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Meditationen

Betrachtung zum Fest Taufe des Herrn im Jahreskreis B

2021/01/09 weniger...

Jesu und meine Taufe

In jener Zeit trat Johannes in der Wüste auf und verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen. In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden (Mk 1,7-11).

Gebet

Herr Jesus Christus, mit deiner Taufe im Jordan hast du dein öffentliches Wirken begonnen. Der Vater hat dich als seinen geliebten Sohn bestätigt und in der Kraft des Geistes gesandt. Du bist deiner Berufung, die Menschen zu retten, treu geblieben. Tag und Nacht hast du dich darum bemüht, uns – deine Schwestern und Brüder – in die Arme des Vaters zurück zu führen. Sende uns nun deinen Heiligen Geist, dass wir unsere Taufe neu entdecken und aus ihrer Kraft als Kinder Gottes Leben. Heiliger Geist, lehre uns Abba: lieber Vater zu unserem Gott zu rufen.

Persönliche Lektüre

Jesus Christus, ich will mit dir zum Vater. Du kennst ihn durch und durch. Nimm mich an die Hand und führe mich an sein liebendes Herz. Sei du mein Begleiter und Freund, mein Bruder und Herr. Dir will ich folgen. Auf dich vertraue ich. Sende mir deinen Geist, dass ich aus ihm leben kann. Heiliger Geist, wirke du an mir und durch mich. Schaffe mich neu und bediene dich meiner.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Getauft

Jesus wurde von Johannes im Jordan getauft. Er hat das Wasser geheiligt, damit auch wir durch das Taufwasser rein werden von jeder Sünde und Schuld. Am Anfang unseres Lebens bietet uns die Kirche die Taufe an. Sie will uns einen sicheren Zugang zu der Gnade Gottes gewähren. Durch die Taufe wurden wir alle gereinigt und geheiligt. Gott nahm uns als seine geliebten Kinder an. Die Gemeinschaft der Gläubigen, die Ortsgemeinde nahm uns auf. Wir haben ein neues Zuhause gefunden. Glaube, Hoffnung und Liebe wurden uns zuteil als Geschenk und als Aufgabe. Wir sollen sie pflegen und leben. Alles war ein Geschenk Gottes.

Bin ich dankbar meinen Eltern gegenüber, dass sie mir die Taufe nicht vorenthalten haben? Freue ich mich darüber, ein Kind Gottes sein zu dürfen? Wie weit lebe ich die Gemeinschaft in der Ortskirche? Trage ich dazu bei? Danke ich täglich Gott für das Geschenk des Glaubens? Bete ich darum, dass der Herr mich im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe stärke?

  1. Gesalbt

Bei der Taufe Jesu kam der Heilige Geist auf ihn herab in der Gestalt einer Taube. Er wurde gesalbt mit der Kraft des Geistes, der uns neu schafft, belebt und leitet. Jesus ist der Christus, der Gesalbte. Er wirkt aus seiner Kraft und freut sich in ihm. Mehr noch, der Geist Gottes ruht stets auf ihm. Wir wurden in der Taufe mit dem heiligen Chrisamöl gesalbt. Auch wir wurden zum Tempel des lebendigen Gottes. Ja, der Heilige Geist wohnt und betet in uns. Er heiligt und führt uns Tag für Tag. Er ist unser Tröster und Beistand. Er ist die Seele unserer Seele. Seine Gegenwart macht alles neu.

Bin ich mir dieser Salbung bewusst. Lebe ich aus seiner Kraft? Lasse ich den Heiligen Geist in meinem Leben wirken? Schöpfe ich aus dieser Liebe, die er in meinem Herzen ausgiesst? Wozu lädt mich heute der Heilige Geist ein?

  1. Berufen

Durch die Taufe wurde Jesus berufen, den Menschen das Evangelium zu verkünden und ihre Wunden zu heilen. Das war aber nicht seine erste Berufung. Seine Urberufung war als geliebtes Kind des himmlischen Vaters zu leben, und zwar so sehr, dass der Vater Wohlgefallen an ihm hatte. Das ist auch unsere erste Berufung, die wir als Getaufte zu leben haben. Wir sollen als geliebte Kinder des himmlischen Vaters in dieser unserer Welt erkannt werden. So sollen wir zuerst in diese seine Liebe jeden Morgen neu eintauchen und aus ihrer Kraft unseren Alltag gestalten. Wir sollen als geliebte Kinder Gottes allen Menschen diese unermessliche Liebe anbieten, aus der niemand ausgeschlossen ist. Wie schön und gross unsere christliche Berufung ist!

Nehme ich meine Berufung wahr? Fühle ich mich von Gott gewollt und geliebt? Ist er mein Vater, zu dem ich mit allem kommen darf? Wer hat mir diese Liebe Gottes vermittelt? Wem kann ich heute die Liebe des himmlischen Vaters erfahren lassen durch meine Zuneigung und Selbstlosigkeit?

Lobpreis

Vater, deine Liebe ist so unbegreiflich groß,

und ich weiß gar nicht,
Wie ich leben konnte ohne dich, o Herr.

Doch machst du mich zu deinem Kind.
Du schenkst mir deine Liebe jeden Tag,

du lässt mich nie ich Stich,
Denn, Vater, du bist immer bei mir.

Herr, ich preise deinen heilgen Namen; du bist König!
Du nur bist mein Herr und mein Gott.
Herr, ich preise deinen heiligen Namen; du bist König!
Du nur bist mein Herr und mein Gott.

Vorsatz

Ich danke Gott für das Geschenk der Taufe, für das Geschenk des Glaubens.

 

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175 Jahre Erscheinung in La Salette – ein Gnadenjahr des Herrn

2021/01/08 weniger...

Im Jahr 2021 feiern wir Salettiner das 175. Jubiläum der Erscheinung Marias in La Salette. Was ist ein Jubiläum und warum feiern wir solche Jahre so besonders? In unserem Alltag hören wir ja z. B. von goldenen Hochzeiten oder von Dienstjubiläen… Unter einem Jubiläum versteht man eine Erinnerungsfeier bei der Wiederkehr eines besonderen Datums. Es leitet sich ursprünglich aus dem alttestamentlichen „Jubeljahr“. Jedes 50. Jahr sollte ein Jahr sein, in dem sich Juden ganz besonders daran erinnern sollten, dass sie das Land als Geschenk von Gott bekommen haben und das sollte dazu führen, dass sie den anderen ihre Schulden erlassen (Lev 25,8-55). Das war also ein Jahr der besonderen Gnade.

