{"id":6247,"date":"2025-03-21T21:03:10","date_gmt":"2025-03-21T20:03:10","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6247"},"modified":"2025-03-22T14:28:13","modified_gmt":"2025-03-22T13:28:13","slug":"betrachtung-zum-3-fastensonntag-im-jahreskreis-c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6247","title":{"rendered":"Betrachtung zum 3. Fastensonntag im Jahreskreis C"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Mich \u00e4ndern wollen\u2026<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><i>Zu jener Zeit kamen einige Leute und berichteten Jesus von den Galil\u00e4ern, deren Blut Pilatus mit dem ihrer Opfertiere vermischt hatte. Und er antwortete ihnen: Meint ihr, dass diese Galil\u00e4er gr\u00f6\u00dfere S\u00fcnder waren als alle anderen Galil\u00e4er, weil das mit ihnen geschehen ist? Nein, sage ich euch, vielmehr werdet ihr alle genauso umkommen, wenn ihr nicht umkehrt. Oder jene achtzehn Menschen, die beim Einsturz des Turms am Schil\u00f3ach erschlagen wurden \u2013 meint ihr, dass sie gr\u00f6\u00dfere Schuld auf sich geladen hatten als alle anderen Einwohner von Jerusalem? Nein, sage ich euch, vielmehr werdet ihr alle ebenso umkommen, wenn ihr nicht umkehrt. Und er erz\u00e4hlte ihnen dieses Gleichnis: Ein Mann hatte in seinem Weinberg einen Feigenbaum gepflanzt; und als er kam und nachsah, ob er Fr\u00fcchte trug, fand er keine. Da sagte er zu seinem Winzer: Siehe, jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Fr\u00fcchte tr\u00e4gt, und finde nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen? Der Winzer erwiderte: Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und d\u00fcngen. Vielleicht tr\u00e4gt er in Zukunft Fr\u00fcchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen! <\/i>(Lk 13,1-9).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Gebet:<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr Jesus Christus, du hast immer ein offenes Ohr f\u00fcr uns. Du h\u00f6rst uns gut zu. Wir d\u00fcrfen alles vor dir aussprechen. Wie oft wollen wir aber das von dir h\u00f6ren, was wir selber wollen! Wie oft \u00fcberh\u00f6ren wir deine Antwort! Wie oft wollen wir die uns unbequeme Wahrheit nicht wahrhaben, die unser Leben in Frage stellt und uns herausfordert! Herr, schenke uns heute deinen Heiligen Geist, dass wir auf dich h\u00f6ren k\u00f6nnen. Lass uns horchen und gehorchen. Lass uns in deinem Geist neu anfangen, heute noch! Heiliger Geist, hilf uns umkehren und reiche Frucht bringen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre:<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Wort Gottes ist wie ein Schwert. Man kann ihm nicht ausweichen. Es lohnt sich, auf dieses Wort zu h\u00f6ren. Nur in seinem Licht finden wir zu Gott und gewinnen das ewige Leben. Nimm das Wort Jesu an. Lass es auf dich wirken. Sein Wort f\u00fchre dich zu einer Bekehrung des Herzens. Verweile bei den Worten, S\u00e4tzen, die dich ber\u00fchren\u2026 Nimm dir Zeit daf\u00fcr. Sei still\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Gedanken zur Betrachtung:<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>1. Wenn ihr euch nicht bekehrt\u2026<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">T\u00e4glich h\u00f6ren wir von verschiedenen Katastrophen, Terrorakten und Ungl\u00fccksf\u00e4llen. Wir sind schnell dabei, die Schuldigen zu finden und sie aufs Sch\u00e4rfste zu verurteilen. Es geht ja um die anderen. Jesus macht es anders. Er h\u00e4lt uns den Spiegel vor. Er macht uns bewusst, wie kurz und unsicher unser Leben ist. Er fordert uns auf, uns mit uns selbst auseinanderzusetzen und umzukehren: umzudenken und zu ihm zu kehren. Wir alle sind S\u00fcnder, ich auch. Ja, ich bin da gefragt, etwas aus meinem Leben zu machen, es von Christus erneuern zu lassen. Ich will umkehren, mich \u00e4ndern, mein Denken \u00e4ndern. Sonst \u00e4ndert sich auch in unserer Welt nichts!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie reagiere ich, wenn ich von verschieden Terrorakten und pers\u00f6nlichen Ungl\u00fccksf\u00e4llen h\u00f6re? Schiebe ich die Schuld daf\u00fcr auf die anderen und auf Gott selbst? Bin ich selbstkritisch? Wie oft mache ich eine Gewissenserforschung? Bin ich bereit, mein Leben an jedem Abend im Licht Gottes anzuschauen? Ist mir bewusst, dass die Umkehr eine Aufgabe f\u00fcr mein ganzes Leben ist? Nehme ich sie heute ernst? Was schiebe ich gerne auf morgen? Wo muss ich konkret umkehren? Will ich das tun?