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Meditationen

Betrachtung zum 5. Sonntag im Jahreskreis C

2019/02/08 weniger...

Die Kirche Jesu

In jener Zeit, als Jesus am Ufer des Sees Gennesaret stand, drängte sich das Volk um ihn und wollte das Wort Gottes hören. Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Jesus stieg in das Boot, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus. Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus! Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen. Das taten sie, und sie fingen eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten. Deshalb winkten sie ihren Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und ihnen helfen. Sie kamen, und gemeinsam füllten sie beide Boote bis zum Rand, so dass sie fast untergingen. Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte: Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder. Denn er und alle seine Begleiter waren erstaunt und erschrocken, weil sie so viele Fische gefangen hatten; ebenso ging es Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten. Da sagte Jesus zu Simon: Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen. Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach (Lk 5,1-11).

Gebet

Herr Jesus Christus. Du bist in unsere Welt gekommen, um uns die Frohe Botschaft zu verkünden. Du willst, dass sie jeden Menschen erreicht, damit er dir eine Antwort darauf geben kann. Es ist heute nicht einfach, dein Wort zu hören. So viele Informationen bekommen wir täglich zu unseren Ohren! Lass uns still werden… Mache uns offen für dein lebendiges Wort. Hilf uns, alles andere beiseite zu lassen. Wir verlangen nach deinem Evangelium. Sprich zu uns heute! Mach uns hellhörig für deine Botschaft. Sende uns deinen Heiligen Geist, damit wir dein Evangelium begreifen und es beantworten können. Komm auf uns herab, du Heiliger Geist, komm und schaff uns neu. Komm und lehre uns glauben…

Persönliche Lektüre

Danke Jesus, dass er im Boot deines Lebens Platz nehmen will. Lade ihn dazu ein! Höre auf seine Worte. Lass dich von Jesus ansprechen. Vertraue ihm. Traue ihm alles zu! Sein Wort erfüllt sich heute für dich. Verweile bei den Worten oder Sätzen, die dein Leben betreffen… Nimm dir Zeit dafür. Sei still…

Gedanken zur Betrachtung

  1. Berufung zur Kirche

Jesus, der Sohn Gottes, kommt dem Menschen entgegen. Er begegnet ihm dort, wo er sich gerade befindet. Er ergreift die Initiative. Er spricht den Menschen in seiner alltäglichen Realität an. Er beruft ihn zur Kirche und wartet auf seine freie Antwort. Zuerst bittet er Petrus, dass er ein Stück weit vom Land wegfahre. Er bittet um das, was der Mensch tun kann. Dadurch gewinnt er sein Vertrauen. Petrus gibt Antwort. Er hört auf Jesus. Er lässt seine Netzte am Ufer zurück, steigt in das Boot und fährt weg. Jetzt kann er – frei von seinen Sorgen (leere Netze) – Jesus zuhören. Jesus ist nun der Herr seines Bootes. Bald wird er zum Herrn seines Lebens. Das Menschliche wird für Jesus zur Pforte zum Göttlichen. Die Berufung in die Kirche ist ein Geschenk Gottes.

Freue ich mich über die Gegenwart Jesu im Boot meines Lebens? Vernehme ich seine Stimme? Um was hat er mich in der letzten Zeit gebeten? Welche Antwort habe ich ihm gegeben? Kann ich Jesus wirklich zuhören? Was stört mich daran? Lasse ich ihn in meinem Leben frei wirken? Ist Jesus mein Herr? Bin ich dafür dankbar, dass er mich in seine Nachfolge, in seine Kirche berufen hat?

2. Der Plan Jesu

Petrus hatte eigene Pläne für sein Leben. Als Fischer kannte er seinen Beruf gut. Er wusste genau, dass man am hellen Tag keine Fische fangen kann. Umso weniger, wenn die Netze gerade in der Nacht zuvor leer geblieben sind. Jesus fordert aber Petrus heraus. Er soll etwas tun, was menschlich gesehen unlogisch und unmöglich scheint. Jesus hat eben einen anderen Plan für seine Kirche. Ihm geht es um das Vertrauen zu Gott. Nur so kann er die Herzen der Menschen erreichen. Petrus zögert. Er will sich nicht blossstellen. Sicherheitshalber sagte er zu Jesus: Wenn du es sagst… Sollte es wirklich nicht gehen, da bin nicht ich schuld… Der Plan Jesus für seine Kirche gelingt. Die Netze sind voller Fische. Man kann sie sogar mit den anderen teilen. Mehr noch, Petrus hat keine Angst mehr vor den Menschen. Er fällt Jesus zu Füssen und bekennt öffentlich sein Unvermögen.

Versuche ich, meinen Glauben nach eigenem Gutdünken zu leben? Suche ich nach dem Willen Gottes für mich? Höre ich auf Jesus selbst dann, wenn er von mir etwas „Komisches“ verlangt? Kann ich den Glauben riskieren? Lass ich mich von Jesus leiten? Vertraue ich darauf, dass er einen wunderbaren Plan für mich und seine Kirche hat? Wann habe ich erfahren, dass das Wort Jesu in Erfüllung geht? Kann ich meinen Glauben und mein Leben mit den anderen teilen? Habe ich Angst vor der Meinung der Mitmenschen? Kann ich zu Jesus und zu mir selbst ehrlich stehen?

3. Wort und Sakrament

Die Menschen, die Jesus begegnet sind, beginnen ein anderes Leben. Sie sind bereit, mit ihm zusammenzuarbeiten: sein Wort zu verkünden und seine Sakramente zu spenden. Jesus selbst verkündete das Wort des Vaters. Jetzt ist es an den Aposteln, sein Werk fortzusetzen. Sie sollen das Wort Gottes und nicht ihr eigens Wort oder fromme Geschichten verkünden. Sie sollen das als Priester in Namen Jesu tun. Durch sie wirkt Jesus in seiner Kirche weiter. Wenn der Priester tauft, tauft Christus selbst. So bleibt die Kirche das Werk Gottes und nicht ein Spielzeug in den Händen der Menschen. Ja, die Aufgabe der Kirche ist es, nicht für sich selbst zu leben, sondern ohne Angst hinauszufahren, um Menschen für Jesus zu fangen.

Bin ich Jesus persönlich begegnet? Wann? Was hat sich danach geändert? Kenne ich das Wort Gottes? Schätze ich es, dass ich das Wort Gottes durch die Bibel jederzeit hören darf? Verkünde ich es dort, wo ich lebe, arbeite, mich erhole? Glaube ich daran, dass Gott auf besondere Weise durch seine Apostel und ihre Nachfolger wirkt? Bin ich für sie dankbar? Wen habe ich für Jesus gewonnen? Versuche ich das, um die Menschen zum Heil zu führen?

Lobpreis

Jesus, ich vertraue auf dich.

(einige Male wiederholen…)

Vorsatz

Ich frage Jesus, was er heute von mir wünscht und versuche, seinem Wunsch zu entsprechen.

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Betrachtung zum 4. Sonntag im Jahreskreis C

2019/02/01 weniger...

In meiner Heimat

In jener Zeit begann Jesus in der Synagoge in Nazaret darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt. Seine Rede fand bei allen Beifall; sie staunten darüber, wie begnadet er redete, und sagten: Ist das nicht der Sohn Josefs? Da entgegnete er ihnen: Sicher werdet ihr mir das Sprichwort vorhalten: Arzt, heile dich selbst! Wenn du in Kafarnaum so große Dinge getan hast, wie wir gehört haben, dann tu sie auch hier in deiner Heimat! Und er setzte hinzu: Amen, das sage ich euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt. Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. Aber zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe in Sarepta bei Sidon. Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman. Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut. Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen. Er aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg (Lk 4,21-30).

Gebet

Herr Jesus Christus. In der Kraft des Heiligen Geistes hast du in der Synagoge in Nazaret ein Gnadenjahr ausgerufen. An dir hat sich das Wort des Propheten Jesaja erfüllt. Du kommst auch in unser Heute, in unsere Heimat. Du bist da. Du rufst auch heute ein Jahr der Gnaden, ein Jahr der Barmherzigkeit aus. Lass uns dich erkennen und dir vertrauen. Schenke uns deinen Geist, dass wir dich begreifen und dir ohne Vorurteile, ohne Bedenken glauben. Erfülle uns mit deinem Geist der Wahrheit und der Stärken, mit dem Geist des Glaubens und der Liebe, damit wir Hoffnung haben heute und morgen. Komm, Heiliger Geist, und bete du in uns, entfache uns neu, erfülle uns mit deiner grenzenlosen Liebe!

