{"id":5939,"date":"2024-05-30T15:24:54","date_gmt":"2024-05-30T13:24:54","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=5939"},"modified":"2024-05-30T15:25:16","modified_gmt":"2024-05-30T13:25:16","slug":"betrachtung-zum-fronleichnam-im-jahreskreis-b","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=5939","title":{"rendered":"Betrachtung zum Fronleichnamsfest im Jahreskreis B"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Er ist da!<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Am ersten Tag des Festes der Unges\u00e4uerten Brote, an dem man das Paschalamm zu schlachten pflegte, sagten die J\u00fcnger zu Jesus: Wo sollen wir das Paschamahl f\u00fcr dich vorbereiten? Da schickte er zwei seiner J\u00fcnger voraus und sagte zu ihnen: Geht in die Stadt; dort wird euch ein Mensch begegnen, der einen Wasserkrug tr\u00e4gt. Folgt ihm, bis er in ein Haus hineingeht; dann sagt zu dem Herrn des Hauses: Der Meister l\u00e4sst dich fragen:<br \/>\nWo ist der Raum, in dem ich mit meinen J\u00fcngern das Paschalamm essen kann? Und der Hausherr wird euch einen gro\u00dfen Raum im Obergeschoss zeigen, der schon f\u00fcr das Festmahl hergerichtet und mit Polstern ausgestattet ist. Dort bereitet alles f\u00fcr uns vor! Die J\u00fcnger machten sich auf den Weg und kamen in die Stadt. Sie fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Paschamahl vor. W\u00e4hrend des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, gab ihn den J\u00fcngern und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das f\u00fcr viele vergossen wird. Amen, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich von Neuem davon trinke im Reich Gottes. Nach dem Lobgesang gingen sie zum \u00d6lberg hinaus (Mk 14, 12-16.22-26).<\/p>\n<p><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n<p>Herr Jesus Christus, du bist gegenw\u00e4rtig im Allerheiligsten Sakrament. Du bist einfach da! Du bist bei uns geblieben Tag und Nacht. Du wartest stets auf uns. Du hast immer Zeit f\u00fcr uns. So d\u00fcrfen wir dich zu jeder Zeit besuchen, vor dir unser Herz aussch\u00fctten, dir alles anvertrauen, oder einfach vor dir verweilen, uns in deiner Gegenwart ausruhen.\u00a0Danke, dass wir jetzt zur Ruhe kommen\u00a0und auf dein Wort h\u00f6ren d\u00fcrfen. Danke f\u00fcr deinen Heiligen Geist, in dem wir dein Wort verstehen k\u00f6nnen. Danke f\u00fcr deinen Heiligen Geist, der uns jetzt erf\u00fcllt und durchdringt. Dein Wort ber\u00fchre nun unser Herz und unser ganzes Leben. Dein Wort verwandle uns und schaffe uns neu. Dein Wort entfache in uns gro\u00dfe Liebe zur Eucharistie\u2026<\/p>\n<p><strong>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre<\/strong><\/p>\n<p>Ich \u00f6ffne mein Herz f\u00fcr die Gegenwart Jesu. Er ist da! Er hat mich zu sich eingeladen. Ich lasse mich von ihm bedienen und ansprechen. Der Herr spricht zu mir. Ich h\u00f6re seinem Wort aufmerksam zu&#8230; Ich lasse mich von seinem Wort ber\u00fchren\u2026 Ich verweile bei den Worten oder S\u00e4tzen, die mich ber\u00fchren\u2026 Ich nehme mir Zeit daf\u00fcr. Ich werde still\u2026<\/p>\n<p><strong>Gedanken zur Betrachtung<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><u>Er ist da!<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p>Mit dieser \u00dcberzeugung hat der Hl. Pfarrer von Ars die Erneuerung seiner Pfarrei angefangen. Stundenlang hat er verweilt vor dem Allerheiligsten Sakrament, in der Gegenwart Jesu. In seinen Predigten hat er immer wieder eine Pause gemacht, drehte sich um, zeigte auf den Tabernakel und sagte: \u201eEr ist da!\u201c Die Menschen, die dem Hl. Johannes Maria Vianney begegnet sind, merkten an seinem Gesicht eine lebendige Gegenwart Christi. Die J\u00fcnger aus dem heutigen Evangelium haben auch erfahren, dass Jesus da ist: bei der Vorbereitung des Mahles, w\u00e4hrend des Mahles, nach dem Mahl. Er wusste alles. Er freute sich\u00a0auf die Gemeinschaft und die Zusammenarbeit mit seinen J\u00fcngern.<\/p>\n<p>Wie nehme ich die Gegenwart Gottes in meinem Leben wahr? Freue ich mich dar\u00fcber, dass Jesus einfach da ist, da f\u00fcr mich? Lebe ich in seiner Gegenwart? Glaube ich daran, dass er auch in der Eucharistie gegenw\u00e4rtig ist, dass er im Tabernakel f\u00fcr immer bei uns geblieben ist? Habe ich Zeit f\u00fcr ihn?