{"id":6168,"date":"2024-12-27T11:37:44","date_gmt":"2024-12-27T10:37:44","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6168"},"modified":"2024-12-27T11:37:44","modified_gmt":"2024-12-27T10:37:44","slug":"betrachtung-zum-fest-der-heiligen-familie-im-jahreskreis-c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6168","title":{"rendered":"Betrachtung zum Fest der Heiligen Familie im Jahreskreis C"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Familie \u2013 Ort des gelebten Glaubens\u2026<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><i>Die Eltern Jesu gingen jedes Jahr zum Paschafest nach Jerusalem. Als er zw\u00f6lf Jahre alt geworden war, zogen sie wieder hinauf, wie es dem Festbrauch entsprach. Nachdem die Festtage zu Ende waren, machten sie sich auf den Heimweg. Der Knabe Jesus aber blieb in Jerusalem, ohne dass seine Eltern es merkten. Sie meinten, er sei in der Pilgergruppe, und reisten eine Tagesstrecke weit; dann suchten sie ihn bei den Verwandten und Bekannten. Als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zur\u00fcck und suchten nach ihm. Da geschah es, nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel; er sa\u00df mitten unter den Lehrern, h\u00f6rte ihnen zu und stellte Fragen. Alle, die ihn h\u00f6rten, waren erstaunt \u00fcber sein Verst\u00e4ndnis und \u00fcber seine Antworten. Als seine Eltern ihn sahen, waren sie voll Staunen und seine Mutter sagte zu ihm: Kind, warum hast du uns das angetan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Da sagte er zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater geh\u00f6rt? Doch sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen gesagt hatte. Dann kehrte er mit ihnen nach Nazaret zur\u00fcck und war ihnen gehorsam. Seine Mutter bewahrte all die Worte in ihrem Herzen. Jesus aber wuchs heran und seine Weisheit nahm zu und er fand Gefallen bei Gott und den Menschen <\/i>(Lk 2,41-52).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gebet\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr Jesus Christus, du bist in einer menschlichen Familie zur Welt gekommen. Du warst Maria und Josef gehorsam. So hast du den ewigen Plan des Vaters f\u00fcr die Familie best\u00e4tigt und geheiligt. Ich danke dir von Herzen f\u00fcr meine Familie, f\u00fcr meine Eltern, Geschwister, Gro\u00dfeltern und Verwandten. Danke, dass ich durch sie deine v\u00e4terliche Liebe erfahren durfte. Danke, dass du selbst uns gezeigt hast, was es hei\u00dft, den Vater und die Mutter zu ehren. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir dein famili\u00e4res Leben besser kennen lernen und nachahmen k\u00f6nnen. Erleuchte uns mit deinem Geist, damit wir dein Meisterwerk \u2013 die Familie sch\u00e4tzen, unterst\u00fctzen und f\u00f6rdern. Komm, Heiliger Geist, schaffe uns neu.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus ist beim Vater in seinem Haus geblieben. Er h\u00f6rte seinem Worte zu. Er stellte Fragen und gab richtige Antworten. Ich plane meine Betrachtung im Hause des Vaters, in der Kirche. Ich h\u00f6re dem Wort Gottes zu. Ich lasse es auf mich wirken. Ich stelle Gott meine Fragen und vernehme seine Antwort. Ich verweile bei den Worten, die mich ber\u00fchren\u2026 Er spricht zu mir und \u00fcber mich. Ich bin dankbar daf\u00fcr\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gedanken zur Betrachtung<\/strong><\/p>\n<p><u>1. Die Eltern Jesu gingen jedes Jahr zum Paschafest.<\/u><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mit diesem einen Satz sagt uns der Evangelist Lukas viel \u00fcber das Leben der Heiligen Familie. Sie feierte ihren Glauben zu Ehren des einzigen Gottes Jahwe. Aus dieser Feier heraus sch\u00f6pfte sie die Kraft, nach dem Gesetz Gottes im Alltag zu leben. Die Kindheitsgeschichte Jesu bringt diese Tatsache gut zum Ausdruck. Die Eltern Jesu: Maria und Josef bauten ihr Leben auf dem Fundament des Glaubens. Sie lebten Jesus ihren Glauben vor. Und er selbst konnte seine Erfahrungen darin machen. Er geht nach Jerusalem zum Paschafest mit und feiert mit. Dann geht er nach Nazareth zur\u00fcck und gehorcht seinen Eltern und findet Gefallen bei Gott und den Menschen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie stark h\u00e4ngen mein allt\u00e4gliches Leben und mein Glaube zusammen? Wie feiere ich meinen Glauben? Sind mir die Feiern im Kirchenjahr, besonders die sonnt\u00e4gliche Eucharistie, wichtig, ja unentbehrlich? Sch\u00f6pfe ich daraus Kraft zum Leben? Wie weit durchdringen sie mein allt\u00e4gliches Leben? Ist der Glaube das Fundament meines Lebens? Wie ernst nehme ich ihn? Bin ich f\u00fcr ihn t\u00e4glich dankbar? Wie lebe ich ihn im Alltag? Welche Rolle spielt der Glaube in meiner Familie, meiner Gemeinschaft?