{"id":1345,"date":"2015-08-28T21:42:29","date_gmt":"2015-08-28T19:42:29","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=1345"},"modified":"2015-08-28T21:42:29","modified_gmt":"2015-08-28T19:42:29","slug":"betrachtung-zum-22-sonntag-im-jahreskreis-b","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=1345","title":{"rendered":"Betrachtung zum 22. Sonntag im Jahreskreis B"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Ein reines Herz\u2026<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>In jener Zeit hielten sich die Pharis\u00e4er und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, bei Jesus auf. Sie sahen, dass einige seiner J\u00fcnger ihr Brot mit unreinen, das hei\u00dft mit ungewaschenen H\u00e4nden a\u00dfen. Die Pharis\u00e4er essen n\u00e4mlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Hand voll Wasser die H\u00e4nde gewaschen haben, wie es die \u00dcberlieferung der Alten vorschreibt. Auch wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. Noch viele andere \u00fcberlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das Absp\u00fclen von Bechern, Kr\u00fcgen und Kesseln. Die Pharis\u00e4er und die Schriftgelehrten fragten ihn also: Warum halten sich deine J\u00fcnger nicht an die \u00dcberlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen H\u00e4nden? Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesaja hatte Recht mit dem, was er \u00fcber euch Heuchler sagte: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir. Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen. Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die \u00dcberlieferung der Menschen. Dann rief er die Leute wieder zu sich und sagte: H\u00f6rt mir alle zu und begreift, was ich sage: Nichts, was von au\u00dfen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die b\u00f6sen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft. All dieses B\u00f6se kommt von innen und macht den Menschen unrein. <\/em>(Mk 7, 1-8.14-15.21-23)<\/p>\n<p><em><strong>Gebet:<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Herr Jesus Christus, ich komme zu dir. Du nimmst mich auf. Du hast Zeit f\u00fcr mich. Ich will mich nicht in der Menschenmenge verlieren. Ich will mit dir pers\u00f6nlich sprechen. Ich sp\u00fcre aber, wie verschlossen mein Herz ist. Sende mir deinen Heiligen Geist, dass ich offen bin f\u00fcr deine Worte. Erf\u00fclle mich mit deinem Geist, dass ich glaube und vertraue, ohne alles verstehen zu m\u00fcssen. Ja, <em>Heiliger Geist, durchflute mein Herz! In dir hab ich Ruh, mein alles bist du! Geist Gottes, durchflute mein Herz! Geist Gottes, mach offen mich ganz\u2026 Geist Gottes, zieh mich an dich\u2026<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Jesus will mit dir zu Hause sein. Er spricht zu deinem Herzen. Gott spricht dich an\u2026 Nimm dir bewusst Zeit f\u00fcr ihn. H\u00f6re ihm gut zu. Lass dadurch die Liebesbeziehung zu ihm gest\u00e4rkt und vertieft werden. Nimm sein Wort an. Bewahre es in deinem Herzen. Lass es in dir wirken. Verweile bei den Worten, die dich ber\u00fchren\u2026 Sei still\u2026 Freue dich am Herrn!<\/p>\n<p><strong><em>Gedanken zur Betrachtung:<\/em><\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><em>Ein \u201eherzloses\u201c Gesetz\u2026<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p>Das heutige Evangelium spricht von vielen Gesetzen und Vorschriften. Warum waren sie f\u00fcr die Menschen damals so wichtig? Im Grunde genommen sollten sie damit ihre Treue Gott gegen\u00fcber bezeugen. In Wirklichkeit wollten sie aber damit vor Gott und vor den Mitmenschen prahlen. Die \u00e4ussere, herzlose Erf\u00fcllung der Vorschriften sollte ihnen das Wohlwollen Gottes und der Mitmenschen sichern. Die anderen m\u00fcssten ja ihre Leistung anerkennen. Andererseits richteten sie herzlos \u00fcber die anderen, die menschliche und nicht von Gott stammende Vorschriften nicht befolgten. In ihrer Herzlosigkeit hielten sie sich f\u00fcr besser als die anderen und wollten ihre Schuld nicht zugeben, die das Gesetz ihnen bewusst machte.