{"id":6130,"date":"2024-11-08T13:22:40","date_gmt":"2024-11-08T12:22:40","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6130"},"modified":"2024-11-08T13:22:40","modified_gmt":"2024-11-08T12:22:40","slug":"betrachtung-zum-32-sonntag-im-jahreskreis-b-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6130","title":{"rendered":"Betrachtung zum 32. Sonntag im Jahreskreis B"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Opferkasten Gottes\u2026<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><i>In jener Zeit lehrte Jesus eine gro\u00dfe Menschenmenge und sagte: Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten! Sie gehen gern in langen Gew\u00e4ndern umher, lieben es, wenn man sie auf den Marktpl\u00e4tzen gr\u00fc\u00dft, und sie wollen in der Synagoge die Ehrensitze und bei jedem Festmahl die Ehrenpl\u00e4tze haben. Sie fressen die H\u00e4user der Witwen auf und verrichten in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete. Umso h\u00e4rter wird das Urteil sein, das sie erwartet. Als Jesus einmal dem Opferkasten gegen\u00fcbersa\u00df, sah er zu, wie die Leute Geld in den Kasten warfen. Viele Reiche kamen und gaben viel. Da kam auch eine arme Witwe und warf zwei kleine M\u00fcnzen hinein. Er rief seine J\u00fcnger zu sich und sagte: Amen, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem \u00dcberfluss hineingeworfen; diese Frau aber, die kaum das N\u00f6tigste zum Leben hat, sie hat alles hergegeben, was sie besa\u00df, ihren ganzen Lebensunterhalt <\/i>(Mk 12,38-44).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr Jesus Christus. Du siehst mein ganzes Leben. Nichts kann sich vor dir verbergen. Du allein kennst alle Absichten meines Herzens. Ja, dir ist nicht das \u00c4u\u00dfere wichtig, sondern mein Herz. Danke, dass ich vor dir ich selbst sein darf. Schenke mir deinen Geist des Mutes und der St\u00e4rke. Er helfe mir, die Wahrheit meines Lebens zu erkennen. Er ermutige mich, zu mir selbst zu stehen und mein Leben mit deinen Augen zu sehen. Komm, Heiliger Geist, bete du in mir, wirke du in mir\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus ist da. Er schaut mir zu. Ich bin ehrlich vor ihm. Ich schaue in seine Augen. Ich h\u00f6re ihm gut zu. Ich lasse mich vor den Scheinheiligen warnen. Ich nehme mich in Acht vor meiner Scheinheiligkeit\u2026 Er schenkt\u00a0\u200bmich mir\u00a0selbst&#8230; Ich verweile bei den Worten, die mich ber\u00fchren\u2026 Ich werde still\u2026 Jesus gibt mir Kraft, mein Leben zu \u00e4ndern&#8230;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gedanken zur Betrachtung<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><u>Scheinheiligkeit<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir sch\u00e4tzen die Menschen, die ehrlich sind. Nicht immer haben wir\u00a0\u200bes gern, wenn sie auch zu uns ehrlich sind und uns zurechtweisen. Wir wollen ja immer gut auffallen, um den anderen zu gefallen, Anerkennung zu finden, ja, die Ersten zu sein\u2026 Wir sind aber in Wirklichkeit nicht so. Mit langen Gew\u00e4ndern, mit vordersten Sitzen, mit Ehrenpl\u00e4tzen und mit langen Gebeten l\u00e4sst sich einiges verbergen\u2026 Den Menschen wollen wir ja so oft gefallen und selten Gott\u2026 Die Meinung der anderen, der Mehrheit ist uns wichtiger als die Meinung Gottes\u2026 Wie oft bleibt unser Herz weit hint\u200ber\u00a0all dem, was wir reden und tun\u2026 Und der Schein tr\u00fcgt\u2026 Vor solchen Menschen warnt uns heute Jesus. Vor uns selbst?<br \/>\nKenne ich mich? Bin ich ehrlich vor Gott und vor den Mitmenschen? Womit versuche ich besser a\u200bufzu\u200bfallen, als ich wirklich bin? Worauf bin ich in meinem Denken, Reden und Tun bedacht: auf das \u00c4ussere oder doch auf das Innere? Ist mir die Meinung der Mitmenschen wichtiger als die Meinung Jesu? Mit welchem \u201eSchein\u201c betr\u00fcge ich Gott, die Mitmenschen, mich selbst?<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><u>Die Art des Gebens<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus nimmt sich Zeit. Er schaut den Menschen zu. Sein Blick durchdringt\u00a0\u200bdas Innere des Menschen. Er sieht nicht nur ihre Geldbeutel und das Geld, das in den Opferkasten landet. Er erkennt die Absichten der Geber. Er wei\u00df, wie viel sie abgeben, wie gro\u00dfz\u00fcgig sie sind. Er schaut aber nicht darauf, wie viel sie spenden, sondern darauf, wie sie dies tun. Viele Reiche werfen viel in den Opferkasten hinein. Aber nicht sie werden von Jesus gelobt. Nur diese arme Witwe, die zwei kleine M\u00fcnzen hineinwirft, findet bei Jesus Anerkennung.