<\/p>\n<p><u>2. In dem sein muss, was dem Vater geh\u00f6rt\u2026<\/u><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Glaube bew\u00e4hrt sich im Leben. Er besteht nicht im \u00c4u\u00dferen, im formellen Mitmachen, im Korrektsein vor Gott und den Mitmenschen. Das \u00c4u\u00dfere ist nur Ausdruck von dem, was mein Herz bewegt. Das Herzst\u00fcck des Glaubens ist eine gelebte Beziehung zu Gott, dem Vater. So ist Jesus im Tempel, im Haus seines Vaters, zu Hause geblieben. Er wollte in dem bleiben, was seinem Vater geh\u00f6rt. Er wollte nur das Eine: die Beziehung zum Vater pflegen und das tun, was ihm gef\u00e4llt. Er tat dies im Gespr\u00e4ch mit seinem Vater und den Mitmenschen. Er fragte, er h\u00f6rte zu, er antwortete\u2026 Er nahm sich Zeit daf\u00fcr\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was macht meinen Glauben aus? Was ist mir bei seiner Aus\u00fcbung wichtig? Ist Gott wirklich mein Vater? Besuche ich ihn gerne in seinem Haus? Bleibe ich gerne bei ihm f\u00fcr ein l\u00e4ngeres Gebet, f\u00fcr eine Betrachtung? Habe ich Zeit f\u00fcr meinen himmlischen Vater? Wor\u00fcber spreche ich mit ihm? Kann ich ihm zuh\u00f6ren? Nehme ich seine Antworten ernst? Habe ich auch Zeit f\u00fcr ein Gespr\u00e4ch (nicht ein Geschw\u00e4tz!) mit meiner Familie, mit den Mitmenschen? Bin ich dabei ehrlich?<\/p>\n<p><u>3. Pilgerschaft des Glaubens\u2026\u00a0<\/u><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Glaube ist nicht etwas, was wir festhalten k\u00f6nnen. Er ist ein Prozess, und zwar ein ganzes Leben lang\u2026 Es ist ein stetes Suchen und Finden, ein Festhalten und Loslassen. Es ist eine Beziehung, die wir in Liebe und Freiheit gestalten m\u00fcssen. Was dabei z\u00e4hlt ist Verst\u00e4ndnis, Treue, Offenheit und Lernf\u00e4higkeit. Maria wird als Pilgerin des Glaubens bezeichnet. Auch f\u00fcr sie war nicht alles einfach. Sie hat aber auf dieser Pilgerschaft ihr Herz sprechen lassen. Sie lebte ihren Alltag mit Jesus und dann mit seiner Kirche. Sie gab nie auf! Mehr noch, auch heute ist sie Mutter des Glaubens f\u00fcr alle ihre Kinder, f\u00fcr uns alle.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie erlebe ich kleine und grosse Krisen im Glauben? Suche ich dann unerm\u00fcdlich nach Gott? Wie f\u00fchle ich mich ohne Gott? Kann ich ohne Glauben leben? Kann ich meine Beziehung zu Gott und zu den Mitmenschen in Liebe und Freiheit gestalten? Wo und wie will ich mich durchsetzen, die anderen beeinflussen, manipulieren? Habe ich Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den Willen Gottes? Was tue ich konkret, um den Glauben nicht zu verlieren, sondern ihn zu st\u00e4rken? Ist Maria auch meine Mutter im Glauben?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lobpreis<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Maria, ahntest du, dass dein kleiner Sohn einst \u00fcber\u2018s Wasser gehen wird?\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Hast du es geahnt, dass dein kleiner Sohn uns\u2019re Kinder retten wird?\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Dass dein Kind, dem du Leben gabst, dir neues Leben gibt,\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>dein Kind, das du getragen hast, dich einmal tragen wird?\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Maria, ahntest du, dass durch deinen Sohn die Blinden sehen werden?<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Hast du es geahnt, dass durch deinen Sohn Sturm und Wellen schweigen,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>dass dein Kind mit den Engeln wohnt, dort, wo Gott selber thront?<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Und wenn du ihn k\u00fcsst, dann k\u00fcsst du in Gottes Angesicht?<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Die Blinden sehn, die Tauben h\u00f6rn, die Toten stehen auf.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Der Lahme geht, der Stumme spricht und preist den Herrn der Herren.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Maria, ahntest du, dass durch deinen Sohn die ganze Welt gemacht ist?<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Hast du es geahnt, dass durch deinen Sohn die V\u00f6lkerwelt regiert wird?<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Ahntest du, dass dein kleiner Sohn als Lamm die S\u00fcnde tr\u00e4gt?<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Denn das Kind auf deinen Armen ist Gott, der Herr!<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Vorsatz<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich versuche, mit meiner Familie oder Gemeinschaft \u00fcber meinen Glauben zu reden\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Familie \u2013 Ort des gelebten Glaubens\u2026 Die Eltern Jesu gingen jedes Jahr zum Paschafest nach Jerusalem. 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