{"id":4952,"date":"2022-01-29T16:38:48","date_gmt":"2022-01-29T15:38:48","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=4952"},"modified":"2022-01-29T16:38:48","modified_gmt":"2022-01-29T15:38:48","slug":"betrachtung-zum-4-sonntag-im-jahreskreis-c-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=4952","title":{"rendered":"Betrachtung zum 4. Sonntag im Jahreskreis C"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>In meiner Heimat<\/em><\/strong><\/p>\n<p><i>In jener Zeit begann Jesus in der Synagoge in Nazaret darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben geh\u00f6rt habt, erf\u00fcllt. Alle stimmten ihm zu; sie staunten \u00fcber die Worte der Gnade,\u00a0die aus seinem Mund hervorgingen, und sagten: Ist das nicht Josefs Sohn? Da entgegnete er ihnen: Sicher werdet ihr mir das Sprichwort vorhalten: Arzt, heile dich selbst! Wenn du in Kaf\u00e1rnaum so gro\u00dfe Dinge getan hast, wie wir geh\u00f6rt haben, dann tu sie auch hier in deiner Heimat! Und er setzte hinzu: Amen, ich sage euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt. Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des El\u00edja, als der Himmel f\u00fcr drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine gro\u00dfe Hungersnot \u00fcber das ganze Land kam. Aber zu keiner von ihnen wurde El\u00edja gesandt, nur zu einer Witwe in Sar\u00e9pta bei Sidon. Und viele Auss\u00e4tzige gab es in Israel\u00a0zur Zeit des Propheten El\u00edscha. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer N\u00e1aman. Als die Leute in der Synagoge das h\u00f6rten, gerieten sie alle in Wut. Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabst\u00fcrzen. Er aber schritt mitten durch sie hindurch und ging weg<\/i> (Lk 4,21-30).<\/p>\n<p><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n<p>Herr Jesus Christus. In der Kraft des Heiligen Geistes hast du in der Synagoge in Nazareth ein Gnadenjahr ausgerufen. An dir hat sich das Wort des Propheten Jesaja erf\u00fcllt. Du kommst auch in unser Heute, in unsere Heimat. Du bist da. Du rufst auch heute ein Jahr der Gnaden, ein Jahr der Barmherzigkeit aus. Lass uns dich erkennen und dir vertrauen. Schenke uns deinen Geist, dass wir dich begreifen und dir ohne Vorurteile, ohne Bedenken glauben. Erf\u00fclle uns mit deinem Geist der Wahrheit und der St\u00e4rke sowie mit dem Geist des Glaubens und der Liebe, damit wir Hoffnung haben heute und morgen. Komm, Heiliger Geist, und bete du in uns, entfache uns neu, erf\u00fclle uns mit deiner grenzenlosen Liebe!<\/p>\n<p><strong>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre<\/strong><\/p>\n<p>Freue dich \u00fcber die Gegenwart Jesu in deiner Heimat, in deinem Herzen! Lass ihn nur wirken. Vernimm aufmerksam seine Worte. Vertraue darauf, dass sie heute f\u00fcr dich sind. Lass dich von ihnen ansprechen und ber\u00fchren. Verweile bei den Worten oder S\u00e4tzen, die dein Heute betreffen\u2026 Nimm dir Zeit daf\u00fcr. Sei still\u2026<\/p>\n<p><strong>Gedanken zur Betrachtung<\/strong><\/p>\n<p>1. Heute in meiner Heimat<\/p>\n<p>Jesus kommt in seine Heimat, in meine Heimat. Er ist da f\u00fcr mich! Welche Freude! Gott selbst besucht mich dort, wo ich lebe, wo ich in dieser irdischen Welt ein St\u00fcck Heimat gefunden habe. Er will \u00fcberall dort sein, wo auch ich zu Hause bin. Mehr noch, er nimmt sich Zeit, um mir heute seine frohe Botschaft, sein Evangelium zu verk\u00fcnden. Es ist sein lebendiges Wort, das sich heute f\u00fcr mich erf\u00fcllt. Ich kann es mit Beifall und Freude annehmen und beherzigen. Ich kann es auch mit Wut und Kraft ablehnen und hartherzig bleiben. In meinem Heute entscheidet sich, ob meine Lebensgeschichte zur Heilsgeschichte wird, ob meine Heimat zur Heimat Jesu wird, oder eben nicht\u2026<\/p>\n<p>Freue ich mich \u00fcber den Besuch Jesu in meinem Haus? Lasse ich ihn in meine ganze Heimat herein? Was w\u00fcrde ich gerne vor Jesus verstecken? Habe ich Zeit f\u00fcr Jesus, wenn er zu mir kommt? Lasse ich ihn mir das Evangelium verk\u00fcnden? H\u00f6re ich ihm gut zu? Was bewirkt sein Wort in mir? Bin ich bereit, sein Wort zu h\u00f6ren oder habe ich Angst davor? Welches Wort aus dem heutigen Evangelium spricht mein pers\u00f6nliches Heute an? Warum?<\/p>\n<p>2. Der Sohn Josefs \u2013 ein Prophet?<\/p>\n<p>Warum lehnen die Bewohner von Nazareth Jesus ab? Sie haben doch Jahrhunderte lang auf den verheissenen Messias gewartet. Und nun k\u00f6nnen sie sich nicht vorstellen, dass er sich gerade in einem Zimmermann, den sie kennen, offenbaren will.