{"id":1296,"date":"2015-08-01T08:27:53","date_gmt":"2015-08-01T06:27:53","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=1296"},"modified":"2015-08-01T08:27:53","modified_gmt":"2015-08-01T06:27:53","slug":"betrachtung-zum-18-sonntag-im-jahreskreis-b","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=1296","title":{"rendered":"Betrachtung zum 18. Sonntag im Jahreskreis B"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Womit stille ich meinen Hunger?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>I<\/em><em>n jener Zeit als die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine J\u00fcnger dort waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus. Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierhergekommen? Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. M\u00fcht euch nicht ab f\u00fcr die Speise, die verdirbt, sondern f\u00fcr die Speise, die f\u00fcr das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird. Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt. Da fragten sie ihn: Was m\u00fcssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen? Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat. Sie entgegneten ihm: Welches Zeichen tust du, damit wir es sehen und dir glauben? Was tust du? Unsere V\u00e4ter haben das Manna in der W\u00fcste gegessen, wie es in der Schrift hei\u00dft: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen. Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben. Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot! Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.<\/em> Joh 6,24-35<\/p>\n<p><em><strong>Gebet:<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Herr Jesus Christus, du sorgst f\u00fcr die Menschen, du sorgst f\u00fcr mich. Zu dir komme ich mit meinem Hunger und mit meiner Sehnsucht. Du verstehst mich ja. Ich brauche beides: Brot f\u00fcr meinen K\u00f6rper und Brot f\u00fcr mein Herz. Nur du kannst mir beide Brote geben. Darauf vertraue ich. Schenke mir nun deinen Heiligen Geist, dass ich dein Wort h\u00f6ren kann. Ja, gib mir ein h\u00f6rendes Herz, das dein Wort nicht \u00fcberh\u00f6rt, sondern aus ihm leben kann. Komm Heiliger Geist: atme in mir, brenne in mir, heile mich. Komm Heiliger Geist und erf\u00fclle die Sehnsucht meines Herzens!<\/p>\n<p><strong><em>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Jesus ist da f\u00fcr dich. Freue dich \u00fcber seine Gegenwart. Komm zu ihm und schaue in seine Augen. Nimm Platz bei ihm, so dass du seine N\u00e4he sp\u00fcrst. Sei ganz Ohr f\u00fcr ihn. H\u00f6re ihm aufmerksam zu. Lass dich von seinem Wort ansprechen. Versuche es, zu begreifen\u2026 Verweile bei den Worten, die dich ber\u00fchren\u2026 Nimm dir Zeit daf\u00fcr. Sei still\u2026<\/p>\n<p><strong><em>Gedanken zur Betrachtung:<\/em><\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>An dem anderen Ufer ankommen\u2026<\/li>\n<\/ol>\n<p>Nach der Brotvermehrung wollten die Menschen Jesus zu ihrem K\u00f6nig machen. Er wollte es aber nicht. Er hat sich zur\u00fcckgezogen und ist auf das andere Ufer des Sees von Galil\u00e4a hingefahren. Er ist in Kafarnaum angekommen. Es geht hier nicht nur um eine \u00f6rtliche Bewegung. Jesus hat den See der Versuchungen (biblisch gesehen) hinter sich. Er allein wei\u00df, wovon der Mensch wirklich leben kann. Ihm geht es um viel Mehr als nur um t\u00e4gliches Brot. Und die Menschen? Sie kommen zwar in Kafarnaum an, aber sie sind bei Jesus noch lange nicht angekommen. Im Gegenteil, viele von ihnen kommen bei ihm nie an und werden ihn sp\u00e4ter verlassen. Sie wollten am Ufer Gottes, bei seinem Denken nicht ankommen. Sie sind bei der Versuchung des Brotes, der Macht und der wunderbaren Zeichen geblieben. Jesus hat aber alle diese Versuchungen schon in der W\u00fcste \u00fcberwunden.