mein Inneres und schenke mir den Mut, mit dir neu anzufangen. Ich werde ruhig und still…

Gedanken zur Betrachtung

1. Die Not verbindet… 

Die zehn Aussätzigen halten zusammen. Ihre Not verbindet sie. Da schauen sie nicht auf ihre Herkunft und Religion, selbst wenn die Juden und die Samariter einander hassten. Solange sie krank bleiben, halten sie zueinander, sie sind füreinander da. Sie schließen niemanden aus. Im Gegenteil, sie wurden aus der Gesellschaft ausgeschlossen, um andere nicht mit ihrer unheilbaren Krankheit anzustecken. Sobald sie aber geheilt werden, gehen ihre Wege wieder auseinander: Neun Juden gehen in den Tempel, ein Samariter kehrt zu Jesus zurück.

Können die Gesunden die Kranken wirklich verstehen? War ich schon in Not? Wie fühlte ich mich damals? Wer stand mir zur Seite? Welche Not hat mich mit den anderen zusammengeschweisst? Warum? Kann ich mich für die Menschen in Not öffnen? Bin ich bereit, ihnen zu helfen? Wie lindere ich die eigene und die fremde Not?

2. Zum Arzt kommen… 

Die Aussätzigen waren unheilbar krank. Niemand konnte und niemand wollte ihnen helfen. Gemäß dem Gesetz mussten sie sich außerhalb der Stadt aufhalten und schon von weitem „Unrein“ rufen, damit die Menschen nicht in ihrer Nähe kommen konnten. Sonst konnten sie sich anstecken und rituell unrein werden. Die zehn Aussätzigen haben es aber gewagt, zu Jesus zu kommen und ihn von der Ferne her, um Hilfe zu bitten. Nur er konnte sie wirklich heilen, er, Jesus. Sein Name heißt ja „Gott rettet“, “Gott bringt Heil“. Und er tut dies tatsächlich, indem er ihnen befiehlt, seinem Wort zu gehorchen. Auf dem Weg, den Jesus ihnen gewiesen hat, wurden sie geheilt.

Welche Krankheiten plagen mich und meine Nächsten? Habe ich Angst vor den kranken Menschen? Kann ich für sie beten, mit ihnen beten? Bringe ich sie zu Jesus mit der innständigen Bitte, dass er sie heile? Glaube ich daran, dass Jesus dies auch heute vermag? Rufe ich seinen heiligen Namen auf die Menschen herab? Gehorche ich dem Wort Gottes, um selber die Heilung zu erfahren?

3. Den lebendigen Gott loben…

Einer der Geheilten kehrte zu Jesus zurück, als er feststellte, dass er geheilt wurde. Er war aus Samarien. So durfte er eigentlich nicht in den Tempel hinein, wo die Priester waren. Er lobte aber Gott mit lauter Stimme. Er freute sich nicht nur an seiner Heilung, an der Gabe Gottes. Er ist zu dem Geber zurückgekehrt. Er wollte Jesus, dem lebendigen Gott, die Ehre geben. Es genügte für ihn nicht, die Vorschriften zu erfüllen. Er wollte mehr zu dieser göttlichen Person finden, die ihn geheilt hat. Jesus richtete ihn auf und sandte ihn aus. Er lobte seinen Glauben, der sich in der Dankbarkeit für die erfahrene Gnade zeigte.

Merke ich die Wunder Jesu in meinem persönlichen Leben? Bin ich ihm für sie dankbar? Kann ich Gott einfach loben, weil er da ist, weil er gütig ist, weil es ihn gibt? Kann ich Gott mit lauter Stimme und von ganzem Herzen preisen? Kann ich jeden Tag mit Maria ein persönliches Magnifikat für Gott singen? Vergesse ich nicht, Gott für die Erhörung meiner Bitten zu danken? Danke ich Gott, dass ich ihm danken kann, dass ich an ihn glaube?

Lobpreis

Ich will dich preisen Herr

Viel mehr als bisher

Ich will dich preisen Herr

Viel mehr als bisher

Dein Angesicht nur sehn

Deine Werke recht verstehn

Ich will dich preisen Herr

Vögel in der Luft loben dich

Bäume auf dem Feld erheben dich

Auch ich lobe dich ich erhebe dich

Ich will dich preisen Herr

Ich will dich preisen Herr

Viel mehr als bisher

Ich will dich preisen Herr

Viel mehr als bisher

Dein Angesicht nur sehn

Deine Werke recht verstehn

Ich will dich preisen Herr

Vorsatz

Jeden Abend preise ich Gott für die empfangenen Gaben.