Persönliche Lektüre

Freue dich über die Gegenwart Jesu in deiner Heimat, in deinem Herzen! Lass ihn nur wirken. Vernimm aufmerksam seine Worte. Vertraue darauf, dass sie heute für dich sind. Lass dich von ihnen ansprechen und berühren. Verweile bei den Worten oder Sätzen, die dein Heute betreffen… Nimm dir Zeit dafür. Sei still…

Gedanken zur Betrachtung

  1. Heute in meiner Heimat

Jesus kommt in seine Heimat, in meine Heimat. Er ist da für mich! Welche Freude! Gott selbst besucht mich dort, wo ich lebe, wo ich in dieser irdischen Welt ein Stück Heimat gefunden habe. Er will überall dort sein, wo auch ich zu Hause bin. Mehr noch, er nimmt sich Zeit, um mir heute seine frohe Botschaft, sein Evangelium zu verkünden. Es ist sein lebendiges Wort, das sich heute für mich erfüllt. Ich kann es mit Beifall und Freude annehmen und beherzigen. Ich kann es auch mit Wut und Kraft ablehnen und hartherzig bleiben. In meinem Heute entscheidet sich, ob meine Lebensgeschichte zur Heilsgeschichte wird, ob meine Heimat zur Heimat Jesu wird, oder eben nicht…

Freue ich mich über den Besuch Jesu in meinem Haus? Lasse ich ihn in meine ganze Heimat herein? Was würde ich gerne vor Jesus verstecken? Habe ich Zeit für Jesus, wenn er zu mir kommt? Lasse ich ihn, mir das Evangelium zu verkünden? Höre ich ihm gut zu? Was bewirkt sein Wort in mir? Bin ich bereit, sein Wort zu hören oder habe ich davor Angst? Welches Wort aus dem heutigen Evangelium spricht mein persönliches Heute an? Warum?

2. Der Sohn Josefs – ein Prophet?

Warum lehnen die Bewohner von Nazaret Jesus ab? Sie haben doch Jahrhunderte lang auf den verheissenen Messias gewartet. Und nun können sie sich nicht vorstellen, dass er sich gerade in einem Zimmermann, den sie kennen, offenbaren will. Ist das nicht der Sohn Josefs? Selbst wenn sie sich nach der Erlösung sehnen, können sie wegen ihrer Vorurteile in Jesus den Retter nicht erkennen und annehmen. Jesus wird abgelehnt, weil er im Namen seines Vaters auftritt, weil er der Prophet Gottes ist, der nicht für sich selbst, sondern für Gott spricht. Jesus, den man für den Sohn Josefs hält, ist der Sohn Gottes, der verheissene Messias. Er kann aber keine Wunder unter den Seinen tun, wenn sie ihm nicht glauben.

Welche Vorstellung von Gott habe ich? Lasse ich mich über sein Wirken überraschen? Wer ist Jesus für mich? Nur ein guter Mensch, ein Vorbild, ein Idealist? Oder doch der Messias Gottes, der Retter der Welt, der Sohn Gottes selbst? Wie nehme ich seine Worte auf? Ist sein Wort für mich Gottes Wort? Glaube ich diesem Wort? Vertraue ich Jesus? Kann ich mich auf ihn ganz und gar verlassen?

3. Jesus ging weg.

Die Bewohner von Nazaret glaubten Jesus nicht. Sie konnten auch nicht ertragen, dass Jesus ihnen die Verstocktheit ihres Herzens vor Augen gestellt hat. Die Fremden, die Ausländer und Heiden waren besser dran, weil sie sich auf Gott verlassen hatten und seine Rettung erfuhren. Die Witwe von Sarepta überlebte die Hungersnot. Der Syrer Naaman wurde vom Aussatz geheilt. Gott ist frei in seinem Wirken. Dort aber, wo ihn die Menschen ablehnen, kann er nichts tun. Niemand kann ihn aber hindern, die Menschen zu retten. Wenn er aber weggeht, dann ist die Chance, ein Gnadenjahr zu erleben, für immer vorbei.

Wie ist mein Herz? Ist es resistent für das Wirken Gottes? Ist mein Glaube nur eine Tradition der Kirche, oder eine Beziehung zu Jesus? Meine ich vielleicht, nicht das Recht auf das Wirken Gottes in meinem Leben zu haben? Freue ich mich über den Glauben der anderen, über die Wunder, die die anderen erfahren? Welche Chancen im Leben habe ich schon verpasst? Wann habe ich Jesus vorbeigehen lassen, oder ihn sogar in die Wüste geschickt? Warum?
Lobpreis

Was vereist ist taust Du auf

bringst zum Leuchten was ergraut.

Was zertrümmert lag, auferbaut

Du machst alles neu. 

Was beengt ist machst Du weit

Du erhebst aus Niedrigkeit.

Wer gefesselt schläft, wachgeküsst, 

Du machst alle frei. 

Du bist der Frühling für mich

voller Duft und Farben

voller Wärme und Licht

nach den dunklen Tagen

Du singst Dein Lied über mich

und mein Herz klingt 

und mein Herz singt für Dich. 

Brunnen, die schon längst versiegt

und den Bach, der trocken liegt

füllst Du neu, belebst, erquickst

was einst frisch verliebt.

Winterwind weicht durch Dein Lied

und er dreht von Nord nach Süd.

Wenn Du kommst wird alles schön

und mein Garten blüht. 

mein Herz singt für Dich (4x)

und Du sprichst

lass uns laufen

die Zeit des Wartens ist vorüber

lass uns singen

die Zeit der Liebe ist gekommen

komm Du schöne

der Winter ist vom Land gewichen

und ich hab Dir

die Kälte aus dem Herz genommen (2x)

Vorsatz

Jeden Tag lade ich Jesus neu in meinen Alltag, in meine Heimat, in mein Herz ein.

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Betrachtung zum 3. Sonntag im Jahreskreis C

2019/01/25 weniger...

Heute hat sich das Schriftwort erfüllt.

Schon viele haben es unternommen, einen Bericht über all das abzufassen, was sich unter uns ereignet und erfüllt hat. Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren. Nun habe auch ich mich entschlossen, allem von Grund auf sorgfältig nachzugehen, um es für dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben. So kannst du dich von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugen, in der du unterwiesen wurdest. 

Jesus kehrte, erfüllt von der Kraft des Geistes, nach Galiläa zurück. Und die Kunde von ihm verbreitete sich in der ganzen Gegend. Er lehrte in den Synagogen und wurde von allen gepriesen. So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen, reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt: Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. Dann schloss er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt (Lk 1,1-4; 4,14-21).

Gebet

Herr Jesus Christus. Durch die Taufe im Jordan wurdest du mit dem Heiligen Geist erfüllt. In seiner Kraft hast du dein öffentliches Werk begonnen. Ja, der Heilige Geist ruhte auf dir! Auch wir sind durch die Taufe zum Tempel deines Geistes geworden. Er wohnt und betet in uns. Lass uns ihn erkennen, jeden Morgen in unserem Alltag neu willkommen heissen. Heiliger Geist, komm auf uns herab und durchflute uns mit deinem lebendigen Wasser. Heiliger Geist schaffe uns neu, bete in uns, belebe uns neu und sende uns aus!

Persönliche Lektüre

Freue dich über die Gegenwart Jesu und seines Heiligen Geistes! Lass ihn an dir wirken. Wie Jesus damals nimm das Wort Gottes zur Hand, schlag es auf und lies darin. Lass dich von diesem Wort überraschen. Lass es heute für dich in Erfüllung gehen. Verweile bei den Worten oder Sätzen, die dich ansprechen… Nimm dir Zeit dafür. Sei still…

Gedanken zur Betrachtung:

  1. Mich überzeugen können

Im Jahreskreis C hören wir an den Sonntagen das Evangelium nach Lukas. Er hat es niedergeschrieben, damit der Theophilus (Freund Gottes) sich überzeugen konnte von der Lehre, in der er unterwiesen wurde. Ja, Jesus braucht keine reinen Schriftgelehrten und Wissenschaftler in seiner Nachfolge. Er sehnt sich nach überzeugten Jüngern, die sein Evangelium in Wort und Tat leben und verkünden können. Er braucht keine Taufregister-Christen, sondern Freunde. Und gerade das wollen wir alle werden. Der Weg dazu führt durch das Hören auf das Wort Gottes. Jesus wird uns in einem intimen oder gemeinschaftlichen Gebet von sich selbst überzeugen können. So werden wir alle zu einem Theophilus, an den das Wort Gottes heute ergeht.

Kenne ich Jesus? Kenne ich sein Wort? Habe ich die Bibel zu Hause? Wie oft lasse ich Jesus durch die Bibel zu mir sprechen? Kann ich wirklich alles andere beiseitelegen, um Jesus zuhören zu können? Nehme ich sein Wort im Glauben auf? Welche Worte Jesu stelle ich gerne in Frage? Lasse ich mich vom Wort Gottes in Frage stellen? In welcher Haltung höre ich das Wort Gottes? Ist das die Haltung der Liebe (Theophilus)?

