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Meditationen

Betrachtung zum 4. Fastensonntag B

2021/03/12 weniger...

Was liebe ich mehr? 

In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodémus: Wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat. Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat. Denn darin besteht das Gericht: Das Licht kam in die Welt, doch die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse. Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind (Joh 3, 14-21).

Gebet

Herr Jesus Christus, wie Nikodemus heimlich in der Nacht kommen auch wir zu dir heute, um mit dir zu sprechen. Wir haben auch viele Fragen und Zweifel. Du hast immer ein offenes Ohr für uns. Du nimmst uns ernst und gibst uns deine Antwort. Herr, erfülle uns mit dem Heiligen Geist, damit wir Mut zur Wahrheit haben. Nur sie kann uns befreien. Komm herab, Heiliger Geist, und wirke mächtig an uns und durch uns. Schaffe uns neu und entfache in uns das Feuer deiner Liebe.

Persönliche Lektüre

Jesus, ich freue mich auf dich. Danke, dass du immer auf mich wartest, dass du mein Freund bist. Zeige mir den Weg der Liebe, nach der ich mich so sehr sehne, zeige mir den Weg zu dir, den Weg mit dir. Rede Herr zu meinem Herzen und verwandle mich. Bei dir bin ich geborgen, bei dir bin ich glücklich… Heiliger Geist leite und begleite mich.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Die grösste Liebe

Jesus richtet unseren Blick auf seine Erhöhung am Kreuz. Das Kreuz ist das grösste Zeichen seiner Liebe zu jedem Menschen ohne Ausnahme. Der Vater hat seinen Sohn für uns hingegeben. Durch Jesus, durch sein Kreuz und seine Auferstehung sind wir gerettet. Leben fürs Leben. Jesus hat sein Leben hingegeben, damit wir leben können. Er hat unser Todesurteil auf sich genommen und unsere ganze Schuld mit seinem Blut bezahlt. Der Todespfeil hat seine Brust durchstochen, damit wir vor dem Tod bewahrt wurden. Hebe also deinen Blick zum Kreuz! Bestaune die Liebe, die dir gilt. Lass dich lieben!

Welche Bedeutung hat das Kreuz Jesus in meinem Leben? Wie oft hebe ich meinen Blick zum Kreuz auf? Bin ich Jesus für seine Liebe zu mir dankbar? Habe ich sie angenommen? Lebe ich aus ihr? Für wen wäre ich bereit, heute mein eigenes Leben hinzugeben?

  1. Rettung aus dem Glauben

Jesus ist in die Welt gekommen, um sie zu retten, und nicht um sie zu richten! Wer seiner Liebe glaubt, der hat schon jetzt das ewige Leben in sich. Wer nicht glauben will, der muss ins Gericht, um Rechenschaft von seinem Leben abzulegen. Die Entscheidung liegt heute bei mir. Denken wir aber an das Eine: Der grösste Schmerz für Jesus ist unsere Gleichgültigkeit. Es tut ihm wahnsinnig leid, wenn wir uns von ihm nicht retten lassen. Er wäre ja bereit auch heute, nur für mich sein Leben zu wagen!

Glaube ich an Jesus? Vertraue ich auf ihn? Habe ich schon seine verzeihende, rettende Liebe erfahren? Oder lehne ich seine Liebe ab?  Vielleich bin ich dieser Liebe gegenüber gleichgültig geworden? Warum? Will ich wie Jesus die Menschen retten, oder fange ich immer wieder an, sie zu richten und zu verurteilen?

  1. Das Licht lieben

Es ist eine traurige Tatsache, dass die Menschen die Finsternis mehr lieben können als das Licht. Normalerweise haben wir ja Angst vor der Finsternis und sind froh, wenn wir in der Nacht eine Taschenlampe dabei haben. Man kann aber im Bösen so verstrickt sein, dass man es nicht mehr als böse erkennt und sogar beginnt es zu lieben. Jesus lädt uns ins Licht ein, dass am Anfang blenden kann, dass uns aber gut tut. Jesus lädt uns ins Licht ein, damit wir wirklich frei werden können und unsere Taten in Gott vollbringen. Ja, Jesus macht uns Mut zur Wahrheit über unser Leben.

Gibt es Dinge in meinem Leben, die ich mehr liebe als Gott? Wo bin ich an das Böse, an die Sünde so gewohnt, dass ich auf sie nicht einmal verzichten will? Wo hält mich das Böse gefangen? Folge ich heute Jesus, der mich ins Licht führen und mein Leben hell machen will?

Lobpreis

Verwundet, schwach, ein Sünder,

verloren, wenn du stirbst.

O, heb den Kopf, weil Liebe um dich wirbt.

Komm zu Jesus,

komm zu Jesus,

komm zu Jesus und leb.

Jetzt ist die Last verschwunden,

ins tiefste Meer versenkt.

Sein Tod hat dir das Leben neu geschenkt.

Nun sing zu Jesus,

sing zu Jesus,

sing zu Jesus und leb.

Hab keine Angst zu krabbeln,

als neugebornes Kind.

Vergiss nicht, manchmal fallen wir auch hin. 

Dann fall auf Jesus,

fall auf Jesus,

fall auf Jesus und leb.

Dein Weg ist manchmal einsam,

gepflastert auch mit Schmerz.

Dein Himmel schwarz und tränenvoll dein Herz.

Dann schrei zu Jesus,

schrei zu Jesus,

schrei zu Jesus und leb.

Wenn Liebe übersprudelt,

Musik die Nacht erfüllt,

die Freude deine Leidenschaft enthüllt.

Dann tanz für Jesus,

tanz für Jesus,

tanz für Jesus und leb.

Und mit dem letzten Herzschlag,

sage Lebewohl.

Geh in Frieden, denn er wartet schon.

Flieg heim zu Jesus,

heim zu Jesus,

heim zu Jesus und leb!

Vorsatz

Ich werde bewusster zum Kreuz aufblicken und Jesus für seine Liebe jeden Tag danken.

 

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Betrachtung zum 3. Fastensonntag B

2021/03/05 weniger...

Herr, reinige mein Herz! 

Das Paschafest der Juden war nahe und Jesus zog nach Jerusalem hinauf. Im Tempel
fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen. Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern; das Geld der Wechsler schüttete er aus, ihre Tische stieß er um und zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle! Seine Jünger erinnerten sich, dass geschrieben steht: Der Eifer für dein Haus wird mich verzehren. Da ergriffen die Juden das Wort und sagten zu ihm: Welches Zeichen lässt du uns sehen, dass du dies tun darfst? Jesus antwortete ihnen: Reißt diesen Tempel nieder und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten. Da sagten die Juden: Sechsundvierzig Jahre wurde an diesem Tempel gebaut und du willst ihn in drei Tagen wieder aufrichten? Er aber meinte den Tempel seines Leibes. Als er von den Toten auferweckt war, erinnerten sich seine Jünger, dass er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte. Während er zum Paschafest in Jerusalem war, kamen viele zum Glauben an seinen Namen, da sie die Zeichen sahen, die er tat. Jesus selbst aber vertraute sich ihnen nicht an, denn er kannte sie alle und brauchte von keinem ein Zeugnis über den Menschen; denn er wusste, was im Menschen war (Joh 2, 13-25).