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Betrachtung zum 27. Sonntag im Jahreskreis C

2025/10/03 weniger...

Stärke meinen Glauben!

In jener Zeit baten die Apostel den Herrn: Stärke unseren Glauben! Der Herr erwiderte: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Entwurzle dich und verpflanz dich ins Meer! und er würde euch gehorchen. Wenn einer von euch einen Knecht hat, der pflügt oder das Vieh hütet, wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen: Komm gleich her und begib dich zu Tisch? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, gürte dich und bediene mich, bis ich gegessen und getrunken habe; danach kannst auch du essen und trinken. Bedankt er sich etwa bei dem Knecht, weil er getan hat, was ihm befohlen wurde? So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Knechte; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan (Lk 17,5-10).

Gebet

Herr Jesus Christus, du bist unser Herr. Wir danken dir, dass du immer Zeit für uns hast und unsere Bitten erhörst. Wir wollen dir vertrauen, und doch versagen wir dich immer wieder. Wir wollen dir alles zutrauen, und doch verlassen wir uns so oft auf unsere eigene Kraft. Herr, befreie uns von uns selbst und sende uns deinen Heiligen Geist. Nur in ihm werden wir stark. Nur er kann uns in die Tiefe des Glaubens leiten und begleiten. Komm, Heiliger Geist, wirke unter uns, wirke an uns. Komm und stärke unseren Glauben. Lass uns nicht allein, Heiliger Geist. So sehr brauchen wir dich…

Persönliche Lektüre

Jesus, erhöre meine Bitte: Stärke mich im Glauben. Ich will mich dir ganz anvertrauen. Schenke mir Kraft und Mut dazu. Nimm jeden Zweifel von mir weg. Schenke mir ein kindliches Herz, das dir alles zutraut ohne Wenn und Aber. Öffne mich für dein befreiendes Wort und verwandle mich in dich. Herr, sprich mein Leben mit deinem guten Wort an. Ich werde ruhig und still…

Gedanken zur Betrachtung

1. Herr, stärke meinen Glauben!

Die Apostel Jesu spürten, dass der Glaube nicht einfach ist. Die Anforderungen Jesu waren klar und deutlich. Vielleicht erfuhren sie schon, wir schwierig ist es, den Glauben im Alltag zu leben. Immer wieder erfuhren sie beides: Begeisterung und Zweifel. Sie träumten von den ersten Plätzen im Reich Gottes und doch mussten sie erfahren, dass die Menschen sie ablehnen. Sie sollten die Gesandten Jesu sein, in seinem Namen handeln, und doch stießen sie immer wieder an ihre Grenzen. Daher diese Bitte: Herr, stärke unseren Glauben.

Glaube ich an Jesus? Vertraue ich ihm ohne Wenn und Aber? Was macht mir Freude am Glauben? Bin ich Gott, dankbar, dass ich glauben kann? Wie lebe ich ihn im Alltag? Lasse ich mich von ihm leiten und bestimmen? Ist der Glaube für mich eine lebendige Beziehung zu Jesus? Wie pflege ich sie im Alltag? Wie oft bitte ich Jesus, dass er mich im Glauben stärke?

2. Mein Glaube ist wie ein Senfkorn…

Den Glauben kann man nicht mit unseren Maßstäben messen. Jesus vergleicht ihn mit einem Senfkorn, mit einem der kleinsten Körner der Welt. Wenn jemand so einen Glauben hat, das heißt Gott fest vertraut ohne jeglichen Zweifel, der kann Wunder tun. Der Glaube setzt nämlich Vertrauen voraus. Ich vertraue Jesus und darum verlasse ich mich auf ihn und sein Wort. Dann kann er alles für mich tun. Ich muss aber meine Grenzen erkennen und mich dem Anderen ausliefern, in die Arme Jesu wie ein Kind fallen.