<\/p>\n<p><em>2. Er fand keine Fr\u00fcchte\u2026 <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus meint die Sache ernst! Er warnt uns vor den Folgen unserer Entscheidungen. Wenn wir uns nicht bekehren wollen, dann m\u00fcssen wir auch damit rechnen, dass wir \u201eumkommen\u201c. Dabei geht es nicht um einen leiblichen Tod. Jeder Mensch muss ja sterben. Jesus geht es um das ewige Leben, dass der Mensch verspielen kann. Jede S\u00fcnde bringt ja den Tod mit sich. Wenn wir uns nicht \u00e4ndern wollen, m\u00fcssen wir die Konsequenzen unserer Taten oder eben unserer Unterlassungen tragen. Nicht Gott verdammt die Menschen! Die Menschen w\u00e4hlen selbst ihre ewige Bestimmung, indem sie sich f\u00fcr das Gute oder f\u00fcr das B\u00f6se entscheiden.\u00a0<em>Hau den Baum um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen?\u00a0<\/em>Wenn wir uns aber bekehren, dann gewinnen wir das Leben im Diesseits und im Jenseits. Das ist die Frohbotschaft Jesu!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Tr\u00e4gt mein Leben Fr\u00fcchte? Welche? Bin ich Gott f\u00fcr die guten Fr\u00fcchte meines Lebens dankbar? Wo habe ich das Gute unterlassen? Warum? Wo habe ich mich f\u00fcr den Tod entschieden, indem ich S\u00fcnde begangen habe? Welche Auswirkungen hatten die S\u00fcnden in meinem Leben gehabt? Was hindert mich daran, gute Fr\u00fcchte zu bringen? Kann ich sie mit den anderen teilen?<\/p>\n<p><em>3. Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen\u2026<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott hat viel Geduld mit uns! Er schenkt uns Zeit, die wir n\u00f6tig haben, um Fr\u00fcchte zu bringen. F\u00fcr den Feigenbaum waren es drei Jahre. Dann ist es aber Schluss. Wann? Das wissen wir eben nicht. Darum ist das Heute entscheidend. In dieser Fastenzeit nimmt sich Jesus auch unser an.\u00a0<em>Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und d\u00fcngen. Vielleicht tr\u00e4gt er doch noch Fr\u00fcchte\u2026\u00a0<\/em>Er ist bereit, uns zu helfen, umzukehren und gute Fr\u00fcchte zu bringen. Er selbst schafft die Voraussetzungen daf\u00fcr. Er gibt mir nun eine neue Chance, damit ich sie ergreife. Seine Barmherzigkeit kennt keine Grenzen\u2026 Wenn ich sie aber nicht empfange, dann ist es vorbei,\u00a0<em>dann lass ihn umhauen,<\/em>\u00a0hei\u00dft es im Evangelium.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie lange lebe ich schon? Was hat sich im Laufe der Jahre in meinem Leben ge\u00e4ndert? Habe ich gute Fr\u00fcchte getragen? Was brauche ich, um umzukehren und gute Fr\u00fcchte zu tragen? Lasse ich es zu, mir von Christus helfen zu lassen? Bin ich Gott dankbar, dass er barmherzig und geduldig ist? Wie nutze ich die Chance der diesj\u00e4hrigen Fastenzeit? Was will ich \u00e4ndern? Wem will ich helfen, sein Leben zu \u00e4ndern? Nehme ich die Worte Jesus ernst?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Lobpreis:<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Werd ich dir folgen, was auch geschieht<br \/>\nWerd ich dir treu sein, wenn keiner mich sieht<br \/>\nKann ich mein Kreuz tragen, den schmalen Weg gehn<br \/>\nUnd mich selbst verleugnen, dem Stolz widerstehn?<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Dreimal werde ich schwach<br \/>\nDreimal leugne ich dich<br \/>\nDreimal fragst du mich nur: Liebst du mich?<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Du wei\u00dft alles Herr, du wei\u00dft, dass ich dich liebe<br \/>\nSelbst wenn alles f\u00e4llt, so wei\u00df ich doch<br \/>\nIch bliebe in deiner Liebe<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Werd ich dir folgen ans Ende der Welt<br \/>\nAlles verlassen was mich noch h\u00e4lt<br \/>\nWerd ich im Kampf bis zum Ende bestehn<br \/>\nDie H\u00e4nde am Pflug und nicht mehr r\u00fcckw\u00e4rts sehn?<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Vorsatz:<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich versuche, an jedem Abend eine Gewissenserforschung zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mich \u00e4ndern wollen\u2026 Zu jener Zeit kamen einige Leute und berichteten Jesus von den Galil\u00e4ern, deren Blut Pilatus mit dem ihrer Opfertiere vermischt hatte. 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