{"id":5978,"date":"2024-06-28T22:06:45","date_gmt":"2024-06-28T20:06:45","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=5978"},"modified":"2024-06-28T22:06:45","modified_gmt":"2024-06-28T20:06:45","slug":"betrachtung-zum-13-sonntag-im-jahreskreis-b-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=5978","title":{"rendered":"Betrachtung zum 13. Sonntag im Jahreskreis B"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Wagnis des Glaubens<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><i>In jener Zeit\u00a0fuhr Jesus im Boot an das andere Ufer des Sees von Galil\u00e4a hin\u00fcber und eine gro\u00dfe Menschenmenge versammelte sich um ihn. W\u00e4hrend er noch am See war, kam einer der Synagogenvorsteher namens Ja\u00edrus zu ihm. Als er Jesus sah, fiel er ihm zu F\u00fc\u00dfen und flehte ihn um Hilfe an; er sagte: Meine Tochter liegt im Sterben. Komm und leg ihr die H\u00e4nde auf, damit sie geheilt wird und am Leben bleibt! Da ging Jesus mit ihm. Viele Menschen folgten ihm und dr\u00e4ngten sich um ihn. Darunter war eine Frau, die schon zw\u00f6lf Jahre an Blutfluss litt. Sie war von vielen \u00c4rzten behandelt worden und hatte dabei sehr zu leiden; ihr ganzes Verm\u00f6gen hatte sie ausgegeben, aber es hatte ihr nichts genutzt, sondern ihr Zustand war immer schlimmer geworden. Sie hatte von Jesus geh\u00f6rt. Nun dr\u00e4ngte sie sich in der Menge von hinten heran \u2013 und ber\u00fchrte sein Gewand. Denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand ber\u00fchre, werde ich geheilt. Und sofort versiegte die Quelle des Blutes und sie sp\u00fcrte in ihrem Leib, dass sie von ihrem Leiden geheilt war. Im selben Augenblick f\u00fchlte Jesus, dass eine Kraft von ihm ausstr\u00f6mte, und er wandte sich in dem Gedr\u00e4nge um und fragte: Wer hat mein Gewand ber\u00fchrt? Seine J\u00fcnger sagten zu ihm: Du siehst doch, wie sich die Leute um dich dr\u00e4ngen, und da fragst du: Wer hat mich ber\u00fchrt? Er blickte umher, um zu sehen, wer es getan hatte. Da kam die Frau, zitternd vor Furcht, weil sie wusste, was mit ihr geschehen war; sie fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. Er aber sagte zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden! Du sollst von deinem Leiden geheilt sein. W\u00e4hrend Jesus noch redete, kamen Leute, die zum Haus des Synagogenvorstehers geh\u00f6rten, und sagten zu Ja\u00edrus: Deine Tochter ist gestorben. Warum bem\u00fchst du den Meister noch l\u00e4nger? Jesus, der diese Worte geh\u00f6rt hatte, sagte zu dem Synagogenvorsteher: F\u00fcrchte dich nicht! Glaube nur! Und er lie\u00df keinen mitkommen au\u00dfer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus. Sie gingen zum Haus des Synagogenvorstehers. Als Jesus den Tumult sah und wie sie heftig weinten und klagten,\u00a0trat er ein und sagte zu ihnen: Warum schreit und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, es schl\u00e4ft nur. Da lachten sie ihn aus. Er aber warf alle hinaus und nahm den Vater des Kindes und die Mutter und die, die mit ihm waren, und ging in den Raum, in dem das Kind lag. Er fasste das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Tal\u00edta kum! das hei\u00dft \u00fcbersetzt: M\u00e4dchen, ich sage dir, steh auf! Sofort stand das M\u00e4dchen auf und ging umher. Es war zw\u00f6lf Jahre alt. Die Leute waren ganz fassungslos vor Entsetzen. Doch er sch\u00e4rfte ihnen ein, niemand d\u00fcrfe etwas davon erfahren; dann sagte er, man solle dem M\u00e4dchen etwas zu essen geben<\/i> (Mk 5, 21-43).