Gebet

Herr Jesus Christus, du wohnst in jedem Tabernakel, bei dem ein ewiges Licht brennt. Du bist unter uns für immer geblieben, wie du es versprochen hast. Jederzeit dürfen wir zu dir kommen und dich besuchen, mit dir reden. Du hast immer Zeit für uns. So wollen auch wir uns Zeit nehmen für dich. Ermutige uns zu einem häufigeren Besuch bei dir. Schenke uns deinen Heiligen Geist, dass er den Tempel unseres Herzens erneuere und reinige. Er öffne uns für deine Gegenwart und schaffe uns neu. Heiliger Geist, entfache uns neu in der Liebe zu Jesus, unserem Retter.

Persönliche Lektüre

Jesus schenkt dir seine Zeit. Nimm sie in Anspruch. Erfreue dich am Herrn. Lass dich von ihm ansprechen. Sei offen für sein befreiendes Wirken an dir. Verweile bei den Worten, Sätzen, Handlungen Jesu, die dich berühren… Lass Jesus in dein Herz hinein… 

Gedanken zur Betrachtung

  1. Das Haus des Vaters

Jesus kommt in den Tempel nach Jerusalem. Und was stellt er fest? Die Menschen haben aus diesem heiligen Ort eine Markthalle, eine Räuberhöhle gemacht. Anstatt mit dem Vater zu reden, auf ihn zu hören, machten sie aus ihrem Glauben ein Geschäft. Ein Geschäft mit den Menschen, damit sie reine Opfertiere und reine Münzen für ihren Kult haben. Ein Geschäft mit Gott, der sich mit den vielen Opfern der Menschen zufriedengeben und den Menschen gnädig sein sollte. Was bleibt dann von dem Haus des Vaters übrig? Was bleibt von dieser zärtlichen Beziehung Vater – Sohn übrig? Der Eifer für dein Haus verzehrt mich!

Wie sieht meine Beziehung zu Gott aus? Was bringe ich ihm dar? Ist er wirklich mein Vater? Wie rede ich mit ihm? Lebe ich meinen Alltag mit ihm? Welche Geschäfte hindern mich heute, bei Gott dem Vater zu Hause zu sein?

  1. Das Heiligtum meines Herzens

Durch die Taufe wurden wir alle zu Kindern Gottes und zum Tempel des Heiligen Geistes. Wir sind der Tempel des lebendigen Gottes. Das Herz ist das Heiligtum Gottes in uns! Darum sagt Jesus zu den Juden, dass die diesen seinen Tempel, ihn selbst zerstören. Tatsächlich wurde Jesus getötet und nach drei Tagen ist er auferstanden. In jeder Kommunion zieht Jesus in sein Heiligtum ein, in mein Herz. Welche Ehre gilt jedem Gläubigen, der Jesus in sein Herz aufnimmt!

Welche Sorge trage ich für meinen Körper, für den Tempel Gottes in mir? Ist das Heiligtum meines Herzens wirklich rein, für den Herrn, immer bereit? Welche Ehre erweise ich Jesus in anderen Menschen, die ihn empfangen?

  1. Eine erschütternde Befreiung

Wir machen uns bewusst, dass es auch im Tempel unseres Herzens viele Gewohnheiten, Schwächen und Sünden gibt, die wir nicht einmal merken, oder die wir nicht aufgeben wollen. Wir haben uns viele falsche Sicherheiten aufgebaut, die uns hindern, im Heiligtum unseres Herzens mit Jesus zu verweilen. Darum ist es gut, wenn der Herr alles in uns zerstört, was uns zu ihm hindert. Wenn er uns erschüttert, aus unseren schlechten Gewohnheiten herausreißt, erst dann werden wir wirklich frei.

Was stört mich, Jesus zu begegnen? Bitte ich den Heiligen Geist, dass er mir mein Versagen, meine Sünde zeige, damit ich sie in Wahrheit bekennen kann? Wo brauche ich heute eine erschütternde Befreiung Jesu?

Lobpreis

Reinige mein Herz,
mach mich rein wie Gold
in deinem Feuer
Reinige mein Herz,
mach mich rein wie Gold, pures Gold

Feuer des Herrn,
danach verlangt mein Herz
mach mich rein,
(und) heilig
Dir allein will ich dienen, mein Meister
Und deinen Willen tun

Reinige mein Herz,
nimm, was mich trennt von dir
und mach mich heilig
Reinige mein Herz,
nimm, was mich trennt von dir, tief in mir

Vorsatz

Ich lasse Jesus das Heiligtum meines Herzens im Sakrament der Versöhnung reinigen.

 

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Betrachtung zum 2. Fastensonntag B

2021/02/27 weniger...

Was strahle ich aus?

In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihnen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiss, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien ihnen Elíja und mit ihm Mose und sie redeten mit Jesus. Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elíja. Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen. Da kam eine Wolke und überschattete sie und es erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören. Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemanden mehr bei sich außer Jesus. Während sie den Berg hinabstiegen, gebot er ihnen, niemandem zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei. Dieses Wort beschäftigte sie und sie fragten einander, was das sei: von den Toten auferstehen (Mk 9,2-10).

Gebet

Herr Jesus Christus, in der Fastenzeit lädst du uns zum Gebet ein. Du willst uns begegnen. Nimm uns auf einen Berg, weg von den Sorgen des Alltags, mit. Zeige uns deine Herrlichkeit, damit wir im Glauben an dich gestärkt werden. Lege in uns das Verlangen, dich von ganzem Herzen zu lieben und dir ähnlich zu werden. Erfülle uns mit dem Heiligen Geist, damit wir unser Herz sprechen lassen. Heiliger Geist, reinige uns, durchglühe uns und mache uns fähig, Jesus zu begegnen.

Persönliche Lektüre

Ich freue mich, Jesus, dass ich bei dir bleiben darf. Ich freue mich, dass du mir jetzt diese Zeit der Betrachtung schenkst. Sprich zu meinem Herzen. Verwandle mich in dich. Heile mich durch deinen Heiligen Geist. Er mache mich neu. Er gehe den Weg mit mir.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Das Geschenk des Gebetes

Jesus selbst lädt Petrus, Jakobus und Johannes ein, mit ihm auf einen Berg zu steigen. Dort, in der Einsamkeit, weg von den Sorgen des Alltags, spürt er die Nähe Gottes. Er betet zum Vater. Mose und Elija helfen ihm dabei. Der himmlische Vater verklärt Jesus und offenbart seine Würde: «Das ist mein geliebter Sohn.». Die Jünger staunen und freuen sich. Sie möchten diesen Augenblick gerne für längere Zeit behalten.

Es ist ein Geschenk Jesus an seine Jünger, wie auch ich? ein Geschenk des Vaters an Jesus, seinem Sohn.

Was ist ein Gebet für mich? Ist es meine Leistung? Suche ich die Nähe Gottes, um gut beten zu können? Lasse ich mich von Gott beschenken? Lass ich Gott an mir wirken, mich verwandeln, zu mir sprechen?

