{"id":1248,"date":"2015-06-13T14:06:43","date_gmt":"2015-06-13T12:06:43","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=1248"},"modified":"2015-06-13T22:41:03","modified_gmt":"2015-06-13T20:41:03","slug":"betrachtung-zum-11-sonntag-im-jahreskreis-b","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=1248","title":{"rendered":"Betrachtung zum 11. Sonntag im Jahreskreis B"},"content":{"rendered":"<p><em>Mich s\u00e4en lassen\u2026<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker s\u00e4t; dann schl\u00e4ft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und w\u00e4chst, und der Mann wei\u00df nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die \u00c4hre, dann das volle Korn in der \u00c4hre. Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da. Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenk\u00f6rnern, die man in die Erde s\u00e4t. Ist es aber ges\u00e4t, dann geht es auf und wird gr\u00f6\u00dfer als alle anderen Gew\u00e4chse und treibt gro\u00dfe Zweige, so dass in seinem Schatten die V\u00f6gel des Himmels nisten k\u00f6nnen. Durch viele solche Gleichnisse verk\u00fcndete er ihnen das Wort, so wie sie es aufnehmen konnten. Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen; seinen J\u00fcngern aber erkl\u00e4rte er alles, wenn er mit ihnen allein war. <\/em>Mk 4, 26-34<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Gebet:<\/em><\/p>\n<p>Herr Jesus Christus, du willst mit mir allein sein. Du willst mir dein Wort in aller Ruhe erkl\u00e4ren. Ich nehme mir bewusst Zeit f\u00fcr dich\u2026 Ich will auf dich h\u00f6ren, dich verstehen, dir meine Fragen stellen. Danke, dass du immer Zeit hast f\u00fcr mich, dass du immer an mich denkst. Danke, dass ich f\u00fcr dich so wichtig bin. Du willst, dass ich dich immer mehr begreife, dich liebe, dir folge mit meinem ganzen Leben. Nimm nun alles von mir, was mich st\u00f6rt, mich immer noch besch\u00e4ftigt, mich zerstreut. Schenke mir deinen Heiligen Geist, dass ich mit offenem Herzen dir begegnen und auf dich h\u00f6ren kann. Dein Geist erleuchte und entfache mich neu. Dein Heiliger Geist bete nun in mir\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Freue dich \u00fcber die Gegenwart Jesu! Er will dir alles erkl\u00e4ren, dir allein. Lausche seinem Wort. Lass dich vom Herrn ansprechen. H\u00f6re aufmerksam seinem Wort zu&#8230; Lass dein Herz von seinem Wort ber\u00fchrt werden\u2026 Verweile bei den Worten oder S\u00e4tzen, die dich ber\u00fchren\u2026 Nimm dir Zeit daf\u00fcr. Sei still\u2026<\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Gedanken zur Betrachtung:<\/em><\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Die Saat<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ein Mann s\u00e4t den Samen auf dem Acker\u2026 Ein kleines Senfkorn wird ges\u00e4t\u2026 Es wird etwas getan. Der Samen bedeutet in den Gleichnissen Jesu das Wort Gottes. Gott spart uns sein Wort nicht. Wie dieser Mann s\u00e4t er reichlich aus, selbst wenn er weiss, dass viele ges\u00e4te K\u00f6rner keine Frucht tragen werden. Er ist voller Hoffnung, dass es trotz allem eine gute Ernte geben wird. Manchmal ist es aber ein kleines, unscheinbares Wort wie dieses Senfkorn, das gedeiht und anderen Menschen (V\u00f6gel des Himmels) dient und Freude macht. Gott allein weiss, was der konkrete Mensch braucht. Jesus hat sein Wort ges\u00e4t, weil er daran glaubte, dass es fr\u00fcher oder sp\u00e4ter doch stirbt und reiche Frucht bringt. Heute rechnet er mit uns\u2026<\/p>\n<p>Kenne ich das Wort Gottes? Welches Wort ist f\u00fcr mich wichtig? Welches Wort Gottes gibt mir Kraft, welches tr\u00e4gt mich? Bin ich bereit, den Mitmenschen das Wort Gottes zu verk\u00fcnden, den Samen des Wortes unter den Mitmenschen zu streuen? Habe ich in der heutigen Welt Mut dazu? Wem habe ich das letzte Mal das Wort Gottes verk\u00fcndet? Bin ich dankbar f\u00fcr die Menschen, die mir das Wort Gottes verk\u00fcndet und erkl\u00e4rt haben oder dies immer noch tun?