Wie groß ist heute mein Glaube? Was oder wer hindert mich zu glauben? Kann ich Jesus wirklich voll und ganz vertrauen? Kann ich alles von ihm erbitten? Glaube ich, dass er alles tun kann nicht nur für die anderen, sondern auch für mich? Habe ich schon die Kraft des Glaubens erfahren? Wann und wie? In welchen Situationen ist es schwer für mich, mich Jesus anzuvertrauen? Warum?

3. Mein Alltag aus dem Glauben

Der Glaube ist ein Geschenk Gottes. Wir können es nicht erzwingen. Wir dürfen es mit Dankbarkeit annehmen. Wenn wir uns aber entscheiden zu glauben, dann hat dies seine Folgen. Wir sind aufgefordert wie Jesus zu leben, der sich zum Diener aller gemacht hat. Wir sind eingeladen, unser Leben für die anderen selbstlos hinzugeben. Ja, wenn wir glauben, dann müssen wir auch unseren Alltag gemäß unserem Glauben gestalten. Ist es nicht schön, 24 Stunden am Tag mit Jesus zu leben?

Bitte ich um das Geschenk des Glaubens für mich und für die anderen? Bin ich in meinem Glauben konsequent? Kann ich wie Jesus den anderen dienen? Ist mein Dienst selbstlos? Was tue ich gerne für Jesus? Erkenne ich ihn in den anderen? Wie oft denke ich an Jesus am Tag? Liebe ich ihn von ganzem Herzen?

Lobpreis

Komm und lobe den Herrn, meine Seele sing 

bete den König an 

Sing wie niemals zuvor, nur für Ihn 

Und bete den König an  

Komm und lobe den Herrn, meine Seele sing

bete den König an

Sing wie niemals zuvor, nur für Ihn

Und bete den König an 

Ein neuer Tag und ein neuer Morgen

und wieder bring ich dir mein Lob

Was auch vor mir liegt und was immer auch geschehen mag

lass mich noch singen, wenn der Abend kommt

Komm und lobe den Herrn, meine Seele sing

bete den König an

Sing wie niemals zuvor, nur für Ihn

Und bete den König an

Du liebst so sehr und vergibst geduldig

schenkst Gnade, Trost und Barmherzigkeit

Von deiner Güte will ich immer singen

zehntausend Gründe gibst du mir dafür 

Komm und lobe den Herrn, meine Seele sing

bete den König an

Sing wie niemals zuvor, nur für Ihn

Und bete den König an

Und wenn am Ende die Kräfte schwinden

wenn meine Zeit dann gekommen ist

wird meine Seele dich weiter preisen

zehntausend Jahre und in Ewigkeit

Komm und lobe den Herrn, meine Seele sing

bete den König an

Sing wie niemals zuvor, nur für Ihn

Und bete den König an

Und bete den König an

Und bete den König an

 

Vorsatz

Jeden Tag danke ich Gott für das Geschenk des Glaubens…

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Betrachtung zum 26. Sonntag im Jahreskreis C

2025/09/26 weniger...

Unterlassung des Guten

In jener Zeit sprach Jesus zu den Pharisäern: Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag für Tag glanzvolle Feste feierte. Vor der Tür des Reichen aber lag ein armer Mann namens Lázarus, dessen Leib voller Geschwüre war. Er hätte gern seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen herunterfiel. Stattdessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren. Es geschah aber: Der Arme starb und wurde von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben. In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von Weitem Abraham und Lázarus in seinem Schoß. Da rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir und schick Lázarus; er soll die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und mir die Zunge kühlen, denn ich leide große Qual in diesem Feuer. Abraham erwiderte: Mein Kind, erinnere dich daran, dass du schon zu Lebzeiten deine Wohltaten erhalten hast, Lázarus dagegen nur Schlechtes. Jetzt wird er hier getröstet, du aber leidest große Qual. Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher Abgrund, sodass niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte. Da sagte der Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus meines Vaters! Denn ich habe noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen. Abraham aber sagte: Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie hören. Er erwiderte: Nein, Vater Abraham, aber wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie umkehren. Darauf sagte Abraham zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht (Lk 16,19-31).