  1. Die innere Schönheit

Jesus wurde vor den Augen der Jünger verwandelt. Gott liess seine göttliche Würde in ihm erstrahlen. Niemand konnte sie in Worte fassen. Der geliebte Sohn Gottes offenbarte den Jüngern sein Wesen. Seine innere Schönheit überwältigt sie. Wohlbemerkt kam das ganze strahlende Licht nicht von aussen her, sondern vom Inneren Jesu her.

Was strahle ich aus? Bin ich darum bemüht, in der Fastenzeit meine Güte und Treue mehr zum Leuchten zu bringen als sonst? Wo begnüge ich mich mit dem Äusseren? Lasse ich die Gnade Gottes durch mich leuchten?

  1. Der Weg mit Jesus

Der himmlische Vater befahl den Jünger, auf Jesus, seinen geliebten Sohn zu hören. Nur so können sie den Weg des Kreuzes bis hin zur Auferstehung mitgehen. Nun können sie als Lichter in dieser Welt erscheinen. Jesus will uns auf unserem Lebensweg begleiten. Er macht uns zu seinen Zeugen in dieser Welt. Er selbst ist der Weg, auch unser Weg!

Gehe ich meinen Weg bewusst mit Jesus? Höre ich auf seine Stimme?  Lasse ich mich von ihm leiten und begleiten? Wie bezeuge ich Jesus heute?

Lobpreis

Keiner ist wie Du! 

Niemand sonst berührt mein Herz so wie Du. 

Wo auch immer ich noch suchte, o Herr, es bleibt: 

Keiner ist wie Du!
Erbarmen fliesst wie ein weiter Strom, 

und Heilung strömt aus Deiner Hand. 

Kinder mit Wunder sind sicher bei Dir.
Keiner ist wie Du!

Vorsatz

Ich lasse meine innere Schönheit durch Taten der Barmherzigkeit aufstrahlen.

 

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Betrachtung zum 1. Fastensonntag B

2021/02/19 weniger...

Versuchung in der Wüste

In jener Zeit trieb der Geist Jesus in die Wüste. Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan in Versuchung geführt. Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm. Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium! (Mk 1,12-15)

Gebet

Herr Jesus Christus, der Geist Gottes trieb dich in die Wüste. Du warst ihm gehorsam. Dort erkanntest du, wie wir Menschen versucht werden. Du zeigtest uns, wie wir in der Versuchung siegen können. Nimm auch uns mit in die Wüste der Fastenzeit. Offenbare uns, wer wir sind. Zeige uns alles, was uns von dir trennt. Erfülle uns neu mit deinem Heiligen Geist, damit wir in der Kindschaft Gottes erneuert werden. Komm auf uns herab, Heiliger Geist, und entzünde in uns das Feuer deiner Liebe. Reinige uns von uns selbst und allem Bösen.

Persönliche Lektüre

Jesus, du verkündest dein Evangelium. Du rufst mich zur Umkehr auf. Schenke mir ein hörendes Herz. Schaffe mich neu und ziehe mich an dich. Sprich du zu mir. Ich höre dir zu. Der Heilige Geist durchglühe mich und führe mich zu dir. Er entfache meine Sehnsucht nach dir neu.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Vom Geist getrieben

Gleich nach der Taufe wurde Jesus vom Geist Gottes in die Wüste getrieben. Dort machte er sich bewusst, was der Vater ihm durch die Taufe geschenkt hatte. Dort erkannte er auch das Wirken des Satans, dem wir Menschen ausgesetzt sind. Dort entschied er sich, das Reich Gottes in der Kraft des Heiligen Geistes zu verkünden. Der Sohn Gottes reichtet sich ganz nach dem Vater aus!

Lasse ich mich von dem Geist Gottes leiten und begleiten? Was bedeutet für mich getauft zu sein? Wie lebe ich heute meine Taufe? Lasse ich dem Satan meine Kindschaft Gottes in Frage stellen? Welches Reich erwarte ich von Gott? Wo muss ich mich noch für das Reich Gottes anstatt für mein Reich entscheiden?

  1. Die Engel diensten Jesus

Jesus besiegte die Macht des Teufels. Er ließ sich nicht zum Bösen verführen. Er brachte wieder Harmonie in die Welt. Die wilden Tiere kämpften weder gegen ihn noch gegeneinander. Mehr noch, die Engel dienten ihm. Jesus brachte die Welt wieder in Ordnung, die der Mensch durch seine Sünde zerstört hatte. Jesus schenkte uns allen das Paradies zurück. Es ist sein Reich des Friedens und der Liebe, der Versöhnung und der Freiheit.

Wo lasse ich mich zum Bösen verführen? Verlasse ich mich auf Jesus in meinem geistlichen Kampf gegen die Sünde? Wo arbeite ich an der Harmonie mit Gott, mit den anderen, mit mir selber, mit der Schöpfung? Rufe ich die Engel zur Hilfe an? Wie trage ich zum Reich Gottes bei?

  1. Das Evangelium heute

Jesus verkündet auch heute das Evangelium vom Heil. Er ermutigt uns, an sein Evangelium zu glauben und unser Leben zu ändern. Heute ist unsere Zeit! Wenn wir sie verschlafen, dann riskieren wir, dass wir in Versuchung geraten und uns von Gott abwenden, oder so leben, als ob er uns nichts zu sagen hätte. Die gute Nachricht ist für mich, sie befreit mich zum neuen Leben mit Jesus.

Habe ich Zeit, das Evangelium zu lesen und darüber nachzudenken? Wozu ruft mich das heutige Evangelium auf? Lasse ich mich von Jesus belehren? Wann habe ich die befreiende Wirkung des Evangeliums erfahren? Lebe ich aus dem Wort Jesu?

Lobpreis

Immer mehr von dir, immer mehr,
immer mehr sein wie du, immer mehr.
Immer mehr deine Worte verstehen,
deine Werke tun, oh Herr, immer mehr.

Du bist ein Gott, der seine Kinder liebt,
der als ein Vater ihr Verlangen sieht.
Niemand und nichts kommt dir jemals gleich, oh Herr.
Du zeigst dich uns als ewig treuer Freund
und weißt genau wie unser Herz es meint.
Gib uns mehr von dir, immer mehr.

Vorsatz

Jeden Tag nehme ich mir Zeit Jesus neu zu begegnen.

 

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Betrachtung zum 6. Sonntag im Jahreskreis B

2021/02/12 weniger...

Wenn du willst… 
In jener Zeit kam ein Aussätziger zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du mich rein machen. Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will – werde rein! Sogleich verschwand der Aussatz und der Mann war rein. Jesus schickte ihn weg, wies ihn streng an und sagte zu ihm: Sieh, dass du niemandem etwas sagst, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat – ihnen zum Zeugnis. Der Mann aber ging weg und verkündete bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die Geschichte, sodass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm (Mk 5,17-37).

Gebet

Herr Jesus Christus, zu dir darf jeder kommen. Du hast ein offenes Herz für jeden Menschen. Auch für uns. Dir dürfen wir alles sagen und dich um alles bitten.  Du kennst unsere Not. Wir wollen sie vor dir aussprechen in der Hoffnung, dass du alles vermagst. Herr, stärke unseren Glauben an dich und berühre unsere Wunden, dass wir geheilt werden. Sende deinen Heiligen Geist auf uns herab. Heiliger Geist, leite und begleite uns, entfache uns neu und erfülle uns mit festem Glauben, eifriger Liebe und lebendiger Hoffnung.

