{"id":1222,"date":"2015-06-06T09:19:04","date_gmt":"2015-06-06T07:19:04","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=1222"},"modified":"2015-06-06T09:21:20","modified_gmt":"2015-06-06T07:21:20","slug":"betrachtung-zum-10-sonntag-im-jahreskreis-b","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=1222","title":{"rendered":"Betrachtung zum 10. Sonntag im Jahreskreis B"},"content":{"rendered":"<p><em>Eine echte Familie Jesu<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>In jener Zeit<\/em><em> ging Jesus in ein Haus, und wieder kamen so viele Menschen zusammen, dass er und die J\u00fcnger nicht einmal mehr essen konnten. Als seine Angeh\u00f6rigen davon h\u00f6rten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zur\u00fcckzuholen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen. Die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er ist von Beelzebub besessen; mit Hilfe des Anf\u00fchrers der D\u00e4monen treibt er die D\u00e4monen aus. Da rief er sie zu sich und belehrte sie in Form von Gleichnissen: Wie kann der Satan den Satan austreiben? Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben. Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben. Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und mit sich selbst im Streit liegt, kann er keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen. Es kann aber auch keiner in das Haus eines starken Mannes einbrechen und ihm den Hausrat rauben, wenn er den Mann nicht vorher fesselt; erst dann kann er sein Haus pl\u00fcndern. Amen, das sage ich euch: Alle Vergehen und L\u00e4sterungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch l\u00e4stern m\u00f6gen; wer aber den Heiligen Geist l\u00e4stert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine S\u00fcnde wird ewig an ihm haften. Sie hatten n\u00e4mlich gesagt: Er ist von einem unreinen Geist besessen. Da kamen seine Mutter und seine Br\u00fcder; sie blieben vor dem Haus stehen und lie\u00dfen ihn herausrufen. Es sa\u00dfen viele Leute um ihn herum, und man sagte zu ihm: Deine Mutter und deine Br\u00fcder stehen drau\u00dfen und fragen nach dir. Er erwiderte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Br\u00fcder? Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsa\u00dfen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Br\u00fcder. Wer den Willen Gottes erf\u00fcllt, der ist f\u00fcr mich Bruder und Schwester und Mutter. <\/em>Mk 3, 20-35<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Gebet:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Herr Jesus Christus, du kommst in mein Haus. Ich heisse dich bei mir willkommen. Du kommst in mein Herz! Ich begr\u00fcsse dich herzlichst! Du bist mir ganz nahe. Ich darf deinen Herzschlag h\u00f6ren und deine Atem sp\u00fcren. Wie gut tut mir deine Gegenwart! Ich freue mich wahnsinnig \u00fcber so einen hohen Gast in meinem Haus und in meinem Herzen. Lieber Jesus, mein Haus soll dein Haus sein. Mein Herz schl\u00e4gt f\u00fcr dich. Entfache mich neu mit deinem Heiligen Geist, dass ich auf dein Wort h\u00f6ren kann, dass ich deine kostbaren Worte nicht \u00fcberh\u00f6re. Durchdringe mich mit deinem Heiligen Geist, dass ich dir wahrlich begegnen kann von Herz zu Herz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Freue dich \u00fcber die Gegenwart Jesu! Er will dir eine wichtige Botschaft mitteilen. Hab keine Angst davor! Sein Wort befreit und schafft neu. Lass dich vom Herrn ansprechen. H\u00f6re aufmerksam seinem Wort zu&#8230; Lass dein Herz von seinem Wort ber\u00fchrt werden\u2026 Verweile bei den Worten oder S\u00e4tzen, die dich ber\u00fchren\u2026 Nimm dir Zeit daf\u00fcr. Sei still\u2026<\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Gedanken zur Betrachtung:<\/em><\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Eiferer Gottes<\/li>\n<\/ol>\n<p>Sie haben es nicht leicht, die Eiferer Gottes! Sie fallen auf. Sie st\u00f6ren. Sie fordern heraus! Sie lassen einen nicht in Ruhe. Wie Jesus sind sie Tag und Nacht unterwegs f\u00fcr die Sache Gottes. Sie haben nicht einmal Zeit, etwas zu essen, so viel Arbeit haben sie im Weinberg Gottes. Sie schauen nicht auf ihre Prozente, sondern auf die Menschen, die sie gerade brauchen. Auf die Eiferer zeigt man gerne mit dem Finger! Sie lacht man gerne aus, um sich selbst zu rechtfertigen. Sie bringt man gerne zum Schweigen, selbst wenn dies mit Gewalt getan werden m\u00fcsste. Ich kann mir doch nicht erlauben, dass man meinen Familiennamen in Verbindung mit diesen Eiferern bringen kann. Besonders dann, wenn man nicht so recht weiss, was aus ihrem Handeln noch werden wird. Jesus selbst ist es auch nicht anders ergangen\u2026 Seine eigene Familie hat ihn f\u00fcr einen Verr\u00fcckten gehalten und wollte ihn mit Gewalt nach Hause zur\u00fcckholen.