2. Heute hat sich das Schriftwort erfüllt.

Jesus selbst ist der Weg. Er hat uns gezeigt, wie wir die Heilige Schrift lesen sollen. Zuerst mal ist es ein Privileg für uns, das Wort Gottes zu haben und darin zu lesen. Wir sollen uns glücklich schätzen, dass wir jederzeit nach dem Wort Gottes greifen können, dass wir in jedem Gottesdienst das Wort Gottes hören dürfen. Dann sollen wir uns vom Wort Gottes ansprechen lassen und zwar ganz persönlich. Das Wort Gottes spricht zu mir und über mich. Jesus hat es gewusst. Mehr noch, das Wort Gottes ist für mich heute! Heute ist die Zeit des Heiles, heute wird meine Geschichte durch Gottes Wort zur Heilsgeschichte.

Fühle ich mich geehrt, wenn Gott zu mir spricht? Höre ich dem Wort Gottes aufmerksam zu? Lasse ich mich persönlich vom Wort Gottes ansprechen? Kann ich mein Leben im Licht des Wortes Gottes sehen? Was hat mir Gott neulich gesagt, mir ganz persönlich? Welches Wort aus der Bibel habe ich heute für mich gehört? Prägt dieses Wort mein Heute? Trage ich Gottes Wort in meinem Herzen? Denke ich darüber nach?

3. Der Geist des Herrn ruht auf mir.

Der Geist des Herrn ist es, der uns einleitet, das Wort Gottes zu hören und es zu leben. Er ruht auf uns. Er entfacht uns immer neu. In seiner Kraft wurde das Wort Gottes aufgeschrieben. In seiner Kraft können wir es verstehen und umsetzen. Er ist die Salbung Gottes für alle Getauften. Er sendet uns auch aus, das Wort, das wir gehört, begriffen und erfahren haben, mit den anderen zu teilen. Nur so werden wir fähig, ein Gnadenjahr des Herrn auszurufen, das Jahr der Barmherzigkeit Gottes. Nur so werden wir barmherzig wie der Vater sein können. Nur so erfüllt sich das Wort Gottes an uns und für uns.

Wie oft bete ich zum Heiligen Geist? Lasse ich mich von ihm begleiten, wenn ich die Bibel lese? Ist er mein Lehrer? Was habe ich in den letzten Tagen dank ihm verstanden? Drängt es mich, den anderen das Wort Gottes zu verkünden? Habe ich das schon getan? Welche Erfahrung habe ich damit gemacht? Möchte ich in diesem Jahr das Wort Gottes jeden Tag hören? Wem habe ich bereits die Barmherzigkeit Gottes verkündet oder erfahren lassen?

Lobpreis: 

Du, Herr, gabst uns dein festes Wort. Gib uns allen deinen Geist!
Du gehst nie wieder von uns fort. Gib uns allen deinen Geist!

Bleibe bei uns alle Tage bis ans Ziel der Welt. Gib uns allen deinen Geist!
Gib das Leben, das im Glauben die Gemeinde hält. Gib uns allen deinen Geist!

Deinen Atem gabst du uns jetzt schon als Unterpfand. Gib uns allen deinen Geist!
Denn als Kinder deines Vaters sind wir anerkannt. Gib uns allen deinen Geist!

Nähere die Kirche, alle Glieder, stets mit deiner Kraft. Gib uns allen deinen Geist!
Stärk uns täglich, immer wieder in der Jüngerschaft. Gib uns allen deinen Geist! 

Von den Mächten dieser Weltzeit sind wir hart bedrängt. Gib uns allen deinen Geist!
Doch im Glauben hast du uns schon Gottes Kraft geschenkt. Gib uns allen deinen Geist!

Immer wieder will ich singen: Gib uns deinen Geist. Gib uns deinen Geist!
Der die Herzen, auch die trägen, mit der Freude speist. Gib uns deinen Geist!

Vorsatz:

Ich finde jeden Tag eine fixe Zeit, um das Wort Gottes zu hören.

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Betrachtung zum 2. Sonntag im Jahreskreis C

2019/01/18 weniger...

Die Mutter Jesu

In jener Zeit fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen. Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder fasste ungefähr hundert Liter. Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand. Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt, und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm. Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Da ließ er den Bräutigam rufen und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zu viel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn (Joh 2,1-11).

Gebet:

Maria, du Mutter Jesu und unsere Mutter. Du bist überall dabei, wo dein Sohn am Werk ist. Mehr noch, du kannst die Wünsche und Sehnsüchte seines Herzens erkennen. Du kennst auch unsere Not. Maria, sei uns Mutter! Führe uns zu deinem Sohn! Versöhne uns mit deinem Sohn. Empfiehl uns deinem Sohn. Stell uns vor deinem Sohn. Du Braut des Heiligen Geistes, mach uns offen für sein Wirken. Erbitte uns sein Feuer, damit wir zu Jesus finden und an ihn glauben können. Heiliger Geist, höre auf die Fürsprache Marias und kommt auf uns herab. Lass das Wort Gottes auch in uns Fleisch werden. Komm, Heiliger Geist auf uns herab!    

Persönliche Lektüre:

Freue dich über die Gegenwart Jesu! Er ist für dich da. Mitten in deinem Alltag wirkt er grosse Wunder. Lausche seinem Wort. Tue alles, was er dir sagt. Lass dein Herz von seinem Wort und seinem Wirken berührt werden… Verweile bei den Worten oder Sätzen, die dich ansprechen… Nimm dir Zeit dafür. Sei still…

Gedanken zur Betrachtung

  1. Die Mutter Jesu

Maria wird hier als die Mutter Jesu vorgestellt. Sie ist immer bei den Menschen. Sie ist überall dort, wo ihr Sohn ist. Man darf sie nie voneinander trennen. Mehr noch, Maria kennt das Leben der Menschen. Als Mutter eben merkt sie sofort, dass etwas bei der Hochzeit nicht stimmt, dass der Wein ausgegangen ist. Sie macht die Sorgen der anderen zu ihren Sorgen. Die Mutter! Sie ist nicht nur bei der Hoch-Zeit da! Sie begleitet die Menschen auch in den Zeiten der Not. Wie gut ist es, dass wir solche Mutter haben!

Welche Rolle spielt Maria in meinem Leben? Ist sie auch meine Mutter oder nur eine Not-Helferin? Lade ich sie nur gelegentlich zu mir ein, oder darf sie auch bei mir zu Hause sein? Wann habe ich ihre Fürsprache erfahren? Danke ich Gott für das Geschenk dieser gütigen Mutter Maria? Hab ich ihr mein Leben anvertraut? Bete ich gerne zu Maria?    

2. Kein Wein mehr

Maria nimmt nicht nur die Not der Menschen wahr. Sie nimmt sie auch ernst. Da sie selbst nicht viel helfen kann, wendet sie sich an den, der alles kann, von dem ihr verkündet wurde, dass er der Sohn des Höchsten genannt wird. Ja, sie geht zu Jesus, dessen Namen Gott rettet heisst. Sie trägt ihm die Not der Menschen vor. Man hat den Eindruck, dass Jesus ihre Bitte ablehnt. Er will seine Stunde abwarten, in der er die Menschen erlöst. Und doch in semitischer Sprache heisst dieser Satz so viel wie: Dankst du an das Gleiche wie ich? Willst du, dass ich ihnen meinen Wein schenke? Soll ich schon jetzt zeigen, dass ich Gott bin? Jawohl, Maria kennt ihren Sohn. Sie nimmt die Stunde der Rettung vorweg. Durch ihren Glauben führt sie die Jünger Jesus zum Glauben an Jesus.

Nehme ich die Not der Mitmenschen wahr? Will ich sie lindern? Vertraue ich sie Jesus an? Glaube ich daran, dass er alles kann? Ist nicht vielleicht auch mein Wein der Freude, der Liebe, des Vertrauens, der Versöhnung, des Friedens ausgegangen? Wo oder bei wem suche ich eine Lösung für meine Probleme, für die Not der Mitmenschen? Ist Jesus auch mein Retter in jeder Not?

3. Was er euch sagt

Maria versteht ihren Sohn. In seinen Augen kann sie seine Zustimmung sehen. Wenn sie betet, dann hat sie keine Zweifel im Herzen. Sie vertraut darauf, dass Gott ihr nichts verweigern kann. Sie betet ja nach seiner Meinung… Darum schickt sie die Diener zu Jesus und beauftragt sie, alles und nur das zu tun, was Jesus ihnen sagt. Sie weiss aus eigener Erfahrung, dass dies nicht einfach ist. Sie weiss aber auch, dass Gott treu ist und sein Wort hält, seine Verheissung erfüllt. Die Diener gehen in die Schule Marias. Sie gehorchen und erfahren ein grosses Wunder. Gott hat sich seines Volkes angenommen. Er offenbart seine Herrlichkeit und seine Jünger glauben an ihn.

