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Meditationen

Betrachtung zum Christkönigssonntag A

2020/11/20 weniger...

Der König in einem geringsten Bruder…

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden und er wird sie voneinander scheiden,
wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen,
die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, empfangt das Reich als Erbe, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd gesehen und aufgenommen oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Dann wird er zu denen auf der Linken sagen: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht. Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder fremd oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen? Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. Und diese werden weggehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber zum ewigen Leben
(Mt 25,31-46).

Gebet

Herr Jesus Christus. Du bist unser König und Herr. Du allein kannst alles sicher leiten und ans Ziel führen. So oft trauen wir aber deiner Herrschaft nicht. Wir fürchten, du würdest uns etwas wegnehmen oder unsere Freiheit beschränken. Wir wissen aber, dass du uns alles gibst und uns glücklich machst. Schenke uns deinen Geist, damit wir deine Herrschaft erkennen und voll annehmen können. Mach uns frei in deinem Dienst am Nächsten, den du zu einem Gottesdienst erhoben hast. Heiliger Geist, durchdringe und entfache uns neu. Schenke uns helle Augen des Herzens, damit wir Jesus in unseren Schwestern und Brüdern echt lieben können.

Persönliche Lektüre

Jesus, du König von meinem Herzen. Ich freue mich an dir! Du beschützt und leitest mich. Du bringst mir deine Art des Herrschens bei. Zeige mir Wege, auf denen du mich führen willst. Öffne mein Ohr und Herz für dein Wort und deinen Hilferuf in allen Menschen, denen ich begegnen darf, besonders aber in allen Bedürftigen. Heiliger Geist, du ewiges Feuer des Vaters, treibe mich an, die Mitmenschen zu lieben und ihnen zu dienen. Maria, Dienerin des Herrn, bitte für mich!

Gedanken zur Betrachtung

  1. Die Herrschaft Jesu erfahren…

Jesus ist der Herr über Zeit und Ewigkeit, über jedes menschliche Leben und über das Weltall. Er kommt eines Tages wieder, um Rechenschaft über unser Leben zu verlangen. Er ist der König der Herrlichkeit. Durch sein Leben hat er uns aber gezeigt, was für ihn „Herrschen“ bedeutet! Er hat seine göttliche Herrlichkeit verlassen, um uns, den Hungrigen, den Durstigen, den Fremden, den Obdachlosen, den Nackten, den Kranken, den Gefangenen, zu dienen. Nur jene, die ihre Bedürftigkeit und Not einsehen und sich helfen lassen, können wirklich seine Herrschaft hautnah erfahren. Sie können dann auch selber dienen.

Glaube ich daran, dass Gott alles in seiner grossen Hand hält und erhält? Bin ich ihm dafür dankbar? Freue ich mich darüber, dass er in Jesus mir nahegekommen ist? Wie und wo erfahre ich seine Nähe? Lasse ich ihn an mich heran? Wo bedarf ich heute der Liebe und der Barmherzigkeit Gottes? Lasse ich mich von Jesus bedienen?

  1. Jesus in meinem Nächsten wahrnehmen

Jesu Herrschaft zu bekennen und anzunehmen ist einfach. Sie zu leben, fällt uns sehr schwer. Jesus verbirgt sich in jedem bedürftigen Menschen, dem ich begegne. Manchmal ist da kaum ein Mensch zu erkennen. Oft stehen uns unsere Vorstellungen von Gott im Wege, ihm wirklich zu begegnen und ihn tatkräftig zu lieben. Es ist für uns Menschen doch schwer zu begreifen, dass der allmächtige Gott sich in jedem notleidenden Menschen zu unserem Bettler macht… Selbst wenn wir ihn in einer/einem unserer geringsten Schwestern/Brüder wahrnehmen, nehmen wir ihn manchmal nicht ernst. Die anderen sollen helfen, behaupten wir rechtfertigend. Wer aber in die Augen eines bedürftigen Menschen schaut, der kann nicht gleichgültig bleiben sowohl ihm als auch Gott gegenüber.

Ahme ich Jesus nach in seiner Herrschaft? Erkenne ich ihn in meinem Nächsten, aber auch in fremden Menschen? Nehme ich ihn und seine Bedürfnisse ernst? Nehme ich mir Zeit für ihn? Versuche ich ihn kennen zu lernen? Wo begegne ich persönlich den Notleidenden auf der Augenhöhe? Welches sind meine schönsten Begegnungen mit den bedürftigen und einsamen Menschen?

  1. Barmherzigkeit tun

Auffallend in dieser Rede Jesu ist, dass die Menschen Rechenschaft über das Gute, dass sie getan bzw. unterlassen haben, ablegen müssen. So oft denken wir daran, nicht mehr zu sündigen, dass wir später keine Kraft mehr haben, uns für das Gute einzusetzen. Wenn wir aber mit ganzer Entschiedenheit Gutes tun und Barmherzigkeit leben, dann werden wir keine Zeit mehr für Sünde und Blödsinn haben. Lassen wir uns also von der Not der bedürftigen Menschen ansprechen. Sie sind unser Reichtum: Sie helfen uns, die Tiefe des Evangeliums zu begreifen und zu leben. Der Dienst an ihnen ist ein wahrer Gottesdienst, den wir am Tisch des Herrn (in der Eucharistiefeier) angefangen haben. Er dauert fort. Wir dürfen ihn im Alltag nicht abbrechen!

Versuche ich das Böse durch das Gute zu überwinden in mir und um mich herum? Was tue ich Gutes für die anderen? Sind die bedürftigen Menschen auch mein Reichtum oder nur ein notwendiges Übel? Bin ich barmherzig ihnen gegenüber, wie mein himmlischer Vater es ist? Ist die Eucharistiefeier meine Schule und meine Quelle der Barmherzigkeit gegenüber meinen Mitmenschen?

Lobpreis 

Ein König voller Pracht,
voll Weisheit und voll Macht.
Die Schöpfung betet an.
Die Schöpfung betet an.
Er kleidet sich in Licht.
Das Dunkel hält ihn nicht
und flieht, sobald er spricht,
und flieht, sobald er spricht.

So groß ist der Herr, singt mit mir.
So groß ist der Herr, ihn preisen wir.
So groß, so groß ist der Herr.

Vorsatz

Ich schenke meine Zeit und mein Herz (kein Geld!!!) einem fremden Menschen oder meinem Nächsten, den ich vernachlässigt habe…

 

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Betrachtung zum 33. Sonntag im Jahreskreis A

2020/11/14 weniger...

Du bist ein Talent!

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der auf Reisen ging. Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an. Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort ging der Diener, der die fünf Talente erhalten hatte, hin, wirtschaftete mit ihnen und gewann noch fünf weitere dazu. Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei weitere dazu. Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn. Nach langer Zeit kehrte der Herr jener Diener zurück und hielt Abrechnung mit ihnen. Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du tüchtiger und treuer Diener. Über Weniges warst du treu, über Vieles werde ich dich setzen. Komm, nimm teil am Freudenfest deines Herrn! Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du tüchtiger und treuer Diener. Über Weniges warst du treu, über Vieles werde ich dich setzen. Komm, nimm teil am Freudenfest deines Herrn! Es kam aber auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mensch bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Sieh her, hier hast du das Deine. Sein Herr antwortete und sprach zu ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. Du hättest mein Geld auf die Bank bringen müssen, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten. Nehmt ihm also das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! Denn wer hat, dem wird gegeben werden und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein (Mt 25,14-30). 

