{"id":6427,"date":"2025-07-28T21:35:26","date_gmt":"2025-07-28T19:35:26","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6427"},"modified":"2025-07-28T21:35:26","modified_gmt":"2025-07-28T19:35:26","slug":"betrachtung-zum-18-sonntag-im-jahreskreis-c-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6427","title":{"rendered":"Betrachtung zum 18. Sonntag im Jahreskreis C"},"content":{"rendered":"<p class=\"s3\"><strong><span class=\"s2\">Meine Sch\u00e4tze<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"s6\"><span class=\"s4\">In jener Zeit<\/span> <span class=\"s4\">bat einer aus der Volksmenge Jesus:<\/span> <span class=\"s4\">Meister, sag meinem Bruder,<\/span> <span class=\"s4\">er soll das Erbe mit mir teilen!<\/span> <span class=\"s4\">Er erwiderte ihm: Mensch,<\/span> <span class=\"s4\">wer hat mich zum Richter oder Erbteiler bei euch eingesetzt?<\/span> <span class=\"s4\">Dann sagte er zu den Leuten: Gebt Acht,<\/span> <span class=\"s4\">h\u00fctet euch vor jeder Art von Habgier!<\/span> <span class=\"s4\">Denn das Leben eines Menschen besteht nicht darin,<\/span> <span class=\"s4\">dass einer im \u00dcberfluss seines Besitzes lebt.<\/span> <span class=\"s4\">Und er erz\u00e4hlte ihnen folgendes Gleichnis:<\/span> <span class=\"s4\">Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte.<\/span> <span class=\"s4\">Da \u00fcberlegte er bei sich selbst: Was soll ich tun?<\/span> <span class=\"s4\">Ich habe keinen Platz, wo ich meine Ernte unterbringen k\u00f6nnte.<\/span> <span class=\"s4\">Schlie\u00dflich sagte er:<\/span> <span class=\"s4\">So will ich es machen: Ich<\/span> <span class=\"s4\">werde meine Scheunen abrei\u00dfen<\/span> <span class=\"s4\">und gr\u00f6\u00dfere bauen;<\/span> <span class=\"s4\">dort werde ich mein ganzes Getreide<\/span> <span class=\"s4\">und meine Vorr\u00e4te unterbringen.<\/span> <span class=\"s4\">Dann werde ich zu meiner Seele sagen:<\/span> <span class=\"s4\">Seele, nun hast du einen gro\u00dfen Vorrat, <\/span><span class=\"s4\">der f\u00fcr viele Jahre reicht.<\/span> <span class=\"s4\">Ruh dich aus, iss und trink<\/span> <span class=\"s4\">und freue dich!<\/span> <span class=\"s4\">Da sprach Gott zu ihm: Du Narr!<\/span> <span class=\"s4\">Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zur\u00fcckfordern.<\/span> <span class=\"s4\">Wem wird dann das geh\u00f6ren, was du angeh\u00e4uft hast?<\/span> <span class=\"s4\">So geht es einem,<\/span> <span class=\"s4\">der nur f\u00fcr sich selbst Sch\u00e4tze sammelt,<\/span> <span class=\"s4\">aber bei Gott nicht reich ist<\/span> (<span class=\"s5\">Lk 12,13-21).<\/span><span class=\"s4\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"s3\"><strong><span class=\"s7\">Gebet<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"s3\"><span class=\"s5\">Herr Jesus Christus. Wir d\u00fcrfen mit allem zu dir kommen. Du hast immer ein offenes Ohr f\u00fcr uns. Nur du bist unser Meister, der Meister des Lebens. Offenbare uns unser eigenes Herz und sein Verlangen. Lass uns zuerst \u00fcber uns selber urteilen, bevor wir wagen, etwas \u00fcber die anderen zu sagen. Jesus, schenke uns deinen heiligen Geist, damit wir dein Wort verstehen k\u00f6nnen. Heiliger Geist, du Geist der Liebe, du Geist der Wahrheit, entfache uns neu. Verbrenne in uns alles, was uns hindert, bei Jesus zu bleiben und auf ihn zu h\u00f6ren. Komm auf uns herab, Heiliger Geist, und schaffe uns heute neu!