{"id":5141,"date":"2022-07-27T06:05:56","date_gmt":"2022-07-27T04:05:56","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=5141"},"modified":"2022-07-27T06:06:47","modified_gmt":"2022-07-27T04:06:47","slug":"betrachtung-zum-18-sonntag-im-jahreskreis-c-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=5141","title":{"rendered":"Betrachtung zum 18. Sonntag im Jahreskreis C"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Meine Sch\u00e4tze<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><i>In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen! Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler bei euch eingesetzt? Dann sagte er zu den Leuten: Gebt Acht, h\u00fctet euch vor jeder Art von Habgier! Denn das Leben eines Menschen besteht nicht darin, dass einer im \u00dcberfluss seines Besitzes lebt. Und er erz\u00e4hlte ihnen folgendes Gleichnis: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte. Da \u00fcberlegte er bei sich selbst: Was soll ich tun? Ich habe keinen Platz, wo ich meine Ernte unterbringen k\u00f6nnte. Schlie\u00dflich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abrei\u00dfen und gr\u00f6\u00dfere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorr\u00e4te unterbringen. Dann werde ich zu meiner Seele sagen: Seele, nun hast du einen gro\u00dfen Vorrat, der f\u00fcr viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink und freue dich! Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zur\u00fcckfordern. Wem wird dann das geh\u00f6ren, was du angeh\u00e4uft hast? So geht es einem, der nur f\u00fcr sich selbst Sch\u00e4tze sammelt, aber bei Gott nicht reich ist<\/i> (Lk 12,13-21).<em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr Jesus Christus. Wir d\u00fcrfen mit allem zu dir kommen. Du hast immer ein offenes Ohr f\u00fcr uns. Nur du bist unser Meister, der Meister des Lebens. Offenbare uns unser eigenes Herz und sein Verlangen. Lass uns zuerst \u00fcber uns selber urteilen, bevor wir wagen, etwas \u00fcber die anderen zu sagen. Jesus, schenke uns deinen heiligen Geist, damit wir dein Wort verstehen k\u00f6nnen. Heiliger Geist, du Geist der Liebe, du Geist der Wahrheit, entfache uns neu. Verbrenne in uns alles, was uns hindert, bei Jesus zu bleiben und auf ihn zu h\u00f6ren. Komm auf uns herab, Heiliger Geist, und schaffe uns heute neu!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus, du allein begreifst meine Sorgen. Deine Sorge ist es, mir die Wahrheit zu sagen und mich gl\u00fccklich zu machen. Lass mich frei werden von jeder \u00fcbertriebenen Sorge. Sprich nun zu mir. Hilf mir, dein Wort anzunehmen und nach ihm zu leben. Ich verweile gerne bei deinen Worten, die mich pers\u00f6nlich ansprechen. Ich nehme mir Zeit daf\u00fcr. Ich werde ruhig und still\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gedanken zur Betrachtung<\/strong><\/p>\n<p>1. Das Verlangen meines Herzens<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Unsere Worte verraten das Verlangen unseres Herzens. Ein Mann bittet Jesus um Hilfe bei der Erbschaftsverteilung. Er wirft seinem Bruder Ungerechtigkeit und Habgier vor. Jener hat ja das ganze Verm\u00f6gen des Vaters in Besitz genommen. Gem\u00e4\u00df dem Gesetz soll er doch ein Drittel vom Ganzen an die anderen m\u00e4nnlichen Erben verteilen. Das Geld machte ihn blind f\u00fcr die anderen. Der Bittende ist aber nicht besser als sein Bruder. Er will auch an das Geld heran. Vielleicht war das auch nicht wenig! Sein Herz verbirgt auch dieses versteckte Verlangen nach mehr und mehr. Darum warnt uns Jesus vor jeder Art von Habgier. Sie kann den Menschen versklaven und zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wonach verlangt mein Herz wirklich? Sehne ich mich nach mehr materiellen G\u00fctern als nach geistigen Werten? Lasse ich mich von dieser Sehnsucht bestimmen? Bin ich neidisch und eifers\u00fcchtig? Worauf? Bin ich gerecht bei der Verteilung der verschiedenen G\u00fcter? Warum handle ich ungerecht?<\/p>\n<p>2. Worin besteht der Sinn meines Lebens?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus antwortet darauf:\u00a0<em>Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines gro\u00dfen Verm\u00f6gens im \u00dcberfluss lebt.