Jesus las bei seinem Auftreten in der Synagoge in Nazareth den Text über ein Erlassjahr vom Propheten Jesaja (Jes 61,1-2): „Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe“ (Lk 4,18-19). Er erklärt damit, dass mit ihm eine ganz besondere Zeit der Gnade beginnt.

Als Salettiner erinnern wir uns also in diesem Jahr 2021 daran, was vor 175 Jahren in La Salette geschehen ist und wollen diese Gnade Gottes neu annehmen und erfahren. Wir sind davon überzeugt, dass Gott allen Menschen, die aufmerksam und neu auf die Worte Marias hören und versuchen sie in ihrem Leben umzusetzen, besondere Gnaden bekommen. Und das wünschen wir uns und Ihnen allen in diesem für uns besonderen Jubiläumsjahr.

 

 

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Betrachtung zur Erscheinung des Herrn im Jahreskreis B

2021/01/02 weniger...

Suchen und finden 

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, siehe, da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohepriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Christus geboren werden solle. Sie antworteten ihm: in Betlehem in Judäa;
denn so steht es geschrieben bei dem Propheten: Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach dem Kind; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige! Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus
und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land
(Mt 2,1-12).

Gebet

Herr Jesus Christus, du bist der neugeborene König der Juden und der Heiden, der König aller Menschen. Du bist für alle da. Du lässt dich von allen suchen und finden. Du hast die Weisen vom Orient durch den Stern zu dir gerufen und sie mit sehr großer Freude erfüllt. Du hast sie verwandelt, so dass sie auf einem anderen Weg, als andere Menschen, in ihre Heimat zurückgekehrt sind. Dir wollen wir nun begegnen und dich anbeten. Sende uns deinen Heiligen Geist, damit wir dich erkennen können. Heiliger Geist, erfülle uns mit deiner Liebe und deiner Freude. Führe und leite uns. Sei du unsere Kraft und Stärke.

Persönliche Lektüre

Jesus Christus, ich will deine Zeichen erkennen, dein lebendiges Wort hören und mich von den Mitmenschen beraten lassen. Ohne dich vermag ich ja nichts. Sei du bei mir. Rufe mich zu dir. Lass dich von mir finden. Dein Heiliger Geist durchglühe mich und befreie mich von jeder Abhängigkeit. Heiliger Geist mach mich frei für Jesus.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Stern

Auf der Suche nach Glück, nach Sinn, letztendlich nach Gott, sind wir nicht allein. Gott ruft uns zu sich durch die Zeichen (der Natur), die er uns schenkt. Schon der Prophet Jesaja kündigte ein Licht Gottes an, das jede unsere Finsternis vertreiben werde. Die Weisen sahen einen hellen, strahlenden Stern und folgten ihm. Durch ihn fanden sie zum wahren Licht der Welt, zu Jesus Christus selbst. Er machte ihr Leben hell. Er, der Herr des ganzen Universums.

Wen/was suche ich im Leben? Suche ich danach geduldig und gewissenshaft? Kann ich die Zeichen Gottes, die vielen Lichter, die Gott für mich erscheinen liess, erkennen und deuten? Führt mich die Schöpfung zu ihrem Schöpfer? Wo erblickte ich das Licht Gottes in dieser Weihnachtszeit?

  1. Rat

Die Weisen von Osten suchten unermüdlich nach dem Messias, nach dem neugeborenen König der Juden.

Auch sie wollten neugeboren werden. Sie beugten sich nicht vor dem alten König Herodes, der jeden selbst scheinbaren Thronkonkurrenten beseitigen ließ. Sie suchten nach dem Neuen. Dabei suchten sie einen Rat bei den Menschen, die sich auskennen sollten. Die Weisen ließen sich von ihnen beraten, selbst wenn diese nichts gemacht hatten, um den erwarteten Messias zu finden.

Wer ist mein Lebens-Berater? Kenne ich Menschen, bei denen ich immer einen Rat holen kann? Nehme ich auch einen guten Rat der Fremden, der Besserwisser, der Gelehrten an, die mir nicht passen, die ich nicht mag, die nur schön reden können und nichts tun? Will ich etwas Neues in meinem Leben wagen?

  1. Wort

Auf der Suche nach Gott schenkt er uns selbst sein mächtiges Wort, dessen Menschwerdung wir in dieser Weihnachtszeit feiern. Dieses Wort führt uns sicher, wie die Weisen damals, ans Ziel unserer Suche. Dieses Wort ist sehr konkret. Dieses Wort ist für mich und über mich. Wenn ich es persönlich annehme und beherzige, darf ich erfahren, dass Betlehem, das Haus des Brotes, jede Eucharistie ist. Dort finde ich den Retter der Welt in der Gestalt des Brotes, ihn darf ich anbeten und ihm meine bescheidenen Geschenke darbringen.

Habe ich Zeit, das Wort Gottes zu hören? Richte ich mein Leben nach dem Wort Gottes aus? Wann habe ich erfahren, dass die Verheißungen Gottes wahr sind? Kann ich mich über jede Begegnung mit dem lebendigen Wort Gottes freuen? Was bewirkt in mir die Heilige Kommunion? Beeinflusst sie mein Leben?

Lobpreis

Ein Stern ist aufgegangen,
Ein Stern aus Jakobs Haus;
Drei Weise sahn ihn prangen;
Drei Kön’ge zogen aus.

Zu schauen sie begehrten
Das Kindlein wert und hold,
Und Weihrauch sie bescherten
Und Myrrhe ihm und Gold.

Weihrauch dem Gotteserben,
Dem Königskinde Gold,
Die Myrrhe ihm, der sterben
Für uns am Kreuze wollt.

Dank, dass du uns berufen
Aus tiefer, tiefer Nacht
Zu deines Thrones Stufen,
Zu deines Lichtes Pracht!

