{"id":1284,"date":"2015-07-25T21:40:12","date_gmt":"2015-07-25T19:40:12","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=1284"},"modified":"2015-07-25T21:42:20","modified_gmt":"2015-07-25T19:42:20","slug":"betrachtung-zum-17-sonntag-im-jahreskreis-b","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=1284","title":{"rendered":"Betrachtung zum 17. Sonntag im Jahreskreis B"},"content":{"rendered":"<p><em>Das Zeichen\u2026<\/em><\/p>\n<p><em>In jener Zeit ging Jesus an das andere Ufer des Sees von Galil\u00e4a, der auch See von Tiberias hei\u00dft. Eine gro\u00dfe Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen J\u00fcngern nieder. Das Pascha, das Fest der Juden, war nahe. Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philippus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben? Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste, was er tun wollte. Philippus antwortete ihm: Brot f\u00fcr zweihundert Denare reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines St\u00fcck bekommen soll. Einer seiner J\u00fcnger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: Hier ist ein kleiner Junge, der hat f\u00fcnf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das f\u00fcr so viele! Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort n\u00e4mlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa f\u00fcnftausend M\u00e4nner. Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen. Als die Menge satt war, sagte er zu seinen J\u00fcngern: Sammelt die \u00fcbrig gebliebenen Brotst\u00fccke, damit nichts verdirbt. Sie sammelten und f\u00fcllten zw\u00f6lf K\u00f6rbe mit den St\u00fccken, die von den f\u00fcnf Gerstenbroten nach dem Essen \u00fcbrig waren. Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da erkannte Jesus, dass sie kommen w\u00fcrden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum K\u00f6nig zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zur\u00fcck, er allein.<\/em> Joh 6, 1-15<\/p>\n<p><strong><em>Gebet:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Herr Jesus Christus, ich komme nun zu dir. Du bist ja offen f\u00fcr jedermann. Du hast Zeit auch f\u00fcr mich. Ich habe Hunger\u2026 Ich habe zwar mehr als genug zu essen, aber nichts kann mich s\u00e4ttigen\u2026 Ja, ich habe Hunger\u2026 nach Freude und Liebe, nach Freundschaft und Gemeinschaft. Ich habe Hunger nach dir, nach dem lebendigen Gott. Nur du, Jesus, vermagst diesen meinen Hunger zu stillen. Schenke mir deinen Geist, dass ich das Brot erkennen kann, dass meinen Hunger stillt, dass ich mich mit deinem lebendigen Brot s\u00e4ttigen kann, das jede Erwartung \u00fcbersteigt. Kommt Heiliger Geist auf mich herab und durchgl\u00fche mich heute neu\u2026<\/p>\n<p><strong><em>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Erfreue dich \u00fcber die Gegenwart Jesu! Er ist f\u00fcr dich da. Er tut gro\u00dfe Zeichen und verk\u00fcndet sein Wort. H\u00f6re ihm aufmerksam zu. Lass dich von seinem Wort und von seinem Tun ansprechen. Lass dir nichts entgehen\u2026 Verweile bei den Worten oder Tatsachen, die dich ber\u00fchren\u2026 Nimm dir Zeit daf\u00fcr. Sei still\u2026<\/p>\n<p><strong><em>Gedanken zur Betrachtung:<\/em><\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Die Zeichen Jesu sehen\u2026<\/li>\n<\/ol>\n<p>Es f\u00e4llt in diesem Evangelium auf, dass die Menschen die Zeichen bzw. das Zeichen Jesu sahen. Was hei\u00dft denn das? Das hei\u00dft, dass sie das Wirken Gottes, seine Zeichen in dieser unserer Welt wahrnahmen. Konkret: die Heilung der Kranken und die S\u00e4ttigung der Menschenmenge. Mehr noch, dass ihnen diese Zeichen etwas sagten. Durch sie erfuhren sie, dass Jesus der verhei\u00dfe Prophet Gottes ist, dass er der K\u00f6nig Israels und der K\u00f6nig der Welt ist, dass er selbst Gottes Sohn ist. Ja, Gott ist auch heute am Werk. Er gibt uns vielerlei Zeichen seiner Gegenwart und Liebe.