<\/p>\n<p>Bin ich wie Jesu ein Eiferer Gottes? Erlaube ich mir ein wenig Verr\u00fccktheit f\u00fcr Gott und seine Sache? Wie begegne ich Menschen, die etwas mehr im Leben und im Glauben wollen? Lasse ich mich durch ihr Leben in Frage stellen oder will ich sie am liebsten zum Schweigen bringen? Lasse ich mich in meinem Glauben herausfordern, zu etwas Neuem bewegen, stets unterwegs sein auf das grosse Ziel (Vaterhaus) hin?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Verstocktheit des Herzens<\/li>\n<\/ol>\n<p>Jesus eifert um die Menschen. Er will alle in seinem Haus, im Hause des Vaters haben. Er schont sich nicht. Er will uns ja vom B\u00f6sen (das B\u00f6se) und von dem B\u00f6sen selbst (der B\u00f6se) befreien. Nur in ihm k\u00f6nnen wir den Kampf f\u00fcr das Gute in uns und um uns gewinnen. Und doch klagt man ihn eines b\u00f6sen Willens, ja, sogar einer Besessenheit an. Das Herz des Menschen bleibt verstockt. Das Herz des Menschen verh\u00e4rtet sich und verschliesst sich sogar f\u00fcr die verzeihende Liebe Gottes. Die S\u00fcnde gegen den Heiligen Geist: Wenn der Menschen sich von Gott nicht vergeben l\u00e4sst, dann kann Gott selbst nichts tun. Er achtet den freien Willen des Menschen. Ja, es ist schwierig zu seiner Schuld und S\u00fcnde zu stehen, anzuerkennen, dass auch ich zum B\u00f6sen f\u00e4hig bin. Nur so k\u00f6nnen wir aber wirklich von Gott befreit werden, von diesem Gott, der jeden Tag zu uns kommt und, wie damals Adam im Paradies, mich heute fragt: \u201eWo bist du?\u201c<\/p>\n<p>Kann ich den Eifer Gottes f\u00fcr mich wahrnehmen? Wie reagiere ich, wenn Gott mir die Wahrheit meines Lebens zeigt? Kann ich zu mir selbst stehen wie ich bin? Wo erfahre ich das B\u00f6sen und den B\u00f6sen in meinem Leben? Glaube ich, dass Jesus mich wirklich befreien kann? Wo und wie kann ich diese Befreiung vom B\u00f6sen erfahren? Wie besiege ich das B\u00f6se in mir und um mich herum? Durch das Gute?<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Die echte Familie Jesu<\/li>\n<\/ol>\n<p>Jesus will uns Menschen zu seiner Familie umgestalten. Er sch\u00e4mt sich unser nicht! Auch wir sollen seine Eiferer sein: seine Br\u00fcder, seine Schwester, seine M\u00fctter\u2026 Es liegt an uns, ob wir es wagen. Man kann aber zu dieser Familie der Kinder Gottes nur dem Namen nach geh\u00f6ren. Das sind die leiblichen Verwandten Jesu, die da draussen standen: vor dem Haus. Man kann aber auch mit Jesus zu Haus sein: uns von ihm anschauen lassen, ihm zuh\u00f6ren, auf ihn h\u00f6ren und seinen Willen tun. Nur so werden wir zu einer echten Familie Jesu. Die \u00e4ussere Zugeh\u00f6rigkeit muss ein Herz bekommen, ein Herz, dass nicht nur zu-geh\u00f6rt sondern unserem Herrn Jesus voll und ganz geh\u00f6rt und f\u00fcr ihn schl\u00e4gt. Wir, die Mitglieder der Familie Jesu, entscheiden, ob wir wirklich mit ihm zu Haus sind, oder nur draussen dastehen.<\/p>\n<p>Wie sieht meine Beziehung zu Jesus aus? Stehe ich zu seiner\/meiner Familie? Freue ich mich, dass ich zu ihr geh\u00f6ren und etwas beitragen kann? Suche ich nach dem Willen Gottes in meinem Leben? Versuche ich, ihn eifrig zu erf\u00fcllen? Bete ich bewusst: \u201eVater unser, dein Wille geschehe\u201c? Tue ich auch etwas dazu? Wo bleibe ich lieber in der grossen Familie der Kirche: zu Hause oder irgendwo draussen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Lobpreis: Ps 130<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir, Herr, h\u00f6re meine Stimme!<\/em><\/p>\n<p><em>Wende dein Ohr mir zu, achte auf mein lautes Flehen!<\/em><\/p>\n<p><em>W\u00fcrdest du, Herr, unsere S\u00fcnden beachten, Herr, wer k\u00f6nnte bestehen?<\/em><\/p>\n<p><em>Doch bei dir ist Vergebung, damit man in Ehrfurcht dir dient. <\/em><\/p>\n<p><em>Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele, ich warte voll Vertrauen auf sein Wort.<\/em><\/p>\n<p><em>Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die W\u00e4chter auf den Morgen.<\/em><\/p>\n<p><em>Mehr als die W\u00e4chter auf den Morgen soll Israel harren auf den Herrn.<\/em><\/p>\n<p><em>Ja, er wird Israel erl\u00f6sen von all seinen S\u00fcnden. <\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Vorsatz:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Jeden Tag versuche ich, mir Zeit f\u00fcr die Begegnung mit Jesu zu nehmen. Ich lasse mich von ihm anschauen und versuche, nach seinem Willen zu leben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine echte Familie Jesu \u00a0 In jener Zeit ging Jesus in ein Haus, und wieder kamen so viele Menschen zusammen, dass er und die J\u00fcnger nicht einmal mehr essen konnten. Als seine Angeh\u00f6rigen davon h\u00f6rten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zur\u00fcckzuholen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen. 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