Mit welchem Vertrauen spreche ich mit Jesus? Kenne ich die Wünsche seines Herzens? Glaube ich daran, dass Gott mich schon erhört hat, bevor ich mein Gebet vor ihm ausspreche? Gehorche ich dem Wort Gottes? Höre ich auf dieses Wort, selbst wenn es mir unmöglich scheint? Welches Wort Gottes hat sich in meinem Leben erfüllt? Hat dies meinen Gauben gestärkt?
Lobpreis:

Jungfrau, Mutter Gottes mein
lass mich ganz Dein eigen sein

Dein im Leben, Dein im Tod
Dein in Unglück, Angst und Not
Dein in Kreuz und bittrem Leid
Dein für Zeit und Ewigkeit

Jungfrau, Mutter Gottes mein
lass mich ganz Dein eigen sein

Mutter auf Dich hoff und baue ich
Mutter zu Dir ruf und seufze ich
Mutter Du gütigste, steh mir bei
Mutter Du mächtigste, Schutz mir leih

O Mutter, so komm, hilf beten mir
O Mutter so komm, hilf streiten mir
O Mutter so komm hilf leiden mir
O Mutter so komm und bleib bei mir

Du kannst mir ja helfen, o Mächtigste
Du willst mir ja helfen o Gütigste
Du musst mir nun helfen o Treueste
Du wirst mir auch helfen Barmherzigste

O Mutter der Gnade, der Christen Hort
Du Zuflucht der Sünder, des Heiles Port
Du Hoffnung der Erde, des Himmels Zier
Du Trost der Betrübten, ihr Schutzpanier

Wer hat je umsonst Deine Hilf angefleht
Wann hast Du vergessen ein kindlich Gebet
Drum ruf ich beharrlich, in Kreuz und in Leid
Maria hilft immer, sie hilft jederzeit

Ich ruf voll Vertrauen im Leiden und Tod
Maria hilft immer, in jeglicher Not
So glaub’ ich und lebe und sterbe darauf
Maria hilft mir in den Himmel hinauf
Amen.

Vorsatz:

Jeden Morgen vertraue ich alles den Händen Marias, meiner Mutter, an.

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Betrachtung zur Taufe des Herrn C

2019/01/11 weniger...

Während Jesus betete…

In jener Zeit war das Volk voll Erwartung, und alle überlegten im Stillen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Messias sei. Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch nur mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Zusammen mit dem ganzen Volk ließ auch Jesus sich taufen. Und während er betete, öffnete sich der Himmel, und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab, und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden (Lk 3,11-16.21-22).

Gebet

Herr Jesus Christus, du bist Mensch geworden, einer von uns. Du hast unser Schicksal auf dich genommen. Du bist in das Wasser des Jordan hinabgestiegen, um es zu heiligen. Dadurch hast du die Sünde der ganzen Welt auf dich genommen, um sie an das Kreuz zutragen und uns zu erlösen. Wir danken dir für das heilbringende Wasser der Taufe, das wir empfangen durften. Wir danken dir, dass du uns in der Taufe als deine Kinder angenommen hast. Wir preisen dich, dass du alle Getauften zu einer großen Familie umgestalten willst. Wir bitten dich, sende auch heute deinen Heiligen Geist, dass er in uns bete und uns helfe, die Größe der Taufe zu begreifen. Komm, Heiliger Geist, und hilf uns, die Taufe zu leben. Komm und erneuere deinen Tempel, den Tempel unserer Herzen.

Persönliche Lektüre

Gott spricht mich an. Er spricht mein persönliches Leben an. Ich öffne ihm mein Herz. Ich höre seinem Wort gut zu. Ich lasse mich heute von seinem Wort ansprechen. Ich verweile bei den Worten, die mich berühren… Er spricht ja zu mir und über mich: Du bist mein geliebtes Kind!

Gedanken zur Betrachtung

  1. Der Himmel öffnet sich

Wenn der Getaufte betet, öffnet sich der Himmel. Wie mächtig ist das Gebet! Der Vater öffnet den Himmel für seinen Sohn. Er räumt alles aus dem Weg, was ihn zu seinem Kind hindern kann. Sobald er sein Kind hört, ist er sofort da. Er versteckt sich nicht. Er setzt ein Zeichen seiner Zuwendung: der offene Himmel. Ja, bei jedem Gebet steht der Himmel weit offen. Jedes Gebet verschafft uns Zugang zum Herzen des Vaters. Und der Vater lässt sein Kind an seinem Herzen, in seinen Armen ruhen. Das ist ein echtes Gebet!

Bete ich zu Gott, dem Vater? Wie bete ich? Glaube ich daran, dass der Himmel während meines Gebetes offen steht? Kann ich mich beim Beten an dem Vater richtig freuen? Wie oft bete ich? Halte ich den Himmel über mir und den anderen stets offen? Ist mein Gebet ein Gespräch von Herz zu Herz?  

2. Der Heilige Geist kommt herab

Der Vater macht nicht nur den Himmel offen, wenn ich bete. Er sendet mir sofort seinen Heiligen Geist herab, wie er selbst verheißen hat (Lk 11,13). Es ist der Geist der Liebe, der Freude, des Friedens. Er belebt mich und schafft mich neu. Ja, er selbst betet in mir, in seinem Tempel. Und dieses Gebet gefällt dem Vater. Ich darf den Heiligen Geist spürbar und sichtbar erfahren. Er gießt sich in reicher Fülle über alles Lebendige aus. Er ist die Seele unserer Seele. Er ist sanftes Säuseln und kräftiger Sturm zugleich. Er ist unser Beistand beim Vater.

Bin ich wirklich der Tempel des Heiligen Geistes? Lasse ich ihn in mir wirken oder lösche ich ihn aus und betrübe ich? Bitte ich den Vater um seinen Geist, wenn ich zu beten beginne? Lasse ich mich im Gebet vom Geist Gottes leiten? Nehme ich seine Eingebungen wahr? Richte ich mich nach ihnen? Wann habe ich den Heiligen Geist das letzte Mal spürbar erfahren? Bin ich für dieses große Geschenk des Vaters dankbar?

3. Eine Stimme aus dem Himmel spricht

Wenn ich bete, dann spreche ich mit dem Vater. Und wenn ich wirklich ein Gespräch führe, dann gehört das Zuhören auch dazu. Sonnt kann es sein, dass ich die Stimme aus dem Himmel, die Stimme des Vaters nie vernehme oder leicht überhöre. Und was will er mir sagen? Das Eine, das wirklich im Leben zählt: Du bist mein geliebtes Kind, an dir habe ich Gefallen gefunden. Wahnsinn! Ich habe einen Vater, der mich liebt! Mehr noch, er hat Gefallen an mir! Kaum zu glauben. Und doch wahr! Vor ihm kann ich still sein und auf ihn kann ich hören …

Lasse ich Gott zu mir sprechen, wenn ich bete? Höre ich ihm wirklich zu? Welches Wort habe ich neulich aus dem Mund Gottes vernommen? Glaube ich ihm? Fühle ich mich wirklich als geliebtes Kind Gottes? Traue ich seiner väterlichen alles Liebe zu? Glaube ich, dass Gott Gefallen an mir hat, gerade an mir? Kann ich mich selbst lieben, wenn der Vater mich bedingungslos liebt?

Lobpreis

Atme in uns, Heiliger Geist,

brenne in uns, Heiliger Geist,

wirke in uns, Heiliger Geist.

Atem Gottes komm!
Komm du Geist, durchdringe uns, komm du Geist, kehr bei uns ein.

Komm du Geist, belebe uns, wir ersehnen dich.

Atme in uns, Heiliger Geist,

brenne in uns, Heiliger Geist,

wirke in uns, Heiliger Geist.

Atem Gottes komm!
Komm du Geist, der Heiligkeit, komm du Geist der Wahrheit.

Komm du Geist der Liebe, wir ersehnen dich.

Atme in uns, Heiliger Geist,

brenne in uns, Heiliger Geist,

wirke in uns, Heiliger Geist.

Atem Gottes komm!
Komm du Geist, mach du uns eins, komm du Geist erfülle uns.

Komm du Geist und schaff uns neu, wir ersehnen dich.

Atme in uns, Heiliger Geist,

brenne in uns, Heiliger Geist,

wirke in uns, Heiliger Geist.

Atem Gottes komm!

Vorsatz

Ich beginne jedes Gebet mit einer Bitte um den Heiligen Geist.

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Betrachtung zur Erscheinung des Herrn C

2019/01/04 weniger...

Wen bete ich an?