Gebet

Herr Jesus Christus, du zeigst uns, worauf es im Leben ankommt. Du zeigst uns den Weg zum Vater. Du willst uns alle beim Vater haben und zwar für immer. Schenke uns den Geist der Erkenntnis und der Stärke, den Geist der Gottesfurcht, damit wir das irdische Leben nicht verspielen. Hilf uns, richtige Entscheidungen im Umgang mit den Mitmenschen zu treffen. Ermutige uns, jede Gelegenheit zum Guten zu ergreifen und dir in unseren Nächsten mit offenem Herzen und offenen Händen zu begegnen. Heiliger Geist, komm auf uns herab und entzünde in uns das Feuer deiner Liebe.

Persönliche Lektüre

Jesus, du bist mein Freund und Meister. Lehre mich den Weg des Lebens. Geh du selbst diesen Weg mit mir. Sprich dein gutes Wort zu mir. Richte mich auf. Ermutige mich den nächsten Schritt auf dem Weg des Gutes zu machen. Ich höre dir zu. Ich werde ruhig und still…

Gedanken zur Betrachtung

1. Abrahams Schoss oder Unterwelt

Im heutigen Gleichnis macht uns Jesus darauf aufmerksam, dass wir schon heute über unsere ewige Bestimmung entscheiden. Ja, wir entscheiden das mit unseren Gedanken, Worten und Taten. Wir entscheiden schon heute, ob wir nach dem irdischen Leben in den Schoss von Abraham (in den Himmel) getragen werden oder ob wir begraben werden und in der Unterwelt (Hölle) landen. Das heutige Evangelium macht uns unmissverständlich, dass es diese beide Wirklichkeiten gibt. Wie groß ist unsere Verantwortung für dieses irdische Leben! Wir dürfen es nicht verspielen, sonst verspielen wir unser ewiges Glück (für immer bei Gott sein).

Glaube ich dem Wort Jesu? Glaube ich an das ewige Leben? Verlange ich danach, für immer bei Gott, dem Vater zu sein? Gehe ich in meinem irdischen Leben «himmelwärts»? Bete ich zu den Heiligen, dass sie mir helfen, diesen Weg zu gehen? Übernehme ich in meiner Freiheit die Verantwortung für mein Leben nach dem Tod? Bete ich für meine Verstorbenen?

2. Unterlassung des Guten

Interessant ist, dass der Reiche aus dem Gleichnis Jesu eigentlich nichts «Böses» getan hat. Er hat aber das Gute unterlassen. Er erkannte Lazarus im Himmel. Darum musste er ihn schon im irdischen Leben kennen. Er hat aber nichts für ihn getan, er hat ihm nicht einmal Reste von seinen üppigen Speisen zukommen lassen. Er hat seine Wunden nicht verbinden lassen. Er hat sich keine Zeit genommen, mit ihm zu sprechen, seine Geschichte kennen zu lernen, ihn zu einem Mahl einzuladen. So viele Gelegenheiten zum Guten wurden ihm mit Lazarus geschenkt. Er hat sie aber verpasst und sein irdisches Leben verspielt. Damit hat er seine ewige Bestimmung (grosse Qualen im Feuer, weit weg von der Liebe Gottes) gewählt.

Bin ich den Mitmenschen gegenüber gleichgültig? Wo nehme ich sie weder wahr noch ernst? Wann denke ich nur an mich selbst? Ergreife ich die Gelegenheiten zum Guten, die Gott mir schenkt? Habe ich Freude daran, selbstlos Gutes zu tun? Bitte ich Gott um Vergebung, wenn ich das verpasst habe? Wem kann ich heute etwas Gutes tun?

3. Auf Mose und Propheten hören

Abraham erinnert den Reichen und damit uns alle an Mose und die Propheten, die uns im Namen Gottes, den Weg zum Himmel gezeigt haben. Dieser Weg sind die Gebote Gottes, die wir zu befolgen haben, um den Weg zum Himmel nicht zu verfehlen. All diese Gebote sind im Gebt der Gottes- und der Nächstenliebe zusammengefasst. Wir können nicht Gott lieben, wenn wir den Nächsten nicht lieben. Unsere Liebe zu Gott misst sich an der Größe unserer Liebe zum Nächsten. Alles, was wir für einen geringsten Menschen tun, tun wir für Jesus selbst! Das dürfen wir nicht vergessen.

