{"id":6476,"date":"2025-09-26T21:29:32","date_gmt":"2025-09-26T19:29:32","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6476"},"modified":"2025-09-28T06:31:10","modified_gmt":"2025-09-28T04:31:10","slug":"betrachtung-zum-26-sonntag-im-jahreskreis-c-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6476","title":{"rendered":"Betrachtung zum 26. Sonntag im Jahreskreis C"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Unterlassung des Guten<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><i>In jener Zeit sprach Jesus zu den Pharis\u00e4ern: Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag f\u00fcr Tag glanzvolle Feste feierte. Vor der T\u00fcr des Reichen aber lag ein armer Mann namens L\u00e1zarus, dessen Leib voller Geschw\u00fcre war. Er h\u00e4tte gern seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen herunterfiel. Stattdessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschw\u00fcren. Es geschah aber: Der Arme starb und wurde von den Engeln in Abrahams Scho\u00df getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben. In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von Weitem Abraham und L\u00e1zarus in seinem Scho\u00df. Da rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir und schick L\u00e1zarus; er soll die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und mir die Zunge k\u00fchlen, denn ich leide gro\u00dfe Qual in diesem Feuer. Abraham erwiderte: Mein Kind, erinnere dich daran, dass du schon zu Lebzeiten deine Wohltaten erhalten hast, L\u00e1zarus dagegen nur Schlechtes. Jetzt wird er hier getr\u00f6stet, du aber leidest gro\u00dfe Qual. Au\u00dferdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, un\u00fcberwindlicher Abgrund, sodass niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte. Da sagte der Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus meines Vaters! Denn ich habe noch f\u00fcnf Br\u00fcder. Er soll sie warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen. Abraham aber sagte: Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie h\u00f6ren. Er erwiderte: Nein, Vater Abraham, aber wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie umkehren. Darauf sagte Abraham zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht h\u00f6ren, werden sie sich auch nicht \u00fcberzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht<\/i> (Lk 16,19-31).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr Jesus Christus, du zeigst uns, worauf es im Leben ankommt. Du zeigst uns den Weg zum Vater. Du willst uns alle beim Vater haben und zwar f\u00fcr immer. Schenke uns den Geist der Erkenntnis und der St\u00e4rke, den Geist der Gottesfurcht, damit wir das irdische Leben nicht verspielen. Hilf uns, richtige Entscheidungen im Umgang mit den Mitmenschen zu treffen. Ermutige uns, jede Gelegenheit zum Guten zu ergreifen und dir in unseren N\u00e4chsten mit offenem Herzen und offenen H\u00e4nden zu begegnen. Heiliger Geist, komm auf uns herab und entz\u00fcnde in uns das Feuer deiner Liebe.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus, du bist mein Freund und Meister. Lehre mich den Weg des Lebens. Geh du selbst diesen Weg mit mir. Sprich dein gutes Wort zu mir. Richte mich auf. Ermutige mich den n\u00e4chsten Schritt auf dem Weg des Gutes zu machen. Ich h\u00f6re dir zu. Ich werde ruhig und still\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gedanken zur Betrachtung<\/strong><\/p>\n<p>1. <em>Abrahams Schoss oder Unterwelt<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im heutigen Gleichnis macht uns Jesus darauf aufmerksam, dass wir schon heute \u00fcber unsere ewige Bestimmung entscheiden. Ja, wir entscheiden das mit unseren Gedanken, Worten und Taten. Wir entscheiden schon heute, ob wir nach dem irdischen Leben in den Schoss von Abraham (in den Himmel) getragen werden oder ob wir begraben werden und in der Unterwelt (H\u00f6lle) landen. Das heutige Evangelium macht uns unmissverst\u00e4ndlich, dass es diese beide Wirklichkeiten gibt. Wie gro\u00df ist unsere Verantwortung f\u00fcr dieses irdische Leben! Wir d\u00fcrfen es nicht verspielen, sonst verspielen wir unser ewiges Gl\u00fcck (f\u00fcr immer bei Gott sein).