Persönliche Lektüre

Herr Jesus Christus, ich danke dir, dass du da bist für mich. Bei dir will ich bleiben und dir zuhören. Herr, rede du zu meinem Herzen. Rüttle mich auf. Nimm mich in deine Arme und lass mich deine Liebe spüren. Durchglühe mich mit deinem Heiligen Geist, dass ich dich hören und lieben kann.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Vertrauen

Unglaublich ist das Verhalten dieses kranken Mannes, dessen Leben zu Ende geht. Der Aussatz, die Lepra war damals unheilbar. Im Bewusstsein, dass er unter furchtbaren Schmerzen dem Tod entgegengeht, bittet er Jesus demütig und vertrauensvoll um Hilfe. Er schreibt ihm aber nicht vor, was er zu tun hat. Er beruft sich auf seinen Willen. Er vertraut darauf, dass Jesus allein wirklich weiß, was für ihn besser ist, geheilt zu werden oder krank zu bleiben. So vertraut er sein ganzes Leben Jesus an. In seinen Händen wird alles gut gehen.

Welche Nöte erfahre ich heute? Wo bin ich krank an Leib und Seele? Was macht mich heute krank? Spüre ich auch, dass die Lepra der Sünde den inneren Tod mit sich bringt? Vertraue ich mich ganz Gott an? Lasse ich Jesus wirken, wie und wann er will?

  1. Gottes Wille

Jesus offenbart uns das Herz Gottes: Er hat Mitleid mit dem Aussätzigen. Er wartet nicht lange, sondern streckt sofort seine Hand aus. Ohne Angst vor der Ansteckung oder vor der rituellen Unreinheit berührt er den Kranken und spricht machtvoll: Ich will es – werde rein! Der Aussätzige wird sofort rein. Jesus gibt ihm die Reinheit des Leibes und der Seele zurück. Er befreit ihn aus seiner Isolation, die ihn von Gott und den Menschen getrennt hat.

Kenne ich das Herz Gottes? Wo habe ich das gütige und barmherzige Herz Jesu erfahren? Aus welchen Isolationen hat mich Jesus befreit? Wo hat er mich rein gemacht? Wie begegne ich den ausgegrenzten Menschen? Bin ich offen für sie?

  1. Gehorsam 

Die Heilung selbst ist erst der Anfang der Nachfolge Jesu. Jesus ist dem Gesetzt der Juden treu. Er befiehlt dem Geheilten zu den Priestern zu gehen und das Reinigungsopfer darzubringen. Mehr noch, er verbietet ihm, von dieser Heilung zu erzählen. Warum? Das könnte dem Vorhaben Jesu im Wege stehen. Jesus will ja nicht, dass die Menschen seine Sendung falsch verstehen. Erst nach seiner Auferstehung wird er sie überallhin senden, um das Evangelium zu verkünden und die Menschen zu seinen Jüngern zu machen. Der Ungehorsam des Geheilten hinderte Jesus, seinen Auftrag zu erfüllen.

Höre ich Jesus zu? Höre ich auf ihn? Wo will ich die Sendung, die er mir anvertraut hat, auf eigene Faust erfüllen? Welches Verhalten hindert die anderen zu Jesus zu finden? Wem gehorche ich wirklich? Mir selbst oder Jesus?

Lobpreis

Reinige mein Herz,
mach mich rein wie Gold
in deinem Feuer
Reinige mein Herz,
mach mich rein wie Gold, pures Gold

Feuer des Herrn,
danach verlangt mein Herz
mach mich rein,
(und) heilig
Dir allein will ich dienen, mein Meister
Und deinen Willen tun

Reinige mein Herz,
nimm, was mich trennt von dir
und mach mich heilig
Reinige mein Herz,
nimm, was mich trennt von dir, tief in mir

Vorsatz

Ich vertraue Jesus meine größte Not an, im Glauben, dass er das Richtige für mich tun wird.

 

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P. Franz Eggs MS ist heimgegangen

2021/02/05 weniger...

Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. Joh 10,11

Im Glauben an die ewige Glückseligkeit bei Gott ist von uns heimgegangen

P. Franz Eggs, Salettiner (10.Februar 1927 – 28. Januar 2021)

Die wichtigsten Stationen seines Lebens:

1949 – die erste Ordensprofess, 1955 – Priesterweihe,

1956 – Vikar in Zürich Oerlikon,

1957 – Missionar an verschieden Missionsstationen in Angola,

2009 – Pensionär im Missionshaus Untere Waid in Mörschwil.

Maria von La Salette, Versöhnerin der Sünder lenke ihn zu Jesus Christus, dem Guten Hirten, dem er so treu und eifrig gedient hat. Christus, dessen endliche Liebe er allen Menschen mitteilen wollte, lasse ihn an seinem Herzen ausruhen für immer.

Die Predigt vom P. Piotr Zaba MS im Wortlaut:

Wer für andere sorgt, für den sorgt Gott. Wer mit Grosszügigkeit verteilt, dem wird auch ein gefülltes Mass von Gott zugeteilt werden. Ich freue mich, weil der liebe und gütige Gott mir mehr schenken wird, als ich es verdiene…

Mit diesem Wort endete P. Franz Eggs MS sein Testament. Dieses Wort war das Motto seines ganzen, irdischen Lebens. So möchte ich ihn einladen, dass er selbst uns durch seine Schriften von seinem Leben erzählt. Möge dieses Interview mit ihm uns Mut machen für unseren weiteren Weg in der Nachfolge Jesu.

  1. Lieber P. Franz, warum hast du dich entschieden Missionar zu werden?

Ich habe den Befehl (und nicht nur den Rat) von Christus, unserem Erlöser, vernommen: «Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium allen Geschöpfen. Wer glaubt und sich taufen lässt, wird selig werden…» (Mk 16,15-16) Ich durfte nicht so egoistisch sein und die höheren, geistigen Güter nur für mich beanspruchen. Nein, Christus der Herr will, dass «alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen (Tim 2,4). Alle Menschen sind sein Eigentum und er liebt sie alle ohne Unterschied von Sprachen, Hautfarbe oder Temperament und er will seinerseits von allen geliebt werden. In der Liebe und durch die Liebe wurde ich erlöst und darum erstreckte sich auch meine Liebe zu allen Menschen. So wurde die Liebe zum Zentrum all meiner Tätigkeit. Die Liebe zu Gott und Menschen war für mich der Mittel- und Angelpunkt, um den sich mein ganzes Leben von der Wiege bis zum Sterben gedreht hat. Ja, Christus ist es, der mein Herz in der Liebe zu allen Menschen erweitert hat. So bin ich kurz nach der Priesterweihe in die Mission nach Angola gezogen, wo ich über 50 Jahre das Evangelium verkünden durfte.

  1. Das Leben als Missionar in Angola war keine einfache Sache. Was musstest du alles auf deinen unzähligen Missionsreisen ertragen? Was machte dir Freude?