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr Jesus Christus, du gehst auf den Strassen unseres Lebens. Wir folgen dir nach. F\u00fcr dich sind aber nicht die Massen wichtig, sondern konkrete Menschen. Wie Ja\u00efrus kommen wir nun zu dir mit all den Menschen, die heute deine heilende Ber\u00fchrung brauchen. Mit dem Vertrauen dieser Frau, die jahrelang an Blutungen litt, n\u00e4he<strong>rn<\/strong>\u00a0wir uns dir. Du allein kennst unsere Lebensgeschichten, unsere Freuden und Sorgen. Du allein kennst unsere Herzen. Du kennst auch unser Vertrauen auf dich. Schenke uns deinen Heiligen Geist, dass wir unsere Herzen vor Dir \u00f6ffnen und aussch\u00fctten k\u00f6nnen. Er helfe uns alles auszusprechen, was uns heute bewegt. Ja, er mache unsere Herzen weit f\u00fcr dich und f\u00fcr die Mitmenschen in Not. Komm, Heiliger Geist, schenke uns ein neues, h\u00f6rendes und liebendes Herz!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich freue mich \u00fcber deine Gegenwart, Jesus! Du h\u00e4ltst bei mir an. Du hast Zeit f\u00fcr mich! Du h\u00f6rst mir zu! Ich bin dir wichtig! So will auch ich deinem Wort aufmerksam zuh\u00f6ren. Ich verweile bei den Worten oder S\u00e4tzen, die mich ber\u00fchren\u2026 Ich nehme mir Zeit daf\u00fcr. Ich werde still\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gedanken zur Betrachtung<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><u>Not lehrt beten<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zwei Menschen in Not werden uns heute vorgestellt: Ja<b><i>\u00ed<\/i><\/b><em>r<\/em>us, dessen Tochter im Sterben liegt und eine Frau, die seit zw\u00f6lf Jahren an Blutungen leidet. Ihre N\u00f6te sind wirklich gross, weil sie den Tod mit sich bringen. Bei der Tochter von Ja<b><i>\u00ed<\/i><\/b><em>r<\/em>us ist das der leibliche Tod. Bei der anderen Frau ist das der gesellschaftliche bzw. soziale Tod. Sie wird als unrein betrachtet, sie darf die Mitmenschen nicht ber\u00fchren, um sie nicht unrein zu machen. Sie darf nicht in die Synagoge, um mit den anderen zu beten. Diese N\u00f6te f\u00fchren die beiden zu Jesus, der ihre einzige Hoffnung ist. Ja<b><i>\u00ed<\/i><\/b><em>r<\/em>us f\u00e4llt auf die Knie und bittet Jesus, das Leben seiner sterbenden Tochter zu retten. Die blutende Frau ber\u00fchrt Jesus im Glauben, dass diese Geste f\u00fcr ihre Heilung gen\u00fcgt. Beide werden nicht entt\u00e4uscht. Beiden wird das Leben in F\u00fclle wieder geschenkt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nehme ich meine N\u00f6te und jene der Mitmenschen wahr? Wo f\u00fchle ich mich heute wie tot? Komme ich damit zu Jesus, dem Herrn? Glaube ich daran, dass er der beste Arzt der Welt ist? Spreche ich sie vor ihm aus? Glaube ich daran, dass er alles f\u00fcr mich und f\u00fcr die anderen tun kann? Wo habe ich schon seine Heilung erfahren?<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><u>Wagnis des Glaubens<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus tut Wunder als Antwort auf unseren Glauben (die blutende Frau) oder als Ermutigung zum Glauben (die Eltern des verstorbenen M\u00e4dchens und die J\u00fcnger Jesu). Ja, sie wagen es, trotz allem an Jesus und seine heilende Kraft zu glauben. Der blutenden Frau ist bewusst, dass sie eigentlich Jesus nicht ber\u00fchren darf. Sie ist aber die einzige Kranke in der Menschenenge, die es wagt und die ihre Heilung offen bezeugen kann. Die Menschen entmutigen Ja\u00efrus trotz aller Hoffnung zu glauben. Er h\u00f6rt aber auf Jesus (\u00abSei ohne Furcht; glaube nur, dann wird sie gerettet.