{"id":5458,"date":"2023-02-17T22:34:50","date_gmt":"2023-02-17T21:34:50","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=5458"},"modified":"2023-02-18T12:08:35","modified_gmt":"2023-02-18T11:08:35","slug":"betrachtung-zum-7-sonntag-im-jahreskreis-a-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=5458","title":{"rendered":"Betrachtung zum 7. Sonntag im Jahreskreis A"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Wen liebe ich?\u00a0\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><i>In jener Zeit sprach Jesus zu seinen J\u00fcngern: Ihr habt geh\u00f6rt, dass gesagt worden ist: Auge f\u00fcr Auge und Zahn f\u00fcr Zahn. Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas B\u00f6ses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schl\u00e4gt, dann halt ihm auch die andere hin! Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel! Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm! Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab! Ihr habt geh\u00f6rt, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen N\u00e4chsten lieben\u00a0und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet f\u00fcr die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet; denn er l\u00e4sst seine Sonne aufgehen \u00fcber B\u00f6sen und Guten und er l\u00e4sst regnen \u00fcber Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr n\u00e4mlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn k\u00f6nnt ihr daf\u00fcr erwarten? Tun das nicht auch die Z\u00f6llner? Und wenn ihr nur eure Br\u00fcder gr\u00fc\u00dft, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!<\/i> (Mt 5,38-48).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr Jesus Christus, du sprichst uns mit deinem Wort an. Du willst uns die Sehns\u00fcchte deines Herzens anvertrauen. So oft h\u00f6ren wir nur uns selbst. So oft reden nur wir zu dir, statt dir auch einmal einfach zuzuh\u00f6ren&#8230; Mache uns ganz offen f\u00fcr dich, f\u00fcr dein Wort, f\u00fcr dein Herz. Lehre uns lieben, wirklich selbstlos lieben, selbst unsere Feinde. Dein Heiliger Geist reinige und durchgl\u00fche uns mit seiner Kraft, damit wir f\u00e4hig werden, aus uns selbst hinaus auf den anderen zu! Heiliger Geist, du Feuer der ewigen Liebe des Vaters und des Sohnes, komm auf uns herab und entfache uns neu. Mit dir ist das menschlich Unm\u00f6gliche m\u00f6glich. Heiliger Geist, gie\u00df deine Liebe in unseren Herzen aus und durch uns in die weite Welt hinaus&#8230;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus, du bist mein Freund und Retter. Du hast dich f\u00fcr mich hingegeben. Du hast mich bis in den Tod geliebt. Ziehe mich an dich. Lass mich deine reine und grenzenlose Liebe erfahren. Dr\u00fccke mich an dein Herz. Nur so kann ich wirklich erfahren, was die Liebe ist. Erf\u00fclle mich neu mit deinem Geist der Liebe, mit deinem lebendigen Wort. M\u00f6ge dieses Wort in mir Fleisch werden. Heiliger Geist f\u00fchre und leite mich&#8230;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gedanken zur Betrachtung<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><u>Wen liebt Gott?<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das ist eine interessante Frage. Wir k\u00f6nnen pauschal sagen: Gott liebt alle Menschen. Er nimmt uns ja durch die Taufe als seine geliebten Kinder an. Und damit haben wir auch Recht: Gott hat alle Menschen gern. Wer sind aber alle Menschen vor Gott? Wir alle sind S\u00fcnder. Das ist unsere t\u00e4gliche, sehr schmerzliche Erfahrung. Jedes Versagen, jede S\u00fcnde macht uns aber zu Feinden Gottes. Sie richtet sich gegen Gott und verletzt sein z\u00e4rtliches, v\u00e4terliches Herz. Gott liebt also uns, seine Feinde!!! Seine Liebe ist grenzenlos. Sie ist eine barmherzige, verzeihende Liebe. Jesus hat sie uns durch sein Kreuz erwiesen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Freue ich mich dar\u00fcber, dass ich Gottes Kind bin? Sch\u00e4tze ich diese W\u00fcrde? Helfe ich auch den anderen, diese W\u00fcrde zu entdecken und zu bewahren? Habe ich ein gutes Gewissen? Kann ich die S\u00fcnde in meinem pers\u00f6nlichen Leben erkennen? Kann ich sie beim Namen nennen. Kann ich zu ihr stehen? Ist mit bewusst, dass ich durch jede S\u00fcnde zum Feind Gottes werde? Wie f\u00fchle ich mich dann vor ihm? Glaube ich, dass Gott, der Vater, mich nicht \u201ef\u00fcr etwas\u201c, sondern \u201etrotzt allem\u201c liebt? Mache ich mir diese Liebe zu Eigen?