<\/p>\n<p>Kenne ich \u00fcberhaupt die Gebote Gottes und die Vorschriften der Kirche? Habe ich \u00fcber ihren Sinn nachgedacht? Halte ich mich an ihnen im Alltag? Warum? Tue ich das aus Liebe zu Gott, oder nur um vor ihm in Ordnung zu sein und vor den Menschen zu prahlen? Wann richte ich \u00fcber die anderen? Bin ich damit wirklich im Recht? Wann halte ich mich f\u00fcr etwas Besseres? Wem will ich mehr gefallen Gott oder den Mitmenschen?<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Gesetz und Liebe<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Pharis\u00e4er und die Schriftgelehrten waren so fixiert auf ihre Gesetze und Vorschriften, dass sie keine Belehrung diesbez\u00fcglich annehmen wollten, nicht einmal von Jesus. Im Gegenteil, sie meinten, alle sollten ihnen folgen: Jesus und seine J\u00fcnger auch. Ihre Beziehung zu Christus regelte das Gesetz und Hunderte von ihren Vorschriften. Beschr\u00e4nkt auf das \u00c4ussere liessen sie ihr Herz nicht walten lassen. Und doch braucht eine echte Beziehung Liebe und Vertrauen, Barmherzigkeit und Ehrlichkeit. Ein Lippenbekenntnis reicht es in der Nachfolge Jesu nicht. Hier m\u00fcssen wir zuerst unser Herz sprechen lassen. Dann k\u00f6nnen wir ihm Grenzen setzen, damit unsere Beziehung zu Christus gelingen kann. Wir k\u00f6nnen wie die Pharis\u00e4er draussen von einer Menschenmenge umschlossen bleiben oder auch mit Jesus in sein Haus gehen und uns von ihm belehren lassen. Wo das Herz waltet, dort ist auch die Erf\u00fcllung des Gesetzes ein Liebeswerk.<\/p>\n<p>Wie sieht heute meine Beziehung zu Jesus aus? Lebe ich sie t\u00e4glich? Ist sie wichtig f\u00fcr mich? Was bestimmt sie: das Gesetz oder die Liebe? Bin ich echt in meinem Glauben? Sind meine Worte und Taten ein Spiegel f\u00fcr mein Herz? Habe ich t\u00e4glich Zeit f\u00fcr ein pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch mit Christus?<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Ein reines Herz\u2026<\/li>\n<\/ol>\n<p>Jesus macht uns auf unser Herz aufmerksam. Das Herz ist es, was f\u00fcr Gott wirklich z\u00e4hlt. Ja, er schaut auf unser Herz. Im Herzen entscheidet sich, ob wir das Gute oder das B\u00f6se w\u00e4hlen. Beide kommen n\u00e4mlich aus unserem Herzen. Alles f\u00e4ngt mit unseren Gedanken an. Sp\u00e4ter \u00e4ussern sie sich in unseren Worten und Taten. Wie wichtig wird dann das Gebet des Psalmisten:<em> Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, best\u00e4ndigen Geist! <\/em>(Ps 51,12) Nur aus reinem, ungeteiltem Herzen, das Gott uns schenkt, kann das Gute kommen\u2026<\/p>\n<p>Wie oft pr\u00fcfe ich mein Herz? Was kommt heute aus meinem Herzen: <em>die b\u00f6sen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft <\/em>oder doch das Gegenteil? Was macht mich heute unrein? Gehe ich auf die Wurzeln des B\u00f6sen in mir zur\u00fcck oder begn\u00fcge ich mich nur mit der Bek\u00e4mpfung seiner Folgen? Bitte ich Gott, dass er stets mein Herz reinigt?<\/p>\n<p><strong><em>Lobpreis: <\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Herr, ich komme zu Dir,<br \/>\nund ich steh&#8217; vor Dir, so wie ich bin<br \/>\nAlles was mich bewegt lege ich vor Dich hin.<\/p>\n<p>Herr, ich komme zu Dir,<br \/>\nund ich sch\u00fctte mein Herz bei Dir aus.<br \/>\nWas mich hindert ganz bei Dir zu sein r\u00e4ume aus!<\/p>\n<p>Meine Sorgen sind Dir nicht verborgen,<br \/>\nDu wirst sorgen f\u00fcr mich.<br \/>\nVoll Vertrauen will ich auf Dich schauen.<br \/>\nHerr, ich baue auf Dich!<\/p>\n<p>Gib mir ein neues ungeteiltes Herz.<br \/>\nLege ein neues Lied in meinen Mund.<br \/>\nF\u00fclle mich neu mit Deinem Geist,<br \/>\ndenn Du bewirkst ein Lob in mir.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Vorsatz:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich versuche jeden Abend, mein Herz zu pr\u00fcfen und Gott um ein neues, reines Herz zu bitten (t\u00e4gliche Gewissenserforschung).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein reines Herz\u2026 In jener Zeit hielten sich die Pharis\u00e4er und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, bei Jesus auf. 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