<\/p>\n<p>Suche ich Jesus? Suche ich ihn auch dann, wenn mir dies etwas abverlangt? Wage ich es, an das andere Ufer zu fahren? Was muss ich noch \u00fcberwinden, um bei Jesus ankommen zu k\u00f6nnen? Welcher Versuchung erliege ich: der Versuchung des Brotes, der Macht, der wunderbaren Zeichen? Kann ich bei Jesus bleiben, selbst wenn ich nicht jedes Wort aus seinem Mund verstehe? Vertraue ich ihm trotz allem?<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Satte hungernde Menschen von heute\u2026<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Menschen, die bei Jesus nicht ankommen, fragen nur nach jenem Brot, der ihren Hunger nach dem Irdischen stillt. Sie wollen wortw\u00f6rtlich keinen Hunger leiden, genug zum Essen haben. Sie sind \u00fcbers\u00e4ttigt mit Karriere und Macht. Sie sind \u00fcbervoll vom Konsum aller m\u00f6glichen Freizeitangeboten oder Rauschmitteln. Versetzt in eine virtuelle Welt, fragen sie nach Zeichen und Wunder, die ihnen helfen sollten, ihren Alltag zu bew\u00e4ltigen. Sie sind \u00fcbers\u00e4ttigt von irdischen G\u00fctern und werden doch nicht wirklich satt\u2026 Ja, satte hungernde Menschen von heute\u2026 Sie stehen an der Quelle des Lebens und lassen sich von dem t\u00e4uschen, was kein echtes Leben gibt\u2026<\/p>\n<p>Wonach hungere ich? Womit stille ich den Hunger meines Lebens? Was schadet mich statt mich zu s\u00e4ttigen? Bin ich nur irdisch orientiert? Bin ich wirklich des Lebens satt? Versp\u00fcre ich auch Hunger nach Liebe und Freude, nach Ewigkeit? Was oder wer kann ihn stillen?<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Jesus \u2013 das Brot des Lebens<\/li>\n<\/ol>\n<p>Jesus weist die Menschen auf den wahren Hunger ihres Lebens hin. Den vermag nur er selbst zu stillen und zwar mit jenem Brot, das vom Himmel herabgekommen ist und der Welt das Leben gibt. Es ist das Geschenk des himmlischen Vaters. Es hei\u00dft Jesus Christus. <em>Wer zu ihm kommt, wird nie mehr hungern, und wer an ihn glaubt, wird nie mehr Durst haben<\/em> (Joh 6,35). In jeder Kommunion empfangen wir das Brot des Lebens, durch jede Kommunion wohnt Jesus selbst in meinem Herzen. Damit wird mein Hunger gestillt.<\/p>\n<p>Lasse ich mich an den inneren Hunger meines Herzens erinnern? Womit will ich ihn stillen? Suche ich bei Jesus das wahre Brot des Lebens? Glaube ich daran, dass er selbst in der heiligen Kommunion zu mir kommt? Gehe ich den Weg meiner Pilgerreise mit Jesus? Was sch\u00e4tze ich mehr: seine Geschenke oder ihn selbst \u2013 den Geber?<\/p>\n<p><strong><em>Lobpreis: <\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Wunderbar verborgner Gott, uns zulieb gekommen,<\/em><\/p>\n<p><em>hast Gestalt von Wein und Brot huldvoll angenommen.<\/em><\/p>\n<p><em>Ohne Grenzen, ohne End deine Lieben fliesse,<\/em><\/p>\n<p><em>aus dem heilgen Sakrament allen ich ergiesse!<\/em><\/p>\n<p><em> Als ein t\u00e4glich helig Brot schenke diese Speise<\/em><\/p>\n<p><em>allen in der Erdennot auf der Pilgerreise:<\/em><\/p>\n<p><em>dass dein Name heilig sei, heilig auch dein Wille,<\/em><\/p>\n<p><em>jedes Herz von S\u00fcnde frei, jede Sehnsucht stille.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Vorsatz:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich versuche, aus der heiligen Kommunion zu leben und mit Jesus jeden Hunger meines Lebens zu stillen&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Womit stille ich meinen Hunger? In jener Zeit als die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine J\u00fcnger dort waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus. Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierhergekommen? 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