{"id":1257,"date":"2015-06-26T22:42:57","date_gmt":"2015-06-26T20:42:57","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=1257"},"modified":"2015-06-29T13:54:07","modified_gmt":"2015-06-29T11:54:07","slug":"betrachtung-zum-13-sonntag-im-jahreskreis-b","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=1257","title":{"rendered":"Betrachtung zum 13. Sonntag im Jahreskreis B"},"content":{"rendered":"<p><em>Mich auferwecken lassen\u2026<\/em><\/p>\n<p><em>In jener Zeit fuhr Jesus im Boot wieder ans andere Ufer hin\u00fcber, und eine gro\u00dfe Menschenmenge versammelte sich um ihn. W\u00e4hrend er noch am See war, kam ein Synagogenvorsteher namens Ja\u00efrus zu ihm. Als er Jesus sah, fiel er ihm zu F\u00fc\u00dfen und flehte ihn um Hilfe an; er sagte: Meine Tochter liegt im Sterben. Komm und leg ihr die H\u00e4nde auf, damit sie wieder gesund wird und am Leben bleibt. Da ging Jesus mit ihm. Viele Menschen folgten ihm und dr\u00e4ngten sich um ihn. Darunter war eine Frau, die schon zw\u00f6lf Jahre an Blutungen litt. Sie war von vielen \u00c4rzten behandelt worden und hatte dabei sehr zu leiden; ihr ganzes Verm\u00f6gen hatte sie ausgegeben, aber es hatte ihr nichts genutzt, sondern ihr Zustand war immer schlimmer geworden. Sie hatte von Jesus geh\u00f6rt. Nun dr\u00e4ngte sie sich in der Menge von hinten an ihn heran und ber\u00fchrte sein Gewand. Denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand ber\u00fchre, werde ich geheilt. Sofort h\u00f6rte die Blutung auf, und sie sp\u00fcrte deutlich, dass sie von ihrem Leiden geheilt war. Im selben Augenblick f\u00fchlte Jesus, dass eine Kraft von ihm ausstr\u00f6mte, und er wandte sich in dem Gedr\u00e4nge um und fragte: Wer hat mein Gewand ber\u00fchrt? Seine J\u00fcnger sagten zu ihm: Du siehst doch, wie sich die Leute um dich dr\u00e4ngen, und da fragst du: Wer hat mich ber\u00fchrt? Er blickte umher, um zu sehen, wer es getan hatte. Da kam die Frau, zitternd vor Furcht, weil sie wusste, was mit ihr geschehen war; sie fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. Er aber sagte zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden! Du sollst von deinem Leiden geheilt sein. W\u00e4hrend Jesus noch redete, kamen Leute, die zum Haus des Synagogenvorstehers geh\u00f6rten, und sagten (zu Ja\u00efrus): Deine Tochter ist gestorben. Warum bem\u00fchst du den Meister noch l\u00e4nger? Jesus, der diese Worte geh\u00f6rt hatte, sagte zu dem Synagogenvorsteher: Sei ohne Furcht; glaube nur! Und er lie\u00df keinen mitkommen au\u00dfer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus. Sie gingen zum Haus des Synagogenvorstehers. Als Jesus den L\u00e4rm bemerkte und h\u00f6rte, wie die Leute laut weinten und jammerten, trat er ein und sagte zu ihnen: Warum schreit und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, es schl\u00e4ft nur. Da lachten sie ihn aus. Er aber schickte alle hinaus und nahm au\u00dfer seinen Begleitern nur die Eltern mit in den Raum, in dem das Kind lag. Er fasste das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Talita kum!, das hei\u00dft \u00fcbersetzt: M\u00e4dchen, ich sage dir, steh auf!<\/em><em> Sofort stand das M\u00e4dchen auf und ging umher. Es war zw\u00f6lf Jahre alt. Die Leute gerieten au\u00dfer sich vor Entsetzen. Doch er sch\u00e4rfte ihnen ein, niemand d\u00fcrfe etwas davon erfahren; dann sagte er, man solle dem M\u00e4dchen etwas zu essen geben. <\/em>Mk 5, 21-43<\/p>\n<p><strong><em>Gebet:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Herr Jesus Christus, du gehst auf den Strassen unseres Lebens. Viele Menschen folgen dir. F\u00fcr dich sind aber nicht die Massen sondern konkrete Menschen wichtig. Wie Ja\u00efrus komme ich nun zu dir. Mit dem Vertrauen dieser Frau, die