Ich habe auf mein bequemes Leben in der Schweiz verzichtet, um bei den armen Menschen zu wohnen und zu wirken. Der Dienst an dem anderen, dem ich helfen konnte, bereicherte mich seelisch. Selbst wenn er auch Opfer bedeutete. Ich brauchte z.B. viel Überwindung, um meine Aufenthalte in den Buschhütten bei Regen, Hitze, Ungeziefer und Müdigkeit nicht abzukürzen.

Ich freute mich aber, dass ich bei den Menschen sein durfte, sie oft bis Mitternacht am Feuer unterrichtete, mit ihnen Gottesdienste stundenlang feierte, ihnen Sakramente spendete, mit ihnen alles teilte und ihnen beistehen konnte, so gut ich es vermochte. Die Kranken und Armen waren meine besondere Vorliebe.

  1. Im Jahre 1975 begann der 27-jährige Bürgerkrieg in Angola. Es war keine einfach Zeit für dich, oder?

Es war eine schrecklich Zeit für uns alle… Grausamkeit und Brutalität, stete Todesgefahr, das Leiden so vieler Menschen, Tausende von Flüchtlingen, Hunger, zerstörte Häuser und Dörfer, Angst und Bangen, Gewehrschüsse und Kanonenkugel, Minenfelder und Überfälle, Vergewaltigungen und Entführungen… Eine Zeit des Schreckens und der Unmenschlichkeit. Eine Zeit der Prüfung unseres Glaubens. Ich konnte sie nur mit Christus bestehen.

  1. Warum bist du denn nicht in die Schweiz zurückgekommen oder anderswohin in die Missionen gegangen?

Ich habe auf Christus und sein Leben geschaut. Er hat ja sein Leben für uns riskiert und lebt weiter. Dazu glaubte ich fest an die Vorsehung Gottes: Mein Leben lag in seiner Hand und er konnte mich am Leben erhalten, solange es ihm gefiel.

Ausserdem wie sollte ich mit gutem Gewissen das Gleichnis vom guten Hirten erklären, wenn ich meine Herde verlassen würde, nur weil ihr und vielleicht auch mir Gefahr droht? Ich habe nie bereuen müssen, bei unseren Christen und Katechumenen ausgeharrt zu haben. So wurde der Glaube des Volkes in Gefahr gestärkt und ihr Vertrauen in die Hirten nicht enttäuscht. Das Vorbild des Guten Hirten versuchte ich nachzuahmen und mein Leben für die anderen hinzugeben. Ich freute mich sehr, wenn die Kinder mich als ihren Papa bezeichneten und mir überall halfen und immer für mich den Rosenkranz beteten, wenn ich krank war. Der gute Hirt kennt die Seinen und die Seinen kennen ihren Hirten.

  1. Von der Vorsehung Gottes wurdest du auch nicht enttäuscht. Wie hast du sie konkret erfahren?

Darüber könnten wir lange sprechen. Ich nenne nur zwei Beispiele. Es war im Jahre 1993 als ich auf unserer Missionsstation in Cubal war. Es fielen 21 Kanonengeschosse auf unsere Mission. Jedes Geschoss nur ein paar Meter entfernt von unseren Häusern, d.h. Spitälern, Internaten, Patres- und Schwestern-Häusern und der Kirche, wo die Flüchtlinge im Gebet Zuflucht suchten. Fenster klirrten, Wände wurden von Splittern markiert. Hunderte von Kranken und vielleicht nahezu 2000 Flüchtlinge erzitterten, aber keine einzige der Personen, die im Innern der Häuser oder der Kirche Zuflucht suchte, konnte auch nur eine Verletzung aufweisen. Und dies war nur eines der Wunder Gottes.

Ein anders Mal wurde ich von einem geistesgestörten, jungen Mann mit einem Messer in der Kirche angegriffen. Ein junges Mädchen Margarida rief nach Hilfe und versuchte den Täter von mir wegzubringen. Sie hat mein Leben gerettet. Die Verletzungen mussten genug schlimm sein, wenn ein Arzt in der Schweiz mich dann als einen Wiederauferstanden bezeichnete. Dann habe ich diesem jungen Mann vergeben und ihn umarmt, um dem blutenden Volk Angolas ein Zeichen des Friedens zu geben. Es waren viele Engel Gottes da, die mich und die anderen beschützten. Es waren aber auch viele Engel in menschlicher Gestalt, die mir stets zur Seite standen.

  1. In all den Jahren deines Lebens hast du auch einen besonders Schutz Marias von La Salette erfahren…

Ja, ich fühlte mich glücklich Maria als meine Mama anrufen zu dürfen. Ich wusste, dass das Telefon zu ihr immer noch gratis und sprechbereit war. Ich war sicher, dass diese Mama Maria nicht zögern wird, mir gleich herbeizueilen und mich in frohen wie in dunklen Tagen zu begleiten. Im Rosenkranzgebet fand ich immer Kraft und Schutz. Ich versuchte wie Maria dieses Wort zu leben: «Siehe, ich bin ein Diener des Herrn: Mir geschehe nach deinem Worte.» So sagte ich oft: Dein Wille geschehe immer, nicht der meine! Gottes Wille war auch der meine. Das war der kürzeste Weg zu den Himmelshöhen, wo ich nun zusammen mit Maria, unserer lieben Mutter, in ewiger Glückseligkeit Gott schauen darf.

Wer für andere sorgt, für den sorgt Gott. Wer mit Grosszügigkeit verteilt, dem wird auch ein gefülltes Mass von Gott zugeteilt werden. P. Franz, wir freuen und mit dir, weil der liebe und gütige Gott dir nun mehr geschenkt hat, als du es verdientest. Ruhe nun in Frieden und pass auch auf uns auf.

Interview mit P. Franz Eggs MS von Dr. Alois Gichtig

 

Die Texte von P. Franz Eggs MS:

Der Krieg tobt, der Glaube lebt

Missionspredigt Franz Eggs 2000

Missionspredigt Franz Eggs 2001

 

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Betrachtung zum 5. Sonntag im Jahreskreis B

2021/02/05 weniger...

Der Alltag mit Jesus

In jener Zeit ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas. Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen. Am Abend, als die Sonne untergegangen war,
brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war. In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich. Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkünde; denn dazu bin ich gekommen. Und er zog durch ganz Galiläa,
verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus
 (Mk 1,29-39).

Gebet

Herr Jesus Christus. Du begleitest uns auf Schritt und Tritt. Du bist einfach da für uns. Öffne unsere Augen und unsere Herzen für deine Gegenwart! Hilf uns, mit dir bewusster zu leben. Erleuchte uns durch deinen Heiligen Geist, damit wir in jedem Augenblick erkennen, was wir zu tun haben. Heiliger Geist, entfache uns neu und schenke uns deine Kraft, damit wir vor dem Willen Jesu nicht zurückschrecken, sondern ihn mit Freude und Begeisterung erfüllen. Heiliger Geist, entfache uns neu!