<\/span><\/p>\n<p class=\"s3\"><strong><span class=\"s7\">Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"s3\"><span class=\"s5\">Jesus, du allein begreifst meine Sorgen. Deine Sorge ist es, mir die Wahrheit zu sagen und mich gl\u00fccklich zu machen. Lass mich frei werden von jeder \u00fcbertriebenen Sorge. Sprich nun zu mir. Hilf mir, dein Wort anzunehmen und nach ihm zu leben. Ich verweile gerne bei deinen Worten, die mich pers\u00f6nlich ansprechen. Ich nehme mir Zeit daf\u00fcr. Ich werde ruhig und still\u2026<\/span><\/p>\n<p class=\"s3\"><strong><span class=\"s7\">Gedanken zur Betrachtung<\/span><\/strong><\/p>\n<div class=\"s8\">1. <span class=\"s5\">Das Verlangen meines Herzens<\/span><\/div>\n<p class=\"s3\"><span class=\"s5\">Unsere Worte verraten das Verlangen unseres Herzens. Ein Mann bittet Jesus um Hilfe bei der Erbschaftsverteilung. Er wirft seinem Bruder Ungerechtigkeit und Habgier vor. Jener hat ja das ganze Verm\u00f6gen des Vaters in Besitz genommen. Gem\u00e4\u00df dem Gesetz soll er doch ein Drittel vom Ganzen an die anderen m\u00e4nnlichen Erben verteilen. Das Geld machte ihn blind f\u00fcr die anderen. Der Bittende ist aber nicht besser als sein Bruder. Er will auch an das Geld heran. Vielleicht war das auch nicht wenig! Sein Herz verbirgt auch dieses versteckte Verlangen nach mehr und mehr. Darum warnt uns Jesus vor jeder Art von Habgier. Sie kann den Menschen versklaven und zerst\u00f6ren.<\/span><\/p>\n<p class=\"s3\"><span class=\"s5\">Wonach verlangt mein Herz<\/span><span class=\"s5\"> wirklich<\/span><span class=\"s5\">? Sehne ich mich <\/span><span class=\"s5\">nach mehr <\/span><span class=\"s5\">materiellen G\u00fctern als nach geistigen Werten? Lasse ich mich von dieser Sehnsucht bestimmen? Bin ich neidisch und eifers\u00fcchtig? Worauf? Bin ich gerecht bei der Verteilung <\/span><span class=\"s5\">der <\/span><span class=\"s5\">verschiedenen G\u00fcter? Warum handle ich ungerecht?<\/span><\/p>\n<div class=\"s8\">2. <span class=\"s5\">Worin besteht der Sinn meines Lebens?<\/span><\/div>\n<p class=\"s3\"><span class=\"s5\">Jesus antwortet darauf:\u00a0<\/span><span class=\"s4\">Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines gro\u00dfen Verm\u00f6gens im \u00dcberfluss lebt.\u00a0<\/span><span class=\"s5\">Das Materielle ist nicht alles im menschlichen Leben. Der Mensch wurde von Gott zur Freundschaft mit ihm und mit den Anderen berufen. Er soll f\u00e4hig sein, die Liebe <\/span><span class=\"s5\">zu <\/span><span class=\"s5\">schenken und <\/span><span class=\"s5\">zu <\/span><span class=\"s5\">empfangen. Er soll Gott, seinem Vater dienen und mit ihm ewig herrschen. Anderenfalls macht er das Geld zu seinem G\u00f6tzen, den er gerne anbetet, dem er sich hingibt wie der Mann, von dem Jesus in seinem Beispiel erz\u00e4hlt. Letztendlich muss er aber schmerzlich erfahren, wie nichtig sein Bem\u00fchen <\/span><span class=\"s5\">war, wie sinnlos er sein Leben verspielt hat. Der Sinn des Lebens besteht darin, dass wir Gott unserem Vater dienen und alles von ihm erwarten.<\/span><\/p>\n<p class=\"s3\"><span class=\"s5\">Kenne ich den Sinn meines Lebens? Bin ich ein Freund Gottes und ein Freund der Mitmenschen? Wo lasse ich mich vom Geld beherrschen? Wonach bin ich gierig? Lasse ich mich von all den masslosen Konsumangeboten verf\u00fchren<\/span><span class=\"s5\">,<\/span><span class=\"s5\"> wie <\/span><span class=\"s5\">faulenzen<\/span><span class=\"s5\">, essen, trinken, sich des Lebens freuen? Kann ich meine Begierden beherrschen? Wurde mir das Geld <\/span><span class=\"s5\">schon <\/span><span class=\"s5\">zu einem G\u00f6tzen, dem ich diene?<\/span><\/p>\n<div class=\"s8\">3. <span class=\"s5\">Mein Schatz im Himmel<\/span><\/div>\n<p class=\"s3\"><span class=\"s5\">Jesus verachtet den Wert des Geldes nicht. Er warnt uns nur vo<\/span><span class=\"s5\">r<\/span><span class=\"s5\"> seinem schlechten Gebrauch. Es geht ihm darum, dass wir all die Sch\u00e4tze, die wir haben, nicht f\u00fcr uns selbst sammeln, sondern sie miteinander teilen und so vor Gott reich werden. Sonst werden wir zu Narren, die nur an sich selbst denken und das eigen<\/span><span class=\"s5\">e<\/span><span class=\"s5\"> ICH beweihr\u00e4uchern. Der Mann aus dem Beispiel Jesu ist Gott f\u00fcr seine Ernte nicht dankbar. Er kennt nur zwei Hauptw\u00f6rter: \u201emein\u201c und \u201eich\u201c. Meine Ernte, meine Scheunen, mein ganzes Getreide, meine Vorr\u00e4te. Er ist vom eigene<\/span><span class=\"s5\">n<\/span><span class=\"s5\"> Ich so sehr aufgezehrt, dass er nicht einmal auf die Idee kommt, Gott nach seinem Willen zu fragen. In sich selbst verschlossen wird er blind f\u00fcr die Menschen um sich. Im Tode muss er alles zur\u00fccklassen und mit leeren H\u00e4nden vor Gott stehen.