Gebet

Herr Jesus Christus. Du bist uns so nah. Jeden Tag dürfen wir deine Güte erfahren. Du hast uns selbst geschenkt und du selber verschenkst dich an uns in der Heiligen Kommunion. Wie groß ist deine Güte! Hilf uns, sie zu beherzigen und weiter zu schenken an alle, denen wir täglich begegnen. Gib uns den Heiligen Geist, damit wir deine Worte begreifen und nach deinem Vorbild leben können. Heiliger Geist, atme du in uns, bete du in uns, brenne du in uns. Sende uns aus zu allen, die heute deine Güte und Barmherzigkeit brauchen. Steh du ihnen bei durch uns!

Persönliche Lektüre 

Jesus, du bist da. Er spricht dich an. Hör ihm gut zu. Er vertraut dir. Er traut die viel zu. Er vertraut dich dir selbst an. Erfreue dich des Herrn! Verweile bei seinem Herzen… Hör seine Botschaft… Nimm sie auf… Jesus schenkt dir den Mut, sie zu leben… Wage es mit ihm!

Gedanken zur Betrachtung

  1. Ich bin beschenkt!

Niemand von uns kann behaupten, dass er nichts bekommen hat! Gott hat jeden seiner Diener beschenkt! Niemand ist von ihm mit leeren Händen weggegangen. Wie grosszügig ist Gott! Ein Talent sind 6000 Denare. Ein Denar ist der Tageslohn eines Arbeiters. Anders gesagt, ein Talent sind zwischen 36 und 41 kg Silber. Ein grosses Vermögen! Jeder von uns hat in den Augen Gottes „gleich viel“ bekommen, jeder nach seinen Fähigkeiten, heisst es im Text! Mehr noch, Gott hat sich mir selbst geschenkt! Ich bin ein Talent in der Hand Gottes.

Kann ich über die Großzügigkeit und das Vertrauen Gottes staunen? Kenne ich meine Fähigkeiten und Talente? Danke ich Gott für das Geschenk meines Lebens? Lobe ich Gott für alles, was ich bin, was ich kann? Habe ich mich selbst als Geschenk Gottes angenommen? Danke ich ihm, dass er mich mir selbst anvertraut hat?

  1. Wie setze ich meine Talente ein? 

Die zwei ersten Diener aus dem Gleichnis Jesu setzten ihre Talente ein! Sie vermehrten sie. Durch ihr Wirtschaften machten sie großen Gewinne. Sie waren nicht neidisch aufeinander. Sie wirtschafteten damit, was sie selbst bekommen haben. Sie waren tüchtig und treu in ihrem Dienst. Sie waren im Kleinen gute Verwalter! Dafür durften sie an der Freude ihres Herrn teilnehmen. Ihnen wollte der Herr eine größere Aufgabe übertragen, noch mehr Vertrauen schenken. Sie haben sich ja in ihrem Dienst bewährt!

Welche Talente habe ich? Wie gehe ich mit ihnen um? Wo setze ich sie ein? Wie setze ich sie ein? Kann ich mich in den Dienst an Gott und den Nächsten stellen? Freue ich mich darüber, wenn ich dem anderen damit Freude bereiten kann? Freue ich mich über kleine, guten Taten des Alltags? Tue ich sie mit Freude und Hingabe?

  1. Womit stehe ich heute vor Gott? 

Der dritte Diener machte nichts mit dem, was ihm anvertraut wurde. Er hatte Angst vor seinem Herrn, heisst es. Er traute weder seinem Herrn noch sich selbst etwas zu. Er machte nichts mit seinem Talent, selbst wenn er seinen Herrn als einen strengen Mann kannte. Er vernachlässigte viel Gutes, das er für die anderen und damit für Gott und für sich selbst tun könnte. Als die Zeit kam, die Rechenschaft vor Gott abzulegen, hatte er nur die Gleiche Menge Silbergeld, welche mit Dreck beschmutzt war, vorzuweisen. Er verspielte die Chancen und Möglichkeiten, das Talent, das ihm mit auf dem Weg gegeben wurde. Damit besiegelte er selbst sein Schicksal in der äußersten Finsternis mit Heulen und Zähneknirschen.

Womit stehe ich heute vor Gott? Wie fällt die Rechenschaft vor Gott von meinem bisherigen Leben aus? Wo habe ich Gutes unterlassen? Warum? Wo erfahre weder ich selbst noch die anderen, eine Freude an meinen Talenten? Was Gutes will ich am heutigen Welttag der Armen tun?

Lobpreis

Vater, deine Liebe ist so unbegreiflich groß, und ich weiß gar nicht,
wie ich leben konnte ohne dich, o Herr. Doch machst du mich zu deinem Kind.
Du schenkst mir deine Liebe jeden Tag, du lässt mich nie ich Stich,
denn, Vater, du bist immer bei mir.

Herr, ich preise deinen heil’gen Namen; du bist König!
Du nur bist mein Herr und mein Gott.
Herr, ich preise deinen heiligen Namen; du bist König!
Du nur bist mein Herr und mein Gott.

Vorsatz

Ich mache einigen Menschen Freude mit meinen eigenen Talenten.

 

 

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Betrachtung zum 32. Sonntag im Jahreskreis A

2020/11/06 weniger...

Der Bräutigam kommt!
In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht. Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die Tür wurde zugeschlossen. Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach und auf! Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde (Mt 25,1-13) 

Gebet 

Herr Jesus Christus. Du kommst uns jeden Tag entgegen. Eines Tages werden wir dich von Angesicht zu Angesicht sehen dürfen. Welche Freude wird uns da erfüllen! Ja, Herr, du kommst uns entgegen! Wir gehen dir, unserem Bräutigam, entgegen! Schenke uns deinen Heiligen Geist, d​as uns dies​ neu bewusst wird, dass uns diese Tatsache mit riesiger Freude erfülle! Heiliger Geist, entflamme unsere Herzen neu und mac​he sie brennend. Lege ein Feuer in uns und lass uns hell leuchten in den dunklen Nächten des Wachens.  

Persönliche Lektüre 

Jesus du bist da für mich. Du allein meinst es gut mit mir. Ich vertraue mich dir an. An deinem Herzen will ich ausruhen. Dir will ich zuhören. Sprich zu meinem Herzen. Rüttle mich aus dem Schlaf der falschen Sicherheiten auf! Ziehe mich an dich! Führe mich durch deinen Geist und mach mich für dein Kommen bereit.  

Gedanken zur Betrachtung 

1.     Der Bräutigam kommt!  

Nach der Wandlung in der Eucharistiefeier sagen wir: „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“ Damit bekennen wir den Inhalt des Gleichnisses, das Jesus uns heute erzählt: Der Bräutigam kommt! Das ist sicher! Mehr noch, wir warten auf ihn, auf sein Kommen zu uns, mitten in unserem Alltag und einst am Ende unseres Lebens und am Ende dieser Welt. Warten wir? Sein Kommen ist ja sicher! Niemand hat diesen Termin der Begegnung mit dem Herrn abgesagt! Er ist ja der Bräutigam meiner Seele, der Bräutigam der ganzen Kirche! Wie viel Liebe und Sehnsucht soll das Herz seiner Braut erfüllen! Herr, ich warte heute auf dich… Ich bin bereit…  

Wie lebe ich mein Leben? Hat es ein klares Ziel? Warte ich auf meinen Bräutigam? Bin ich jeden Tag bereit, ihn zu empfangen, ihm zu begegnen auch in einem Menschen, der auf mich zukommt? Sehne ich mich nach meinem Bräutigam? Lasse ich mich vom „Geheimnis des Glaubens“: „…bis du kommst in Herrlichkeit“ ansprechen, wachrütteln?  