Persönliche Lektüre

Mein Jesus, ich danke dir für deine Begleitung, für deine Freundschaft. Ich freue mich so sehr, dass du mir immer zur Seite stehst. Erfülle mein Herz mit grosser Dankbarkeit dir gegenüber. Hilf mir durch deinen Geist, deine Gegenwart vermehrt wahr- und ernst zu nehmen. Rede, Herr, den mein Herz auf dich hört.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Jesus geht ins Haus seiner Freunde

Jesus ist mit seinen Aposteln unterwegs. Er geht in das Haus des Simon Petrus und Andreas hinein. Sie lassen ihn rein. Dort angekommen, erinnern sie sich sofort an die kranke Schwiegermutter des Simon. Mehr noch, sie empfehlen sie Jesus im Vertrauen, dass er ihr helfen kann. Und sie werden nicht enttäuscht. Die Nachricht darüber verbreitet sich rasant. Bald steht die ganze Stadt vor der Haustür und erwartet von Jesus Heilung und Befreiung ihrer Notleidenden. Jesus tut es für viele.

Lasse ich Jesus in mein Haus, in mein Leben herein? Was ändert seine Gegenwart in mir? Nehme ich die Not der Mitmenschen wahr? Was tue ich um ihnen zu helfen? Wen möchte ich heute zu Jesus bringen? Glaube ich daran, dass er alles vermag?

  1. Jesus betet an einem einsamen Ort

Wie viel Zeit verbrachte Jesus mit den notleidenden Menschen? Wie lange sprach er noch mit den Jüngern? Wie viel Zeit blieb ihm zum Schlafen übrig? Das wissen wir nicht. In aller Frühe steht er aber auf und geht an einen einsamen Ort, um zu beten. Der himmlische Vater ist seine einzige Liebe, für die er lebet, und seine Kraftquelle, aus der er schöpf. Jesus schämt sich dessen nicht. Im Gegenteil, er lebt und wirkt aus dieser Beziehung zum Vater heraus.

Kann ich mich selbst zurückstellen, um für die anderen da zu sein? Wie viel Zeit am Tag widme ich den anderen? Habe ich meine festen Gebetszeiten? Ist das Gebet für mich lebensnotwendig? Wie verändert mich mein Gebet?

  1. Jesus predigt überall

Jesus ist für alle da! Jeden Menschen will er mit seinem lebendigen Wort ansprechen und erreichen.  Er geht überallhin, um die Frohe Botschaft zu verkünden, unabhängig davon, ob die Menschen es hören wollen oder nicht. Das mächtige Wort Jesus erwartet unsere Antwort. Das mächtige Wort Jesus treibt die Dämonen aus, die uns stören, Jesus zu hören und ihm zu folgen.

Habe ich Zeit, um das Wort Gottes täglich zu hören? Welche Antwort gebe ich darauf? Wem verkünde ich das Evangelium? Habe ich Mut dazu? Wer hat durch mich zu Jesus gefunden? Glaube ich daran, dass das Wort Jesu über das Böse in uns und um uns siegt?

Lobpreis

Ruft zu dem Herrn, alle Enden der Welt!
Ehre und Dank dem, der alles erhält.
Himmel und Erde erhebt ihn und singt,
wenn sein Name erklingt.
Wir preisen dich, du hast Großes getan.
Wir kommen vor dich und beten an.
Dank sei dir, Herr, du bist unvergleichlich gut.

Mein Jesus, mein Retter,
keiner ist so wie du.
Lobpreis sei dir, jeden Tag mehr,
für deine große Liebe, Herr.
Mein Tröster, mein Helfer,
du bist mir Zuflucht und Kraft.
Alles in mir beugt sich vor dir.
Du bist hoch erhoben, Herr!

Vorsatz

Ich bemühe mich, eine Stunde, einen Tag, bewusst mit Jesus zu leben.

 

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Betrachtung zum 4. Sonntag im Jahreskreis B

2021/01/30 weniger...

Betroffen sein und staunen
In Kafárnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge und lehrte. Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat,
nicht wie die Schriftgelehrten. In ihrer Synagoge war ein Mensch, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist:
der Heilige Gottes. Da drohte ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. Da erschraken alle und einer fragte den andern: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht: Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl. Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa
(Mk 1,21-28).

Gebet

Herr Jesus Christus, du lehrst uns mit göttlicher Vollmacht. Dein Wort will unsere Herzen erreichen. Dein Wort befreit uns und schafft uns neu. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir dein Wort neu hören und aufnehmen können. Heiliger Geist, durchglühe uns mit deinem Feuer und mache uns rein. Öffne uns für das Wort und das Wirken Jesu! Lass uns heute über ihn staunen und seine rettende Tat an uns erfahren. Komm, Heiliger Geist, auf uns herab! Wir ersehnen dich!

Persönliche Lektüre

Jesus, du bist mein Freund und Retter. Sprich mich mit deinem Wort an. Es treffe mich ins Herz und lasse mich über dich staunen. Rede, Herr, denn dein/e Diener/in, hört! Jesu, hilf mir zu glauben und deiner Macht alles zuzutrauen. Heiliger Geist, komm auf mich herab und ruhe auf mir für immer.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Betroffen sein

Jesus lehrt am Sabbat in der Synagoge in Kafarnaum. Alle werden von seiner Lehre betroffen. Warum eigentlich? Er lehrt die Menschen mit der göttlichen Vollmacht und nicht wie die Schriftgelehrten. Die Menschen spüren, dass er die Wahrheit sagt, dass er sie das lehrt, was er selbst auch lebt. Darum staunen sie über seine Worte und seine Weisheit. Sie sind von seiner Lehre beeindruckt. Ich habe das Glück, das Wort Gottes in jedem Gottesdienst, oder auch immer zu lesen und zu hören.

Nehme ich mir Zeit für das Wort Gottes? Wie höre ich es? Lasse ich mich vom Wort Jesu ansprechen? Fühle ich mich von seiner Lehre betroffen? Kann ich jedes Mal das Wort Gottes neu hören und mich dadurch verwandeln lassen? Wessen «Schrei» hindert mich heute, das Wort Gottes zu vernehmen?

  1. Erstaunen (erschrecken)

Jesus hat ja den Besessenen von einem unreinen Geist befreit. Dieser Geist fesselte den Besessenen so sehr, dass er Jesus weder hören noch ihm eine Antwort geben konnte. Jesus ging auf die Vorwürfe des unreinen Geistes nicht ein. Mit einem kurzen Befehl: «Schweig und verlass ihn!» hat er den Teufel ausgetrieben. Dieser hatte ja keine Macht über ihn. Und Jesus ist doch gekommen, um uns von der Macht des Bösen, des Teufels zu befreien. Das war seine Sendung damals, das ist auch unsere Sendung heute die Menschen erschrecken, sind erstaunt über die Vollmacht Jesu. Damit beginnt der Glaube.

Wo schliesse ich Kompromisse mit dem Bösen? Was nimmt mich in Besitz? Wovon lasse ich mich fesseln, versklaven, gefangen halten? Wo bin ich nicht mehr ich selbst? Warum? Wo brauche ich eine rettende Tat Jesu? Glaube ich daran, dass Jesus mich befreien kann? Staune ich über das mächtige Wirken Jesu an mir?

  1. Seinen Ruf verbreiten

Die betroffenen und staunenden Menschen verbreiten den Ruf Jesu dort, wo sie leben und darüber hinaus. Sie können nicht schweigen. Und sie sind glaubwürdigt, das sie gerade das verbreiten, was sie selbst erfahren haben. Sie sind echte Zeugen Jesu und seiner befreienden Botschaft. Sie berichten den anderen von Worten und Taten Jesu, von seiner Gegenwart unter den Menschen. So kann jede und jeder zu ihm kommen und selber zu ihm finden.

