{"id":6654,"date":"2026-03-06T14:46:48","date_gmt":"2026-03-06T13:46:48","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6654"},"modified":"2026-03-06T14:53:25","modified_gmt":"2026-03-06T13:53:25","slug":"betrachtung-zum-3-fastensonntag-im-jahreskreis-a","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6654","title":{"rendered":"Betrachtung zum 3. Fastensonntag im Jahreskreis A"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Gebe ich Jesus zu trinken?<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><i>In jener Zeit kam Jesus zu einer Stadt in Sam\u00e1rien, die Sychar hie\u00df und nahe bei dem Grundst\u00fcck lag, das Jakob seinem Sohn Josef vermacht hatte. Dort befand sich der Jakobsbrunnen. Jesus war m\u00fcde von der Reise und setzte sich daher an den Brunnen; es war um die sechste Stunde. Da kam eine Frau aus Sam\u00e1rien, um Wasser zu sch\u00f6pfen. Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken! Seine J\u00fcnger waren n\u00e4mlich in die Stadt gegangen, um etwas zum Essen zu kaufen. Die Samar\u00edterin sagte zu ihm: Wie kannst du als Jude mich, eine Samar\u00edterin, um etwas zu trinken bitten? Die Juden verkehren n\u00e4mlich nicht mit den Samar\u00edtern. Jesus antwortete ihr: Wenn du w\u00fcsstest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann h\u00e4ttest du ihn gebeten und er h\u00e4tte dir lebendiges Wasser gegeben. Sie sagte zu ihm: Herr, du hast kein Sch\u00f6pfgef\u00e4\u00df und der Brunnen ist tief; woher hast du also das lebendige Wasser? Bist du etwa gr\u00f6\u00dfer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, wie seine S\u00f6hne und seine Herden? Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben flie\u00dft. Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und nicht mehr hierherkommen muss, um Wasser zu sch\u00f6pfen! Er sagte zu ihr: Geh, ruf deinen Mann und komm wieder her! Die Frau antwortete: Ich habe keinen Mann. Jesus sagte zu ihr: Du hast richtig gesagt: Ich habe keinen Mann. Denn f\u00fcnf M\u00e4nner hast du gehabt und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Damit hast du die Wahrheit gesagt. Die Frau sagte zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. Unsere V\u00e4ter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die St\u00e4tte, wo man anbeten muss. Jesus sprach zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden. Aber die Stunde kommt und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden. Gott ist Geist und alle, die ihn anbeten, m\u00fcssen im Geist und in der Wahrheit anbeten. Die Frau sagte zu ihm: Ich wei\u00df, dass der Messias kommt, der Christus hei\u00dft. Wenn er kommt, wird er uns alles verk\u00fcnden. Da sagte Jesus zu ihr: Ich bin es, der mit dir spricht. Inzwischen waren seine J\u00fcnger zur\u00fcckgekommen. Sie wunderten sich, dass er mit einer Frau sprach, doch keiner sagte: Was suchst du? oder: Was redest du mit ihr? Die Frau lie\u00df ihren Wasserkrug stehen, kehrte zur\u00fcck in die Stadt und sagte zu den Leuten: Kommt her, seht, da ist ein Mensch, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe: Ist er vielleicht der Christus? Da gingen sie aus der Stadt heraus und kamen zu ihm. W\u00e4hrenddessen baten ihn seine J\u00fcnger: Rabbi, iss! Er aber sagte zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, die ihr nicht kennt. Da sagten die J\u00fcnger zueinander: Hat ihm jemand etwas zu essen gebracht? Jesus sprach zu ihnen: Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat, und sein Werk zu vollenden. Sagt ihr nicht: Noch vier Monate dauert es bis zur Ernte? Sieh, ich sage euch: Erhebt eure Augen und seht, dass die Felder schon wei\u00df sind zur Ernte! Schon empf\u00e4ngt der Schnitter seinen Lohn und sammelt Frucht f\u00fcr das ewige Leben, sodass sich der S\u00e4mann und der