2.     Die Lampe des Lebens am Brennen halten.  

Für das Kommen Jesu müssen wir weder Kuchen backen, noch einen guten Kaffee bereit halten. Wir sollen aber die Lampen unseres Lebens am Brennen halten. Sie schenken uns Licht und Wärme, die uns selbst Freude und Sicherheit geben und andere Menschen erwärmen und ihnen Orientierung zeigen. Sie „ernähren“ sich vom Öl der Liebe und der Güte, vom Öl der Barmherzigkeit und der Gerechtigkeit. Dieses Öl können wir nicht ausleihen. Dieses Öl müssen wir selbst besorgen. Niemand kann uns bei dieser Aufgabe vertreten oder gar ersetzen. Diese Entscheidung für oder gegen Jesus müssen wir persönlich treffen und nach ihr unser Leben ausrichten.  

Brennt heute die Lampe meines Lebens? Wem schenkt s​ie Licht und Wärme? Habe ich genug vom Öl der guten Taten? Wie vermehre ich meine Vorräte davon? Helfe ich den anderen, die Verantwortung für ihr irdisches und ewiges Leben zu übernehmen?  

3.  Ich kenne euch nicht!  

Wie erschreckend sind diese Worte, die Jesus mit seinem „Amen, ich sage euch“ bekräftigt! Es ist nicht er, der uns die Tür vor der Nase zuschlägt. Es sind wir selbst, die wir oft zu faul, zu töricht, ja zu dumm sind, um die Zeit unseres irdischen Lebens wirklich ernst zu nehmen. Wer dieses Leben bewusst verspielt und verschläft, der kann nicht erwarten, dass er in den Hochzeitssaal des Lammes hineingehen darf. Selber schuld…, er hat die Warnung Jesu nicht ernstgenommen. Er hat seine ewige Hochzeit verpasst… In der Liebe kann man eben niemanden ersetzen… 

Wie wirkt dieses Wort Jesu auf mich? Nehme ich es ernst? Lasse ich mich von Jesus warnen? Was will ich in der Kraft Jesu in meinem Leben ändern? Wie bereite ich mich auf den ersten Tag der Armen vor, den wir am 33. Sonntag im Jahreskreis begehen werden? Wo kann ich tatkräftig helfen und so die Lampe meines Lebens hell leuchten lassen?        

Lobpreis 

„Wachet auf,“ ruft uns die Stimme 

Der Wächter sehr hoch auf der Zinne, 

„Wach auf du Stadt Jerusalem! 

Mitternacht heißt diese Stunde!“ 

Sie rufen uns mit hellem Munde:
„Wo seid ihr klugen Jungfrauen?
Wohlauf, der Bräut’gam kommt,
 

Steht auf, die Lampen nehmt! 

Halleluja! 

Macht euch bereit zu der Hochzeit; 

Ihr müsset ihm entgegengehn!“

Zion hört die Wächter singen,
Das Herz tut ihr vor Freude springen,
Sie wachet und steht eilend auf.
Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig,
Von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig;
Ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf.
Nun komm, du werte Kron,
Herr Jesu, Gottes Sohn!
Hosianna!
Wir folgen all zum Freudensaal
Und halten mit das Abendmahl.

Gloria sei dir gesungen
Mit Menschen- und mit Engelzungen,
Mit Harfen und mit Zimbeln schön.
Von zwölf Perlen sind die Tore,
An deiner Stadt; wir stehn im Chore
Der Engel hoch um deinen Thron.
Kein Aug hat je gespürt,
Kein Ohr hat mehr gehört
Solche Freude.
Des jauchzen wir und singen dir
das Halleluja für und für.

Vorsatz 

Ich erwärme das Herz und das Leben eines bedürftigen Menschen, in dem mein Bräutigam Jesus auf mich zukommt.  

  

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Betrachtung zu Allerheiligen im Jahreskreis A

2020/10/30 weniger...

Heilige – Menschen mit Profil

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm. Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen. Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel (Mt 5,1-12a).

Gebet

Herr Jesus Christus. Du bist der Heilige Gottes. Du rufst uns alle zur Heiligkeit auf. Nur die Heiligen können dem heiligen Gott im Himmel begegnen. Herr, so oft denken wir, dass diese Berufung den anderen vorbehalten sei, dass wir Christen nicht anders sein wollen als die anderen. Du hast uns aber in der Taufe geheiligt und willst, dass wir heilig bleiben und mit den anderen den Weg der Heiligkeit gehen. Schenke uns, Herr, den Geist des Mutes und der Stärke. Erfülle uns neu mit dem Geist der Heiligkeit, so dass er uns nie loslässt, bis wir einst mit allen Heiligen deine Herrlichkeit schauen dürfen.

Persönliche Lektüre

Jesus, dein Wort fordert mich heraus. Es entreißt mich der Mittelmäßigkeit und führt zum weiten Horizont der Ewigkeit. Nimm mich, Jesus, an die Hand und zeige mir den Weg zur Heiligkeit, den du für mich vorbereitet hast. Alle Heiligen Gottes betet für mich und beschützt mich. Seid bei mir, dass ich einst mit euch Gott loben und preisen darf für die ganze Ewigkeit. Alle Heiligen Gottes bittet für uns.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Klares Profil haben

Wenn wir Auto fahren, dann achten wir darauf, dass die Reifen ein klares, gutes Profil haben. Sonst kann es sein, dass wir beim Regen oder im Winter schnell einen Unfall bauen. Hier lohnt es sich nicht zu sparen. Es geht ja um die eigene und die fremde Sicherheit. Wie sieht es aber aus, wenn es um unser christliches Leben geht? Als Christen sollen wir ein klares Profil haben, das die Heiligkeit heißt. Wir müssen den Mut haben, wie Jesus anders zu sein! Wir sollen als seine Jünger in dieser Welt erkannt werden (siehe Seligpreisungen!).

Welches Profil habe ich heute? Ist das das Profil der Heiligkeit oder eher Mittelmäßigkeit oder gar Gleichgültigkeit? Erkennt man mich als Christ, als jenen Menschen, der sich entschieden hat, Jesus sein ganzes Herz zu schenken? Wie groß ist heute meine Liebe zu Jesus?

  1. An meinem Profil arbeiten

Wenn wir die Reifen gebrauchen, dann wird ihr Profil mit der Zeit abgefahren. Wir können sie ersetzen und neue kaufen. Wir können sie auch vulkanisieren lassen. Und das tun wir ohne Wenn und Aber. Wie oft sträuben wir uns aber, wenn jemand von uns verlangt, dass wir z. B. an einer Weiterbildung oder einem Glaubenskurs teilnehmen! Wir haben Tausend Gründe, die dagegen zu sprechen scheinen. Für das leibliche Wohl und die Sicherheit des irdischen Lebens tun wir so viel… Wäre es nicht nötig, sich mehr für das Wohl der Seele zu sorgen? Wäre es nicht angebracht, stets an unserem christlichen Profil zu arbeiten? Die Heiligen haben es getan!

Was tue ich, um mein christliches Profil zu zeigen? Was tue ich um es zu erneuern, um glaubwürdig zu wirken? Nehme ich Sakramente Bibel lesen, Anbetung, Glaubenskurse und andere Angebote zur Vertiefung des Glaubens ernst? Was muss ich heute tun, um mein Profil des Jüngers Jesu zu verbessern?