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Glaube ich dem Wort Jesu? Glaube ich an das ewige Leben? Verlange ich danach, f\u00fcr immer bei Gott, dem Vater zu sein? Gehe ich in meinem irdischen Leben \u00abhimmelw\u00e4rts\u00bb? Bete ich zu den Heiligen, dass sie mir helfen, diesen Weg zu gehen? \u00dcbernehme ich in meiner Freiheit die Verantwortung f\u00fcr mein Leben nach dem Tod? Bete ich f\u00fcr meine Verstorbenen?<\/p>\n<p>2. <em>Unterlassung des Guten<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Interessant ist, dass der Reiche aus dem Gleichnis Jesu eigentlich nichts \u00abB\u00f6ses\u00bb getan hat. Er hat aber das Gute unterlassen. Er erkannte Lazarus im Himmel. Darum musste er ihn schon im irdischen Leben kennen. Er hat aber nichts f\u00fcr ihn getan, er hat ihm nicht einmal Reste von seinen \u00fcppigen Speisen zukommen lassen. Er hat seine Wunden nicht verbinden lassen. Er hat sich keine Zeit genommen, mit ihm zu sprechen, seine Geschichte kennen zu lernen, ihn zu einem Mahl einzuladen. So viele Gelegenheiten zum Guten wurden ihm mit Lazarus geschenkt. Er hat sie aber verpasst und sein irdisches Leben verspielt. Damit hat er seine ewige Bestimmung (grosse Qualen im Feuer, weit weg von der Liebe Gottes) gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bin ich den Mitmenschen gegen\u00fcber gleichg\u00fcltig? Wo nehme ich sie weder wahr noch ernst? Wann denke ich nur an mich selbst? Ergreife ich die Gelegenheiten zum Guten, die Gott mir schenkt? Habe ich Freude daran, selbstlos Gutes zu tun? Bitte ich Gott um Vergebung, wenn ich das verpasst habe? Wem kann ich heute etwas Gutes tun?<\/p>\n<p>3.<em> Auf Mose und Propheten h\u00f6ren<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Abraham erinnert den Reichen und damit uns alle an Mose und die Propheten, die uns im Namen Gottes, den Weg zum Himmel gezeigt haben. Dieser Weg sind die Gebote Gottes, die wir zu befolgen haben, um den Weg zum Himmel nicht zu verfehlen. All diese Gebote sind im Gebt der Gottes- und der N\u00e4chstenliebe zusammengefasst. Wir k\u00f6nnen nicht Gott lieben, wenn wir den N\u00e4chsten nicht lieben. Unsere Liebe zu Gott misst sich an der Gr\u00f6\u00dfe unserer Liebe zum N\u00e4chsten. Alles, was wir f\u00fcr einen geringsten Menschen tun, tun wir f\u00fcr Jesus selbst! Das d\u00fcrfen wir nicht vergessen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kenne ich die Gebote Gottes? Befolge ich sie? Mit welchen Geboten habe ich M\u00fche? Warum? Liebe ich Gott von ganzem Herzen? Sehne ich mich nach ihm? Liebe ich meinen N\u00e4chsten, jeden Menschen, dem ich begegne ohne Ausnahme? Sehe ich in ihm Jesus selbst?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lobpreis<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>F\u00fcr den K\u00f6nig, f\u00fcr den Herrn.<br \/>\nF\u00fcr ihn geben wir uns hin.<br \/>\nSeine Ehre unser Ziel,<br \/>\nnichts bedeutet uns jemals so viel<br \/>\nF\u00fcr den K\u00f6nig, f\u00fcr sein Reich.<br \/>\nAlle Menschen sind hier gleich<br \/>\nLamm und L\u00f6we sind vereint<br \/>\nund das Licht der Gerechtigkeit scheint.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Alle Ehre K\u00f6nig Jesus!<br \/>\nUnsere Herzen, sie fliegen dir zu.<br \/>\nWir erheben deinen Namen!<br \/>\nDer allein wahre K\u00f6nig bist du!<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>F\u00fcr den K\u00f6nig, f\u00fcr sein Schwert<br \/>\nwas den Feind das F\u00fcrchten lehrt<br \/>\nunsre Freiheit garantiert<br \/>\nuns zum Schutz unsre Grenze markiert.<br \/>\nF\u00fcr den K\u00f6nig f\u00fcr sein Volk<br \/>\nf\u00fcr die Heerschar, die ihm folgt.<br \/>\nIhm der uns sein Leben gibt<br \/>\nlasst uns dienen so wie uns er uns liebt!<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Alle Ehre K\u00f6nig Jesus!<br \/>\nUnsere Herzen, sie fliegen dir zu.<br \/>\nWir erheben deinen Namen!<br \/>\nDer allein wahre K\u00f6nig bist du!<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Vorsatz<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich tue selbstlos etwas Gutes f\u00fcr eine Person aus meiner Umgebung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unterlassung des Guten In jener Zeit sprach Jesus zu den Pharis\u00e4ern: Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag f\u00fcr Tag glanzvolle Feste feierte. 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