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle. Sie antworteten ihm: In Betlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten: Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige. Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land. (Mt 2,1-12)

Gebet:

Herr Jesus Christus, du bist der neugeborene König der Juden, der Heiden, aller Menschen. Du rufst uns zu dir durch alle diese Sterne, die du in unserem Leben aufleuchten lässt. Durch die Schöpfung, durch dein heiliges Wort sprichst du uns an. Lass uns aus dem Gewohnten ausbrechen, lass uns aufbrechen und uns auf den Weg machen, der uns zu dir führt. Auch wir wollen dich finden und dich als unseren König anbeten. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir in seinem Licht zu dir finden. Er leite und begleite uns aus der Finsternis zu deinem hellen Licht. Du, Heiliger Geist, bete in uns. Komm, Heiliger Geist, schaffe uns neu.

Persönliche Lektüre:

Gott hat uns sein Wort geschenkt. Es ist die beste Gebrauchsanweisung für unser Leben. So höre ich seinem Wort zu. Ich lass mich heute von diesem Wort ansprechen. Ich verweile bei den Worten, die mich berühren… Er spricht ja zu mir und über mich. Ich folge ihm. Ich bin dankbar für alles…

Gedanken zur Betrachtung:

  1. Aus- und aufbrechen…

Die Sterndeuter sind auf der Suche. Sie wissen, dass es Jemanden geben muss, den nicht von dieser Welt sei, der allem Sinn gebe, der allein König und Herr sei, den allein es anzubeten gilt. Sie folgen ihrer Sehnsucht. Sie brechen aus dem Gewohnten aus. Sie wollen mehr. Sie sind offen für das Neue. Mehr noch, sie brechen auf. Sie gehen hin im Vertrauen, dass der Stern, der ihnen aufgeleuchtet ist, ihnen den Weg zeigen wird. Sie sind Tage, Monate unterwegs. Sie geben nicht auf. Jeden Tag brechen sie neu auf, um im himmlischen Licht Gott selbst zu finden. Der Weg ist lang… Die Sehnsucht ihrer Herzen ist aber grösser…

Wie gross ist meine Sehnsucht nach Gott in dieser Weihnachtszeit? Suche ich ihn mit dem ganzen Verlangen meines Herzens? Oder bleibe ich lieber zu Hause wie Herodes und andere von Jerusalem? Woraus muss ich ausbrechen, um den neugeborenen König finden zu können? Breche ich jeden Tag neu auf, um Gott dort zu finden, wo er sich den Menschen zeigt? Was führt mich zu Gott? Welche Lichter hat er in meinem Leben angezündet, die mir den Weg zu ihm erleuchten? Bin ich für sie dankbar? Folge ich ihnen?

  1. Vor Neuem erschrecken…

Die Weisen von Osten sind stets unterwegs, selbst wenn sie nicht immer genau wissen wohin. Herodes, die Hohenpriester und die Schriftgelehrten, die Bewohner von Jerusalem wissen bestens Bescheid, wo der Messias geboren werden sollte. Sie tun aber nichts. Sie bleiben gemütlich zu Haus. Und sie erschrecken. Warum denn? Anscheinend haben sie Angst vor dem neugeborenen König der Juden: vor ihren König, vor dem versprochenen Messias, vor dem Fürsten und Hirten des Volkes. Vielleicht haben sie auch Angst vor dem Herodes, der seine Macht um jeden Preis verteidigen will… Vielleicht erschrecken sie vor dem Neuen, das sie herausfordern und zum Umdenken auffordern kann. Warten sie aber nicht schon seit langem auf einen, der ihnen Hirt und Vater sein würde?

Was weiß ich alles über Gott, über Jesus? Vertiefe ich dieses Wissen? Bringt mich dieses Wissen Jesus näher? Lerne ich ihn persönlich kennen? Vertiefe ich stets meine Beziehung zu ihm? Habe ich Angst vor Gott, vor Jesus? Will ich mir selber König und Herr sein? Was in meinem Leben will ich Jesus nicht unterwerfen? Warum? Bete ich Jesus oder mich selbst an? Nehme ich Jesus heute als meinen König an?  Habe ich Angst, öffentlich zu meinem Glauben zu stehen? Warum?

  1. Die Freude und die Kraft der Anbetung…

Die Sterndeuter werden von einer großen Freude erfüllt, weil ihr Stern stehen bleibt. Sie freuen sich sehr, weil sie am Ziel ihrer Reise sind. Und sie lassen sich überraschen. Es ist nur ein einfaches Haus, in dem der neugeborene König der Juden wohnt. Sie gehen aber hin und dort fallen sie vor dem Kind und seiner Mutter nieder. Sie beten das Jesuskind an. Sie fragen nicht einmal, ob sie sich vielleicht doch irren. Im Gegenteil, sie huldigen dem Kind und bringen ihm ihre Geschenke dar. Eine Begegnung mit Gott auf gleicher Augenhöhe… Sie macht sie offener und sensibler für Gott und seine Stimme. In ihrer Kraft gehen sie auf einem anderen Weg heim. Nun wird in ihrem Leben alles anders sein…

Erfüllt mich die Begegnung mit Gott mit grosser Freude? Ist Jesus meine Freude? Lass ich mich von ihm überraschen, ohne alles zuvor in Frage zu stellen? Kann ich vor Jesus im Allerheiligsten Sakrament, in der Kommunion auf die Knie fallen? Was schenke ich Jesus? Welche Rolle spielt die Anbetung Jesu in meinem Leben? Habe ich ihre verwandelnde Kraft schon erfahren? Wann? Wie? Was ändert sich nach der Anbetung in meinem Alltag? Bin ich da anders? Denke ich anders, handle ich anders?

Lobpreis:

Dunkelheit bedeckt alle Völker der Welt, auf, Jerusalem, werde Licht!
Dunkelheit bedeckt alle Völker der Welt, auf, Jerusalem, werde Licht!

Blick empor, schaue aus, beben soll dein Herz und sich öffnen weit
Auf den Armen trägt man die Töchter herbei, deine Söhne kommen von fern

Jerusalem, Jerusalem, leg dein Gewand der Trauer ab!
Jerusalem, Jerusalem, singe und tanze deinem Gott!

Völker wandern hin, bringen Weihrauch und Gold, Herden von Kamelen sind dein
Völker wandern hin, bringen Weihrauch und Gold, Herden von Kamelen sind dein

Von weit her kommen sie, prachtvoll ist dein Glanz, deine Herrlichkeit
Weihrauch steigt empor, weithin schallt Gottes Lob. Ruhmreich sind die Taten des Herrn

Jerusalem, Jerusalem, leg dein Gewand der Trauer ab!
Jerusalem, Jerusalem, singe und tanze deinem Gott!

Jubelt in der Stadt, alle die ihr sie liebt, fröhlich sollt ihr sein und euch freu’n!
Jubelt in der Stadt, alle die ihr sie liebt, fröhlich sollt ihr sein und euch freu’n!

Vorsatz:

Ich nehme mir bewusst Zeit für eine längere Anbetung des Jesuskindes, um über Gott zu staunen und um ihm alles zu schenken…

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Betrachtung zum Sonntag der Heiligen Familie C

2018/12/29 weniger...

Familie – Ort des gelebten Glaubens…

Die Eltern Jesu gingen jedes Jahr zum Paschafest nach Jerusalem. Als er zwölf Jahre alt geworden war, zogen sie wieder hinauf, wie es dem Festbrauch entsprach. Nachdem die Festtage zu Ende waren, machten sie sich auf den Heimweg. Der junge Jesus aber blieb in Jerusalem, ohne dass seine Eltern es merkten. Sie meinten, er sei irgendwo in der Pilgergruppe, und reisten eine Tagesstrecke weit; dann suchten sie ihn bei den Verwandten und Bekannten. Als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten ihn dort. Nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel; er saß mitten unter den Lehrern, hörte ihnen zu und stellte Fragen. Alle, die ihn hörten, waren erstaunt über sein Verständnis und über seine Antworten. Als seine Eltern ihn sahen, waren sie sehr betroffen, und seine Mutter sagte zu ihm: Kind, wie konntest du uns das antun? Dein Vater und ich haben dich voll Angst gesucht. Da sagte er zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört? Doch sie verstanden nicht, was er damit sagen wollte. Dann kehrte er mit ihnen nach Nazaret zurück und war ihnen gehorsam. Seine Mutter bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen. Jesus aber wuchs heran, und seine Weisheit nahm zu, und er fand Gefallen bei Gott und den Menschen (Lk 2,41-52).