  1. Spuren hinterlassen

Wenn die Autoreifen ein klares Profil haben, dann können sie im Sand oder im Schnee schöne und tiefe Spuren hinterlassen. Die Heiligen haben das Leben der Mitmenschen geprägt. Sie haben tiefe Spuren durch ihr Reden und Tun in dieser Welt hinterlassen. Selbst nach vielen Jahrhunderten sind sie erkennbar und prägend. Die Heiligen sind eben immer die wahren Reformatoren der Kirche. Durch sie kommt jede echte Erneuerung.

Welche Spuren hinterlässt mein Leben? Bin ich stolz auf mein Leben, wenn ich darauf zurückblicke? Für was möchte ich dem Herrn danken? Für was mich bei ihm entschuldigen? Welche Spuren hinterlässt Jesus in meinem Leben? Folge ich ihm gern? Pflege ich eine lebendige Beziehung zu den Heiligen, die mich auf dem Weg der Heiligkeit begleiten?

Lobpreis

Heilig bist du Herr
Du bist heilig Herr
Du sitzt auf dem Thron
Zu deinen Füßen fühl ich mich wohl,
Kniend vor deinem Thron

Staunend singe ich zu dir du bist heilig
Deine Herrlichkeit strahlt so schön
Mein blick hebt sich zu dir und sieht du bis heilig
Deine Schönheit wird nie vergehen

Würdig bist du Herr
Du bist würdig Herr
Du sitzt auf dem Thron
Für alle Zeiten bleibst du mein Gott
Herrschend auf deinem thron

Staunend singe ich zu dir du bist heilig
Deine Herrlichkeit strahlt so schön
Mein blick hebt sich zu dir und sieht du bist heilig
Deine Schönheit wird nie vergehen

Du bist der einzige dem dieses Lob gebührt, heilig bist du 4x

Staunend singe ich zu dir du bist heilig
Deine Herrlichkeit strahlt so schön
Mein blick hebt sich zu und sieht dir du bist heilig
Deine Schönheit wird nie vergehen

Vorsatz

Mit Jesus schaue ich das Profil meines Lebens an.

 

 

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Betrachtung zum 30. Sonntag im Jahreskreis A

2020/10/24 weniger...

Die erste und größte Liebe

In jener Zeit, als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie bei ihm zusammen. Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten (Mt 22,34-40).

Gebet

Herr Jesus Christus. Du allein bist der Größte und Wichtigste für uns, du Sohn Gottes. Dich können wir auch nach dem Wichtigsten fragen, um uns in den Kleinigkeiten des Alltags nicht zu verlieren, das Wichtigste nicht zu übersehen. Herr, lehre uns hören. Mache uns offen für dein Wort der Wahrheit, das uns befreit und uns das Wichtigste erkennen lässt. Sende uns deinen Heiligen Geist, die Liebe selbst! Heiliger Geist, bete du in uns, brenne in uns, wirke in uns und an uns. Sei du selbst das Feuer der Liebe in unseren Herzen.

Persönliche Lektüre

Jesus ich liebe dich… Deinem Wort will ich lauschen mit einem reinen und freien Herzen. Ich will nur für dich da sein. Rede du zu meinem Herzen und offenbare mir deine Liebe, schenke mir deine Liebe, hilf mir deine Liebe zu beantworten. Heiliger Geist, sei du bei mir…

Gedanken zur Betrachtung

  1. Gott ist die Liebe

Bevor wir die Antwort Jesus nach dem wichtigsten Gebot hören, müssen wir uns bewusst machen, wer er ist. Die Pharisäer kannten ihn nicht. Er störte sie. Sie wollten ihn auf die Probe stellen uns letztendlich beseitigen. Sie wollten nicht wahr haben, dass in ihm Gott selbst den Menschen nahe gekommen ist. Jesus offenbarte uns das Herz Gottes, der die Liebe selbst ist. Er liebt den ganzen Menschen mit all seinen Dimensionen: sein Herz, seine Seele, seine Gedanken, seinen Leib. Nichts ist aus seiner Liebe ausgeschlossen. Gott liebt mich wie ich bin. Er liebt mich so sehr, dass er will, dass ich nicht so bleibe wie ich bin.

Kenne ich diesen Gott der Liebe? Wo bin ich ihm konkret begegnet? In welchem Bereich meines Lebens lasse ich seine Liebe nicht an mich heran? Warum? Was will ich von der Liebe Jesu nicht durchdringen lassen? Wo öffne ich mich heute für seine befreiende und überwältigende Liebe?

  1. Die erste und größte Liebe

Jesus zögert nicht mit der Antwort auf die Frage eines Gesetzeslehrers nach dem wichtigsten Gebot. Er sagte: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Für ihn ist ja klar: Das ist das wichtigste und erste Gebot. Die Liebe zu Gott soll immer die erste und die größte Liebe unseres Lebens sein. Jawohl, ohne Liebe können wir nicht leben, ohne Liebe ist alles wertlos. Nur die Liebe ist stärker als der Tod selbst und begleitet uns in die Ewigkeit, zu Gott hin, der die Liebe selbst ist.

Was prägt meine Beziehung zu Gott: Angst, Ehrfurcht, Gewohnheit, Liebe? Ist Gott wirklich meine erste und größte Liebe? Bekenne ich Gott, dass ich ihn liebe? Wie zeige ich ihm meine Liebe? Ist meine Seele, all mein Beten von der Liebe geleitet? Sind alle meine Gedanken, die Gedanken der Liebe? Ist all mein Tun ein Herzensanliegen? Ist mein Leib ein lebendiger Tempel Gottes?

  1. Wie dich selbst

Jesus fügt dem ersten Gebot noch ein zweites hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Es ist eigentlich ein Prüfstein unserer Liebe zu Gott. Wir können Gott unsere Liebe konkret erweisen, indem wir die Mitmenschen lieben, die sein Abbild sind. Das Problem ist aber, dass wir uns oft selbst nicht recht lieben können. Unsere Liebe ist oft von Egoismus und Vergeltungsprinzip geprägt. Ausserdem viele Menschen können sich selbst nicht lieben, weil sie sich mit ihrer Lebensgeschichte nicht versöhnen können und stets ein ideales Bild von sich haben, das der Realität nicht entspricht. Wie können sie denn den Nächsten lieben wie sich selbst?

Kann ich Ja zu meinem ganzen Leben sagen? Was leugne oder lehne ich in meinem Leben ab? Welche (meist schmerzlichen) Situationen aus meinem Leben nehme ich nur schwer an? Warum? Liebe ich mich mit all meinen Licht- und Schattenseiten? Wo soll ich mir selbst vergeben, um mich wirklich lieben zu können? Begegne ich liebevoll meinen Nächsten?

Lobpreis

Wunder geschehen wenn du sprichst,

alles ist möglich, wenn du hier bist.

Nichts bleibt wie es ist, weil dein Name unser Leben ist.

Wunder geschehen wenn du sprichst,

alles ist möglich, wenn du hier bist.

Nichts bleibt wie es ist, weil dein Name unser Leben ist.

 

Wir lieben deinen Namen,

Wir lieben deinen Namen,

und wir hören nicht auf,

wir hören nicht auf,

wir hören nicht auf zu singen.

 

Wer einst Bettler war wird reich,

und den Kranken schenkst du Heil.

Waisenkindern reichst du deine Hand und trägst sie heim (so bist nur du Herr).

Wer einst Bettler war wird reich,

und den Kranken schenkst du Heil.

