{"id":1268,"date":"2015-07-03T23:19:42","date_gmt":"2015-07-03T21:19:42","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=1268"},"modified":"2015-07-03T23:19:42","modified_gmt":"2015-07-03T21:19:42","slug":"betrachtung-zum-14-sonntag-im-jahreskreis-b","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=1268","title":{"rendered":"Betrachtung zum 14. Sonntag im Jahreskreis B"},"content":{"rendered":"<p><em>Wo lehne ich Jesus ab?<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Jesus kam in seine Heimatstadt; seine J\u00fcnger begleiteten ihn. Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuh\u00f6rten, staunten und sagten: Woher hat er das alles? Was ist das f\u00fcr eine Weisheit, die ihm gegeben ist! Und was sind das f\u00fcr Wunder, die durch ihn geschehen! Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns? Und sie nahmen Ansto\u00df an ihm und lehnten ihn ab. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie. Und er konnte dort kein Wunder tun; nur einigen Kranken legte er die H\u00e4nde auf und heilte sie. Und er wunderte sich \u00fcber ihren Unglauben. Jesus zog durch die benachbarten D\u00f6rfer und lehrte. <\/em>Mk 6, 1b-6<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Gebet:<\/em><\/p>\n<p>Herr Jesus Christus, du kommst in meine Heimat, die auch die deine ist. Seit der Taufe bin ich ja deine Wohnung. In jeder Kommunion kommst du neu bei mir vorbei. Nicht nur vorbei\u2026 Du kommst, um bei mir zu bleiben! Danke f\u00fcr dein Kommen zu mir! Du kennst mich, meine ganze Welt. Dort, wo ich lebe, willst du dein Wort verk\u00fcnden und meine Wunden heilen. Ich freue mich \u00fcber dich. Ich danke dir, dass du meine Einsamkeit durchbrichst, um eine neue Gemeinschaft zu stiften mit dir und mit den anderen. Rede du zu meinem Herzen. Rede du in meine Wirklichkeit hinein. Gib mir deinen Heiligen Geist, dass ich deine Stimme vernehme und auf sie h\u00f6re. Heiliger Geist, mache mich offen f\u00fcr jedes Wort, das aus Gottes Mund kommt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Freue dich \u00fcber die Gegenwart Jesu! Er ist nun in deiner Heimat. Er nimmt sich Zeit f\u00fcr dich! Er will dich lehren. Er allein weiss, welches Wort du heute brauchst. Lass dich von deinem Freund Jesus ansprechen. H\u00f6re aufmerksam seinem Wort zu&#8230; Nimm sein Wort vertrauensvoll an und lass es in dir wirksam werden. Verweile bei den Worten oder S\u00e4tzen, die dich ber\u00fchren\u2026 Nimm dir Zeit daf\u00fcr. Sei still\u2026<\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Gedanken zur Betrachtung:<\/em><\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Die Gewohnheit l\u00f6scht den Geist aus.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Bewohner von Nazareth kannte Jesus und zwar 30 Jahre lang. Sie kannten auch namentlich seine Eltern und Verwandten. Er ist ja unter ihnen aufgewachsen. Sie erlebten ihn hautnah. Darum konnten sie sich nicht vorstellen, dass dieser Jesus etwas Besonderes sei. Sie haben sich an ihn einfach gew\u00f6hnt. So konnten sie nichts Ausserordentliches von ihm erwarten. Vielleicht waren sie einfach neidisch. Und doch Jesus war nun ein ganz anderer. Seine Heimat ist dieselbe geblieben. Sein Haus ist dasselbe geblieben. Sein Wort und sein Wirken waren aber v\u00f6llig anders. Jesus lehrte die Menschen mit einer g\u00f6ttlichen Macht. Er heilte die Kranken und befreite die Besessenen von ihrer Versklavung. Er brachte den Menschen ein Gnadenjahr des Herrn.