{"id":6115,"date":"2024-10-14T13:10:24","date_gmt":"2024-10-14T11:10:24","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6115"},"modified":"2024-10-14T13:10:24","modified_gmt":"2024-10-14T11:10:24","slug":"betrachtung-zum-29-sonntag-im-jahreskreis-b-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6115","title":{"rendered":"Betrachtung zum 29. Sonntag im Jahreskreis B"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Das Leben hingeben\u2026<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><i>In jener Zeit traten Jakobus und Johannes, die S\u00f6hne des Zebed\u00e4us, zu Jesus und sagten: Meister, wir m\u00f6chten, dass du uns eine Bitte erf\u00fcllst. Er antwortete: Was soll ich f\u00fcr euch tun? Sie sagten zu ihm: Lass in deiner Herrlichkeit einen von uns rechts und den andern links neben dir sitzen! Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. K\u00f6nnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde? Sie antworteten: Wir k\u00f6nnen es. Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe empfangen, mit der ich getauft werde. Doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, f\u00fcr die es bestimmt ist. Als die zehn anderen J\u00fcnger das h\u00f6rten, wurden sie sehr \u00e4rgerlich \u00fcber Jakobus und Johannes. Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre V\u00f6lker unterdr\u00fccken und ihre Gro\u00dfen ihre Macht gegen sie gebrauchen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch gro\u00df sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als L\u00f6segeld f\u00fcr viele<\/i> (Mk 10,35-45).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr Jesus Christus. Dir d\u00fcrfen wir alle unsere Bitten vorlegen. Du h\u00f6rst uns ja zu. Danke, dass du ein offenes Ohr f\u00fcr uns hast! Danke, dass du unsere Bitten ernst\u00a0\u200bnimmst. Danke, dass du sie immer auf deine Weise erh\u00f6rst. Auf dich d\u00fcrfen wir uns verlassen. Du allein wei\u00dft, was uns wirklich gut tut, was uns gl\u00fccklich macht. Du antwortest auf jede Bitte mit der Gabe deines Heiligen Geistes. Schenke uns nun deinen Geist, dass wir beten k\u00f6nnen. Gib uns den Geist der Wahrheit und der Zuversicht. Gib uns deinen Geist der Liebe und des Glaubens. Komm herab, Heiliger Geist, und durchgl\u00fche uns mit deinem Feuer.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus, du bist da f\u00fcr mich. Du h\u00f6rst mir zu. Du gibst mir geduldig deine Antwort. Ich will dir alle meine Fragen und W\u00fcnsche sagen. Ich h\u00f6re dir gerne zu. Ich lasse mich von dir \u00fcberraschen. Ich will deine Antwort annehmen. Ich versuche, sie zu begreifen. Ich will bei den Worten verweilen, die mich ber\u00fchren\u2026 Ich werde still\u2026 Jesus, gib mir die Kraft, nach deinem Wort zu leben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gedanken zur Betrachtung<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><u>Was bewegt mein Herz? <\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Sehns\u00fcchte von Johannes und Jakobus kommen hoch. Wie jeder Mensch denken sie zuerst an sich selbst. Sie wollen sich die besten Pl\u00e4tze zur Rechten und\u00a0\u200bzur\u00a0Linken Jesu sichern. Man kann sagen: eine famili\u00e4re Angelegenheit. Sie wollen im Reiche Gottes mit Jesus herrschen. Sie wollen ganz oben sein, bevor die anderen J\u00fcnger auf solche Idee kommen und das Gleiche f\u00fcr sich verlangen\u00a0wollen. Schlussendlich haben sie alles verlassen und folgen nun Jesus. Da meinen sie, das Recht auf das Hundertfache zu haben. Als die \u00fcbrigen Apostel davon erfuhren, wurden sie sehr \u00e4rgerlich. Johannes und Jakobus waren ihnen voraus. Und doch, die gleiche Sehnsucht, die\u00a0\u200bErsten zu sein, etwas gelten zu wollen, erf\u00fcllte auch ihre Herzen.