{"id":6272,"date":"2025-03-25T23:42:56","date_gmt":"2025-03-25T22:42:56","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6272"},"modified":"2025-03-25T23:42:56","modified_gmt":"2025-03-25T22:42:56","slug":"betrachtung-zum-4-fastensonntag-im-jahreskreis-c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6272","title":{"rendered":"Betrachtung zum 4. Fastensonntag im Jahreskreis C"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Zum Vater finden\u2026<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><i>In jener Zeit kamen alle Z\u00f6llner und S\u00fcnder zu Jesus, um ihn zu h\u00f6ren. Die Pharis\u00e4er und die Schriftgelehrten emp\u00f6rten sich dar\u00fcber und sagten: Dieser nimmt S\u00fcnder auf und isst mit ihnen. Da erz\u00e4hlte er ihnen dieses Gleichnis und sagte: Ein Mann hatte zwei S\u00f6hne. Der j\u00fcngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht! Da teilte der Vater das Verm\u00f6gen unter sie auf. Nach wenigen Tagen packte der j\u00fcngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort f\u00fchrte er ein z\u00fcgelloses Leben und verschleuderte sein Verm\u00f6gen. Als er alles durchgebracht hatte, kam eine gro\u00dfe Hungersnot \u00fcber jenes Land und er begann Not zu leiden. Da ging er zu einem B\u00fcrger des Landes und dr\u00e4ngte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweineh\u00fcten. Er h\u00e4tte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fra\u00dfen; aber niemand gab ihm davon. Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagel\u00f6hner meines Vaters haben Brot im \u00dcberfluss, ich aber komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich vers\u00fcndigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagel\u00f6hner! Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von Weitem kommen und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und k\u00fcsste ihn. Da sagte der Sohn zu ihm: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich vers\u00fcndigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt einen Ring an seine Hand und gebt ihm Sandalen an die F\u00fc\u00dfe! Bringt das Mastkalb her und schlachtet es; wir wollen essen und fr\u00f6hlich sein. Denn dieser, mein Sohn, war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein Fest zu feiern. Sein \u00e4lterer Sohn aber war auf dem Feld. Als er heimging und in die N\u00e4he des Hauses kam, h\u00f6rte er Musik und Tanz. Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle. Der Knecht antwortete ihm: Dein Bruder ist gekommen und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn gesund wiederbekommen hat. Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu. Doch er erwiderte seinem Vater: Siehe, so viele Jahre schon diene ich dir und nie habe ich dein Gebot \u00fcbertreten; mir aber hast du nie einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Verm\u00f6gen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du f\u00fcr ihn das Mastkalb geschlachtet. Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber man muss doch ein Fest feiern und sich freuen; denn dieser, dein Bruder, war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden <\/i>(Lk 15,1-3.11-32).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr Jesus Christus, du kommst in diese unsere Welt, um die Verlorenen zu finden und zu retten, und um sie wieder nach Hause zu bringen. Du gibst niemanden auf. Du gibst jedem eine neue Chance: den Selbstgerechten und den S\u00fcndern. Du rettest uns aus dem Schlaf der falschen Sicherheit und aus dem geistigen Tod. Du schenkst uns neues Leben! Du f\u00fchrst uns vom Tod ins Leben. Gib uns deinen Heiligen Geist, dass wir dein Herz begreifen. Er f\u00fchre uns in die Wahrheit, er f\u00fchre uns in deine Barmherzigkeit. Er mache uns wieder dem Vater \u00e4hnlich. Heiliger Geist, hilf uns, barmherzig wie der Vater zu sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus, du hast so viel Geduld mit uns. Du erkl\u00e4rst uns liebevoll Gottes Verhalten gegen\u00fcber den Verlorenen. Sprich nun zu meinem Herzen! Dein Wort zerbreche die Schale des Stolzes, die mein Herz f\u00fcr dich verschlie\u00dft. Dein Wort ermutige mich zur Vers\u00f6hnung mit dem Vater und mit den anderen, mit mir selbst. Verweile bei den Worten Jesu, die dich ber\u00fchren\u2026 Nimm dir Zeit daf\u00fcr. Sei still\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gedanken zur Betrachtung<\/strong><\/p>\n<p>1. <em>Weg vom Vater\u2026<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der j\u00fcngere Sohn will seine Freiheit auskosten. Er denkt dabei nur an sich selbst. Von seinem lebenden Vater erbittet er sein Erbteil. Wie tief musste er damit das Herz des Vaters treffen! Jener l\u00e4sst aber alles zu. Der j\u00fcngere Sohn will einfach weg sein: weg von seinem Vater, dem Quell des Lebens; weg von seiner Familie, wo seine Wurzeln sind; weg von seinem Zuhause, wo seine Heimat ist; schlussendlich weg von sich selbst, weil er seine W\u00fcrde als Sohn verspielt. Einfach weg sein\u2026 Niemand sollte sein z\u00fcgelloses, ausschweifendes Leben sehen\u2026 Die Meinung der Menschen ist ihm wichtiger als die Liebe zu Gott. Die Gesellschaft von Schweinen macht ihm bewusst, wie tief er gefallen ist\u2026 Erst jetzt merkt er, was er verloren hat\u2026 Nicht nur \u00e4usserlich ist er weg\u2026 Ihm ist es bewusst, dass er nun kein Recht hat, Sohn zu heissen. Um zu \u00fcberleben, kehrt er nach Hause, zum Vater zur\u00fcck\u2026.