Waisenkindern reichst du deine Hand und trägst sie heim.

 

Wir lieben deinen Namen,

Wir lieben deinen Namen,

und wir hören nicht auf,

wir hören nicht auf,

wir hören nicht auf zu singen.

 

Es ist recht dich zu lieben Herr!

Es ist recht dich zu loben Herr!

Es ist recht dich zu lieben Herr,

denn niemand kommt dir gleich.

 

Wir lieben deinen Namen,

Wir lieben deinen Namen,

und wir hören nicht auf,

wir hören nicht auf,

wir hören nicht auf zu singen.

Vorsatz

Ich versuche Gott mit all meinen Gedanken zu lieben.

 

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Betrachtung zum 29. Sonntag im Jahreskreis A

2020/10/16 weniger...

Gott und Kaiser

In jener Zeit kamen die Pharisäer zusammen und beschlossen, Jesus mit einer Frage eine Falle zu stellen. Sie veranlassten ihre Jünger, zusammen mit den Anhängern des Herodes zu ihm zu gehen und zu sagen: Meister, wir wissen, dass du die Wahrheit sagst und wahrhaftig den Weg Gottes lehrst und auf niemanden Rücksicht nimmst, denn du siehst nicht auf die Person. Sag uns also: Was meinst du? Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht? Jesus aber erkannte ihre böse Absicht und sagte: Ihr Heuchler, warum versucht ihr mich? Zeigt mir die Münze, mit der ihr eure Steuern bezahlt! Da hielten sie ihm einen Denár hin. Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie antworteten ihm: Des Kaisers. Darauf sagte er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört! (Mt 22,15-21).

Gebet

Herr Jesus Christus, du bist unser Meister. Du allein hast den Mut, uns die Wahrheit zu sagen. Du siehst nicht auf die Person. Das ist wahr. Schenke uns ein ehrliches und wahrhaftiges Herz. Mach uns durchsichtig, damit wir dir begegnen können. Befreie uns durch deinen Geist von jeder Heuchelei und mach uns bereit, zu dir umzukehren. Heiliger Geist durchflute unsere Herzen und reinige uns in deinem Feuer. Komm auf uns herab und bete du selbst in uns.

Persönliche Lektüre

Jesus, du hast Zeit für mich. Auch ich bin für dich da. Öffne mein Herz für diese Begegnung mit dir. Reinige mich von jeder Falschheit, damit ich dich besser kennen lerne, dich herzlicher liebe und dir eifriger nachfolge! Schenke mir das Feuer deines Geistes, das reinigt und entfacht. Heiliger Geist, hilf mit, ganz für Jesus da zu sein. Verwandle mein Leben, das das Abbild Gottes an mir klar erkennbar wird. Sei du mein innerer Meister und Herr.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Rechte Wahlgrundlage

Immer wieder müssen wir uns im Leben entscheiden und wählen. Wir können es recht tun, indem uns eine klare Wahlgrundlage zur Verfügung steht. Wir müssen uns informieren und dann nach unserem Gewissen entscheiden. Die Pharisäer und die Anhänger des Herodes haben das nicht gemacht. Sie hatten sich schon gegen Jesus entschieden, bevor sie begannen, mit ihm zu sprechen. Mehr noch, sie waren nicht ehrlich zu ihm. Mit ihrer Heuchelei wollten sie Jesus nur auf die Probe stellen, um ihn dann öffentlich zu verurteilen. Warum eigentlich? Weil er ihre Masken durchschaute und sie zur Umkehr, zur Wahrheit aufforderte (z. B. das Gleichnis vom Mahl). Das wollten sie aber nicht wagen.

Wie treffe ich die wichtigsten Entscheidungen meines Lebens? Beziehe ich Gott Darin ein, recht zu entscheiden? Lasse ich mich von ihm belehren? Bin ich vor ihm ganz ehrlich? Welche Kompromisse gehe ich in meinem Leben ein? Was will ich heute Jesus sagen?

  1. Kaiser

Denár war eine altrömische Silbermünze, mit der die Untertanen der Römer ihre Steuer zahlen mussten. Auf dieser Münze war das Abbild vom Kaiser, der sich als Gott und Priester bezeichnete. Für die Juden war es abscheulich, mit solcher Münze ihre Steuer bezahlen zu müssen. Und doch um ihre Position im Volk zu bewahren und Jesus anzuklagen, vereinten sie sich mit den Anhängern des Herodes. Letztendlich werden sie beim Prozess Jesu behaupten, dass sie ausser dem Kaiser keinen König haben. Jesus entlarvt ihre innere Verdorbenheit. Er spricht sie aber von ihrer Steuerpflicht nicht frei.

Wer ist wirklich mein König? Bin ich es selber für mich oder ist es Jesus? Bin ich bereit zu Jesus auch in der Öffentlichkeit zu stehen? Erfülle ich meine Bürgerpflichten gewissenshaft? Was will ich heute in meinem Leben ändern?

  1. Gott

Wir Menschen wurden nach dem Abbild Gottes erschaffen. So gehören wir ihm an. Unser Leben soll seine Herrlichkeit ausstrahlen. Wie die Kinder meistens den Eltern ähnlich sind, so soll man uns als Kinder Gottes in dieser unserer Welt erkennen. Wie oft vergessen wir das! Die Mahnung Jesu ist aber klar: Gebt Gott, was Gott gehört! Was heisst denn das? Zuerst das Abbild Gottes in uns erkennen und uns darüber freuen. Dann unser Leben nach dem unseres Vaters (Gottes) ausrichten ohne Wenn und Aber. Es lohnt sich, Jesus als einen Spiegel zu nehmen, um uns dann darin zu betrachten. Dann können wir feststellen, wie weit wir die Herrlichkeit Gottes in unserer Welt ausstrahlen.

Freue ich mich darüber, dass ich ein Abbild Gottes bin? Gehört Gott mein Denken, Reden und Tun? Wo erkennen mich die Anderen als ein Kind Gottes? Was soll ich tun, um Gott ähnlicher zu werden?

Lobpreis

Vater, wir sind hier, kommen, wie wir sind,
schauen auf zu dir, staunend wie ein Kind.
Alles in uns preist deine Gegenwart,
die dein Wort verheißt dem, der auf dich harrt
in Wahrheit und im Geist.

Wir beten dich an mit ganzem Herzen.
Wir beten dich an mit aller Kraft.
Wir beten dich an mit Leib und Seele,
hier und jetzt.
Wir beten dich an mit unserm Denken,
wir beten dich an mit unserm Tun.
Wir beten dich an mit unserm Leben
hier und jetzt,
in Wahrheit und im Geist.

Alles bringen wir, ehren dich allein,
wollen immer mehr wahre Beter sein.
Denn jetzt ist die Zeit, in der sich erfüllt,
dass dein Volk dich preist so, wie du es willst:
In Wahrheit und im Geist.

Vorsatz

Ich vertraue Gott alles an, was ihm in mir noch nicht gehört…

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Betrachtung zum 28. Sonntag im Jahreskreis A

2020/10/09 weniger...

Das Hochzeitsgewand…

In jener Zeit erzählte Jesus den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete. Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen. Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Siehe, mein Mahl ist fertig, meine Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit! Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden, wieder andere fielen über seine Diener her, misshandelten sie und brachten sie um. Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen. Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren nicht würdig. Geht also an die Kreuzungen der Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein! Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen,
Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen. Als der König eintrat, um sich die Gäste anzusehen,bemerkte er unter ihnen einen Menschen, der kein Hochzeitsgewand anhatte. Er sagte zu ihm: Freund, wie bist du hier ohne Hochzeitsgewand hereingekommen? Der aber blieb stumm. Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. Denn viele sind gerufen, wenige aber auserwählt
(Mt 22,1-14).

