{"id":5033,"date":"2022-04-29T22:57:33","date_gmt":"2022-04-29T20:57:33","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=5033"},"modified":"2022-04-30T16:29:39","modified_gmt":"2022-04-30T14:29:39","slug":"betrachtung-zum-3-ostersonntag-c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=5033","title":{"rendered":"Betrachtung zum 3. Ostersonntag C"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Jesus gibt dich nie auf\u2026<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><i>In jener Zeit offenbarte sich Jesus den J\u00fcngern noch einmal, am See von Tib\u00e9rias, und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt D\u00eddymus, Nat\u00e1na\u00ebl aus Kana in Galil\u00e4a, die S\u00f6hne des Zebed\u00e4us und zwei andere von seinen J\u00fcngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die J\u00fcnger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas finden. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es. Da sagte der J\u00fcnger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus h\u00f6rte, dass es der Herr sei, g\u00fcrtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See. Dann kamen die anderen J\u00fcnger mit dem Boot \u2013 sie waren n\u00e4mlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen \u2013 und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her. Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot liegen. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt! Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundf\u00fcnfzig gro\u00dfen Fischen gef\u00fcllt,\u00a0und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den J\u00fcngern wagte ihn zu befragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran,\u00a0nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den J\u00fcngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war. Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du wei\u00dft, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine L\u00e4mmer! Zum zweiten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du wei\u00dft, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm:\u00a0Weide meine Schafe! Zum dritten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: Liebst du mich? Er gab ihm zur Antwort: Herr, du wei\u00dft alles; du wei\u00dft, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! Amen, amen, ich sage dir: Als du j\u00fcnger warst, hast du dich selbst geg\u00fcrtet und gingst, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine H\u00e4nde ausstrecken und ein anderer wird dich g\u00fcrten und dich f\u00fchren, wohin du nicht willst. Das sagte Jesus, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen werde. Nach diesen Worten sagte er zu ihm: Folge mir nach!<\/i> (Joh 21,1-19).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr Jesus Christus, du wartest auf uns in unserem Alltag. Du hast Zeit f\u00fcr uns, selbst wenn wir mit tausend anderen Sachen besch\u00e4ftigt sind. Du sprichst uns z\u00e4rtlich an, um uns Mut zu machen und uns zu helfen. \u00d6ffne unsere Augen f\u00fcr deine Gegenwart. \u00d6ffne unsere Ohren f\u00fcr dein Wort. \u00d6ffne unser Herz f\u00fcr deinen Geist der Liebe. Komm, Heiliger Geist auf uns herab und durchflute uns ganz mit deiner Liebe. Heiliger Geist entfache uns und wecke uns zu neuem Leben auf.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus, du sprichst mich mit deinem guten Wort an. Wenn ich auf dich h\u00f6re, werde ich Wunder erfahren. Hilf mir mit einem gl\u00e4ubigen Herzen auf dein Wort zu h\u00f6ren. Ich sehne mich nach deinem Wort. Rede, Herr, denn dein Diener h\u00f6rt\u2026 Ich nehme mir Zeit daf\u00fcr\u2026 Ich werde still\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gedanken zur Betrachtung<\/strong><\/p>\n<p><em>1. Wer ist wirklich der Herr?\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Simon Petrus geht in seine Heimat zur\u00fcck. Dort wollte der auferstandene Jesus seinen J\u00fcngern begegnen. Einst bekannte Petrus: Jesus, du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes. Du bist der Herr! Darum machte ihn Jesus zu Petrus, zum Felsen. Nun f\u00e4ngt er an, selbst f\u00fcr sich der Herr zu sein. Er nimmt seinen alten Beruf auf, verf\u00e4llt wieder in den alten Trott, nimmt sein Schicksal in seine H\u00e4nde und bleibt erfolgslos. Er sp\u00fcrt deutlich, wie begrenzt und br\u00fcchig seine Herrschaft ist: m\u00fchevolle Nacht, leere Netze, Entt\u00e4uschung, Misserfolg\u2026 Ja, so ist die Herrschaft eines Menschen, so ist es, wenn der Mensch Gott aufgibt\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was hat sich nach Ostern in meinem Leben ge\u00e4ndert? Wo bin ich \u00fcberall in das Alte zur\u00fcckgefallen? Wo spiele ich selber den Herrn meines Lebens? Wo erfahre ich eine Nacht, Angst, Misserfolg? Wo sehne ich mich nach dem Auferstandenen? Was tue ich ohne Jesus, den auferstandenen Herrn? Warum eigentlich?