<\/p>\n<p>Kann ich heute Jesus neu begegnen, ganz neu? Kann ich von ihm etwas Besonderes erwarten oder nur etwas Gew\u00f6hnliches? Was kann ich Jesus zutrauen? Wann habe ich eine besondere Begegnung mit ihm erlebt? Warum war sie besonders? Wie h\u00f6re ich sein Wort? Kann dieses Wort mich noch \u00fcberraschen und mein Leben ansprechen oder bleibt es in meinem Leben wirkungslos? Welche Gewohnheiten hindern oder gar zerst\u00f6ren meinen Glauben?<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Wo lehne ich Jesus ab?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Zeitgenossen Jesu nahmen Anstoss an ihm. Sie lehnten ihn ab. Matth\u00e4us sagt uns sogar, dass sie ihn vom Abhang des Berges hinabst\u00fcrzen wollten. Warum denn? Warum lehnten sie einen Propheten Gottes ab? Weil er ihnen die Wahrheit sagte, weil er ihr Leben st\u00f6ren wollte, weil er sie anders heilen und retten wollte als sie selbst sich das vielleicht w\u00fcnschten. Weil er dem\u00fctig und gleichzeitig machtvoll das Wort verk\u00fcndete und zur Umkehr rief. Mit so einem, den sie f\u00fcr einen Verr\u00fcckten hielten, wollten sie nichts zu tun haben. Sie wollten nicht, dass er ihren Namen in Verruf bringt. Nun z\u00e4hlte nicht einmal das, was sie miteinander erlebt haben, nicht einmal das Menschliche geschweige denn das G\u00f6ttliche an Jesus.<\/p>\n<p>Wo nehme ich Anstoss an Jesus, an seiner Lehre und an seiner Kirche? Wo bringe ich ihn in meinem Leben zum Schweigen. Wo schliesse ich ihn aus? Wann lehne ich ihn \u00f6ffentlich oder auch nur heimlich ab? Bin ich stolz auf meinen Namen: Christ (Christustr\u00e4ger)? Stehe ich zu ihm?<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>In der eigenen Familie das Evangelium verk\u00fcnden\u2026<\/li>\n<\/ol>\n<p>Jesus scheute sich nicht, das Evangelium allen zu verk\u00fcnden, selbst der eigenen Familie. Er hat das schon mal im Tempel in Jerusalem getan, als er zw\u00f6lf war. Damals haben ihn die Eltern nicht verstanden, seine Worte aber im Herzen bewahrt. Nun staunten seine Verwandten \u00fcber seinen Worte, die er in der Synagoge gesprochen hatte. Sie glaubten ihm nicht, selbst wenn seinen Worten seine ganz konkreten Taten folgten. Ihr Herz blieb verstockt. So begann Jesus, seinen Nachbarn die Frohe Botschaft zu verk\u00fcnden.<\/p>\n<p>Habe ich den Mut, meinen Glauben zu leben und an meinen Familie oder Gemeinschaft weiterzugeben? Wie tue ich das? Nehme ich diese meine Pflicht wahr? Ist die Weitergabe des Glaubens eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit f\u00fcr mich oder schiebe ich diese gerne auf die anderen? Wie reagiere ich, wenn ich abgelehnt werde? Richte und verurteile ich die anderen oder kann ich trotzdem f\u00fcr sie beten? Der Unglaube meiner Familienangeh\u00f6rigen schmerzt mich\u2026 Ich vertraue Jesus meinen Schmerz an\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Lobpreis: <\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht;<br \/>\nes hat Hoffnung und Zukunft gebracht;<br \/>\nes gibt Trost, es gibt Halt in Bedr\u00e4ngnis, Not und \u00c4ngsten,<br \/>\nist wie ein Stern in der Dunkelheit.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Vorsatz:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich versuche, das Wort Jesu jedes Mal neu und v\u00f6llig offen zu h\u00f6ren, so dass es mein Leben in Frage stellt und mich verwandelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wo lehne ich Jesus ab? \u00a0 Jesus kam in seine Heimatstadt; seine J\u00fcnger begleiteten ihn. Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuh\u00f6rten, staunten und sagten: Woher hat er das alles? Was ist das f\u00fcr eine Weisheit, die ihm gegeben ist! 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