{"id":6499,"date":"2025-10-24T10:37:58","date_gmt":"2025-10-24T08:37:58","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6499"},"modified":"2025-10-24T10:37:58","modified_gmt":"2025-10-24T08:37:58","slug":"betrachtung-zum-30-sonntag-im-jahreskreis-c-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6499","title":{"rendered":"Betrachtung zum 30. Sonntag im Jahreskreis C"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Ein rechtes Gebet\u2026<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><i>In jener Zeit erz\u00e4hlte Jesus einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit \u00fcberzeugt waren und die anderen verachteten, dieses Gleichnis: Zwei M\u00e4nner gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharis\u00e4er, der andere ein Z\u00f6llner. Der Pharis\u00e4er stellte sich hin und sprach bei sich dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die R\u00e4uber, Betr\u00fcger, Ehebrecher oder auch wie dieser Z\u00f6llner dort. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den zehnten Teil meines ganzen Einkommens. Der Z\u00f6llner aber blieb ganz hinten stehen und wollte nicht einmal seine Augen zum Himmel erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir S\u00fcnder gn\u00e4dig! Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt nach Hause zur\u00fcck, der andere nicht. Denn wer sich selbst erh\u00f6ht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erh\u00f6ht werden<\/i> (Lk 18,9-14).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr Jesus Christus, du liebst uns. Darum sagst du uns die Wahrheit. Nur die Wahrheit kann uns freimachen. Wenn wir sie erkennen, wissen wir, was wir in unserem pers\u00f6nlichen Leben zu \u00e4ndern haben. Sprich, Herr, zu unseren Herzen! Mach uns offen f\u00fcr dein befreiendes Wort! Dein Wort treffe uns ins Herz du bewirke unsere Umkehr. Herr, sende uns deinen Geist der Wahrheit. Er f\u00fchre uns in die Wahrheit ein und ermutige uns, Neues zu wagen. Heiliger Geist, durchgl\u00fche uns ganz und erf\u00fclle uns ganz mit deiner Liebe.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus, du bist mein Freund. Ich bin wichtig f\u00fcr dich. Du weist mich zurecht, du warnst mich von allem, was mich von dir trennen kann. Du bist ja die Wahrheit. Ich will deinem Wort zuh\u00f6ren und ihm nicht ausweichen. Ermutige mich dazu! In ziehe mich in den Tempel meines Herzens zur\u00fcck, um allein mit dir zu sein. Ich werde ruhig und still\u2026 Nun bin ich ganz dein\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gedanken zur Betrachtung<\/strong><\/p>\n<p>1.<em> Im Haus des Vaters\u2026\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Pharis\u00e4er und der Z\u00f6llner gehen hinaus nach Jerusalem, in den Tempel Gottes. Beide beten zu dem lebendigen Gott Israels. Die Bundeslade, das Allerheiligste, weist auf die Gegenwart Gottes hin. Beide beten im Haus Gottes, im Haus des Vaters Israels. Ja, hier sind sie zu Hause, geborgen und sicher. F\u00fcr beide steht dies au\u00dfer Frage: sie brauchen das Gebet, sie wollen im Kontakt mit Gott bleiben. Sie gehen darum dorthin, wo er, wie sie glauben, greifbar zu finden ist. Sie geben ihm den gleichen Namen: Gott (Jahwe: Ich bin der, Ich bin da!).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wo bete ich gern? Habe ich meinem Lieblingsplatz f\u00fcr das Gebet? Bete ich gerne in der Kirche? Glaube ich, dass Jesus im Allerheiligesten Sakrament gegenw\u00e4rtig ist, dass er dort auf mich wartet? Ist die Kirche ein Haus Gottes f\u00fcr mich, ist sie mein Zuhause, meine Heimat? Ist auch mein Herz ein Tempel Gottes? Bete ich gern zu Gott? Ist das Gebet ein Bed\u00fcrfnis meines Herzens? Welchen Namen gebe ich meinem Gott? Ist er auch f\u00fcr mich Vater?<\/p>\n<p>2.<em> Wann bete ich richtig?\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die beiden beten zu demselben Gott. Wie verschieden sind aber ihre Gebete! Der Pharis\u00e4er wendet sich zwar an Gott, aber in Wirklichkeit betet er sich selbst an. Er stellt sich vor Gott hin, als ob er selber ein zweites \u201eAllerheiligste\u201c w\u00e4re. Sein Gebet kreist um sein eigenes ICH. Er meint, gerecht vor Gott zu leben und sein Wohlwollen verdient zu haben. Er hat ja in seinem geistlichen Leben einiges geleistet. Anders verh\u00e4lt sich der Z\u00f6llner! Er bleibt bescheiden ganz hinten. Er kennt sich selbst. Darum wagt er nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben. Er kennt auch seine S\u00fcndhaftigkeit. Er schl\u00e4gt sich an die Brust und wendet sich an Gott mit seiner ganzen Not:\u00a0<em>Gott, sei mir S\u00fcnder gn\u00e4dig<\/em>. Und er wird erh\u00f6rt!