{"id":1220,"date":"2015-06-04T08:40:10","date_gmt":"2015-06-04T06:40:10","guid":{"rendered":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=1220"},"modified":"2015-06-04T08:40:10","modified_gmt":"2015-06-04T06:40:10","slug":"betrachtung-zum-fronleichnam-b","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/salettiner.ch\/?p=1220","title":{"rendered":"Betrachtung zum Fronleichnam B"},"content":{"rendered":"<p><em>Befreiung zur Liebe<\/em><\/p>\n<p><em><sup>\u00a0<\/sup><\/em><\/p>\n<p><em>Am ersten Tag des Festes der Unges\u00e4uerten Brote, an dem man das Paschalamm schlachtete, sagten die J\u00fcnger zu Jesus: Wo sollen wir das Paschamahl f\u00fcr dich vorbereiten? Da schickte er zwei seiner J\u00fcnger voraus und sagte zu ihnen: Geht in die Stadt; dort wird euch ein Mann begegnen, der einen Wasserkrug tr\u00e4gt. Folgt ihm, bis er in ein Haus hineingeht; dann sagt zu dem Herrn des Hauses: Der Meister l\u00e4sst dich fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen J\u00fcngern das Paschalamm essen kann? Und der Hausherr wird euch einen gro\u00dfen Raum im Obergeschoss zeigen, der schon f\u00fcr das Festmahl hergerichtet und mit Polstern ausgestattet ist. Dort bereitet alles f\u00fcr uns vor! Die J\u00fcnger machten sich auf den Weg und kamen in die Stadt. Sie fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Paschamahl vor. Als es Abend wurde, kam Jesus mit den Zw\u00f6lf. W\u00e4hrend sie nun bei Tisch waren und a\u00dfen, sagte er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern, einer von denen, die zusammen mit mir essen.<\/em><\/p>\n<p><em>Da wurden sie traurig, und einer nach dem andern fragte ihn: Doch nicht etwa ich? Er sagte zu ihnen: Einer von euch Zw\u00f6lf, der mit mir aus derselben Sch\u00fcssel isst. Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift \u00fcber ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. F\u00fcr ihn w\u00e4re es besser, wenn er nie geboren w\u00e4re. W\u00e4hrend des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den J\u00fcngern, und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das f\u00fcr viele vergossen wird. Amen, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich von neuem davon trinke im Reich Gottes. Nach dem Lobgesang gingen sie zum \u00d6lberg hinaus. <\/em>Mk 14, 12-26<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Gebet:<\/em><\/p>\n<p>Herr Jesus Christus, du bist gegenw\u00e4rtig im Allerheiligsten Sakrament. Du bist einfach da! Du bist bei uns geblieben Tag und Nacht. Du wartest stets auf uns. Du hast immer Zeit f\u00fcr mich. So darf ich dich zu jeder Zeit besuchen, vor dir mein Herz aussch\u00fctten, dir alles anvertrauen, oder einfach vor dir verweilen, mich in deiner Gegenwart ausruhen. Danke, dass ich jetzt zur Ruhe komme und auf dein Wort h\u00f6ren darf. Danke f\u00fcr deinen Heiligen Geist, in dem ich dein Wort verstehen kann. Danke f\u00fcr deinen Heiligen Geist, der mich jetzt erf\u00fcllt und durchdringt. Dein Wort ber\u00fchre nun mein Herz und mein ganzes Leben. Dein Wort verwandle mich und schaffe mich neu. Dein Wort entfache in mir die Liebe zur Eucharistie\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Pers\u00f6nliche Lekt\u00fcre:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>\u00d6ffne dein Herz f\u00fcr die Gegenwart Jesu. Er ist da! Er hat dich eingeladen. Lass dich bedienen und ansprechen. Der Herr spricht zu dir. H\u00f6re nun aufmerksam seinem Wort zu&#8230; Lass dich von