Gebet:

Herr Jesus Christus, du bist in einer menschlichen Familie zur Welt gekommen. Du warst Maria und Josef gehorsam. So hast du den ewigen Plan des Vaters für die Familie bestätigt und geheiligt. Ich danke dir von Herzen für meine Familie, für meine Eltern, Geschwister, Großeltern und Verwandten. Danke, dass ich durch sie deine väterliche Liebe erfahren durfte. Danke, dass du selbst uns gezeigt hast, was es heißt, den Vater und die Mutter zu ehren. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir dein familiäres Leben besser kennen lernen und nachahmen können. Erleuchte uns mit deinem Geist, damit wir dein Meisterwerk – die Familie schätzen, unterstützen und fördern. Komm, Heiliger Geist, schaffe uns neu.

Persönliche Lektüre:

Jesus ist beim Vater in seinem Haus geblieben. Er hörte seinem Worte zu. Er stellte Fragen und gab richtige Antworten. Ich plane meine Betrachtung im Hause des Vaters, in der Kirche. Ich höre dem Wort Gottes zu. Ich lasse es auf dich wirken. Ich stelle Gott meine Fragen und vernehme seine Antwort. Ich verweile bei den Worten, die mich berühren… Er spricht ja zu mir und über mich. Ich bin dankbar dafür…

Gedanken zur Betrachtung:

  1. Die Eltern Jesu gingen jedes Jahr zum Paschafest.

Mit diesem einen Satz sagt uns der Evangelist Lukas viel über das Leben der Heiligen Familie. Sie feierte ihren Glauben an den einzigen Gott Jahwe. Aus dieser Feier heraus schöpfte sie die Kraft, nach dem Gesetz Gottes im Alltag zu leben. Die Kindheitsgeschichte Jesu bringt diese Tatsache gut zum Ausdruck. Die Eltern Jesu: Maria und Josef bauten ihr Leben auf dem Fundament des Glaubens. Sie lebten Jesus ihren Glauben vor. Und er selbst konnte seine Erfahrungen darin machen. Er geht nach Jerusalem zum Paschafest mit und feiert mit. Dann geht er nach Nazaret zurück und gehorcht seinen Eltern und findet Gefallen bei Gott und den Menschen.

Wie stark hängen mein alltägliches Leben und mein Glaube zusammen? Wie feiere ich meinen Glauben? Sind mir die Feiern im Kirchenjahr, besonders die sonntägliche Eucharistie wichtig, ja unentbehrlich? Schöpfe ich daraus Kraft zum Leben? Wie weit durchdringen sie mein alltägliches Leben? Ist der Glauben das Fundament meines Lebens? Wie ernst nehme ich ihn? Bin ich für ihn täglich dankbar? Wie lebe ich ihn im Alltag? Welche Rolle spielt der Glaube in meiner Familie, meiner Gemeinschaft?

  1. In dem sein muss, was dem Vater gehört…

Der Glaube bewährt sich im Leben. Er besteht nicht in Äußerem, in formellen Mitmachen, im Korrektsein vor Gott und den Mitmenschen. Das Äußere ist nur Ausdruck von dem, was mein Herz bewegt. Das Herzstück des Glaubens ist eine gelebte Beziehung zu Gott, dem Vater. So ist Jesus im Tempel, im Haus seines Vaters, zu Hause geblieben. Er wollte in dem bleiben, was seinem Vater gehörte. Er wollte nur das Eine: die Beziehung zum Vater pflegen und das zu tun, was ihm gefällt. Er tat dies im Gespräch mit seinem Vater und den Mitmenschen. Er fragte, er hörte zu, er antwortete… Er nahm sich Zeit dafür…

Was macht meinen Glauben aus? Was ist mir bei seiner Ausübung wichtig? Ist Gott wirklich mein Vater? Besuche ich ihn gerne in seinem Haus? Bleibe ich gerne bei ihm für ein längeres Gebet, für eine Betrachtung? Habe ich Zeit für meinen himmlischen Vater? Worüber spreche ich mit ihm? Kann ich ihm zuhören? Nehme ich seine Antworten ernst? Habe ich auch Zeit für ein Gespräch (nicht ein Geschwätz!) mit meiner Familie, mit den Mitmenschen? Bin ich dabei ehrlich?

  1. Pilgerschaft des Glaubens…

Der Glaube ist nicht etwas, was wir festhalten können. Er ist ein Prozess und zwar ein ganzes Leben lang… Es ist ein stetes Suchen und Finden, ein Festhalten und Loslassen. Es ist eine Beziehung, die wir in Liebe und Freiheit gestalten müssen. Was dabei zählt ist Verständnis, Treue, Offenheit, Lernfähigkeit. Maria wird als Pilgerin des Glaubens bezeichnet. Auch für sie war nicht alles einfach. Sie hat aber auf dieser Pilgerschaft ihr Herz sprechen lassen. Sie lebte ihren Alltag mit Jesus und dann mit seiner Kirche. Sie gab nie auf! Mehr noch, auch heute ist sie Mutter des Glaubens für alle ihre Kinder, für uns alle.

Wie erlebe ich kleine und grosse Krisen im Glauben? Suche ich dann unermüdlich nach Gott? Wie fühle ich mich ohne Gott? Kann ich ohne Glauben leben? Kann ich meine Beziehung zu Gott und zu den Mitmenschen in Liebe und Freiheit gestalten? Wo und wie will ich mich durchsetzen, die anderen beeinflussen, manipulieren? Habe ich Verständnis für den Willen Gottes? Was tue ich konkret, um den Glauben nicht zu verlieren, sondern ihn zu stärken? Ist Maria auch meine Mutter im Glauben?

Lobpreis:

Maria, ahntest du, dass dein kleiner Sohn einst über‘s Wasser gehen wird?

Hast du es geahnt, dass dein kleiner Sohn uns’re Kinder retten wird?

Dass dein Kind, dem du Leben gabst, dir neues Leben gibt,

dein Kind, das du getragen hast, dich einmal tragen wird? 

Maria, ahntest du, dass durch deinen Sohn die Blinden sehen werden?

Hast du es geahnt, dass durch deinen Sohn Sturm und Wellen schweigen,

dass dein Kind mit den Engeln wohnt, dort, wo Gott selber thront?

Und wenn du ihn küsst, dann küsst du in Gottes Angesicht?

 

Die Blinden sehn, die Tauben hörn, die Toten stehen auf.

Der Lahme geht, der Stumme spricht und preist den Herrn der Herren.

 

Maria, ahntest du, dass durch deinen Sohn die ganze Welt gemacht ist?

Hast du es geahnt, dass durch deinen Sohn die Völkerwelt regiert wird?

Ahntest du, dass dein kleiner Sohn als Lamm die Sünde trägt?

Denn das Kind auf deinen Armen ist Gott, der Herr!

Vorsatz:

Ich versuche, mit meiner Familie oder Gemeinschaft über meinen Glauben zu reden…

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Betrachtung zum 4. Adventssonntag C

2018/12/21 weniger...

Mit Maria Weihnachten entgegen…

Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ (Lk 1,39-45).

Gebet:

Maria, du Mutter Jesu und unsere Mutter. Du warst ganz offen für Gott und für deine Mitmenschen. Du hast dich der anderen angenommen. Steh uns in diesen Tagen vor Weihnachten bei. Bereite uns auf Weihnachten vor. Lehre uns, was da in diesem Augenblick unseres Lebens wirklich wichtig ist. Nimm uns an der Hand und führe uns zu Jesus, den du unter deinem Herzen trägst. Du Braut des Heiligen Geistes, erbitte uns seine Gnade, dass wir wie Elisabet das Geheimnis der Menschwerdung begreifen und dankbar annehmen können. Komm, Heiliger Geist, schaffe uns neu. Befreie uns von uns selbst. Komm und durchflute uns ganz, so dass wir uns über die Gegenwart Jesu in unserer Welt freuen können.

Persönliche Lektüre:

Ich darf das Wort Gottes mitten in deinem Alltag hören. Ich öffne mich wie Maria für die Stimme Gottes. Ich höre der Botschaft Gottes aufmerksam zu. Ich verweile bei den Worten, die mich berühren… Ich stelle Gott meine Fragen… Ich höre seine Antwort… Ich entscheide mich neu, mein Ja zu Gottes Willen zu sagen… Ich lasse Weihnachten werden in mir und durch mich…

Gedanken zur Betrachtung:

  1. Maria macht sich auf den Weg…

Maria macht sich auf den Weg. Sie eilt in eine Stadt im Bergland. Sie heisst Ain-Karim. Es sind etwa 140 km dorthin, die man von Nazaret aus in 4-5 Tagen zu Fuss zurücklegen kann. Maria hat soeben vom Erzengel Gabriel vernommen, dass ihre Verwandte auch schwanger sei. Sie spürt selbst, was in dieser Situation zu tun ist. Sie will helfen, sie will dienen. Sie sucht nicht ihren Vorteil. Sie gibt sich hin. Sie ist für die anderen da. Sie kann die Freude über die Menschwerdung, die sie in ihrem Schoss spürt, nicht für sich selbst behalten. Überglücklich trägt sie dieses Glück zu den Mitmenschen.