\u00bb Lk 8,50)\u00a0und geht mutig in das Zimmer mit seiner verstorbenen Tochter. Dort erf\u00e4hrt er, dass der Glauben tr\u00e4gt und Wunder wirkt: Seine Tochter wird tats\u00e4chlich gerettet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie stark ist heute mein Glaube? Glaube ich daran, dass Jesus mich schon erh\u00f6rt hat? Wer\/was entmutigt mich zu glauben, mich auf Jesus zu verlassen? Wage ich es trotz allen und trotz allem auf Jesus zu vertrauen? Bete ich f\u00fcr die Menschen, die heute nicht glauben, nicht glauben k\u00f6nnen oder nicht glauben wollen?<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><u>Heilende Ber\u00fchrungen\u00a0<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Oft k\u00f6nnen wir nicht alles in Worte fassen oder mit den Worten auszudr\u00fccken. Daher ist manchmal eine Geste aussagekr\u00e4ftiger als jedes Wort. Die blutende Frau ber\u00fchrt Jesus ohne Worte aber vertrauensvoll. Diese Ber\u00fchrung ist ihr ganzes, aber m\u00e4chtiges Gebet. Jesus fasst das tote M\u00e4dchen an der Hand und sie steht sofort auf und kann umhergehen. Er hat keine Angst vor der rituellen Unreinheit durch die Ber\u00fchrung eines Toten&#8230; Eine echte Ber\u00fchrung, eine echte Umarmung kann den Menschen heilen. Sie sagt ihm: Du bist willkommen, du bist wichtig, du bist geliebt, gerade DU!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lasse ich mich von Jesus in den Sakramenten, im Gebet ber\u00fchren, umarmen? Kann ich mit meinem K\u00f6rper, mit einer Geste z. B. einer leeren, ausgestreckten Hand beten? Habe ich Ber\u00fchrungs\u00e4ngste? Warum? Wem schenke ich eine Umarmung, um ihn meine Liebe zu zeigen, um in ihm Jesus selbst zu umarmen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lobpreis<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Nur den Saum deines Gewandes<br \/>\neinen Augenblick ber\u00fchren<br \/>\nund die Kraft die von dir ausgeht<br \/>\ntief in meinem Innern sp\u00fcrn<br \/>\nnur ein Blick aus deinen Augen<br \/>\nnur ein Wort aus deinem Mund<br \/>\nund die Heilungsstr\u00f6me flie\u00dfen<br \/>\nmeine Seele wird gesund<\/p>\n<p>Jesus ber\u00fchre mich<br \/>\nhole mich ab<br \/>\n\u00f6ffne die T\u00fcr f\u00fcr mich<br \/>\nnimm mich an deine Hand und f\u00fchre mich<br \/>\nin deiner Gegenwart<br \/>\nJesus ich sp\u00fcre dich<br \/>\nstrecke mich aus nach dir ber\u00fchre dich<br \/>\nund mein Herz brennt von neuem nur f\u00fcr dich<br \/>\nin deiner Gegenwart<\/p>\n<p>Nur ein St\u00fcck vom Brot des Lebens<br \/>\nnur ein Tropfen aus dem Kelch<br \/>\ndann bin ich mit dir verbunden<br \/>\nund mein Hunger wird gestillt<br \/>\nnur ein Schluck vom Strom des Lebens<br \/>\nvon dem Wasser das du gibst<br \/>\nund die Str\u00f6me werden flie\u00dfen<br \/>\naus der Quelle tief in mir<\/p>\n<p>Herr ich bin nicht w\u00fcrdig<br \/>\nbin oft zu weit weg von dir<br \/>\ndoch in deiner N\u00e4he kommst du auch zu mir<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Vorsatz<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich bringe eine konkrete Person zu Jesus, die heute seiner Heilung bedarf.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wagnis des Glaubens In jener Zeit\u00a0fuhr Jesus im Boot an das andere Ufer des Sees von Galil\u00e4a hin\u00fcber und eine gro\u00dfe Menschenmenge versammelte sich um ihn. 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