jahrelang an Blutungen litt, n\u00e4here ich mich dir. Du allein kennst meine Lebensgeschichte, meine Freuden und Sorgen. Du allein kennst mein Herz. Du kennst auch mein Vertrauen auf dich. Schenke mir deinen Heiligen Geist, dass ich mein Herz vor Dir \u00f6ffnen und aussch\u00fctten kann. Er helfe mir alles auszusprechen, was mein Herz heute bewegt. Er helfe mir, alle zu dir zu bringen, die heute dein Erbarmen n\u00f6tig haben. Ja, er mache mein Herz weit f\u00fcr dich und f\u00fcr die Mitmenschen. Komm, Heiliger Geist, schenke mir ein neues, h\u00f6rendes und liebendes Herz!<\/p>\n<p><strong><em>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Freue dich \u00fcber die Gegenwart Jesu! Er h\u00e4lt bei dir an. Er hat Zeit f\u00fcr dich! Er h\u00f6rt dir zu! Du bist ihm wichtig! Er will dir helfen, dich retten und f\u00fcr deine Liebsten da sein. Lass dich von deinem Heiland ansprechen. H\u00f6re aufmerksam seinem Wort zu&#8230; Lass dein Herz sich von seinem Wort ber\u00fchrt werden\u2026 Verweile bei den Worten oder S\u00e4tzen, die dich ber\u00fchren\u2026 Nimm dir Zeit daf\u00fcr. Sei still\u2026<\/p>\n<p><strong><em>Gedanken zur Betrachtung:<\/em><\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Geheilt werden wollen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wer will geheilt werden? Nur jene, die sp\u00fcren, dass sie das Heil, die Heilung brauchen. Oder auch jene, die das Leiden der anderen wahrnehmen, und ihnen zu Hilfe kommen wollen. Ja, jene Menschen sehnen sich nach Heilung. Sie sind bereit, Vieles auf sich zu nehmen, nur um wieder heil zu werden. Diese kranke Frau, die jahrelang von ihrer Krankheit geplagt wurde, dr\u00e4ngt sich nun an Jesus heran. Den \u00c4rzten kann sie ja nicht mehr vertrauen, weil sie weder Kraft noch Geld daf\u00fcr hat. Jesus, so glaubt sie, ist ihre einzige Hoffnung und Zuversicht. Ja\u00efrus zerbricht am Sterben seiner Tochter nicht. Er sch\u00e4mt sich nicht, zu Jesus zu kommen und als Synagogenvorsteher vor ihm auf die Knie zu fallen. Die Menschenmenge und ihre Blicke, selbst ihre Wort, schrecken ihn nicht ab. Wenn Jesu kommt und seinem Kind die H\u00e4nde auflegt, wird es wieder gesund, wird es selbst vom Tod befreit.<\/p>\n<p>Nehme ich meine Krankheiten und Leiden wahr? Will ich wirklich geheilt werden, oder habe ich schon jede Hoffnung darauf aufgegeben? Sind mir die Mitmenschen und ihre N\u00f6te wichtig? Wo suche ich Heil f\u00fcr mich und f\u00fcr die anderen? Ist Jesus mein Heiland (Erl\u00f6ser, Retter)? Glaube ich daran, dass er mich und die Mitmenschen aus jeder Krankheit und Not zu retten vermag? Kann ich meine Not Jesus auch vor den anderen sagen?<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Keine Ber\u00fchrungs\u00e4ngste<\/li>\n<\/ol>\n<p>Diese kranke Frau durfte eigentlich weder Jesus noch die Menschenmenge ber\u00fchren. Sie litt ja an Blutungen, die sie rituell unrein machten. Sie hat aber das Verbotene getan, weil sie an Jesus, den Heiler, glaubte. Und sie wurde nicht entt\u00e4uscht. Diese Ber\u00fchrung hat ihr die Heilung aus ihrer Krankheit gebracht. Auch Jesus hat keine Ber\u00fchrungs\u00e4ngste. Er durfte eigentlich einen Toten nicht ber\u00fchren. Das w\u00fcrde ihn auch unrein machen. Er aber tut das. Dort, wo es um Leben und Tod geht, hat Jesus wirklich keine Angst. Er ist letztlich der Herr \u00fcber Leben und Tod. Er fasst also das M\u00e4dchen an der Hand und richtet es auf. Seine starke Hand und sein m\u00e4chtiges Wort: \u201eTalita kum!\u201c wecken es aus dem Schlaf des Todes.<\/p>\n<p>Habe ich Angst vor Gott, vor Jesus? Was sage ihm nicht gern? Wessen sch\u00e4me ich mich vor ihm? Wo und wie kann ich heute Jesus ber\u00fchren? Ist f\u00fcr mich die Ber\u00fchrung mit Jesus in der Kommunion heilbringend? Wann habe ich die Ber\u00fchrung Gottes gesp\u00fcrt? Wann reichte er mir seine helfende Hand? Wie richtete er mich auf? Wo hat er neues Lebens in meine Wirklichkeit gebracht?