Lass alle Völker sehen
Hell leuchtend deinen Stern
Ihn sehen und verstehen
Und finden ihren Herrn!

Vorsatz

Ich frage Jesus nach seinem Willen für mich und höre dazu sein Wort (die Bibel).

 

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Betrachtung zum Fest der Heiligen Familie B

2020/12/26 weniger...

Im Glauben heranwachen

Es kam für die Eltern Jesu der Tag der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung. Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen, gemäß dem Gesetz des Herrn, in dem es heißt: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein. Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben. In Jerusalem lebte damals ein Mann namens Simeon. Er war gerecht und fromm und wartete auf die Rettung Israels, und der Heilige Geist ruhte auf ihm. Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Messias des Herrn gesehen habe. Jetzt wurde er vom Geist in den Tempel geführt; und als die Eltern Jesus hereinbrachten, um zu erfüllen, was nach dem Gesetz üblich war, nahm Simeon das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten: Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel. Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden. Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird. Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selber aber wird ein Schwert durch die Seele dringen. Damals lebte auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter Pénuels, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. In diesem Augenblick nun trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück. Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit, und seine Gnade ruhte auf ihm (Lk 2,22-40).

Gebet 

Herr Jesus Christus, es hat dir gefallen in einer menschlichen Familie zur Welt zu kommen und in ihr heranzuwachsen. Wie jeder Mensch hast auch du eine Familie gebraucht, um zu wachsen, zu reifen und zu lieben. Du zeigst uns, dass wir ohne Gemeinschaft nicht leben können, dass wir Gemeinschaft, zuerst die Familiengemeinschaft brauchen, um glauben zu können. Herr, sende uns deinen Heiligen Geist. Er ruhe auf uns und helfe uns im Glauben und in der Liebe heranzuwachsen. Heiliger Geist, erfülle und mit deiner Weisheit und Liebe. Schaffe uns neu in deiner Macht und schenke uns eine gute Gemeinschaft. 

Persönliche Lektüre

Jesus Christus, dir will ich nun begegnen. Dir ist nicht alles vom Himmel herabgefallen. Du musstest vieles lernen, um wachsen und reifen zu können. Schenke mir deinen Geist, dass ich mich für meinen Reifungsprozess mit allen Kräften einsetze. Ermutige mich, stets an mit zu arbeiten, dass ich dir immer ähnlicher werde. Heiliger Geist, komm auf mich herab und weiche mir nicht von der Seite. 

Gedanken zur Betrachtung

  1. Dem Herrn weihen 

Alles Erstgeborene gehörte dem Herrn als Andenken an die Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei Ägyptens. Darum weihten auch Maria und Josef Gott das vierzigtägige Jesuskind. Dazu brachten sie ein bescheidenes Opfer dar. Sie legten das Jesuskind in die Hand des himmlischen Vaters. Sie gaben es frei, selbst wenn sie es für ein Paar Turteltauben auslösten. Das Jesuskind blieb Gott geweiht. Die Eltern forderten ihn nicht zurück. Sich Gott weihen bedeutet sich total in den Dienst Gottes zu stellen, alle Kräfte für Gott zu geben, allem zu sterben, was uns von ihm trennen kann. Die Heilige Familie, Simeon und Hanna haben es gewagt!  

Ist mir bewusst, dass ich in der Taufe Gott geweiht wurde? Weihe ich Gott alles, was ich bin, was ich denke, spreche und tue? Was habe ich noch nicht in den Dienst des Herrn gestellt? Wo setze ich mich nicht mit allen Kräften ein? Welche schlechten Gewohnheiten soll ich heute dem Tod weihen? 

  1. Der Heilige Geist ruhte auf ihm

Simeon war ein Mann des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist ruhte auf ihm. Der Heilige Geist offenbarte ihm die Geheimnisse Gottes. Der Heilige Geist führte ihn zum Tempel, um das kommende Heil der Menschen, das Licht zur Erleuchtung der Heiden und die Herrlichkeit für das Volk Israel zu sehen. Der Heilige Geist befähigte ihn, in einem kleinen Kind, den versprochenen Retter der Welt zu erkennen und anzuerkennen. Der Heilige Geist erfüllte sein Herz mit Dankbarkeit und Frieden, seinen Mund mit Lobpreis und Prophezeiung, seine Hände mit Zärtlichkeit und Segen. Der Heilige Geist hielt seinen Glauben lebendig bis ins hohe Alter! Wahrlich, ein Mann des Heiligen Geistes! 

Welche Rolle spielt der Heilige Geist in meinem Leben? Darf er stets auf mir ruhen? Höre ich auf ihn? Folge ich ihm? Bete und lebe ich aus seiner Kraft? Wo erfahre ich konkret sein Wirken? Belebt er mein ganzes Leben?

  1. Das Kind wurde kräftig

Das Wachstum im Glauben ist ein Prozess. Nicht anders war es im Falle Jesu. Auch er wuchs heran und wurde kräftig. Und zwar nicht von heute auf morgen, aber von Tag zu Tag. Dazu brauchte er auch die Weisheit und die Gnade Gottes, die ihm zuteil wurden bzw. auf ihm ruhten. Wie die Prophetin Hanna öffnete er sich immer wieder für diese Gnade, indem er Gott, dem Vater, Tag und Nacht diente. Darum durfte auch sie hinzutreten, Gott preisen und den Menschen seine Gegenwart voll Freude bezeugen. Selbst im hohen Alter war sie für das Wirken Gottes offen. 

Bin ich Gott für meine Glaubenserfahrungen dankbar? Danke ich Gott für alle, die mich auf dem Weg des Glaubens begleitet haben? Was tue ich heute, um im Glauben wachsen zu können? Wo begegne ich heute dem lebendigen Gott? Bin ich offen für die Überraschungen Gottes?  

Lobpreis

Es ist ein Ros’ entsprungen
aus einer Wurzel zart,
wie uns die Alten sungen,
von Jesse kam die Art
und hat ein Blümlein 'bracht
mitten im kalten Winter,
wohl zu der halben Nacht.
 

