{"id":849,"date":"2015-04-10T22:39:49","date_gmt":"2015-04-10T20:39:49","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=849"},"modified":"2015-04-11T12:46:11","modified_gmt":"2015-04-11T10:46:11","slug":"betrachtung-zum-2-ostersonntag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=849","title":{"rendered":"Betrachtung zum 2. Ostersonntag"},"content":{"rendered":"<p><em>Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.<\/em><\/p>\n<p><em><sup>\u00a0<\/sup><\/em><\/p>\n<p><em>Am Abend des ersten Tages der Woche, als die J\u00fcnger aus Furcht vor den Juden die T\u00fcren verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine H\u00e4nde und seine Seite. Da freuten sich die J\u00fcnger, dass sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die S\u00fcnden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert. Thomas, genannt<\/em><em> Didymus<\/em><em> &#8211; Zwilling -, einer der Zw\u00f6lf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen J\u00fcnger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der N\u00e4gel an seinen H\u00e4nden sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der N\u00e4gel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine J\u00fcnger wieder versammelt, und Thomas war dabei. Die T\u00fcren waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus &#8211; hier sind meine H\u00e4nde! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungl\u00e4ubig, sondern gl\u00e4ubig! Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Noch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat Jesus vor den Augen seiner J\u00fcnger getan. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen. <\/em>(Joh 20, 19-31)<\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Gebet:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Herr Jesus Christus, ich danke dir f\u00fcr die Gemeinschaft der Kirche. Ich darf zusammen mit den anderen zu dir kommen und dir begegnen. Du kommst dann in unsere Mitte\u2026 Du bist immer da f\u00fcr uns mit dem Geschenk deines Friedens\u2026 Herr, schenke mir deinen Geist, dass ich dich in unserer Mitte erkenne und mich deiner erfreuen kann\u2026 St\u00e4rke meinen Glauben, dass ich dich sehen und ber\u00fchren kann\u2026, dass ich dich als meinen Herrn und meinen Gott ohne Angst bekennen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Freue dich, dass Jesus heute zu dir kommt und mit dir sprechen will\u2026 Lausche aufmerksam seinem Wort&#8230; Lass dich von ihm ansprechen\u2026 Verweile bei den Worten oder S\u00e4tzen, die dich ber\u00fchren\u2026 Nimm dir Zeit daf\u00fcr. Sei still\u2026 Freue dich \u00fcber den Herrn!<\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Gedanken zur Betrachtung:<\/em><\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Die Erfahrung des Auferstandenen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wir brauchen sie. Ohne diese Erfahrung k\u00f6nnen wir nicht Christen sein. Ohne diese Begegnung mit dem Auferstandenen k\u00f6nnen wir ihn auch nicht bezeugen. Ja, sie ist f\u00fcr alle Christen lebensnotwendig! Wir stellen fest, dass es der Auferstandene selbst ist, der uns diese Begegnung immer wieder erm\u00f6glicht. Jesus kommt n\u00e4mlich zu seinen J\u00fcngern, die in seinem Namen versammelt sind. Dies geschieht besonders an jedem Sonntag (<em>am Abend des ersten Tages der Woche<\/em>, <em>acht Tage darauf<\/em>\u2026), an dem wir seines Todes und seiner Auferstehung in der eucharistischen Versammlung gedenken. Der auferstandene Jesus begegnet uns immer wieder neu und schenkt uns seinen Frieden. Alles, was in uns traurig, angstvoll, verschlossen und tot ist, weckt er zum Leben auf, wandelt er in Freude. Wir d\u00fcrfen singen: <em>Halleluja: Lobet den Herrn!<\/em><\/p>\n<p>Bin ich daf\u00fcr dankbar, dass der Auferstandene mir begegnen will, dass er mir neues Leben schenken will? Erm\u00f6gliche ich ihm das, indem ich an der sonnt\u00e4glichen Eucharistie teilnehme? Bin ich bereit, die Gabe seines Friedens f\u00fcr mich zu empfangen und ihn zu den anderen zu tragen? Freue ich mich \u00fcber die Gegenwart des auferstandenen Jesus in unserer Mitte? Lasse ich mich von ihm wirklich verwandeln?<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Empfangt den Heiligen Geist zur Vergebung der S\u00fcnden!<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wir Christen haben eine Sendung, eine Mission. Wir leben nicht f\u00fcr uns selbst! Wir sind die Beauftragten Christi, wie auch er selbst der Abgesandte seines Vaters war. Wir treten nicht in unserem eigenen Namen auf, sondern im Namen Christi, des Auferstandenen. Als solche d\u00fcrfen wir nicht uns selbst verk\u00fcnden, unsere Weisheit, unsere selbst gut gemeinten Gedanken\u2026 Immer wieder m\u00fcssen wir auf unseren Herrn Jesus h\u00f6ren und seinen Auftrag erstnehmen und ihn erf\u00fcllen. Was ist aber sein Auftrag f\u00fcr uns?