Freue ich mich über die Menschwerdung Gottes? Freue ich mich auf Weihnachten, auf die Geburt Jesu? Freue ich mich darüber, dass er auch in mir und bei mir wohnen will? Habe ich einen festen Platz für ihn in meinem Leben? Mit wem will ich diese Freude teilen? Wer braucht heute meine Hilfe, meinen Beistand? Bin ich bereit, zu ihm zu eilen und ihm beizustehen? Kann ich meine Freude über den Glauben mit den anderen teilen? Mit wem? Wie tue ich das?

  1. Maria geht in das Haus und begrüßt Elisabet…

Maria wartet nicht auf eine Einladung. Sie geht in das Haus von Elisabet hinein. Sie begrüßt Elisabet. Ihr Gruß bewirkt Großartiges: das Kind hüpft in Elisabets Schoss, und sie selbst wird mit dem Heiligen Geist erfüllt. Nun kann sie das Geheimnis Marias erkennen und mit lauter Stimme Maria und ihren Sohn segnen. Sie staunt, dass sie würdig gefunden wurde, Maria und ihren Sohn zu empfangen. Und sie nimmt die beiden voll Freude bei sich auf.

Wie begegne ich den Mitmenschen? Nur oberflächlich 0der versuche ich, sie wirklich kennen zu lernen, sie anzunehmen und sie besser zu verstehen? Wie begrüße ich die Menschen? Nur aus reiner Höflichkeit oder versuche ich, ihnen an meinem Glück Anteil zu gewähren? Was schenke ich den Menschen? Meine Zeit, meinen Beistand, mein gutes Wort, Gott selbst? Freue ich mich über die Menschen, die mich besuchen und mir helfen wollen?

  1. Selig ist die, die geglaubt hat…

Elisabet preist Maria selig. Sie kann sich nicht zurückhalten. Sie kann nicht genug staunen. Sie weiss aber genau, was am Anfang dieser Ereignisse steht: der Glaube Marias. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. Dieser Satz wird in der dritten Person ausgesprochen, das heisst er gilt allen Gläubigen. Maria lädt uns besonders im Advent dazu ein, dass wir auf das Wort Gottes hören und darauf vertrauen, dass Gott es erfüllt und so in unserer Welt geboren wird.

Bewundere ich den Glauben der anderen Menschen? Bin ich Gott für ihn dankbar? Glaube ich heute an Gott, vertraue ich ihm wirklich? Höre ich auf sein Wort? Gehorche ich Gott? Traue ich ihm alles zu? Glaube ich daran, dass sein Wort sich auch in meinem Leben erfüllt? Vertraue ich Gott auch dann, wenn ich nicht alles verstehe, wenn ich mich allein und verlassen fühle? Bin ich Gott für Maria, meine Mutter, dankbar?

Lobpreis:

Selig bist du, Maria, erfüllt vom Heil’gen Geist,

schenkst uns Jesus, der uns Gottes Liebe zeigt,

der uns Wege zeigt zum Licht, die auch du gegangen bist.

Maria, sei uns nah!
Du kennst uns gut, Maria, du weißt um unser Leid,

fragend suchen wir den Weg zur Ewigkeit,

der uns oft verloren scheint, oft zu schwer doch mit dir vereint

ist Jesus uns ganz nah!
So treten wir, Maria, als Kinder vor dich hin,

schütze uns vor allem Bösen aller Sünd,

und bitte alle Zeit für den Geist, der uns erneut.

Maria, sei uns nah!
Ave Maria, Ave Maria,

Mutter des Glaubens, Mutter der Liebe, Mutter Jesu unseres Herrn.

Ave Maria, Ave Maria,

führ uns auf Wege, Wege des Lebens, für uns zu Jesus, unserem Herrn.

Vorsatz:

Ich besuche eine (einsame) Person vor oder zu Weihnachten…

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Betrachtung zum 3. Adventssonntag C

2018/12/14 weniger...

Was sollen wir also tun?

In jener Zeit fragten die Leute den Johannes den Täufer: Was sollen wir also tun? Er antwortete ihnen: Wer zwei Gewänder hat, der gebe eines davon dem, der keines hat, und wer zu essen hat, der handle ebenso. Es kamen auch Zöllner zu ihm, um sich taufen zu lassen, und fragten: Meister, was sollen wir tun? Er sagte zu ihnen: Verlangt nicht mehr, als festgesetzt ist. Auch Soldaten fragten ihn: Was sollen denn wir tun? Und er sagte zu ihnen: Misshandelt niemand, erpresst niemand, begnügt euch mit eurem Sold! Das Volk war voll Erwartung, und alle überlegten im Stillen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Messias sei. Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch nur mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Schon hält er die Schaufel in der Hand, um die Spreu vom Weizen zu trennen und den Weizen in seine Scheune zu bringen; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen. Mit diesen und vielen anderen Worten ermahnte er das Volk in seiner Predigt. (Lk 3,10-18)

Gebet:

Herr Jesus Christus. Du kommst uns Menschen entgegen. Du kommst… Du bist uns schon ganz nahe… Gaudete! Freut euch! Herr, du lädst mich dazu ein, dass auch ich zu dieser Freude das Meine beitrage. Jede gute Tat, jeder gute Gedanke, jedes gute Gebet ist wie der Weizen, den du in die Scheunen der Ewigkeit bringen willst. Schenke mir deinen Heiligen Geist, dass ich mich eifriger in den Werken der Barmherzigkeit übe. Tauche mich in deinen Heiligen Geist ein, dass ich nicht nur auf das Äußere bedacht bin. Dein Geist lehre mich, worauf es ankommt, wenn du kommst. Komm, Heiliger Geist, schaffe mich neu!

Persönliche Lektüre:

Jesus bedient sich der Menschen. Er spricht durch sie zu uns allen. Wie die Menschen damals frage ich heute: Was soll ich tun? Ich werde still. Ich höre die Antwort. Ich verweile bei den Worten, die mich berühren… Ich bewahre sie im Herzen… Ich denke darüber nach… Ich suche nach Möglichkeiten, sie in meinem Alltag umzusetzen…

Gedanken zur Betrachtung:

  1. Was soll ich tun?

Johannes der Täufer hat die Menschen zur Umkehr aufgefordert. Er hat ihnen die Reinigung von Sünden im Wasser des Jordan angeboten. Sie haben aber gespürt, dass dies nicht alles sei. Sie wollten einen weiteren Schritt machen. Darum diese Frage der Menschen: Was sollen wir tun? Wenn wir unser Denken ändern (Umkehr), uns von Gott reinigen lassen (Beichte), dann können wir zur Tat schreiten. Johannes schlägt den Menschen drei konkrete Dinge für ihr Verhalten vor: Barmherzigkeit, Ehrlichkeit und Gerechtigkeit. Sie sollen nicht aus der Welt fliehen! Im Gegenteil, in der Welt, dort wo sie leben und arbeiten, sollen sie, ihrem Stand entsprechend, Barmherzigkeit, Ehrlichkeit und Gerechtigkeit leben.

Bereite ich mich auf die Ankunft Jesu praktisch vor? Was tue ich nun anders als zuvor? Habe ich mein Vermögen, meine Zeit mit jemanden geteilt? Bin ich ehrlich in der Schule, an meinem Arbeitsplatz, zu Hause? Bin ich gegenüber allen Mitmenschen gerecht? Will ich nicht vielleicht die Menschen mit meiner Meinung, mit meinem Verhalten beherrschen? Setze ich mich für meine Aufgaben wirklich ein?

  1. Geist und Feuer

Durch all die guten Taten, die wir vollbringen, bereiten wir uns auf das Kommen Jesu vor. Er kommt zu uns und tauft uns mit seinem Heiligen Geist, dass wir im Guten gestärkt werden. In der Kraft des Heiligen Geistes ist es ja leichter, uns stets für das Gute zu entscheiden und uns dafür einzusetzen. Dieser Geist ist wie Feuer, das uns läutert, entfacht und befreit. Er läutert unsere Absichten, entfacht unsere Leidenschaft für das Gute, befreit uns von uns selbst, von äußeren Dingen, die uns vom Wesentlichen des Lebens abbringen. Das mag schmerzen… Es lohnt sich aber die Scheunen des Himmels mit dem Weizen der Güte zu füllen…

Welche Rolle spielt der Heilige Geist in meinem Leben? Bin ich wirklich sein Tempel? Kann er in mir frei wirken? Höre ich auf seine Eingebungen? Erbitte ich täglich seine Kraft? Was bedarf seiner Läuterung in mir? Wo soll er mich vor Weihnachten neu entfachen? Wo brauche ich noch seine Befreiung? Worauf bin ich mehr bedacht: auf das Äußere oder doch auf das Innere, das vom Herzen kommt?