<\/p>\n<p>Kann ich die Zeichen Gottes in meinem Leben und im Leben der Mitmenschen sehen? Nehme ich sein Wirken in dieser Welt wahr? Welche Zeichen Gottes habe ich bereits gesehen? Erkenne ich auch Gott selbst, der sich hinter diesen Zeichen verbirgt? St\u00e4rken diese Zeichen meinen Glauben an Gott? Wer ist er f\u00fcr mich? Habe ich ihn zum K\u00f6nig meines Lebens erkl\u00e4rt? Was hindert mich daran?<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Am Werk Jesu teilnehmen\u2026<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich bewundere Jesus. Er l\u00e4sst uns Menschen an seinem Werk teilnehmen. Er l\u00e4sst uns Menschen mit ihm zusammenarbeiten. Er will, dass wir mitdenken und mitarbeiten. Er ist mit dem Wenigen, das wir haben, zufrieden. Wir d\u00fcrfen es in seine H\u00e4nde legen, dann von ihm neu empfangen und an die Mitmenschen verteilen. Wir d\u00fcrfen nichts von dem verderben lassen, was er uns schenkt. Ja, es ist sein Werk, an dem wir teilnehmen, an dem wir Anteil erhalten. Es ist sein Werk, das wir fortsetzen d\u00fcrfen, indem wir ihm gehorchen. Sonst arbeiten wir nicht <em>mit<\/em> sondern <em>gegen<\/em> Jesus.<\/p>\n<p>Wo l\u00e4dt mich Jesus zur Zusammenarbeit ein? Bin ich bereit, mich f\u00fcr sein Werk einzusetzen? Will ich an seinem Werk mitarbeiten oder nur eigene Pl\u00e4ne verwirklichen? Was kann ich Jesus heute schenken? Bin ich bereit, selbst das Wenige mit den anderen zu teilen? Bin ich daf\u00fcr dankbar, dass Jesus mich als seinen Mitarbeiter haben will, dass ich <em>vor ihm stehen und ihm dienen<\/em> darf?<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Das Zeichen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Was Jesus auf dem Berg tut, ist ein Sinnbild f\u00fcr die Eucharistie. Er nimmt das Menschliche in seine H\u00e4nde, dankt daf\u00fcr Gott, vermehrt es und teilt es an die Leute aus, so viel sie wollen. Gerade das ist das Zeichen! Es ist das bedeutendste Zeichen der Liebe und Sorge Gottes f\u00fcr uns. Es ist das Zeichen der Gro\u00dfz\u00fcgigkeit Gottes. Es ist das Zeichen, das nur dann seine Bedeutung f\u00fcr mich bekommt, wenn ich es ernstnehme und beherzige und das Meine dazu beitrage. Die zw\u00f6lf K\u00f6re mit den \u00fcbrig gebliebenen Brotst\u00fccken warten auf alle, die den echten Hunger ihres Herzens nicht ersticken lassen\u2026<\/p>\n<p>Wie feiere ich die Eucharistie? Welche Gaben bringe ich in der Feier der Eucharistie dar? Bin ich wie Gott gro\u00dfz\u00fcgig in meinem Denken und Tun? Wem m\u00f6chte ich die heilige Kommunion bringen, dass Jesus den Durst seines Herzens stillen kann? Womit stille ich den Hunger meines Lebens? Ist es das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist?<\/p>\n<p><strong><em>Lobpreis: <\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Wir haben Gottes Spuren festgestellt auf unsern Menschenstra\u00dfen,<br \/>\nLiebe und W\u00e4rme in der kalten Welt, Hoffnung, die wir fast verga\u00dfen.<\/em><\/p>\n<p><em>Zeichen und Wunder sahen wir geschehn in l\u00e4ngst vergangnen Tagen,<br \/>\nGott wird auch unsre Wege gehn, uns durch das Leben tragen.<\/em><\/p>\n<p><em>Bl\u00fchende B\u00e4ume haben wir gesehn, wo niemand sie vermutet,<br \/>\nSklaven, die durch das Wasser gehn, das die Herren \u00fcberflutet.<\/em><\/p>\n<p><em>Zeichen und Wunder sahen wir geschehn in l\u00e4ngst vergangnen Tagen,<br \/>\nGott wird auch unsre Wege gehn, uns durch das Leben tragen.<\/em><\/p>\n<p><em>Bettler und Lahme sahen wir beim Tanz, h\u00f6rten wie Stumme sprachen,<br \/>\ndurch tote Fensterh\u00f6hlen kam ein Glanz, Strahlen die die Nacht durchbrachen.<\/em><\/p>\n<p><em>Zeichen und Wunder sahen wir geschehn in l\u00e4ngst vergangnen Tagen,<br \/>\nGott wird auch unsre Wege gehn, uns durch das Leben tragen.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Vorsatz:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Jeden Abend versuche ich die Zeichen Gottes wahrzunehmen und Gott f\u00fcr sie zu preisen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Zeichen\u2026 In jener Zeit ging Jesus an das andere Ufer des Sees von Galil\u00e4a, der auch See von Tiberias hei\u00dft. 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