<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Das Wachsen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Es liegt nicht in unserer Hand. Es bleibt unseren Augen verborgen. Wir wissen nicht, wie es geschieht. Von selbst, \u201eautomatisch\u201c sagt uns wortw\u00f6rtlich das Evangelium. Das eine ist aber sicher: das Samenkorn birgt in sich eine ungeheure Kraft. Aus kleinen Samenk\u00f6rnern wird eine reiche Ernte. Aus einem winzigen Senfkorn wird ein Baum, der 3 bis 5 Meter hoch wachsen kann. Und was wichtig ist, alles geschieht ohne unser Zutun! Von selbst\u2026 Gott selbst ist es, sagt uns der heilige Paulus, der uns das Wachstum schenkt\u2026 Das entscheidende Wirken Gottes, die Ausbreitung des Reiches Gottes, geschieht im Verborgenen. Wir k\u00f6nnen es oft weder sehen noch messen. Gott selbst l\u00e4sst das Ges\u00e4te in den Herzen der Menschen wachsen\u2026<\/p>\n<p>Glaube ich an die Kraft des Wortes Gottes? Traue ich seinem Wort alles zu? Habe ich Geduld, kann ich warten, wenn die Saat scheinbar lange nicht keimt? Versuche ich nicht, etwas zu erzwingen, mit eigener Kraft nachzuhelfen und dadurch das Wachsen zu hindern oder gar zu zerst\u00f6ren? Wo nehme ich schon das Keimen des Wortes wahr? Kann ich mich dar\u00fcber freuen? Kann ich Gott alles \u00fcberlassen, selbst wenn sein Wirken meinen Augen oftmals verborgen bleibt? Wie weit kann ich ihm vertrauen?<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Der S\u00e4mann<\/li>\n<\/ol>\n<p>Es gibt eine Erz\u00e4hlung, in der es heisst:<em> Ein Weizenkorn versteckte sich in der Scheune. <\/em><em>Es wollte nicht ges\u00e4t werden. Es wollte nicht sterben. Es wollte sich nicht opfern. Es wollte sein Leben retten. Es wurde nie zu Brot. Es kam nie auf den Tisch. Es wurde nie gesegnet und ausgeteilt. Es schenkte nie Leben und Freude. <\/em><em><br \/>\n<\/em><em>Eines Tages aber kam der Bauer. <\/em><em>Mit dem Staub und Unrat der Scheune fegte er das Weizenkorn weg. <\/em>Mit diesem Weizenkorn sind wir alle gemeint. Solange wir uns nicht s\u00e4en lassen und uns absterben wollen, bleiben wir allein in unserem Egoismus verschlossen, wie dieses Weizenkorn in der Scheune versteckt war. Sobald wir es aber wagen, uns s\u00e4en zu lassen, uns selbst zu sterben, erm\u00f6glichen wir das Keimen und Wachsen und bringen reiche Frucht. Als frisches gutes Brot kommen wir auf den Tisch der Mitmenschen, die nach der Wahrheit, nach Gott selbst hungern.<\/p>\n<p>Lasse ich mich von Gott s\u00e4en? Bin ich bereit, sein Evangelium in Wort und Tat zu verk\u00fcnden? Glaube ich daran, dass selbst ein kleines Wort, eine unscheinbare Tat grosse Dinge bewirken kann, dass bei Gott nichts verloren geht? Wessen Wort oder Tat hat mein Leben ver\u00e4ndert? Was muss noch in mir absterben, dass ich wieder zum Leben komme und reiche Frucht bringe? F\u00fcr wen war\/bin ich ein knuspriges Brot, mit dem er seinen Hunger stillen kann?<br \/>\n<strong><em>Lobpreis: <\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Unseren Augen verborgen<br \/>\ndoch mit dem Herzen zu seh&#8217;n<br \/>\nunser Verstand kann nicht fassen,<br \/>\nwas wir im Glauben versteh&#8217;n.<br \/>\nGott l\u00e4sst sich finden, wenn wir suchen.<br \/>\nGott wird uns h\u00f6ren, wenn wir rufen:<br \/>\nZeige uns dein Angesicht.<br \/>\nGott ist Liebe, Gott ist Geist,<br \/>\nden die ganze Sch\u00f6pfung preist.<br \/>\nVater, Sohn und Heiliger Geist,<br \/>\ndrei Personen und doch eins. <\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Vorsatz:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich versuche, jedes kleine Wort und jede kleine Tat mit gr\u00f6sster Liebe auszusprechen bzw. zu tun.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mich s\u00e4en lassen\u2026 \u00a0 In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker s\u00e4t; dann schl\u00e4ft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und w\u00e4chst, und der Mann wei\u00df nicht, wie. 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