Das Röslein, das ich meine,
davon Jesaja sagt,
hat uns gebracht alleine
Marie, die reine Magd;
aus Gottes ew’gem Rat
hat sie ein Kind geboren
wohl zu der halben Nacht.

Das Blümelein so kleine,
das duftet uns so süß;
mit seinem hellen Scheine
vertreibt’s die Finsternis.
Wahr’ Mensch und wahrer Gott,
hilft uns aus allem Leide,
rettet von Sünd und Tod.

Wir bitten dich von Herzen,
du edle Königin,
durch deines Sohnes Schmerzen,
wann wir fahren dahin
aus diesem Jammertal:
Du wolltest uns begleiten
bis an der Engel Saal!

So singen wir all’ Amen,
das heißt: Nun wird’ es wahr,
das wir begehr’n allzusammen:

O Jesu, hilf uns dar
in deines Vaters Reich!
Darin woll’n wir dich loben:
O Gott, uns das verleih!

Vorsatz

Ich danke Gott für meine Familie und für jeden Menschen, der zum meinem Wachstum im Glauben und in der Liebe beigetragen hat.

 

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Betrachtung zum Weihnachten A

2020/12/24 weniger...

Das wahre Licht
Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne es wurde nichts, was geworden ist. In ihm war Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst. Ein Mensch trat auf, von Gott gesandt; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit. Johannes legt Zeugnis für ihn ab und ruft: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war. Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben,
die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus. Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht
(Joh 1,1-18).

Gebet

Herr Jesus Christus. Du bist der wahre Gott, der Mensch wurde. Du bist das wahre Licht für die Welt. Du bist unser Licht. Erleuchte unsere Herzen und unseren Verstand, damit wir dein Wort verstehen und in uns Fleisch werden lassen. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir in deinem Licht wandeln können. Er selbst mache uns zum Licht für die Welt. Heiliger Geist, stärken unseren Glauben, festige unsere Hoffnung und entfache neu unsere Liebe. Bete du selbst in uns.

Persönliche Lektüre

Jesus, heute kommst du zu mir als Kind. Du streckst mir deine Arme entgegen und suchst nach einer zärtlichen Umarmung. Ich nehme dich nur in meine Harme und drücke dich liebevoll an mein Herz. Wie glücklich bin ich bei dir! Bleibe bei mir für immer. Entzünde mich mit deinem Geist, dass ich dich von Herzen lieben kann. Sei du meine Freude und mein alles.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Die Finsternis meines Lebens

Im Leben haben wir mit der vielschichtigen Finsternis zu tun. Wir werden stets mit dem Bösen in dieser Welt aber auch in uns selbst konfrontiert. Wir haben es nicht gern und doch erfahren wir immer wieder, dass wir davon nicht ganz frei werden können. Mehr noch, wir entscheiden uns auch für das Böse, indem wir sündigen und uns von Gott absondern. So oft wird es auch finster in unserem Leben, wenn wir einen lieben Menschen verlieren, wenn wir krank sind oder leiden. In solchen Situationen droht uns Resignation und Verzweiflung. Die Finsternis scheint unüberwindbar zu sein. Manchmal kommen wir auch an unsere Grenzen und wissen weder ein noch aus. Manchmal werden wir auch von anderen beherrscht oder gar versklavt und vermissen so sehr unsere Freiheit. Manchmal werden wir auch eins mit unserer Finsternis, so dass wir sie nicht einmal loswerden wollen.

Wo erfahre ich heute eine Finsternis in meinem Leben? Welche Finsternis ist mit mir zusammengewachsen? Will ich sie loswerden? Welche Finsternis in der Welt schmerzt mich am meisten?

  1. Das wahre Licht

Die frohe Botschaft von Weihnachten ist: Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Jesus Christus selbst ist dieses Licht, das keine Finsternis zu erfassen vermag. Das Jesuskind bringt das wahre, himmlische Licht in sich und mit sich. Er will jede Finsternis meines Lebens für immer vertreiben und mein Leben hell und frei machen. Er allein, das göttliche Kind in der Krippe, vermag das. Ihm darf ich mein Leben anvertrauen. Von ihm darf und will ich jede Finsternis meines Lebens erhellen lassen. Selbst wenn dieses Licht am Anfang blenden kann, tut es uns gut. Es schenkt uns Geborgenheit, Sicherheit, Wärme und Liebe. Wir müssen uns mit unserem Leben nicht mehr verstecken oder jemanden vorspielen, der wir nicht sind.

Freue ich mich über das göttliche Licht, dass mir an Weihnachten in Jesus Christus entgegenkommt? Lasse ich mein Leben von ihm hell werden? Wo sehne ich mich heute nach Geborgenheit und Wärme, nach Nähe und Liebe?

  1. Das Zeugnis für das Licht

Johannes der Täufer wusste genau, wer er war und wo sein Platz war. Er kam, um Zeugnis vom wahren Licht abzulegen. Sein Leben leuchtete so hell, dass die Menschen meinten, er selbst sei der Messias. Er selbst bezeugte aber nicht sich selbst, sondern wies auf den hin, der jeden Menschen erleuchtet, der das wahre Licht ist, auf Jesus Christus. Er verwirklichte sich und erfüllte seine Berufung, indem er Zeugnis für Jesus ablegte und so zu einem Licht für die Mitmenschen wurde. Durch Johannes fanden viele zu Jesus. Wenn wir Jesus begegnen und aus einer Fülle Gnade über Gnade schöpfen, werden wir selbst zu Kindern des Lichtes. Wir werden zu Zeugen dessen, der uns das Herz des himmlischen Vaters offenbart.

Habe ich meine Berufung entdeckt? Lebe ich sie im Alltag? Welches Zeugnis legt mein Leben von Jesus ab? Wer war ein Licht für mich auf dem Weg des Glaubens? Für wen werde ich heute zu einem kleinen Licht durch meine Güte und Liebe?

Lobpreis

Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsre Nacht nicht traurig sein! Der immer schon uns nahe war, stellt sich als Mensch den Menschen dar.

Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsre Nacht nicht traurig sein! Bist du der eig`nen Rätsel müd? Es kommt, der alles kennt und sieht!

Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsre Nacht nicht traurig sein! Er sieht dein Leben unverhüllt, zeigt dir zugleich dein neues Bild.

Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsre Nacht nicht traurig sein! Nimm an des Christus Freundlichkeit, trag seinen Frieden in die Zeit!

Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsre Nacht nicht traurig sein! Schreckt dich der Menschen Widerstand, bleib ihnen dennoch zugewandt!

Weil Gott in tiefster Nacht erschien, kann unsre Nacht nicht endlos sein!

Vorsatz

Ich vertraue dem Jesuskind die Finsternis meines Lebens an und lasse sie durch ihn hell werden.

 

 

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Weihnachtswünsche

2020/12/22 weniger...

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Betrachtung zum 4. Adventssonntag im Jahreskreis B

2020/12/18 weniger...

Der Herr ist mit dir!
Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel (Lk 1,26-38).

Gebet

Herr Jesus Christus. Du kommst in unsere Welt. Du hast Maria auserwählt, deine Mutter zu werden. Mache uns offen für deine Pläne des Heiles. Rufe auch uns in deinen Dienst, damit wir deine rettende Gegenwart in unserer Welt erfahren und den anderen kundtun können. Mutter Maria, steh uns bei. Heiliger Geist, komm über uns, wirke an uns und durch uns. Durchglühe und überschatte uns. Mache unsere Herzen bereit, Jesus aufzunehmen.

Persönliche Lektüre

Herr, heute dürfen wir deine Empfängnis feiern. Du bist im Schoss Marias Mensch geworden. Du hast dich auf unsere Seite gestellt. Lass mich durch diese Betrachtung deine Nähe spüren. Komme und wohne auch in mir. Klopfe bei mir geduldig an, bis ich dir öffne und dir eine Wohnung in meinem Herzen gebe.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Der Erste in der Liebe 

Gott ergreift die Initiative des Heiles. Aus Liebe zu den Menschen will er selbst Mensch werden. Dazu wählt er ein Mädchen aus Nazaret, das Maria heißt. Maria bedeutet „die von Jahwe Geliebte“. Als Zeichen dieser Liebe Gottes wurde sie vor jeder Sünde und Schuld bewahrt. Sie ist die Begnadete. Und der Herr ist mit ihr. Wenn Gott einen Menschen in seinen Dienst berufen will, dann bereitet er ihn darauf vor. Er stattet ihn mit jeder Gnade aus, die er für diesen Dienst nötig hat. Er erfüllt ihn mit deiner Gnade und mit seiner Gegenwart. Der Herr ist mit ihm, darum muss er nichts fürchten und darf alles wagen.

Bin ich bereit, die Pläne Gottes mir gegenüber zu erkennen? Welchen Plan hat Gott momentan für mich? Fühle ich mich wirklich von Gott geliebt, begnadet? Spüre ich, dass Gott wirklich mit mir ist, dass ich nichts allein tun muss? Fühle ich mich geehrt, etwas für Gott tun zu dürfen?

  1. Mit Gott sprechen

Maria fühlt sich überwältigt von der Größe, von der Gnade Gottes. Sie hört aber gerne zu, was der Engel Gabriel ihr mitzuteilen hat. Sie soll Mutter Gottes werden und einen Sohn gebären. Sie soll ihm den Namen Jesus, d.h. Gott rettet, geben. Seine Herrschaft soll kein Ende haben. Maria bleibt für diese Botschaft offen. Sie will nur wissen, wie dies möglich sein kann. Sie lebt ja noch nicht mit Josef zusammen. Der Engel zeigt ihr einen anderen Weg zum Kind: Der Heilige Geist wird über sie kommen und sie überschatten. So kommt Gott in unsere Welt. Für Gott ist ja alles möglich. Auch das, dass Elisabet, eine ältere Frau, zu einem Kind kommt.

Bin ich offen für die unfassbaren Pläne Gottes für mich? Bleibe ich im Dialog mit Gott über das, was er mit mir vorhat? Höre ich seiner Antwort zu, selbst wenn ich sie nicht ganz begreifen kann? Traue ich Gott alles zu?

  1. Der Mut zur Antwort 

Maria hört dem Engel gut zu. Sie begreift nicht alles. Sie staunt über Gott, der ihre menschliche Freiheit so sehr achtet. Sie vertraut aber dem Engel Gottes, sie vertraut auf Gott und seiner Gnade. Sie lässt sich überschatten, sie birgt sich im Schatten Gottes, um das Wirken Gottes im vollen Glanz erscheinen zu lassen. Maria will gehorchen, sie will dienen. Maria ist für den geheimnisvollen Plan Gottes bereit. Wie Gott die Dinge geplant hat, so sollen sie an ihr und durch sie geschehen.

Höre auch ich Gott gut zu? Schätze ich das, dass er nichts erzwinge will? Zu welchem Dienst bzw. Plan Gottes möchte ich heute Ja sagen? Bin ich bereit, ihn nach dem Willen Gottes, nach der Art Gottes, zu erfüllen? Liebe ich den Platz im Schatten Gottes?

Lobpreis

Groß sein lässt meine Seele den Herrn, denn er ist mein Retter.
Groß sein lässt meine Seele den Herrn, denn er ist mein Heil.

Laut rühmt meine Seele Gottes Macht und Herrlichkeit,
und mein Geist frohlockt in meinem Retter und Herrn.
Denn sein Auge hat geschaut auf seine kleine Magd.
Und nun singen alle Völker mit mir im Chor.

Denn der Starke hat Gewaltiges an mir getan,
und sein Name leuchtet auf in herrlichem Glanz.
Er gießt sein Erbarmen aus durch alle Erdenzeit
über jeden, der im Herzen Vater ihn nennt.

Große Taten führt er aus mit seinem starken Arm.
Menschen voller Stolz und Hochmut treibt er davon.
Die die Macht missbrauchen, stößt er hart von ihrem Thron
und erhebt, die niedrig sind und arm in der Welt.

Hungernde lädt er zum Mahle ein an seinen Tisch,
doch mit leeren Händen schickt er Reiche nach Haus.
Seines Volkes Israel nimmt gütig er sich an,
wie er Abraham und allen Vätern verhieß.