<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><u>Umdenken k\u00f6nnen<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus, die Liebe des Vaters, fordert uns auf, umzudenken! Wir sollen wie er dem B\u00f6sen eine Grenze setzen. Ja, der Verzicht auf die Rache ist gefragt! Wenn wir das B\u00f6se zur\u00fcckzahlen, werden dadurch weder wir noch die Welt besser. Im Gegenteil, das B\u00f6se wird sich nur ausbreiten. Darum befiehlt Jesus seinen J\u00fcngern, auf das B\u00f6se in jeder Gestalt zu verzichten und das Gute zu tun. Das B\u00f6se kann letztlich nur durch das Gute besiegt werden. Die Barmherzigkeit muss \u00fcber die Gerechtigkeit siegen. Das Mehr an Liebe und G\u00fcte ist gefragt!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie reagiere ich, wenn die Mitmenschen mich beleidigen oder verletzen? Mit Aufregung, Beschimpfung, Rache? Wann zahle ich das B\u00f6se zur\u00fcck? Warum? Kann ich dem B\u00f6sen in meinem Leben eine Grenze setzten? Mache ich dem anderen bewusst, wie sehr sein schlechtes Tun mich verletzt? Helfe ich gerne den anderen? Bin ich bereit, selbstlos zu lieben in Wort und Tat? Wann ist mir gelungen, das B\u00f6se durch das Gute zu besiegen?<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><u>Liebe ich meine Feinde?<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott ist Vater. Er liebt alle seine Kinder: Die Gerechten und die Ungerechten, die Guten und die B\u00f6sen. Er ist gut zu allen, weil er eben Vater ist. Er kann nicht anders als lieben, selbst wenn jedes B\u00f6se sein Herz zerrei\u00dft! Das Gleiche erwarte er von uns, von seinen Kindern. Wir sollen ja wie er vollkommen sein. Das Einzigartige des Christentums ist die Feindesliebe. Einen N\u00e4chsten zu lieben, der mich liebt, ist nicht schwer. Einen Feind zu lieben, der mich nicht gern hat, mich vor den anderen auslacht, mich auf der Stra\u00dfe beschimpft, mich verletzt, einfach immer gegen mich ist, ist schwer, manchmal sehr schwer. Wir Christen fangen aber damit an, immer wieder und immer neu.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sind die Menschen meine Schwestern und Br\u00fcder? Wer ist zu meinem Feind geworden? Wem gehe ich gerne aus dem Weg? Warum? Habe ich versucht, meine Beziehung zu ihm zu \u00e4ndern? Lasse ich mich von Jesus herausfordern, oder will ich alles beim Alten lassen? Auf wen hin soll ich heuten den ersten Schritt machen? Bete ich f\u00fcr die Menschen, die etwas gegen mich haben? Wem habe ich etwas B\u00f6ses gew\u00fcnscht? Ist mir bewusst, dass dies die gr\u00f6\u00dfte S\u00fcnde ist, weil sie sich gegen das Herz Gottes richtet? Habe ich es bereut? F\u00fcr wen wurde ich zum Feind? Warum? Habe ich mich entschuldigt? Warum nicht?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lobpreis<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Wo ich auch stehe, du warst schon da.<br \/>\nWenn ich auch fliehe, du bist mir nah.<br \/>\nWas ich auch denke, du wei\u00dft es schon.<br \/>\nWas ich auch f\u00fchle, du wirst verstehn.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Und ich danke dir, dass du mich kennst und trotzdem liebst.<br \/>\nUnd dass du mich beim Namen nennst und mir vergibst.<br \/>\nHerr, du richtest mich wieder auf,<br \/>\nund du hebst mich zu dir hinauf.<br \/>\nJa, ich danke dir, dass du mich kennst und trotzdem liebst.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Du kennst mein Herz, die Sehnsucht in mir.<br \/>\nAls wahrer Gott und Mensch warst du hier.<br \/>\nIn allem uns gleich und doch ohne Schuld.<br \/>\nDu bist barmherzig, voller Geduld.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Und ich danke dir, dass du mich kennst und trotzdem liebst.<br \/>\nUnd dass du mich beim Namen nennst und mir vergibst.<br \/>\nHerr, du richtest mich wieder auf,<br \/>\nund du hebst mich zu dir hinauf.<br \/>\nJa, ich danke dir, dass du mich kennst und trotzdem liebst.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Vorsatz<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich bringe jeden Menschen zu Gott, der etwas B\u00f6ses tut.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wen liebe ich?\u00a0\u00a0 In jener Zeit sprach Jesus zu seinen J\u00fcngern: Ihr habt geh\u00f6rt, dass gesagt worden ist: Auge f\u00fcr Auge und Zahn f\u00fcr Zahn. 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