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ist Gott wirklich mein Vater? Habe ich in Gott meine Heimat? Wo f\u00fchle ich mich vor ihm nicht frei? Ist mir Gott, der Vater als Person viel wichtiger als das, was er mir schenkt? Was mache ich mit all seinen Gaben? Wann will ich mich vor Gott verstecken? Warum? Wo bin ich heute heimatlos? Wo habe ich meine W\u00fcrde als Kind Gottes verletzt oder gar verloren? Wie f\u00fchle ich mich dabei? Bin ich bereit, nach Hause zur\u00fcckzukehren? Was sage ich dann meinem himmlischen Vater?<\/p>\n<p>2.<em> Beim Vater\u2026<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der \u00e4ltere Sohn bleibt zu Hause, beim Vater. Es scheint nur so zu sein. In Wirklichkeit ist er aber nie wirklich zu Hause! In seinem Herzen sehnt er sich auch nach einer Party mit seinen Freunden. Er tut dies nur nicht. Er macht sich selbst zum Diener, zum Knecht seines Vaters:\u00a0<em>Nie habe ich gegen deinen Willen (deinen Befehl) gehandelt.\u00a0<\/em>Er macht seinem Vater Vorw\u00fcrfe, dass er g\u00fctig ist, dass er einen Sohn gezeugt hat, der alles und sich selbst verloren hat (<em>der hier, dein Sohn<\/em>). Er war zu Hause und doch seinem Vater fremd. Er nennt seinen Vater nie Vater. Mehr noch, er hat sich nicht nur vom Vater innerlich getrennt. Er kann sich nicht \u00fcber die R\u00fcckkehr (die Rettung) seines Bruders freuen. F\u00fcr ihn ist er eben kein Bruder. Trifft auch er die Entscheidung, nach Hause zur\u00fcckzukehren, zum Vater zur\u00fcckzufinden?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer ist Gott f\u00fcr mich? Was verbindet mich mit Gott, dem Vater? Das Gesetz (Gebote und Tradition) oder eine innere Beziehung? F\u00fchle ich mich bei Gott zu Hause? Wie beantworte ich seine Liebe? Mache ich ihm Freude als sein Kind? Wo und wann ist mir Gott fremd? Kann ich mit ihm \u00fcber alles sprechen? Freue ich mich \u00fcber die Kirche, die gro\u00dfe Familie der Kinder Gottes? Sind ihre Mitglieder wirklich meine Schwestern und Br\u00fcder? Freue ich mich, wenn jemand wieder zu Gott findet? Kann ich mit ihm ein Fest feiern?<\/p>\n<p>3. <em>Zum Vater finden\u2026<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die beiden S\u00f6hne m\u00fcssen nun zum Vater, nach Hause zur\u00fcckfinden. Der Vater erm\u00f6glicht es den beiden. Er geht auf sie zu. Er spricht mit ihnen. Er freut sich, dass das Leben gerettet wird, dass der Mensch sich finden l\u00e4sst. Den j\u00fcngeren Sohn sieht er schon von fern. Er hat Mitleid mit ihm, er f\u00e4llt ihm um den Hals und k\u00fcsst ihn. Erst dann kann der Sohn sein Bekenntnis ablegen und merken, dass es nicht nur ums \u00dcberleben geht, sondern um das Herz des Vaters! F\u00fcr den Vater ist es aber wichtiger, dass der Mensch gerettet wurde als alle seine S\u00fcnden zusammen. Darum will er ein grosses Fest feiern! Den \u00e4lteren Sohn sucht er selbst (bemerkenswert: ausserhalb des Hauses!) auf. Er redet ihm zu. Er erkl\u00e4rt ihm sein Verhalten. Er zeigt ihm seine W\u00fcrde:\u00a0<em>alles, was mein ist, ist auch dein<\/em>. Er nennt ihn: mein Kind! Er macht ihm bewusst, wer er ist, selbst wenn er anders gelebt hat. Auch ihn findet der Vater wieder. Hoffentlich l\u00e4sst er es zu\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bin ich bei Gott zu Hause? Wann habe ich die zuvorkommende, barmherzige Liebe Gottes erfahren? Lass ich mich von Gott dem Vater umarmen und k\u00fcssen? Bin ich bereit, mir vergeben zu lassen? Wann habe ich das letzte Mal das Sakrament der Vers\u00f6hnung empfangen? War das ein Fest f\u00fcr mich? Wohne ich wirklich mit Gott, dem Vater? Bin ich sein Sohn oder nur sein Knecht? Kenne ich das Herz des Vaters? Ruhe ich an ihm aus? Kann ich Gott Vater nennen? Warum (nicht)?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lobpreis<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Vater, deine Liebe ist so unbegreiflich gro\u00df,\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>und ich wei\u00df gar nicht,<br \/>\nwie ich leben konnte ohne dich, o Herr.\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Doch machst du mich zu deinem Kind.<br \/>\nDu schenkst mir deine Liebe jeden Tag,\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>du l\u00e4sst mich nie ich Stich,<br \/>\ndenn, Vater, du bist immer bei mir.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Herr, ich preise deinen heiligen Namen;\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>du bist K\u00f6nig!<br \/>\nDu nur bist mein Herr und mein Gott.<br \/>\nHerr, ich preise deinen heiligen Namen;\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>du bist K\u00f6nig!<br \/>\nDu nur bist mein Herr und mein Gott.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Vorsatz<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich plane ein Beichtgespr\u00e4ch vor Ostern ein\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Vater finden\u2026 In jener Zeit kamen alle Z\u00f6llner und S\u00fcnder zu Jesus, um ihn zu h\u00f6ren. 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