Schnitter gemeinsam freuen. Denn hier hat das Sprichwort recht: Einer s\u00e4t und ein anderer erntet. Ich habe euch gesandt zu ernten, wof\u00fcr ihr euch nicht abgem\u00fcht habt; andere haben sich abgem\u00fcht und euch ist ihre M\u00fche zugutegekommen. Aus jener Stadt kamen viele Samar\u00edter zum Glauben an Jesus auf das Wort der Frau hin, die bezeugt hatte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. Als die Samar\u00edter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb dort zwei Tage. Und noch viel mehr Leute kamen zum Glauben an ihn aufgrund seiner eigenen Worte. Und zu der Frau sagten sie: Nicht mehr aufgrund deiner Rede glauben wir, denn wir haben selbst geh\u00f6rt und wissen: Er ist wirklich der Retter der Welt <\/i>(Joh 4,4-42).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr Jesus Christus, du bist \u00fcberall dort, wo wir uns vor den Mitmenschen verstecken wollen. Du verlangst danach uns zu uns selbst zu f\u00fchren und uns befreien zu d\u00fcrfen. Dich d\u00fcrstet nach unserem Heil. Sei gepriesen in deiner unendlichen Liebe und Sorge, die wir in jedem Augenblick unseres Lebens erfahren d\u00fcrfen. Sei gepriesen f\u00fcr deine z\u00e4rtliche N\u00e4he und Geduld. Schenke uns deinen Heiligen Geist, dass wir dich in unserem Alltag nicht verpassen und dir viel Zeit schenken. Auch wir d\u00fcrsten nach dir, nach deinem Heiligen Geist, der alles neu schafft und lebendig macht. Komm auf uns herab, Heiliger Geist. Giesse dein lebendiges Wasser \u00fcber uns aus, damit wir zu sprudelnden Quellen\u00a0werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr Jesus Christus, dir will ich begegnen. Dich will ich h\u00f6ren. Nimm alle Angst aus meinem Herzen weg und lass mich dir im Geist und in der Wahrheit begegnen. Du bist die Quelle des lebendigen Wassers. Gib mir zu trinken. Heile mich an Leib und Seele. Ich will ganz dein sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gedanken zur Betrachtung<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><em><u>Gib mir zu trinken!<\/u><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Frau aus Sam\u00e1rien geht um die Mittagszeit zum Brunnen, um Wasser zu sch\u00f6pfen. Warum? Sie sch\u00e4mt sich ihres Lebens. Sie will niemandem begegnen. Sie will keine schwierigen Fragen h\u00f6ren, sie will sich nicht rechtfertigen m\u00fcssen, sie will sich die sp\u00f6ttischen Bemerkungen der anderen Frauen ersparen. Sie wird aber von Jesus \u00fcberrascht. Er wartet auf sie. Er kommt als Bettler auf sie zu und bittet sie um einen Schluck Wasser.\u00a0\u00a0Er begegnet ihr ohne Vorurteile. Sie ist f\u00fcr ihn kein Feind. Er schenkt ihr ihre W\u00fcrde zur\u00fcck. Sie darf etwas f\u00fcr ihn tun. Jesus hilft ihr, ihren wahren Durst nach der Liebe wahrzunehmen. Er weckt in ihr das Verlangen nach dem lebendigen Wasser, nach dem Heiligen Geist, nach Gott, der die Menschen rettet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie sieht mein Leben aus? Was will ich vor den Menschen verstecken? Habe ich Angst vor den Mitmenschen? Warum? Welcher Dinge sch\u00e4me ich mich in meinem Leben? Kann ich den Mitmenschen ohne Vorurteile begegnen? Gehe ich auf die Menschen zu, die in leiblicher und seelischer Not sind? Wonach sehne ich mich in der Tiefe meines Herzens? Lasse ich mich von Jesus ansprechen? Was w\u00fcrde ich heute f\u00fcr ihn tun? Lasse ich mich mit seiner Liebe beschenken?<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><em><u>Herr, gib mir dieses Wasser!