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie sieht mein Gebet aus? Ist es ein ehrliches Gespr\u00e4ch mit dem Vater? Besch\u00e4ftige ich mich dabei mit Gott oder nur mit mir selber? Bin ich im Gebet dankbar gegen\u00fcber Gott? Wann bete ich mich selbst an? Ist mein Gebet dem\u00fctig? Kann ich mein Leben vor Gott sprechen lassen? Vertraue ich auf die Barmherzigkeit des Vaters? Was dr\u00fcckt meine Gebetshaltung aus? Stehe ich im Gebet zu mir selbst? Bitte ich Gott um sein Erbarmen f\u00fcr mich und die anderen?<\/p>\n<p>3.<em> Selbstgerechtigkeit und Verachtung\u2026<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Mensch, der meint, selbst gerecht zu sein, liegt falsch. Gott ist es, der uns gerecht macht. Die Selbstgerechtigkeit ist die Frucht des menschlichen Hochmuts, der uns fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zu Fall bringt. Der selbstgerechte Pharis\u00e4er begann, die Menschen zu verachten, sich als etwas Besseres darzustellen. Er liebte weder Gott noch die Menschen. Er liebte nur sich selbst. Jesus warnt uns vor solchem Verhalten! Er l\u00e4dt uns dazu ein, \u00fcber unsere Beziehung zu Gott und zu den Mitmenschen kritisch nachzudenken und sie zu korrigieren, solange wir noch Zeit daf\u00fcr haben. Eine Bilanz unseres Gebetslebens ist nun gefragt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wo kommt der Hochmut in meinem Leben zum Vorschein? Nehme ich ihn ernst? Wo stelle ich mich selbst besser dar, als ich bin? Warum? Bin ich selbstgerecht vor Gott und vor den Anderen? Bin ich echt in meinen Worten und Taten? Wann schaue ich auf die Menschen von oben herab? Warum? Bete ich f\u00fcr die anderen, die schwach sind und s\u00fcndigen? Kann ich ihnen mit Liebe und Barmherzigkeit begegnen? Wie f\u00e4llt die Bilanz meines Gebetslebens aus?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lobpreis\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Ein K\u00f6nig voller Pracht,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>voll Weisheit und voll Macht.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Die Sch\u00f6pfung betet an, die Sch\u00f6pfung betet an.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Er kleidet sich in Licht. Das Dunkel h\u00e4lt ihn nicht<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>und flieht, sobald er spricht, und flieht, sobald er spricht.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>So gro\u00df ist der Herr, sing mit mir.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>So gro\u00df ist der Herr.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Ihn preisen wir.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>So gro\u00df, so gro\u00df ist der Herr.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Von Anbeginn der Zeit bis in die Ewigkeit<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>bleibt er derselbe Gott, bleibt er derselbe Gott.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>als Vater, Sohn und Geist, den alle Sch\u00f6pfung preist,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>als L\u00f6we und als Lamm, als L\u00f6we und als Lamm<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>So gro\u00df ist der Herr, sing mit mir.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>So gro\u00df ist der Herr.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Ihn preisen wir.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>So gro\u00df, so gro\u00df ist der Herr.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Sein Name sei erh\u00f6ht, denn er verdient das Lob.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Wir singen laut: So gro\u00df ist der Herr.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Vorsatz<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jeden Abend danke ich Gott f\u00fcr sein Erbarmen mit mir und den anderen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein rechtes Gebet\u2026 In jener Zeit erz\u00e4hlte Jesus einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit \u00fcberzeugt waren und die anderen verachteten, dieses Gleichnis: Zwei M\u00e4nner gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharis\u00e4er, der andere ein Z\u00f6llner. 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