<br \/>\nKenne ich mein Herz? Lasse ich alles zu, was in ihm vor sich geht? Kann ich mit Jesus dar\u00fcber sprechen? Wonach sehne ich mich heute? Wann erwarte ich eine Belohnung von Gott f\u00fcr meine Leistungen? Haben auch die anderen in meinem pers\u00f6nlichen Gebet ihren festen Platz?<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><u>Herrschen hei\u00dft dienen\u2026<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus weist die J\u00fcnger auf einen Weg hin, der zur Herrschaft f\u00fchrt. Er meint damit weder Herrscher noch M\u00e4chtiger im irdischen Sinn. Dieser Weg hat mit Unterdr\u00fcckung und Machtmissbrauch nichts zu tun. Dieser Weg hat nur einen Namen: Dienen. Jesus hat ihn gelehrt. Jesus ist ihn gegangen, indem er sich zu den F\u00fcssen der J\u00fcnger niedergekniet hat und sie ihnen gewaschen hat. Herrschen hei\u00dft dienen und nicht neben Jesus sitzen und die anderen von oben herab\u00a0\u200bzu\u00a0betrachten. Die Perspektive Jesu beim Herrschen ist v\u00f6llig anders. Er macht sich zum Diener, ja zum Sklaven der Menschen\u2026 Am letzten Platz ist er immer der Erste!<br \/>\nWill ich \u00fcber andere herrschen, sie beherrschen, sie von oben herab behandeln? Wann geschieht das? Will ich die anderen von mir abh\u00e4ngig machen? Wann bin ich den anderen gegen\u00fcber \u00fcberheblich? Kann ich auch dem\u00fctig dienen? Wem habe ich heute gedient? Kann ich in den Mitmenschen Gott selbst dienen? Ist mein Menschen-Dienst auch ein Gottes-Dienst?<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><u>Hingabe des Lebens\u2026<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Denn der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als L\u00f6segeld f\u00fcr viele.\u00a0<\/em>Unbegreiflich ist unser Gott. Er wurde Mensch, um den Menschen zu dienen. Mehr noch, er gab sein Leben hin, um uns zu erl\u00f6sen. Einzig die Liebe hat ihn dazu bewegt. Sie ist immer bereit, f\u00fcr den anderen da zu sein. Sie ist sogar bereit, das eigene Leben f\u00fcr den anderen hinzugeben. Sie denkt nicht einmal an sich selbst. Nur sie hat die Kraft, die Menschen zu retten, ihnen von neuem die T\u00fcr zum Vater zu \u00f6ffnen, der die Liebe ist. Der Teufel hat sie durch sein \u201eIch will nicht dienen\u201c ausgeschlossen. Jesus Christus hat sie durch sein \u201eIch will dienen\u201c wieder erm\u00f6glicht.<br \/>\nLasse ich mich von Jesus bedienen? Kann ich dienen aus und mit Liebe? Was kann ich wirklich f\u00fcr die anderen hingeben? Ist mir bewusst, dass mein selbstloser Dienst, den Gott der Liebe bezeugt und den anderen die T\u00fcr des Himmels \u00f6ffnet? Was muss ich noch \u00fcberwinden, um mein Leben hingeben zu k\u00f6nnen?<\/p>\n<p><strong>Lobpreis<\/strong><br \/>\n<em>Vater, deine Liebe ist so unbegreiflich gro\u00df, und ich wei\u00df gar nicht,<br \/>\nwie ich leben konnte ohne dich, o Herr. Doch machst du mich zu deinem Kind.<br \/>\nDu schenkst mir deine Liebe jeden Tag, du l\u00e4sst mich nie ich Stich,<br \/>\ndenn, Vater, du bist immer bei mir.<br \/>\nHerr, ich preise deinen heilgen Namen; du bist K\u00f6nig!<br \/>\nDu nur bist mein Herr und mein Gott.<br \/>\nHerr, ich preise deinen heiligen Namen; du bist K\u00f6nig!<br \/>\nDu nur bist mein Herr und mein Gott.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Vorsatz<\/strong><br \/>\nIch versuche, aus Liebe zu dienen, und zwar jedem Menschen, dem ich begegne.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Leben hingeben\u2026 In jener Zeit traten Jakobus und Johannes, die S\u00f6hne des Zebed\u00e4us, zu Jesus und sagten: Meister, wir m\u00f6chten, dass du uns eine Bitte erf\u00fcllst. Er antwortete: Was soll ich f\u00fcr euch tun? 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