Welche Erfahrungen mit Jesus habe ich in der letzten Zeit gemacht? Was haben sie in meinem Leben geändert? Wem habe ich davon erzählt? Verlange ich danach, dass alle zu Jesu finden und seine rettende Tat erfahren? Was tue ich dafür? Bezeuge ich im Alltag meinen Glauben, indem ich aus Jesus und mit Jesus bewusst lebe?
Lobpreis

Wenn Jesus wiederkommt, 

beugt sich alle Welt 

vor Ihm Ketten brechen, 

wenn: zerbroch’ne Herzen Ihn verehr’n 

Wer kann unsern Gott aufhalten

 

Denn Er ist der Löwe, 

der Löwe von Juda 

Sein Brüllen ist mächtig, 

Er kämpft unsere Kämpfe 

Und jeder wird sich vor Ihm beugen 

Denn Er ist das Lamm, geschlachtet für uns 

Für die Sünden der Welt, und Sein Blut befreit 

Und jeder wird sich beugen vor dem Löwen und dem Lamm 

Und jeder wird sich vor Ihm beugen 

Kommt öffnet Ihm das Tor, und bahnt den Weg dem Herrn der Herrn 

Der Gott, der uns erlöst, ist hier und setzt Gefang’ne frei 

Denn wer kann unser Gott aufhalten 

 

Denn Er ist der Löwe, 

der Löwe von Juda 

Sein Brüllen ist mächtig, 

Er kämpft unsere Kämpfe 

Und jeder wird sich vor Ihm beugen 

Denn Er ist das Lamm, geschlachtet für uns 

Für die Sünden der Welt, und Sein Blut befreit 

Und jeder wird sich beugen vor dem Löwen und dem Lamm 

Und jeder wird sich vor Ihm beugen 

Wer kann unsern Gott aufhalten 

Wer kann unsern Gott aufhalten 

Wer kann unsern Gott aufhalten 

 

Niemand hält Ihn auf 

Denn Er ist der Löwe, der Löwe von Juda 

Sein Brüllen ist mächtig, 

Er kämpft unsere Kämpfe 

Und jeder wird sich vor Ihm beugen 

Denn Er ist das Lamm, geschlachtet für uns 

Für die Sünden der Welt, und Sein Blut befreit 

Und jeder wird sich beugen vor dem Löwen und dem Lamm 

Und jeder wird sich vor Ihm beugen

Vorsatz

Ich ändere heute etwas in meinem Leben, um Jesus besser nachfolgen zu können.

 

 

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Betrachtung zum 3. Sonntag im Jahreskreis B

2021/01/22 weniger...

Sofort und sogleich

Nachdem Johannes der Täufer ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium! Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihre Netze auswarfen; sie waren nämlich Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach. Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her. Sogleich rief er sie und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach (Mk 1,14-20).

Gebet

Herr Jesus Christus. Du kommst zu uns, um uns das Evangelium, die Frohe Botschaft, zu verkünden. Du willst uns mit deinem lebendigen Wort erreichen. Du erwartest auch eine konkrete Antwort auf deine Einladung in deine Nachfolge. Herr, mache uns offen für dein Wirken unter uns. Mache uns hellhörig für deinen Auftrag für uns. Sende uns deinen Heiligen Geist, damit wir dich weder übersehen noch überhören. Heiliger Geist, durchglühe uns mit deinem Feuer und mache uns bereit, Jesus sofort zu folgen.

Persönliche Lektüre

Jesus, du bist mein Freund und Retter. Sprich mich mit deinem Wort an. Es treffe mich ins Herz und befähige mich zu deiner Nachfolge. Rede, Herr, denn dein/e Diener/in hört! Herr, kehre bei mir ein, damit ich zu dir umkehren kann. Heiliger Geist komm auf mich herab und ruhe auf mir für immer.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Die Zeit ist erfüllt! 

Wie oft verschieben wir etwas Schwieriges oder Unangenehmes auf morgen! Jesus sagt uns aber, dass die Zeit erfüllt ist, dass er heute für uns da ist. Jawohl, heute ist unsere Zeit.  Sie gehört uns. Ob wir morgen noch Zeit haben, ist ja ungewiss. Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist nahe. Gott ist in seinem Sohn Jesus Christus in unsere Nähe gekommen. Wir dürfen ihm begegnen und Freundschaft mit ihm schliessen. Heute ist meine Zeit der Begegnung mit dem lebendigen Gott. Die ersten Apostel haben es begriffen.

Nehme ich die Zeit, die mir geschenkt wurde, ernst? Wie viel Zeit vergeude ich? Warum? Was verschiebe ich gerne auf morgen? Was tue ich, um heute noch Jesus zu begegnen? Lebe ich meinen Glauben heute?

  1. Kehrt um! 

Die Aufforderung Jesu ist kurz und bündig: Kehrt um und glaubt an das Evangelium! Sie gilt für immer, an jedem neuen Tag, und nicht nur in der Fastenzeit! Kehr um! Da bin ich persönlich gefragt. Umkehr setzt Einkehr voraus. Ich muss in mich einkehren, um umkehren zu können. Nur so weiss ich, was in mir zu ändern ist, wo ich eine 180°-Wende wagen muss. Umkehren bedeutet, mich ändern: mein Denken, mein Reden, mein Handeln. Es betrifft den ganzen Menschen, es betrifft vor allem sein Herz. Die Apostel haben es getan und wurden zu Menschenfischern. Sie haben sich von sich selbst abgewandt und sich Jesus zugewandt.

Habe ich Zeit, Einkehr zu halten? Will ich im Leben reifen und wachsen? Lasse ich mich von Jesus herausfordern? Was soll ich heute ändern, um ihm folgen zu können? Was will ich heute für immer hinter mir lassen?

  1. Glaubt an das Evangelium! 

Evangelium heisst Frohe Botschaft. Jesus verkündet die Frohe Botschaft allen, die eine Befreiung erwarten und echte Freude am Leben, an Gott erfahren möchten. Oft ist sein Evangelium so wunderbar und hoffungsvoll, dass wir ihm nicht einmal glauben wollen. Wer sich aber darauf verlässt, der erfährt, dass es wahr ist. Die einfachen Fischer wurden zu Menschenfischern ohne Theologie- und Psychologiestudium, ohne Umfragen und Statistiken. Sie glaubten dem Wort des Herrn und versuchten danach zu leben. Alles andere hat der Herr selbst getan!

Wie oft höre ich das Wort Gottes? Kenne ich wirklich das Evangelium Jesu? Bemühe ich mich, es besser zu verstehen? Nehme ich es mit dem ganzen Herzen immer neu an? Erfahre ich die Freude des Evangeliums in meinem Alltag?
Lobpreis

Werd ich dir folgen was auch geschieht
Werd ich dir treu sein wenn keiner mich sieht
kann ich mein Kreuz tragen den schmalen Weg gehen
um mich selbst verleugnen den Stolz widerstehen 

Dreimal werde ich schwach
dreimal leugne ich dich
dreimal fragst du mich nun liebst du mich?!
Du weisst alles Herr, 

du weist das ich dich liebe
auch wenn alles fällt, so weiss ich doch ich
bliebe in deiner Liebe

Werd ich dir folgen ans Ende der Welt
alles verlasse was mich noch hält
werd ich im Kampf bis zum Ende bestehn
die Hände am Pflug und nicht mehr rückwärts sehn

Dreimal werde ich schwach
dreimal leugne ich dich
dreimal fragst du mich nun liebst du mich?!