<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Im Glauben reifen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das heutige Evangelium warnt uns vor allem, was mit Esoterik zu tun hat, die heute allgegenw\u00e4rtig und begehrt ist. Ich ber\u00fchre ihn und werde geheilt: heilende Ber\u00fchrungen. Lege ihr die H\u00e4nde auf, dann wird sie gesund sein: heilende H\u00e4nde. Jesus ist kein Wundert\u00e4ter, kein Heilpraktiker, kein Heiler! Nein, das ist er nicht! Und das will er nicht sein. Er will der geheilten Frau begegnen und sie zum Glauben an Gott f\u00fchren. Sie wurde k\u00f6rperlich geheilt. Und Jesus sagt ihr wortw\u00f6rtlich im Originaltext: \u201eDein Glaube hat dich gerettet!\u201c Nicht die Wunder und Heilungen, sondern vor allem die Rettung des ganzen Menschen hat Jesus im Sinn! Sein Namen Jesus heisst doch zu Deutsch Gott rettet, Gott bringt Heil. Den Ja\u00efrus fordert Jesus auf, an ihn zu Glauben, selbst wenn sein Kind tot ist und die anderen Jesus auslachen. <em>Sei ohne Furcht; glaube nur! <\/em>Jesus sucht keine Sensation. Er weckt das M\u00e4dchen von den Toten auf und richtet es im Verborgenen (im Zimmer) auf. Nur Gott kann die Menschen auferwecken. Die Ungl\u00e4ubigen bleiben ja draussen.<\/p>\n<p>Wie sieht meine Beziehung zu Gott aus? Kann ich mich in allem einzig und allein auf ihn verlassen? Glaube ich daran, dass nur er mein Retter und Erl\u00f6ser ist? Oder suche ich esoterische Dinge, um das Heil in eigener Hand zu haben? Kann ich mich auch dann auf Gott verlassen, wenn es menschlich gesehen keine Hoffnung mehr gibt? Glaube ich daran, dass Jesus auch mich zum Leben in F\u00fclle auferwecken kann? Glaube ich daran, dass ich mit ihm ewig leben werde vom Schlaf des Todes auferweckt? Wen und was will ich Jesus heute besonders anvertrauen?<\/p>\n<p><strong><em>Lobpreis: <\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Nur den Saum deines Gewandes<br \/>\neinen Augenblick ber\u00fchren<br \/>\nund die Kraft die von dir ausgeht<br \/>\ntief in meinem Innern sp\u00fcrn<br \/>\nnur ein Blick aus deinen Augen<br \/>\nnur ein Wort aus deinem Mund<br \/>\nund die Heilungsstr\u00f6me flie\u00dfen<br \/>\nmeine Seele wird gesund<\/em><\/p>\n<p>Jesus ber\u00fchre mich<br \/>\nhole mich ab<br \/>\n\u00f6ffne die T\u00fcr f\u00fcr mich<br \/>\nnimm mich an deine Hand und f\u00fchre mich<br \/>\nin deiner Gegenwart<br \/>\nJesus ich sp\u00fcre dich<br \/>\nstrecke mich aus nach dir ber\u00fchre dich<br \/>\nund mein Herz brennt von neuem nur f\u00fcr dich<br \/>\nin deiner Gegenwart<\/p>\n<p>Nur ein St\u00fcck vom Brot des Lebens<br \/>\nnur ein Tropfen aus dem Kelch<br \/>\ndann bin ich mit dir verbunden<br \/>\nund mein Hunger wird gestillt<br \/>\nnur ein Schluck vom Strom des Lebens<br \/>\nvon dem Wasser das du gibst<br \/>\nund die Str\u00f6me werden flie\u00dfen<br \/>\naus der Quelle tief in mir<\/p>\n<p>Herr ich bin nicht w\u00fcrdig<br \/>\nbin oft zu weit weg von dir<br \/>\ndoch in deiner N\u00e4he kommst du auch zu mir<\/p>\n<p><strong><em>Vorsatz:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Jeden Morgen vertraue ich Jesus ein konkretes Problem meines Lebens und eine konkrete Person an, die seine Hilfe braucht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mich auferwecken lassen\u2026 In jener Zeit fuhr Jesus im Boot wieder ans andere Ufer hin\u00fcber, und eine gro\u00dfe Menschenmenge versammelte sich um ihn. W\u00e4hrend er noch am See war, kam ein Synagogenvorsteher namens Ja\u00efrus zu ihm. 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