Ehre sei dem Vater, der uns einlädt in sein Reich,
Ehre sei dem Sohne, der die Liebe uns zeigt.
Ehre sei dem Geiste, der die Einheit uns verleiht,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit.

Vorsatz

Ich sage Ja zu einem Dienst, zu dem mich Gott heute berufen will.

 

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Betrachtung zum 3. Adventssonntag im Jahreskreis B

2020/12/11 weniger...

Jesus mitten unter uns erkennen…
Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Dies ist das Zeugnis des Johannes: Als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du?, bekannte er und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Messias. Sie fragten ihn: Was bist du dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein. Da fragten sie ihn: Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Auskunft geben. Was sagst du über dich selbst? Er sagte: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Unter den Abgesandten waren auch Pharisäer. Sie fragten Johannes: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Messias bist, nicht Elija und nicht der Prophet? Er antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt und der nach mir kommt; ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Dies geschah in Betanien, auf der anderen Seite des Jordan, wo Johannes taufte (Joh 1, 6-8.19-28).

Gebet

Herr Jesus Christus. Du selbst bist in unserer Mitte und doch erkennen wir dich nicht. Das ist unser Drama. Du kennst uns aber. Schenke uns immer wieder Menschen, deine Propheten, die uns auf dich aufmerksam machen, die ein glaubwürdiges Zeugnis von dir ablegen. Herr, mach uns offen für ihre Worte und Taten. Herr, mach auch uns selbst zu deinen Zeugen. Mach hell unser Leben und lass es den anderen zu einem Lichtblick werden. Heiliger Geist, reinige und entfache uns neu in deinem Feuer.

Persönliche Lektüre

Herr, du bedienst dich der Menschen. Mach mich offen für ihr Zeugnis, damit ich zu deinem Licht finden kann. Mach mich hellhörig für ihre Botschaft und sehend für ihre Taten. Herr, erfülle mich mit deinem Geist, damit ich heute mit dir neu anfangen kann. Heiliger Geist, durchflute mich ganz mit deiner Liebe.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Von Gott gesandt 

Johannes der Täufer wurde von Gott gesandt. Ja, er ist ein Geschenk Gottes nicht nur an seine Eltern Elisabeth und Zacharias, sondern auch an seine Zeitgenossen. Sein Name bedeutet „Gott ist gnädig“. Da Gott gnädig ist, beschenkt er die Menschen mit seiner Liebe. Sie werden aber auch ein Geschenk für ihre Mitmenschen. Gott sendet auch uns heute aus. Er will, dass wir einander nicht Geschenke machen, sondern uns selbst einender schenken. Das ist aber viel schwieriger zu verwirklichen, sich selbst zu schenken, als viel Geld für ein teures Geschenk für jemanden auszugeben.

Welche Geschenke habe ich in der letzten Zeit bekommen? Welche Geschenke will ich den anderen zu Weihnachten geben? Schätze ich die Menschen mehr als ihre Geschenke? Wie kann ich mich selbst den anderen schenken? Was würde ich für sie persönlich tun?

  1. Zeugnis ablegen für das Licht

Der Täufer Johannes hatte eine klare Sendung, Zeugnis für das Licht anzulegen. Er sollte nicht sich selbst bezeugen, sondern den kommenden Messias. Und doch gerade durch das Zeugnis seines Lebens, durch das Licht seines Lebens, sollte er die Menschen zur Quelle dieses Lichtes führen. Er sollte das göttliche Licht im Spiegel seines Lebens wiederspiegeln. Diese Sendung war sehr ernst zu nehmen. Warum? Weil die Mitmenschen durch sein Zeugnis zum Glauben kommen sollten. Den Glauben darf man nicht für sich selbst behalten. Man muss ihn weitergeben, indem man ihn lebt.

Wie steht es um den Spiegel meines Lebens? Ist er nicht vielleicht blind? Was mache ich damit? Was widerspiegele ich? Zeige ich den Menschen die Schönheit, die Güte und die Liebe Gottes? Teile ich meinen Glauben mit den anderen? Lebe ich als Kind des Lichtes?

  1. Auf Jesus zeigen 

Johannes der Täufer hat Jesus mitten unter den Menschen erkannt. Er hat auf ihn gezeigt und gesagt: Seht, das Lamm Gottes! Er wollte die Menschen nicht für sich selbst gewinnen. Ganz im Gegenteil, er wollte sie zu Jesus, dem menschgewordenen Sohn Gottes führen. Er freute sich darüber, dass Gott gerade ihn auserwählt hatte, um den Menschen seine Gegenwart zu offenbaren. Er wollte Platz für den machen, der nach ihm kommen und die Menschen heilen sollte. Johannes der Täufer war wirklich ein Herold des ewigen Lichtes, das jeden Menschen erleuchtet.

In welcher Beziehung zu Jesus stehe ich heute? Kenne ich ihn? Erkenne ich ihn in meinem Alltag? Mache ich die anderen mit Jesus bekannt? Will ich die Menschen zu mir selbst oder zu Jesus führen? Freue ich mich, ein Herold Jesu für die Mitmenschen zu sein?

Lobpreis

Für den König, für den Herrn.
Für ihn geben wir uns hin.
Seine Ehre unser Ziel,

nichts bedeutet uns jemals so viel
Für den König, für sein Reich.
Alle Menschen sind hier gleich
Lamm und Löwe sind vereint
und das Licht der Gerechtigkeit scheint.

Alle Ehre König Jesus!
Unsere Herzen, sie fliegen dir zu.
Wir erheben deinen Namen!
Der allein wahre König bist du!

Für den König, für sein Schwert
was den Feind das Fürchten lehrt
unsre Freiheit garantiert
uns zum Schutz unsre Grenze markiert.
Für den König für sein Volk
für die Heerschar, die ihm folgt.
Ihm der uns sein Leben gibt
lasst uns dienen so wie uns er uns liebt!

Alle Ehre König Jesus!
Unsere Herzen, sie fliegen dir zu.
Wir erheben deinen Namen!
Der allein wahre König bist du!

Vorsatz

Ich selbst werde zu einem Weihnachtsgeschenk für…?

