{"id":6001,"date":"2024-07-23T09:57:53","date_gmt":"2024-07-23T07:57:53","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6001"},"modified":"2024-07-27T23:22:42","modified_gmt":"2024-07-27T21:22:42","slug":"betrachtung-zum-17-sonntag-im-jahreskreis-b-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=6001","title":{"rendered":"Betrachtung zum 17. Sonntag im Jahreskreis B"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Brot f\u00fcr die Menschen<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><i>In jener Zeit ging Jesus an das andere Ufer des Sees von Galil\u00e4a, der auch See von Tib\u00e9rias hei\u00dft. Eine gro\u00dfe Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen J\u00fcngern nieder. Das Pascha, das Fest der Juden, war nahe. Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Phil\u00edppus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben? Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste, was er tun wollte. Phil\u00edppus antwortete ihm: Brot f\u00fcr zweihundert Den\u00e1re reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines St\u00fcck bekommen soll. Einer seiner J\u00fcnger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: Hier ist ein kleiner Junge, der hat f\u00fcnf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das f\u00fcr so viele? Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort n\u00e4mlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa f\u00fcnftausend M\u00e4nner. Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen. Als die Menge satt geworden war, sagte er zu seinen J\u00fcngern: Sammelt die \u00fcbrig gebliebenen Brocken damit nichts verdirbt! Sie sammelten und f\u00fcllten zw\u00f6lf K\u00f6rbe mit den Brocken, die von den f\u00fcnf Gerstenbroten nach dem Essen \u00fcbrig waren. Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da erkannte Jesus, dass sie kommen w\u00fcrden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum K\u00f6nig zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zur\u00fcck, er allein<\/i> (Joh 6, 1-15).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr Jesus Christus, ich komme nun zu dir. Du bist ja offen f\u00fcr jedermann. Du hast Zeit auch f\u00fcr mich. Ich habe Hunger\u2026 Ich habe zwar mehr als genug zu essen, aber nichts kann mich wirklich s\u00e4ttigen\u2026 Ja, ich habe Hunger\u2026 nach Freude und Liebe, nach Freundschaft und Gemeinschaft. Ich habe Hunger nach dir, nach dem lebendigen Gott. Nur du, Jesus, vermagst diesen meinen Hunger zu stillen. Schenke mir deinen Geist, dass ich das Brot erkennen kann, das meinen Hunger stillt, dass ich mich mit deinem lebendigen Brot s\u00e4ttigen kann, das jede Erwartung \u00fcbersteigt. Kom\u200bm\u00a0Heiliger Geist auf mich herab und durchgl\u00fche mich heute neu\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus du bist da, ich freue mich \u00fcber deine Gegenwart. Jesus, du bist da f\u00fcr mich. Du tust gro\u00dfe Zeichen und verk\u00fcndest dein Wort. Ich schaue hin und h\u00f6re dir aufmerksam zu. Ich lasse mich von deinem Wort und von deinem Tun ansprechen. Ich lasse mir nichts entgehen\u2026 Ich verweile bei den Worten oder Tatsachen, die mein Herz ber\u00fchren\u2026 Ich nehme mir Zeit daf\u00fcr. Ich werde still\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gedanken zur Betrachtung<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><u>Hunger nach Brot<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesu kennt die Menschen. Er wei\u00df um ihre Bed\u00fcrfnisse und Sehns\u00fcchte. Er wei\u00df, dass die Menschen nach dem t\u00e4glichen Brot hungern. Darum hat er uns gelehrt, den himmlischen Vater um das t\u00e4gliche Brot zu bitten. Er wei\u00df genau, dass sie nicht nur das lebendige Wort brauchen, sondern auch das t\u00e4gliche Brot. Mehr noch, er will den Menschen das t\u00e4glich Brot geben. Darum fragt er Philippus, wo dieses Brot zu kaufen w\u00e4re. Er macht ihm und seinen J\u00fcnger\u200bn\u00a0bewusst, dass sie dabei gefragt sind, den Menschen das t\u00e4gliche Brot zu geben. Evangelisieren hei\u00dft dem ganzen Menschen das Heil anzubieten. Als Jesus die Tochter von Ja\u00efrus von den Toten auferweckte, befahl er, ihr zu essen zu geben.