Gebet

Herr Jesus Christus, du bist unser Meister. Du willst uns zum Nachdenken bringen. Du willst, dass wir zur Einsicht kommen und neu zu dir finden. Du bereitest uns ein Mahl der Liebe und wartest sehnsüchtig, dass wir an ihm teilnehmen. Es ist ja dein Hochzeitsmahl für immer. Herr, schenke uns deinen Heiligen Geist, dass wir deine Gegenwart wahrnehmen und uns von dir einladen lassen. Heiliger Geist hilf uns, die Einladung Jesu ernst zu nehmen. Reinige unsere Herzen. Durchglühe uns mit deinem Feuer und verbrenne alles, was uns von Gott trennt. Komm herab, Heiliger Geist und schaffe uns neu!

Persönliche Lektüre

Jesus, du bist für mich da! Nur für mich! Ich danke dir für deine Gegenwart. Du nimmst mich ernst. Du schenkst mir deine ganze Aufmerksamkeit. So wichtig bin ich für dich! Auch ich will für dich allein da sein. Ich lege alles beiseite, was mich von dir trennt. Ich schaue auf dich und höre dir zu. Sprich, Herr, denn dein(e) Diener(in) hört. JA, Herr, sprich zu meinem Herzen und befreie mich von mir selbst. 

Gedanken zur Betrachtung

1.     Eingeladen zum Hochzeitsmahl 

Das Brautpaar lädt gerne die Familienangehörigen und Freunde zu ihrer Hochzeit ein. Die Eheleute wollen ihre Freude und ihr Glück mit den Liebsten zusammenfeiern. Gutes Essen und schöne Musik laden zum Mitfeiern ein. Viele aber folgen dieser Einladung nicht. Sie suchen nach Tausend Gründen, um sich zu rechtfertigen. Oft gehen sie aber nicht hin, weil sie meinen, ein Geschenk mitbringen zu müssen. Dieses können sie sich aber momentan nicht leisten. Gott selber lädt uns zum Hochzeitsmahl seines Sohnes ein. Gerade wir sind eingeladen! In jeder Eucharistiefeier haben wir schon einen Vorgeschmack vom ewigen Mahl des Lammes Gottes. Mehr noch, wir müssen nichts mitbringen! Alles ist uns gratis geschenkt. Alles!

Nehme ich die Einladung Gottes ernst? Nehme ich an der sonntäglichen Eucharistiefeier regelmässig teil? Aus welchen Gründen lasse ich sie aus? Sind mir meine eigenen Geschäfte (Acker, Laden…) oder mein Gutdünken oder meine Angst (Coronavirus) wichtiger, als die grosszügige Einladung Gottes? Welche Freizeitangebote sind mir wichtiger geworden als das sonntägliche Hochzeitsmahl des Sohnes Gottes? Kann ich mich echt daran freuen? 

2.     Ein Angebot für alle

Gott, der Vater, will alle Menschen, Böse und Gute, an seinem Tisch haben. Sie alle sind zum Hochzeitsmahl Jesu eingeladen. Und sie kommen auch dazu. Sie nehmen sich Zeit, um mit Jesus Christus seine Hochzeit zu feiern. Sie nehmen diese Einladung als unverdientes Geschenk des Vaters an. Sie schätzen sie und folgen ihr. Sie sind Fremde und werden doch durch ihren Gehorsam zu Freunden des Lammes. Jawohl, sie feiern mit Jesus mit! 

Wie reagiere ich, wenn ich fremde Menschen bei der Eucharistiefeier sehen? Gehe ich auf sie zu? Heiße ich sie in meiner Pfarrei, in meiner Kirchenbank willkommen? Werden sie durch die gemeinsame Feier zu meinen Nächsten, oder bleiben sie weiterhin Fremde? Kann ich meine Freude über die Eucharistiefeier mit den anderen teilen? Lade ich sie dazu ein, mit Jesus seine Hochzeit zu feiern? 

3.     Mit oder ohne Hochzeitsgewand

Gott lädt zum Mahl seines Sohnes zwar alle ein, aber sie dürfen erst dann daran teilnehmen, wenn sie ein Hochzeitsgewand anhaben. Dieses Hochzeitsgewand bekommen wir in der Taufe geschenkt. Es erlaubt uns, am Hochzeitsmahl des Lammes teilzunehmen. Wir erfahren aber, dass wir dieses Gewand durch unser Versagen und unsere Sünde immer wieder schmutzig machen. Wir können es aber im Blut des Lammes, im Sakrament der Versöhnung waschen lassen. In der Beichte dürfen wir das schmutzige Gewand der Sünde ablegen und ein neues Gewand der Gnade anlegen. Nur so dürfen wir zum Mahl des Lammes hintreten. Alles andere wäre respektlos Gott gegenüber.

Freue ich mich über meine Taufe? Spreche ich Gott als meinen Vater an? Wo habe ich in der letzten Zeit das weisse Taufgewand verschmutzt? Warum? Mit welchem Gewand nehme ich an der sonntäglichen Eucharistiefeier teil? Respektiere ich meinen Freund Gottes, indem ich mich immer wieder durch die Beichte auf die Eucharistiefeier vorbereite? 

Lobpreis

Reinige mein Herz,
mach mich rein wie Gold
in deinem Feuer
Reinige mein Herz,
mach mich rein wie Gold, pures Gold

Feuer des Herrn,
danach verlangt mein Herz
mach mich rein,
(und) heilig
Dir allein will ich dienen, mein Meister
Und deinen Willen tun

Reinige mein Herz,
nimm, was mich trennt von dir
und mach mich heilig
Reinige mein Herz,
nimm, was mich trennt von dir, tief in mir

Vorsatz

Mit Freude und Dankbarkeit nehme ich an dem sonntäglichen Hochzeitsmahl des Lammes teil.

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Marienjahr bei den Salettinern

2020/10/05 weniger...

Am 19. September 2020 wurde das besondere Marienjahr in unserer Kongregation ausgerufen unter dem Motto: «Maria – der Weg der Hoffnung und des Friedens zwischen den Kulturen».

Es soll uns helfen, uns in der Schule Marias auf den 175. Jahrestag der Erscheinung vorzubereiten und unsere Beziehung zu Maria zu erneuern, zu beleben und erst aufzubauen. Sie wirkte ja als Mutter und Jüngerin Jesu am Werk der Erlösung mit. Sie war verfügbar für den Heiligen Geist und offen für seine Gaben. Als Mutter der Versöhnung ist sie stets bereit, die Menschen zu Gott, zueinander und zu sich selbst zu führen, um ihnen zu helfen als eine grosse Menschenfamilie zu leben. Ihre mütterliche Fürsprache und Sorge geben uns Hoffnung auf eine bessere Welt, in der Menschen einander annehmen, respektieren und lieben.