 

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Betrachtung zum 2. Adventssonntag im Jahreskreis B

2020/12/04 weniger...

Bereitet dem Herrn den Weg!
Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes: Es begann, wie es bei dem Propheten Jesaja steht: Ich sende meinen Boten vor dir her; er soll den Weg für dich bahnen. Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündigte Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften, und er lebte von Heuschrecken und wildem Honig. Er verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken, um ihm die Schuhe aufzuschnüren. Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen (Mk 1,1-8).

Gebet

Herr Jesus Christus. Du selbst bist die Gute Nachricht, das Evangelium des Vaters, an uns alle! Wir schätzen uns glücklich, dass wir dich hören und sehen dürfen. Du kommst ja zu uns. Herr, komm bei uns an! Rüttle uns auf, dass wir für deine Ankunft nicht blind werden. Mach uns ganz offen für dein lebendiges Wort und deine rettende Tat. Erfülle uns neu mit deinem Heiligen Geist, dass auch wir dir entgegengehen. Heiliger Geist, entfache uns neu, damit wir Jesus, dem Sohn Gottes begegnen können. Heiliger Geist, komm auf uns herab und ziehe uns an Jesus.

Persönliche Lektüre

Der Herr ist da. Er will zu mir kommen. Er sendet Johannes den Täufer, dass er mich auf seine Ankunft vorbereitet. Ich will mir helfen lassen. Ich gehe mit Johannes in die Wüste, um mein Leben in Ordnung zu bringen, um dem kommenden Jesus einen Weg zu meinem Herzen zu verschaffen. Heiliger Geist, durchglühe mich mit deinem Feuer und reinige mein Herz.

Gedanken zur Betrachtung

  1. In die Wüste gehen 

Johannes der Täufer ist in die Wüste gegangen, um seine Sendung zu erkennen und zu erfüllen. Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen dann zu ihm hinaus. Warum? Niemand will ja in die Wüste! Niemand hat sie ja in die Wüste geschickt. Sie selbst wollten hin… Sie haben alles hinter sich gelassen… In der Wüste konnten sie sich auf das Wesentliche besinnen und spüren, was im Leben wichtig ist. In der Wüste waren sie bereit, auf das Wort des Johannes zu hören. Endlich hatten sie Zeit für sich! Endlich waren sie still und ruhig! Endlich konnten sie sich mit sich (und nicht mehr mit den anderen) beschäftigen!

Wie oft gehe ich in die Wüste, um allein mit dem Herrn zu sein? Wage ich es, mir selbst eine tägliche Zeit der Besinnung zu gönnen? Was erfahre ich in diesen Augenblicken? Stehe ich zu mir selbst, oder versuche ich vor mir selbst zu fliehen? Was ließ mich Gott in meiner letzten Wüstenzeit erkennen?

  1. Dem Herrn den Weg bereiten

Der Herr kommt uns entgegen. Wenn wir ihn bei uns willkommen heißen wollen, dann sollen auch wir ihm entgegengehen. Dabei merken wir aber, dass es die Wege, auf denen wir einst einander begegneten, nicht mehr gibt bzw. sie krumm wurden. Wir stellen fest, dass die Straßen, auf denen wir einst einander problemlos entgegenliefen, hügelig wurden. Vieles wurde wüst in unserem Leben. Die Menschen damals bekannten vor dem Johannes dem Täufer ihre Sünden und ließen sich taufen zur Vergebung der Sünden. Sie wollten alles aus dem Weg räumen, was die Begegnung mit dem kommenden Herrn hindern konnte.

Wie sehen meine Wege zu Gott aus? Sind sie noch begehbar? Was hindert mich heute konkret zum Herrn? Kann ich das noch beim Namen nennen? Wie oft mache ich eine gute Gewissenserforschung? Tauche ich in das Wasser der Barmherzigkeit im Sakrament(e) der Versöhnung ein? Wann war meine letzte Beichte?

  1. Taufe mit dem Heiligen Geist 

Unsere Vorbereitung auf Weihnachten ist kein Selbstzweck. Damit wollen wir nicht etwas leisten oder mit uns selbst zufrieden werden, dass wir eine christliche Pflicht erfüllt haben. Diese Vorbereitung soll uns eine verwandelnde Begegnung mit Jesus ermöglichen, der uns mit dem Heiligen Geist taufen will. Ja, wir sollen aus dem Geist Gottes leben, aus seiner Kraft und Stärke, aus seinem Licht und Feuer. Ja, ich soll mit Jesus eines Geistes werden.

Wo erfahre ich das Wirken des Heiligen Geistes? Wo lebe ich aus seiner Kraft? Was will ich heute seinem Feuer übergeben? Wo lädt mich der Heilige Geist zur Umkehr ein? Bemühe ich mich stets darum, immer mehr zu Jesus und zu seinem Geist zu finden? Wo denke, rede und handle ich im Geiste Jesu?

Lobpreis

Immer mehr von dir, immer mehr!
Immer mehr sein wie du, immer mehr!
Immer mehr deine Worte verstehn,
deine Werke tun,
o Herr, immer mehr!

Du bist ein Gott, der seine Kinder Liebt,
der als ein Vater ihr Verlangen sieht.
Niemand und nichts kommt dir jemals gleich,
o Herr.
Du zeigst dich uns als ewig treuer Freund
und weißt genau wie unser Herz es meint.
Gib uns mehr von dir, immer mehr!!!

Immer mehr von dir, immer mehr!
Immer mehr sein wie du, immer mehr!
Immer mehr deine Worte verstehn,
deine Werke tun,
o Herr, immer mehr!

Vorsatz

Ich plane eine Beichte vor Weihnachten ein.

 

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Betrachtung zum 1. Adventssonntag im Jahreskreis B

2020/11/28 weniger...

