{"id":6291,"date":"2025-04-25T14:36:22","date_gmt":"2025-04-25T12:36:22","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6291"},"modified":"2025-04-26T13:59:45","modified_gmt":"2025-04-26T11:59:45","slug":"betrachtung-zum-2-ostersonntag-im-jahreskreis-c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6291","title":{"rendered":"Betrachtung zum 2. Ostersonntag im Jahreskreis C"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Wem ihr die S\u00fcnden vergebt\u2026<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><i>Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die J\u00fcnger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen T\u00fcren beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine H\u00e4nde und seine Seite. Da freuten sich die J\u00fcnger, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die S\u00fcnden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten. Thomas, der D\u00eddymus genannt wurde, einer der Zw\u00f6lf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen J\u00fcnger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht das Mal der N\u00e4gel an seinen H\u00e4nden sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der N\u00e4gel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine J\u00fcnger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen T\u00fcren, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine H\u00e4nde! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungl\u00e4ubig, sondern gl\u00e4ubig! Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Noch viele andere Zeichen hat Jesus vor den Augen seiner J\u00fcnger getan, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen<\/i> (Joh 20,19-31).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr Jesus Christus, du bist da, wo zwei oder drei in deinem Namen versammelt sind. Du bist mitten unter uns. Lass uns deine Gegenwart erkennen. Befreie uns von Angst und Furcht. Befreie uns von uns selbst. Lass uns dein Wort h\u00f6ren und deinen Frieden aufnehmen. Hauche auch uns mit deinem Heiligen Geist an. Schenke uns diesen Lebensatem Gottes, dass wir zum neuen Leben erwachen und deine Auferstehung in uns sp\u00fcren. Komm, Heiliger Geist, entfach uns neu. Befreie und heile uns. Komm und bete du in uns.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus, du hast immer ein gutes Wort f\u00fcr mich. Du entmutigst dich nicht, selbst wenn ich dir immer wieder misstraue. Du h\u00f6rst nie auf, mich mit deinem Wort anzusprechen. \u00d6ffne mein Herz und mein Ohr f\u00fcr dein g\u00f6ttliches Wort. Mach mich aufnahmef\u00e4hig. Wie gut ist es, dass ich das Wort von dem Auferstandenen h\u00f6ren darf! Ich nehme mir Zeit daf\u00fcr\u2026 Ich werde still\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gedanken zur Betrachtung<\/strong><\/p>\n<p>1.<em> Die verschlossenen T\u00fcren<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die J\u00fcnger Jesu sind am ersten Tag der Woche, am Ostersonntag, versammelt. Ihre Herzen aber sind erf\u00fcllt mit Angst vor den Juden, die gerade am Karfreitag Jesus, ihren Meister, zum Tode verurteilt und seine Kreuzigung erwirkt haben. Sie wissen nicht weiter. Und doch Jesus, der auferstandene Herr, l\u00e4sst sie nicht im Stich, er l\u00e4sst sie nicht allein. Er kommt zu ihnen trotz verschlossenen T\u00fcren, tritt in ihre Mitte und bringt seinen Frieden mit sich. Von innen her will er sie von ihrer Angst befreien, damit sie zur Liebe f\u00e4hig werden, in der es keine Furcht gibt. Er tritt bewusst in ihre Mitte, damit sie merken, dass nicht ihre Angst, sondern seine Gegenwart wichtiger ist. Er w\u00fcnscht und schenkt ihnen seinen Frieden, damit sie ihn in der Welt verbreiten und echte Freude im Herzen erfahren. Er schenkt ihnen ein Tag der Barmherzigkeit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie habe ich Ostern gefeiert? War mein Herz offen? Was ist noch verschlossen in mir? Welche \u00c4ngste verschliessen mich f\u00fcr Jesus? Wo glaube ich kaum, dass der auferstandene Jesus mir neues Leben schenken kann? Was dr\u00e4ngt sich in mir so sehr in den Vordergrund, dass ich Jesus nicht mehr sehen, sp\u00fcren kann? Wo stelle ich mich selbst gerne auf den ersten Platz? Glaube ich dem Auferstandenen, dass er mich wirklich von allem befreien kann? Ist Jesus wirklich die Mitte meines Lebens? Wann erfahre ich seinen Frieden?