\u00a0\u00a0Mit diesen zwei kleinen M\u00fcnzen legt sie aber ihr ganzes Leben in die Hand Gottes. Mehr hat sie ja nicht\u2026<br \/>\nLasse ich mich von Jesus anschauen? Was sp\u00fcre ich dabei? Tut es mir gut, dass Jesus mir zuschaut? Ermutigt mich dies dazu, noch besser und noch gro\u00dfz\u00fcgiger zu werden? Oder ist sein Blick f\u00fcr mich l\u00e4stig? Wie tief greife ich in meine Tasche, um mit anderen zu teilen? Spende ich gern\u200b, oder bin eher ein Geizhals? Mit wem habe ich letztlich etwas geteilt, wem etwas selbstlos geschenkt? Wie gro\u00dfz\u00fcgig ist mein Herz?<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><u>Opferkasten Gottes<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Juden haben dreizehn Opferk\u00e4sten im Tempel f\u00fcr die Gaben zum Opferkult aufgestellt. Der dreizehnte war f\u00fcr freiwillige Gaben. Mehr noch, sie bestanden aus grossen trompetenartigen Beh\u00e4ltern, die laut schepperten, wenn die Menschen dort ihr Geld hineinwarfen. Es war einfach zu erkennen, wieviel Geld jemand gespendet hat. Wo stellt Gott heute seine Opferk\u00e4sten hin? Sind damit nur die Opferk\u00f6rbchen gemeint, die uns zur Aufnahme der Kollekte im Gottesdienst dienen? Damals warf man in die Opferk\u00e4sten die Gaben zum Opferkult, zum Gottesdienst. Heute stellt Gott seine Opferk\u00e4sten \u00fcberall dorthin, wo die Menschen in Not sind. Auch f\u00fcr die Gaben zum Gottesdienst. Der Dienst an den Menschen ist n\u00e4mlich auch Gottesdienst (Mt 25,31-46). Wir selbst entscheiden, wie feierlich er sein wird\u2026<br \/>\nTrage ich ideell und materiell zum Gottesdienst bei? Diene ich den anderen mit dem, was ich habe, aber auch mit dem, was ich bin? Verstehe ich meinen Dienst an den Mitmenschen als Gottesdienst? Tue ich ihn freiwillig und gern? Tue ich ihn diskret? Wo und wann bin ich versucht, mit meinem Dienst zu prahlen, ihn zur Schau zu stellen? Wer ist heute Gottes \u201eOpferkasten\u201c f\u00fcr mich? Was werfe ich heute in ihn?<\/p>\n<p><strong>Lobpreis<\/strong><br \/>\n<em>Reinige mein Herz,<br \/>\nmach mich rein wie Gold<br \/>\nin deinem Feuer<br \/>\nReinige mein Herz,<br \/>\nmach mich rein wie Gold, pures Gold<br \/>\nFeuer des Herrn,<br \/>\ndanach verlangt mein Herz<br \/>\nmach mich rein,<br \/>\n(und) heilig<br \/>\nDir allein will ich dienen, mein Meister<br \/>\nUnd deinen Willen tun<\/em><\/p>\n<p><em>Reinige mein Herz,<br \/>\nnimm, was mich trennt von dir<br \/>\nund mach mich heilig<br \/>\nReinige mein Herz,<br \/>\nnimm, was mich trennt von dir, tief in mir<\/em><\/p>\n<p><strong>Vorsatz<\/strong><br \/>\nIch spende etwas f\u00fcr einen konkreten Menschen in Not.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Opferkasten Gottes\u2026 In jener Zeit lehrte Jesus eine gro\u00dfe Menschenmenge und sagte: Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten! Sie gehen gern in langen Gew\u00e4ndern umher, lieben es, wenn man sie auf den Marktpl\u00e4tzen gr\u00fc\u00dft, und sie wollen in der Synagoge die Ehrensitze und bei jedem Festmahl die Ehrenpl\u00e4tze haben. Sie fressen die H\u00e4user der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0},"categories":[7],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/salettiner.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6130"}],"collection":[{"href":"https:\/\/salettiner.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/salettiner.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/salettiner.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/salettiner.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6130"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/salettiner.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6130\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6131,"href":"https:\/\/salettiner.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6130\/revisions\/6131"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/salettiner.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6130"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/salettiner.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6130"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/salettiner.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6130"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}