<br \/>\nNehme ich alle Bed\u00fcrfnisse der Mitmenschen wahr? Was tue ich f\u00fcr das leibliche Wohl der Mitmenschen? Bin ich bereit, nicht nur um das t\u00e4gliche Brot f\u00fcr alle zu beten, sondern auch es konkret mit den Mitmenschen zu teilen? Bin ich Gott, dem Vater f\u00fcr das t\u00e4gliche Brot dankbar? Segne ich es, bevor ich es esse?<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><u>Brot teilen<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Philippus und Andreas machen sich dessen bewusst, dass sie etwas tun m\u00fcssen. Sie schauen zwar auf ihre M\u00f6glichkeiten (zweihundert Denare, f\u00fcnf Gerstenbrote und zwei Fische), finden aber gleich eine Rechtfertigung, dass diese f\u00fcr so viele Menschen nicht ausreichend seien. Jesus ist aber anderer Meinung. Er nimmt die f\u00fcnf Brote und die zwei Fische in seine H\u00e4nde, spricht das Dankgebet und teilt sie an die Leute aus. Alle f\u00fcnftausend M\u00e4nner und ihre Familien werden satt und es bleiben zw\u00f6lf K\u00f6rbe\u00a0\u200bmit den \u00fcbrig gebliebenen Brotst\u00fccken. Kaum zu glauben, und doch wahr! Dort, wo der Mensch bereit ist zu teilen, geschehen Wunder. Die Menschen werden satt und bilden eine neue Familie, in der Freud und Leid geteilt werden.<br \/>\nWelche M\u00f6glichkeiten habe ich, das Brot und die Gemeinschaft mit den anderen zu teilen? Tue ich das gern? Wo vertraue ich der Kraft Jesu mehr als all meinen M\u00f6glichkeiten? Wo habe ich das Wunder des Teilens erlebt? Wie gehe ich mit den \u00fcbrig gebliebenen Brotst\u00fccken um?<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><u>Vom Brot leben<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie gesagt sorgt Jesus f\u00fcr den ganzen Menschen. Mit der Brotvermehrung setzt er ein Zeichen, dass der Mensch auch Hunger nach Liebe versp\u00fcrt. Er selbst wird sich zum Brot des Lebens machen, um unseren inneren Hunger zu stillen. Darum l\u00e4sst er sich nicht zum politischen K\u00f6nig erkl\u00e4ren. Er will zum K\u00f6nig unserer Herzen werden. In Tabgha am See Genezareth steht die Brotverehrungskirche. Vor dem kleinen Hauptaltar gibt es auf dem Boden ei\u200bn\u00a0klein\u200bes\u200b\u00a0Mosaik, welches\u200b\u00a0an das Wunder Jesu erinnert. Es gibt aber nur vier Brote im Korb und dazu zwei Fische. Das f\u00fcnfte Brot ist Jesus selbst auf dem Altar. Er verschenkt sich an uns alle und l\u00e4dt uns dazu ein, selbst zum Brot f\u00fcreinander zu werden. Nur wer von diesem seinem Brot isst, kann den Hunger des Herzens stillen und selbst zum Brot f\u00fcr die anderen werden.<br \/>\nSorge ich f\u00fcr mein Herz und seinen Hunger? Womit versuche ich es zu stillen? Glaube ich an die Gegenwart Jesu in der Heiligen Kommunion? Ist er selbst das Brot f\u00fcr mein Leben? Sp\u00fcre ich seine Liebe, seine verwandelnde Kraft in mir? Bin ich ein gutes, frisches, knuspriges Brot f\u00fcr die Anderen?<\/p>\n<p><strong>Lobpreis<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><br \/>\nImmer mehr von dir, immer mehr,<br \/>\nimmer mehr sein wie du, immer mehr.<br \/>\nImmer mehr deine Worte verstehen,<br \/>\ndeine Werke tun,<br \/>\noh Herr, immer mehr.<\/p>\n<p>Du bist ein Gott, der seine Kinder liebt,<br \/>\nder als ein Vater ihr Verlangen sieht.<br \/>\nNiemand und nichts kommt dir jemals gleich,<br \/>\noh Herr.<br \/>\nDu zeigst dich uns als ewig treuer Freund<br \/>\nund wei\u00dft genau wie unser Herz es meint.<br \/>\nGib uns mehr von dir, immer mehr<\/p>\n<p><strong>Vorsatz<\/strong><br \/>\nIch bin f\u00fcr jedes St\u00fcck Brot dankbar und teile es in Liebe mit den anderen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brot f\u00fcr die Menschen In jener Zeit ging Jesus an das andere Ufer des Sees von Galil\u00e4a, der auch See von Tib\u00e9rias hei\u00dft. Eine gro\u00dfe Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen J\u00fcngern nieder. 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