{"id":6455,"date":"2025-08-29T20:57:35","date_gmt":"2025-08-29T18:57:35","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6455"},"modified":"2025-08-30T06:45:56","modified_gmt":"2025-08-30T04:45:56","slug":"betrachtung-zum-22-sonntag-im-jahreskreis-c-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6455","title":{"rendered":"Betrachtung zum 22. Sonntag im Jahreskreis C"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der letzte Platz\u2026<\/strong><br \/>\n<em>Jesus kam an einem Sabbat in das Haus eines f\u00fchrenden Pharis\u00e4ers zum Essen. Da beobachtete man ihn genau. Als er bemerkte, wie sich die G\u00e4ste die Ehrenpl\u00e4tze aussuchten, erz\u00e4hlte er ihnen ein Gleichnis. Er sagte zu ihnen: Wenn du von jemandem zu einer Hochzeit eingeladen bist, nimm nicht den Ehrenplatz ein! Denn es k\u00f6nnte ein anderer von ihm eingeladen sein, der vornehmer ist als du, und dann w\u00fcrde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber w\u00e4rst besch\u00e4mt und m\u00fcsstest den untersten Platz einnehmen. Vielmehr, wenn du eingeladen bist, geh hin und nimm den untersten Platz ein, damit dein Gastgeber zu dir kommt und sagt: Mein Freund, r\u00fcck weiter hinauf! Das wird f\u00fcr dich eine Ehre sein vor allen anderen G\u00e4sten. Denn wer sich selbst erh\u00f6ht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erh\u00f6ht werden. Dann sagte er zu dem Gastgeber: Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, lade nicht deine Freunde oder deine Br\u00fcder, deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein; sonst laden auch sie dich wieder ein und dir ist es vergolten. Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Kr\u00fcppel, Lahme und Blinde ein. Du wirst selig sein, denn sie haben nichts, um es dir zu vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten<\/em> (Lk 14,1.7-14).<br \/>\n<strong>Gebet<\/strong><br \/>\nHerr Jesus Christus. Du l\u00e4sst dich zum Essen einladen. Du willst das Leben mit uns teilen. Du willst mit uns Gemeinschaft haben. Komm nun in unsere Mitte, in unser Haus. Nimm Platz an unserem Tisch. Lasst uns das Brot und das Leben miteinander teilen. Zeige uns, was im Leben wirklich z\u00e4hlt. Belehre uns durch deinen Heiligen Geist. Schenke uns den Geist der Freude und der Gemeinschaft, den Geist der Wahrheit und des Lebens, deinen Heiligen Geist! Komm herab, Heiliger Geist, und schaffe uns neu, belebe uns, lehre und f\u00fchre uns. Lass uns denken, reden und handeln nach dem Vorbild Jesu.<br \/>\n<strong>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre<\/strong><br \/>\nJesus, du kennst das menschliche Leben. Du kennst die Geheimnisse meines Herzens. Du durchschaust mich und dir ist nichts verborgen. Ich bitte dich, zeige mir den richtigen Weg, lehre mich deine Weisheit. Sei mir nahe. Nur bei dir bin ich wirklich geborgen. Ja, rede, Herr, denn dein\/e Diener\/in h\u00f6rt. Ich verweile gerne bei deinen Worten, die mein Herz ber\u00fchren\u2026 Ich nehme mir Zeit daf\u00fcr. Ich werde ruhig und still\u2026<br \/>\n<strong>Gedanken zur Betrachtung<\/strong><br \/>\n1. Der erste Platz<br \/>\nJesus beobachtet die Menschen. Ihr Verhalten verr\u00e4t die Gedanken ihres Herzens. Viele wollen von den anderen gesehen, geachtet, gelobt und respektiert werden. Darum w\u00e4hlen sie gerne die Ehrenpl\u00e4tze, die ersten Pl\u00e4tze am Tisch. Sie suchen nach Anerkennung bei den Menschen. Vielleicht sind sie auch wert, gelobt zu werden. Vielleicht sind sie es aber nicht. Sie lassen sich von der Meinung der anderen in ihrem Selbstwertgef\u00fchl best\u00e4tigen oder auch in ihrem Tun beeinflussen. Das Besetzen des ersten Platzes kann aber ganz gef\u00e4hrlich sein, wenn da jemand kommt, der vornehmer ist als ich selbst. Dann wird mir anstatt Anerkennung der letzte Platz zuteil.