Der Hausherr kommt…
Jesus sprach zu seinen Jüngern: In jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen. Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels. Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Ende vor der Tür steht. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater. Seht euch also vor, und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug alle Verantwortung seinen Dienern, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam! (Mk 13,24-37)

Gebet

Herr Jesus Christus. Du kommst stets zu uns. Du lässt uns nie allein. Egal was geschieht, bist du für uns da. Hilf uns, deine Gegenwart zu erkennen. Mache unsere Augen hell, mache wachsam unser Herz, damit wir dein Kommen zu uns nicht verschlafen. Schenke uns deinen Heiligen Geist, der alles neu schafft und lebendig macht. Heiliger Geist, erfülle uns mit der Liebe Gottes, damit wir auf Jesus warten können und ihn in unserem Alltag wahrnehmen. Komm herab, Heiliger Geist, und begleite uns auf den Wegen des Advents.

Persönliche Lektüre

Jesus ist da. Er spricht mit dir. Öffne weit dein Ohr und dein Herz. Hör ihm gut zu. Er will dich auf sein Wiederkommen in Herrlichkeit vorbereiten. Freue dich über ihn und sein Wort! Ihm geht es doch nur um dich. Verweile bei den Worten, die dich berühren… Sei still… Tauche in die Ewigkeit Gottes ein…

Gedanken zur Betrachtung

  1. Jesus kommt! 

Der Advent heißt die Ankunft! Der Herr Jesus ist in die Welt gekommen vor über 2000 Jahren. Er kommt heute zu uns. Darum feiern wir Weihnachten. Er wird einst auf den Wolken mit grosser Macht und Herrlichkeit zu uns kommen, um seine Auserwählten zu sich zu holen. Jesus kommt zu mir. Er will bei mir ankommen: hier und jetzt. Er ist der Kommende. Viel zu oft bleiben wir bei den äusseren Ereignissen wie Leiden und Tod, wie Zerstörung und Not stehen! Vielmehr sollen wir uns darüber freuen, dass der Herr kommt, dass er zu mir kommt. Ich liebe ihn ja, darum halte ich Ausschau nach ihm. Ich freue mich auf Jesus!

Glaube ich daran, dass Jesus zu mir kommen will? Freue ich mich auf seinen Besuch, auf ihn selbst? Was trübt heut diese Freude in mir? Erwarte ich ihn mit tiefer Sehnsucht und bebendem Herzen? Kommt Jesus bei mir an?

  1. Zu Hause sein

Wir sind im Hause unseres Herrn, in der Kirche. Uns wurde alle Verantwortung für das Haus des Herrn übertragen. Jede und jeder von uns ins mit ihr/ihm zu bestimmten Aufgaben gefragt. Niemand kann den anderen ersetzen. Gott hat mir ein Zuhause geschenkt! Er hat mir sein eigenes Haus anvertraut! Ich bin nie obdachlos! Ich muss nie auf die Flucht! Im Gegenteil, ich darf Sorge für das Haus meines Herrn tragen, es schmücken und für die Ankunft des Herrn bereiten. Was für ein Glück!

Habe ich ein Zuhause? Ist die Kirche mein Zuhause? Nehme ich meine Aufgaben zu Hause, in der Schule, am Arbeitsplatz ernst? Wie trage ich zur Gemeinschaft der Kirche bei? Schenke ich den anderen ein Stück Zuhause in meiner Gemeinde, bei mir? Wie werde ich das Haus meines Herzens für die Ankunft des Herrn schmücken?

  1. Seid als wachsam! 

Man kann sich schnell an viele Dinge gewöhnen, auch an Gott… Das Gebet, das Hören auf das lebendige Wort Gottes helfen uns dagegen. Sie erhalten unsere Beziehung zum Herrn lebendig. Sie schenken uns wache Augen des Herzens, dass wir darin nur den Herrn und sonst niemanden hereinlassen. Sie wecken uns stets vom Schlaf, falscher Sicherheiten und kalter Gleichgültigkeit auf. Sie helfen uns, für die Ankunft des Herrn immer bereit zu sein.

Wie sieht mein Gebet aus? Wie oft bete ich? Nehme ich mir immer wieder Zeit am Tag oder in der Nacht, um den Herrn zu suchen und bei ihm zu bleiben? Was hält unsere Beziehung lebendig? Habe ich Zeit, Jesus zuzuhören? Wie erkenne ich seine Gegenwart in meinem Leben? Wo ist heute mein Wachen gefragt?

Lobpreis

O Heiland, reiß die Himmel auf,
herab, herab vom Himmel lauf;
reiß ab vom Himmel Tor und Tür,
reiß ab, wo Schloss und Riegel für.

O Gott, ein’ Tau vom Himmel gieß,
im Tau herab, o Heiland, fließ.
Ihr Wolken, brecht und regnet aus
den König über Jakobs Haus.

O Erd, schlag aus, schlag aus, o Erd,
dass Berg und Tal grün alles werd.
O Erd, herfür dies Blümlein bring,
o Heiland, aus der Erden spring.

Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt,
darauf sie all ihr Hoffnung stellt?
O komm, ach komm vom höchsten Saal,
komm, tröst uns hier im Jammertal.

O klare Sonn, du schöner Stern,
dich wollten wir anschauen gern;
o Sonn, geh auf, ohn deinen Schein
in Finsternis wir alle sein.

Hier leiden wir die größte Not,
vor Augen steht der ewig Tod.
Ach komm, führ uns mit starker Hand
vom Elend zu dem Vaterland.

Da wollen wir all danken dir,
unserm Erlöser, für und für;
da wollen wir all loben dich
zu aller Zeit und ewiglich.

Vorsatz

Ich fasse einen konkreten Vorsatz für die Adventszeit.

 

 

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"Die Erscheinung unserer Mutter auf dem Berg von La Salette ist keine neue Lehre, sondern eine neue Gnade. Sie ist die Offenbarung der Liebe und des Mitleids, die es für uns im Himmel gibt." So drückte sich 1854 Mgr. Ullathorne, Bischof von Birmingham in England, aus. Er stellte damit die untergeordnete Rolle jeder Erscheinung und ihre Bedeutung in der Geschichte unseres Heils fest.

LA SALETTE IST KEINE NEUE LEHRE.
ES IST EIN NEUER SCHWUNG, HIN ZU DEN GRUNDLAGEN DES GLAUBENS, EINE BEGEGNUNG, DIE NICHT VERPASST WERDEN DARF, EINE GNADE, AUF DIE DRINGEND EINGEGANGEN WERDEN


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