\u00a0<em>Ist das nicht der Sohn Josefs?<\/em>\u00a0 Selbst wenn sie sich nach der Erl\u00f6sung sehnen, k\u00f6nnen sie wegen ihrer Vorurteile in Jesus den Retter nicht erkennen und annehmen. Jesus wird abgelehnt, weil er im Namen seines Vaters auftritt und weil er der Prophet Gottes ist, der nicht f\u00fcr sich selbst, sondern f\u00fcr Gott spricht. Jesus, den man f\u00fcr den Sohn Josefs h\u00e4lt, ist der Sohn Gottes, der verheissene Messias. Er kann aber keine Wunder unter den Seinen bewirken, wenn sie ihm nicht glauben.<\/p>\n<p>Welche Vorstellung von Gott habe ich? Lasse ich mich \u00fcber sein Wirken \u00fcberraschen? Wer ist Jesus f\u00fcr mich? Nur ein guter Mensch, ein Vorbild, ein Idealist? Oder doch der Messias Gottes, der Retter der Welt, der Sohn Gottes selbst? Wie nehme ich seine Worte auf? Ist sein Wort f\u00fcr mich Gottes Wort? Glaube ich diesem Wort? Vertraue ich Jesus? Kann ich mich ganz und gar auf ihn verlassen?<\/p>\n<p>3. Jesus ging weg.<\/p>\n<p>Die Bewohner von Nazareth glaubten Jesus nicht. Sie konnten auch nicht ertragen, dass Jesus ihnen die Verstocktheit ihrer Herzen vor die Augen hielt. Die Fremden, die Ausl\u00e4nder und Heiden waren besser dran, weil sie sich auf Gott verlassen hatten und seine Rettung erfuhren. Die Witwe von Sarepta \u00fcberlebte die Hungersnot. Der Syrer Naaman wurde vom Aussatz geheilt. Gott ist frei in seinem Wirken. Dort aber, wo ihn die Menschen ablehnen, kann er nichts tun. Niemand kann ihn aber hindern, jene Menschen zu retten, die er will. Wenn er aber weggeht, dann ist die Chance, ein Gnadenjahr zu erleben, vorbei.<\/p>\n<p>Wie ist mein Herz? Ist es resistent f\u00fcr das Wirken Gottes? Ist mein Glaube nur eine Tradition der Kirche oder eine Beziehung zu Jesus? Meine ich vielleicht, nicht das Recht auf das Wirken Gottes in meinem Leben zu haben? Freue ich mich \u00fcber den Glauben der anderen, \u00fcber die Wunder, die die anderen erfahren? Welche Chancen im Leben habe ich schon verpasst? Wann habe ich Jesus vorbeigehen lassen oder ihn sogar in die W\u00fcste geschickt? Warum?<\/p>\n<p><strong>Lobpreis\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><em>Was vereist ist taust Du auf <\/em><\/p>\n<p><em>bringst zum Leuchten was ergraut.<\/em><\/p>\n<p><em>Was zertr\u00fcmmert lag, auferbaut<\/em><\/p>\n<p><em>Du machst alles neu.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Was beengt ist, machst Du weit<\/em><\/p>\n<p><em>Du erhebst aus Niedrigkeit.<\/em><\/p>\n<p><em>Wer gefesselt schl\u00e4ft, wachgek\u00fcsst,\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Du machst alle frei.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Du bist der Fr\u00fchling f\u00fcr mich<\/em><\/p>\n<p><em>voller Duft und Farben<\/em><\/p>\n<p><em>voller W\u00e4rme und Licht<\/em><\/p>\n<p><em>nach den dunklen Tagen<\/em><\/p>\n<p><em>Du singst Dein Lied \u00fcber mich<\/em><\/p>\n<p><em>und mein Herz klingt\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>und mein Herz singt f\u00fcr Dich.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Brunnen, die schon l\u00e4ngst versiegt<\/em><\/p>\n<p><em>und den Bach, der trocken liegt<\/em><\/p>\n<p><em>f\u00fcllst Du neu, belebst, erquickst<\/em><\/p>\n<p><em>was einst frisch verliebt.<\/em><\/p>\n<p><em>Winterwind weicht durch Dein Lied<\/em><\/p>\n<p><em>und er dreht von Nord nach S\u00fcd.<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn Du kommst wird alles sch\u00f6n<\/em><\/p>\n<p><em>und mein Garten bl\u00fcht.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Mein Herz singt f\u00fcr Dich (4x)<\/em><\/p>\n<p><em>und Du sprichst<\/em><\/p>\n<p><em>lass uns laufen<\/em><\/p>\n<p><em>die Zeit des Wartens ist vor\u00fcber<\/em><\/p>\n<p><em>lass uns singen<\/em><\/p>\n<p><em>die Zeit der Liebe ist gekommen<\/em><\/p>\n<p><em>komm Du Sch\u00f6ne<\/em><\/p>\n<p><em>der Winter ist vom Land gewichen<\/em><\/p>\n<p><em>und ich hab Dir<\/em><\/p>\n<p><em>die K\u00e4lte aus dem Herz genommen (2x)<\/em><\/p>\n<p><strong>Vorsatz<\/strong><\/p>\n<p>Jeden Tag lade ich Jesus neu in meinen Alltag, in meine Heimat, in mein Herz ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In meiner Heimat In jener Zeit begann Jesus in der Synagoge in Nazaret darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben geh\u00f6rt habt, erf\u00fcllt. 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