<br \/>\nBin ich ehrlich vor den Menschen? Bin ich in meinem Denken und Verhalten frei von der Meinung der Mitmenschen? Wann h\u00f6re ich auf, ich selbst zu sein? Warum? Wie verhalte ich mich dann? Vor wem will ich mich \u201ebesser\u201c zeigen als ich in Wirklichkeit bin? Wann suche ich nach dem ersten Platz? Kann ich auch verlieren und den letzten Platz besetzen? Ist mir die Meinung Gottes wichtig? Bin ich vor ihm ehrlich?<br \/>\n2. Der letzte Platz<br \/>\nJesus gibt uns einen guten Ratschlag, uns in einer menschlichen Gesellschaft auf den untersten Platz zu setzen. Er bietet uns einen Platz neben sich, in seiner Gesellschaft. Er hat sich ja zum Diener aller gemacht und seinen J\u00fcngern die F\u00fc\u00dfe gewaschen. Er hat uns geboten, einander zu dienen. Er hat uns aber verhei\u00dfen, dass er selbst uns im Himmel bedienen werde. Wie sch\u00f6n und wertwollt ist dann der letzte, unterste Platz! Und wie wenig wird er von uns gesch\u00e4tzt!<br \/>\nWo habe ich meine letzten Pl\u00e4tze? Kann ich den anderen Platz machen, Vortritt lassen, Gl\u00fcck g\u00f6nnen, Erfolg w\u00fcnschen? Diene ich den anderen gern? Glaube ich daran, dass ich Jesus am einfachsten auf dem untersten Platz finde? H\u00f6re ich gerne auf die Ratschl\u00e4ge Jesu? Wann wurde ich f\u00fcr den letzten Platz belohnt? Wie habe ich dann reagiert?<br \/>\n3. Ein Platz f\u00fcr die anderen<br \/>\nAlles, was wir tun, hat seine Folgen f\u00fcr die Ewigkeit. Schon heute entscheiden wir, wie sie aussehen sollte. Darum l\u00e4dt uns Jesus ein, selbstlos zu handeln, uns der anderen anzunehmen. Wir sollen uns in unserem Handeln nicht nach dem Prinzip der Vergeltung orientieren: Wie du mir, so ich dir. Im Gegenteil. Jesus fordert uns auf, f\u00fcr jene da zu sein, die sich selbst nicht helfen, die uns nicht vergelten k\u00f6nnen, die sonst niemanden haben, der sich f\u00fcr sie einsetzen kann. Dazu braucht man aber viel Mut. Kann man aber anders Christ sein?<br \/>\nDenke ich an das ewige Leben? Was tue ich, um den ewigen Lohn von Gott zu erhalten? Bin ich selbstlos? Freue ich mich dar\u00fcber, dass ich etwas f\u00fcr die anderen tun kann? Finden die Bed\u00fcrftigen einen rechten Platz in meinem Herzen, in meinem Haus? Wen habe ich letztlich so spontan eingeladen? F\u00fcr wen war ich einfach da? Habe ich den Mut, mich selbst zur\u00fcckzustellen, um Jesus den ersten Platz zu geben?<br \/>\n<strong>Lobpreis<\/strong><br \/>\nNur den Saum deines Gewandes<br \/>\neinen Augenblick ber\u00fchren<br \/>\nund die Kraft die von dir ausgeht<br \/>\ntief in meinem Innern sp\u00fcren<br \/>\nnur ein Blick aus deinen Augen<br \/>\nnur ein Wort aus deinem Mund<br \/>\nund die Heilungsstr\u00f6me flie\u00dfen<br \/>\nmeine Seele wird gesund<\/p>\n<p>Jesus ber\u00fchre mich<br \/>\nhole mich ab<br \/>\n\u00f6ffne die T\u00fcr f\u00fcr mich<br \/>\nnimm mich an deine Hand und f\u00fchre mich<br \/>\nin deiner Gegenwart<br \/>\nJesus ich sp\u00fcre dich<br \/>\nstrecke mich aus nach dir ber\u00fchre dich<br \/>\nund mein Herz brennt von neuem nur f\u00fcr dich<br \/>\nin deiner Gegenwart<\/p>\n<p>Nur ein St\u00fcck vom Brot des Lebens<br \/>\nnur ein Tropfen aus dem Kelch<br \/>\ndann bin ich mit dir verbunden<br \/>\nund mein Hunger wird gestillt<br \/>\nNur ein Schluck vom Strom des Lebens<br \/>\nvon dem Wasser das du gibst<br \/>\nund die Str\u00f6me werden flie\u00dfen<br \/>\naus der Quelle tief in mir<\/p>\n<p>Herr ich bin nicht w\u00fcrdig<br \/>\nbin oft zu weit weg von dir<br \/>\ndoch in deiner N\u00e4he kommst du auch zu mir<\/p>\n<p><strong>Vorsatz<\/strong><br \/>\nIch lade eine bed\u00fcrftige Person zu mir ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der letzte Platz\u2026 Jesus kam an einem Sabbat in das Haus eines f\u00fchrenden Pharis\u00e4ers zum Essen. Da beobachtete man ihn genau. Als er bemerkte, wie sich die G\u00e4ste die Ehrenpl\u00e4tze aussuchten, erz\u00e4hlte er ihnen ein Gleichnis. Er sagte zu ihnen: Wenn du von jemandem zu einer Hochzeit eingeladen bist, nimm nicht den Ehrenplatz ein! 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