<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><u>Bittere Wahrheit&#8230;<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p>Jesus ist kein Spa\u00dfverderber. Eine Gemeinschaft, eine Tischgemeinschaft, die nicht in der Wahrheit wurzelt, kann ja nicht bestehen. Darum offenbart Jesus die bittere Wahrheit \u00fcber Judas Iskariot, \u00fcber jede und jeden von uns: Wir alle sind f\u00e4hig, Jesus zu verraten. Erst wenn wir dies erkennen und ehrlich sind, k\u00f6nnen wir das Brot in Liebe miteinander teilen. Es wird zum Brot der Vers\u00f6hnung, zum Brot der Liebe, zum Brot des Friedens. All diese Werte verraten wir immer wieder in der Nachfolge Jesu. Wenn wir es aber zugeben und bereuen, k\u00f6nnen wir wieder zu Jesus, zueinander und zu uns selbst finden.<\/p>\n<p>Sch\u00e4tze ich die Wahrheit? Kann ich dem anderen die Wahrheit sagen? Nehme ich die Wahrheit \u00fcber mich selbst an? Wo bel\u00fcge und t\u00e4usche ich mich selbst? Kann ich Jesus in die Augen schauen, wenn ich das Brot des Lebens aus seiner Hand empfange? Wie teile ich das Brot mit den anderen?<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><u>Jesus Christus aufnehmen<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p>Jesus hat sich beim\u00a0letzten Abendmahl an die Apostel verschenkt. Er hat ihnen seinen Leib zum Essen und sein Blut zum Trinken gegeben, ja damit hat er sich selbst verschenkt. Warum? Wozu? Er wollte eins mit uns sein. Er wollte uns seine Gegenwart und seine Liebe, seine Kraft und sein Leben schenken. So wollte er mit uns f\u00fcr immer bleiben. So will er auch heute mit uns eins sein. Jene, die ihn aufnehmen, k\u00f6nnen dies erfahren und Kraft haben, als seine\u00a0J\u00fcnger zu leben. Wer Jesus nicht ehrlich in sein Leben aufnimmt, der wird nie erfahren, wie g\u00fctig und barmherzig er ist. Der wird auch nicht f\u00e4hig, selbst g\u00fctig und barmherzig zu sein.<\/p>\n<p>Nehme ich Jesus bei mir auf? Teile ich alles mit ihm? Was verberge ich immer noch vor ihm? Wo hat er in meinem Leben immer noch nicht viel zu sagen? Freue ich mich, dass ich mit Jesus nie allein bin? Lebe ich aus der Kraft der Heiligen Kommunion? Verwandelt mich die Gegenwart Jesu?<\/p>\n<p><strong>Lobpreis<\/strong><\/p>\n<p><em>Lobe, Zion, deinen Hirten; dem Erl\u00f6ser der Verirrten stimme Dank und Jubel an.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Lass dein Lob zum Himmel dringen; ihn zu r\u00fchmen, ihm zu singen, hat kein Mensch genug getan.<\/em><\/p>\n<p><em>Er ist uns im Brot gegeben, Brot, das lebt und spendet Leben, Brot das Ewigkeit verhei\u00dft,\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Brot, mit dem der Herr im Saale dort beim \u00f6sterlichen Mahle die zw\u00f6lf J\u00fcnger hat gespeist.<\/em><\/p>\n<p><em>Lobt und preist, singt Freudenlieder; festlich kehrt der Tag uns wieder, jener Tag von Brot und Wein,<\/em><\/p>\n<p><em>da der Herr zu Tisch geladen und dies heilge Mahl der Gnaden setzte zum Ged\u00e4chtnis ein.<\/em><\/p>\n<p><em>Was bei jenem Mahl geschehen, sollen heute wir begehen und verk\u00fcnden seinen Tod.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Wie der Herr uns aufgetragen, weihen wir, Gott Dank zu sagen, nun zum Opfer Wein und Brot.<\/em><\/p>\n<p><em>Seht das Brot, der Engel Speise, Brot auf unsrer Pilgerreise, das den Hunger wahrhaft stillt.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Abrams Opfer hat\u2018s gedeutet, war im Manna vorbereitet, fand im Osterlamm sein Bild.<\/em><\/p>\n<p><em>Guter Hirt, du Brot des Lebens, wer dir traut, hofft nicht vergebens, geht getrost durch diese Zeit.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Die du hier zu Tisch geladen, ruf auch dort zum Mahl der Gnaden in des Vaters Herrlichkeit.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>Vorsatz<\/strong><\/p>\n<p>Ich versuche aus der Kraft der Heiligen Kommunion zu leben!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er ist da! 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