<\/u><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Samariterin will ihr Wasser-Problem l\u00f6sen. Sie will aber weiterhin mit ihrem Leben versteckt bleiben. Mit einem lebendigen Wasser h\u00e4tte sie keinen Durst mehr und m\u00fcsste sie sich nicht mehr den Leuten zeigen. Das w\u00e4re aber keine L\u00f6sung f\u00fcr ihre Probleme, f\u00fcr ihren Durst nach echter\u00a0Liebe. Schlussendlich hatte sie schon f\u00fcnf Mal (f\u00fcnf M\u00e4nner) diese Liebe ausprobiert. Auch die sechste Probe scheint verfehlt zu sein (Konkubinat). Jesus will sie aber befreien und ihren Durst nach Liebe mit seinem Geist stillen. Er fordert sie auf, ihren Mann zu rufen und zur\u00fcckzukehren. Die Frau gibt\u00a0die Wahrheit ihres Lebens zu und Jesus best\u00e4tigt sie. Nun kann das lebendige Wasser des Geistes in ihr Leben hineinfliessen und sie reinigen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sehne\u00a0ich mich nach echter Liebe? Wo suche ich sie? Mit welchen Problemen habe ich gerade in meinem Leben zu tun? Wie versuche ich, sie zu l\u00f6sen? Kann ich sie Jesus anvertrauen? Glaube ich daran, dass er immer die beste L\u00f6sung f\u00fcr sie hat? Lasse ich mir die Wahrheit sagen? Kann ich sie annehmen? Habe ich schon erfahren, dass nur die Wahrheit mich befreien kann? Wann?<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><em><u>Gebe ich Jesus zu trinken?<\/u><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Samariterin erkennt Jesus als einen Propheten. Sie versucht aber noch, sich hinter ihren religi\u00f6sen Erwartungen und \u00dcberzeugungen zu verstecken. Als sie aber erfuhr, dass er der verhei\u00dfene Messias, Christus, vor ihr stand, lie\u00df sie ihren Wasserkrug (ihre Vergangenheit) stehen und eilte nach Hause. Mehr noch, sie hat allen verk\u00fcndet, was sie selbst erfahren hat. Sie hat auch die Leute aufgefordert, selber zu Jesus zu gehen, um sich von ihm \u00fcberzeugen zu lassen. Jene, die es gewagt haben, fanden zum Glauben an Jesus. So gaben sie ihm zu trinken: Sie stillten seinen Durst nach dem Heil der Menschen, indem sie sich daf\u00fcr ge\u00f6ffnet haben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer ist Jesus f\u00fcr mich? Ist er f\u00fcr mich Christus, der Sohn Gottes, mein Retter? Kann ich Jesus einfach vertrauen, mich auf ihn\u00a0verlassen? F\u00fchle ich mich von ihm verstanden und angenommen, wie ich bin? Kann ich mich f\u00fcr Jesus von meiner Vergangenheit trennen? Wovon hat mich Jesus schon befreit? Kann ich davon Zeugnis geben? Will ich, dass alle Menschen geheilt werden? Wen\u00a0bringe\u00a0ich dazu?\u00a0Lege ich Zeugnis vor\u00a0Jesus\u00a0ab? Wen habe ich in der letzten Zeit zu Jesus gebracht? Hat mir das Freude gemacht?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lobpreis<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>O Herr, gie\u00dfe Str\u00f6me des lebendigen Wassers aus,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0o Herr, \u00fcber uns.<br \/>\nO Herr, gie\u00dfe neu die Kraft des heiligen Geistes aus,\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>o Herr, \u00fcber uns.<br \/>\nSieh&#8217; unser d\u00fcrres Land, h\u00f6r&#8217; unser Schrei&#8217;n.\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Nur Deine starke Hand kann uns befrei&#8217;n.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Lass Wasser flie\u00dfen, Herr, von Deinem Thron,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>gie\u00df aus in unser Land den Lebensstrom.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>O Herr, gie\u00dfe Str\u00f6me des lebendigen Wassers aus,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0o Herr, \u00fcber uns.<br \/>\nO Herr, gie\u00dfe neu die Kraft des heiligen Geistes aus,\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>o Herr, \u00fcber uns.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Vorsatz<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich nehme mir Zeit, um Jesus alle meine Probleme anzuvertrauen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gebe ich Jesus zu trinken? 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