Kenne ich die Gebote Gottes? Befolge ich sie? Mit welchen Geboten habe ich Mühe? Warum? Liebe ich Gott von ganzem Herzen? Sehne ich mich nach ihm? Liebe ich meinen Nächsten, jeden Menschen, dem ich begegne ohne Ausnahme? Sehe ich in ihm Jesus selbst?

Lobpreis

Für den König, für den Herrn.
Für ihn geben wir uns hin.
Seine Ehre unser Ziel,
nichts bedeutet uns jemals so viel
Für den König, für sein Reich.
Alle Menschen sind hier gleich
Lamm und Löwe sind vereint
und das Licht der Gerechtigkeit scheint.

Alle Ehre König Jesus!
Unsere Herzen, sie fliegen dir zu.
Wir erheben deinen Namen!
Der allein wahre König bist du!

Für den König, für sein Schwert
was den Feind das Fürchten lehrt
unsre Freiheit garantiert
uns zum Schutz unsre Grenze markiert.
Für den König für sein Volk
für die Heerschar, die ihm folgt.
Ihm der uns sein Leben gibt
lasst uns dienen so wie uns er uns liebt!

Alle Ehre König Jesus!
Unsere Herzen, sie fliegen dir zu.
Wir erheben deinen Namen!
Der allein wahre König bist du!

Vorsatz

Ich tue selbstlos etwas Gutes für eine Person aus meiner Umgebung.

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Betrachtung zum 25. Sonntag im Jahreskreis C

2025/09/20 weniger...

Bin ich zuverlässig?

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ein reicher Mann hatte einen Verwalter. Diesen beschuldigte man bei ihm, er verschleudere sein Vermögen. Darauf ließ er ihn rufen und sagte zu ihm: Was höre ich über dich? Leg Rechenschaft ab über deine Verwaltung! Denn du kannst nicht länger mein Verwalter sein. Da überlegte der Verwalter: Was soll ich jetzt tun, da mein Herr mir die Verwaltung entzieht? Zu schwerer Arbeit tauge ich nicht und zu betteln schäme ich mich. Ich weiß, was ich tun werde, damit mich die Leute in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich als Verwalter abgesetzt bin. Und er ließ die Schuldner seines Herrn, einen nach dem anderen, zu sich kommen und fragte den ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er antwortete: Hundert Fass Öl. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich schnell hin und schreib „fünfzig“! Dann fragte er einen andern: Wie viel bist du schuldig? Der antwortete: Hundert Sack Weizen. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreib „achtzig“! Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hatte, und sagte: Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes. Ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es zu Ende geht! Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist, der ist es auch in den großen, und wer bei den kleinsten Dingen Unrecht tut, der tut es auch bei den großen. Wenn ihr nun im Umgang mit dem ungerechten Mammon nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann das wahre Gut anvertrauen? Und wenn ihr im Umgang mit dem fremden Gut nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann das Eure geben? Kein Sklave kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon (Lk 16,1-13).

Gebet

Herr Jesus Christus. Du bist unser Meister. Du lehrst uns die Kunst des Lebens. Du lädst uns zum Mitdenken ein. Jeden Tag bestätigen wir mit unserem Tun, dass wir dir dienen wollen. Mach uns offen für dein Wort. Schenke uns ein brennendes Herz und ein offenes Ohr. Erleuchte uns mit deinem Heiligen Geist, dass wir dich begreifen können. Heiliger Geist, komm auf uns herab und wirke unter uns. Erfülle uns mit der heiligen Entschiedenheit, Jesus radikal zu folgen, und alles, was uns auf diesem Weg hindert, zu verwerfen. Komm, Heiliger Geist, wir ersehnen dich!

Persönliche Lektüre

Jesus, du bist mein einziger Herr. Nur dich will ich anbeten und dir dienen. Lehre mich deine Weisheit, dass ich auf deinem Weg bleibe. Spreche dein mächtiges Wort über mich, dass ich zum wahren Leben gelange. Ich bin da für dich! Rede, Herr, zu meinem Herzen und verwandle mein persönliches Leben. Schaffe mich neu in der Kraft deines Heiligen Geistes…

Gedanken zur Betrachtung

1. Meine Verwaltung

Mit diesem reichen Mann ist gemeint Gott selbst, der mich als seinen Verwalter eingesetzt hat. Alles, was ich habe, was ich bin, ist also nicht mein Besitz! Alles wurde mir geschenkt und zur Verwaltung anvertraut. Gott zählt auf mich! Er vertraut mir! Ich soll meine Arbeit gewissenhaft tun. Ihm schulde ich meine Rechenschaft. Als Verwalter soll ich Sorge zu den anvertrauten Gütern tragen und sie nicht verschleudern. Als Verwalter soll ich mit den Mitmenschen, mit denen ich zu tun habe, gut umgehen.

