{"id":6375,"date":"2025-07-07T08:48:10","date_gmt":"2025-07-07T06:48:10","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6375"},"modified":"2025-07-07T08:48:10","modified_gmt":"2025-07-07T06:48:10","slug":"betrachtung-zum-15-sonntag-im-jahreskreis-c-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6375","title":{"rendered":"Betrachtung zum 15. Sonntag im Jahreskreis C"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Der N\u00e4chste\u2026 <\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><i>In jener Zeit stand ein Gesetzeslehrer auf, um Jesus auf die Probe zu stellen, und fragte ihn: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben? Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du? Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken, und deinen N\u00e4chsten wie dich selbst. Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet. Handle danach und du wirst leben! Der Gesetzeslehrer wollte sich rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein N\u00e4chster? Darauf antwortete ihm Jesus: Ein Mann ging von Jerusalem nach J\u00e9richo hinab und wurde von R\u00e4ubern \u00fcberfallen. Sie pl\u00fcnderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und lie\u00dfen ihn halbtot liegen. Zuf\u00e4llig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging vor\u00fcber. Ebenso kam auch ein Levit zu der Stelle; er sah ihn und ging vor\u00fcber. Ein Samar\u00edter aber, der auf der Reise war, kam zu ihm; er sah ihn und hatte Mitleid, ging zu ihm hin, goss \u00d6l und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein eigenes Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte f\u00fcr ihn. Und am n\u00e4chsten Tag holte er zwei Den\u00e1re hervor, gab sie dem Wirt und sagte: Sorge f\u00fcr ihn, und wenn du mehr f\u00fcr ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme. Wer von diesen dreien meinst du, ist dem der N\u00e4chste geworden, der von den R\u00e4ubern \u00fcberfallen wurde? Der Gesetzeslehrer antwortete: Der barmherzig an ihm gehandelt hat. Da sagte Jesus zu ihm: Dann geh und handle du genauso! <\/i>(Lk 10,25-37).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr Jesus Christus. Ich will dich nicht auf die Probe stellen. Ich wei\u00df, dass du Antwort auf jede Frage meines Lebens hast. Nur du kannst die wichtigste Frage nach dem Sinn des Lebens beantworten. So komme ich heute zu dir. Erf\u00fclle mich mit der Kraft deines Heiligen Geistes. Erleuchte mich und mache mich bereit, dein Wort aufzunehmen. Atme in uns, Heiliger Geist; brenne in uns, Heiliger Geist; wirke in uns, Heiliger Geist: Atem Gottes, komm.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus, du nimmst meine Fragen ernst. Du gibst mir eine g\u00fcltige Antwort. Sprich, Herr, denn dein Diener h\u00f6rt. Dein Wort r\u00fcttle mich auf und entfache mich neu. Ich verweile bei deinen Worten oder S\u00e4tzen, die mich pers\u00f6nlich ansprechen. Ich nehme mir Zeit daf\u00fcr. Ich werde ruhig und still\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gedanken zur Betrachtung<\/strong><\/p>\n<p>1. Eine ausschlie\u00dfliche Liebe<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die wichtigste Frage wurde an Jesus gerichtet:\u00a0<em>Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?<\/em>\u00a0Dabei geht es um alles oder nichts. Anhand der Antwort auf diese Frage entscheidet sich, wie ich mein Leben zu gestalten habe, um alles gewinnen zu k\u00f6nnen. Jesus beruft sich auf das Wort Gottes, auf das Gesetz. Dieses ist klar: \u00a0<em>Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken.\u00a0<\/em>Es ist nicht irgendeine Liebe. Es ist eine ausschlie\u00dfliche Liebe zu Gott. Er und sonst niemand! Da gilt nur das Eine: verliebt sein. Auf die Liebe Gottes kann ich nur mit meiner Liebe antworten. Diese Liebe zu Gott zeigt sich aber in der Liebe zu den Mitmenschen. Sonst bleibt sie ein leeres Wort.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wem stelle ich zuerst meine Fragen? Frage ich mich nach dem Sinn des Lebens? Wo suche ich die Antwort auf diese Frage? Beim Sch\u00f6pfer des Lebens selbst? Kenne ich ihn und sein Wort? Nehme ich gerne seine Antwort an? Will ich mich einsetzen, um das ewige Leben zu gewinnen? Wie ist meine Liebe zu Gott? Ist sie ausschlie\u00dflich? Welche Konkurrenten hat sie? Zeigt sie sich in der Liebe zu meinen N\u00e4chsten?<\/p>\n<p>2. Ein barmherziger Samariter<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus erz\u00e4hlt dem Schriftgelehrten ein Gleichnis, um ihm zu zeigen, wer sein N\u00e4chster ist. Der N\u00e4chste ist jeder Mensch in Not, selbst der gr\u00f6\u00dfte Feind (wie der Jude f\u00fcr den Samariter). Es gilt also ihn konkret zu lieben. Man kann im Namen der rituellen Vorschriften (Kontakt mit Blut mache unrein) gleichg\u00fcltig vorbeilaufen. Man kann einfach wegschauen. Man kann den N\u00e4chsten in einem Fremden nicht wahrnehmen. Man kann aber anders handeln. Der Samariter schaut hin. Er hat Mitleid mit dem halbtoten Menschen. Er geht auf ihn zu. Er nimmt sich Zeit f\u00fcr ihn und verarztet seine Wunden. Er bringt ihn auf seinem Reittier zu einer Herberge. Er pflegt ihn eigenh\u00e4ndig und sorgt f\u00fcr seine Genesung. Ja, der Feind wurde zu seinem N\u00e4chsten. Ein barmherziger Samariter\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie begegne ich den Mitmenschen? Wer ist mein Feind? Warum? Wie behandle ich ihn? Ist meine Liebe tatkr\u00e4ftig? Lasse ich mich von der Not der Mitmenschen ansprechen? Kann ich mit den Leidenden leiden? Gehe ich auf die Menschen zu, mache ich den ersten Schritt? Nehme ich mich bewusst Zeit f\u00fcr die anderen? Bin ich barmherzig gegen\u00fcber allen Menschen? Welche Werke der Barmherzigkeit habe ich in der letzten Zeit vollbracht? Bin ich dankbar f\u00fcr all die barmherzigen Menschen, die mir begegnen?