seinem Wort ber\u00fchren\u2026 Verweile bei den Worten oder S\u00e4tzen, die dich ber\u00fchren\u2026 Nimm dir Zeit daf\u00fcr. Sei still\u2026<\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Gedanken zur Betrachtung:<\/em><\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Die Eucharistie vorbereiten<\/li>\n<\/ol>\n<p>Jesus setzt die Eucharistie in Rahmen eines Paschamahles ein. An diesem Fest haben die Juden der Befreiung aus der Sklaverei \u00c4gyptens gedacht. Nicht nur gedacht! Sie alle feierten es so, als ob sie selbst diese Befreiung brauchen w\u00fcrden. Ja, sie feierten jedes Jahr ihre eigene Befreiung, den \u00dcbergang des Herrn. So haben sie sich darauf sorgf\u00e4ltig vorbereitet. Es war doch das wichtigste Fest im Jahreskreis. Gerade das wollte auch die J\u00fcnger f\u00fcr Jesus tun. Er ist ihnen aber zuvorgekommen. Der Raum f\u00fcr das Paschamahl war schon ausgew\u00e4hlt und gerichtet. Es fehlte nur das Essen. Jesus hat eigentlich seine J\u00fcnger zum Abendmahl eingeladen. Er selbst wollte sich ihnen zur Speise schenken. Er wollte, dass sie die wahre Befreiung erfahren, die er ihnen durch seinen Tod schenken wird. Er wird die Eucharistie im Abendmahlsaal einsetzen und sie in der Stunde seines Todes vollenden. Und wir d\u00fcrfen dabei sein!<\/p>\n<p>Wir d\u00fcrfen mindestens jeden Sonntag, wenn nicht t\u00e4glich, die Eucharistie feiern. Sie befreit und von uns selbst, sie befreit uns zur Liebe. Wie bereite ich mich darauf vor? Nehme ich mir daf\u00fcr Zeit? Ist mir bewusst, dass ich der von Jesus Eingeladene und Erwartete bin? Komme ich rechtzeitig zur Eucharistie? Nehme ich mir bewusst Zeit, um mich in aller Stille darauf einzustimmen? Was bringe ich zu dieser Feier mit?<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><em>In der Nacht, der er verraten wurde\u2026.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p>So beginnen die Wandlungsworte im dritten Hochgebet\u2026 Jesus kennt die G\u00e4ste an seinem Tisch beim Namen. Er kennt ihre Lebensgeschichten und ihre Herzen. Die Wahrheit geh\u00f6rt auch zur Vorbereitung auf die gemeinsame Eucharistie. Jesus sagt den anderen die Wahrheit, nicht um sie zu dem\u00fctigen, sondern um sie dadurch zu befreien. Die Wahrheit macht uns frei. Selbst wenn sie sehr schmerzhaft sein kann\u2026 Mit Wahrheit und Liebe versucht Jesus das Herz von Judas zu erreichen. Selbst wenn er versagen wird, will ihm Jesus eine neue Chance geben\u2026 Wird er sie ergreifen oder ger\u00e4t er in Verzweiflung? Wie wichtig und entscheidend ist doch der Bu\u00dfakt in der Eucharistiefeier! Wer ihn verpasst, der kann zwar am Mahl der Liebe teilnehmen, der wird aber keine echte Befreiung erfahren k\u00f6nnen. <em>Freund, mit einem Kuss verr\u00e4tst du den Menschensohn?<\/em> Diese Worte h\u00f6re ich immer als Mahnung, wenn ich den Altarkuss mache\u2026<\/p>\n<p>Welche N\u00e4chte erfahre ich in meinem Leben? Wo und wann verrate ich Jesus und sein Evangelium? Kann ich die Wahrheit \u00fcber mich selbst anerkennen? Was schmerzt mich heute am meisten? Wie erlebe ich den Bu\u00dfakt in der Eucharistiefeier? Lass ich mir vergeben? Bin ich bereit auch zur Beichte zu gehen, wenn ich sp\u00fcre, dass mein Herz nicht mehr zum Gott der Liebe h\u00e4lt? Werde ich nicht versucht, mich selbst schnell loszusprechen?