{"id":5914,"date":"2024-05-06T11:28:03","date_gmt":"2024-05-06T09:28:03","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=5914"},"modified":"2024-05-06T11:28:03","modified_gmt":"2024-05-06T09:28:03","slug":"p-edgar-hasler-ms-ist-in-die-ewige-heimat-aufgebrochen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=5914","title":{"rendered":"P. Edgar Hasler MS ist in die ewige Heimat aufgebrochen&#8230;"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\">Auf der Todesanzeige von unserem Mitbruder Edgar steht das Wort vom Hl. Paulus, das wir eben geh\u00f6rt haben: <em>Ich habe das Verlangen, aufzubrechen und bei Christus zu sein.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das ist das Ziel unseres Lebens, f\u00fcr immer bei Christus, bei Gott zu sein. Im Evangelium haben wir aber geh\u00f6rt, dass dieses Aufbrechen nicht immer einfach ist. F\u00fcr die Emmaus-J\u00fcnger war dieses Aufbrechen einmal eine Flucht vor Entt\u00e4uschung, einmal eine schnelle R\u00fcckkehr, um den anderen die frohe Botschaft mitzuteilen. So oder so haben beide Aufbr\u00fcche mit einer Gotteserfahrung zu tun gehabt. P. Edgar meinte dazu folgendes:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Manche sind sofort bereit aufzubrechen, zu neuen Ufern vorzustossen. Andere brauchen Tage, Wochen, ja vielleicht sogar Jahre um sich selbst zu \u00fcberzeugen, um andere zu \u00fcberreden, zu \u00fcberzeugen.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Wir brechen auf mit mehr oder weniger leichtem Gep\u00e4ck, das wir f\u00fcr die Reise bereit gemacht haben. Aber wie oft m\u00fcssen wir zuerst innere Vorbehalte, Hemmnisse, \u00c4ngste \u00fcberwinden. Gerade die \u00c4ngste w\u00e4ren schweres Gep\u00e4ck. Wir wollen nicht stolpern, nicht unter \u00e4usserlichem oder innerlichem Gep\u00e4ck zusammenbrechen.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/salettiner.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMG_2504-2.heic\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-5917 size-full\" src=\"https:\/\/salettiner.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMG_2504-2.heic\" alt=\"\" width=\"4032\" height=\"3024\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie oft brach P. Edgar auf? Unz\u00e4hlige Male hat er es getan. Zuerst mal von Zuhause hier in die Untere Waid, wo er die Schule gemacht und der Kongregation der Salettiner beigetreten ist. Dann brach er nach Fribourg auf, wo er Theologie, dann Wissenschaften studierte. Von dort kam er wieder in die Untere Waid, wo er am Gymnasium Untere Waid neun Jahre unterrichtete. Von hier aus brach er nach Sindelfingen auf um dort gut 30 Jahre als Seelsorger zu wirken, mit den jungen Menschen neue Wege zu beschreiten und zu armen Missionsl\u00e4ndern aufzubrechen. Vor allem f\u00fcr Angola und Bolivien schlug sein Herz.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Als P. Edgar 70 wurde brach er wieder auf, um in das Mutterhaus in die Untere Waid zur\u00fcckzukehren. Er wollte nicht als Pflegefall hierher kommen. Gut vier Jahre durfte er noch in der Seelsorge mitwirken. Dann kam leider die Krankheit, die ihm die Sprache wegnahm. Jahrelang k\u00e4mpfte er sich durch, bis er f\u00fcr den letzten Aufbruch bereit war. Er selbst schrieb dazu:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Dann kommt jene Stunde, die uns Angst macht, die Stunde des Abschieds. Dabei verbergen wir gerne die wahren Gef\u00fchle. Wir erfahren aber, dass Lachen und Weinen nahe beisammen liegen. Ein lachender Abschied in die Befreiung, in die Entdeckung und Erfahrung von ganz neuen Welten.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Wie viele unserer sch\u00f6nsten Volkslieder singen von der Sehnsucht, zu entdecken, was hinter \u00abjenen Bergen\u00bb liegt, was sich hinter fernen Horizonten verbirgt.