Danke ich Gott für mein Leben, für meine Talente und Fähigkeiten, für alles, was ich habe? Wie gebrauche ich die Gaben Gottes? Welche Gaben verschleudere ich? Arbeite ich gewissenhaft in der Schule, am Arbeitsplatz, zu Hause? Wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um? Welche Rechenschaft über meine Lebensverwaltung würde ich Gott heute abgeben?

2. Uns Freunde machen

Jesus lobt den ungerechten Knecht. Warum? Er lobt nicht seine Ungerechtigkeit! Er lob seine radikale und schnelle Entscheidung, anders zu handeln, den Mitmenschen zu helfen. Damit will er uns sagen, dass wir unseren Reichtum in den Dienst an den Mitmenschen stellen sollen. Sie sollen zu unseren Freunden werden. Nur so können wir das ewige Leben gewinnen in die ewigen Wohnungen aufgenommen werden.

Wie gehe ich mit meinem Geld, mit meinem materiellen und spirituellen Reichtum um? Teile ich ihn mit den anderen bedürftigen Menschen? Sind die Mitmenschen meine Freunde oder nur Fremde? Lege ich jeden Abend meine Rechenschaft vor Gott ab? Bin ich bereit, mich radikal zu ändern?

3. Im Kleinen zuverlässig sein

Als Christen träumen wir manchmal von großen Dingen, die wir für Jesus und sein Reich tun könnten. Wir sehnen uns so sehr nach großen Dingen, dass wir die kleinen übersehen… Jesus sagte aber heute, dass wir im Kleinen treu sein sollen. Jede kleine Tat ist wie ein Steinchen in einem Mosaik. Wir sehen das ganze Bild noch nicht. Wir sollen uns aber an kleinen Steinchen der Güte erfreuen, aus denen Gott ein schönes Mosaik von seiner Liebe machen wird. Nur so können wir wirklich alles in den Dienst Gottes stellen und aufhören, unserem Mammon zu dienen.

Will ich etwas für Jesus tun? Bin ich dankbar für alles, was mir gelungen ist, was ich an Gutem tun durfte? Schätze ich die kleinen alltäglichen Dinge? Bin ich darin treu und zuverlässig? Kann ich alles nur für Jesus tun? Wie weit beeinflusst mein guter Ruf bei den anderen mein Handeln?

Lobpreis:

Reinige mein Herz,

mach mich rein wie Gold

in deinem Feuer

Reinige mein Herz,

mach mich rein wie Gold, pures Gold

Feuer des Herrn,

danach verlangt mein Herz

mach mich rein,

(und) heilig

Dir allein will ich dienen, mein Meister

Und deinen Willen tun

Reinige mein Herz,

nimm, was mich trennt von dir

und mach mich heilig

Reinige mein Herz,

nimm, was mich trennt von dir, tief in mir.

Vorsatz

Ich beachte jede Kleinigkeit des Alltags und tue sie mit großer Liebe.

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"Die Erscheinung unserer Mutter auf dem Berg von La Salette ist keine neue Lehre, sondern eine neue Gnade. Sie ist die Offenbarung der Liebe und des Mitleids, die es für uns im Himmel gibt." So drückte sich 1854 Mgr. Ullathorne, Bischof von Birmingham in England, aus. Er stellte damit die untergeordnete Rolle jeder Erscheinung und ihre Bedeutung in der Geschichte unseres Heils fest.

LA SALETTE IST KEINE NEUE LEHRE.
ES IST EIN NEUER SCHWUNG, HIN ZU DEN GRUNDLAGEN DES GLAUBENS, EINE BEGEGNUNG, DIE NICHT VERPASST WERDEN DARF, EINE GNADE, AUF DIE DRINGEND EINGEGANGEN WERDEN


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