<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong>Nehmen, segnen, geben<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Jesus nimmt das Brot und dann den Kelch mit Wein in seine H\u00e4nde. Er hat keine Ber\u00fchrungs\u00e4ngste. Damit nimmt er das Leben eines jeden von uns, sein eigenes Leben in die H\u00e4nde. Gerade das ist das Opfer f\u00fcr den Vater. Wir haben sonst nichts anderes als das Leben Jesu und unser eigenes Leben. Dann preist Jesus den Vaters f\u00fcr das Leben. Er nimmt all das wahr, was der Vater an ihm und an uns gewirkt hat. Er dankt dem Vater f\u00fcr seinen G\u00fcte und Treue, f\u00fcr seine Geduld und Barmherzigkeit. Dann wandelt er alles in seinen Leib und in sein Blut. Sich selbst schenkt er seinen J\u00fcngern: sein Fleisch und sein Blut. Nur in seine Hingabe eingetaucht, k\u00f6nnen sie wirklich die Liebe erfahren und zur echten Liebe befreit werden. In der Kraft der Wandlung und der Kommunion k\u00f6nnen sie das gleiche wie Jesus tun: ihr Leben in die H\u00e4nde nehmen, den Vater preisen, sich verwandeln lassen und zu den anderen sagen: nun, nehmt und esst!<\/p>\n<p>Lass ich zu, dass Jesus mein ganzes Leben in seine H\u00e4nde nimmt? Kann ich mit ihm dem himmlischen Vater f\u00fcr all das Gute meines Lebens danken, ihn daf\u00fcr lobpreisen? Lasse ich mich bewusst verwandeln und zwar in jeder Eucharistiefeier? Lasse ich mich von der Hingabe Jesu ansprechen? Bin ich bereit, ihn darin nachzuahmen? Wie begegne ich der Liebe Jesu in der Kommunion? Kann ich sie mit den anderen teilen oder weiterschenken? Bin ich Eucharistie (Danksagung) im Alltag?<br \/>\n<strong>Lobpreis: <\/strong><\/p>\n<p><em>Lobe, Zion, deinen Hirten; dem Erl\u00f6ser der Verirrten stimme Dank und Jubel an. <\/em><\/p>\n<p><em>Lass dein Lob zum Himmel dringen; ihn zu r\u00fchmen, ihm zu singen, hat kein Mensch genug getan.<\/em><\/p>\n<p><em>Er ist uns im Brot gegeben, Brot, das lebt und spendet Leben, Brot das Ewigkeit verhei\u00dft, <\/em><\/p>\n<p><em>Brot, mit dem der Herr im Saale dort beim \u00f6sterlichen Mahle die zw\u00f6lf J\u00fcnger hat gespeist.<\/em><\/p>\n<p><em>Lobt und preist, singt Freudenlieder; festlich kehrt der Tag uns wieder, jener Tag von Brot und Wein,<\/em><\/p>\n<p><em>da der Herr zu Tisch geladen und dies heilge Mahl der Gnaden setzte zum Ged\u00e4chtnis ein.<\/em><\/p>\n<p><em>Was bei jenem Mahl geschehen, sollen heute wir begehen und verk\u00fcnden seinen Tod. <\/em><\/p>\n<p><em>Wie der Herr uns aufgetragen, weihen wir, Gott Dank zu sagen, nun zum Opfer Wein und Brot.<\/em><\/p>\n<p><em>Seht das Brot, der Engel Speise, Brot auf unsrer Pilgerreise, das den Hunger wahrhaft stillt. <\/em><\/p>\n<p><em>Abrams Opfer hat\u2018s gedeutet, war im Manna vorbereitet, fand im Osterlamm sein Bild.<\/em><\/p>\n<p><em>Guter Hirt, du Brot des Lebens, wer dir traut, hofft nicht vergebens, geht getrost durch diese Zeit. <\/em><\/p>\n<p><em>Die du hier zu Tisch geladen, ruf auch dort zum Mahl der Gnaden in des Vaters Herrlichkeit.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Vorsatz:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich versuche mich besser auf die Eucharistiefeier vorzubereiten und danach Gott f\u00fcr sie bewusst zu danken. Ich nehme mir Zeit f\u00fcr eine Begegnung mit Jesus, der im eucharistischen Brot im Tabernakel verborgen ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Befreiung zur Liebe \u00a0 Am ersten Tag des Festes der Unges\u00e4uerten Brote, an dem man das Paschalamm schlachtete, sagten die J\u00fcnger zu Jesus: Wo sollen wir das Paschamahl f\u00fcr dich vorbereiten? 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