\u00a0<\/em>Das Materielle ist nicht alles im menschlichen Leben. Der Mensch wurde von Gott zur Freundschaft mit ihm und mit den Anderen berufen. Er soll f\u00e4hig sein, die Liebe zu schenken und zu empfangen. Er soll Gott, seinem Vater dienen und mit ihm ewig herrschen. Anderenfalls macht er das Geld zu seinem G\u00f6tzen, den er gerne anbetet, dem er sich hingibt wie der Mann, von dem Jesus in seinem Beispiel erz\u00e4hlt. Letztendlich muss er aber schmerzlich erfahren, wie nichtig sein Bem\u00fchen war, wie sinnlos er sein Leben verspielt hat. Der Sinn des Lebens besteht darin, dass wir Gott unserem Vater dienen und alles von ihm erwarten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kenne ich den Sinn meines Lebens? Bin ich ein Freund Gottes und ein Freund der Mitmenschen? Wo lasse ich mich vom Geld beherrschen? Wonach bin ich gierig? Lasse ich mich von all den masslosen Konsumangeboten verf\u00fchren, wie faulenzen, essen, trinken, sich des Lebens freuen? Kann ich meine Begierden beherrschen? Wurde mir das Geld schon zu einem G\u00f6tzen, dem ich diene?<\/p>\n<p>3. Mein Schatz im Himmel<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus verachtet den Wert des Geldes nicht. Er warnt uns nur vor seinem schlechten Gebrauch. Es geht ihm darum, dass wir all die Sch\u00e4tze, die wir haben, nicht f\u00fcr uns selbst sammeln, sondern sie miteinander teilen und so vor Gott reich werden. Sonst werden wir zu Narren, die nur an sich selbst denken und das eigene ICH beweihr\u00e4uchern. Der Mann aus dem Beispiel Jesu ist Gott f\u00fcr seine Ernte nicht dankbar. Er kennt nur zwei Hauptw\u00f6rter: \u201emein\u201c und \u201eich\u201c. Meine Ernte, meine Scheunen, mein ganzes Getreide, meine Vorr\u00e4te. Er ist vom eigenen Ich so sehr aufgezehrt, dass er nicht einmal auf die Idee kommt, Gott nach seinem Willen zu fragen. In sich selbst verschlossen wird er blind f\u00fcr die Menschen um sich. Im Tode muss er alles zur\u00fccklassen und mit leeren H\u00e4nden vor Gott stehen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Denke ich in meinem Handeln nur an mich selbst? Wo merke ich meinen Egoismus? Bin ich dankbar f\u00fcr die Gaben Gottes? Kann ich sie mit den anderen teilen und so Sch\u00e4tze im Himmel sammeln? Wie tue ich das konkret? Bin ich grossz\u00fcgig? Bin ich wirklich reich vor Gott? Kann ich mich auf Gott, auf seine G\u00fcte, auf seinen Willen verlassen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lobpreis<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Mein Blick richtet sich auf zu den H\u00f6hen<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Von wo mir Hilfe naht<br \/>\nAll meine Hilfe such` ich in ihm<br \/>\nGott der Barmherzigkeit<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Hab` ich mich verlaufen, so suchst du mich<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Herr h\u00e4ltst mich in deinem Arm\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>In meinem Schmerz begegnest du mir\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Nimmst mich bedingungslos an.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Selig die Barmherzigen, die in der Liebe sind\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Denn sie werden Erbarmen finden.\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Wenn nicht du die Schuld vergibst,\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Wer k\u00f6nnte vor dir bestehen<br \/>\nIn der Vergebung liegt alle Kraft\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Die Kraft die uns f\u00e4hig macht\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Die Schuld ist getragen von Gottes Sohn\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Steigt von den Toten herauf\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Sein Heiliger Geist l\u00e4sst es uns h\u00f6ren<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u201eJesus ist der Herr\u201c\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Selig die Barmherzigen, die in der Liebe sind\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Denn sie werden Erbarmen finden.\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Und jede Angst, sie weicht vor ihm, denn er hat dich befreit<br \/>\nVertraue auf die Kraft des Herrn, Er lebt f\u00fcr alle Zeit.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Vorsatz<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich teile mit den Bed\u00fcrftigen mein Verm\u00f6gen, meine Zeit, mich selbst!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Sch\u00e4tze In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen! 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