<\/p>\n<p><em>Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die S\u00fcnden vergebt, dem sind sie vergeben. <\/em>Wir sollen zu einer neuen Sch\u00f6pfung werden in der Kraft des Heiligen Geistes. Wir sollen uns f\u00fcr die Vergebung der S\u00fcnden \u00f6ffnen, die wir eigentlich jeden Tag neu brauchen. Wir sollen voll Vertrauen das Sakrament der Vers\u00f6hnung empfangen, durch das wir immer mehr zu Zeugen seiner Auferstehung werden. Das ist das erste Geschenk des Auferstandenen an seine J\u00fcnger: der Friede, die Kraft des Heiligen Geistes und die Vollmacht zur Vergebung der S\u00fcnden.<\/p>\n<p>Ist mir meine Sendung bewusst? Kann ich im Namen Jesu denken, reden, handeln? K\u00f6nnen die anderen durch mein Zeugnis zu Jesus finden? Bin ich offen f\u00fcr das Geschenk des Heiligen Geistes? Bitte ich darum? Lass ich mir meine S\u00fcnden in der Beichte vergeben? Wann war dies letztes Mal? Kann ich dann auch den anderen vergeben?<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><em>Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p>Wir haben mit beiden Probleme: mit der Auferstehung und mit der Vergebung\u2026 Thomas zeigt uns auf, wo unser Problem liegt. Es ist schlicht und einfach unser Unglaube. Er konnte dem Zeugnis seiner Mitstreiter im Apostelamt nicht glauben. Er wollte sehen und ber\u00fchren. Und zwar nicht irgendjemanden, aber den gekreuzigten Herrn selbst! Wunderbar ist dieser Jesus, der selbst auf Thomas zukommt und auf sein Verlangen eine ganz konkrete Antwort gibt: er l\u00e4sst ihn seine Wundmale ber\u00fchren. Wunderbar ist auch der Glaube von Thomas, der den Menschen ber\u00fchrt und in ihm seinen Herrn und seinen Gott bekennt. <em>Selig sind aber, die nicht sehen und doch glauben. <\/em>Damit sind wir alle heute gemeint. Gest\u00fctzt auf das Zeugnis der anderen wollen wir inmitten unserer Zweifel bekennen, dass <em>Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und durch diesen Glauben das Leben haben<\/em>. Mehr noch, wir wollen die Sendung Jesu erstnehmen und uns aussenden lassen: heute noch!<\/p>\n<p>Bin ich vor Gott ehrlich, besonders dann, wenn ich meine Zweifel habe? Kann ich sie vor ihm und vor den anderen aussprechen? Lasse ich mich von Jesus belehren? Kann ich ihn beim Empfang der Kommunion als meinen Herrn und meinen Gott bekennen? Glaube ich ihm trotz allem, was in meinem Leben geschieht? Kann ich den auferstandenen Jesus im Alltag bezeugen, selbst wenn es mich \u00dcberwindung kostet?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Lobpreis: Ps 40,2-12<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn. Da neigte er sich mir zu und h\u00f6rte mein Schreien.<\/em><\/p>\n<p><em>Er zog mich herauf aus der Grube des Grauens, aus Schlamm und Morast. <\/em><\/p>\n<p><em>Er stellte meine F\u00fc\u00dfe auf den Fels, machte fest meine Schritte. <\/em><\/p>\n<p><em>Er legte mir ein neues Lied in den Mund, einen Lobgesang auf ihn, unsern Gott. <\/em><\/p>\n<p><em>Viele werden es sehen, sich in Ehrfurcht neigen und auf den Herrn vertrauen. <\/em><\/p>\n<p><em>Wohl dem Mann, der auf den Herrn sein Vertrauen setzt,<\/em><\/p>\n<p><em>sich nicht zu den Stolzen h\u00e4lt noch zu treulosen L\u00fcgnern. <\/em><\/p>\n<p><em>Zahlreich sind die Wunder, die du getan hast, und deine Pl\u00e4ne mit uns; <\/em><\/p>\n<p><em>Herr, mein Gott, nichts kommt dir gleich. <\/em><\/p>\n<p><em>Wollte ich von ihnen k\u00fcnden und reden, es w\u00e4ren mehr, als man z\u00e4hlen kann. <\/em><\/p>\n<p><em>An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen, Brand- und S\u00fcndopfer forderst du nicht. <\/em><\/p>\n<p><em>Doch das Geh\u00f6r hast du mir eingepflanzt; darum sage ich: Ja, ich komme.<\/em><\/p>\n<p><em>In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude, deine Weisung trag ich im Herzen. <\/em><\/p>\n<p><em>Gerechtigkeit verk\u00fcnde ich in gro\u00dfer Gemeinde, meine Lippen verschlie\u00dfe ich nicht; Herr, du wei\u00dft es. <\/em><\/p>\n<p><em>Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht im Herzen, ich spreche von deiner Treue und Hilfe, <\/em><\/p>\n<p><em>ich schweige nicht \u00fcber deine Huld und Wahrheit vor der gro\u00dfen Gemeinde.<\/em><\/p>\n<p><em>Du, Herr, verschlie\u00df mir nicht dein Erbarmen, deine Huld und Wahrheit m\u00f6gen mich immer beh\u00fcten!<\/em><\/p>\n<p><em><br \/>\n<strong>Vorsatz:<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Ich versuche, jeden Sonntag dem Auferstandenen in der Eucharistiefeier zu begegnen. Ich lege auf den Altar mein ganzes Leben hin und lasse mich von Christus durch und durch verwandeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. \u00a0 Am Abend des ersten Tages der Woche, als die J\u00fcnger aus Furcht vor den Juden die T\u00fcren verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine H\u00e4nde und seine Seite. 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