Du weisst alles Herr, 

du weist das ich dich liebe
auch wenn alles fällt, so weiss ich doch ich
bliebe in deiner Liebe

Vorsatz

Ich ändere heute etwas in meinem Leben, um Jesus besser nachfolgen zu können.

 

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Betrachtung zum 2. Sonntag im Jahreskreis B

2021/01/15 weniger...

Dem Lamm Gottes folgen 

In jener Zeit stand Johannes am Jordan, wo er taufte, und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, sagte er zu ihnen: Was sucht ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi – das heißt übersetzt: Meister —, wo wohnst du? Er sagte zu ihnen: Kommt und seht! Da kamen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon
und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden – das heißt übersetzt: Christus – der Gesalbte. Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen, das bedeutet: Petrus, Fels
(Joh 1,35-42).

Gebet

Herr Jesus Christus, du gehst uns Menschen entgegen. Du willst uns begegnen. Öffne unsere Augen, damit wir dich erkennen können. Schenke uns die Menschen, die uns auf deine Gegenwart aufmerksam machen. Erfülle unsere Herzen mit großer Sehnsucht nach dir, nach dem lebendigen Gott, der unser Retter und Erlöser ist. Heiliger Geist, durchglühe unsere Herzen mit deinem Feuer. Verbrenne alles in uns, was uns hindert zu dir. Entfache uns neu im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe. Schaffe uns neu!

Persönliche Lektüre

Jesus, ich will dich besser kennen lernen, dich mehr lieben und dir eifriger folgen. Nur du kannst mir die nötige Kraft dazu schenken. Auf dich vertraue ich. Sei mir nun nahe, wenn ich zu dir komme und auf dich hören will. Öffne meine Ohren und mein Herz, dass ich dein Wort beherzige und aus ihm jeden Tag lebe.

Gedanken zur Betrachtung

  1. Seht, das Lamm Gottes! 

Damals hat Johannes der Täufer das tiefste Geheimnis Jesu erkannt und es seinen Zeitgenossen mitgeteilt: „Seht, das Lamm Gottes!“ Ja, Jesus ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Auch heute findet die Kirche, die Braut Jesu, kein besseres Wort, um den Menschen bewusst zu machen, wen sie in der Heiligen Kommunion empfangen: „Seht, das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt!“ Was sagt sie damit aus? Was macht sie kund? Gott zeigt uns seine Liebe ganz konkret, indem er Mensch wird und sich für uns hingibt. Jesus wurde wirklich wie ein (Opfer)Lamm getötet, damit wir durch sein Blut am Leben bleiben und das ewige Leben erben dürfen. Leben für Leben! Sein Leben für unser Leben.

Nehme ich diese Worte: „Seht, das Lamm Gottes!“ vor jeder Heiligen Kommunion ernst? Danke ich Jesus für die Hingabe seines Lebens? Lasse ich mich durch sein Blut von den Sünden reinigen und vor jedem Unheil beschützen? Gebe ich mich wie Jesus für die anderen hin?

  1. Meister, wo wohnst du? 

Jesus kennt die Sehnsucht unserer Herzen, selbst wenn wir sie nicht so recht in Worte fassen können.  Er will aber, dass wir sie vor ihm aussprechen: „Was wollt ihr?“ Mehr noch, er bietet uns Wohnung bei sich an! Er hat nichts zu verbergen. Im Gegenteil, er will uns alles offenbaren. Wenn wir mit Jesus leben, dann können wir ihn im Alltag besser kennen lernen, mehr lieben und ihm auch folgen. Bei dieser persönlichen Glaubenserfahrung kann uns niemand vertreten oder ersetzen. Hier ist jede und jeder von uns gefragt. Diese persönliche Erfahrung mit Jesus verändert unser ganzes Leben.

Wonach sehne ich mich heute? Sehne ich mich auch nach Gott? Was tue ich, um Jesus besser kennen zu lernen? Lebe ich mein Leben wirklich mit ihm? Darf er in mir wohnen (bleiben)? Wohne (lebe) ich in ihm, aus ihm? Wie viel Zeit widme ich Jesus täglich?

  1. Wir haben den Messias gefunden. 

Andreas wurde von Jesus so sehr berührt, dass er darüber nicht schweigen konnten. Schon in wenigen persönlichen, intimen Stunden mit Jesus, konnte er ihn als den verheißenen Messias erkennen und sich über ihn freuen. Andreas berichtet darüber seinem Bruder Simon. Er weiß genau, dass er nicht alles in Worte fassen kann. Darum nimmt er ihn einfach mit und führt ihn zu Jesus. Später wird Philippus das Gleiche mit dem Natanaël tun. Durch ihr Zeugnis finden die anderen zu Jesus!

Worüber spreche ich mit den anderen? Habe ich den Mut den anderen auch von meinen Glaubenserfahrungen zu erzählen? Führe ich die anderen wirklich zu Jesus, oder binde ich sie eher an mich selbst? Welches Zeugnis von Jesus lebe ich heuet ab?

Lobpreis

Heilig, heilig, das Lamm Gottes
Das geopfert ist
Lob und Ehre sei dir, dem König
Auf dem Gnadenthron

Heilig, heilig, heilig
Ist der Herr, Gott, allmächtig
Der war und ist und der da kommt
Die ganze Schöpfung singt und
Preist dich, den König
Du bist mir alles, Herr
Und ich will dich ehren

Wenn dein Name auch nur erwähnt wird
Wirkst du Wunder unter uns
Jesus, in deinem Namen
Ist die Kraft zum Leben
Welch ein Geheimnis öffnet sich

Deine Schönheit ist unbeschreiblich
Dein Licht strahlt heller als die Sonne
Lobpreis und Ehre, Weisheit
Und Macht sei dir allein
Nur dir, dem einzig wahren Gott

Vorsatz

Ich versuche einen Tag mit Jesus bewusst zu leben.

 

 

 

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"Die Erscheinung unserer Mutter auf dem Berg von La Salette ist keine neue Lehre, sondern eine neue Gnade. Sie ist die Offenbarung der Liebe und des Mitleids, die es für uns im Himmel gibt." So drückte sich 1854 Mgr. Ullathorne, Bischof von Birmingham in England, aus. Er stellte damit die untergeordnete Rolle jeder Erscheinung und ihre Bedeutung in der Geschichte unseres Heils fest.

LA SALETTE IST KEINE NEUE LEHRE.
ES IST EIN NEUER SCHWUNG, HIN ZU DEN GRUNDLAGEN DES GLAUBENS, EINE BEGEGNUNG, DIE NICHT VERPASST WERDEN DARF, EINE GNADE, AUF DIE DRINGEND EINGEGANGEN WERDEN


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