 

Maria zeigt uns den Weg zum Frieden, der uns nur Jesus Christus schenken kann. Sie passt sich an die Verhältnisse der Menschen an, damit die Botschaft des Evangeliums alle erreichen und verwandeln kann. In La Salette änderte sie ihre Sprache, damit Melanie und Maximin sie verstehen konnten. Sie sprach die Ereignisse ihrer Zeit an, damit die Menschen merkten, dass Gott ihr Schicksal nicht gleichgültig war. Sie achtete die Kultur der Kinder, um sie einzuladen, diese Kultur mit dem Geist des Evangeliums zu reinigen und zu durchdringen. Sie wollte ihr ganzes Volk, die ganze Menschheit mit ihrer Botschaft erreichen, um allen einen Weg des Miteinanders und der Solidarität zu zeigen. Wer Maria als seine Mutter annimmt, der findet nach Hause: hier auf unserer Erde und einst dort, wo es keine Tränen und keine Trauer mehr geben wird (Offb 21,4).

 

Begeben wir uns also in die Schule Marias, unserer aller Mutter, damit wir immer mehr zueinander finden als Schwestern und Brüder. Bezeugen wir mit unserem Leben, dass eine neue Welt möglich ist, in der jede menschliche Würde von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod geachtet wird. Maria, geh du mit uns!

 

Gebet für das marianische Jahr der Salettiner

Maria, Mutter der Versöhnung, in diesem Jahr, das dir geweiht ist, verkünden wir dich voll Freude als Glückselige.

Um das Heilsprojekt der Vorsehung durchzuführen hat dich Gott, der

Vater, als seine bevorzugte Tochter ausgewählt.

Als der Sohn Gottes Mensch wurde um die Menschheit zu retten, wollte er Dich als Mutter und Jüngerin.

Der Heilige Geist hat dich geliebt und aus dir einen Tempel gemacht voll von einzigartigen Gaben.

In La Salette hast du Tränen des Lichtes geweint. Du hast uns den gekreuzigten Sohn gezeigt. Du hast in einer einfachen Sprache gesprochen und Deine Botschaft Maximin und Melanie anvertraut, damit sie an „dein Volk“ gelangt in der Sprache und in der jeweiligen Kultur.

Gewähre uns die Gnade uns anzunehmen, einander zu lieben und lass uns zusammen arbeiten für Gerechtigkeit und Frieden.

Du Mutter, Versöhnerin der Sünder, du Weg der Hoffnung und des Friedens zwischen den Völkern und Kulturen, voll Zuversicht trauen wir dir die Menschheit an und unser „gemeinsames Haus“ mit seinen Ängsten und Hoffnungen, die darin wohnen.

Sprich mit deinem Sohn Jesus, damit wir – wie du – das tun, was er uns sagen wird. Amen.

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Betrachtung zum 27. Sonntag im Jahreskreis A

2020/10/02 weniger...

Urteile über dich selbst 

In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes: Hört noch ein anderes Gleichnis: Es war ein Gutsbesitzer, der legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land. Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seinen Anteil an den Früchten holen zu lassen. Die Winzer aber packten seine Knechte; den einen prügelten sie, den andern brachten sie um, einen dritten steinigten sie. Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das erste Mal; mit ihnen machten sie es genauso. Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen; denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben. Als die Winzer den Sohn sahen, sagten sie zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn töten, damit wir seinen Besitz erben. Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um. Wenn nun der Besitzer des Weinbergs kommt: Was wird er mit solchen Winzern tun? Sie sagten zu ihm: Er wird diesen bösen Menschen ein böses Ende bereiten und den Weinberg an andere Winzer verpachten, die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist. Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder? Und wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschellen; auf wen der Stein aber fällt, den wird er zermalmen. Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die erwarteten Früchte bringt (Mt 21,33-44).

Gebet

Herr Jesus Christus, du willst uns alle zum Vater führen. Du kennst unsere Herzen und ihre Verstocktheit, ihre Härte… Darum erzählst du uns deine Gleichnisse, um uns zur Umkehr zu bewegen. Ohne sie kannst du uns nicht an die Hand nehmen und zum Vater zurückführen. Hilf uns durch deinen Geist, über uns selbst zu urteilen, damit wir frei werden können. Erleuchte uns durch deinen Heiligen Geist, damit wir zur Wahrheit finden und von dir geheilt werden können. Heiliger Geist, erfülle uns mit deinen Gaben und mach uns frei von uns selbst und von allem, was uns zum Vater hindert. Komm auf uns herab und bleibe bei uns!

Persönliche Lektüre

Jesus, ich will deinem Wort zuhören und es verstehen. Hilf mir dazu. Befreie mich von den Sorgen des Alltags. Schenke mir Zeit, damit ich bei dir anhalten und ganz Ohr für dich werden kann. Schenke mir deinen Geist der Einsicht und des Rates. Heiliger Geist durchglühe mich mit deinem Feuer, dass ich bereit werde, deinem Wort zu folgen. Ich höre Jesus zu. Ich lass mich von seinem Wort ansprechen und anspornen.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Die Güte des Gutsbesitzers

Jesus beschreibt mit dem Gutsbesitzer die Güte seines himmlischen Vaters. Er schenkte uns den Weinberg seiner Kirche, der Gemeinschaft von Glaubenden. Er zog ringsherum einen Zaun seiner Gebote, seines Gesetzes, die uns vor dem Bösen schützen. Er hob eine Kelter des Altares aus, um Gott reine Opfer darzubringen. Er baute einen Turm der Kirche, um mitten in seinem Volk zu wohnen. Er vertraute uns seinen Weinberg an, damit wir in ihm arbeiten. Er macht keine Kontrolle. Er vertraut uns. Er will nur, dass wir für das uns Anvertraute Verantwortung und gute Früchte bringen für ihn und für uns selbst. Letztlich sollen wir dem Gutsbesitzer nur seinen Anteil an den Früchten abgeben.

Bin ich Gott für seine Güte dankbar? Wo verhalte ich mich als Besitzer und nicht als Pächter im Weinberg Gottes? Danke ich Gott für die Kirche? Achte ich die Gebote Gottes? Welche Opfer bringe ich Gott dar?  Lass ich Gott bei mir wohnen? Gebe ich Gott seinen Anteil an den Früchten seines Weinberges?

  1. Der besorgte Gott

Die Arbeiter machen sich unabhängig von ihrem Herrn. Sie bleiben für den Anspruch ihres Herrn auf die Früchte des Weinbergs taub. Mehr noch, sie gehen hart gegen seine Knechte vor. Sie respektieren nicht einmal den Sohn des Gutsbesitzes und töten ihn, um seinen Besitz zu erben. Gott ist um uns besorgt. Er weiß, dass wir ohne ihn nicht leben können. Er mahnt uns durch seine Propheten und durch seinen Sohn, dass wir seine Ordnung achten und uns selbst nicht zerstören.

Wie gehe ich mit den Gaben Gottes um? Lasse ich mich von Gott zurechtweisen? Wie gehe ich mit seinen Propheten um? Bin ich in der Ordnung der Welt einsichtig? Wo mache ich mir die Gaben Gottes zu Eigen? Warum? Wo trenne ich mich von Gott und seiner Liebe?

  1. Urteile über dich selbst! 

Mit diesem Gleichnis lädt Jesus die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes ein, dass sie selbst das Urteil über die bösen Menschen sprechen. Sie tun es. Sie merken aber nicht, dass sie damit über sich selbst urteilen. Nebst der Strafe verlieren sie auch den Weinberg. Er wird anderen Menschen anvertraut, die die erwarteten Früchte bringen werden. Dem Urteil müssen auch die Taten folgen. Sonst ist man in Gefahr alles zu verlieren.

Bin ich selbstkritisch? Kann ich meine Glaubenssituation richtig beurteilen? Habe ich den Mut, über mich selbst zu urteilen? Will ich mein Leben ändern? Folge ich wirklich Jesus? Wo bin ich in Gefahr, das Reich Gottes zu verlieren? Warum?