  1. Jesus muss wachsen…

So hat Johannes geantwortet, als er gefragt wurde, ob er vielleicht der verheissenen Messias sei. Ihm war es bewusst, dass er der Wegbereiter Jesu sein durfte. Er freute sich auf sein Kommen. Alles, was er hatte, war ein Geschenk von Gott. Johannes heisst doch Gott ist gnädig. Er hat aber alles getan, um selbst Jesus zu erkennen und andere Menschen auf ihn hinzuweisen. Er hat dies mit Worten und Taten getan. Er hat die Menschen zur Umkehr aufgerufen, damit sie den kommenden Herrn erkennen konnten. Er hat ihnen die Taufe zur Vergebung der Sünden gespendet, damit sie Jesus mit reinem Herzen begegnen konnten. Er hat ihnen die gute Nachricht verkündet, damit sie dem Herrn Glauben schenken konnten. Und zuletzt hat er Freude daran, dass Jesus wuchs und er kleiner wurde.

Lebe ich mein Christsein für mich selbst, um den Menschen zu gefallen, oder für Gott? Freue ich mich daran, dass ich den Mitmenschen zu Gott verhelfen kann? Was tue ich konkret, um dem Herrn den Weg zu den Herzen der Menschen zu bereiten? Wie sehen meine Worte und meine Taten aus? Weisen sie auf Jesus hin? Kann ich Jesus in meinem Alltag erkennen und anderen darüber erzählen? Wo muss ich kleiner werden, damit Jesus wachen kann?

Lobpreis:

Immer mehr von dir, immer mehr,
immer mehr sein wie du, immer mehr.
Immer mehr deine Worte verstehen,
deine Werke tun,
oh Herr, immer mehr.


Du bist ein Gott, der seine Kinder liebt,
der als ein Vater ihr Verlangen sieht.
Niemand und nichts kommt dir jemals gleich,
oh Herr.
Du zeigst dich uns als ewig treuer Freund
und weißt genau wie unser Herz es meint.
Gib uns mehr von dir, immer mehr.

Vorsatz:

Ich tue etwas Gutes für eine Person, die ich nicht mag…

 

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Betrachtung zum 2. Adventssonntag C

2018/12/08 weniger...

Wie erfahre ich Gottes Heil?

Es war im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius; Pontius Pilatus war Statthalter von Judäa, Herodes Tetrarch von Galiläa, sein Bruder Philippus Tetrarch von Ituräa und Trachonitis, Lysanias Tetrarch von Abilene; Hohepriester waren Hannas und Kajaphas. Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias. Und er zog in die Gegend am Jordan und verkündigte dort überall Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. So erfüllte sich, was im Buch der Reden des Propheten Jesaja steht: Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! Jede Schlucht soll aufgefüllt werden, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden. Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt (Lk 3,1-6).

Gebet:

Herr Jesus Christus. Du kommst uns Menschen entgegen. Du kommst auf uns zu. Du bringst dein Heil mit dir. Ja, du willst uns heil machen. Herr, komm zu mir! So sehr sehne ich mich nach dir. Komm, Herr, und warte nicht länger! Schenke mit nun deinen Heiligen Geist, dass ich deine Ankunft erkenne und dir die Tür meines Herzens öffne. Lehre mich, Heiliger Geist, den Weg für den Herrn vorzubereiten. Reinige und belebe mich, dass der Herr eine würdige Wohnung in mir finden kann. Komm, Heiliger Geist, wirke unter uns! Komm und lass mich heute das Heil erfahren…

Persönliche Lektüre:

Jesus schenkt mir sein Wort. Ich gehe in die geistliche Wüste, um es vernehmen zu können. Ich werde still. Ich höre ihm gut zu. Ich schalte alles aus, was mich beim Hören stören kann. Ich werde ganz Ohr für seine befreiende Botschaft. Ich verweile bei den Worten, die mich berühren… Ich bewahre sie im Herzen… Ich denke darüber nach…

Gedanken zur Betrachtung:

  1. In der Wüste…

Das heutige Evangelium führt uns vom Zentrum der Welt (Kaiser, Stadthalter, Tetrarchen) in die Wüste hinaus. Warum denn? Um Gott zu unseren Herzen reden zu lassen. Sonst überhören wir sein Wort, das nicht unbedingt auf einem Weihnachtsmarkt, sondern eben in der Wüste an Johannes, in der Stille unseres Herzens an uns, an einen ganz konkreten Menschen, ergeht. Am lautesten spricht Gott in der Stille… Erst dann kann Johannes in der Wüste auftreten und zur Stimme Gottes werden. Er ist die Stimme, die das empfangene Wort weitergibt.

Wo stehe ich im Advent? Bin ich nur von allen Angeboten der Welt mitgerissen, oder doch habe ich auch Zeit für mich, für die anderen? Kann ich im Advent bewusst Halt machen? Nehme ich mir Zeit, um das Wort Gottes zu hören? Wo habe ich meine Wüste, in der Gottes Wort mich erreichen kann? Was gebe ich weiter: meine menschliche Weisheit oder das Wort Gottes, das ich in meiner Wüste vernommen haben?

  1. Umkehr und Taufe

Was sagt uns das Wort Gottes? Es ruft uns zur Umkehr auf und bietet uns die Vergebung an. Das bezeugt uns Johannes der Täufer. So können wir konkret das Heil Gottes erfahren. Umkehren heißt unser Denken ändern, unsere Worte und Taten ändern. Umkehren setzt die Anerkennung unserer Schuld und Sünde, unserer falschen Wege voraus. Wie können wir sonst um-kehren? Um neu anzufangen, wird uns die Vergebung der Sünden angeboten. Johannes hat sie damals mit dem Wasser der Taufe gespendet, heute wird sie uns im Sakrament der Versöhnung geschenkt. Das ist Advent: die Ankunft des Herrn bei mir!

Lass ich mein Leben vom Wort Gottes in Frage stellen? Bin ich bereit, umzudenken, wie Jesus zu denken? Kann ich zu mir selbst stehen, auch zu meinen Fehlern und Sünden? Will ich im Advent etwas Neues wagen? Was konkret? Lass ich mich von Gott rein waschen in den Wassern seiner Barmherzigkeit? Lass ich den Herrn durch die Beichte bei mir ankommen?

  1. Den Weg bereiten…

Wenn jemand bei uns zu Gast kommt, dann räumen wir auf und bereiten uns darauf vor. Johannes der Täufer kündigt sogar eine Baustelle an. Er fordert die Menschen zur Arbeit auf. Sie sollen bereit sein für die Ankunft Jesu, für Weihnachten. Jede Schlucht unseres Versagens soll aufgefüllt werden mit Liebe und Güte, jeder Berg und Hügel unseres Hochmuts soll sich durch Demut senken. Was wir im Plane Gottes krumm und uneben gemacht haben, soll wieder durch die Befolgung seiner Gebote gerade und eben werden. Eine grosse Arbeit ist angesagt! Also ans Werk! Weihnachten naht!

Denke ich im Advent an Jesus und seine Ankunft bei mir? Wie bereite ich mich auf sein Kommen vor? Will ich mein Versagen wieder gut machen? Gebe ich Gott den ersten Platz in meinem Leben? Was ist in meinem Leben krumm und uneben geworden? Tue ich etwas, um dies wieder ins rechte Lot zu bringen? Bin ich bereit, an mir selbst zu arbeiten? Was schenke ich Jesus zu Weihnachten?

Lobpreis:

Reinige mein Herz,
mach mich rein wie Gold
in deinem Feuer
Reinige mein Herz,
mach mich rein wie Gold, pures Gold

Feuer des Herrn,
danach verlangt mein Herz
mach mich rein,
(und) heilig
Dir allein will ich dienen, mein Meister
und deinen Willen tun

Reinige mein Herz,
nimm, was mich trennt von dir
und mach mich heilig
Reinige mein Herz,
nimm, was mich trennt von dir, tief in mir

Vorsatz:

Ich plane mir vor Weihnachten die Zeit für das Sakrament der Versöhnung ein.

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"Die Erscheinung unserer Mutter auf dem Berg von La Salette ist keine neue Lehre, sondern eine neue Gnade. Sie ist die Offenbarung der Liebe und des Mitleids, die es für uns im Himmel gibt." So drückte sich 1854 Mgr. Ullathorne, Bischof von Birmingham in England, aus. Er stellte damit die untergeordnete Rolle jeder Erscheinung und ihre Bedeutung in der Geschichte unseres Heils fest.

LA SALETTE IST KEINE NEUE LEHRE.
ES IST EIN NEUER SCHWUNG, HIN ZU DEN GRUNDLAGEN DES GLAUBENS, EINE BEGEGNUNG, DIE NICHT VERPASST WERDEN DARF, EINE GNADE, AUF DIE DRINGEND EINGEGANGEN WERDEN


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