<\/p>\n<p>2. <em>Die Vergebung der S\u00fcnden<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus sendet seine J\u00fcnger am Tag seiner Auferstehung aus, so wie der Vater ihn gesandt hat. Er ist in die Welt gekommen, um die Menschen zu erl\u00f6sen, um sie von ihren S\u00fcnden zu befreien und ihnen so ein neues Leben zu erm\u00f6glichen. Jeder Mensch soll durch ihn erfahren, wie barmherzig der Vater ist. Die J\u00fcnger Jesu sollen den Heiligen Geist empfangen und allen Menschen die Vergebung der S\u00fcnden anbieten. Eine gro\u00dfartige Sendung! Sie ist nur in der Kraft des Heiligen Geistes m\u00f6glich, der den Menschen die Wahrheit offenbart und sie bef\u00e4higt, ihre S\u00fcnden zu gestehen, sie zu bereuen und zu bekennen und sich zu \u00e4ndern. Ja, Jesus gibt nie einen Menschen auf, f\u00fcr den er den Preis seines Blutes bezahlt hat. Er ist zu kostbar f\u00fcr ihn, selbst wenn er alle S\u00fcnden der Welt begehen w\u00fcrde. Die Vergebung der S\u00fcnden wird jedem zuteil, der sich f\u00fcr sie \u00f6ffnet. Er darf in das barmherzige Herz Jesu eintauchen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ist mir meine christliche Sendung bewusst? Lebe ich aus der Kraft des Heiligen Geistes? Wie oft bitte ich Jesus um den Heiligen Geist? Lasse ich mir von Jesus alle S\u00fcnden und Schuld vergeben? Wie oft empfange ich das Sakrament der Vers\u00f6hnung? Bereite ich mich darauf gut vor? Bin ich daf\u00fcr dankbar? Kann ich mich mit Jesus \u00fcber seine Vergebung freuen? Kann ich die anderen um Vergebung bitten bzw. kann ich vergeben? Bin ich den anderen gegen\u00fcber barmherzig, wie der Vater zu mir immer barmherzig ist?<\/p>\n<p>3. <em>Mein Herr und mein Gott<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir alle haben ein Problem mit dem Glauben. Ein ungl\u00e4ubiger Thomas schl\u00e4ft in jedem von uns. Wie gerne w\u00fcrden wir wie die anderen sehen und fassen k\u00f6nnen! Wie gerne w\u00fcrden wir selbst Jesus begegnen k\u00f6nnen, und ihn nicht nur vom H\u00f6rensagen kennen! Solange wir aber nicht im Herzen glauben und diesen Glauben mit unserem Mund bekennen, wird sich auch in unserem Leben kaum etwas \u00e4ndern k\u00f6nnen. Wir werden dem Thomas gleich, der eine Woche lang im Dunkeln blieb. Aber auch mit ihm hatte Jesus Geduld. So konnte er in der Begegnung mit ihm bekennen: Mein Herr und mein Gott! Diese Erfahrung wird auch uns jedes Mal zuteil, wenn wir die Heilige Kommunion empfangen!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was f\u00e4llt mir schwer zu glauben? Was stelle ich im Glauben gerne in Frage? Lasse ich mich von den Glaubenserfahrungen der anderen \u00fcberzeugen? Bin ich selbst ein Zeuge des Auferstandenen? Kann ich meinen Glauben bekennen, selbst wenn ich im Herzen nichts sp\u00fcre? Ist das Glaubensbekenntnis am Sonntag auch mein Bekenntnis, oder nur eine Formel, die dazu geh\u00f6rt? Kann ich im Glauben durch die Kommunion den auferstanden Jesus und seine Wundmale ber\u00fchren und ihn anfassen.\u00a0 Ist er wirklich mein Herr und mein Gott auch im Alltag?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lobpreis<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Mein Herr und mein Gott,<br \/>\nnimm alles von mir,<br \/>\nwas mich hindert zu dir.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Mein Herr und mein Gott,<br \/>\ngib alles mir,<br \/>\nwas mich f\u00f6rdert zu dir.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Mein Herr und mein Gott,<br \/>\nnimm mich mir<br \/>\nund gib mich ganz zu eigen dir<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Vorsatz<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Am Sonntag der Barmherzigkeit Gottes lass ich Jesus alle meine verschlossenen T\u00fcren \u00f6ffnen\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wem ihr die S\u00fcnden vergebt\u2026 Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die J\u00fcnger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen T\u00fcren beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! 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