<\/p>\n<p>3. Mein g\u00f6ttlicher Samariter<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Stell dir vor: du bist der halbtote Reisende, der von den R\u00e4ubern \u00fcberfallen, gepl\u00fcndert und niedergeschlagen wurde. Deine Wunden bluten. Dein Schmerz ist gro\u00df. Das Leben entflieht dir\u2026 Die Gleichg\u00fcltigkeit der Menschen erschreckt dich. Du bleibst einsam und allein\u2026 Und doch, da kommt einer auf dich zu, der Jesus hei\u00dft. Jesus bringt dir Heil. Jesus nimmt sich Zeit f\u00fcr dich und beugt sich \u00fcber dich. Jesus schaut deine Wunden und Verletzungen an, Jesus gie\u00dft das \u00d6l der Barmherzigkeit auf sie und verbindet sie, damit sie vernarben. Jesus selbst, der den Menschen einst aus Lehm geformt hat, pflegt dich mit seinen H\u00e4nden. Jesus hilft dir auf sein Reittier hinauf und begleitet dich zu Fu\u00df zur Herberge seiner Kirche. Jesus schaut zu dir und beauftragt die anderen, dass sie f\u00fcr dich sorgen. Das ist die Barmherzigkeit Gottes. Das ist eine tiefe Erfahrung der Beichte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Stehe ich zu mir selbst? Welche Wunden und Verletzungen verdr\u00e4nge bzw. leugne ich? Worunter leide ich? Wo versp\u00fcre ich kein Leben mehr? Zeige ich Jesus meine Wunden? Lasse ich zu, dass er sie mit seiner Barmherzigkeit verarztet und sie liebevoll verbindet? Freue ich mich, wenn ich in seinen Armen bin? Lasse ich mich von ihm begleiten? Wie erfahre ich die Gemeinschaft der Kirche? Erfahre ich in jeder Beichte die heilende Umarmung Jesu?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lobpreis<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>H\u00e4nde, die schenken, erz\u00e4hlen von Gott.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Sie sagen, dass er mich erh\u00e4lt.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>H\u00e4nde, die schenken, erschaffen mich neu,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>sie sind der Trost dieser Welt.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Worte, die heilen, erz\u00e4hlen von Gott,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>sie sagen, dass er zu mir steht.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Worte, die heilen, befreien mich heut\u2019,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>sie sind das Licht dieser Welt.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Augen, die sehen, erz\u00e4hlen von Gott.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Sie sagen, dass er auf mich schaut.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Augen, die sehen, sie \u00f6ffnen die T\u00fcr,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>sie sind die Hoffnung der Welt.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Lippen, die segnen, erz\u00e4hlen von Gott,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>sie sagen, dass er mich erw\u00e4hlt.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Lippen, die segnen, sind Freude f\u00fcr mich,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>sie sind die Zukunft der Welt.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Vorsatz<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich sehe in jedem Menschen, besonders einem Noteidenden, meinen N\u00e4chsten, dem ich aus Liebe zu Gott tatkr\u00e4ftig helfe.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der N\u00e4chste\u2026 In jener Zeit stand ein Gesetzeslehrer auf, um Jesus auf die Probe zu stellen, und fragte ihn: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben? Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du? Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0},"categories":[7],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/salettiner.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6375"}],"collection":[{"href":"https:\/\/salettiner.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/salettiner.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/salettiner.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/salettiner.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6375"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/salettiner.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6375\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6376,"href":"https:\/\/salettiner.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6375\/revisions\/6376"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/salettiner.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6375"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/salettiner.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6375"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/salettiner.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6375"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}