<\/p>\n<p><em>2. Es ist der Herr!<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Petrus muss neu lernen, Jesus sein ganzes Leben anzuvertrauen. So l\u00e4sst er sich von ihm ansprechen. Ohne ein Wort zu verlieren, wirft er seine Netze aus und erf\u00e4hrt ein Wunder! Er muss sich auch von Johannes sagen lassen, dass es der Herr sei, der sie als seine Kinder angesprochen hat. Dem Herrn will nun Petrus pers\u00f6nlich begegnen. Er hat es eilig. Er will diese Chance ergreifen. Er bedeckt seine Nacktheit und schwimmt zu Jesus. Was da zwischen den beiden Jesus und Petrus geschah, wissen wir nicht. Er h\u00f6rt jetzt auf Jesus und bringt von den gefangenen Fischen. Er l\u00e4sst sich von Jesus bedienen und wei\u00df selber genau, dass es der Herr ist. Sein Herr, der ihn nie aufgibt!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bin ich offen f\u00fcr Gott, der immer wieder auf mich zukommt? Lass ich mich von ihm ansprechen, auch wenn ich versagt habe? Sehne ich mich nach einer echten Begegnung mit Jesus? Bin ich bereit, neu auf seine Stimme zu h\u00f6ren? Gehorche ich ihm? Wann erkenne ich Jesus als den auferstanden Herrn? Ist er wirklich der Herr meines ganzen Lebens? Wo lasse ich ihn noch nicht herrschen?<\/p>\n<p><em>3. Herr, du wei\u00dft alles\u2026<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist nicht einfach, immer wieder neu anzufangen. Wie kann man einem in die Augen schauen, den man eigentlich verleugnet hat? Jesus selbst, der auferstandene Herr, macht es m\u00f6glich. Er gab Petrus und den anderen J\u00fcngern zu essen. Nun holt er Petrus dort ab, wo er gerade steht: dort wo er f\u00fcr sich selbst der Herr ist:\u00a0<em>Simon, Sohn des Johannes<\/em>. Er macht ihm keine Vorw\u00fcrfe. Er stellt ihm nur die wichtigste und entscheidende Frage:\u00a0<em>Liebst du mich? Liebst du mich mehr als diese?<\/em>\u00a0Dreimal beteuert Simon Jesus:\u00a0<em>Ja, Herr, du wei\u00dft alles, du\u00a0wei\u00dft, dass ich dich liebe.<\/em>\u00a0Nun ist Jesus wieder sein Herr, seine einzige Liebe trotz allem! Nun kann er wieder Jesus folgen, sich kleiden und f\u00fchren lassen, wohin er nicht will.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie reagiere ich auf meine Schwachheit, auf mein Versagen? Kann ich sie annehmen? Kann ich mir selbst vergeben? Glaube ich an Jesus uns seine verzeihende Liebe? Glaube ich daran, dass Jesus mich nie aufgibt, selbst wenn ich ihn schon viele Male aufgegeben habe? Wie nehme ich die verzeihende Liebe Gottes auf? Freue ich mich dar\u00fcber? Will ich mit Jesus an jedem Morgen neu anfangen? Wie oft sage ich zu Jesus:\u00a0<em>Du, Herr, du wei\u00dft alles. Du wei\u00dft, dass ich dich liebe<\/em>?\u00a0Gib dich nicht auf, weil Jesus dich nie aufgibt!!!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lobpreis<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Werd ich dir folgen, was auch geschieht<br \/>\nWerd ich dir treu sein, wenn keiner mich sieht<br \/>\nKann ich mein Kreuz tragen, den schmalen Weg gehn<br \/>\nMich selbst verleugnen, dem Stolz widerstehn?<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Dreimal werde ich schwach<br \/>\nDreimal leugne ich dich<br \/>\nDreimal fragst du mich nur: Liebst du mich?<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Du wei\u00dft alles Herr, du wei\u00dft dass ich dich liebe<br \/>\nSelbst wenn alles f\u00e4llt, so wei\u00df ich doch<br \/>\nIch bliebe in deiner Liebe<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Werd ich dir folgen ans Ende der Welt<br \/>\nAlles verlassen was mich noch h\u00e4lt<br \/>\nWerd ich im Kampf bis zum Ende bestehn<br \/>\nDie H\u00e4nde am Pflug und nicht mehr r\u00fcckw\u00e4rts sehn?<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Vorsatz<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jeden Morgen bekenne ich Jesus meine Liebe und tue dann alles mit ihm\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jesus gibt dich nie auf\u2026 In jener Zeit offenbarte sich Jesus den J\u00fcngern noch einmal, am See von Tib\u00e9rias, und er offenbarte sich in folgender Weise. 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