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Aber eben davor steht das Losl\u00f6sen, geliebte Menschen zur\u00fccklassen, langgehegte Vorlieben aufgeben, aus der Geborgenheit hinaus treten in die Verletzlichkeit, in das Ungesch\u00fctzt sein. <\/em><em>Das Ungesch\u00fctzt sein kann den nicht \u00fcberw\u00e4ltigen, der im Vertrauen geborgen ist. <\/em><em>Dieses Vertrauen gilt Gott, oder gilt Mitmenschen oder gilt den eigenen Kr\u00e4ften. <\/em><em>Dementsprechend ist es Vertrauen auf festen Grund oder Vertrauen auf ein wankendes Gebilde.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Ich m\u00f6chte wie Abraham vertrauen k\u00f6nnen auf jenen Ungesehenen und doch Lebendigen der ihm \/ mir feste Zusage gibt.\u00a0 Vertrauen ist Grundlage eines unersch\u00fctterlichen Glaubens, der wiederum tiefes Vertrauen schenkt\u2026<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Wer nicht aufbricht aus alten Gewohnheiten, nicht ausbricht aus vorgefassten Vorstellungen, nicht hinter sich l\u00e4sst eingeimpfte Meinungen, die nur von anderen stammen, der kann keine Begegnung erfahren. Begegnung ist zugleich schenken und beschenkt werden.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Nur wenn ich <strong>mich<\/strong> dem andern \u00f6ffne, ihm nicht nur Dinge und Geschehnisse mitteile, sondern <strong>mich selbst <\/strong>mitteile, ob Freude oder Schmerz, ob Glaube oder Entt\u00e4uschung, ob Lachen, ob Emp\u00f6rung, nur dann vollzieht sich wirklich Begegnung.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Ausbrechen aus dem eigenen Gef\u00e4ngnis starrer Meinungen und unterdr\u00fcckter Gef\u00fchle, Freundlichkeit akzeptieren und in der Begegnung wandeln in Freundschaft \u2013 vielleicht gelingt das wenigstens hie und da. Die Einsamkeit durchbrechen\u2026<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/salettiner.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMG_2520-2.heic\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5918\" src=\"https:\/\/salettiner.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMG_2520-2.heic\" alt=\"\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nun war P. Edgar in der vergangenen Woche bereit aufzubrechen im festen Vertrauen auf Gott, der ihm eine ewige Heimat, einen Ort des ewigen Friedens vorbereitet hat.\u00a0<em>Ich habe das Verlangen, aufzubrechen und bei Christus zu sein. <\/em>Dein Verlangen Edgar ist nun erf\u00fcllt. Der auferstandene Herr schenke dir sein Erbarmen und seine Freude.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und wo stehen wir heute? Hat uns dieses Wort vom Aufbrechen angesprochen? Sind auch wir bereit, unsere Gep\u00e4cke und \u00c4ngste zu verlassen, um Neues zu wagen im Vertrauen auf den Auferstandenen, der uns auf dem Weg begleitet und uns den Sinn des Lebens erschliesst? Sind wir bereit, eine echte Begegnung zu wagen mit uns selbst, mit den anderen und nicht zuletzt mit Gott selbst? Sind wir zu echter Freundschaft bereit, zu der Jesus uns einl\u00e4dt? Wollen wir sie auch mit den anderen teilen, gleich im Brechen des Brotes und im allt\u00e4glichen Leben? Brechen auch wir auf, um Freiheit und Leben in F\u00fclle zu haben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/salettiner.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMG_2513-2.heic\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5919\" src=\"https:\/\/salettiner.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMG_2513-2.heic\" alt=\"\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong> <a href=\"https:\/\/salettiner.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Todesanzeige-P.-Edgar-Hasler-MS_Mitbruder.pdf\">Todesanzeige &#8211; P. Edgar Hasler MS<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Todesanzeige von unserem Mitbruder Edgar steht das Wort vom Hl. 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