<\/span><\/p>\n<p class=\"s3\"><span class=\"s5\">Denke ich in meinem Handeln nur an mich selbst? Wo merke ich meinen Egoismus? Bin ich dankbar f\u00fcr die Gaben Gottes? Kann ich sie mit den anderen teilen und so Sch\u00e4tze im Himmel sammeln? Wie tue ich das konkret? Bin ich grossz\u00fcgig? Bin ich wirklich reich vor Gott? Kann ich mich auf Gott, auf seine G\u00fcte, auf seinen Willen verlassen?<\/span><\/p>\n<p class=\"s3\"><strong><span class=\"s7\">Lobpreis<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"s6\"><span class=\"s4\">Mein Blick richtet sich auf zu den H\u00f6h<\/span><span class=\"s4\">e<\/span><span class=\"s4\">n<\/span><\/p>\n<p class=\"s6\"><span class=\"s4\">Von wo mir Hilfe naht<\/span><span class=\"s4\"><br \/>\n<\/span><span class=\"s4\">All meine Hilfe such` ich in ihm<\/span><span class=\"s4\"><br \/>\n<\/span><span class=\"s4\">Gott der Barmherzigkeit<\/span><\/p>\n<p class=\"s6\"><span class=\"s4\">Hab` ich mich verlaufen, so suchst du mich<\/span><\/p>\n<p class=\"s6\"><span class=\"s4\">Herr <\/span><span class=\"s4\">h<\/span><span class=\"s4\">\u00e4ltst mich in deinem Arm\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"s6\"><span class=\"s4\">In meinem Schmerz begegnest du mir\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"s6\"><span class=\"s4\">Nimmst mich bedingungslos an.<\/span><\/p>\n<p class=\"s6\"><span class=\"s4\">Selig die Barmherzigen, die in der Liebe sind\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"s6\"><span class=\"s4\">Denn sie werden Erbarmen finden.\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"s6\"><span class=\"s4\">Wenn nicht du die Schuld vergibst,\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"s6\"><span class=\"s4\">Wer k\u00f6nnte vor dir besteh<\/span><span class=\"s4\">e<\/span><span class=\"s4\">n<\/span><span class=\"s4\"><br \/>\n<\/span><span class=\"s4\">In der Vergebung liegt alle Kraft\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"s6\"><span class=\"s4\">Die Kraft die uns f\u00e4hig macht\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"s6\"><span class=\"s4\">Die Schuld ist getragen von Gottes Sohn\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"s6\"><span class=\"s4\">Steigt von den Toten herauf\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"s6\"><span class=\"s4\">Sein Heiliger Geist l\u00e4sst es uns h\u00f6r<\/span><span class=\"s4\">en<\/span><\/p>\n<p class=\"s6\"><span class=\"s4\">\u201eJesus ist der Herr\u201c\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"s6\"><span class=\"s4\">Selig die Barmherzigen, die in der Liebe sind\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"s6\"><span class=\"s4\">Denn sie werden Erbarmen finden.\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"s6\"><span class=\"s4\">Und jede Angst, sie weicht vor ihm<\/span><span class=\"s4\">,<\/span> <span class=\"s4\">d<\/span><span class=\"s4\">enn er hat dich befreit<\/span><span class=\"s4\"><br \/>\n<\/span><span class=\"s4\">Vertraue auf die Kraft des Herrn<\/span><span class=\"s4\">, <\/span><span class=\"s4\">Er lebt f\u00fcr alle Zei<\/span><span class=\"s4\">t.<\/span><\/p>\n<p class=\"s3\"><strong><span class=\"s7\">Vorsatz<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"s3\"><span class=\"s5\">Ich teile mit den Bed\u00fcrftigen mein Verm\u00f6gen, meine Zeit, mich selbst!<\/span><\/p>\n<p class=\"s9\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Sch\u00e4tze In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen! 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