Lobpreis

Immer mehr von dir, immer mehr!
Immer mehr sein wie du, immer mehr!
Immer mehr deine Worte verstehn,
deine Werke tun,
o Herr, immer mehr!

Du bist ein Gott, der seine Kinder Liebt,
der als ein Vater ihr Verlangen sieht.
Niemand und nichts kommt dir jemals gleich,
o Herr.
Du zeigst dich uns als ewig, treuer Freund
und weißt genau wie unser Herz es meint.
Gib uns mehr von dir, immer mehr!!!

Vorsatz

Ich beurteile kritisch meine Beziehung zu Gott. Was folgt daraus?

 

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Betrachtung zum 26. Sonntag im Jahreskreis A

2020/09/25 weniger...

Der Wille des Vaters 

In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes. Was meint ihr? Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging zum ersten und sagte: Mein Kind, geh und arbeite heute im Weinberg! Er antwortete: Ja, Herr!, ging aber nicht. Da wandte er sich an den zweiten Sohn und sagte zu ihm dasselbe. Dieser antwortete: Ich will nicht. Später aber reute es ihn, und er ging doch. Wer von den beiden hat den Willen seines Vaters erfüllt? Sie antworteten: Der zweite. Da sagte Jesus zu ihnen: Amen, das sage ich euch: Zöllner und Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr. Denn Johannes ist gekommen, um euch den Weg der Gerechtigkeit zu zeigen, und ihr habt ihm nicht geglaubt; aber die Zöllner und die Dirnen haben ihm geglaubt. Ihr habt es gesehen, und doch habt ihr nicht bereut und ihm nicht geglaubt (Mt 21,28-32).

Gebet

Herr Jesus Christus, du willst uns von deinem Vater erzählen. Wer dich sieht, sieht ja den Vater selbst. Mache uns offen für die​se Botschaft. Schenke uns ein hörendes Herz. Erfülle uns neu mit deinem Heiligen Geist, damit wir sein Wort vernehmen und unser Leben nach ihm ausrichten können. Heiliger Geist, belebe uns und erfülle uns mit deinen Gaben. Gieße die Liebe des Vaters in unsere​n Herzen mächtig aus, damit wir ohne Angst zu ihm finden. Lehre uns „Abba, Vater“ zu beten.

Persönliche Lektüre

Jesus, ich will bei dir bleiben und dir zuhören. Befreie mich von der Hektik des Alltags und von mir selbst.

Mach mich frei… Führe mich zum Vater! Offenbare mir den Vater und mein Herz. Lass mich ehrlich und durchsichtig vor dir sein. Hauche mi​r deinen Geist neu ein, damit ich leben kann! Heiliger Geist, bete du in mir!

Gedanken zur Betrachtung

  1. Vater und Sohn…

Jesus erzählt den Hohenpriestern und den Ältesten ein Beispiel, um sie zum Nachdenken zu bringen. Er erzählt von der Familie, in der der Vater zwei Söhne hatte. Er schickte sie beide zur Arbeit in seine​n Weinberg. Er sagte zu jedem: „Mein Sohn!“ Wortwörtlich steht dort: „Mein Kind!“ Aus dieser Perspektive muss man dieses Gleichnis hören. Gott ist unser Vater und meint es gut mit uns! Er fordert uns in seinem Weinberg​ heraus. Er traut uns Einiges zu! Wir dürfen mit unserem Vater zusammenarbeiten! Welche Freude müsste das für uns sein!

Wie sieht meine Beziehung zu Gott aus? Ist er wirklich mein Vater, mein Papa? Freue ich mich darüber, dass er mich durch die Taufe als sein Kind angenommen hat? Vertraue ich ihm mein Leben, jeden neuen Tag an? Arbeite ich mit ihm zusammen? Was lerne ich dadurch?

  1. Den Vater kennen…  

Der erste Sohn will dem Vater gefallen. Er ist aber nicht ehrlich. E​r kann schön reden, tun will er aber nichts. Er will vor dem Vater nur gut aus​sehen. Vielleicht hat er Angst vor seinem Vater, den er als „Herrn“ bezeichnet? Der zweite Sohn hat den Mut zu sagen, was er denkt. Vielleicht hat er genug von den Befehlen des Vaters. Er will seine Freiheit genießen. Beide Söhne kennen das Herz des Vaters noch nicht. Doch der zweite kommt zur Einsicht und folgt dann der Einladung des Vaters. Er hat sein Herz verstanden und keh​rt als geliebtes Kind zum Vater zurück: Nicht mehr mit schönen Worten, sondern mit seinen Taten.

Was für ​ein Vater ist Gott für mich? Will ich ihm nur gefallen? Will ich ​mich ihm widersetzen? Wie begegne ich ihm? Mit Angst oder mit Liebe? Ruhe ich oft an seinem Herzen? Wie lerne ich sein Herz kennen? Was will ich heute ändern? Was werde ich konkret tun, um zum Vater neu zu finden?

  1. Den Willen des Vaters erfüllen…

Im Vaterunser beten wir: „Vater, dein Wille geschehe…“ Und gerade darum geht es in unserer Beziehung zu Gott, dem Vater. Jesus selbst bezeugte, dass er den Willen des Vaters erfüllen wolle, dass der Wille des Vaters seine Nahrung sei. Der Wille des himmlischen Vaters ist unser Glück und die höchste Erfüllung unseres Lebens. Er besteht ​darin, dass wir auf die Stimme des Vaters hören und ihm gehorchen. Jede Zeit ist gut, um zur Einsicht zu kommen und den Willen des Vaters zu tun. Vater, dein Wille geschehe…

Wie bete ich das Gebet „Vaterunser“? Meine ich wirklich das, was ich sage? Suche ich nach dem Willen des himmlischen Vaters? Glaube ich seinem Wort? Wann habe ich das Glück im Gehorsam Gott gegenüber ​zu erfahren? Wie offenbart mir Gott seinen Willen? Will ich ihn von Herzen tun?

Lobpreis

Vater, deine Liebe ist so unbegreiflich groß, 

und ich weiß gar nicht,
wie ich leben konnte ohne dich, o Herr. 

Doch machst du mich zu deinem Kind.
Du schenkst mir deine Liebe jeden Tag, 

du lässt mich nie ich Stich,
denn, Vater, du bist immer bei mir.

Herr, ich preise deinen heilgen Namen;

du bist König!
Du nur bist mein Herr und mein Gott.
Herr, ich preise deinen heiligen Namen; 

du bist König!
Du nur bist mein Herr und mein Gott.

Vorsatz

Ich finde zum Herzen des Vaters durch Gebet und Gehorsam.

 

 

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"Die Erscheinung unserer Mutter auf dem Berg von La Salette ist keine neue Lehre, sondern eine neue Gnade. Sie ist die Offenbarung der Liebe und des Mitleids, die es für uns im Himmel gibt." So drückte sich 1854 Mgr. Ullathorne, Bischof von Birmingham in England, aus. Er stellte damit die untergeordnete Rolle jeder Erscheinung und ihre Bedeutung in der Geschichte unseres Heils fest.

LA SALETTE IST KEINE NEUE LEHRE.
ES IST EIN NEUER SCHWUNG, HIN ZU DEN GRUNDLAGEN DES GLAUBENS, EINE BEGEGNUNG, DIE NICHT VERPASST WERDEN DARF, EINE GNADE, AUF DIE DRINGEND EINGEGANGEN WERDEN


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